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Säkularismus macht reich

 

secular-graph.gif

Eine graphische Darstellung des Verhältnisses von Religösität und Wohlstand. West- und Nordeuropa findet sich in der unteren rechten Ecke – viel Wohlstand, wenig religiöser Eifer. Amerika führtt beim Wohlstand noch weiter – und liegt bei der Religiösität im höheren Bereich – irgendwo zwischen dem atheistischen Westeuropa und der glaubensmässig hoch entflammbaren Dritten Welt. Senegal, Nigeria, Äthiopien und Pakistan haben eine Kombination von hoher Religiösität und Armut.

Ein Essay zum Thema findet sich hier – mit weiteren Daten. Klick aufs Bild, und es wird größer.

18 Kommentare

  1.   Molinocampo

    Egal ob säkulär oder reich –

    die ordentlichsten islamistischen Terroristen kommen immer noch aus Deutschland –

    „Der vermeintliche Märtyrer aus Deutschland ist keine fiktive Figur. Cüneyt C., ein 28-jähriger Türke, ist als Islamist bekannt und gehört zu den Kontaktpersonen der Sauerland-Gruppe um Fritz Gelowicz und Adem Yilmaz – spätestens seit deren Festnahme gilt auch er als brandgefährlich. „Ismail aus Ansbach“, wie C. von Freunden genannt wurde, setzte sich schon vor dem Zugriff ab. Bereits am 2. April verließ er mit seiner Frau und den beiden Kindern Ansbach, vorher löste er seine Wohnung auf, kündigte seinen Arbeitsvertrag und meldete sich ordnungsgemäß beim Amt ab.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,541140,00.html

    Wir dürfen stolz sein – ich bin sicher:

    nur weil sie auf deutschen Hochschulen ausgebildet wurden, deutsche Tugenden der Organisation und Disziplin erlernt haben, konnten die Terroristen ihre Attacke am 11. September so erfolgreich reiten — –

    der rest der globalen Dschihadisten sind doch überwiegend inkompetente Dilettanten – ein früherer Anschlag Anfang der 90er Jahre auf das World Trade Center ging ja ziemlich in die Hose….

    Deshalb: Fortschritt durch Technik! Und

    AUCH SIE SIND DEUTSCHLAND!!

  2.   tati

    @JL

    Nicht ganz korrekt, diese Grafik.
    Die reichen Golfstaaten, allem voran Saudi-Arabien, würden das Bild verzerren.
    Religiösität kann auch dann reich machen, sofern man nichts weiter tun muss, als das Öl unter dem eigenem Arsch zu verkaufen.

  3.   freigeist

    Armer Jörg Lau, fanatiker wie molino und tati verstopfen seinen blog. das internet hat seine eigene nemesis erschaffen: möchtegern-broders und giordanos übertreffen im schutze der anonymität ihre idole. beleidigungen und üble nachrede regieren. rassismus und religionsverhetzung gehen hand in hand. ein trauerspiel.

  4.   Molinocampo

    Hier mal wieder etwas off-topic – aber ich muß gestehen, daß mich die These des von Herrn Lau verlinkten Beitrags in ihrer universellen Behauptung sowieso nicht überzeugt –

    wie auch wohl sonst keinen Historiker:

    Selbst in breiteren Kreisen ist ja Max Webers Studie zur protestantischen Ethik bekannt, als einer bewußt religiös fundierten Ethik, die Weber ganz ausdrücklich für die Entwicklung des modernen Kapitalismus, und damit auch für den modernen Wohlstand verantwortlich sah….

    auch wenn man Weber aus historischen Befunden nicht streng folgen mag: schließlich waren und sind auch das katholische Italien (Oberitalien) wie überhaupt die katholischen Regionen traditionell wohlhabender, innovativer als protestantische – –

    man vergleiche nur einmal das heutige Gefälle zwischen Süd- und Norddeutschland, ein Gefälle, das historisch fest verwurzelt ist

    – in der deutschen Geschichte hat allein die auf Kohle und Stahl basierte Industrialisierung dieses Verhältnis vorübergehend umgedreht – ebenso wie in Belgien.

    Nach dem Kohle-Stahl Zeitalter haben sich die älteren Muster wieder hergestellt….

    Eine strenge Abhängigkeit des Wohlstands (und Innovationsfreude) von „Säkularität“ lässt sich also weder historisch, noch aktuell (USA!!) ernsthaft behaupten.

    Ein weiteres außereurpäisches Gegenbeispiel (und nicht christlich, sondern sogar animistisch!) wäre Japan…. seit jeher eine hochinnovative Gesellschaft, die sogar den Weg in die (westlich geprägte) moderne Weltgesellschaft geschafft hat….

    Genauere Analysen (die nicht schon wieder als Nebelkerzen alles zu relativieren beabsichtigten) würden nur das sattsam bekannte wieder belegen:
    es sind die ISLAMISCHEN Regionen, die hoffnungslos rückständig, und völlig innovationsfrei sind, ansonsten würde sich das Bild vielgestaltiger darstellen….

    Aber nun zum off-topic Thema:

    Vor einiger Zeit schon hat „Spengler“ von der Asia Times auf das dezidiert anti-amerikanische familiäre Umfeld aufmerksam gemacht, aus dem Barack Obama entstammt:

    http://www.atimes.com/atimes/Front_Page/JB26Aa01.html

    Barack Obamas Mutter – eine weiße Anthropologin, die, wie so viele ihrer Profession aus kulturellem Selbstekel in den sechziger, siebziger Jahren den unter Sozialwissenschaftlern verbreiteten Tripp des „going native“ gegangen ist…. dies mündete wohl in unverhohlenem Amerika-(Selbst)Haß, wie wir ihn in Deutschland ja gut von unseren 68er und post-68ern „Eliten“ kennen, in Amerika aber doch eine sehr exotische Erscheinung darstellt.

    Auch Barack Obamas Ehefrau Michelle, die wiederum eine große Bewunderung für Obamas Mutter hegt, ist von diesem Ressentiment zutiefst zerfressen:

    http://www.atimes.com/atimes/Front_Page/JC04Aa01.html

    Das wirft natürlich kein besonders gutes Licht auf einen Präsidentschaftsbewerber, der sich anschickt, dieses in seinem sozialen Umfeld gehasste Land einmal vertreten zu sollen – und inzwischen ist die amerikanische Medienlandschaft hellhörig geworden.

    Ich muß gestehen, daß ich den Hype um Obama bisher nur oberflächlich, eher Desinteressiert verfolgt habe.
    Über „Spenglers“ Überlegungen bzgl. des Charakters und der Motivation von Barack Obama war ich deshalb mehr überrascht….

    Nun ließe sich daraus ja auch gleich wieder auf eine „Verschwörung“ gegen Obama schließen – –

    doch nun kommt von ganz anderer Stelle eine Information, die die Thesen „Spenglers“ in ganz anderem Licht erscheinen läßt:

    Nach Hasspredigt – Obama verstößt langjährigen Freund

    Von Marc Pitzke, New York

    „Gott verdamme Amerika“, predigt Jeremiah Wright, der Ex-Pastor von Barack Obama in einem Video. Obama sah sich nun gezwungen, sich scharf von seinem langjährigen Freund zu distanzieren. Obama hat in Wrights Kirche geheiratet, seine beiden Töchter wurden von Wright getauft.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,541651,00.html

    Verdammt – hat der äußerst witterungssensible „Spengler“ mal wieder den richtigen Riecher gehabt????

  5.   iceman

    Die Frage, wie entwicklungsfähig eine Kultur ist, geht über das Religiöse selber weit hinaus.
    Denn eine Religion ist – wie jede Weltanschauung – nur ein Wertesystem, und die „Wertigkeit“ eines (jeden) Wertesystems hängt von seiner Transformationsfähigkeit ab.
    Religionen sind nur eine Art „erstes Basislager“ für weiter entwickelte ethische Modelle, und so gesehen steht die Menschheit noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung.
    Der Eindruck, es gäbe eine GRUNDSÄTZLICHE Konfliktlinie zwischen religiös/nicht-religiös ist nicht richtig.
    Stattdessen wäre es besser, Religionen als notwendige Vorstufen anzusehen, mit denen man zu höheren Sphären gelangt.

    Die Länder, die an einer Stelle des Artikels von Alan Wolfe etwas prägnant als „gottlos“ bezeichnet wurden, sie sind eben nicht nur gottlos, sondern haben die ethischen Werte ihrer Religion transformiert zu einem säkularisierten Menschenrechtskatalog (erkennbar an Rechtssicherheit, Korruptionsindex, Emanzipation, Gesundheitsversorgung, uvm.).
    Dass diese Übertragung – vom Religiösen zum Säkularen – evolutionär sinnvoll (ergo notwendig) ist, ändert nichts am grundsätzlichen Muster der Entwicklung, welches die modernen Gesellschaften des Westens von der parlamentarischen Demokratie zur plebiszitären Demokratie führen wird (da wird es ganz neue Formen an Bürgerbeteiligung geben, die sich Viele heute noch nicht vorstellen können).
    Man muss kein Hellseher sein um zu erkennen, dass sich diejenigen Regionen am besten entwickeln werden, die plebiszitäre Elemente künftig am besten zur Entfaltung kommen lassen.
    Darin liegt die grosse Chance auf universellen Frieden, und in diesem Entwicklungsprozess befinden sich nicht nur skandinavische Christen oder buddhistisch/shintoistische Japaner, sondern die gesamte Menschheit.
    Die Geschichte der ethischen Verfeinerung verläuft also zwangsläufig zunehmend „erfolgreich“ – und das sogar „linear“!
    Linear allerdings nur aus sehr weiter Distanz, oder aus grosser Höhe, also unter Bezugnahme eines sehr weiten Zeitrahmens (von vielleicht einigen Tausend Jahren).
    Je geringer der Abstand ist, mit dem man schaut (Alan Wolfes Analyse ist anthropologisch recht kurzsichtig), umso heftiger fallen natürlich die unvermeidlichen Rückschläge auf.
    Und mit diesen Rückschlägen verbinden sich unzählige menschliche Leiden, die allein auf Verblendung beruhen (weshalb man sie möglichst rasch überwinden sollte).

    Rückschläge sind auf zweierlei Art denkbar:

    Erstens:

    Durch eine Renaissance alter (veralteter) Kräfte, also durch die Rückbesinnung auf Falsches und Gescheitertes (genau da liegt das Problem bezüglich der Islamisierung Europas, aber auch einer „Rekonquista“).
    Rückgriffe auf schlechte Verhaltensmuster (oder Identitäten) müssen aber nicht religiös motiviert sein, sie können auch machtpolitisch oder sozial motiviert sein (nahöstliche Militär-, südamerikanische neokommunistische Regime).
    Die grösste Gefahr – neben dem Islamismus – liegt derzeit in einer nationalistischen Abirrung Chinas.
    China, das immerhin ein Viertel der Menschheit stellt, leidet unter einem Werte-Vakuum, weil der Kommunismus die alten Werte lediglich abgeräumt hat, anstatt sie zivilisatorisch zu transformieren!
    (auch wenn man – mit viel gutem Willen – im Einparteiensystem einen transformierten konfuzianischen Patriarchialismus erkennen mag).
    Zurzeit ist völlig unklar, auf welcher ideellen Basis China sich künftig definieren wird.
    Wird China beim kruden Mix aus expansivem Nationalismus und Neoliberalismus verbleiben, so wird es in einigen Jahrzehnten von grauenhaften inneren Konflikten heimgesucht werden.
    (Übrigens ein Grund, unbesorgt zu sein gegenüber einem desozialen ökonomischen Dauerrivalen in der Zukunft.)
    Das Rad der Zeit, also die Macht der Evolution, wird solche Fehlentwicklungen abschleifen, die Frage ist allein:
    Wann, bzw. verbunden mit welchen humanitären Katastrophen?

    Zweitens:

    Rückschläge sind theoretisch auch denkbar durch völlig neue Varianten von „trial and error“, also den erneuten Versuch, das Heil der Menschheit (oder eines Volkes) wieder durch ein „noch nie dagewesenes“ Grossprojekt zu erlangen, das schlagartig umgesetzt wird.
    An dieser Stelle kann man aber recht beruhigt sein, weil die Menschheit – gerade im letzten Jahrhundert – alle nur denkbaren Zwangs- und Kollektivsysteme schon erfolglos ausgetestet hat.
    (Übrigens ein Grund für die Annahme, dass die Menschheit das Schlimmste schon hinter sich hat).

    Ökonomischer, sozialer, und kultureller Fortschritt lässt sich künftig allein durch eine Ausweitung der Demokratie erzielen.
    Und nicht nur durch eine regionale/ globale Ausbreitung der Demokratie (also quantitativ in der Fläche), sondern vor allem durch eine qualitative Ausdehnung – durch die Veredelung des „Produktes Demokratie“!
    Ein Land, das sich einen „Wettbewerbsvorteil“ gegenüber ALLEN anderen „Konkurrenten“ auf dem Weltmarkt sichern wollte, täte gut daran, im Inneren möglichst rasch eine Vielzahl plebiszitärer Elemente einzuführen, und sehr zu bedauern ist, dass es diese Elemente auch im Westen kaum gibt.

    Plebiszitäre Elemente sind nichts anderes als „mehr Eigenverantwortung“ auf politischer Ebene, und leider gibt es selbst unter Intellektuellen im Westen vier verbreitete Irrtümer diesbezüglich:

    1. Eigenverantwortung führt zu sozialer Ungerechtigkeit. (Das gilt nur dann, wenn Selbstbestimmung zu vulgärem Marktliberalismus verkommt – dieses Problem reflektieren wir gerade).

    2. Eigenverantwortung führt zum Abbau kollektiver Bindekräfte.
    (Das Gegenteil ist richtig, weil mit steigendem Einfluss des Einzelnen auch das Bewusstsein für die eigene Verantwortung wächst – und damit der Gemeinsinn).

    3. Ohne religiösen Bezug ist spirituelles Empfinden nicht möglich.
    (Wäre dem so, dann müsste man vielleicht sogar an den tradierten Religionen festhalten, aber das menschliche Bedürfnis nach Findung der „unio mystica“, der „Einsheit“ oder der „Leerheit“, ist nicht gebunden an religiöse Dogmen oder an einen Gottesbezug – eher im Gegenteil!)

    4. Die organisatorische Umsetzung. Viele Menschen zweifeln daran, dass kluge politische Steuerung auch ohne strenge hierarchische Gliederung, Parteienproporz und „Richtlinienbestimmer“ möglich ist.
    (Jedoch gibt es keinen triftigen Grund für die Annahme, dass das, was auf ökonomischer Ebene längst akzeptierte Realität ist (die unsichtbare Hand des Marktes), nicht auch für die politische Entscheidungsfindung gut sein soll (die Intelligenz der Masse)).

    Die technischen Möglichkeiten für die Umsetzung echter Basisdemokratie sind ohnehin vorhanden, und deshalb geht es nur noch um die Veränderung des Denkens.
    Beiträge wie die von Herrn Lau hier sind da äusserst hilfreich, weil sie uns die Augen öffnen.
    Was sich aus der Statistik „Wealth and Religiosity“ ablesen lässt, das lässt sich auch aus vielen anderen, ähnlichen Statistiken ablesen, und wenn man sie kennt und miteinander verbindet, dann formt sich daraus ein Bild, ein mehrdimensionales Netzwerk von Informationen im eigenen Kopf, das automatisch zur Erkenntnis führt.
    Genau so wird es kommen!
    Aber auch das wird nur die Vorstufe zu etwas Neuem sein, denn der Überwindung des „Ich“ – diesem grossartigen inneren Reifeprozess – wird wieder die Hinwendung auf Ausdehnung in den äusseren Raum folgen, siehe:
    http://www.lrt.mw.tum.de/documents/Faszination_Raumfahrt/Evolution_Menschheit_UW.pdf

    Fazit:
    Nicht alles wird gut, aber es wird immer besser – und das ist gut so! :o)

  6.   Molinocampo

    Vor Tagen wurde anläßlich der katastrophalen Umfragewerte unter Türken und Türkischstämmigen in Deutschland wieder einmal der automatische Gegenvorwurf erhoben, Deutsche Familien wollten ja auch eher keine türkisch-muslimischen Schwiegersöhne….. wie immer, ist das Volk klüger als seine medialen Dummschwätzer….

    Hier die Antwort:

    Warum deutsche Familien lieber nicht auf das Abenteuer eines muslimischen „Schwiegersohns“ einlassen sollten sollten….

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Mord-Rudow;art270,2494907

  7.   freigeist

    molino erklärt mal eben alle moslems zu potentiellen mördern. wie primitiv kann man sein…

  8.   Erol Bulut

    @monolino

    Sie sind vom Typ her genau das Pendant eines islamistischen Hasspredigers. Die holen mit Sicherheit genau wie Sie auch Artikel über kindstötende deutsche Mütter heraus, um damit zu erklären, wieso man keine deutsche Frauen heiraten sollte.

    Macht Ihnen das keine Sorgen, dass Sie genau den Typ Menschen verabscheuen, dessen Persönlichkeit Sie auch besitzen?

    Die Folgen, also Ihr intelligenzbefreites Rumpelstielzchentum, geben Anlass zur Sorge.

  9.   J.S.

    „Ein 28 Jahre alter Deutsch-Türke aus Ansbach hat sich Anfang März bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan in die Luft gesprengt.
    http://www.focus.de/politik/deutschland/afghanistan_aid_265233.html

  10.   Zagreus

    @ Molinocampo

    Bitte machen sie sich nichts daraus, dass hier ein paar so jeglicher Argumentation abholten spinner herumsirren. Ich vermute einmal, diese menschen benötigen dies um sich selbst gut zu fühlen, wenn sie andree Menwchen mit ihren unausgegorenen geschwätze belästigen – von daher, lassen sie sich einfach davon nicht beeindrucken, nichtbeachtung ist da noch die beste Reaktion. Sie wissen ja: „Don’t feed the Trolls!“.

    @ iceman

    „Religionen sind nur eine Art „erstes Basislager“ für weiter entwickelte ethische Modelle, und so gesehen steht die Menschheit noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung.“

    Interessante Ansicht nur: woher wissen sie das? Stehen sie ausserhalb der geschichte, dass die diese überblicken können – denn auf eine empirische basis können sie nicht wirklich zurückgreifen, wie sie ja sogar selbst zugeben indirekt: „….so gesehen steht die Menschheit noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung.“ –> wenn die Menschheit noch so gesehen am Anfang ihrer Entwicklung steht, wissen sie auch noch gar nicht, ob dem so ist, wie sie behaupten, außer sie können die geschichte auch in den noch nicht abgelaufenen Bereichen, den zukünftigen, übersehen.

    „Der Eindruck, es gäbe eine GRUNDSÄTZLICHE Konfliktlinie zwischen religiös/nicht-religiös ist nicht richtig.“

    Auch dieser satz ist sehr mutig – denn wie kommen sie darauf, dass es keinen zwischen religiös/nicht-religiös gäbe – also einen grundsätzlichen?
    Nicht-religiös hat als eine möglichkeit, die sich vor allem auch noch aufgrund des naturwissenschaftlichen Wissens einer Kultur erhöht, die Option anzunehmen, dass Menschen nur mit Phänomenen umgehen können – und somit keine Aussagen über Dinge-an-sich treffen können.
    Religiöse Menschen hingegen, die ihrem Glauben ein epiphanisches Erlebnis (~ Erweckungserlebnis – Gott/Götter/Überweltliche Entität erspüren etc….) zugrunde legen, müssen zumindest bzl. ihres Glaubens in wenigstens genau diesne Momenten die Möglichkeit des Erlebnisses eines A-Phänomenalen Bestandteils desselbigen zugrunde legen – und damit haben wir auch die entgegenstehenden Seiten von Religion/Agnostik(Atheismus).

    „Dass diese Übertragung – vom Religiösen zum Säkularen – evolutionär sinnvoll (ergo notwendig) ist,…“

    Woher wissen sie nun das – also das es „evolutionär sinnvoll“ ist? Diese Aussage kann man doch nur treffen, wenn sie abgeschlossen ist – sprich, die transformation an den meisten , wenn nicht allen menschen, abgeschlossen ist.
    Evolutionar sinnvoll ist hier sehr, sehr gewagt – vor allem reden wir doch im kulturbereich nicht von evolution, sondern wenn, dann von co-evolution, nämlich eben von Kultur – der so verwendete Biologismus legt eine notwendigkeit zugründe, die qua naturgesetz(e) abgehen müßte – und das ist wirklich sehr gewagt, soetwas ernsthaft behaupten zu wollen.

    Zum letzten teil las ich mal alle äußerungen – aber ihre anthropozentrisch-teleologische Geschichtsannahmen sind nicht wirklich begründbar, sondern selbst semi-religiös.

    Ich selbst bin Agnostiker, und zwar materialistisch eingestellter – theologische Weltsichten sind mir zumindest zeitweise sehr suspekt.
    Von daher bin ich eigentlich auf ihrer Seite – wenn sie sich nicht gar so weit hinauslehnen würden aus dem geistigen „Fenster“ –> wenn sie das Zeugs, was sie da schrieben, in einer Diskussionsrunde einbringen, in der Zufälligerweise ein etwas intelligenter Priester oder gar ein Jesuid drinnensitzt, nimmt der sie so auseinander, dass sie nicht mehr wissen am schluß wo oben und unten ist.
    behaupten sie nur die Dinge, von denen sie glauben sie auch wirklich nachweisen zu können – alles andere schadet auch den Argumenten und Ansichten, die sogut gut sind bei ihnen. Das ist nur ein kleiner Tipp, also nichts für ungut.

 

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