Internet Story – von Fakten und Fiktionen

9000 Pfund. Soviel versteckte ein gewisser Al1 vor einigen Jahren an einem geheimen Ort in Großbritannien und rief im Internet zur Suche auf. Das Geld vor Augen, machte sich YouTube-Nutzer Fortress auf die Spur – bis er verschwand.

Man ahnt es vielleicht: Die Geschichte ist nicht ganz wahr. Sie ist der Inhalt von Adam Butchers Internet Story, der fiktiven Dokumentation einer ebenso fiktiven Schatzsuche. Aus teils bereits vorhandenen, teils eigens erstellten Websites, YouTube-Videos und Nachrichtenartikeln verknüpft Butcher Fakten und Fiktionen zu einer neuen Geschichte – bis auch die Zuschauer nicht mehr sicher sein können, was tatsächlich wahr ist und was erfunden. Ohne zuviel zu verraten – unbedingt bis zum Schluss ansehen!

(via Nerdcore)

 

Fünfzig Menschen, eine Frage

Vor knapp drei Jahren hat das Interviewprojekt Fifty People One Question bereits die Runde gemacht. Seitdem wurde in verschiedenen Städten rund um die Welt fünfzig Menschen die gleiche Frage gestellt – und die entsprechend unterschiedlichen Antworten aufgenommen. Jetzt ist eine neue Folge aus Melbourne aufgetaucht, in dem die Menschen gefragt werden, was denn ihre größte Angst sei.

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The Streets of the Invisibles

Über Google Earth und Google Street View lassen sich nicht nur zahlreiche Kuriositäten finden, man kann die Daten auch für vielerlei Kunst- und Videoprojekte heranziehen. So hat Remo Rauscher für sein Projekt The Streets of the Invisibles die Original-Tonspur der 70er-Jahre Krimiserie Die Straßen von San Francisco mit den im Netz zugänglichen Bildern von Googles Kameras kombiniert. Herausgekommen ist ein crossmedialer Remix, der unter anderem auf dem diesjährigen Hamburger Kurzfilmfestival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

 

Ray: A Life Underwater

Ray Ives aus Plymouth ist 75 Jahre alt. Zwei Drittel seines Lebens verbrachte er als professioneller Taucher damit, vergessene und verlorene Schätze aus dem Meer zu bergen. Heute betreibt er in einem alten Schiffscontainer sein persönliches Museum. Mithilfe von Porträtaufnahmen, Archivbildern und Unterwasseraufnahmen nähern sich die Macher Amanda Bluglass und Danny Cooke dem ehemaligen Taucher in ihrem Kurzfilm Ray: A Life Underwater. Statt dabei die klassische Reporter-Pose einzunehmen, lassen sie Ray seine Geschichte selbst erzählen, während die Kamera allenfalls wie ein unauffälliger Begleiter wirkt. Das Ergebnis ist das gefühlvolle Porträt eines Mannes, der nach eigenen Angaben von seinem Leben nicht mehr wollte als „etwas Eiscreme und ein Glas Bier“ am Ende des Tages.

 

Blind – eine Vision nach Fukushima

Die Katastrophe von Fukushima noch vor Augen, hat sich der Regisseur Yukihiro Shoda gefragt, wie das Leben in einem radioaktiv verstrahlten Tokyo aussehen könnte und daraus eine dystopische Kurzgeschichte entworfen. Gleichermaßen nüchtern und doch eindringlich gefilmt, begleitet Blind einen japanischen Büroangestellten auf dem Weg zur Arbeit in einer nicht allzu-fernen Zukunft. Shoda möchte nach eigenen Angaben mit seinem Film davor warnen, die Gefahren von heute an unsere Nachkommen weiterzugeben. Finanziert wurde das Projekt über Kickstarter, auf deren Seite man auch die Entstehung verfolgen kann.