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SS-Mitglieder sollen eigenen Nachrichtendienst gebildet haben

 

SDInsigNach Informationen des Spiegel geht aus einem „streng geheimen“ Vermerk hervor – den die Bundesregierung jetzt freigab –, dass ehemalige Angehörige des SS-Geheimdienstes in den Sechziger Jahren ein Netzwerk bildeten, das Verbindungen zu den westdeutschen Geheimdiensten unterhielt und an Sprengstoffanschlägen in Südtirol beteiligt gewesen sein soll.

Die Spitze des „Bundesnachrichtendienstes“ (BND), soll 1963 laut diesem Vermerkt auf einer Tagung, Beamte des Kanzleramts über die regelmäßigen Zusammenkünfte ehemaliger Angehöriger des „Sicherheitsdienstes“ (SD) informiert haben:

„Diese bildeten einen „internen Nachrichtendienst“, an dem Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes mit SS-Vergangenheit teilnähmen“,

berichtet das Magazin online. Zudem soll es „Querverbindungen“ zum „Bundesamt für Verfassungsschutz“ (BfV) gegeben haben. Die Treffen sollen beim ehemaligen SS-Gruppenführer und Polizeichef in den Niederlanden und in Italien, Wilhelm Harster, stattgefunden haben.

Die Mitarbeiter des BND vermuteten bereits damals, dass neben der Nachrichtensammlung dieser Kreis auch Sprengstoff nach Südtirol lieferte. Die – von der Band Frei.Wild in dem Video zu „Wahre Werte“ gehuldigten Separatisten  – verübten dort immer wieder Bombenanschläge.

8 Kommentare

  1.   Wehner, Karlheinz

    Stirbt der Oesterreicher und sein System eigentlich nie in den Koepfen?
    1 Promille Nationalisten hat wohl jeder Staat. Voellig normal. Oder wird daran
    verdient, an der Panikmache und dem ewigen Aufwaermen?
    Wenn ja, wer, bitte, verdient daran?


  2. […] auch: SS-Mitglieder sollen eigenen Nachrichtendienst gebildet haben. Nach Informationen des Spiegel geht aus einem „streng geheimen“ Vermerk hervor – den die […]

  3.   Ricard Götz

    Der Kommentar Nummer 2 zeigt das eigentliche Problem. Hätten wir nicht eine so ungebildete und nicht-emanzipierte Gesellschaft, würde auch jeder wissen, dass es sich hier nicht um ein paar „Nationalisten“ handelt… sondern um ehemalige geistige und institutionelle Eliteträger des Faschismus, die einen Staat im Staat organisert haben. Ich könnte einfach nur …otzen!!!
    Antifaschismus muss praktisch werden und nicht als feindliche Bewegung gesehen werden. Macht die Augen auf, fahrt um die Welt und seht das die deutsche homogene Gedsellschaft absolut von gestern ist!!!

  4.   Tiroler

    Die Südtiroler Attentäter haben in den 60er-Jahren vorwiegend Sprengstoff verwendet, der in Italien (Überbleibsel des Zweiten Weltkrieges, Ankauf aus Beständen von Baufirmen und Militär) sowie aus Österreich besorgt wurde, wobei die Lieferanten in Österreich zu einem Großteil dem Nazi-Widerstand angehörten und daher gerne den Widerstand gegen den italienischen Faschismus unterstützten. Ab dem Ende der 60er-Jahre mischten sich dann rechtsradikale Kreise aus der BRD ein, die mit dem italienischen Geheimdienst bestens zusammenarbeiteten, der an der „Strategie der Spannung“ (z. B. Attentat auf den Bahnhof von Bologna mit über 80 Toten) interessiert war. Südtirol lief da nur nebenbei mit. Wenn die Gruppe frei.wild, so wie die Mehrheit der Südtiroler Politiker, für die Anschläge dankbar sind, dann sicher nicht für die blutigen rechten Anschläge, sondern für die demonstrativen nicht ideologischen Anschläge.


  5. […] die Sprengstoffanschläge durchführten, um ihre politischen Ziele durchzusetzen und diese auch von ehemaligen Mitgliedern der SS zumindest logistisch unterstützt wurden, passt nicht besonders gut zur “Extremismus”ablehnenden Haltung von Frei.Wild. Warum […]

  6.   Thomas

    Man brauchst sich nur mal die Geschichte von Gladio ansehen, dann findet man auch dafür eine Erklärung

 

Kommentare sind geschlossen.