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Tiefsee

 
© AFP/AFP/Getty Images
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Dunkelheit und Schlamm: Das erwartete den Schweizer Forscher Jacques Piccard und seinen amerikanischen Kollegen Donald Walsh an der tiefsten Stelle aller Ozeane, dem Marianengraben im Pazifik. Dorthin tauchten sie vor 50 Jahren (am 23. Januar 1960) in einem U-Boot, das sie Trieste nannten und das wie eine Stahlkapsel aussah. Die beiden sogenannten Aquanauten waren die ersten und einzigen Menschen, die jemals so tief im Meer waren, knapp 11 000 Meter (also elf Kilometer!) unter der Wasseroberfläche. Rund viereinhalb Stunden dauerte der Abstieg. Und fast wären die Männer dabei gestorben. Denn die Wassermassen drohten ihr U-Boot zu zerquetschen. Auf halbem Weg nach unten knackte und knirschte eines der Fenster und bekam einen Riss. Doch die Kapsel hielt. Als die Forscher am Meeresboden ankamen, sahen sie viel Schlick und einen Plattfisch. Nach etwa 20 Minuten in der Tiefe tauchten die Entdecker wieder auf – und hatten einen Weltrekord aufgestellt. Der Schweizer Jacques Piccard setzte sich noch viele Jahre für den Schutz der Meere ein.

 

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