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Brimsennudeln vs. Funghi alla brutta – Tschechien vs. Italien

 

Im letzten wirklich großen Vorrundenderby zählt für die Tschechen nur ein Sieg, während die Italiener bereits sicher in der nächsten Runde stehen. Dies drückt sich auch deutlich bei den Aufstellungen der beiden Teams aus: Während Pavel Brückner mit einem tatkräftigen Arbeitergericht antritt, kann Lippi entspannt dem ein oder anderen Talent eine Chance geben, um zu beweisen dass auch er das Zeug zum World Champignon hat.
Für 2-3 Weltmeistermägen:
250g Nudeln
1 Zwiebel
100g Speck geräuchert
125g Schafskäse (kein Kuhfeta!)
½ Bund Petersilie
Salz Pfeffer
gegen
300g große Champignons
½ Bund Petersilie
4-5 Knoblauchzehen
½ frische Chilischote
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Heute wird bei den Tschechen folgendermaßen gerackert: Gleich zu Beginn das Nudelwasser mit viel Salz aufsetzen. Die Nudelsorte ist bei diesem Gericht egal, Brückner hat jedoch in Anbetracht des Gegners auf Spaghetti verzichtet. Die Zwiebel wird gewürfelt, ebenso der Speck. Beides in einer Pfanne oder einem Topf solange brutzeln, bis die Zwiebeln glasig sind. Öl muss keines dazu, denn das Fett aus dem Speck wird durch die Hitze ausgelöst und übernimmt diesen Part.

Den Schafskäse kleinschnibbeln oder je nach Konsistenz einfach zerbröseln. Der Käse wird zum Speck und zu den Zwiebeln gegeben und die Hitze zurückgedreht, wenn auch die Nudeln ins kochende Wasser kommen. Die Petersilie hacken und zum Käse-Speck-Zwiebeln Gemisch tun. Pfeffern und gaaanz vorsichtig salzen ? der Speck und der Käse sind schon ordentlich salzig, kann sein dass man gar kein Salz mehr benötigt. Also lieber mal vorher probieren! Nudeln abgießen und mal einen Blick zum Gegenüber riskieren.

Hier werden zunächst die Champignons (wäre es das Finale, könnten auch Steinpilze verwendet werden) gereinigt. Dies funktioniert am besten, wenn man sie mit einem Küchentuch abreibt. Sobald da mit Wasser rangegangen wird, kommt ein Glitschfaktor zum Tragen, den man vermeidet, wenn es der Verschmutzungsgrad erlaubt. Dann durch kräftiges Drehen und Ziehen die Stiele entfernen, so wird Platz für die Füllung geschaffen. Die Petersilie hacken, in eine Schüssel geben und den Knoblauch dazupressen. Die Chilischote halbieren und die Kerne entfernen, danach ebenfalls hacken.

ACHTUNG: Hier empfiehlt es sich, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, will man tränende Augen oder brennende Mundwinkel vermeiden. Entweder mit einem Küchenpapier abschirmen oder ganz professionell mit Einmal-Handschuhen operieren. Auch das Küchenbrett gleich richtig abwaschen, sonst hat der nächste auch noch was davon.

Alles zusammenmischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Ofen auf Grillmodus stellen (kann er das nicht, Oberhitze wählen) und eine feuerfeste Form mit ein wenig Olivenöl ausstreichen. Die Petersilien-Knoblauch-Chilimasse mit einem kleinen Löffel in die Champignons verfüllen und am Ende alles nochmals mit Olivenöl beträufeln. Ab in den Ofen für ca. 10 Minuten. Zusammen mit den Brimsennudeln auf einem Teller anrichten, sich für gutes tschechisches Bier oder einen italienischen Rotwein dazu entscheiden und sich aufs Achtelfinale freuen!

Spielbericht:
Schon während der ersten Minuten wird klar, dass es bei diesem Spiel nicht an der nötigen Würze mangelt: Deftig-salzig betreiben die Tschechen bereits in der italienischen Hälfte Vorchecking, allerdings können die Gegner durch ihr leichtfüßiges mediterranes Gemüsepassspiel trotzdem zur ein oder anderen Chance durchbrechen. Im weiteren Verlauf macht sich diese technische Stärke immer mehr bemerkbar, während Brückners Team nach wie vor versucht, über den Kampf ins Spiel zu finden, wobei sie inzwischen ziemlich käsezäh im Mittelfeld die Fäden ziehen. Doch die Italiener können klassisch auskontern und der Knobisturm erzielt das 1:0. Die Partie wird immer hitziger und kleine Nickligkeiten der italienischen Spieler werden mit einer roten Karte für den Spieler Chili geahndet. Dass dieser Spieler dermaßen aggressiv sein würde, hatte selbst Lippi nicht ahnen können. In einem kampfbetonten Spiel schaukeln die Südländer ihr Tor über die Runden, ohne wirklich weltmeisterlichen Glanz zu versprühen.

2 Kommentare

  1.   mia

    Nette Idee, aber der Herr Brückner heißt Karel.

  2.   reSEPPtor

    Da hast Du völlig recht und es ist mir ein Rätsel, wie a) der Fehler entstehen konnte und er b) bislang unentdeckt blieb… Vielleicht wegen dem vielen Bier zu der Zeit… Ich erinner mich aber noch genau an die 500%ige Sättigungsquote der Tschechen, wow, und ich wusste natürlich schon immer, dass der Pavel eigentlich Karel heißt.

 

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