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Frag nicht, was dein Mann für dich tun kann …

 

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Schönen Gruß von gegenüber vom Teich. Beim Shoppen (der Dollarkurs!) musste ich unbedingt auch obiges Werk mitnehmen. Zuerst eigentlich nur, weil mir der männliche G-Punkt so ins Auge gesprungen ist und ich mir gedacht habe: Wie, in den teils doch sehr krampfigen, aseptischen USA kann man den Frauen inzwischen bereits auf dem Cover quasi empfehlen, ihren Männern den Finger in den A…. zu stecken?

Dann sind mir erst die anderen auf dem Cover angekündigten Geschichten aufgefallen:

– 4 Dinge, die alle Typen unbedingt hören wollen
– Die heißesten Dinge, die man einem Mann tun kann
– Der Girlfriend-Trick, der seine Liebe vertiefen wird

Ok, „5 Zeichen dafür, dass ein Typ imstande wäre zu vergewaltigen“ passt nicht so ganz dazu. Aber der Rest klingt erschreckend nach: „Mädels, euer ganzes Tun und Denken muss danach ausgerichtet sein, euren Typen glücklich zu machen und ihn nur so lang wie möglich zu halten!“

Immerhin haben sie beim „Sexy Hair“ nicht geschrieben: „Neue Looks, die ER anbeten wird.“ Andererseits – auf wen wohl das „sexy“ abzielen soll?

Ich glaube, Cosmo wird mir immer unheimlicher.

9 Kommentare

  1.   M

    Bei den Einfuhrzöllen macht over sea shoppen doch gar keinen richtigen Spaß. Aber diese Sorte Tips findet sich doch auf jedem einschlägigen Titel am deutschen Kiosk?

  2.   Sue

    Das „tolle“ an amerikanischen Magazinen wie Cosmopolitan ist ja eigentlich die unglaubliche Bigotterie! Die Themen sind extrem sexlastig aber auf den ersten Seiten ist schon ein Model in einem durchsichtigen Dessous zu sehen, dass keine Brustwarzen hat.
    Es gibt kaum ein anderes westliches Land bei dem Sex so tabuisiert und gleichzeitig so thematisiert wird. Man erinnere sich nur an die Reaktionen zu Janet Jacksons „Nippelgate“……….

  3.   Klemmschwester Lila

    Das Frauenbild, was diesseitig von oben gezeigter Zeitschrift verbreitet wird, ist auch nicht besser.
    Und noch schlimmer ist das von diesem Machwerk verbreitete Männerbild hierzulande.
    Denn Männer sind ja 1. dümmliche lebendige Sexspielzeuge, 2. ausschliesslich hormongesteuert, 3. glauben einem jeden SCheiss, wenn man ihn nur von sich gibt während man was aufreizendes am Leibe trägt und sind mit Sex zu beinahe ALLEM zu bewegen.
    Das Erschreckende: Die Zielgruppe der Cosmopolitan ist wenigstens hierzulande „Frauen mit höherem Bildungsabschluss“ (die aber nicht selbständig kritisch denken können).
    Zum kotzen und voller Sexismus (der damit gerechtfertigt wird, dass Männer das so ja auch machen würden).

  4.   Dr. Strangelove

    Ja, Wahrnehmung ist schon komisch, nicht? Fr. Neudecker sieht in dem Cover den Subtext „Macht eure Männer glücklich!“, und ich sehe in dem gleichen Cover den Subtext „So manipuliert ihr eure Männer!“

    Wenn man es als „Männer-Dressur-Handbuch“ versteht, dann passt der „5 Zeichen eines möglichen Vergewaltigers“ Artikel („Vorsicht bissig – untrainierbar!“) auch viel besser rein.

    Natürlich setzt sowas, wie von der Klemmschwester schon erwähnt, auch ein bizarres Frauenbild (und überhaupt Menschenbild) voraus.
    Denn wer Sexualität als 60 Sekunden Belohnungs-Leckerli benutzt, wird selbst natürlich auch nicht glücklich.

  5.   Phaidros

    Aber Dottore, da sind wir doch auf dem besten
    Wege
    auf die Evolutionsstufe der BonoboAffen vorzudringen;
    die belohnen sich auch immer mit Sex, lösen damit auch Konflikte und gelten als sehr sozialkompetent.

    Und Bigotterie hin oder her, allemal besser als die
    Abteilung ‚Feuchtgebiete‘, wenn Sie wissen wasch meine… 😉

  6.   Tom

    Ich glaube nicht, dass die lieben Cosmopolitan-Schreiber und -Innen ein rückständiges Frauenbild verbreiten möchten. Die möchten einfach nur ihre Brötchen verdienen und schreiben daher was ihre Leserinnen gerne lesen möchten.

    Viele Grüße von Tom!

  7.   machotom

    Mediale bildungsbürgerliche Hebammenkunst für die Sex-in-the-city-tante von heute: „Die heißesten Dinge die sie mit ihm anstellen können“ plus „Was in diesem Sommer Mode ist“ ergibt „so wird er es bezahlen“


  8. Diese Ausgabe der Zeitschrift sollte als Pflichtlektüre für Frauen gelten! Vielleicht sollte ich mir die aber auch mal holen… Wo bitte hat der Mann einen G-Punkt? Am Anus?? Na lecker…

  9.   Phaidros

    Hallo Herr Dortmund,
    da sind Sie aber schon GANZ NAH DRAN…

    😉 🙂

 

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