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Kaiser – äh – Schmarrn

 

Luftiglockerleicht, so wie der Franz weiland aufm Platz gezaubert hat, muss diese Mehlspeise sein. Mit der patentierten REZEPTOR-Methode im Ofen auch anbrennproblematisch kein Thema mehr.

Für 2 FC Bayern-Präsidenten:
200 g Mehl
4 Eier
250 ml Milch
1 Prise Salz
2 EL Zucker
2 EL Butter
Puderzucker
ofenfeste Pfanne oder Ähnliches

Den Ofen auf 180 Grad Oberunterhitze vorheizen. Das Mehl in eine Rührschüssel sieben. Mehl muss eigentlich nicht mehr gesiebt werden, das kommt von früher als noch Ungeziefer oder Dreck im Mehl sein konnte. Und Luft in den Teig zu bringen ist auch totaler Quatsch, weil man das Mehl ja gleich immer mit einer Flüssigkeit zu einem Teig knetet, wo Luft mal wirklich keine Rolle spielt. Aber das Ding kostet bei IKEA nur 2 Euro und man fühlt sich irgendwie Profimässig dabei? Die Eier trennen und die Eigelbe gleich ins Mehl gleiten lassen. Mit Milch, Salz und einem Schneebesen zu einem homogenen Teig rühren, es dürfen keine Klümpchem mehr zu erkennen sein!
Das Eiklar in einem separaten Gefäß mit einem Elektroquirl steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Wenn man die Schüssel mit dem Eischnee sich umgedreht ohne Malheur über den Kopf halten kann ist er fertig.
In einer ofenfesten Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Dabei den Eischnee »unter den Teig heben«, was nichts anderes bedeutet als »ganz vorsichtig umrühren.« Der Eischnee oder besser: Die kleinen Bläschen darin machen den Kaiserschmarrn luftig. Sie dehnen sich noch zusätzlich in der Ofenhitze aus und lassen den Teig aufgehen, ganz ohne chemische Backtriebmittel
Bevor die Butter braun wird, den ganzen Quatsch in die Pfanne leeren, etwa 2-3 Minuten auf dem Herd anbraten und dann ab in den Ofen auf mittlerer Schiene.
Würde man den Schmarrn auf dem Herd weiterbacken, wäre er unten ganz schnell ganz schwarz und innen noch gar nicht fertig. Im Rohr kann nichts passieren, während man sich schon um die Beilage kümmert. In unserem Fall Pflaumen aus dem Glas, denen man vorher noch die eklige harte Haut entfernt: Einfach die Dinger mit der Hautseite nach unten auf ein Brett legen und mit einem scharfen Messer einen Millimeter zwischen Haut und Frucht entlang schneiden.
Der süße Einlegesaft harmoniert gleich ausgezeichnet mit dem luftigleichten Teig! Ebenfalls möglich: Pfirsiche aus der Dose, sämtliche Marmeladen, Apfelmus, Vanille- oder Schokoladensauce? Manche schmeissen noch Rosinen in den Teig.
Achso: Sobald der Teig oben anfängt lecker braun zu werden, kann man die Stäbchenprobe vom Kuchenbacken machen: Ein Stäbchen (Zahnstocher, Schaschlikspieß, etc) wird in die höchste Erhebung des Teigs gesteckt. Bleibt beim rausziehen kein Teig mehr dran kleben ist er durchgebacken.
Mit zwei Gabeln grob zerrupfen, richtig viel Puderzucker drüber und sofort servieren.

 

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