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Was macht der Spargel denn für Sachen?

 

Nicht nur Ostern ist dieser Jahr extrem früh – auch die Spargelernte wird voraussichtlich in den letzen Märztagen beginnen. Das jedenfalls haben die Landwirtschaftsexperten in der Pfalz dieser Tage verkündet. Und die Menschen wundern sich über diesen komisch kurzen Winter, der ja nur teilweise einer war
Ist dies wirklich so ungewöhnlich? Die Ludwigshafener Tageszeitung „Rheinpfalz“ hat am 6. Apri 2006 mit Bild und Text berichtet, dass der Landwirt Christian Deyerling die ersten Exemplare der Frühsorte Gynlim gestochen hat. Und ein Jahr später hieß es im selben Blatt am 30. März, die Spargeleträge seien noch „ungewöhnlich niedrig. Natürlich verwenden die Spargelbauern in der Pfalz ebenso wie ihre Kollegen hierzulande dazu einen Trick: Über einer schwarzen Abdeckfolie stecken Drahtbogen, über die eine weitere, jedoch lichtdurchlässige Folie gespannt ist. Und damit erzeugt man ein stabiles Luftpolster zwischen den beiden Folien, in denen sich jede noch so zaghafte Frühlingssonnenwärme speichert. (Wegen der heftigen Stürme haben die Spargelbauern übrigens kürzlich die glatten Oberfolien gegen solche mit Löchern austauschen müssen…)
Erinnern wir uns doch mal kurz an den letzen Frühling: Da gab es, nach und nach, Spargel en masse. Die Preise sind zwar nicht deutlich gesunken, obwohl man an manchen Tagen von einem echten Überangebot sprechen konnte. Und auf Johanni zu wollte fast niemand mehr das köstliche Gemüse auf dem Teller haben.
Noch holen die Bauern überall den kräftigen echten „Ackersalat“ aus den Böden, der weitaus geschmackvoller ist als die Treibhausware, jedoch mit viel mehr Aufwand vorbereitet – also sorgsam gewaschen – werden muss. Ebenso erfreuen sich die Landwirte einer guten Radieschen-Ernte. Ideale Voraussetzungen für Abnehmwillige.
Ich freue mich auf die ersten Spaziergänge rund um den Hohen Asperg oder vielleicht im Rems- oder Neckartal. Die „Wengerter“ haben in den letzten Monaten die Rebstöcke geschnitten und in den meisten Weinbergen sind die Reben schon auf zwei rund gebogebe Tragruten (und in frostgefährdeten Gebieten auf eine dritte Sicherheitsrute) runtergeschnitten. Der erste Weinbergschnittlauch sprießt zwischen den Zeilen und wenn man Glück hat, treibt da und dort schon ein Bäumchen mit Weinbergpfirsichen die ersten Knospen.
Unsere Natur bietet so viele Gelegenheiten, sich an ihr zu freuen. Man muss sich nur die Zeit und Ruhe nehmen (können), dann stellt sich die Vorfreude auf köstliche frische Gemüse, ja, und auch auf den ersten heimischen Spargel von alleine ein.
Mir schmeckt er allerdings erst nach zwei, drei Wochen, wenn die nicht so frühen Sorten in den Spankörben angeliefert werden. Und dann am liebsten auf die ganz klassische Art: Mit guten Kartoffeln und einem „Buttersößle“, wie man das schon vor hundert Jahren im Adler bei meinen Großeltern auf der Karte lesen konnte.

4 Kommentare

  1.   Klaus

    Lieber Herr Ottenbacher,
    nun komme ich erst heute abend dazu, Ihren Beitrag zu lesen. Ich wundere mich aber nicht, dass ihn noch niemand kommentiert hat. Ehrlich gesagt, wüsste ich auch nicht, was ich (oder andere) dazu schreiben soll(en). Es ist… na ja, ich weiss gar nicht, wie ich es nennen soll.
    Ich frage mich ja schon, wenn jemand was schreibt, was steckt da auch intentional dahinter. In Ihrem Beitrag kann ich leider gar nichts erkennen. Was bezwecken Sie mit der Wiederholung von Textpassagen aus einer über einem Jahr alten rheinland-pfälzischen Zeitung? Wollen Sie zu Berichten über den Klimawandel beitragen? Und: Wir essen natürlich gerne alle Spargel mit zerlassener Butter. Was ist daran neu? Oder habe ich etwas falsch verstanden?

  2.   Marion F.

    Liebe ZEIT-ONLINE-Redaktion:
    Warum haben Sie meinen Wortbeitrag („Ein Sößle! Ach Gottle, ach Gottle“) denn herausgenommen. Ertragen Sie und Ihre Kommentatoren denn so wenig Witz!?

  3.   Klaus

    Ist hier Eiszeit?
    Ich hätte mich schon gefreut, wenn meine Anfrage von Herrn Ottenbacher beantwortet worden wäre. Andererseits habe ich auch viel Verständnis dafür, wenn man aus geschäftlichen Gründen hier nicht so engagiert sein kann. Haben evtl. andere Leser zu Herrn Ottenbachers Beitrag etwas zu sagen? Es wäre ja schon mal interessant, was „der oder das (?) Blog“ so denkt. Dann käme man sich auch nicht selbst so daneben vor.
    Vielleicht hat ja auch Herr Stromberg eine Idee?


  4. Jetzt aber mal zum Spargel
    Ich war letztens im Netz unterwegs, weil meine Geschmacksnerven nach 7 x Spargel mit Butter doch leicht ermüden. Habe auf dem Blog http://www.volkskueche.net , den ich hiermit auch empfehle, Eine Spargelquiche gefunden. Nachgemacht und für gut befunden.
    Siehe http://volkskueche.net/volkskueche/?p=631
    Seid doch nett zueinander – am Wochenende !

 

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