ZEITmagazin Uhren-Schatzsuche 2019

Jedes Jahr im November schickt das ZEITmagazin seine Leserinnen und Leser auf Schatzsuche, also auf die Jagd nach einer Uhr, die wir versteckt haben. Finden kann sie, wer das eine entscheidende Rätsel von allen hier folgenden Rätseln löst und das Glück hat, am richtigen Ort zu sein – denn nur an einem der beschriebenen Orte ist eine Uhr versteckt. Frühere Schatzsuchen führten zu unvollendeten Bauwerken, zu Orten, die in Märchen und Sagen eine Rolle spielen, oder zu den Schauplätzen der schönsten Liebesgeschichten. Diesmal möchten wir die Leser zu besonderen Bäumen locken. Denn vom Wald ist in Deutschland oft die Rede. Aber dass es auch unter den Bäumen herausragende Individualisten gibt, dringt nur selten ins öffentliche Bewusstsein. Wüssten wir mehr über diese grünen Superstars, würde es uns mehr am Herzen liegen, sie zu beschützen. Viele dieser Bäume sind beeindruckender (und oft auch langlebiger) als so manches großartige Gebäude. Etwa Tanzlinden, die schon seit Jahrhunderten den Mittelpunkt von Dorffesten bilden. Gerichtseichen, unter denen einst harte Urteile gesprochen wurden. Oder Tannen, die höher sind als das Brandenburger Tor. Mithilfe des Baumschützers Andreas Roloff, Professor für Forstbotanik an der TU Dresden, haben wir 24 Bäume ausgewählt, von denen wir meinen, dass sie einen Ausflug wert sind. In einem Interview erklärt Roloff, was an diesen Bäumen aus botanischer Sicht so besonders ist. Die Texte zu den Illustrationen liefern Hinweise, wo sich die Bäume befinden.

Nur an einem der 24 Orte wartet die abgebildete Uhr auf den Finder. Dort stehen am Samstag, dem 9. November, um Punkt 10 Uhr Mitarbeiter des ZEITmagazins, sie werden sich deutlich zu erkennen geben. Falls um diese Uhrzeit mehrere Finder vor Ort sein sollten, entscheidet das Los. Wenn Sie einen der Orte aufsuchen, aber keine Uhr entdecken (und keine ZEITmagazin-Mitarbeiter), können Sie trotzdem etwas gewinnen: Fotografieren Sie sich dort selbst, und schicken Sie das Bild unter Angabe des Entstehungsorts und Ihrer Anschrift an schatzsuche@zeit.de. Einsendeschluss ist Montag, der 11. November. Bei Briefen gilt der Poststempel (ZEITmagazin, Stichwort Schatzsuche, Dorotheenstraße 33, 10117 Berlin). Wer auf diese Weise belegt, dass er am gesuchten Ort war, erhält ein kleines Dankeschön. Pro Zuschrift können wir leider nur ein solches Dankeschön vergeben. Eine Auswahl der Bilder werden wir im ZEITmagazin veröffentlichen – bitte teilen Sie uns mit, falls Sie nicht abgebildet werden möchten.

Götterbaum: In einer Stadt mit einer recht prominenten Lindenallee gibt es eine Bushaltestelle, die fast den gleichen Namen trägt wie ebenjene, tauscht man die Linden gegen Eichen. Ihr gegenüber finden sich allerhand einheimische und exotische Gewächse in einem eigens dafür geschaffenen Garten, der Jahr für Jahr Tausende Besucher anlockt. Hinter besagter Bushaltestelle ist eine Grünanlage. Betritt man sie und hält sich rechts, steht man schnell vor dem von uns gesuchten Götterbaum. Mehrere Teilstämme ragen wie eine schmale Krone in die Höhe. Wer hier eine Uhr finden will, sucht an der Stelle, wo der Fuß des Baumes und die Rasenfläche aufeinandertreffen.

Omega, Speedmaster Apollo 11

Tulpenbaum: Auf einer beliebten deutschen Ferieninsel befindet sich ein Landschaftspark nach englischem Vorbild, der einst im barocken Stil angelegt wurde. Als herrschaftliche Residenz diente ein Schloss, das heute der Vergangenheit angehört. Veränderungen konnten unseren beiden Tulpenbäumen nichts anhaben: Seit 190 Jahren stehen sie Seite an Seite und sind heute um die 30 Meter hoch. Im Herbst erstrahlt ihre Krone in goldgelber Pracht. Man findet sie in der Nähe einer alten Kirchenruine. Wer die Baum-Zwillinge aufgestöbert hat, sollte einmal ganz genau nachsehen, ob nicht im Gras zwischen ihnen etwas Funkelndes liegt.

Bulgari, Lucea Skeleton

Robinie: Irgendwo in Sachsen, zwischen Riesa und Torgau, steht eine imposante Robinie in einem Schlosshof mit stimmungsvollem Ambiente. Die Fassaden des Innenhofs sind nur zum Teil saniert worden. Der Rest wurde in seinem ursprünglichen Zustand belassen, was einen beeindruckenden Kontrast erzeugt. Der Stamm unseres Baumes hat einen ungewöhnlich großen Durchmesser und ist auffällig geformt. Auch steht unsere Robinie ganz schön schief. Da sie über 300 Jahre alt sein könnte, ist sie als Naturdenkmal geschützt. Gesellschaft leistet ihr eine weitere Robinie, die allerdings eher kränklich wirkt. Man sollte dort suchen, wo sich der Stamm der kräftigen Robinie am stärksten neigt. Wer weiß, vielleicht könnte hier etwas versteckt sein.

Rolex, Oyster Perpetual Datejust 36

Ahorn: Diesen 19 Meter hohen Ahorn findet das gewiefte Nordlicht in einem ansehnlichen Park, der mit seinem beachtlichen Bestand an Wild seinem Namen alle Ehre macht. Einst residierte hier ein wohlhabender Kaufmann, dessen zweiter Name klingt wie der eines berüchtigten römischen Staatsmannes. In seinem ehemaligen Heim werden heute keine Geschäfte mehr gemacht, sondern es wird Ballett gelehrt, und die alte Lindenallee lässt vergessen, dass man sich hier in einer Großstadt befindet. Folgt man den Linden, ist der 230 Jahre alte Ahorn nicht mehr zu übersehen. Sein Stamm erinnert an ein Elefantenbein. Man suche am Fuß des Stammes an jener Seite, die zur Lindenallee gerichtet ist. Dort befindet sich möglicherweise eine Uhr im Laub.

Chanel, Boy-Friend Tweed

Buche: Der Blick aufs umliegende Land macht dem Namen des gesuchten Bergs alle Ehre. Er befindet sich zehn Kilometer südöstlich des Zentrums einer bekannten Stadt und verfügt über einen Aussichtsturm, von dem aus man bis in die Schweizer Alpen blicken kann. Eine Kabinen-Umlaufseilbahn bringt einen auf 745 Meter Höhe. Etwa zwei Kilometer vom Gipfel entfernt steht unsere Wetter- buche in der Nähe des Parkplatzes beim Schlittenlift. Von hier aus folgt man der Straße bergab und läuft bei der ersten großen Kreuzung querfeldein rechts an einem schmalen Tannenwald vorbei. Wer sich nicht verirrt hat, steuert nun direkt auf unsere Buche zu. Sie ist elf Meter groß und gehört auf diesem Bergrücken in 1175 Meter Höhe zu einem eindrucksvollen Ensemble von Rotbuchen. Gemeint ist die mittlere von ihnen, sie ist freistehend und hält an der Stammseite in Richtung der Tannen vielleicht eine Überraschung bereit.

Oris, Clean Ocean Limited Edition

Linde: Der Baum ist berühmt, denn keine deutsche Linde ist so dick wie diese. Tausendjährige Linde wird sie auch genannt, doch ist sie wahrscheinlich erst um die 600 Jahre alt, sie wurde als Burglinde gepflanzt. Ihr Umfang beträgt stolze 17,5 Meter. Die Bewohner des Dorfs, in dem sie steht, kommen gern neben ihr zusammen. Zu Fronleichnam findet unter dem Baum ein Gottesdienst statt, und der Schützenkönig wird hier proklamiert. Ihre Größe hat der Linde den Titel »Nationalerbe-Baum« eingebracht. Eine Tafel ist voller Worte des Lobes, an ihr befindet sich vielleicht auch eine Uhr.

Zenith, Defy Inventor


Esche: 1873 kaufte ein Märchenkönig diese Insel, die namentlich dem männlichen Geschlecht vorbehalten ist, und ließ ein Schloss bauen. Zum Glück unserer Gemeinen Esche, denn nur drei Jahre zuvor gehörte die Insel noch einer Holzverwertungsgesellschaft, die alle Bäume abholzen wollte. Das wäre wohl das Ende der Esche gewesen. Nun steht sie immer noch auf der Allee, die von der Gärtnerei zum Kanal führt. Mit ihrer breiten schlitzartigen Öffnung in dem hohlen Stamm erinnert sie an Pippi Langstrumpfs Limonadenbaum. Limonade ist nicht in dem Stamm versteckt, aber vielleicht eine Uhr.

Wempe, Chronometerwerke Automatik Perlmutt


Eiche: Dieser Baum erfreut sich einiger Bekanntheit. Diese und seinen Namen verdankt er einer Sage, nach der sich im 19. Jahrhundert die Försterstochter des Ortes in einen Schokoladenfabrikanten verliebt haben soll. Doch der Förster war dieser Beziehung nicht wohlgesinnt. Das führte dazu, dass sich die Liebenden über ein Astloch in der Eiche heimlich Briefe zukommen ließen. Bald sah der Vater ein, dass Widerstand zwecklos war, und das Paar durfte unter der Eiche heiraten. Noch heute wird das Astloch als Briefkasten benutzt und hat sogar eine eigene Postadresse. Menschen aus aller Welt schicken Briefe an den Baum, ein jeder darf sie lesen. Eine hölzerne Leiter führt zum besagten Briefkasten, in dem sich heute auch eine Uhr befinden könnte.

Tudor, Black Bay 32 Ref. 79583


Linde: Gesucht wird eine von Deutschlands zahlreichen Tanzlinden. Seit über 300 Jahren wird auf ihr und um sie herum musiziert, getanzt und gefeiert. Früher hatten die Musikanten sogar ihre eigene Etage im Baum, heute müssen sie mit dem Boden unter ihm vorliebnehmen. Sicherheit geht vor, seit im 19. Jahrhundert eine Tanzgesellschaft samt Gebälk in die Tiefe stürzte. Man findet unsere Tanzlinde neben dem schönen alten Pfarrhaus einer Gemeinde, die ihrem Namen zufolge gern die Franken im Blick behält. Eine hölzerne Treppe führt hinauf auf die Tanzplattform, von der aus man einen tollen Panoramablick auf die Umgebung hat. Mit etwas Glück findet man an der obersten Stufe jener Treppe keine Tänzer vor, sondern eine Uhr.

Patek Philippe, Nautilus Ref. 7118/1200A-001


Ulme: Zwei Kilometer nordwestlich eines beliebten Badesees steht ein Schloss, das seinerzeit einem adligen Bürgermeister gehörte, der gleichzeitig Ritter des Markus-Ordens war. Seit Ende der Neunzigerjahre wird sein Domizil nun als Hotel genutzt. Drum herum befindet sich eine schöne Parkanlage im Stil eines Landschaftsparks. Und in unmittelbarer Nähe des Eingangsportals steht eine beeindruckende Bergulme. Ihr Wuchs und ihre Vitalität sind bemerkenswert, trotzdem ist sie von einem kleinen schützenden Zaun umgeben. Vielleicht ist da auch eine Uhr, man sucht sie am besten an jener Ecke des Zauns, die zum Schloss zeigt.

Hublot, Big Bang Paraiba Ref. 411.OX.1189.LR.0919

Gewöhnliche Rosskastanie: Diese Rosskastanie ist gar nicht gewöhnlich, denn mit ihrem Alter von 220 Jahren und ihren 25 Metern Höhe steht sie perfekt platziert und sichtbar in einem kleinen Park eines Stadtteils, der nicht mit dem Skiort St. Moritz zu verwechseln ist. Die dazugehörige Stadt ist für ihre gotischen Bauten und ihre Studierenden bekannt. Wer den Baum entdeckt, kann sich über einen fantastischen Blick auf die ausladende Krone vor einer märchenhaften Kulisse mit herrschaftlichen Gemäuern und Türmchen freuen. Und dazu kann man am Fuße der Kastanie, an der dem Gehweg zugewandten Seite, vielleicht eine Uhr finden.

Jaeger-LeCoultre, Reverso Classic Large Small Second

Speierling: Man starte in Goethes Geburtsstadt und fahre mit der S-Bahn zunächst Richtung Norden. Die Haltestelle und damit die gesuchte Stadt trägt den Namen eines gekrönten Hügels. Man steige hier aus und passiere ein Gewerbegebiet, in dem unter anderem für modernes Interieur, guten Sound und königliche Schnelligkeit gesorgt wird. Am Ende des letzten Gebäudes halte man sich links und folge dem Feldweg. Dieser führt querfeldein. Dort, wo er sich das zweite Mal krümmt, biege man links ab und gehe aufs offene Feld. Unser Speierling, ein mittlerweile seltenes Gewächs, ist der letzte in einer ungleichmäßigen Reihe von Obstbäumen. Sein Stamm sieht aus, als wären zwei Bäume ineinandergewachsen. Dort, wo sich die Stämme treffen, ist vielleicht eine Uhr versteckt.

Nomos Glashütte, Club Sport neomatik 42 Datum schwarz

Amerikanischer Tulpenbaum: Der Gesuchte hat seine Heimat in einer der größten Parkanlagen Europas, die sogar Unesco-Weltkulturerbe ist. In prächtiger Gesellschaft, neben Wasserspielen, einem Schloss und einer künstlichen Burgruine, gedeiht dieser 240 Jahre alte Amerikanische Tulpenbaum. Man findet ihn auf der Höhe des Schlosshotels. Auf dem Weg zu ihm muss man an einem historischen Gewächshaus vorbeigehen, in Richtung der Burgruine. Der sicherste Weg zum Ziel ist der sogenannte »9. Rundgang«, denn dieser führt auf einen kleinen Hügel, an dessen südöstlichem Rand unser 34 Meter hoher Baum mit seiner ungewöhnlich schmalen Krone steht. Einer seiner Äste hängt besonders tief. Liegt unter ihm vielleicht eine Uhr?

Porsche Design, 1919 Globetimer

Flatterulme: Nur Vögel stören die Stille dieses weit nordwestlich von Berlin gelegenen Ortes, an dem sich der von uns gesuchte Baum befindet. Er stand hier schon vor 400 Jahren, es gab auch einmal einen Friedhof. Der Friedhof verschwand. Unser Baum aber ist stark wie eh und je mit seinen 20 Metern Höhe und einem Umfang von fast 10 Metern, heute steht er frei hinter der Dorfkirche. Einige Steine der Friedhofsmauer sind unter den knorrigen Wurzeln und in dem hohlen Stamm konserviert. Wer genauer hinschaut, entdeckt eine kleine Höhle. Und eine Uhr?

Chopard, Happy Sport Oval

Mammutbaum: Einst war der von uns gesuchte Ort ein Wald. Er befand sich in einer Stadt, die für ihren Fußballverein bekannt ist. Im späten 19. Jahrhundert wurde der Wald teilgerodet, und der Kaiserpark entstand, der heute nicht mehr so heißt. Neben Resten des alten Waldes findet man einen imposanten Mammutbaum. Wer ihn bewundern will, der halte am südwestlichen Rand der Parkanlage Ausschau nach einer großen Rasenfläche. Hier thront der 26 Meter hohe Riese inmitten weiterer Baumraritäten. Auf der Parkbank rechts dahinter suche man die Uhr.

Mühle Glashütte, RMK 04 Mondphase

Ginkgo: Wo dieser als lebendes Fossil geltende Baum wächst, treffen traditionelle Keramikarbeit und mittelalterliche Architektur aufeinander. Früher stand hier einmal eine Kirche, heute ist leider nur noch der Abteipark übrig. Mit seinen 18 Metern Höhe ist unser Baum kaum zu übersehen. Besonders schön in Szene gesetzt wird er durch seine Nachbarschaft zum ältesten mittelalterlichen Gebäude der Region. Am Fuße seines Stammes befindet sich eine Hinweistafel. Hier sollte man neben einigen hilfreichen Informationen zum Wesen des Baumes auch die Uhr vermuten.

Hermès, Galop d’Hermès

Linde: Zu den Bäumen, unter denen in alten Zeiten Recht gesprochen wurde, gehören die Linden. Ein besonders schönes Exemplar steht in der Nähe einer kleinen Wohnsiedlung. Deren Name wird nicht verraten, aber seine Herleitung soll Teil des Rätsels sein: Er weist auf eine klösterliche Gründung hin und darauf, dass hier im Mittelalter Gericht gehalten wurde. Es scheint, als liege hier der Hund begraben, aber dafür kann man einen der ältesten Bäume Deutschlands bewundern. Über 500 Jahre ist er alt, hat einen Umfang von 9,3 Metern. Wenn man von Westen kommt, steht er wie ein Wächter an der rechten Straßenseite. Befindet sich in dem hohlen Stamm eine Uhr?

Montblanc, 1858 Geosphere 119909

Baum-Hasel: Circa 200 Jahre schon steht der von uns gesuchte Baum in einem Grüngürtel gut sichtbar auf dem Weg vom Hauptbahnhof in die Innenstadt. Die Baum-Hasel gehört zu den vier stärksten deutschen Exemplaren, trotzdem braucht der weitgehend hohle Baum Unterstützung. Vier große Stahldoppelstützen und drei Stahlseile halten ihn gemeinsam aufrecht. Teamarbeit ist wichtig, das wussten bereits Esel, Hund, Katze und Hahn. Verstecken könnten sich im Notfall zumindest die letzten beiden in dem schmalen Loch unten im Stamm. Wer einen Griff hinein wagt, findet dort vielleicht auch die gesuchte Uhr.

Vacheron Constantin, Fiftysix Complete Calendar 4000E

Eibe: Diese Europäische Eibe ist zum Naturdenkmal erklärt worden. Kein Wunder, denn sie soll die zweitälteste Eibe in ihrem Bundesland sein. Der 550 Jahre alte Baum ist zwölf Meter hoch und fällt durch seine spitz zulaufende Baumkrone auf. Man findet ihn in einem Ort, dessen Name im Neuhochdeutschen in etwa »Hof der Frauen« bedeutet. Dort steht die Eibe unweit einer Schule auf einem kleinen rundlichen Wiesenstück direkt vor einem alten Haus mit weißen Fensterläden. Wer mit dem Auto kommt und zu schnell fährt, kann den Punkt gleich hierlassen. Falls es teuer wird, spendet vielleicht eine Uhr Trost, die am Fuße des Baumes warten könnte.

A. Lange & Söhne, Zeitwerk Date

Fichte: Gesucht wird ein Berg im Bayerischen Wald. Seine Größe trägt er schon im Namen. Da die Bergbahn geschlossen hat, sollte man gut zu Fuß sein. Im Kalten Krieg diente er als Überwachungspunkt des Flugverkehrs. Wir suchen eine bestimmte Fichtengruppe. Im Winter ist sie unter Schnee versteckt. Die Bäume sind sechs bis neun Meter hoch und stehen auf 200 Höhenmetern am unteren Teil der Gipfelregion. Die untere der beiden Radarstationen befindet sich auf gleicher Höhe wie die Gruppe. Wenn man die Kreuzung direkt vor ihr passiert, sich geradeaus hält und den Blick nach links richtet, sind sie nicht zu übersehen. Unter der kleinsten Fichte: eine Uhr?

Breitling, Superocean 36 mm

Ahorn: Im Hof eines ehemaligen Benediktinerinnenklosters steht dieser 200 bis 300 Jahre alte Berg-Ahorn. Der Klosterhof ist von einer hohen Mauer umgeben. Wer zu unserem gesuchten, ungefähr 25 Meter hohen Baum gelangen möchte, muss dafür zuerst an Peter und Paul vorbei und die Treppe im Mauerdurchgang erklimmen. An der Ostseite eines Gebäudes gelegen, steht der gemeinte Baum, dessen Stamm sich in etwa einem Meter Höhe in drei gleich starke Stämme aufteilt. Einen kurzen Blick in die dabei entstandene Mulde zwischen den Stämmen zu riskieren wird empfohlen, denn viel- leicht belohnt eine Uhr den Besucher.

TAG Heuer, Autavia Isograph

Kiefer: Wer üppige Torten mit Kirschen, schöne Wälder und viel Ruhe schätzt, dem sei ein Ausflug in die gesuchte Region empfohlen, man wird ganz sicher nicht enttäuscht. Dazu bekommt man ein Phänomen von einem Baum zu sehen, das es so wohl kaum ein zweites Mal in Deutschland gibt. Wir verraten hier lieber nicht zu viel, aber gesucht wird eine Kiefer, die ihr Zuhause seit 200 Jahren an einem Kloster hat, von dem heute leider nur noch eine Ruine übrig ist – aber auch diese ist sehr sehenswert. Wem all das noch nicht Anreiz genug ist, der kann am rechten Rand des Torbogens der Ruine Ausschau nach einer Uhr halten.

Panerai, Marina Militare Carbotech, Pam 00961

Sandbirke: Zwischen Bergwiesen, kleinen Seen und Mischwäldern befindet sich ein beliebter Luftkurort im Bodetal des Harzes. Dieser Ort liegt so ländlich, dass er als einzige Sehenswürdigkeiten Bäume nennt. Der schönste Baum von allen wurde dabei aber vergessen! Diesen findet man auf dem Weg in den nächstgelegenen Ort, wo vielleicht einmal ein Friedrich in einen Brunnen gefallen sein könnte. Die 21 Meter hohe Sandbirke mit teilweise weißer Rinde steht direkt am Straßenrand und zieht durch ihren beeindruckenden Doppelstamm die Blicke auf sich. Wo sich die Stämme teilen, lohnt es sich, genauer nachzuforschen, um vielleicht eine Uhr zu erspähen.

Audemars Piguet, Royal Oak Quartz

Weiss-Tanne. Vom Gipfel des Berges aus hat man Aussicht auf die Alpen, den Bodensee und das westliche Allgäu. Unsere Tanne befindet sich recht mittig zwischen einem Bach, der namentlich mit einer langen Stichwaffe zu tun hat, und der deutsch-österreichischen Grenze. Man erreicht sie entweder mit der Seilbahn oder zu Fuß: links an der Bahn vorbei, einen Teerweg entlang und weiter auf Weidewegen bergauf. Der Hunger weist den Weg. Auf 1130 Metern Höhe, am Wegesrand kurz vor einer Weggabelung, steht eine der mächtigsten Tannen Deutschlands. Sie ist 30 Meter hoch. An der dem Weg zugewandten Seite des Stammes könnte eine Uhr versteckt sein.

Cartier, Panthère de Cartier

 

Illustrationen: Oliwia Bober

Uhrenauswahl: Gisbert L. Brunner

 

Das ZEITmagazin im Gespräch mit Christo

Der Künstler Christo war in München Gast bei einem ZEITmagazin-Gespräch vor Publikum in der Prinzregentenstraße. Das ganze Gespräch können Sie als Video auf ZEIT ONLINE ansehen und bald auch auf unserem Podcast ZEIT Bühne hören. Eine Stunde lang hat sich ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend mit dem Künstler unterhalten, der davon erzählt hat, dass er im kommenden Frühjahr den Triumphbogen in Paris verhüllen wird, und wie mühsam es in den Neunzigern war, die deutschen Parlamentarierinnen und Parlamentarier davon zu überzeugen, ihn den Reichstag verhüllen zu lassen. Christo hat von seiner Frau und künstlerischen Partnerin Jeanne-Claude erzählt, die vor zehn Jahren gestorben ist, und von der er im Präsens spricht. Beide wurden am selben Tag geboren, am 13. Juni 1935, er in Bulgarien, sie in Casablanca. Warum er mit seinen 84 noch so fit ist, hat Christoph Amend Christo gefragt. Er esse morgens Joghurt mit Knoblauch, sagte er, und tagsüber sitze er nie, vermeide Mittagessen, „ich arbeite besser hungrig“. Der Mann geht und geht und geht, vermeidet Aufzüge, bleibt in Bewegung. Es ist übrigens wirklich wahr, dass Jeanne-Claude und er niemals in dasselbe Flugzeug gestiegen sind – um ihre Projekte nicht zu gefährden, falls etwas passiert. Was nach dem Tod kommt? „Nichts“, hat Christo gesagt. Und: „Ich träume nie.“ Dabei träumt er sich seit Jahrzehnten die Welt herbei, so wie sie ihm gefällt – manchmal eben auch verhüllt.

Christo

Verena von Mitschke-Collande, Ralf Wintergerst, Christo

Christoph Amend, Christo

Christoph Amend, Mirko Borsche, Florian Jaenicke, Rainer Esser

Nathalie Senden, Ulrike Arnhold, Áki Hardarson, Sandra Kreft

Darwin Santo, Melanie Agnamana

Leander Leutzendorff, Daniel Ober, Ana Saraiva

Till Breckner, Sandra Kreft, Elke von Borcke

Günther Mattei, Christoph Amend

 

Fotos © Phil Dera für DIE ZEIT

 

UNLOCK Books by ZEITmagazin

Christoph Amend, Aria Ungerer

 

Vor knapp 250 geladenen Gästen fand in Frankfurt zum Auftakt der Buchmesse die Premiere von UNLOCK Books by ZEITmagazin statt – es war auch die erste Veranstaltung im Restaurant Petit Royal in der Neckarstraße. Sophie Passmann las aus ihrer Kolumne über Männerliteratur und unterhielt sich mit meinem Kollegen Matthias Kalle auch über ihr neues Buch über den Musiker Frank Ocean, anschließend las der Schriftsteller Thomas Pletzinger aus seinem aktuellen Bestseller The Great Nowitzki vor, den er in Frankfurt mit eben jenem gemeinsam präsentiert hat– natürlich auch moderiert von Matthias Kalle. ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend hat sich mit Aria Ungerer, der Tochter des großen Künstlers und Autors Tomi Ungerer, über die neue Ausgabe des ZEITmagazins (Nr 43) unterhalten, die erstmals das zeigt, was ihr Vater in seinem letzten Lebensjahr geschaffen hat. Ihr Vater sei schon sehr besonders gewesen, sagte Aria Ungerer. Wenn er sie und ihre Geschwister mit dem Auto irgendwohin fahren sollte und am Straßenrand eine schöne Blume entdeckte, sei er so abgelenkt gewesen, dass er oft beinahe Unfälle gebaut hätte. Ein ausführliches Interview mit ihr erscheint ebenfalls im ZEITmagazin Nummer 43.

Aria Ungerer

Thomas Pletzinger, Matthias Kalle

Sophie Passmann

Christoph Amend, Miku Sophie Kühmel

Fortuna Gual Gere, Mahret Ifeoma Kupka

Sophie Passmann, Matthias Kalle

Anke Wiegel, Kiki Loukas, Annabelle Telger, Michael Zehentmeier, Katharina Klinge, Kiki Müller

Thomas Pletzinger, Matthias Kalle

Jo Schück, Christoph Amend

Christine Urspruch, Max Moor

Jochen Sandig, Esther Schweins, Pegah Ferydoni

Julia Giordano, Thomas Pletzinger, Sascha Lobo, Helge Malchow

Mark Schiffhauer, Katja Schubert, Rainer Esser, Detlef Braun

Barbara Gehl, Katharina Klinge

Michael Zehentmeier, Annabelle Telger

Fotos © Andreas Henn für DIE ZEIT

 

ZEITmagazin International feiert „Faces of Tbilisi“

Die neue Ausgabe der International Issue des ZEITmagazins ist erschienen. Das Covermotiv „Faces of Tbilisi“ wurde für einen besonderen Abend und eine besondere Stadt produziert. Am Samstag, den 05. Oktober haben ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und Fotograf Patrick Bienert die neue Ausgabe in der Hauptstadt Georgiens Tiflis präsentiert. Nach Launchparties in Paris, New York, Amsterdam, Mailand und London ist Tiflis nach Riga die zweite Stadt in Osteuropa, in der die International Issue des ZEITmagazins vorgestellt wurde. In diesem Sommer war Amend mit dem Fotografen einige Tage dort, Bienert reist seit einigen Jahren schon regelmäßig in die Stadt und fotografiert dort. Die International Issue zeigt seine Bilder auf 20 Seiten. Die Feier fand im Club Noble Savage statt, den der Berliner Till Harter eine Woche zuvor eröffnet hatte. Er liegt mitten in der Stadt im ehemaligen sowjetischen Kulturzentrum. Die International Issue ist bestellbar unter international@zeit.de.

Patrick Bienert, Christoph Amend

Till Harter

DJ Hazy Pockets

Anano Bakradze, Christoph Amend

Friederike Schultz, Till Harter

Nina Raftopoulo, Christoph Amend, DJ Hazy Pockets

Nina Gvatua

Nina Raftopoulo

Fotos: © Clemens Porikys

 

UNLOCK Music by ZEITmagazin

Eigentlich wollte ZEITmagazin-Chefredakteur mit dem Schauspieler Lars Eidinger über die Platten seines Lebens reden, am Freitag Abend bei UNLOCK Music, der ersten ZEITmagazin-Musikkonferenz, die während des Reeperbahnfestivals in Hamburg vor 200 geladenen Gästen stattfand. Zuvor hatte Sängerin und Beatles-Tourguide Stefanie Hempel über das Hamburg ihrer Lieblingsband erzählt, der 25-jährige Bubele Booi aus Südafrika über seine Zusammenarbeit mit Beyoncé und der Musikjournalist Christoph Dallach und seine Teenager-Tochter Maria über den Soundtrack Ihrer Generationen erzählt. Die Musikerin Onejiru war mit Matthias Arfmann gemeinsam aufgetreten und erzählte im Gespräch mit ZEITmagazin-Mitarbeiter Johannes Dudziak aus ihrem Leben ebenso wie die chinesische Indiegirlband The Hormones.

Zum Schluß kam Lars Eidinger, der seit fast zwanzig Jahren in Berlin an den Schaubühne auch seine eigene Partyreihe Autistic Disco veranstaltet und auf Party auflegt. Er hatte seine Platten dabei, von a-has „Take on me“ bis Method Mans „Check yo self.“ Er spielte sie, zwischendrin unterhielten sich Eidinger und Amend darüber. Dann erzählte der Schauspieler von seinem Lieblingsmusiker Tricky, den er einmal überredet habe, auf einem Track zu singen, den Eidinger selbst produziert hatte. Tricky hatte ihm ein halbes Jahre später tatsächlich die fertige Aufnahme geschickt – und gleichzeitig gesagt, dass er einer Veröffentlichung nun doch nicht zustimme. Alles Überreden half nichts. Ist ja schade, sagte Amend, dass wir diesen Song nie hören werden. Lars Eidinger suchte die Aufnahme spontan auf seinem Handy, fand sie – und spielte einen Ausschnitt über sein Mikrofon ab. So gab es auf UNLOCK Music die ungeplante Premiere eines Songs von Lars Eidinger featuring Tricky. Und weil Mark Schiffhauer, Chief Creative Officer des ZEIT-Verlags mit seinem Handy mitgefilmt hat, können wir Ihnen diesen Ausschnitt hier präsentieren.

Stefanie Hempel

Bubele Booi, Stefanie Hempel

Christoph Amend

Bubele Booi

Onejiru, Johannes Dudziak

Onejiru

Maria Dallach

Christoph Amend, Lars Eidinger

Christoph Amend, Lars Eidinger

Aleksandra “Bonnie” Skwarc

Matthias Arfmann, Christoph Dallach Stefanie Dallach

Giuseppe Fiordispina, David Rusch

Boris Dlugosch, Nina Kindt, Christoph Amend

 

Fotos: Phil Dera für DIE ZEIT

 

ZEITmagazin MANN feiert im Berliner KaDeWe

Einmal nachts im Kaufhaus sein – um die neue Ausgabe von unserem ZEITmagazin MANN zu feiern, waren 100 Gäste in die sechste Etage des KaDeWe in Berlin geladen. Im ZEITmagazin MANN werden Geschichten von Männern erzählt, die Entscheidungen getroffen haben, um ein glücklicher Mensch zu werden. Der Talkgast des Abends, der Designer Konstantin Grcic, Jahrgang 1965, ist so einer. Seine Arbeiten sind in der Sammlung vom MoMA in New York und im Deutschen Museum in München zu sehen, er ist einer der weltweit erfolgreichsten Produktdesigner – und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, hat er im vergangenen Jahr sein Leben geändert: “Meine Firma war wie eine geölte Maschine.“ Da wollte er etwas ändern. Aus privaten Gründen ist er von München nach Berlin gezogen, hat sein Team verkleinert, seine Firma, die er im Alter von 25 Jahren gegründet hat, neu organisiert, und das Wort “Industrial” aus dem Firmennamen gestrichen. Er möchte sich auf Neues einlassen, hat Konstantin Grcic erzählt, inspiriert von seiner guten Freundin, der Modemacherin Ayzit Bostan, hat er sich in den vergangenen Jahren mit Kleidung beschäftigt, für Brioni etwa hat er ein Cape entworfen, für Hugo Boss jetzt eine kleine eigene Kollektion. Grcic ist in Wuppertal aufgewachsen, und das erste, sagte er gestern Abend, was ihm zu seiner Kindheit einfalle, sei die Schwebebahn: “Man hat die überall gehört, sie hat gequietscht, wenn sie in die Kurve gefahren ist.”



Petra Fladenhofer, Christoph Amend


Eva Padberg



David Rusch, Michael Zehentmeier


Sarah Illenberger, Helene Hegemann


Christoph Amend, Konstantin Grcic


Albertine van Iterson


Christoph Amend, Sarah Illenberger, Günter Mattei



Hien Le
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Klaus Stockhausen, Christoph Amend, Konstantin Grcic


Konstantin Grcic


Victoria Alexiev, Michael Zehentmeier, David Rusch


Sigurd Larsen

 

Fotos: Sascha Hilgers

 

ZEITmagazin feiert zur Berliner Fashion Week


Am Abend nach der UNLOCK-Konferenz fand die traditionelle ZEITmagazin-Party zur Fashion Week statt – zum ersten Mal in Neukölln in einem leerstehenden Parkhaus. Auf dem obersten Parkdeck genossen 560 Gäste den Berliner Sommer, unter ihnen der norwegische Musiker Erlend Øye, die Moderatorinnen Eva Schulz und Wana Limar, die Modemacher Michael Sontag und Vladimir Karaleev, der Musiker Friedrich Liechtenstein, die Autorinnen Kat Kaufmann und Sophie Passmann, die Bloggerin Nike van Dinther, der Künstler Christoph Niemann, die Schauspieler Nikolai Kinski und Wilson Gonzalez Ochsenknecht. Im kommenden Januar wird die ZEITmagazin-Party übrigens ein Jubiläum feiern: Vor zehn Jahren lud die Redaktion gemeinsam mit Clubmacher Till Harter erstmals ein, damals in die Bar Tausend.


Eva Schulz


Sophie Passmann


Erlend Øye


Christoph Amend, Kat Kaufmann


Sarah Illenberger


Christoph Niemann


Wana Limar


Claire Beermann


April Elizabeth Lamm, Malakoff Kowalski


DJ Gigola


Point5ive


Nikolai Kinski, Christoph Amend


Cloudy Zakrocki, Doreen Schumacher


Valentin Hansen, Paulina Czienskowski, Andy Kassier


WOS


Saskia Diez, Michael Zehentmeier


Nina Raftopoulo, Christoph Amend, Sandra Gehrer


Klaus Stockhausen, Milena Carstens


Christoph Amend, Friedrich Lichtenstein, Michael Zehentmeier


Annika Koch, Barbara Hiller, Manuela Cosenza, Sylvia Molitor, Patricia Rudigier, Michaela-Luise Stein, Anne Sasse, Lorenzo Achatz, Björn Strumann, Michael Zehentmeier


Wilson Gonzalez Ochsenknecht

Fotos: Sascha Hilgers

 

 

ZEITmagazin feiert die Stadtausgabe Frankfurt


Am Mittwochabend wurde in der Sachsenhausener Apfelwein-Gaststätte Daheim im Lorsbacher Thal die neue Ausgabe des ZEITmagazins Frankfurt vorgestellt.
Wochenmarkt-Kolumnistin Elisabeth Raether hat sich von Apfelwein-Produzent Andreas Schneider in die Geheimnisse des Frankfurter Getränks einweihen lassen, Mark Schiffhauer, Chief Creative Officer der ZEIT, führte durch den Abend, und Chefredakteur Christoph Amend hat sich mit Eintracht-Frankfurt-Manager Fredi Bobic unterhalten und ihn gefragt, wie oft er zurzeit WhatsApp-Nachrichten mit Spielerangeboten bekommt. Antwort: sehr oft, vorgetragen mit einem wissenden Grinsen. Am Ende des Abends gab Frank Winkler, der Pächter und Wirt des Lorsbacher Thals, noch eine spontane Führung durch seinen Keller – dort lagern nicht nur viele alte Fässer, sondern auch über 300 verschiedene Apfelweinsorten aus aller Welt. Der teuerste kommt übrigens aus Japan.


Fredi Bobic, Christoph Amend

Stefan Heß

Andreas Schneider, Elisabeth Raether

Mark Schiffhauer

Frank Winkler

Anna Mayr, Benedikt Luft

Florian Jöckel, Hartmut Hölter

Kiki Krost, Stefan „Shantel“ Hantel

Katrin Binner, Carina Bukuts

Karina Rosen, Nada Lottermann und Vanessa Fuentes
Matthias Kalle, Anna Mayr

Fotos: Andreas Henn

 

UNLOCK Art by ZEITmagazin

Die erste Ausgabe von UNLOCK Art by ZEITmagazin, unserer ersten Kunstkonferenz auf der Art Cologne, war mit 400 Gästen ausgebucht. Der Galerist Johann König hat bei seinem Talk die Gründung eines German Arts Council gefordert – als Vertretung für alle, die Kunst verwerten: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir sind nicht gut organisiert. Ich will das nicht alleine machen, aber ich finde den Ansatz richtig.“ Der Künstler Tino Sehgal, dessen Arbeiten aus Performances bestehen, zeigte auf der Bühne mit einer besonderen Handbewegung seine neue Arbeit, die er gerade an einen Sammler verkauft hat. Die französische Historikerin Bénédicte Savoy hielt einen fulminanten Vortrag zur großen Frage “Wem gehört die Kunst?“ über die Restitutionsdebatte und zeigte anhand von Akten, Zeitungsbeiträgen und Reden aus den später Siebziger- und frühen Achtzigerjahren, dass das Thema auch in Deutschland keineswegs so neu ist, wie heute oft behauptet wird. Und die Schauspielerin Katja Flint hat Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazin, erzählt, wie sehr sie ihre Arbeit als bildende Künstlerin genießt. Ihre schwarz-weißen Fotografien waren bis vor Kurzem in der Kunsthalle Rostock zu sehen, derzeit hat sie eine Ausstellung in der Berliner Galerie Semjon Contemporary. “Ich wollte nicht mehr nur in der Position der Schauspielerin sein, die darauf wartet, ein interessantes Angebot zu bekommen“, hat sie gesagt.
Es gab auch Vorschläge unserer Gäste für die leere Wand von Angela Merkel im Kanzleramt, die Kanzlerin hatte ihren Emil Nolde abgehängt. Lisa Zeitz, Chefredakteurin der WELTKUNST, die Mitveranstalterin der Konferenz war, wünschte sich ein Bild von Lotte Laserstein, Johann König eine Arbeit von Katharina Grosse, Bénédicte Savoy und Katja Flint waren sich einig: “Die Hände von Tino Sehgal!“ Falls Sie dieses Jahr nicht dabei waren: die zweite Unlock Art by ZEITmagazin kommt im nächsten Jahr – wieder auf die Art Cologne.

Lisa Zeitz, Christoph Amend

Christoph Amend, Hans Ulrich Obrist


Christoph Amend, Katja Flint

Daniel Hug

Monika Sprüth

Christoph Amend, Thomas Ruff

Vincent Mank, Thomas Ruff


Tino Sehgal


Katja Flint

Grażyna Kulczyk



Prof.Dr.Bénédicte Savoy

Christian Kaspar Schwarm, Prof. Wilhelm Schürmann


Thomas Ruff

Lisa Zeitz, Monika Sprüth, Christian Kaspar Schwarm, Prof. Wilhelm Schürmann

Matthias Ehlert, Tino Sehgal

 

Johann König

Dr. Yilmaz Dziewior, Dr. Sebastian Preuss, Beatrix Ruf

© Andreas Henn

 

ZEITmagazin feiert in der Mailänder Bar Basso zum Salone del Mobile

Zum Auftakt des Salone, der weltweit wichtigsten Messe für Design, hat das ZEITmagazin in die Mailänder Bar Basso eingeladen. Die Bar Basso ist so etwas wie der heimliche Mittelpunkt des Salone, seitdem vor Jahren einige Designer wie Jasper Morrison anfingen, sich dort jeden Abend während des Salone auf einen Sundowner zu treffen. Unser Stildirektor Tillmann Prüfer hat die Geschichte dieser besonderen Bar und dem dort erfundenen Drink, dem Negroni Sbaliato, aufgeschrieben. Zum ZEITmagazin-Abend kamen unter anderem die Designer Sebastian Herkner, Lucie und Luke Meier von Jil Sander, E15-Gründer Philipp Mainzer, Alexa Lixfeld, Christian Haas und Sarah Illenberger, Monocle-Gründer Tyler Brûlé, Gentlewoman-Art-Directorin Veronica Ditting und die Macher des Wohnmagazins Apartamento aus Barcelona. Maurizio Stocchetto, dessen Familie die Bar Basso seit über fünf Jahrzehnten führt, hat erzählt, dass er dieses Jubiläum im Herbst groß feiern will. Sein heimlicher Traum: ene Bar-Basso-Pop-up-Bar in Berlin. Wir arbeiten daran.

Helena Strängberg Velardi, Christoph Amend, Marco Velardi, Omar Sosa


Veronica Ditting



Stefania Virzì, Giulia Cornalba, Christoph Amend, Arianna Rimoldi, Maria Ruggiero, Denise Mascherpa, Michael Biedowicz



Lucie und Luke Meier


Christoph Amend, Anna Bender, Jasmin Hess


Tyler Brûlé, Christoph Amend


Tillmann Prüfer



Sophia Steube


Corinna Strohmayer


Nina Zywietz, Christoph Amend


Claire Beermann


Christoph Amend, Ina Nico


Philipp Mainzer


Tillmann Prüfer, Sara Nosrati

Bilgen Coskun, Nina Zywietz

 

 


Andrew Tuck




Jason Houzer, Olaf Krone


Veronica Ditting


Maurizio Stocchetto

 

© Alessio Constantino, Michael Biedowicz