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Islamkritik nach McCarthy-Art

 

An amerikanischen Universitäten wirft die „Islamofascism Awareness Week“ ihre Schatten voraus. Das ist eine Aktion des – wie sagt man? – ultraneokonservativen David Horowitz, der ab dem 22. Oktober an 150 Hochschulen die „Woche gegen den islamischen Faschismus“ durchführen läßt.
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David Horowitz

Es ist die größte Campus-Aktion der Rechten bisher. Ein Schelm, wer etwaige Zusammenhänge mit einem drohenden Krieg gegen Iran erkennt, für den das gleiche Lager bereits heftig Werbung treibt.
Konservative Studentengruppen werden animiert, für folgende Petititon zu werben und alle zu exponieren, die sie nicht unterzeichnen. Wer nicht unterzeichnet, hat sich als nämich in der Logik der Aktivisten als „Islamofaschist“ oder als nützlicher Idiot der „islamofaschistischen“ Machtergreifung kenntlich gemacht.

Islamic Jihadists around the world have declared war on America, Israel and the West and have made clear that:

* The goal of the Islamo-Fascist jihad is world domination
* The Islamo-Fasacist Jihad demands the suppression of all Infidels
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Women
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Gays
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Christians
* The Islamo-Fascist Jihad is a war against Jews
* The Islamo-Fasacist Jihad is a war against non-religious people

In opposition to this, we affirm four key principles denied by the jihadists and threatened by them:

* The right of all people to live in freedom and dignity
* The freedom of the individual conscience: to change religions or have no religion at all
* The equality of dignity of women and men
* The right of all people to live free from violence, intimidation, and coercion

We call upon all campus political, cultural, ethnic and religious groups to stand with us in opposing all forms of religious supremacism, violence and intimidation.

Wer könnte sowas wohl nicht unterschreiben wollen? Richtig, ein Islamofaschist oder sein Dhimmi.

An der George Washington University allerdings wurden die Ritter wieder den „Islamofaschismus“ Opfer eines spektakulären Gegencoups: Der Campus war mit Plakaten gepflastert, auf denen die Überschrift prangte: „Hate Muslims? So do we!“ Auf dem Plakat war die Adresse der Horowitz-Gruppe verzeichnet.
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Diese Satire auf die Islamofaschismuskritik wiederum konnten empörte Protestler nicht als solche erkennen. Die Uni wurde aufgefordert, etwas gegen den Rassismus und die Hate Speech des Plakates zu unternehmen (eines Plakats, das doch den Muslimhass blosstellen wollte!). Filmbericht hier.

Die beste Einschätzung dieses lachhaften Spektakels, das mich an die Dumpfbackenart mancher so genannter Islamkritiker hierzulande erinnert, steht hier.
Herrlich! Könnte glatt von Dr. Ulfkotte ausgedacht worden sein.