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Ditib als langer Arm Erdogans?

 

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) gerät zunehmend in die Kritik wegen ihrer Nähe zum türkischen Staat und der regierenden AKP. HÜRRIYET zitiert heute auf ihrer Titelseite die SPD-Abgeordnete Lale Akgün: Die AKP versucht, über die DITIB Einfluss auf die türkischen Bürger in Deutschland auszuüben.  In der Vergangenheit habe sich die Organisation neutral für die Ausübung der Religion in Deutschland eingesetzt. Seitdem die AKP regiert, gibt es zudem eine engere Zusammenarbeit mit der Milli Görüs. Dies kam in der Vergangenheit nie vor, so Akgün.

21 Kommentare

  1.   David

    Guten Tag,

    ditib ist meines Erachtens, und dies kann man
    auch sehr gut objektiv nachvollziehen ein Teil
    des großen Staatsapparates der Türkei. Der Ausdruck „langer Arm der Türkei“ ist dementsprechend zu untertrieben. Der Vorsitzende des ditib-Dachverbandes wird wie allseits bekannt in einer geheimen Wahl in einem
    4 jährigen Turnus gewählt. Dem Verein steht dann urplötzlich der
    Religionsbeauftragte für Deutschland des Staates Türkei vor. Nun ja, das zeigt natürlich den direktiven Draht der ditib zur Türkei. Ditib-Deutschland versucht in diesem Zusammenhang immer wieder die Unabhängigkeit zur türkischen Diyanet zu verneinen. Dies ist faktisch aber nicht so. Zweifelsohne hat sich die ditib der Anforderungen der Mehrheitsgesellschaft angepasst. Integrationskurse etc. Trotzalledem sehe ich vor diesem Hintergrund folgenden Problemkomplex: 1.) Die faktische Abhängigkeit zur türkischen Regierung 2.) Durch den latenten Nationalismus im ditib-Mainstream scheint der Bekenntnis zur deutschen Mehrheitsgesellschaft sehr stark hinterherzuhinken. Wir brauchen deutsche Muslime in Deutschland, wo ethnische Herkünfte keine Rolle mehr spielen dürfen.

    Vielen Dank

 

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