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Verrückte Viecher (39): Hoatzin

 
Ein echter Stinker, der Hoatzin/  © Linda de Volder
Ein echter Stinker, der Hoatzin/ © Linda de Volder

Der Hoatzin ist ein Tier, mit dem man Mitleid haben kann. Er wird auch Stinkvogel genannt. Die Menschen in seiner Heimat Südamerika sagen, dass er den Geruch von frischer Kuhkacke verbreitet. Das ist kein Wunder, denn der Hoatzin ernährt sich ganz ähnlich wie Kühe, er frisst nur Blätter. Und die sind, genau wie Gras, recht schwer zu verdauen. Kühe haben vier Mägen, in einem davon sitzen kleine Bakterien, die bei der Verdauung helfen.

Der Hoatzin hat nur einen Magen, aber ein Teil seines Darms ist so ausgestattet, dass darin ebenfalls Bakterien leben können. Weil die beim Verdauen der Blätter ein Gas herstellen, muss der Hoatzin ständig rülpsen – und das stinkt! Außerdem hat der Vogel dadurch einen stark aufgeblähten Bauch, sodass er manchmal vornüber kippt. Wenn er an einem Wasserloch sitzt und trinken will, kann es passieren, dass er ins Wasser plumpst. Richtig fliegen kann der Hoatzin mit seiner Wampe auch nicht, nur flattern.

Die Radiogeschichte über den Hoatzin hörst Du am Sonntag um 8.05 Uhr in der Sendung »Mikado – Radio für Kinder« auf oder im Internet.

 

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