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Ein Wunder an Harlems Schulen

 

In Harlem ist ein Durchbruch an den schwarzen Grundschulen erzielt worden, wie der konservative Kolumnist der Times, David Brooks, berichtet

Immer wieder habe es riesige staatliche Programme zur Verbesserung der sozialen Lage in den Ghettos gegeben, schreibt Brooks, mit insgesamt schmalem Effekt.

Doch nun haben die Schulen der Harlem’s Children Zone offenbar exzellente Ergebnisse erreichen können.

Der Clou dieser Schulen ist, dass sie sehr auf Umgangsformen, Haltung und Einstellung achten – also Erziehungsaufgaben wahrnehmen, statt nur Wissen zu vermitteln. 

Diese Schulen verstehen sich als „no excuses schools“, in denen schwarze Kinder so behandelt werden wie ganz normale Mittelschichtskinder, an die man hohe Ansprüche stellt.

Basically, the no excuses schools pay meticulous attention to behavior and attitudes. They teach students how to look at the person who is talking, how to shake hands. These schools are academically rigorous and college-focused. Promise Academy students who are performing below grade level spent twice as much time in school as other students in New York City. Students who are performing at grade level spend 50 percent more time in school.

Innerhalb weniger Jahre schaffen diese Schulen es, den Leistungsunterschied zwischen Schwarz und Weiss zu beseitigen. 

Wäre das nicht auch ein Modell für unsere Migrantenviertel?

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85 Kommentare

  1.   Zagreus

    Wäre das nicht auch ein Modell für unsere Migrantenviertel?

    Vielleicht – hört sich erst einmal vernünftig an für mich.

    Denke, einer der hauptprobleme zwischen Migrantenkindern – vor allem aus dem islamischen Bereich (aber nicht nur da, russlanddeutsche fallen da auch oft wohl drunter) und unserer geselslchaft bzw. honkret hier: Schulen & autochthonen Kindern dürfte *benehmen* bzw. Kultur sein.

    Damit meine ich speziell, daß vor allem auch menschen aus muslimischen gegenden, die selbst nicht einer bildungsnahen schicht entstammten, vor allem patriarchalische Umgangsformen (als Modi des miteinander umgehens im weitesten sinne) und entsprechende Wertmaßstäbe , erlernt haben und dann bei uns wohl vor allem an den ‚antiautoritären Erziehungskonzepten‘ scheitern. Als signifikant dafür sehe ich an, dass es vor allem ja die jungs sind, und weniger die Mädchen auch.
    Unter patriarchalischen Familienkonzepten inc. ihrer stützfunktionen (ehrauffassungen, geschlechtspezifische auffassungen usw….) wird dann auch – meiner meinung als nicht-pädagoge nach – im grunde ein Schulkonzept nur hilfreich sein, dass zumindest partiell diese Strukturen erst einmal simuliert – denn damit treffen die kinder auf das, was sie nicht nur gewonhnt sind, sondern auf das, was ihren verhaltensansichten (die sie eben erlernten in ihren familien) entspricht – und von dort aus kann man sie dann zu anderen konzepten und auffassungen führen mit der zeit. Frei nach dem spruch: man muss jemanden dort abholen, wo er steht, und nicht dort, wo er hin soll.

    Der Clou dieser Schulen ist, dass sie sehr auf Umgangsformen, Haltung und Einstellung achten – also Erziehungsaufgaben wahrnehmen, statt nur Wissen zu vermitteln.

    Diese Schulen verstehen sich als “no excuses schools”, in denen schwarze Kinder so behandelt werden wie ganz normale Mittelschichtskinder, an die man hohe Ansprüche stellt.

    Insoweit würde der ‚Clou‘ eben nicht einfach nur daraus bestehen, dass man den Kindern Umgangsformen, haltungen und Einstellungen vermittelt, sondern vor allem auch : die art und weise der vermittlung.
    Und die werden wohl an:
    a.) „no excuse“ und
    b.) „schwarze Kinder so behandelt werden wie ganz normale Mittelschichtskinder, an die man hohe Ansprüche stellt“
    stecken. Es wird an diesen schulen wohl ein rigides ‚Sanktionssystem‘ auch vorhanden sein – denn das nicht einhalten oder erfüllen konkreter Erwartungen wird nämlich auch dementsprechend kleinlich geahntet werden udn benötigt dann wohl auch einen entsprechendes Sanktionsmechanismus – der bei den in slums – also wohl: relativ verwahrlost und unter dem *gesetz der Straße aufgewachsenen* Kindern ernst genommen wird.

    Das müßte nun näher eruiert noch werden.

  2.   Mattes

    Unsere Migranten können sich nicht benehmen?

    Reschpäggd, Alder, odr wilsch Problem?

  3.   Mattes

    PS: Natürlich würde es helfen! Aber den Mumm das durchzusetzen hat doch niemand.

  4.   Black

    Zitiere mich selbst von gestern:

    Ganz im Gegenteil. Die multikulturelle Politik ist genauso gescheitert wie die antiautoritäre Erziehung. Man soll nicht Minderleistung respektieren. Ohne die vom Selbsthaß getriebenen Linken wären die Moslems schon viel besser integriert. Man hätte viel früher mehr von ihnen gefordert, sie hätten mehr geleistet, hätten dadurch mehr Selbstwertgefühl entwickelt, und wären wertvolle Mitglieder der Gesellschaft geworden.

    War gestern noch „rechtsradikal“ und „protfaschistisch“.

  5.   Zagreus

    Abundzu findet man im Revolverblatterl *Spiegel* auch wirklich gute Artikel – kommentar – meinung (???), wie auch immer – völlig OT, aber trotzdem ein genuss:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,622703,00.html

  6.   Jörg Lauer

    Herr Lau, wann waren Sie das letztemal an einer Hauptschule? Bitte schreiben Sie doch nicht solchen Unfug bar jeder Sachkenntnis´.

  7.   Zagreus

    4 @ Black

    😉 – sie waren und sind für manche *rechtsradikal* und *protofaschistisch* (ist das letzte nicht sowas wie: „alle soldaten sind potentielle Mörder!“ – war doch in den 90ern soweit ich mich zurückerinnere so ein netter aufreger) – für mich nicht.

  8.   Christoph Leusch

    Hi, hi, hi,hi. Man sollte erst einmal die „No excluse“-Schule bei uns einführen. Damit wäre schon viel gewonnen. Dazu kommt, mehr schulische Angebote zur Teilhabe, statt schlichte Aufbewahrung und schon haben Sie die No-excuse Schule auf europäisch.

    Aber,ach, oh weh, das deutsche Gymnasium, die Mittel- pardon Realschule und die Haupt- und die Sonderschule, so geformt noch gesteigert die Internate, sie sind doch häufig Excuse-Schulen für Erwachsene, die mit ihren Kindern nichts mehr zu tun haben wollen und das formal lösen und widersprechen den Potentialen der Kinder. Blödigkeit ist normalverteilt und für 3% untere und obere Blödigkeit braucht es keine gesonderten Schulen.

    In den Reformschulprojekten, sie sind so alt wie Europa und wie Herr Bueb, nennt man das passende „Schulleben“, an dem buchstäblich alle teilhaben, ob an der Rütli-Schule Berlin, ob am altsprachlichen Cusanus-Gymnasium zu Koblenz. Verpflichtend.

    Aber vielleicht lag ja der eigentliche US-Effekt in Folgendem:

    „They also smash the normal bureaucratic strictures that bind leaders in regular schools. Promise Academy went through a tumultuous period as Canada searched for the right teachers. Nearly half of the teachers did not return for the 2005-2006 school year. A third didn’t return for the 2006-2007 year. Assessments are rigorous. Standardized tests are woven into the fabric of school life.“

    Zwei Fragen fallen mir sofort ein. Wo unterrichten jetzt die entlassenen Kandidaten, und haben Sie sich schon einmal einen der standardisierten Tests zur Eignung von Lehrern angesehen? Da musste der „Head“ aber viele Hände höflich, er hat es wohl rechtzeitig geübt, schütteln. Ich nehme an, die Entlassungen wurden auch standardisiert mitgeteilt, in beiderseitigem Einverständnis.

    Herr Lau, in Ihnen steckt ein heimlicher Volkserzieher.

    Grüße
    Christoph Leusch


  9. @ C. Leusch: What?


  10. @ Jörg Lauer: What?

 

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