‹ Alle Einträge

Gefährliches Trinken in Großbritannien

 

In Großbritannien scheint es im Moment nicht ratsam oder gar lustig, (als Frau) allein auszugehen. Der Guardian schreibt heute über zwei „Date-Rape-Drogen“, eigentlich industrielle Lösungs- und Reinigungsmittel, deren Verbot derzeit diskutiert wird. In einen Drink gemixt, führen sie zu erhöhter Libido, Euphorie, Beeinflussbarkeit Passivität und Amnesie.

Ein Experte des Innenministeriums meint gar, die Fälle solcher drogenunterstützten Vergewaltigungen seien mittlerweile so zahlreich geworden, dass junge Menschen offiziell davor gewarnt werden sollten, allen in Clubs oder Pubs zu gehen und ihre Getränke unbeaufsichtigt zu lassen. Sie sollten sie sogar mit auf die Toilette nehmen, damit in ihrer Abwesenheit niemand etwas hineinschütten könne.

Cheers Mahlzeit.

9 Kommentare

  1.   mac

    Klingt ja wie die Warnungen von panischen Eltern zu meiner Jugendzeit: „Kind in der Disco machen die dir Drogen in die Cola – und dann wirst du süchtig“.


  2. […] Die Zeit warnt vor Drugs in Drinks und so weiter, vor allem in den UK soll das ganz schlimm sein. Ja MEINE GUETE. Wer so bloed ist und sein Getraenk unbeaufsichtigt in einem Club stehen laesst ist selbst schuld. Meine Meinung. […]


  3. Der Unterschied zu „Drogen in die Cola“ ist aber, daß Drogen im Regelfall deutlich mehr Geld kosten als dieses Reinigungs- und Lösemittel. Somit ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, das es alleine aus Kostengründen häufiger passieren könnte. Soviel dazu.

    Viel auffälliger als diesen aktuellen Fall finde ich die gemäß Guardian-Artikel grundsätzlich zunehmende Bereitschaft zum Einsatz von Mittelchen, um an Sex mit Frauen heran zu kommen.

    Was sagt das über die Entwicklung einer Gesellschaft aus, wenn sexuell orientierte Verbrechen an Frauen zunehmen, an die man(n) sich scheinbar ohne Hilfsmittel nicht mehr heranwagt??

  4.   Mike

    Wo Fakten fehlen ist Spekulation möglich, eine vorsichtige Gegendarstellung bei http://www.dailymail.co.uk/pages/live/articles/news/news.html?in_article_id=436592&in_page_id=1770

    Folglich müsste man „don’t drink&drive“ (Mathematiker sagen „don’t drink&derive“) abwandeln zu „don’t swig&swing“. Oder sober plug&play statt pissed fuck&pray. Daß Mann versucht mit chemischen Mitteln Herr zu werden ist nicht neu, schon viele Jahre vor Viagra hat mir der Weinhändler seinen Rosé als Büchsenöffner empfohlen, was ich aber noch immer eher als Bremser denn Anschieber der Hormonachterbahn empfinde. Schon die Phantasie des Austausch von Körperflüssigkeiten mit einer durch Vollrausch&Narkotika in Duldungsstarre versetzten Dame finde ich abstoßend, nahe bei Nekrophilie. Wie in dem Witz, wo Er frägt: Was müsste ich ihnen alles geben, daß Sie mein Werben zuließen? — Sie: Morphium.

  5.   blättchen

    So abwegig finde ich das ganze nicht, da ich aus meinem Bekanntenkreis einen Fall kenne, dem das wirklich passiert ist… unbeaufsichtigtes Getränk, schwupps, irgendein Zeugs drin.

  6.   Christoph

    Im Artikel steht aber auch, dass kaum Fälle auf den Missbrauch der besagten Drogen zurückzuführen sind und der überwiegende Anteil auf das Konto der üblichen Verdächtigen Alkohol, Marihuana und Koks geht.
    In England hab ich meine Drinks eigentlich immer mit auf´s Klo genommen, damit sie mir keiner wegtrinkt… 🙂

  7.   sv1en

    Das Problem „Knock-Out Tropfen“ ist in Deutschland immerhin so präsent, dass WDR2 zum Karneval einen Beitrag dazu gebracht hat, samt Polizeiinterview (die bestätigt haben, dass das Problem auftritt, und dass der schnelle Abbau der Substanzen durch den Körper der Betroffenen eine Strafverfolgung schon einen Tag später unmöglich macht) und Interview zweier Betroffener, die sich nach dem Schlucken sofort unwohl gefühlt haben, sich in Sicherheit bringen konnten und dann den Knock-Out zwar erleben, aber dabei keine Vergewaltigung erleiden mussten.

  8.   Ron

    In Köln ist das wohl auch schon passiert, stand seinerzeit in der zeitung. Ob das das gleiche wie im WDR war, weiß ich nicht, aber es ist doch so, was möglich ist wird gemacht und vergewaltigungen gab es immer schon. soviel zu:

    >Was sagt das über die Entwicklung einer Gesellschaft aus, wenn sexuell orientierte Verbrechen an Frauen zunehmen, an die man(n) sich scheinbar ohne Hilfsmittel nicht mehr heranwagt??<

    Wenn das mit einem billigen Lsöungsmittel möglich ist, und sich das rumspricht, dann gute Nacht. Das Risiko wird dann immer niedriger und die Hemmschwelle sackt entsprechend.

  9.   chemiker

    THC wird in geringen Mengen als Partydroge verwendet. Ähnlich Extasy, nur ist THC sicherer bezüglich Abhängigkeit. Das habe ich erst geglaubt, als ich die Studie las..
    Wenn man THC in hohen Dosen einnimmt (oral), wird man gefügig, müde und erinnert sich nachher an nichts mehr. Dies kann man in div. Zeitungen nachlesen.
    Wir selbst haben Ratten THC gegeben. Die sind eingeschlafen und haben sich nicht gewehrt. Wir konnten sie impfen, das Fell rasieren, Maul aufmachen…
    Ob allerdings das Schmerzempfinden noch da ist, ist noch unbekannt. Vielleicht verringert – wie es bei Drogen (inkl. Alkohol) in ordentlichen Dosen der Fall ist.

 

Kommentare sind geschlossen.