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Ein Klassiker

 

Liebe Blog-Gemeinde,

bevor ich mich hier aus meiner bescheidenen Denkerklause mit wegweisenden Betrachtungen zu aktuellen Wendungen im amerikanischen Wahlkampf melde,  ein nützlicher Hinweis auf einen vergessenen Klassiker der Islam-Debatte in Deutschland. Siegfried Kohlhammer, dessen fabelhaftes Buch „Die Freunde und die Feinde des Islams“ in jeden Schrank gehört (schon 1996 erschienen!), hat vor ein paar Jahren  im Merkur Edward Saids Ruhm angekratzt.

Nun stellt der Merkur aus aktuellem Anlass den Essay Kohlhammers wieder zur Verfügung. Also: Klicken und speichern.

Gruß aus Neuengland!

9 Kommentare

  1.   Wachtmeister

    Saids Thesen sind bestimmt schon ein dutzend Mal ausführlich widerlegt worden; zudem wurden ihm gravierende Fehler nachgewiesen. Said selbst war wohl eher Ideologe und Aktivist und kein seriöser Wissenschaftler. Alle Widerlegungen interessierten seine sektenartige Gefolgschaft an den Universitäten bislang jedoch nicht. Seine Jünger haben um Said einen stalinesken Personenkult aufgebaut und bewerten jede Kritik an ihm als Blasphemie. An irgendeiner amerikanischen Universität soll es sogar ein „Mural“ von ihm im Stil des sozialistischen Realismus geben. Vermutlich Berkeley?

  2.   PBUH

    >bevor ich mich hier aus meiner bescheidenen Denkerklause mit wegweisenden Betrachtungen zu aktuellen Wendungen im amerikanischen Wahlkampf melde

    Ich will nix vorwegnehmen, aber Popstar Obama hat zum Frustabbauch den Song „Changes“ aufgenommen.

    http://www.youtube.com/watch?v=jy3_mW40EPc

    Bei 1:54 erscheint die Kernaussage.

  3.   Miriam

    @ Jörg Lau

    Thanks for the link: one more gem for my collection.


  4. Das Argumentationsmuster, dass es „den Islam“ ja wohl nicht gebe, begegnet man immer wieder, ua auch hier im Blog.

    Man kann einiges gegen die wissenschaftliche Methodik sagen, da sie ja auf einem mechanistischen Weltbild beruht.
    Aber Said bleibt Alternativen schuldig. Seine Kritik klingt wie die eines beleidigten Sportjournalisten, der sich darüber beschwert, dass die Italiener mit ihrem Defensivfußball die schöner spielenden Brasilianer besiegt haben.

    Der Ferne Osten mit seiner Philosophie (Taoismus, Zen-Buddhismus) bietet die Alternative zur westlichen Methode: ein intuitives Erfassen der Wahrheit zB durch Meditation.


  5. @Wachtmeister:
    > An irgendeiner amerikanischen Universität soll
    > es sogar ein “Mural” von ihm im Stil des
    > sozialistischen Realismus geben

    Cesar Chavez Student Center at San Francisco State University:
    sfsu.edu
    normanfinkelstein.com erklärt es
    america.gov ist sicher diversity centered.

    @Miriam:
    „one more gem“ for your collection dürfte das krude Machwerk in San Francisco nicht sein. Aber golf-arabische Kunstmäzene haben für Palästinenser nicht viel übrig – und palästinensische Korruptokraten auch nicht.

    @Jörg Lau:
    interessanter Link


  6. Herje – hang the DJ, ersatzweise den webmaster:

    sfsu.edu
    normanfinkelstein.com
    america.gov

  7.   FreeSpeech

    Und der Islam lässt sich doch reformieren!

    Hier:
    http://tinyurl.com/5zs8qs

  8.   Steffen Winkler

    [OT]

    Ich will mich nur anmelden, sorry wg. der Störung[/OT]

  9.   Fahad

    Zu Recht vergessen. War auch nie ein Klassiker. Was den gegebenen Anlass angeht, war wohl Saids 5. Todestag am 25. September.

    ‚Orientalism‘ ist und war immer ein Augenoeffner. Und natuerlich eine Kampfschrift.

 

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