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Ditib als langer Arm Erdogans?

 

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) gerät zunehmend in die Kritik wegen ihrer Nähe zum türkischen Staat und der regierenden AKP. HÜRRIYET zitiert heute auf ihrer Titelseite die SPD-Abgeordnete Lale Akgün: Die AKP versucht, über die DITIB Einfluss auf die türkischen Bürger in Deutschland auszuüben.  In der Vergangenheit habe sich die Organisation neutral für die Ausübung der Religion in Deutschland eingesetzt. Seitdem die AKP regiert, gibt es zudem eine engere Zusammenarbeit mit der Milli Görüs. Dies kam in der Vergangenheit nie vor, so Akgün.

21 Kommentare


  1. Jaja, blöde Sache das. Die türkische Religionsbehörde wurde mal begründet, damit der Staat den Islam kontrollieren kann. Ursprünglich also eine gute Idee. Blöderweise ist der Staat mittlerweile selber in die Hände von Islamisten gefallen. Da ist es jetzt wenig verwunderlich, dass nicht mehr kontrolliert sondern zusammengearbeitet wird, um Machtansprüche in europäischen Länder durchzusetzen. Das kam ja auch gestern in der ARD-Reportage deutlich zum Vorschein.

  2.   Apoll

    J.S. hat hier unter 7. ja schon den Hinweis-Link auf die gestrige Fernsehsendung gegeben. Dort hat Lale Akgün die von HÜRRIYET zitierten Aussagen gemacht.

  3.   J.S.

    Die gestrige Fernsehsendung „Für Allah und Vaterland“ ist auch online verfügbar
    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/1569794

  4.   emcee@bunbury

    Keine Religionsfreiheit in der brd! Alles nur leeres Gerede!

  5.   emcee@bunbury

    @ J.S.

    Vielen Dank für den Link!

  6.   Miriam

    @FreeSpeech

    und Martin Riexingers transatlantic forum meldet, dass die Herren Islam- und Türkei-Verbände unsere Schulbücher zur Zeit auf ihre Islamkonformität prüfen:

    http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5163/ueberpruefung-von-lehrbuechern/

    Give them an inch and they’ll take a mile?

  7.   Joachim_S

    Zur DITIB:

    Die wurde schon immer autoritär geführt. Die türkischen Konsulaten hatten stets ihre Leute in den Vereinsversammlungen sitzen, die notfalls ausdrücklich sagten, wer in den Vorstand zu wählen sei und wer nicht.

    Andererseits ist die DITIB der einzige Moslemverband in Deutschland, in dem nicht von einem gewichtigen Teil der Mitgliedschaft einem Islamischen Staat das Wort geredet wird.

    M. E. sollte die deutsche Regierung in der Türkei darauf bestehen, dass die Einflussnahme deutlich zurückgefahren wird und insbesondere die Imame nicht mehr von der Türkei entsandt und bezahlt werden. Dies setzt natürlich voraus, dass in Deutschland Imame auf entsprechendem Niveau ausgebildet werden können. Und das ist nach wie vor nicht der Fall.

  8.   Joachim_S

    KonsulatE, menno!

 

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