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David Mamet: Wie ich ein Konservativer wurde

 

Der Stückeschreiber und Filmregisseur David Mamet hat aufgeschrieben, wie er zu seinem eigenen Erstaunen entdeckte, daß er in Wahrheit gar kein Linker war, wie er selber immer dachte, sondern ein Konservativer:

„I found not only that I didn’t trust the current government (that, to me, was no surprise), but that an impartial review revealed that the faults of this president—whom I, a good liberal, considered a monster—were little different from those of a president whom I revered.

mamet.jpg

Bush got us into Iraq, JFK into Vietnam. Bush stole the election in Florida; Kennedy stole his in Chicago. Bush outed a CIA agent; Kennedy left hundreds of them to die in the surf at the Bay of Pigs. Bush lied about his military service; Kennedy accepted a Pulitzer Prize for a book written by Ted Sorenson. Bush was in bed with the Saudis, Kennedy with the Mafia. Oh.“
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34 Kommentare


  1. @ M. Riexinger: Danke, habs repariert.

  2.   Gelincek

    Der peinvolle Gesichtsausdruck dazu…großartig!


  3. Wie lange hat Mahmet gebraucht, um das herauszufinden? 40 Jahre? Kennedy war gar nicht Jesus Christus. Welch Überraschung.
    Es immer wieder erstaunlich in unserer ach so rationalen Zeit, wie lange es braucht, bis Mythen, die auf keinerlei Realität fußen, dekonstruiert werden.
    Erstaunlicherweise ist dann die Dekonstruktion genauso realitätfern wie der eigentliche Mythos. Das sieht man gerade bei Alys Buch über die 68er.
    Den 68ern irgendeine geistige Nähe zu den Nazis zu unterstellen, ist absurd.


  4. Hoffentlich gibt das kein böses Erwachen, wenn sich herausstellt, dass auch der deutsche Liebling Obama kein Manna vom Himmel regnen lassen kann.

  5.   iceman

    @ Gelincek

    „Der peinvolle Gesichtsausdruck dazu…großartig!“

    Das Gesicht von David Mamet lese ich ganz anders als Sie, Gelincek, ganz anders!
    Auch wenn er gerade nicht lächelt, drückt sein Gesicht ein Höchstmass an Mitgefühl aus.
    Positive oder negative Emotionen prägen mit der Zeit ein Gesicht, gut erkennbar an Stirn- oder Nasenfalten.
    Vergleichen Sie mal die Stirn von David Mamet mit der hier:
    http://www.dalailama.com/

    (sehe ich jedes Mal, wenn ich meinen PC anschmeisse)

  6.   Joachim S.

    „Das Gesicht von David Mamet lese ich ganz anders als Sie, Gelincek, ganz anders!“

    Und ich nochmal anders:
    Als Existenzialisten- (oder, um es amerikanischer Ausdrücken: Beatnik-) Maske.
    So wie BerufstänzerInnen ein maskenhaftes Lächeln aufsetzen.

  7.   Gelincek

    @iceman

    Wir waren doch schonmal beim Du?
    Ja, peinvoll war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber passend zum Artikel vermittelt das Foto doch eine Art zerknirschter Konfusion, über die ich schmunzeln musste.
    Nicht unsymphatisch.

    @Joachim S.
    Beatnik-Maske??? Dem Text nach ist der Mann jedenfalls ganz und gar nicht erstarrt…
    Naja, früher hätte ich ihn wahrscheinlich nicht so sympathisch
    gefunden:

    http://www.cbs.com/primetime/the_unit/bios/dmamet.shtml

  8.   Joachim S.

    @ Gelincek

    Auf Ihrem Foto sieht er doch viel cooler aus!
    I like the old Mr. Mamet.

  9.   iceman

    @ Gelincek

    „Wir waren doch schonmal beim Du?“

    Sehr gerne!
    Vor einiger Zeit habe ich hier mal versucht, das „dänische Modell“ einzuführen, und jeden pauschal mit Du angeredet.
    Die, die sich nicht dran gestört haben, duze ich auch jetzt noch (Wachtmeister, tati, docaffi, Rafael, Riccardo, und einige mehr).
    Jedenfalls, was mir dabei auffiel war, dass sich ausgerechnet diejenigen, die sich selbst immer als besonders „links“ präsentieren, teilweise mit „Abscheu und Empörung“ gegen das Du gewehrt haben.
    Das war schon sehr aufschlussreich (und passt zum Artikel von David Mamet, nicht wahr?).
    Wie muss man sich das erklären?
    Also ich erkläre mir das so, dass ich als (vermeintlich) Rechter ein Feindbild für manche Leute bin, und sich diese Leute dagegen wehren, etwas mehr menschliche Nähe zuzulassen, weil sie sonst ihr Feindbild verlieren könnten, ohne dass sie nicht leben können.
    Aber okay, da muss man respektieren.

 

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