Burkini in Almelo

Von 13. Dezember 2007 um 14:46 Uhr

In einem Schwimmbad der niederländischen Stadt Almelo gab es in der letzten Woche eine Premiere. Eine Muslima badete dort im Burkini.

Auf diesem Blog hier ist bereits mehrfach über diese aus Australien stammende Bademode berichtet worden. (Gestern waren darum weit über 10.000 niederländische Leser hier, zu meinem anfänglich großen Erstaunen. Eine Recherche bei den Kollegen von Elsevier und de Volkskrant ergab die Lösung.)

Die Frau hatte ihren Besuch des Schwimmbads – offenbar schon Ärger antizipierend – bei der Schimmbadleitung angemeldet. Dennoch beschwerten sich später Badegäste über den Anblick der verhüllten Frau beim Direktor.

Die Muslimin nimmt an einem Integrationsprogramm der Stadt Almelo teil. Dazu gehört auch Sport. Für das Schwimmen ließ sie sich in der Türkei einen schwarzen Burkini mit Blumenmuster anfertigen.

Der leiter des Schwimmbades erklärte de Volkskrant, er sehe kein Porblem mit der Badekleidung. Jeder dürfe im Schwimmbad tragen, was er wolle – ausgeschlossen eine Verhüllung des Gesichts. (Wäre auch ein bißchen unpraktisch – gerade so als wolle man sich selbst waterboarden. Aber wer weiß, auch das wird womöglich noch kommen.)

burkini230607mos_468x810.jpg
Islamisch korrekte Badefreuden, jetzt auch in Holland. 

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Soll man muslimische Frauen von öffentlichen Selbsterniedrigungen nun abhalten oder nicht? Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 14:58 Uhr
    • Gelincek
  2. 2.

    ups, diese Dame hatten wir doch schon mal. Ich finde die so richtig sexy. Mehr (Klamotte) ist eben manchmal auch weniger (Fantasie). Die würde sogar ich mich trauen, anzusprechen. Aber hätte die jetzt einen Winzbikini an und wäre wömöglich noch stahlgrünblondschwarzrotgelbgestreifthaarig, da … puahowa, da müsste ich wohl mit augenzuunddurch vorbeilaufen …

    Manchen Frauen täte solche Klamotte sicher gut! Sie müssten sich dann zumindest nicht sommerurlaubsreif die Kilos runterhungern und die Falten wegoperieren lassen, bevor sie an den Strand gingen …

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 15:13 Uhr
    • Lebeding
  3. 3.

    @Gelincek

    Nun ja, wenn man Menschen vor Selbsterniedrigungen abhalten möchte, dann müsste ja man auch viele der hiesigen Kommentatoren davon abhalten, Kommentare zu veröffentlichen. Also kümmern Sie sich doch um erster Linie mal um die Eigenverantwortung, beispielsweise um die Konsequenz Ihrer Aussage.
    Möchten Sie auch dicke Menschen vor sich schützen und diesen das Schwimmbad verbieten, oder nur Einlass gewähren, wenn diese ihren Speck ablegen?
    Möchten Sie einen Bikinizwang, oder was soll die Quintessenz ihres Gedankenblitzes sein?

    Wenn Menschen pathologisch zwanghaftes Verhalten aufzeigen, wie sich unanständig zu fühlen, wenn zuviel Haut gezeigt wird, können/möchten kleingeistige Menschen diese mit Verboten strafen, und am Gesellschaftlichen Leben ausschließen. Es wäre besser, wenn kleingeistiges Gedankengut sich um das eigene pathologische Zwangsverhalten kümmern würde, solange man in den eigenen freiheitlichen Grundrechten nicht eingeschränkt wird. Das man muslimische Frauen nicht “nackig” sehen darf, gehört sicher nicht dazu.

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 15:28 Uhr
    • Erol Bulut
  4. 4.

    @Es wäre besser, wenn kleingeistiges Gedankengut sich um das eigene pathologische Zwangsverhalten kümmern würde, solange man in den eigenen freiheitlichen Grundrechten nicht eingeschränkt wird.== Erol Bulut

    .. klingt sehr sympatisch. Auch sympatisch sind Sie mir dort, wenn Sie PI so vehement ablehnen ….

    Und wenn ich mir vorstelle, Sie seien eine derart burkaesisch gekleidet alte Mami, wie man sie aus netten Filmen kennt, und mir vorstelle, dass Sie langsam und wohl artikulierend Ihre Argumente vortragen, mit einem kleinen leuchtenden Blitzchen im zwinkernden linken Auge, dann sehen so manche Ihrer Argumente auch anders aus, sympatischer halt.

    Aber im Ernst, das Blau ist ekelhaft und furchtbar spießig und billig, wo Zeugs vom Woolwoorth!

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 15:56 Uhr
    • Lebeding
  5. 5.

    Das ist eigentlich nicht fair, Bulut.
    Eure Jüngelchen können schön zum Gaffen und Anbaggern ins Schwimmbad, während Ihr Euren Frauen einen Sack überm Kopf stülpt und sie von einem Haufen messerstechender Brüder bewachen lässt.
    So macht westliche Lebensart einfach keinen Spaß.

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 15:58 Uhr
    • lebowski
  6. 6.

    wo=wie oder auch “so”

    @Lau

    == gerade so als wolle man sich selbst waterboarden. Aber wer weiß, auch das wird womöglich noch kommen.)==
    Mit Sicherheit wird das kommen, die müssen ja schließlich die Psychoterrors der CIA kennenlernen und Abwehrkräfte trainieren. Wäre dann übrigens nicht mehr auffällig, wenn beburkaesierte Muslime (die Frauen könnte man dann ja von den Männern nicht mehr unterscheiden – außer man schaut sich diversse Stellen genauer an, doch da könnte man mit den rafaelischen mexikanischen Kleidungsstücken der Bikini-Sombreros sicher aushelfen) in öffentlichen Bädern Anti-waterboarding-Maßnahmen trainierten.

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 16:02 Uhr
    • Lebeding
  7. 7.

    @ … messerstechender Brüder bewachen== lebowski | 13.12.2007 | 3:58
    Messerstecher haben auch deutsche Frauen … Und außerdem sind Sie ja nur eifersüchtig oder neidisch oder nur wütend, weil sie die Muselfrauen nicht so richtig sehen können. Ihre Geilheit also schon wieder – oh oh jeehe

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 16:05 Uhr
    • Lebeding
  8. 8.

    @lebowski

    Ich weiß ja nicht, wen Sie da genau meinen. Wenn Sie mal türkisch Fernsehen schauen würden, dann fänden Sie es nicht fair, was für Moderatorinnen Ihnen hier vor die Nase gesetzt werden.

    Wo guckt ihr Jungs eigentlich hin. Wenn ich hier Rhein-Main im Sommer durch die Fußgängerzone laufe oder im Schwimmbad bin, dann kann ich verdammt viele lecker Mädchen muslimischer Herkunft sehen (hören). Langsam würde ich mir mal Gedanken machen, ob nicht ein Kopftuchfetisch euch zum hingucken zwingt, so dass ihr so viel überseht.

    Antworten

    • 13. Dezember 2007 um 16:10 Uhr
    • Erol Bulut
  9. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)