Der Künstler Martin Kippenberger wäre dieses Jahr 60 Jahre alt geworden. 1997 verstarb der leidenschaftliche Exzentriker in Wien an Leberkrebs. Anfang der achtziger Jahre hat Kippenberger in Kreuzberg gelebt, mit Achim Schächtele das „SO 36“ und mit Gisela Capitain, seiner späteren Nachlassverwalterin und Galeristin, „Kippenbergers Büro“ betrieben.
Als Künstler und Mensch war er rastlos und exzessiv, das war nicht jedem sympathisch. Einen Krankenhausaufenthalt nach einer Prügelei, dokumentierte er als „Dialog mit der Jugend“ in einem Selbstporträt mit bandagiertem Kopf. Er liebte es Aufsehen zu erregen und sich selbst zu inszenieren, eigentlich war er selbst sein größtes Kunstwerk. Zwei Tage vor seinem 60. Geburtstag startet nun die erste retrospektive Ausstellung in Berlin und lässt einen differenzierten Blick auf den Mythos Kippenberger zu.
sehr gut ⎪ very good 23. Februar – 18. August 2013 Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin
Ralf Schmerberg hat über 15 Jahre in Berlin gelebt, fotografiert und gefilmt. Noch bis zum 01. März ist dieser Teil seines Lebens in der Ausstellung „Der Tod nimmt sich einen Tag nach dem anderen“ zu bewundern. Mit seinem Blick für Skurriles und Schönes hat er in seinem Kreuzberger Atelier Werke geschaffen, die ebenso ambivalent sind wie Berlin selbst. Über die Stadt schreibt er: „Berlin. Ich war blind in dich verliebt. Hab mein Leben weit hinter mir gelassen, um besinnungslos nah bei dir zu sein. „
Ralf Schmerberg fotografiert, seit er 22 Jahre alt ist. Davor lebte er in einem Aschram in Oregon, USA. Erst mit Ende zwanzig wandte er sich dem Thema Film zu. Im Laufe seiner Karriere drehte er Kinofilme, Dokumentationen, Kurzfilme oder auch kunstvolle Werbefilme für Marken wie Nike, Levi’s oder Lufthansa. Seine Arbeiten sind Teil der permanenten Sammlung des „Museum of Modern Art“ in New York und wurden mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goldenen Löwen in Cannes und dem UNESCO AWARD.
Mindpirates Projektraum & Atelier Ralf Schmerberg in den ehemaligen Hallen der Berliner Großmühlenwerke 3. Hinterhof Zugänge über Schlesische Strasse 38 und Falckensteinstrasse 48 – Berlin 10997
Pierre Hardy macht sonst Schuhe, auf die man sparen muss. Für den Parfümeur Frédéric Malle hat er einen Reiseflakon entworfen, auf den man sparen muss.
Der Berliner Bär bekommt Gesellschaft. Denn seit gestern wird ein neues Souvenir für die Stadt gesucht. Im Rahmen des Design-Souvenir-Awards der „be Berlin“-Initiative haben Designer noch bis Herbst dieses Jahres die Chance, ihre Entwürfe für ein neues Reiseandenken für die Hauptstadt, einzureichen. Die Jury, die unter Schirmherrschaft des Berliner Modedesigners Michael Michalsky steht, unterstützt den Gewinner mit 5.000 Euro. Den Entwurf, aber auch alle anderen Ideen, werden ab September 2013 in einer Ausstellung im Bikini-Haus zu sehen sein.