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Nelly Furtado will Gadhafis Million spenden

 

Wie WikiLeaks veröffentlicht, haben Popstars wie Usher, Beyoncé und Mariah Carey Privatkonzerte für die Gadhafi-Familie gegeben. Nelly Furtado bereut ihren Auftritt.

© AFP/Getty Images

Die Popsängerin Nelly Furtado schämt sich offenbar, nach der Pfeife von Libyens Staatschef Muammar al-Gadhafi getanzt zu haben. Eine Konzertgage in Höhe von einer Million US-Dollar möchte sie nun wohltätigen Zwecken spenden, schrieb sie auf Twitter. Im Jahr 2007 war sie 45 Minuten in einem italienischen Hotel für den Gadhafi-Clan aufgetreten und fürstlich belohnt worden.

Offenbar ist es unter Popstars nicht unbedingt üblich, die politische Gesinnung ihrer Auftraggeber zu hinterfragen. Wie aus WikiLeaks-Dokumenten hervorgeht, gaben auch Beyoncé, Usher, Mariah Carey und Lionel Richie in den vergangenen Jahren Privatkonzerte für Mitglieder der Gadhafi-Familie. Von den Musikern drang bisher kein Wort der Reue an die Öffentlichkeit.

Um Libyen zu sanktionieren, haben die USA rund 30 Milliarden US-Dollar an libyschem Regierungsvermögen eingefroren. Heute meldete das Bundeswirtschaftsministerium, das Konto eines Sohnes Gadhafis gesperrt zu haben, auf dem rund zwei Millionen Euro hinterlegt sind.

9 Kommentare

  1.   harry

    wie wiki leaks veröffentlichte? das war doch kein geheimnis, dass der gadaffi-clan gerne privatpartys mit popstars feiert. ich habe mich schon immer gefragt ob diese „künstler“ überhaupt kein gewissen haben, bzw. ob sie gadaffis millionen wirklich so nötig haben…

  2.   Hendrik

    Missverständlicher kann man eine Überschrift wohl nicht formulieren…

  3.   rightrose

    Da gebe ich dir vollkommen recht! Ich finde es abscheulich, wie Geld Menschen zu Dinge anregt, die soetwas von menschenerniedrigend sind. Vorallem auch noch solche “großen Stars“! -.-

  4.   Hope

    Man kann da jetzt hoffen, dass diese „Stars“ das Geld an Libyen zurückgeben.

  5.   Phi

    Und plötzlich merken alle, was für ein Despot dort auf der anderen Seite des Mittelmeers sein Unwesen treibt. Was für eine Überraschung!

    Wenn man sich vorher nicht um die Grausamkeit seines Geldgebers Gedanken gemacht hat, muss man nun nicht moralische Zweifel heucheln!

  6.   G. Mossner

    Wie viele Millionen geben die westdeutschen Rüstungskonzerne zurück?
    Durch Musik, auch wenn sie nur dem Gaddafi Clan gegenüber stattgefnden hat, ist wohl noch niemand getötet wprden!
    Dennoch ist N. Furtado ein Vorbild. Hoffe, dass die Dres./Profs. der Rüstungsindustrie nach Freiherr zu Guttenberg nun auch ihren Doktor-Titel und Gehalt zurückgeben. 🙂 🙂

  7.   dacapo

    Zu 1. an Harry
    Haben Sie sich denn auch schon mal die Frage gestellt, wie Sie sich verhalten hätten, wenn man Sie als Sänger/in eingeladen hätte? Aber wer ist schon in der Lage, sich eine ehrliche Antwart darauf zu geben? Ich nicht.
    Dagegen fällt es doch bedeutend leichter, im Nachhinein darüber zu meckern. „Das hätte ich nie gemacht“, ist ssmit die Antwort.

  8.   Mike_E

    Auf der einen Seite meidet man Filme, in denen bestimmte Schauspieler mitspielen, die beispielsweise Scientology nahestehen. Andererseits hat man von Nelly Furtado CDs im Regal stehen, und erfährt, dass sie Privatkonzerte vor Despoten gibt.

    Schaff ich nun die CDs von Nelly Furtado ab oder kauf ich mir doch die DVD ‚Collateral‘ mit Tom Cruise?

    Sicherlich muss man sich Redlichkeit leisten können, aber gerade die genannten Tonkünstler hätten es doch eigentlich nötig, durch sowas noch eine Million mitzunehmen?! Scheinbar macht Erfolg gierig.

  9.   Mike_E

    @8

    … an entscheidender Stelle ein ’nicht‘ vergessen – richtig muss es heissen:
    Sicherlich muss man sich Redlichkeit leisten können, aber gerade die genannten Tonkünstler hätten es doch eigentlich _NICHT_ nötig, durch sowas noch eine Million mitzunehmen?!

 

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