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Gefüllte Wirsingpäckchen mit Pilzsauce

 

Die leichte Hühnerbrustfüllung macht aus dem tendenziell muffigen Kohlklassiker eine feine und moderne Sache.

Für 2 Personen:
1 kleiner Kopf Wirsing
1 Hühnerbrustfilet
3 Kartoffeln
1 Stange Lauch
100 g Champignons
50 g Pfifferlinge
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Ei
1 EL Butter
1 EL Crème Fraîche
Muskatnuss
Pfeffer
Salz
1 Dämpfeinsatz

Zu Beginn einen großen Topf mit sehr salzigem Wasser und zwei Kartoffeln aufsetzen.
Die äußersten unansehnlichen Schichten des Wirsingkopfs entfernen und acht schöne, hellgrüne Blätter für zwei Minuten im kochenden Wasser blanchieren. Mit einer Grillzange alles wieder rausfischen und in kaltem Wasser abschrecken. In einer Salatschleuder trocknen und erstmal beiseite stellen.

Für die feine Füllung diese Prozedur mit noch mal drei, vier neuen Wirsingblättern wiederholen. Dann eine Schalotte und eine Knoblauchzehe schälen, 50 g Champignons und die Stange Lauch putzen. Das ganze Gemüse – vom Lauch aber nur eine Viertel Stange – in klitzekleine Würfel schneiden; man braucht dazu ein scharfes Messer und eine große Arbeitsfläche. Das Ergebnis in eine Schüssel schieben.
Das Hühnerbrustfilet ebenfalls erstmal in dünnste Scheiben, dann Streifen, dann Würfelchen schneiden und ebenfalls ab in die Schüssel.

Die Füllung mit etwas Salz, normal Pfeffer und viel Muskat würzen. Ein halbes Ei plus die beiden gekochten, geschälten und zerdrückten Kartoffeln dazugeben und alles einmal richtig mit einer Gabel durchmischen, so dass eine einigermaßen homogene Masse entsteht.

Dann die dicken Strunkrippen der geparkten Wirsingblättern bis etwa zur Hälfte rausschneiden und dann vor sich platzieren. Darauf mittig je einen sehr gut gehäuften Esslöffel Füllung platzieren und alles zu einem kompakten und dichten Päckchen wickeln. Mit der Naht nach unten in einen Dämpfeinsatz legen und in dem Wirsingkochtopf und einem Finger hohem Wirsingsud zirka zehn Minuten dämpfen.
Später den Topf mitsamt dem Inhalt einfach auf eine kalte Herdplatte ziehen und so stehen lassen.

Für die Sauce eine Schalotte und eine Knoblauchzehe schälen, 50 g Pfifferlinge und die restlichen 50 g Champignons putzen und alles wieder in feinste Würfel schneiden.
In einer Pfanne einen EL Butter auf mittlere Betriebstemperatur bringen und die Schalotten- und Knoblauchzehenwürfel darin dann glasig anschwitzen. Nach zirka zwei Minuten kommen die Pilzwürfel dazu, immer mal wieder umrühren und aufpassen, dass nichts braun wird. Parallel dazu die letzte rohe Kartoffel schälen und etwa ein Drittel davon mit einer feinen Reibe direkt in die Pfanne reiben.
Mit ungefähr 100 ml Dämpfsud ablöschen, einen gut gehäuften EL Crème Fraîche unterrühren und alles noch mal 10 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Die Soße dann mit einem Pürierstab pürieren und mit Pfeffer und vielleicht ganz wenig Sojasauce abschmecken.

Auf vorgewärmten Tellern einen Soßenspiegel machen und darauf dann die schräg halbierten Wirsingpäckchen setzen. Dazu passen beispielsweise in Butter und Petersilie geschwenkte Pellkartöffelchen, und ein paar kleine, rohe und schöne Pfifferlinge für die Optik.

Alle unsere Rezepte von a-z gibt’s hier.

10 Kommentare

  1.   Heribert P.

    Die Rezepte gefallen mir wie immer sehr gut, jedoch finde ich leider das Hauptbild und die Animation wie immer viel zu klein. Mein Geschmackssinnn ist zwar noch der eines Jünglings, meine Sehstärke entspricht jedoch meinem hohem Ater. Kann man die Abbildungen im nächsten Eintrag etwas größer anbieten?

  2.   Sieglinde Labrune

    auch nicht muffig…
    Haben Sie schon mal Forellenkrautwickel an Beurre blanc probiert?
    Forellenfilets mit Eier, Sahne, Salz und Pfeffer püriert, Krautblätter wie beschrieben füllen und schmoren, dazu Beurre Blanc (ich weiss nicht, wie diese Sauce auf deutsch heist) zubereiten. Auch mit kleinen Pellkartoffeln… servieren

  3.   Martina

    Das hört sich lecker an und da ich nahezu alle Zutaten im Kühlschrank habe, wird das heute Abend gleich ausprobiert. Ich scheitere aber an der Frage, wie ich ein halbes Ei abmessen soll….

  4.   REZEPThORsten

    Liebe Martina,

    einfach ein ganzes Ei in ein kleines Gefäß aufschlagen,
    mit einer Gabel verquirlen und die Hälfte davon dann zur Füllung leeren.

    Viele Grüße
    von REZEPThORsten

  5.   Martina

    Na gut. Auf das Verquirlen hätte ich vielleicht auch kommen können 🙂

  6.   hugox

    @ 1 :
    zumindest im IE7 gibt es unten rechts eine Vergrößerungsfunktion –
    bis 400%. die bilder werden entsprechend größer, aber die Auflösung
    ist dann das Limitierende…viel Glück

    – PS. ich würde das Ganze noch mit ein wenig Zitrone anreichern – evtl.
    dem kochwasser/Sud zufügen. Guten Appetitt..


  7. Warum steht auf der Übersichtsseite eigentich was von „Bäckchen“, wo es sich doch um „Päckchen“ handelt?

  8.   Atan

    Das mit dem „muffig“ hat mir auch nicht so gefallen, mir scheint der Wirsing eher der leckere Kandidat aus der Kohlfamilie zu sein. Allerdings sollte er nicht aus einer lieblos überdüngten Plantage stammen. Ich selbst verarbeitete ihn z.B. gern in einer ganz schlichten, vegetarischen Minestrone „alla nonna“, und auch da macht er immer eine gute Figur (allerdings als Bioware in eher kleinen „Köpfchen“)


  9. Gegen das „muffig“ verwahre ich mich aber auch. Wirsing kann man sehr lecker machen. Die klassische Kohlroulade bspw. ist mit Wirsing ein echter Genuss.

    Eine sehr feine Variante gerade jetzt zu den saisonalen Wildgerichten: Semmelknödelmasse in Wirsingpäckchen füllen und in Rahmsauce servieren. Da hat man Sättigungs- und Gemüsebeilage in einem. Und Vegetarier haben auch was davon.
    http://goccus.com/magazin.php?id=353

  10.   fritz guitar

    eine gute idee, statt dem sonst üblichen hackfleisch, hühnerbrust als füllung zu nehmen.

 

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