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Obama knickt ein

 

Obama will die Fotos von Folterungen nicht veröffentlichen.
Ein Übersetzer für Arabisch wird aus dem Militär gefeuert, weil er offen schwul ist – und der Präsident tut nichts dagegen, obwohl er im Wahlkampf versprochen hat, eine tolerantere Politik gegenüber Homosexuellen in der Army einzuschlagen.

Und Jon Stewart beweist angesichts dieses erstaunlichen Einknickens, dass Obama vor Satire keineswegs sicher ist.

The Daily Show With Jon Stewart M – Th 11p / 10c
Moral Kombat
thedailyshow.com
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Economic Crisis Political Humor

8 Kommentare

  1.   Samuel

    Man muss halt Prioritäten setzen. Jeder weiß doch, dass Homosexualität moralisch verwerflicher ist als Folter. Steht doch auch in den heiligen Büchern.

  2.   Gelincek

    Knickt ein? Welchen Nutzen hätte die Veröffentlichung gebracht, außer einer neuen Welle des Amerikahasses?

  3.   PBUH

    Obama ist offensichtlich lernfähig.

  4.   Samuel

    @ Gelincek und Jochen M.

    Vielleicht sollte man einfach nicht foltern. Dann gäbe es auch keine Fotos davon.

  5.   Zagreus

    @ samuel

    Stimmt – eine andere Methode ist, darauf achten, dass es keine Folter-Fotos gibt. halt so, wie wohl die meisten Arabischen Länder verfahren. Wo keine Fotos, da keine Zeitungsbilder, da keine Aufregung – und damit alles gut.

    Oder: Die Medien sind dafür da Missstände aufzudecken. Was aber ist es in einer globalisierten Welt mit Demokratien, Semidemokratien, Diktaturen usw… – wenn der eine teil aufgrund seiner rechtsstaatlichen demokratischen Mechanismen Missstände aufzeigt, worüber die leute sich (zu recht ja erst einmal) aufregen, und der andere teil aufgrund seiner unrechtsmethoden erst gar verhindert, dass solche Missstände bei ihm selbst breit (wie über Bilder) thematisiert werden, und deshalb eben viele sich erst gar nicht aufregen und es nicht wahrnehmen, dass dort weit schlimmere Missstände herrschen?
    Werden da die medien als (Kontroll-)Mechanismen von rechtsstaatlichen und demokratischen Staaten nicht zu Bumerangs in gewisser weise? und wenn ja – was kann man dagegen tun, dass das fairer abläuft?

  6.   Samuel

    Lieber Zagreus,

    es ist mir vollkommen wurscht wenn sich die Praxis der Medien, Misstände aufzudecken als Bumerang erweist. Eine Sauerei bleibt eine Sauerei, auch wenn wir Guten dies praktizieren. Folter ist falsch und es wäre richtig zu dokumentieren, dass wir falsch liegen.

    Würde das den Antiamerikanismus fördern? Vielleicht. Aber wer macht sich denn Illusionen darüber, ob irgendwelche korangläubigen Moslems und diktatorische Potentaten Amerika bzw. die westliche Welt lieben, so oder so.

    Meine Sympathien für die westliche Welt beruhen nicht auf das Vertuschen unseres Mistes, sondern dass es zu unseren Prinzipien gehört, unsere Ställe auszumisten.

  7.   Zagreus

    Mir ist dies nicht würscht – und ein problem anzusprechen ist teil einer Lösung in spe.

    Auch habe ich nirgends gesagt, daß ich es gut fände misstände zu vertuschen – und will auch so nicht verstanden werden.

    Das problem ist doch erst einmal, daß medial kommunizierte Politik hochgradig moralisch betrachtet wird.
    Auch ist es richtig missstände in medien anzuprangern – als mölichkeit der Information der Wähler über das verhalten ihrer regierung bzw. von demokratisch-rechtsstaatlichen Institutionen (wozu nunmal auch ein militär gehört, das von einem demokratischen Land aus gesteuert wird).

    Nur kommt halt ein völliger Missklang, eine vertrehung der Umstände hinein, wenn sich – z. b. ein Syrer oder Ägypter über Folter anhand Folterbilder aufregt, und gleichzeitig für ihn die Foltergefängnisse im eigenen land kein *Problem* darstellen, weil er schlicht und ergreifend in den medien darüber keine Informationen erhält.
    Man kann sich über die USA , vor allem auch über Abu guraib und Guantanamo, tolle aufregen – aber wenn dabei der ‚Balken im eigenen (staatlichen) Auge‘ nicht wahrgenommen wird, läuft etwas schief.
    Der sich so – aufgrund einseitiger berichterstattung – aufbauende hass gegenüber, ja, wenn, die Staaten, die entsprechende Bilder nicht unterdrücken können (sei es aufgrund von Pressefreiheit & -gesetzen, sei es aufgrund von schmuggel) am pranger (zu recht) stehen und gleichzeitig diejenigen, die brutel genug oder unrechtsmäßig genug sind, um die entsprechende berichterstattung verhindern zu könen, dabei damit davon kommen.

  8.   Joachim S.

    Obama ist in einem weiteren Punkt eingeknickt: Er hält an den Sondertribunalen gegen die Guantanamo-Häftlinge fest, anstatt sie vor ordentliche Gerichte zu stellen.

 

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