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Ozzy zum Ausmalen

 

Das große Hardrock-ABC: Wer seinen Kindern Kulturgeschichte vermitteln will, greife zum neuen „Metal Malbuch für die Heavy Family“ von Christopher Tauber.

© Zwerchfell Verlag

Das kleine Museum ist ein Bestseller: Man schenkt dieses Büchlein gern kulturbeflissenen Eltern, die den Kleinen von Anfang an etwas Kunstgeschichte mit auf den Weg geben wollen. Denn hier wird das Alphabet nicht etwa anhand niedlicher Tierchen erklärt, sondern anhand großer Malerei aus vergangenen Epochen.

Warum aber so weit zurückgreifen? Warum nicht auch die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts vermitteln? Der Illustrator Christopher Tauber stellt nun Mal döch mal. Das Metal Malbuch für die Heavy Family vor und erklärt die Welt aus Hartmetallerperspektive. Von A wie Alptraum über R wie Rotz bis Z wie Zuhause parodiert er bekannte Plattencover der Metal-Geschichte. Ozzy Osbourne, Slayer, Kiss, Metallica zum Ausmalen! Das fördert nicht nur die Bindung zum Genre und den Zusammenhalt der Gemeinde, sondern auch das Bewusstsein, dass Kunst nicht nur zum Anschauen da ist, sondern zum Selbermachen. Und das kann man den kleinen Rackern respektive Rockern nicht früh genug beibringen.

Erschienen ist Mal döch mal im Zwerchfell Verlag und kostet 8 Euro. Gehört unter jeden metallbehangenen Baum.

8 Kommentare

  1.   DarkSpir

    Ich muss gerade wieder an einen Bekannten denken, der letztens erzählt hat wie er seinen kleinen Filius zum Kindergarten gebracht hat. Die Kindergärtnerin sprach ihn darauf an, dass er das Auto parkte und man noch hören konnte, dass er bei der Fahrt ACDC laufen hatte. Ob das nicht ein bisschen zu früh am Morgen für ACDC sei? Er: „Weiss nich, aber der Kleine verlagt das so, da habe ich jetzt nicht so die Wahl…“

    Ich werde ihm auf jeden Fall mal das Malbuch linken. 🙂

  2.   Squalus

    Vielen Dank für den Tipp! Das ist genau das Letzte-Minute-Verlegenheitsgeschenk, das ich für meine Freundin gesucht habe. 😉

  3.   pekka

    \m/
    Sehr gut! Danke für den Tipp!

  4.   TDU

    Das ist mal ein Tipp. Klasse Frau Weiser.

  5.   Skyejet

    Ich muss gerade dran denken, wie Micha-El Goere in seinem Buch „Jungsmusik“ darüber philosophiert hat, dass der typische Metalhead/Hardrocker sich ja gern vom ganzen „Spießertum“ abgrenzen will, mit seinen hässlichen, kitschigen Plundersammelsurien – im Umkehrschluss aber jeden Sch*** kauft, solange irgendwo ein Totenkopf, eine Pommesgabel oder Lemmy´s Warze auch nur zu erahnen ist. 😉

    Womit ich das obige Buch keineswegs herabwürdigen will (ich würds meinen kleinen vermutlich selbst kaufen :D), aber dennoch sollten sich Metal-Eltern im klaren sein, dass durch die „positive musikalische Früherziehung“ die Rebellion in der Jugend vermutlich Richtung Hip-Hop, Techno und/oder Florian Silbereisen ablaufen wird. 😉

  6.   Alfons

    @Skyejet:
    Stimme Ihnen teilweise zu, Metal als Subkultur ist in der Tat äußerst wertekonservativ (z.B. das Abtuen jeder neuen Stilblüte als „kurzlebiger Trend“, sprich ’nicht beachtenswert‘).
    Aber das gehört halt dazu. Und seien wir mal ehrlich, das macht doch auch den Charme dieses Genres und seiner Hörer aus.

  7.   Alex

    Das ist so nicht korrekt.
    Da die heutige Metal-Generation auch Musik hört, die sogar schon die Eltern gehört haben, habe ich keine Angst, dass meine Kurzen irgendwann abdriften.Warum sollte man sich verschlechtern?
    Vielmehr ziehen Bands wie Iron Maiden, Motörhead usw. mittlwerweile eine Fangemeinde von 12- 72. Das heißt: locker drei Generationen. Und so, wie 99% der populären Musik nach 30 Jahren peinlich wirkt, haben Metal-Klassiker immer noch die Attraktivität und Kraft, wie 30 Jahre zuvor.

    Im Übrigen haben sich nicht die MEtaller zu Spießern gewandelt sondern die Gesellschaft ist mittlerweile so pervers, dass Metaller mit ihrer von Haus aus (im Wortsinne)konservativen Werten allein durch metallsisches Outfit nicht mehr als provokativ wahrgenommen werden. Am Ende zählt die Mukke, nicht die Provokation. Die Szene ist erwachsen geworden, ohne musikalische Vorlieben ablegen zu müssen.

    Übrigens: Mir gehts da mit den Kindern wie vielen: Der schwarze Van mit dem Kennzeichen **-** 666 (Aufkleber von metal-kids.de) wird auf Kommando des 3 Jährigen mit In Extremo und Kreator beschallt.Auch auf dem Weg zur Kita (wo sich die 3-4 jährigen mit Pommesgabel grüßen und der Erzieher lange Haare und irgendein bei EMP gekauftes Shirt trägt.)
    Der Teddy trägt ein MEtallica Shirt, die 1,5 Jahe alte Tochter hört amzieht der Rossmann-Kinderlieder CD die neue Accept vor und neben Balu dem Bären hängt ein Bild von Eddie.

    Also alles Bestens!

    Das malbuch ist grad bei Amazon nicht erhältlich. Zu Weihnachten gibts die erste Gitarre.

  8.   Thesa

    Genau.
    Und dann legen wir noch die DVD vom Film „Haevy Metal“ für die Kleinen dazu und Weihnachten ist gerettet.

 

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