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Die Selbstzensur des westlichen Kulturbetriebs aus Angst vor radikalen Muslimen geht weiter

 

Die Verlagsgruppe Random House (i.e. Bertelsmann) hat die Publikation eines Romans über Mohammed und seine Lieblingsfrau Aischa gestoppt, nachdem eine Islamwissenschaftlerin vor den Reaktionen von Muslimen gewarnt hatte, deren religiöse Gefühle verletzt werden könnten.

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Das Buch, das nicht erscheinen wird

Den ganzen Fall kann man hier im Wall Street Journal lesen. Oder auch hier.

Es ist einfach nur noch deprimierend. Man weiß nicht mehr, ob man mehr über die Inkompetenz oder die Feigheit dieser Verlagsleute schimpfen soll.

Wer braucht überhaupt eine Expertin, um zu wissen, dass eine Mohammed-Aischa-Geschichte heisser Stoff ist? Nach Rushdie, den Karikaturen, Idomeneo?

Also: entweder nimmt man so etwas in Angriff, steht dazu und zieht es durch. Wenn denn das Buch gut ist. Und da es vor der Publikation stand und schon eine Werbereise für den August geplant war, muss man doch annehmen, dass die verlagsinterne Meinungsbildung zu einem positiven Schluss gekommen war.

Oder: Man läßt es lieber.

Aber jetzt auf diese dämliche Art den Kulturdschihadisten eine Plattform gegeben  zu haben, das ist einfach unglaublich! Eine Khomeini-treue Organsation „Husaini-Youth“ rühmt sich nun, den Propheten vor erneuerter Schändung bewahrt zu haben.

Dabei hatte die Autorin Sherry Jones offenbar nichts dergleichen im Sinn.

Hier die feige Erklärung von Random House.

Deprimierend. Wo sind die anständigen Muslime, die gegen diesen Kulturdschihadismus aufstehen?

Hier ist eine, aber sie hat auch nicht viel ermutigende Neuigkeiten.

Der Geist der vorauseilenden Selbstzensur, der sich in den westlichen Köpfen festzusetzen droht, ist beängstigend. Die Muslime müssen dagegen arbeiten, wenn sie nicht eines Tages einen fürchterlichen Backlash erleben wollen, weil in ihrem Namen Freiheiten beschnitten werden, die über Jahrhunderte unter vielen Opfern erstritten wurden.

203 Kommentare

  1.   Driss

    @ Herr Lau,

    Können Sie vielleicht etwas näher erklären, was Sie mit Ihrem letzten Absatz:

    „Die Muslime müssen dagegen arbeiten, wenn sie nicht eines Tages einen fürchterlichen Backlash erleben wollen, weil in ihrem Namen Freiheiten beschnitten werden, die über Jahrhunderte unter vielen Opfern erstritten wurden.“

    meinen?

  2.   PBUH

    >Deprimierend. Wo sind die anständigen Muslime, die gegen diesen Kulturdschihadismus aufstehen?

    Warum sollen Muslime ihre Religion/Ideologie verraten wollen?

    Muslime haben nunmal grundsätzlich kein Interesse an einer freien und offenen Gesellschaft.

  3.   PBUH

    @Driss

    Was muss man da noch erklären? Natürlich werden die täglichen Angriffe auf unsere Freiheit irgendwann beantwortet werden.

  4.   Driss

    @ pbuh

    Nach Ihrer Meinung habe ich doch gar nicht gefragt.

  5.   Fahad

    >>In an interview, Ms. Spellberg told me the novel is a „very ugly, stupid piece of work.“ The novel, for example, includes a scene on the night when Muhammad consummated his marriage with Aisha: „the pain of consummation soon melted away. Muhammad was so gentle. I hardly felt the scorpion’s sting. To be in his arms, skin to skin, was the bliss I had longed for all my life.“<<

    What else?

  6.   Samuel

    „Wo sind die anständigen Muslime, die gegen diesen Kulturdschihadismus aufstehen?“

    Die lesen wahrscheinlich gerade im Koran…

  7.   Fahad

    Professor Spell (Islamic history at the University of Texas in Austin): „I don’t have a problem with historical fiction. I do have a problem with the deliberate misinterpretation of history. You can’t play with a sacred history and turn it into soft core pornography.“

    Herr Lau sollte sich mal ueber etwas anderes aufregen. Und besser nicht das Wort Kultur erwaehnen wo nur Schund gemeint sein kann.

  8.   Joerg Lau

    @ Driss: Genau das, was da steht: Es wird auf die Muslime zurückfallen – und das tut es ja jetzt schon – wenn sich ein Klima der Angst ausbreitet, weil bestimmte Fanatiker hier die Grundfreiheiten beschneiden wollen. Das ist dann sicher ungerecht gegenüber gewöhnlichen Gläubigen, die damit nichts zu tun haben. Eben darum (und aus prinzipieller Befürwortung unser freiheitlichen Ordnung) müssen Muslime sich dem entgegtenstellen, ob sie das jeweilige Buch (Film, Bild, Artikel) nun mögen oder nicht. Es ist auch ihre Gesellschaft.

  9.   Samuel

    @ Fahad

    „You can’t play with a sacred history and turn it into soft core pornography.“

    Yes, you can!

    Und wäre dem Propheten Softpornografie anstatt „Gottes Wahrheit“ überliefert worden, hätten wir weitaus weniger Probleme. Mehr Porno, weniger Islam!

  10.   Fahad

    @Samuel. Ich hab keine Probleme. Haben Sie?

 

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