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Wurstsalat Rezept

 

Wurstsalat

in den Wurstsalat kommen nur folgende Zutaten:

Kalbs-Lyoner, auf 2,2 mm geschnitten in Julienne
Emmentaler Käse etwas dünner geschnitten in Julienne
(ca. 140g Wurst und 60g Käse)

pro Person 1 Moccalöffel fein geschnittene Zwiebeln

1,5 EL normales Sonnenblumenöl
3 EL Rotweinessig
Salz, Pfeffer
und Petersilie und nur frischen Schnittlauch
angerichtet mit einigen Salatblättern, Essiggurke und Tomaten,

keine gekochten Eier und sonstigen Salate !

niemals: Olivenöl, Nußöl, Balsamessig

24 Kommentare

  1.   fressack

    Am sonst so anspruchsvollen Süden der Republik finde ich gerade den Wurstsalat (aus Lyoner oder Einfachst-Industriebrät) oder seine durch (Industrie/Scheiblettenkäse) „aufgepepte“ Variante „Schweizer“ WS enttäuschend.

    Wie wäre es denn mal mit folgender Variante:

    Von all den guten Brühwurstarten des Metzgers des Vertrauens sich mal die Endstücke geben lassen, (es darf ruhig auch gekochter Schinken und Braten dabei sein), alles mit Zwiebeln, Gewürzgurken in Julienne schneiden und mit einer Vinaigrette aus Apfelessig, Pflanzenöl, Grobsenf und einem Hauch Bohnenkraut vermischen. Wer es mag, kann auch Streifen von der erwähnten harten Schwarzwurst hinzufügen.

    Dieser Salat war in meinen Lokalitäten immer der Renner.


  2. Es kommt halt immer darauf an,wo man was isst.
    Wenn ich das so lese,kann ich mir gut vorstellen in was für
    Läden sie da eingekehrt sind.
    das Rezept sieht übrigens schon arg nach Resteverwertung aus.

    Reinhold Hanselmann

  3.   Karl-Josef Fuchs

    ..also jetzt mal langsam,
    wo bitteschön steht in meinem Rezept Industriebrät oder Scheiblettenkäse ???? Das muss woanders sein…
    gerade hier bei uns im Badischen wird großer Wert auf beste Zutaten gelegt und deswegen brauchen wir keinen groben Senf und kein Bohnenkraut in diesem Klassiker !

    Die oben erwähnte Variante hört sich gut an, aber würden wir sie den Gästen ungefragt vorsetzen, käme sicher die Frage, ob der Koch noch alle Tassen im Schrank hat!

  4.   Badnerin in Berlin

    Danke, lieber Herr Fuchs, für Ihren Einspruch!!! Wenn ich – selten genug – in meine alte Heimat reise, weiß ich schon, wo ich überall einen guten und anständigen Wurstsalat ohne jeglichen Zutatenkokolores bekommen und genießen kann. Wolfgang Abel aus dem OASE-Verlag hat mich durch seine „Badische Küchenkunde“ auf die grandiose Idee gebracht, den Wurstsalat u.a. mit Senföl (aus Oberkirch) anzumachen: Wunderbar!
    Im übrigen lehne ich jede, auch die beste, Käsezugabe ab. Ich will ja einen Wurstsalat. Wenn dann ein Berliner Mitesser mäkelt, lege ich ihm eben ein paar feinste Gurkenstreifchen obenauf.
    Ade und scheeni Pfingschde noch!

  5.   fressack

    @karl-josef fuchs:

    auf meinen Streifzügen durch Baden habe ich halt immer wieder einfallslosen Wurstsalat vorgesetzt bekommen. Ich habe nicht behauptet, dass das in Ihrem Rezept gestanden hätte.
    Rein von der Theorie her finde ich halt, dass gute Wurst(-sorten) auch einen ebensolchen -salat machen. Und mal ehrlich, selbst eine gute Lyoner ist halt sehr mild und entsprechend geht sie unter.

  6.   Marion

    Geschäcker sind halt gott sei Dank verschieden. Ein badischer Wurstsalat ist ein badischer Wurstsalat und sollte auch ein badischer Wurstsalat bleiben. Das hat auch was mit Tradition zu tun. Ein schwäbischer Wurstsalat ist wieder etwas anderes, und auch er sollte so bleiben wie er ist, genau so wie der Elsässer- oder Schweizer WS.
    Wem das zu einfallslos ist, braucht ihn ja nicht zu essen, nicht wahr?

  7.   Stefan

    Hallo zu der diskussion faellt mir nur http://www.elsaesser-wurstsalat.de/ ein

  8.   fressack

    stimmt. Deshalb esse ich fortan nur noch unseren hessischen Wurstsalat. Und bei Euch den guten Schwarzwurstsalat.

  9.   Marion

    Das mit der Lyoner ist sowieso so eine Geschichte. Wenn ich aus meiner schwäbischen Heimat eine Lyoner mitbringe, schmeckt die anders als die hiesige, badische.
    Wenn ich mit meinem Mann in seiner saarländischen Heimat bin, kaufe ich stets einen Ring saarländische Lyoner. Die sieht so aus wie die hiesige Fleischwurst, schmeckt aber wiederum ganz anderes.
    Der Hit ist allerdings die Lyoner aus Lyon, die ich 14-tägig hier auf dem Wochenmarkt bekomme. Die hat mit den oben genannten Sorten so gar nichts zu tun. Sie ist würzig, leicht knoblauchangehaucht und nicht so fein im Brät. Ich denke, das wäre die richtige Sorte für „fressacks“ Wurstsalat.
    Also: Lyoner ist nicht gleich Lyoner.
    Wurstsalat – eine unendliche Geschichte 🙂
    Man könnte sich an dieser Stelle doch auch einmal über Kartoffelsalat streiten. Ich denke, da liegt die Problematik der Geschmäcker ganz ähnlich.

  10.   Klaus

    Während ich die Wurstsalat-Debatte verfolgte, kam mir die von Marion nun gestellte Frage auch schon öfter in den Sinn.
    Im Blick auf exponentielle Variationen wäre die Kartoffelsalat-Diskussion aber viel breiter und länger.

    Es gibt ja nur einen „richtigen“ Kartoffelsalat!!

 

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