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In eigener Sache

 

Werte Mitblogger,

ich habe den Kommentarbereich der beiden letzten Artikel geschlossen. Vielleicht ist das mehr eine Geschmacksfrage…

Aber es mißfällt mir zunehmend, das in einem Blog, für das ich immerhin meinen Namen hinhalte, soziobiologisch und eugenisch herumdilettiert wird, angeregt durch den gewissen Herrn S.

Ich will gar nicht sagen, dass alles haltlos ist, was da geschrieben wird. Manches allerdings. Aber das ist nicht der Punkt.

Ich schätze grundsätzlich bekanntermaßen einen sehr weit gezogenen Debattenrahmen, in dem es auch persönlich und emotional zugehen darf (soll).

Wenn sich aber plötzlich zahlreiche Diskutanten berechtigt fühlen, das Fortpflanzungsverhalten einer ganzen Gruppe zu kommentieren, kommt mir die Suppe hoch.

D i e heiraten falsch; d i e kriegen zuviele Kinde; d i e kriegen zu dumme Kinder; d i e heiraten ihre Cousins und Cousinen; d e r e n Fortpflanzung ist ja in Wahrheit ein Eroberungsprojekt (aber warum dann die Cousinenehe?); ach, wie schaffen wir es nur, dass d i e  weniger Kinder kriegen…

Eine Gesellschaft, in der jeder dahergelaufene Meinungsträger sich berechtigt fühlt, über intimste und, ja,  heiligste Dinge ganzer Gruppen zu urteilen und zu schwadronieren, die schafft sich selber ab.

Darum lassen wir das hier bitte erst mal.

Ich bitte alle jene um Verständnis, die hier mit viel Einsatz versucht haben, die Debatte in rationalen und humanen Bahnen zu halten.

Mir aber ist die ganze Richtung nichts, und darum schneide ich die Diskussion hier einfach mal ab.

Grüße, JL

186 Kommentare

  1.   Spirit of Canakkale

    Verehrter Herr Lau,

    ich mag Sie! Und den Publi-Orangensaft mag ich auch! Da soll mal einer sagen, ich sei ein Deutschenhasser 🙂 Überaus unappetitlich, was Triefauge Thilo da losgetreten hat.

    MfG

  2.   Frl. Mensa

    „Mir aber ist die ganze Richtung nichts, und darum schneide ich die Diskussion hier einfach mal ab.“ (JL).

    Wenn mich mal jemand nach einer griffigen Definition von political correctness fragt, darf ich das dann zitieren?

  3.   Spirit of Canakkale

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-08/sarrazin-juden-gene-migration?commentstart=1#comments

    Ich empfehle zum persönlichen Amüsement sich den Kommentarbereich zu Gemüte zu führen. Spott, Polemik und Satire, teilweise herrliche Kommentare. Genau mein Ding, yuahahahaha.

  4.   Zagreus

    @ marriex

    in # 311 (39 p.) des nun geschlossenen Artikels „Soll man Sarrazin ausgrenzen?“ habe ich die gewünschten *belech* geliefert^^.

  5.   Mates

    @JL

    Ihr Problem scheint mir sympthomatisch für das Dilemma der Medien zu sein.

    Es gibt nun mal nicht wegzuwischende Probleme mit muslimischen Migranten. Zum Beispiel Sozialhilfe- und Schulabschlussquoten, Kriminalitätsraten und eine ganze Menge eher subtile Dinge die noch nicht richtig im Bewußtsein sind. Zum Beispiel die Wahl des Wohnorts entsprechend nahe dem Wohnort der Eltern.

    Den Medien war die ganze Zeit klar das die öffentliche Diskussion dieser Dinge eine harte und schmerzhafte Debatte auslöst. Aus Angst vor dieser Debatte haben sie versucht die Diskussion „zu pflegen“, im Endeffekt ruhig zu halten. Vermutlich in der Hoffnung das es zu einer konfrontativen Debatte nicht mehr kommt weil die „affirmative action“ vorher Wirkung zeigt.

    Die Hoffnung war offensichtlich vergebens und nun ist passiert was kommen musste. Es kommt einer daher und bricht die Tabus. Die Odinseiche ist umgehauen und siehe da, kein Blitz kam vom Himmel. Jetzt kommt der unvermeidliche nächste Schritt: der Frevler wird im Moor versenkt.

    Erste Schritte dazu wurden ja bereits unternommen. Oder wie bezeichnen Sie ein Interview Ihres Hauses das im wesentlichen darin besteht jemanden rassistische Aussagen zu entlocken. Keine Angst, sie werden Erfolg haben. Schließlich geht es um eine Bevölkerungsgruppe und die Thesen von Herrn S. sind nahe genug an echtem Rassismus dran um irgendwann etwas zu finden.

    Das ist aber nicht Ihr Problem, nicht das der Medien und nicht das der deutschen Gesellschaft und schon gar nicht der Migranten.
    Unser aller Problem ist es die wahren Probleme anzupacken bevor der nächste Schritt erfolgt und jemand die Freiräume von Herrn S. Tabubrüchen ausnutzt.
    S. wird durch seine Rolle in diesem Drama (und das Wort ist mit Absicht gewählt) stigmatisiert sein, er wird niemals der deutsche Wilders werden. Aber irgendwo da draußen ist einer der es werden kann und jetzt liegt es an Ihnen und Ihren Kollegen dafür zu sorgen das er nicht gebraucht wird, denn das ist der einzige Weg zu verhindern das er kommt.

  6.   PBUH

    Also irgendwie kann ich den Schock des Blogmeisters und seiner linksdrehend sozialisierten Freunde nachvollziehen.

    Immerhin hat der deutsche Journalismus diese heiklen Themen seit Jahrzehnten ignoriert und vermieden.

    Erst jetzt entdecken viele Leute die internationale Diskussion, Forschung und Wissenschaft zu dem Thema.

    Der Supergau für die Fraktion der Volkserzieher.

  7.   docaffi

    Liebe Herr Lau,
    ich gebe zu, dass ich mich auch an diese blöde Diskussion beteiligt habe. Aber ich konnte einfach den ganzen Schwachsinn nicht unkommentiert lassen.

  8.   zensamui

    herr lau!
    sie unterstuetzen wissentlich brandstifter und populisten wie thilo sarrazin. Damit haben sie endgueltig ihre glaubwuerdigkeit eingebuesst. Dann schliessen sie noch diktatorisch die kommentarfunktionen beider artikel. Es graust mir vor der [presse]macht die typen wie sie ausueben. Sie haben heute meine 2003 getroffene entscheidung auszuwandern wieder mal bestaetigt. Deutschland wird wieder braun. Muessen sie eigentlich nicht kotzen wenn sie morgens in den spiegel sehen und die braunen raender an ihrem mund immer deutlicher werden? Menschen ihrer sorte schreine ja geradezu nach einem neuen fuehrer. Sei es dieses braune ekelpaket sarrazin mit seinem unbelegten ,voellig aus der luft gegriffenen schwachsinn oder sonstwer. Waehret den anfaengen. Ich werde mir bestimmte namen und artikel gut einpraegen und abspeichern. Besonders ihren und die einiger anderer rechter brandstifter. Es kommt immer eine zeit „danach“. Diesmal wird alles dokumentiert. X?

  9.   Bergpalme

    Sarrazin hat sich mit seiner verbalen Spirale selbst ins Abseits gestellt. Ob das ein Mentekel ist, weiß man nicht. Die Schärfe (der öffentlichen Debatte) wird sicherlich zunehmen.

    DAss die Schärfe zunimmt ist reiner Dualismus. Kein Wunder, wenn sich das Hygieneparanoia des Islam bei uns einnistet und ein nicht akzeptables Sonderbenehmen an den Tag legt. Und kein Wunder, wenn sich Einwanderer in fremdem Haus nicht zu benehmen wissen. Ist ja nicht nur die anatolische Kloake, wir hatten hier schon andere, „Lehramtsstudent Mehment“, „AnSamuel“ und wie sie alle hießen. Da draußen geht’s dann weiter.

    Ein Trainer aus der Kreisklasse, E-Jugend Nordrhein, sagte mir kürzlich, er ist froh, dass er nicht so viele Moslems in seinem Verein hat. Solche Sprüche sind Ausdruck, wenn Menschen aus der Majorität das Gebaren einer Minorität satt haben. Sarazin formuliert das ebenfalls, schießt aber nun zu weit über das Ziel hinaus und beginnt, jenseits des demokratischen Terrains zu verschwinden.

    In diesem Sinne ist es richtig, die Debatte zu beenden. Und vielleicht war der NPD-Link schon der persönliche Vorgriff auf den Tenor der Debatte, den Sie ahnten. (Was den Link trotzdem nicht legitimiert).

    Den Bruch zur Demokratie hat der Islam schon lange vollzogen und man muss darauf achten, dass die Gegen-Strömungen in der Mehrheitsgesellschaft nicht auch zu Brüchen führen. Das wird die Aufgabe der Politik sein. Probleme ansprechen, Probleme angehen. Heißt Aufbrechen der Ghettoisierung, Einwanderungsstopp aus Problemländern wie der Türkei (Ansätze gab es ja, 300 Wörter), Ausweisung von Unwilligen, Strukturkontrolle des Islam. Macht sie das nicht, wird die gesellschaftliche Schwingungsfähigkeit mit Sicherheit nicht liberaler, sondern härter.

    Das ist wohl das Menetekel des Crop-Out dieses Sarrazin.


  10. Mir fiel vor allem auf, wie Interviewer den Herrn S. immer auf das Thema der Genetik bringen wollten, wo er gerade über die kulturellen Bedingungen und Folgen redete.

    Dass man dann hier Seitenpfade ausräumte, war nur logisch. So bin ich mit Samuel völlig einig, dass es eben um Kultur geht.

    Dass diese Kultur Folgen hat, darf man offensichtlich nicht benennen, auch wenn es viel Geld kostet. Hier gilt auch mal festzuhalten, dass kein Mensch ein grundsätzliches Recht auf Sozialhilfe hat, auf medizinische Versorgung, auf Akzeptanz. Null. Das wird nur gewährt, weil die Gesellschaft das sinnvoll findet. Auf Gegenseitigkeit. Und darum steht das eine oder andere sogar im Gesetz.

    S. sagt nicht, die verhalten sich falsch, sondern lediglich, das will ich hier nicht, woanders dürfen die gerne. Das ist eine politische Aussage, die völlig legitim ist, ob es sich um Menschenopfer oder Nacktwandern handelt.

 

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