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John Peel geht online

 

Wer schon immer mal in der Plattensammlung des legendären John Peel stöbern wollte, bekommt bald Gelegenheit dazu. Sein riesiges Archiv soll ins Netz gestellt werden.

John Peel, 1972 (© Hulton Archive/Getty Images)

Wie der New Musical Express heute meldete, wird ein Teil der 25.000 LPs, 40.000 Singles und Tausenden von CDs des 2004 verstorbenen Radio-DJs digitalisiert.

Es sei der erste Schritt im Aufbau eines interaktiven Online-Museums, das Zugang zu einem der wichtigsten Archive der modernen Musikgeschichte ermögliche, sagte ein Sprecher des John Peel Centre for Creative Arts. Man wolle Peels Heimstudio und Plattensammlung virtuell nachbauen und die Nutzer einladen, sich darin interaktiv zu bewegen. Persönliche Notizen des stilprägenden DJs sollen ebenso zugänglich sein wie Filmsequenzen und Interviews, die er mit Musikern geführt hat.

Von Mai bis Oktober dieses Jahres soll das Peel-Archiv erreichbar sein, unter anderem auch per Smartphone – hoffentlich auch von Deutschland aus. Wie die BBC schreibt, sollen jede Woche rund 100 Alben online gestellt werden, also insgesamt 2.500 während der Laufzeit. Zuerst kümmere man sich um die Vinyl-Tonträger.

Das Projekt ist Teil des umfangreichen Digital-Archivs The Space, das der britische Kulturrat mit rund 4 Millionen Euro unterstützt. Die BBC betreut die technische Umsetzung.


5 Kommentare


  1. John Peel hat mir viel Neues mit seiner Sendung zugänglich gemacht. Vieles begleitet mich nach wie vor und ich freue mich, dass eine solche Initiative angegangen wurde.

    Großartig!

  2.   Alice_D

    Oha, dann bleibt nur zu hoffen, dass das auch in D-Land funktioniert.
    Andere BBC-Inhalte sind ja leider nicht zu streamen. Nur die Radiobeiträge soweit ich weiss.

  3.   BFBS Dortmund

    Ich bin dabei!

  4.   jack candy

    Warum nur ein halbes Jahr lang?
    Das kommt mir wenig vor für diesen Aufwand und noch weniger für dieses Archiv (ich kenn mich da ein bißchen aus, ich habe auch – alle Formate zusammen – rund 20.000 LPs, CDs, Singles und 12″. Nicht einmal da käme ich in einem halben Jahr durch).
    Außerdem hat John Peel ein „ewiges“ Denkmal verdient. Er war höchstwahrscheinlich die wichtigste Einzelperson der britischen Rock- und Popgeschichte.
    Hero. Legend. Good bloke.

  5.   Miro

    Warum nur ein halbes Jahr? Weil die Musik im Rahmen einer kulturellen Ausstellung, quasi wie ein Wandermuseum und sogar auch online zugänglich sein soll.
    Für einen zeitlich begrenzten Zeitraum kriegt man das vielleicht gerade noch durch unter kulturellen Argumenten, ABER dann kommt die Lobby und will ihr Urheberrechte verwertet haben …

    Bin mal gespannt, ob mann all die Lieder anhören werden kann. Wahrscheinlich nur ein paar und wenn dann nur als geschützten stream, so daß die hürde eines Downloads schon höher gelegt ist.

 

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