Seyran Ates über unsere Umfrage

Von 14. März 2008 um 08:40 Uhr

Zitat aus Spiegel Online:

SPIEGEL ONLINE: Eine neue Umfrag der Wochenzeitung “Zeit” hat ergeben, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Türken Angela Merkel misstraut und sie nicht als ihre Kanzlerin empfindet. Wie erklären Sie sich das?

Ates: Dieses Ergebnis erstaunt mich überhaupt nicht – vor 40, 30 oder 20 Jahren wäre genau das gleiche herausgekommen. Es ist Fakt, dass das gegenseitige Misstrauen zwischen den in Deutschland lebenden Türken und der Mehrheitsgesellschaft riesig ist. Es gibt keine Vertrauensbasis, weil man nicht miteinander lebt. Viele hier lebende Türken sehen Deutschland als Gegner, hinzu kommen Kräfte, die den Migranten erschweren, hier anzukommen – wie die Verbände, die türkische Regierung, aber auch türkische Medien.

SPIEGEL ONLINE: Welche Verantwortung trägt die deutsche Regierung für dieses Ergebnis?

Ates: Die deutsche Regierung trägt eine Mitverantwortung, weil sie jahrzehntelang keine Integrationspolitik gemacht hat. Wir diskutieren doch erst seit dem 11. September 2001 über das Thema Islam in Deutschland.

Ein Grundsatztext von Seyran Ates zum Thema kommt in der nächsten ZEIT. Ich konnte ihn leider nicht mehr in unserem Schwerpunkt diese Woche unterbringen.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Falsche Frau zum Diskutieren, diese Frau verbindet alles mit dem Islam, man siehts schon daran das sie am Ende vom Thema abspringt und regelrecht behauptet der Islam sei das Problem.

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    • 14. März 2008 um 11:58 Uhr
    • LaPermo
    • 14. März 2008 um 12:51 Uhr
    • Volker
  2. 3.

    “….man siehts schon daran das sie am Ende vom Thema abspringt und regelrecht behauptet der Islam sei das Problem.”
    Kommentar von LaPermo

    Wenn Sie sich hier schon früher hätten blicken lassen, wüssten Sie, daß wir hier schon seit zwei Jahren eben GENAU über den Islam als Problem diskutieren…..

    Nur deshalb sehen: “Viele hier lebende Türken (…) Deutschland als Gegner, hinzu kommen Kräfte, die den Migranten erschweren, hier anzukommen – wie die Verbände, die türkische Regierung, aber auch türkische Medien.”

    Meine Kritik an Frau Ates würde anders lauten:

    Es ist nicht die Aufgabe der deutschen (oder sonst einer europäischen) Regierung oder Gesellschaft, den Islam Zivilisationskompatibel zu machen – das sollen die Abkömmlinge islamischer Gesellschaften, wenn sie es hier nicht in absehbarer Zeit auf die Reihe kriegen, schon in ihren Herkunftsländern leisten….. dann dürfen sie sich auch unter andere Nationen mischen….

    Wir sind keine Meerschweinchen, an denen der islamische Kulturkreis sein historisch-zivilisatorisches Scheitern abarbeiten kann….

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    • 14. März 2008 um 13:42 Uhr
    • Molinocampo
  3. 4.

    @LaPermo

    Wer ist der Richtige zum Diskutieren? Josef Philip Winkler? Der verbindet Immigrations- und Integrationsfragen nicht gleich mit dem Islam, obwohl er Mitglied des Kuratoriums der Christlich-Islamischen Gesellschaft Gesellschaft ist. Wird er als Interessenvertreter für Migranten auch von den Deutsch-Türken akzeptiert, oder ist es nicht vielmehr so, dass es die Deutsch-Türken sind, die eine islamische Integrationsextrawurst mit explizit islamisch-türkischen Repräsentanten haben wollen?

    Integration ist weit mehr als Islamkonferenz. Und in dieser Hinsicht ist Integration auch erfolgreich.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Philip_Winkler

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    • 14. März 2008 um 14:29 Uhr
    • Rafael
  4. 5.

    Vielen Dank volker,

    für den link:

    “Die Vertreter des „Koordinierungsrates der Muslime“ (KRM) haben während der letzten anderthalb Jahre nichts Substantielles zur Debatte über unser Verfassungs- oder Werteverhältnis beigetragen. Kein Islamgelehrter dieser Seite trat auf, um sein Verständnis von Islam und Demokratie darzulegen. Es war ernüchternd, feststellen zu müssen, dass der organisierte Islam in Deutschland offenbar nicht in der Lage oder willens ist, solche Fragen zu erörtern, sondern immer nur bekundete, was der Islam alles nicht ist. Es macht den Eindruck, dass die Verbandsfunktionäre diese Islamkonferenz als einen Ort ansehen, wo sie einen Vertrag über das ungestörte religiöse Leben der Muslime und ihre staatliche Anerkennung aushandeln können. Aber wir sind in dieser Konferenz zum Glück nicht auf einem Bazar, auf dem die Bundesrepublik und ihre Werteordnung zur Debatte stehen.”

    Genau dies lässt sich auch hier im Forum immer wieder beobachten – das völlige Ausbleiben von konstruktiven Lösungsvorschlägen von Islamikern und Islamappeaser, WIE denn die immer wieder behauptete Kompatibilität von Islam und westlicher Wertegemeinschaft erreicht werden könnte …. ( denn es ist inzwischen, nicht zuletzt aufgrund der hier geführten Debatten, überflüssig darauf hinzweisen, daß nach dem islamischen IST-Zustand diese Kompatibilität NICHT gegeben ist….)

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    • 14. März 2008 um 16:27 Uhr
    • Molinocampo
  5. 6.

    In der Köln-Arena gewann Erdogan die Herzen seiner Landsleute so:

    Meine sehr verehrten Mitbürger, liebe Schwestern und Brüder, unsere verehrten Botschafter, die ihr den Duft der anatolischen Erde, jene anatolische Sensibilität bis nach Deutschland, in die Mitte Europas, getragen habt, meine Damen und Herren. Ich grüße Sie alle aus tiefstem Herzen. Ich grüße jeden Einzelnen von Ihnen mit Liebe und Respekt. Heute ist die Stadt Köln Zeuge eines denkwürdigen Programms. Heute wird von hier aus die Botschaft von Brüderlichkeit, Freundschaft, Solidarität und Frieden nach ganz Europa und in die gesamte Welt übermittelt. Die türkische Gemeinschaft in Deutschland demonstriert heute wieder einmal der ganzen Welt den mit Liebe, Freundschaft, Zuneigung durchdrungenen Charakter unseres Volkes. Die türkische Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft der Liebe, des Friedens, die türkische Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft, die die Brüderlichkeit hochhält. Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. (…)Die Tatsache, dass Sie seit 47 Jahren Ihre Sprache, Ihren Glauben, Ihre Werte, Ihre Kultur bewahrt haben, vor allem aber, dass Sie sich gegenseitig stets unterstützt haben, diese Tatsache liegt jenseits aller Anerkennung. ”
    (URL: http://www.welt.de/meinung/article1660510/Das_sagte_Ministerpraesident_Erdogan_in_Koeln.html)

    Da kann Angela Merkel nicht mithalten.

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    • 14. März 2008 um 16:29 Uhr
    • Miriam
  6. 7.

    “Da kann Angela Merkel nicht mithalten.”

    In der Tat. Wann hat man zuletzt einen deutschen Politiker leidenschaftlich reden hören? Muss mindestens 25 Jahre her sein – vor der Ära Kohl.

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    • 14. März 2008 um 16:47 Uhr
    • Joachim S.
  7. 8.

    @Joachim S.

    Sportarenen inspirieren offenbar.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sportpalastrede

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    • 14. März 2008 um 16:50 Uhr
    • Rafael
  8. Kommentar zum Thema

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