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„Kristallnacht“, „Nervengas“ und „Jewicide“ – keine Reaktion von „Last.fm“

 

Auf www.lastfm.de ist noch immer ein rechtsextremes Musik-Netzwerk zu finden. Bands, Nutzer und Gruppen wie „Landser“, „Nihil-SS“, „Aryan Brotherhood“, „Kristallnacht“, „Endlösung“, „Reichssturm“ sowie Hakenkreuze, NS-Symbolik und antisemitische Inhalte sind auf „Last.fm“ keine Seltenheit. Auch nach mehrfache Nachfrage bei Last.fm gab es keine Reaktion!

In der Gruppe von „NaziPagan“ gegründeten Gruppe „Aryan Black Metal“ werden beispielsweise nach wie vor Fotos gezeigt, auf denen ein junger Mann mit Hitlergruß vor der Hakenkreuzfahne posiert. Über 150 Mitglieder diskutieren im Folgenden über ihre nationalistische Weltanschauung und empfehlen sich gegenseitig die passende Musik dazu.

Hörer der in Deutschland als kriminelle Vereinigung verbotenen Band „Landser“ werden auf „Last.fm“ aktuell sogar darauf hingewiesen, dass sich „Landser“ gerade auf Tour befindet. Unter dem Festivalnamen „Waffen SS – 88 Himmel“ seien am 9. August 2008 in Vilnius, Litauen, 74 einschlägige Bands zu hören. Neben dem Festivalposter bestehend aus Reichsadler und Hakenkreuz ist das Line-up der Bands zu finden: „Sleipnir“, „Konkwista 88“, „Stahlgewitter“, „88“, „Waffen SS“, „SS“, „Die Lunikoff Verschwörung“, „Legion 88“, „Sturm 18“, „SS Totenkopf“, „Blood & Honour“, „Arisches Blut“, „The Fascists“, und so weiter. Geneigte Hörer können sich auf „Last.fm“ anschließend sogleich zum gemeinsamen Konzertbesuch verabreden.

ENDSTATION RECHTS. hatte sich bereits im Mai, Juni und Juli an „Last.fm“ gewandt und auf die Missstände hingewiesen. Obwohl bereits 2007 u.a. auf „Spiegel-Online“ offizielle Berichte über „rechtsextreme und jugendgefährdende Inhalte“ auf dem, laut eigenen Angaben 21 Millionen Nutzer umfassenden, Internetportal zu lesen waren, gibt es bis heute keinerlei Reaktion von „Last.fm“.

ER
weitere Informationen: http://www.endstation-rechts.de

28 Kommentare

  1.   Ralph Müller-Welt

    Last.fm ist seit 2007 Teil der CBS!
    (http://www.lastfm.de/about)
    Aber trotzdem kein Grund.

    MfG,
    Ralph.

  2.   Wanderfalke

    hallo Wanderfalke, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat. // Mod. JT

  3.   Kalman

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht so ganz. Wenn Dir die Nazimusik dort nicht gefällt, dann höre sie Dir doch einfach nicht an. Es ist ja schließlich niemand gezwungen, solchen Mist auch wirklich zu konsumieren.

  4.   Hartmut Slomski

    Das sollte doch wohl klar sein, warum keine Reaktion seitens Last.fm erfolgt. Schließlich geht es doch denen ums Geschäft, und nicht um politische Gesinnung. Das sind doch die Regeln des Kapitalismus: es besteht ein Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage. Wenn beides vorhanden ist, dann läßt sich daraus Profit machen! Und ein Angebot an „rechter Musik“ ist ja wohl vorhanden, denn die rechten Interpreten bzw. Bands wollen natürlich mit ihrer Musik auch Geld verdienen. Und viele, z.B. Manager, Konzertveranstalter, wollen natürlich mitverdienen. Das ist schließlich bei jeder anderen Musik genauso. Doch natürlich nützt ein Angebot allein noch nichts, denn wenn sich, egal bei welcher Musik, niemand den Mist reinziehen will, dann läßt sich damit natürlich auch kein Geld verdienen! Es muß also auch eine Nachfrage vorhanden sein. Und diese Nachfrage ist also doch wohl offenbar vorhanden!
    Doch einer Nachfrage muß natürlich ein Interesse vorausgehen. Und dieses muß zuvor geweckt werden. Denn schließlich kauft man ja doch wohl in der Regel keine CD, wenn man z.B. die Band überhaupt nicht kennt, noch nicht mal eine Vorstellung davon hat, in welche Musikrichtung sich diese bewegt! Fast immer hat man doch schon mal irgendwann irgendwo diesbezüglich reingehört. Oder man hat irgendwelche Informationen darüber, in welchem Genre sich deren Musik bewegt, kennt bereits ähnliche Bands, ist nun neugierig geworden.
    Doch wie lernt man bestimmte Musikgenres, deren Interpreten bzw. Band, kennen? Normalerweise doch wohl durch Radio oder Fernsehen! Man sieht z.B. einen Videochlip, findet deren Musik toll, ist nun auch neugierig auf andere Bands gleichen Genres.
    So war es z.B. bei mir: ich bin damals durch die Musiksender, als diese diese Bezeichnung noch verdienten, auf solch gute Musik wie die von Nightwish, Within Temptation, Xandria oder Leaves Eyes gestoßen, bin dadurch auch auf ähnliche Bands wie Tristania, Sirenia oder Dark Princess neugierig geworden.
    Was die Musik der „rechten Szene“ betrifft, so kenne ich hingegen nur die Namen einiger Bands, z.B. Landser. Doch das reicht natürlich nicht aus, ein diesbezügliches Interesse meinerseits zu wecken.

    Hallo, wir haben einen Teil deines Beitrags gelöscht, weil er off-topic war. // Mod. JT

  5.   Ben

    Bevor Sie hier weiter für einschlägige Seiten und Bands durch ausführliche Aufzählung für publicity sorgen – sag ich nur, zeigen Sie Straftaten, wenn Sie welche gefunden haben an. last.fm sitzt nun aber in London (so sagt die site) und da es kann natürlich sein, dass die Welt oder Teile von ihr einfach nicht am deutschen Wesen genesen mag (und man deshalb anderswo über manche Dinge anders, z.B. weniger aufgeregt denkt & urteilt) und in anderen Ländern andere Sitten und Gebräuche herrschen und man einer Beschwerde aus Deutschland einfach nicht nachkommt. Eine Frechheit aber auch.

  6.   Nele

    Wie wollt ihr denn ausländische Anbieter den inländischen Regularieren unterwerfen?

  7.   NochEinNickname

    Wenn Last.FM in London sitzt, gelten dortige Gesetze. Da wirds schwer via deutsches Recht da vorgehen zu können. Vielleicht würde da via EU was gehen aber ich glaube, wenn Last.FM da keine Regung zeigt, wirds kompliziert.
    Vielleicht sollten dortige User intern zeigen, was sie davon halten. Vielleicht reicht es ja, wenn die Nutzerschaft den rechtsradikalen Schwachsinn auch als solchen darstellt.
    Anderseits betrachtet: Jeder der fragt, was man denn gegen Nazis hätte, könnte man auf diese Deppen verweisen. Jeder normal denkene Mensch schaut sich das an und wird wohl erkennen, dass dies Schwachmaten sind. Insofern könnte deren Anwesenheit auch kontraproduktiv sein, da die da nicht wirklich nach „bürgerlicher Mitte“ aussehen und auch kein sympathische Eindruck erwecken.*g*
    Unschön ist das alles allemal, keine Frage.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli


  8. […] „Kristallnacht“, „Nervengas“ und „Jewicide“ – keine Reaktion von â€žLast.fm“ Störungsmelder » „Kristallnacht“, „Nervengas“ und „Jewicide“ – keine Reaktion von   […]

  9.   peter

    ausländische anbieter für etwas das in deren heimatland NICHT illegal ist nach deutschen recht bestrafen zu wollen erinnert mich an etwas, wie war das noch: „am deutschen wesen soll die welt genesen“

  10.   Thosh

    Ich frage mich wieso nicht andere Medien, hier DIE ZEIT, wenigstens in ihrer Online-Ausgabe größer darüber berichten.

    SPIEGEL-Online beendete wahrscheinlich ebenfalls und wiederholt die „Partnerschaft“ mit Last.fm, aber auch da fehlt jegliche offizielle Verlautbarung.

    Wenn ich bei Google-News nach Last.fm schaue, lese ich nur wie superdupi das Webangebot doch ist, mit wem die zusammenarbeiten (werden), usw.

    Aber diese Braune Soße die sich da VERMEHRT ansammelt wird ignoriert?

 

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