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Moderate Muslime, bekämpft die Radikalen mit einer alternativen Erzählung!

 

Immer mehr kluge Stimmen aus dem muslimischen Lager melden sich zu Wort. Dies hier ist Asim Siddiqui im Guardian von heute, und ich unterschreibe jedes Wort:

The events of the last few days have been sobering for us all. The response from some UK Muslim groups (influenced by Islamist thinking) is still largely to blame foreign policy (undoubtedly an exacerbating influence but not the cause), rather than marching „not in my name“ in revulsion against terrorist acts committed in Islam’s name. By blaming foreign policy they try to divert pressure off themselves from the real need to tackle extremism being peddled within. Diverting attention away from the problems within Muslim communities and blaming others – especially the west – is always more popular than the difficult task of self-scrutiny. And what part of foreign policy do the Islamists want us to change to tackle terrorism? Withdrawal from Iraq?

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A. Siddiqui

And once we’ve left Iraq, will they be satisfied? Of course not. Their list of grievances is endless: Afghanistan, Chechnya, Kashmir, Palestine, Burma … so long as the world is presented as one where the west is forever at war with Islam and Muslims there is nothing we can do to appease the terrorists and those who share their world view. Instead it is this extremist world view that must change.

No, it’s not foreign policy that’s the main driver in combating the terrorists; it is their mindset. The radical Islamist ideology needs to be exposed to young Muslims for what it really is. A tool for the introduction of a medieval form of governance that describes itself as an „Islamic state“ that is violent, retrogressive, discriminatory, a perversion of the sacred texts and a totalitarian dictatorship.

When the IRA was busy blowing up London, there would have been little point in Irish „community leaders“ urging „all“ citizens to cooperate with the police equally when it was obvious the problem lay specifically within Irish communities. Likewise for Muslim „community leaders“ to condemn terrorism is a no-brainer. What is required is for those that claim to represent and have influence among young British Muslims to proactively counter the extremist Islamist narrative. That is the biggest challenge for British Muslim leadership over the next five to 10 years. It is because they are failing to rise to this challenge that the government feels it needs to act by further eroding our civil liberties with anti-terror legislation to get the state to do what Muslims should be doing themselves. If British Muslim groups focus on grassroots de-radicalisation then this will provide civil liberty groups the space they need to argue against any further anti-terror legislation.

Of course I would like to see changes in our foreign policy and have marched on the streets (with thousands of non-Muslims) in protest on many occasions. But blaming foreign policy in the face of suicide attacks is not only tactless but a cop-out that fails to tackle extremism, fails to promote an ethical foreign policy and fails to protect our civil liberties.

Der ganze Text unter obigem Link.

0 Kommentare

  1.   Wachtmeister

    Da fragt man sich, warum die britische Regierung nicht Siddiquis „City Circle“ zum Partner gemacht hat, sondern die Extremisten vom MCB. Das Islambild in westlichen Gesellschaften wäre besser, wenn der Islam von Menschen wie Siddiqui und nicht von Islamisten wie (in UK) Bari, Bunglawala, Tamimi etc. repräsentiert würde.

  2.   lebowski

    @1 Wachtmeister
    Eins sollte man den liberalen Muslimen mal zugute halten:
    sie riskieren erheblich mehr als wir.
    Und – wie Ibn-Warraq schrieb- hat der Westen sie oft genug enttäuscht.
    Der Westen hat Afghanistan bombardiert, ist in den Irak einmaschiert usw. , aber als es darum ging, unsere freiheitlichen Rechte zu verteidigen, herrschte Schweigen im Walde.

    Können Sie sich an einen westlichen Staatsmann erinnern, der 1989 öffentlich für Salman Rushdie Partei ergriffen hat?
    Ist eine europäische Regierung 2006 den Dänen beim Ärger mit den Mohammed-Karikaturen beigesprungen. Ich rede von Regierungen und Staatsleute, die sonst gar nicht oft genug Wörter wie „europäische Solidarität“ im Munde führen können.
    Die Wenigen, die hier unsere zivilen Freiheiten verteidigt haben, waren türkische Frauenrechtlerinnen und jüdische Intelektuelle.
    Ein echtes Armutszeugnis für unsere Politik und unsere Gesellschaft.

  3.   mc

    @ all

    Die muslimische Welt besteht nicht nur aus einem Kerl wie Qaradawi, der mitverantwortlich ist für die Welle von Selbstmordanschlägen und Anschlägen auf Zivilisten auf der ganzen Welt. Es gibt auch Muslime, die diese Dinge entschieden ablehnen. Dazu gehört auch Scheikh Muhammad Afi fi al-Akiti. Er ist ein muslimischer Gelehrter aus Malaysia, der derzeit im Vereinigten Königreich weilt. Ich lehne solche perfiden Anschläge entschieden ab und hoffe auch, dass der KRM dies genauso macht.

    Hier einige Links zum Text von Scheikh Muhammad Afi fi al-Akiti:

    http://www.warda.info/Verbot_von_Angriffen.pdf

    http://www.warda.info/Verbot_von_Angriffen,Textprobe.pdf

    oder auch hier:

    The State We Are In: Identity, Terror and the Law of Jihad

    http://www.amalpress.com/publications/pdfs/opening_pages.pdf

  4.   Lebeding

    >>Jeder vierte Muslim in den USA ist für Selbstmordanschläge
    Veröffentlicht in Nachrichten am 2. Juli 2007

    (Washington) Das Forschungsinstitut Pew kommt zu dem Ergebnis, daß zwei Prozent der unter 30-jährigen Muslime Selbstmordanschläge oft als gerechtfertigt ansehen. 13 Prozent hielten sie manchmal und elf Prozent selten gerechtfertigt.

    Fast achtzig Prozent der Muslime in den USA lehnen laut der Studie Selbstmordanschläge grundsätzlich und mit dem Islam unvereinbar ab.

    Die Studie zeigt, daß die Muslime in die Gesellschaft integriert sind. Die meisten sind mit ihrem Leben genau so zufrieden wie die übrigen Amerikaner, sie haben ein ähnliches Einkommen und auch die Bildung entspricht dem Durchschnitt in den USA. Nach Schätzungen von Pew leben rund 2,35 Million Muslime in den USA. (JF)<< http://www.katholisches.info/?p=389

    Es ist schon erschreckend, dass jeder 4. Moslime Selbstmordattentate rechtfertigt. Man könnte spekulieren, dass diese auch bereits sein könnten, selbst Attentate zu verüben. Das wäre ein riesiges Potential.
    @lebowski, ich entsinne mich durchaus, dass europäische Politiker den Dänen zur Seite sprangen in o.g. Situation und auch dass Rushdie stark verteidigt wurde von europ. Politikern. Ganz so schweigsam waren sie jedenfalls nicht.

    Gibt es Texte wie oben auch in deutscher Übersetzung? Mein Englisch ist leider nicht mehr so gut, als dass ich alles verstehen könnte. Wenn ich richtig las, dann ruft Siddiqui dazu auf, in Schulen und an Unis entsprechend aufzuklären. Nun, das wird ja schon seit langem hierzulande gefordert. Vielleicht nimmt die Öffentlichkeit das nur zu wenig zur Kenntnis.

    Eigenartiger Weise habe ich aus dem neuen Grundsatzprogramm der CDU auch nur selten gelesen (z.B.: http://www.politicallyincorrect.de/2007/06/cdu-islam-kompatibel-mit-demokratie/ ), dass die CDU dort feststellt, dass Islam und Demokratie vereinbar seien. Aber Leitkultur etc. schreiben die Medien ausführlich. Der Satz zum Islam aber wird nicht zitiert. Das ist schon merkwürdig. Soll da bewusst etwas unter den Teppich gekehrt werden?

  5.   AM

    @ Lebeding
    „ich entsinne mich durchaus, dass europäische Politiker den Dänen zur Seite sprangen in o.g. Situation und auch dass Rushdie stark verteidigt wurde von europ. Politikern.“
    Ihre Erinnerung trügt Sie in beiden Fällen nicht. Es war tatsächlich so, dass die massivste nicht-islamische Kritik an den dänischen Karikaturen von amerikanischen Politikern kam:-) Eine Farce, was man uns Europäern immer so andichten will!

  6.   pluckerwanck

    Es scheint, dass einige tatsächlich aus dem Quark kommen, sogar der MCB:

    http://www.guardian.co.uk/terrorism/story/0,,2117530,00.html

    Zitat: The unfolding events, though horrific, may well strengthen the hand of moderate Muslim opinion.

    One source said: „There is little room for manoeuvre for those who have previously been in denial or have clung to conspiracy theories. People have been able to see for themselves what happened. That could be important.“

  7.   Sebastian Dietrich

    Das schwierige ist ja, dass die Leute wie Herr Siddiqui sobald sie von den „westlichen“ Medien unterstützt werden es noch schwerer haben ihre Nachricht bei den eigentlichen Adressaten zu Gehör zu bringen.

  8.   Wachtmeister

    Angesichts des wachsenden Drucks hat der MCB jetzt zumindest rhetorisch eine Kehrtwende vollzogen.

    http://www.guardian.co.uk/terrorism/story/0,,2117530,00.html

    Mal sehen, wie ernst es gemeint ist.

  9.   Sebastian Dietrich

    Dass die Political Correctness -Druck- bei gewissen Themen als generell kontraproduktiv eingestuft hatte ärgert mich noch immer maßlos. Grad weil man immer wieder Leute trifft, die immer noch auf der Schiene fahren.

 

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