Ein Blog über Religion und Politik

Zuwanderer besser auswählen!

Von 20. Juni 2008 um 12:06 Uhr

Gunnar Heinsohn findet im Tagespiegel einiges Lobenswerte an der Rede des Bundespräsidenten über "Arbeit, Bildung, Integration". Vor allem seine Einlassungen zur Einwanderungspolitik. Ich stimme zu:

"Er (der Bundespräsident, JL) erinnert uns an Nationen, die aus unserer Sicht etwas ganz Merkwürdiges tun: Sie verlangen von Fremden dasselbe wie von ihren eigenen Kindern. Diese werden es nur dann einmal besser haben, wenn sie bessere Qualifikationen erwerben als ihre Eltern. Ganz entsprechend können Neuankömmlinge dem zulassenden Gebiet und damit auch sich selbst nur dann etwas geben, wenn sie Fähigkeiten mitbringen, die über dem Niveau der zukünftigen Heimat liegen oder dort noch gar nicht vorhanden sind. In den Worten des Präsidenten: ,,Manche westlichen Demokratien wählen ihre Zuwanderer so intelligent aus, dass die höher gebildet sind als im Durchschnitt die Einheimischen.“

Natürlich hätte Horst Köhler im gleichen Atemzug solche Demokratie schelten können, dass sie einfach jene abweisen, die dann bei uns Unterhalt findet. Das zu unterlassen, hat gewiss auch die Diplomatie geboten. Aber hätte er Kanada dafür getadelt, dass fast hundert Prozent seiner Einwanderer hochqualifiziert sind und nicht nur fünf wie bei uns, dann hätte er aus Redlichkeit noch etwas hinzufügen müssen: Kanada ist weltweit die erste Nation, in der die Kinder der Zuwanderer in allen Tests intelligenter abschneiden als die Kinder der vor Ort Geborenen. In Deutschland hingegen liegt das Leistungsniveau der Migrantenkinder tiefer unter dem landeseigenen Durchschnitt als irgendwo sonst auf der Welt.

Der Bundespräsident weiß um diese Zahlen. Aber diplomatisch verhält er sich eben nicht nur gegenüber unseren Verbündeten, sondern sanft bleibt er auch im Umgang mit den Politikern der eigenen Republik. Nun bleibt abzuwarten, ob der präsidiale Takt zum Anlass genommen wird, seine Ermutigung gleich wieder in den Wind zu schlagen oder dazu, auch hierzulande mit einer ,,kluge Einwanderungspolitik“ zu beginnen."

Leser-Kommentare
  1. 1.

    JL :

    “ Sie verlangen von Fremden dasselbe wie von ihren eigenen Kindern. Diese werden es nur dann einmal besser haben, wenn sie bessere Qualifikationen erwerben als ihre Eltern. Ganz entsprechend können Neuankömmlinge dem zulassenden Gebiet und damit auch sich selbst nur dann etwas geben, wenn sie Fähigkeiten mitbringen, die über dem Niveau der zukünftigen Heimat liegen oder dort noch gar nicht vorhanden sind. In den Worten des Präsidenten: ,,Manche westlichen Demokratien wählen ihre Zuwanderer so intelligent aus, dass die höher gebild sind als im Durchschnitt die Einheimischen.““

    Sie haben ier Köhler sehr schön zitiert und dieser Aussage auch zugestimmt.
    Eine Frage: sollte diese ‚höhere Bildung‘ nur bzl. naturwissenschaftlich-technischen Wissen oder auch gegenüber demokratisch-toleranten Weltanschauung gelten?
    Und was würde sich da als ‚Test‘ ergeben – nur ein Abfragen von geschichtlich-kulturellen-poltischen Fakta, wie ab 01.11. intentiert oder schon mehr ein wirklicher Test mit einer Überprüfung soweit als möglich des welanschaulichen Hintergrundes des Aufnahmewilligem?

    • 20. Juni 2008 um 13:24 Uhr
    • Zagreus
  2. 2.

    „Wenn andere klüger sind als ich,
    das stößt mir auf, das ängstigt mich,
    doch die Gewissheit, dass sie dümmer
    erfreut mich immer.“

    Die spannende Frage ist, ob die Kanadier ihre Einwanderer auch integrieren müssen.
    Wenn eine intelektuelle, wohlhabende Elite in ein Land immigriert, kann das zu genauso viel Zoff führen,
    wie der umgekehrte Fall.

  3. 3.

    Die SPD-nahe „Friedrich-Ebert-Stiftung“ hat gerade festgestellt, dass die Differenzierung zwischen „guten“ und „schlechten“ Migranten „Rassismus“ bzw. „Ausländerfeindlichkeit“ ist:

    http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/802/181243/

    Präsident Köhler, Jörg Lau: Wer outet sich demnächst noch als „Rassist“? Und wie weit kann man den Kampf gegen Rassismus noch ausdehnen? In einer Einrichtung der Evangelischen Kirche sah ich vor kurzem z.B. eine „antirassistische Weltkarte“, in der die Bevorzugung des Nordens bei der geographischen Darstellung durch eine gerechte Darstellung überwurden war. Ich war froh, diesen Schwachsinn dank meines Kirchenaustritts wenigstens nicht mitfinanziert zu haben.

    • 20. Juni 2008 um 14:01 Uhr
    • Wachtmeister
  4. 4.

    Herr Wachtmeister,

    In der Studie geht es nicht um Differenzierung zwischen gebildeten und ungebildeten Migranten, sondern um eine zwischen solchen „guter“ und „schlechter“ Nationalität. Unter letztere fallen vor allem Türken und Russen.

    Hier die Studie im Original:

    http://library.fes.de/pdf-files/do/05433.pdf

    • 20. Juni 2008 um 14:28 Uhr
    • Joachim S.
  5. 5.

    @Joachim S.:
    Besten Dank, mich nervt die Rassismusdebatte dennoch. Nicht jede Schlußfolgerung aus beobachteten Tendenzen innerhalb von Gruppen ist der Skandal, zu dem manche Leute es gerne machen wollen. Unbedeutende Banalitäten werden da zu Vorboten des „Rechtsextremismus“ bzw. „Ausländerfeindlichkeit“ gemacht, womit man dann neue Gelder für wirkungslose sozialpädagogische Spielereien und hysterischen „Kampf gegen Rechts“ (man behauptet nicht einmal mehr, nur gegen Rechtsextremismus vorgehen zu wollen) freimachen will.

    Diese Empörungsindustrie gehört längst auf den Prüfstand. Dazu zähle ich übrigens auch die berüchtigsten Heitmeyer-Studien, denen zufolge man sich Rassismus unterstellen lassen muß, wenn man den Islam nicht als „bewundernswerte Kultur“ betrachtet.

    Wissenschaftlich sind die wesentlichen Schlußfolgerungen der jeweiligen Autoren reinster Müll. Mit der Methode der Autoren kann man allem und jedem „Ausländerfeindlichkeit“ nachweisen. Aber solange die Studien die erwünschten Ergebnisse produzieren…

    Herr Lau und Herr Köhler könnten mit solchen Methoden übrigens problemlos als Rassisten „entlarvt“ werden. Sie urteilen mit ihrem deutschen Bildungsbegriff über MigrantInnen, die aus Kulturen kommen, in denen Bildung eben anders definiert wird, und wollen damit bestimmte Gruppen ausgrenzen. Leider hört man solcherlei Argument von professionellen Antirassisten tatsächlich, und es wird Zeit, diesen Unfug nicht mehr widerspruchslos hinzunehmen.

    Der FES rate ich, mal vor ihrer eigenen Haustür zu kehren und z.B. die Zusammenarbeit mit militanten arabischen Organisationen einzustellen, anstatt großen Teilen der deutschen Bevölkerung ungerechtfertigt Rassismus zu unterstellen.

    • 20. Juni 2008 um 14:55 Uhr
    • Wachtmeister
  6. 6.

    P.S. Wie weit linksextremes Denken in die Mitte der Gesellschaft reicht, sieht man an der aktuellen Kollaboration zwischen SPD und Kommunisten. Anlaß für selbstkritische Reflexion gäbe es im SPD-Umfeld wahrlich genug. Wahrscheinlich will man davon ablenken, wenn man über den allgemeinen Rassismus in Deutschland fabuliert.

    • 20. Juni 2008 um 14:59 Uhr
    • Wachtmeister
  7. 7.

    @Wachtmeister

    Böse böse Welt. Wollen doch die linksextremistischen Kommunisten nur von ihren Aktivitäten ablenken, indem Sie bösartig Rassismus unterstellen. Die Bösen mit Ihren scheinheiligen Argumentationen. Ach wenn das doch bloß so seriös wäre, wie der Kampf gegen den Islam, den aufrexchte Bürger ausfechten, gelle.

    • 20. Juni 2008 um 15:48 Uhr
    • Erol Bulut
  8. 8.

    @ Wachtmeister

    „MigrantInnen, die aus Kulturen kommen, in denen Bildung eben anders definiert wird…“

    Kein Wunder, dass Sie sich von den genannten Studien genervt fühlen: sie äußern immer wieder mal Sätze, denen zumindest eine gewisse ideologische Nähe zu rechtsextremen Einstellungen nicht abgesprochen werden kann, um es vorsichtig auszudrücken.

    • 20. Juni 2008 um 16:10 Uhr
    • Joachim S.
  9. 9.

    @ wachtmeister

    Was haben Sie denn gegen „Kommunisten“? Ich finde sie sehr nett, auch wenn ich sie nur im Ausnahmefall wählen würde.

    Wenn die Regierung aber so weitermacht:

    http://www.pro-medienmagazin.de/themen/politik/politik-single/article/bka-gesetz-schaeuble-verteidigt-abhoerschutz-fuer-christliche-geistliche/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=9&cHash=25b715ade6

    Dann kann ich mir schon gut vorstelle, auch einmal DieLinke zu wählen. Und dies obwohl sie nun überhaupt nicht gut für die Wirtschaft sind.

    • 20. Juni 2008 um 16:20 Uhr
    • emcee
  10. 10.

    Herr Wachtmeister,

    In der Studie geht es nicht um Differenzierung zwischen gebildeten und ungebildeten Migranten, sondern um eine zwischen solchen “guter” und “schlechter” Nationalität. Unter letztere fallen vor allem Türken und Russen.

    Hier die Studie im Original:

    http://library.fes.de/pdf-files/do/05433.pdf

    @ Joachim S.

    Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich bei den maßgeblichen Autoren dieser von der FES beauftragten Studie wieder um die beiden Leipziger Medizinpsychologen, die schon in einer vorangegangen Studie festgestellt hatten, dass rechtsradikale Einstellungen im Westen häufiger vorkommen als im Osten.

    Auf die Frage, wie er sich denn dann, die relativ und absolut höhere Anzahl rechtsextremer Gewalttaten sowie die Wahlergebnisse der NPD im Osten erklären würde, wusste einer der Autoren wenig zu sagen.

    Ich hatte mich in diese erste Studie mal etwas reingefutzelt (leider finde ich das jetzt nicht mehr), sie wies gemessen an den gängigen Standards der empirischen Sozialforschung Defizite auf. So war u.a. der Anteil der befragten Akademiker innerhalb der Stichprobe West deutlich niedriger als der in der Stichprobe Ost – was man, ohne das darauf explizit hingewiesen wurde, dem Anhang der Studie ganz hinten entnehmen konnte (es kann als Binse gelten, dass unter Akademikern rechtsradikale Einstellungen erheblich seltener sind als unter Personen ohne höheren Schulabschluss). Schon rutschen rechtsradikale Einstellungen im Osten etwas nach unten und rechtsradikale Einstellungen im Westen etwas oben.

    Und auch wenn ich mich an dieser Stelle (5.) Wachtmeister weniger anschließen möchte, hat er recht, wenn er kritisch darauf verweist, dass es zu Wilhelm Heitmeyers Kriterien für Islamophobie zählt, die Frage, ob der Islam eine bewundernswerte Kultur sei (oder hervorgebracht hätte?), zu verneinen.

    • 20. Juni 2008 um 16:27 Uhr
    • N. Neumann
  11. 11.

    @ Joachim S.
    „sie äußern immer wieder mal Sätze, denen zumindest eine gewisse ideologische Nähe zu rechtsextremen Einstellungen nicht abgesprochen werden kann…“

    Jetzt ist Kritik an der Linkspartei also schon Indikator für „ideologische Nähe zu rechtsextremen Einstellungen“. Sie vetreten genau die aufgehetzte Hysterie, die ich in meiner Kritik der Empörungsindustrie gemeint habe.

    @emcee
    „Was haben Sie denn gegen “Kommunisten”? Ich finde sie sehr nett, auch wenn ich sie nur im Ausnahmefall wählen würde.“

    Diese netten Menschen haben im 20. Jahrhundert 100 Mio. Menschen ermordet und weite Teile Europas und der Welt wirtschaftlich und moralisch verwüstet. Kommunisten haben genug Schaden angerichtet, meine ich.

    • 20. Juni 2008 um 17:16 Uhr
    • Wachtmeister
  12. 12.

    @Wachtmeister

    Nachdem Sie sozial denkende Menschen zu Kommunisten abstempeln, sollten Sie sich nicht beschweren, dass andere gleichermaßen zu übertriebenen Formulierungen greifen.

    • 20. Juni 2008 um 17:30 Uhr
    • Erol Bulut
  13. 13.

    Zu der hier diskutierten Problematik – besorgte Bürger werden als Ausländerhasser und Rassisten beschimpft – ein persönlicher Rückblick in die eigene Biographie:

    Seit meiner Bundeswehrzeit 1972 – 1974 als junger Leutnant im OA-Bataillon der Bundesluftwaffe beschäftige ich mich mit der Problematik der Zuwanderung von unqualifizierten Menschen (Gastarbeitern).
    Es war damals im Herbst 1973, die Zeit des ersten Ölpreisschocks und der autofreien Sonntage, als ich die langen Wochenenden in der Kaserne nutzte, mir Literatur und Zeitungsartikel zum Thema Gastarbeiter, Zuwanderung, Ausländer etc. besorgte, um mich darüber klugzumachen und mir eine fundierte Meinung zu bilden.

    Mir wurde damals recht schnell klar, dass die Zeit der Vollbeschäftigung, der leergefegten Arbeitsmärkte allmählich und unaufhaltsam zu Ende gehen wird; gerade das Angebot für gar nicht und gering Qualifizierte wird rapide zurückgehen. Eine hohe Arbeitslosigkeit für diese Gruppe von Arbeitnehmern zeichnete sich ab.
    Die damalige Bundesregierung unter Brandt hat auf die Entwicklungen des Arbeitsmarktes entsprechend reagiert und den bis heute gültigen Anwerbestop für ausländische Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern erlassen. Leider hat sie weitere begleitende Maßnahmen, die den Zuzug von ungebildeten und unqualifizierten Menschen in unser Land unterbunden hätten, nicht beschlossen. Auch nachfolgende Bundesregierungen unter Schmidt und Kohl haben nichts unternommen, um die Grenzen für Unqualifizierte dichtzumachen. Ein schwerer Fehler! Einfach unverzeihlich.

    Bis zu diesem Zeitpunkt (ca.1973/74) hat die deutsche Volkswirtschaft von der Zuwanderung von Millionen von Gastarbeitern enorme Vorteile gehabt. Auch die Sozialversicherungskassen und der deutsche Staat haben durch die zusätzlichen Einnahmen unvergleichbar profitiert.
    Allerdings wurde auch klar (damals 73/74), dass wir mit diesen Menschen überdies jede Menge Probleme importiert hatten (nur Stichworte):

    – wir haben uns (und das anhaltend bis heute) eine neue Unterschicht ins Land geholt.
    – weitgehend bildungs- und integrationsunwillig
    – bis heute eine hohe Vermehrungsrate; die Fertilität lag und liegt jedenfalls deutlich über der von deutschen Frauen
    – darunter ein sehr großer Teil aus dem mohamedanisch geprägten Kulturraum; Menschen also, mit fast unüberbrückbaren Differenzen und auch Defiziten zu unserer westlichen, demokratischen, christlichen Gesellschaft.

    Aus diesen Zusammenhängen konnte man Mitte der 70er Jahre die Probleme vorhersagen, die wir mit den hierbleibenden Ausländern und den immer noch weiter zuziehenden Menschen (trotz Anwerbestops), die fast durchweg ungebildet und unqualifiziert waren, bekommen werden:

    – Die wirtschaftlichen und finanziellen Vorteile, die die deutsche Gesellschaft insgesamt durch den Gastarbeiterzuzug gehabt hat, werden sich langsam aber sicher in ihr Gegenteil verkehren:
    wir werden ethnische, soziale und religiöse Probleme bekommen.

    Um das Vorherzusehen, brauchte man wahrlich kein Prophet zu sein.

    Später als Student ab Mitte bis Ende der 70er Jahre habe ich oft (bei gegebenen Anlässen) in Diskussionen in der Uni mit aller Sachlichkeit auf diese Problematik hingewiesen. Ich bin stets von vielen Kommilitonen (aus linken Studentenverbindungen) als Neo-Nazi und Ausländerfeind beschimpft worden. Da die linken Gruppierungen in den Mitbestimmungsorganen der Fakultäten die Mehrheit hatten, hatte das für mich auch konkrete Nachteile: Tutorenstellen, auf die ich mich beworben hatte, bekam ich nicht; die haben sich die Linken selber gegenseitig zugeschanzt.

    Ein kurzer Ausblick in die Zukunft:

    Deutschland befindet sich in jeder Hinsicht auf Talfahrt.
    Die deutschen Mittlelschichten schrumpfen. Aus ihnen kommen letztlich die meisten Leistungsträger für Wirtschaft und Gesellschaft.
    Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen ethnisch Deutschen und hier ansässigen Ausländern dürfte bei ca. 65 Millionen zu 15 Millionen liegen. So ungefähr jedenfalls.
    Die eingewanderten ausländischen Unterschichten wachsen und verursachen zunehmend genau die Probleme, über die hier in diesem Blog diskutiert wird.
    Schluß mit lustig …

    Allenfalls im Fußball in der Nationalmannschaft könnte das Niveau gehalten werden: bei einer guten Mischung aus ethnisch deutschen Spielern und ausländischen Spielern, die eingebürgert sind.
    Wenn diese Mannschaft dann mit den deutschen Tugenden wie Kampf, Einsatz, Zielstrebigkeit und Ernst zu spielen in der Lage ist, habe ich Hoffnung; zumindest für den Fußball.

    • 20. Juni 2008 um 17:34 Uhr
    • Bakwahn
  14. 14.

    Das hieße in der Praxis nichts anderes, als daß der Familiennachzug aus Drittländern (Türkei, Arabien, Afrika etc) komplett eingestellt werden müßte. Aus anderen Titeln und aus anderen Gegenden kommen die Unqualifizierten eh nicht nach Deutschland. (Ausgenommen Asylanten und Illegale natürlich, aus den nämlichen Gebieten).

    Zweitens hieße das in der Praxis, daß türkische und arabische Parallelwelten in ihr eigentliches kulturelles Umfeld rückübersiedelt werden müßten. Zuwanderung findet nämlich nicht nur von außen statt, sondern vor allem auch von innen, nämlich aus den unermeßlichen Quellen der Parallelwelten mit ihren höchsten Geburtenraten.

    Und damit hat sich die Debatte vermutlich auch schon wieder erledigt, weil sich (noch) niemand getraut solche Maßnahmen zu setzen. Die Zuwanderungspolitik hat immer noch 30 Jahre Verspätung. Maßnahmen die jetzt ergriffen werden, hätte man schon vor 30 Jahren beginnen sollen, und die Maßnahmen die man heute bräuchte, wird es vermutlich erst in 30 Jahren geben.

    • 20. Juni 2008 um 17:48 Uhr
    • Black
  15. 15.

    @ Wachtmeister

    „Jetzt ist Kritik an der Linkspartei also schon Indikator für “ideologische Nähe zu rechtsextremen Einstellungen”“

    Quatsch.

    • 20. Juni 2008 um 17:49 Uhr
    • Joachim S.
  16. 16.

    @ Backwahn

    „(aus linken Studentenverbindungen)“

    Gibt es sowas?

    • 20. Juni 2008 um 17:52 Uhr
    • Joachim S.
  17. 17.

    @ Black

    „Zuwanderung findet nämlich nicht nur von außen statt, sondern vor allem auch von innen“

    Sehr originell, muss ich schon sagen.

    • 20. Juni 2008 um 17:53 Uhr
    • Joachim S.
  18. 18.

    Jungs, ihr lauft mal wieder zu großer Klasse auf!

    • 20. Juni 2008 um 17:53 Uhr
    • Joachim S.
  19. 19.

    @Jochim S.:
    „Quatsch“

    Ja was meinten Sie denn, als Sie mir Nähe zu rechtsextremen Positionen unterstellten?

    • 20. Juni 2008 um 19:06 Uhr
    • Wachtmeister
  20. 20.

    Der Artikel Heinsohns, so kurz er auch ist, ist von beißender Ironie. Er macht uns mit den wenigen zynischen Zeilen aufmerksam auf die Fehler einer nicht stattgefundenen, stattgehabten Einwanderungspolitik in den letzten 40 Jahren.
    Heute bekommen wir die Quittung für unsere maßlose Großzügigkeit und Blauäugigkeit.

    Wenn man ein großes C auf die Landkarte Deutschlands legt (etwa von Hamburg über das Ruhrgebiet und die Rhein-Main Schiene bis zu München) und dann noch einen Punkt vor das offene C macht (Berlin) dann hat man die Abstiegsgebiete der kommenden 2 oder 3 Jahrzehnte vor sich.
    Die demographische Entwicklung wird dazu führen, dass in diesen Großstädten die Anzahl der Menschen ausländischer Herkunft (hauptsächlich aus mohamedanischen Ländern) ca. 40% und mehr betragen wird. Darüber ist mit ausgiebigen Quellenangaben zu Studien und entsprechenden Untersuchungen in diesem Blog hingewiesen worden. Die deutsche Restbevölkerung besteht dann fast ausschließlich noch aus Alten über 60. Das wird für die Zukunft einen langsamen, schleichenden wirtschaftlichen Abstieg bedeuten; kaum merklich aber unaufhaltsam. Aus diesen zugewanderten Bevölkerungsgruppen werden jedenfalls nicht die neuen Leistungsträger kommen, die nötig sind, um in einer globalisierten Weltwirtschaft mitzuhalten. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie es ihrem Anteil an der zukünftigen Gesellschaft in 30 – 40 Jahren entspricht.
    Woher sollen dann die Ingenieure und Techniker, die Entwickler und Marketingleute kommen? Woher kommen die Gründer neuer Unternehmer mit neuen hochtechnologischen Produkten, für die
    auf den Weltmärkten dann auch ein hoher Preis erzielt werden kann, was wiederum für hohe Einkommen der Arbeitnehmer sorgt?

    Wenn heute – so steht es zu vermuten – die Einwanderer, die aus den arabischen Ländern und der Türkei kommen, zu einem Kostenfaktor geworden sind. Die vielen Hinweise auf Studien, Untersuchungen etc. hier in diesem Blog belegen das. Die genannten Einwanderergruppen e kosten mehr, als sie zur weiteren positiven gesellschaftlichen Entwicklung selber beitragen. Sie scheinen defizitär geworden zu sein.

    Alle diese Hinweise, Indizien, Entwicklungen lassen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und damit für die Einkommen insgesamt nichts gutes ahnen.

    Und im übrigen: ZEIT-Leser sind diese Menschen allesamt auch nicht.

    • 20. Juni 2008 um 19:45 Uhr
    • Bakwahn
  21. 21.

    wenn den einwanderern resp ihren kindern dann dochmal integration und bildung gelingen, dann werden sie aber auch schleunigst abgeschoben — in den letzten jahren sind ja genug fälle durch die medien gegangen, an denen deutlich wurde, wie sich deutsche lokal- und regionalpolitiker (und die sind ja nun wahrlich nah am wähler!) einwanderer vorstellen: als leute, die möglichst schnell wieder verschwinden und auf keinen fall positiv auffallen dürfen (wie andere, scheitert auch die zeit refgelmässig daran, bei der verfolgung solcher fälle übder hysterische ausbrüche hinaus langen atem zu beweisen und immer wieder zu berichten).
    während in den sonntagsreden von den einwanderern verstärkte integrations- und bildungsbemühungen gefordert werden, werden wochentags genau diese einwanderer mit ihren vollintegrierten und schulisch erfolgreichen kindern abgeschoben.

    warum, ausser in höchster not, sollte also jemand, aus den abschiebefähigen ländern stammend, sich nach deutschland wenden, wenn er bildungsmässig ambitioniert ist?

    • 21. Juni 2008 um 00:56 Uhr
    • arne anka
  22. 22.

    @Wachtmeister

    Diese Studien nehmen doch nichtmal die Leute ernst, die diese erstellen und beauftragen.

    Reine Kampfmittel gegen den politischen Gegner und Hebel zur eigenen Jobsicherung.

    Nur funktioniert das eben immer weniger, heute kann sich ja jeder die getürkten Studien 1:1 durchlesen.

    Die „Journalisten“ bei den Alt-Medien waren dafür ja leider immer zu faul.

    ————————–

    Auch interessant:

    Wie die AKP die Türken in den Islam zwingt

    http://www.welt.de/politik/article2127238/Wie_die_AKP_die_Tuerken_in_den_Islam_zwingt.html

    Was ist Islamophobie?

    http://debatte.welt.de/weblogs/4881/boess+in+berlin/77412/was+ist+islamophobie?req=RSS

    • 21. Juni 2008 um 11:26 Uhr
    • PBUH
  23. 23.

    @arne anka

    Die Sozialindustrie in Deutschland braucht Problembürger/Problemmigranten, hier hat keiner Interesse an Leuten die kein Geld bringen.

    Von der Zeit können sie da keine Hilfe/Aufklärung erwarten, di Lorenzo hat ja gezeigt, er versteht sich als Lobbyist dieser Sozialindustrie.

    • 21. Juni 2008 um 11:50 Uhr
    • PBUH
  24. 24.

    Ich frage mich nur, wie lange die starken Industrieländer noch brauchen werden, bis sie einsehen, dass Ausbeutung kein Frieden bringt, weder im Inland noch im Ausland.

    Die wirtschaftliche Ausbeutung führt zu Armut, Hunger und Tod in armen Ländern. Für uns ist nur wichtig, dass wir unsere Produkte möglichst billig kaufen können im Supermarkt um die Ecke.

    Hinzu kommen bzw. verstärkt werden soll künftig also auch noch die Ausbeutung von Wissen? Damit würden die ohnehin finanzstarken Industrieländer noch klüger werden, während die Armen dann auch noch in Perspektivlosigkeit versinken.

    Mann muss es wahrscheinlich mal laut vor sich hinsagen, um zu verstehen, wie furchtbar wir denken: Weil wir, trotz besten Voraussetzungen und Wohlstand zu blöd und zu bequem sind, um unsere Demographie in Gleichgewicht zu halten, wollen wir Menschen aus dem Ausland importieren. Diese sollen aber bitte klüger und gebildeter als der Durchschnitt der einheimischen Bevölkerung sein.

    Von wegen Dritte Welt, Spenden, Hilfe und Mitleid. Anstatt diesen Ländern das Fischen beizubringen indem wir dafür sorgen, dass gebildete dort bleiben oder hinziehen, gehen wir den umgekehrten Weg und schicken ab und an ein Paar Fische rüber von dem was übrig bleibt nach dem Einkauf beim billigen Supermarkt um die Ecke.

    Hauptsache uns geht es immer besser. Bravo!

    Eine sehr idealistische Betrachtungsweise. Ist mir schon klar. Wenn nicht Deutschland, dann Kanada. Ist mir auch schon klar. Klar ist aber auch, dass wir begreifen müssen, was wir anrichten und wie egoistisch wir denken.

    • 21. Juni 2008 um 12:26 Uhr
    • E. S.
  25. 25.

    Hochmut kommt vor dem Fall, Herr Lau.

    Die, zugegeben etwas willkürliche, zukünftige „Auswahlkommission“, unser Bundespräsident, dann Herr Heinsohn, die willigen Nachplapperer aus der Presse, -sie eventuell eingeschlossen Herr Lau-, übernehmen Thesen die jeder Logik und jeder Wahrheit entbehren und dazu noch krude vorurteilsbelastet sind.

    1. Bei Intelligenztests, jedenfalls bei allen gängigen, gibt es keine Unterschiede zwischen Ethnien und Herkünften und übrigens, bei den wenigen Tests die weitestgehend „kulturfrei“ und „bildungsfrei“ konzipiert sind, keine Abweichungen in den Ergebnissen. Ca. 93 % aller Menschen dieser Erde sind, aufgrund der ihnen „natürlich“ eignenden Intelligenz bildbar und in der Lage jeden (!) Bildungsabschluß in Deutschland oder sonstwo zu erwerben (Intelligenz ist normalverteilt!). Es gibt auch keine Restriktion hinsichtlich des Alters.

    2. Eine Auswahl nach der „vorhandenen“ Bildung (nicht Intelligenz) zerstört jede „Gewinnmöglichkeit“ für das Einwandererland. Denn, entweder man sucht aus, was zu einem passt, dann bekommt man nur sich selbst noch einmal, oder aber man sucht das „Neue“, „Fremde“, dort im Herkunftsland aber schon etablierte (klassische Abwerbung), dann bekommt man wenig Innovation.

    3. Herr Heinsohn trat in letzter Zeit schon mehrfach mit
    Thesen an die Öffentlichkeit, die bei genauerer Betrachtung nicht zutreffend waren. So formulierte er jüngst, zahlreiche „Intelligenz“ – Studien hätten die „IQ-Rückständigkeit“ der Buschmänner in der Intelligenzleistung nachgewiesen. In Realitas zitierten die von ihm angeführten Wissenschaftler immer wieder die gleichen, wenigen Ergebnisse. – Herr Heinsohn zitiert mit Vorliebe sich selbst.

    4. „Ganz entsprechend können Neuankömmlinge dem zulassenden Gebiet und damit auch sich selbst nur dann etwas geben, wenn sie Fähigkeiten mitbringen, die über dem Niveau der zukünftigen Heimat liegen oder dort noch gar nicht vorhanden sind.“ – Klingt das toll, oder eher oll.

    Das ist, mit Verlaub, ziemlicher Blödsinn. Denn die „Eliten“ der Auswanderungsländer sind gerade im Heer derer „verborgen“, die nicht schon Elite, nicht schon „auserwählt“ sind. Daher auch die „Zweigleisigkeit“ der realen Einwandererpolitiken der wirklich erfolgreichen Einwandererländer.

    Dort existiert seit Jahr und Tag eine Quote für gesteuerte Einwanderung (Green Cards,etc.), die auch zur Beruhigung nationaler Chauvinisten und Leitkultur- geprägter Biedermänner dient, und andererseits eine
    nie genau aufgeschriebene, viel höher liegende Quote von illegaler, halblegaler und sonstiger Einwanderung, die
    in Dekadenabschnitten vom Aufnehmerland legalisiert wird. Diese zweite Quote sichert den über Generationen
    wirkenden Erfolg von klassischen Einwandererländern.

    Das ganze Gefasel von Heinsohn versorgt nur die üblichen Verdächtigen mit schmierigen Argumenten aus der ewigen Leierkiste des „Zivilisationswissenschaftlers“.

    Ich merke Ihnen an Herr Lau, Sie wollen zur virtuellen „Auswahlkommission“, zumindest medial, dazu gehören. Ein wahrhaft evangelischer Gedanke und, angesichts des Populismus solchen Gedankengutes vielleicht auch erfolgreich. Aber redlich, ehrlich und wahrhaftig werden diese Argumentationslinien dadurch nicht.

    Mir ist klar, warum Sie anderen Hochmut vorwerfen und
    sie „zum Teufel“ wünschen. Aber den Splitter im eigenen
    Auge, den wollen und werden Sie wohl partout nicht erkennen.

    Liebe Grüße

    Christoph Leusch

    PS: Wenn Sie so weitermachen, dann enden Sie dort, wo
    „Bakwahn“ schon angekommen ist.

    • 21. Juni 2008 um 12:27 Uhr
    • Christoph Leusch
  26. 26.

    @ES

    >Die wirtschaftliche Ausbeutung führt zu Armut, Hunger und Tod in armen Ländern.

    Wollen sie sich mit sowas bei ihren Gegnern hier einschleimen ?

    Herr Lau war doch gerade in China, der kann ihnen ganz sicher bestätigen, „Ausbeutung“ führt zu Wohlstand – hundertfach bewiesen, überall in der Welt.

    Armut gibt es dort wo keine wirtschaftlichen Aktivitäten stattfinden und ein grosser Teil der Bevölkerung ohne Arbeit/Ausbeutung ist.

    • 21. Juni 2008 um 13:00 Uhr
    • PBUH
  27. 27.

    @C. Leusch: Ich will in keine Komission. Ich will ein transparentes System für legale Einwanderung inkl. Weg zur Staatsangehörigkeit ohne Schikanen. Intelligenzquotienten variieren nicht ethnisch. Der Punkt ist doch nur, dass wir erstens Leute ermutigen, hierher einzuwandern und dann passiv zu sein und sich alimentieren zu lassen. (Früher noch mehr als heute.) Und zweitens denjenigen, die hierher kommen, weil sie ein besseres Leben mit eigenen Händen aufbauen wollen, das Leben schwer machen.
    Und dann haben wir am Ende schlechte Testresultate in den Schulen bei deren Kindern.
    Was Sie über die illegale Einwaderung sagen, ist richtig. Dazu müssen Sie allerdings erwähnen, dass der Erfolg klassischer Einwanderungsländer mit dieser Form der Einwandeurng auf einer weitgehenden Abwesenheit sozialer Sicherung beruht. In anderen Worten: Wenn Sie ein Einwanderungsland wollen, sagen Sie dem Sozialstaat gute Nacht und bekennen Sie sich zu einem deregulierten Niedriglohnarbeitsmarkt.
    Aber wenn Sie mehr daraus ziehen sich moralisch von mir abzugrenzen und sich überlegen zu fühlen, stehe ich auch gerne zur Verfügung.

    • 21. Juni 2008 um 15:18 Uhr
    • Joerg Lau
  28. 28.

    Eine sehr idealistische Betrachtungsweise. Ist mir schon klar. Wenn nicht Deutschland, dann Kanada. Ist mir auch schon klar.

    @ E.S.

    Ist Ihnen auch klar, dass qualifiziertere und finanzstärkere Auswanderer aus Nicht-OECD-Staaten auch von Nutzen für ihre alte Heimat sind?

    Etwa, indem sie einen Beitrag zum Handel zwischen der neuen und der alten Heimat leisten, sich (wie auch immer) für letztere engagieren und/oder dortselbst Angehörige unterstützen.

    Ist Ihnen auch klar, dass z.B. Naturwissenschaftler aus Jordanien, die im Gegensatz zu Lagerarbeitern aus Jordanien ein Dauervisum erhalten und hier promovieren, nicht immer die Möglichkeit realisieren, deutsche Staatsbürger zu werden, sondern nach Jordanien zurückkehren?

    Eine Freundin von mir arbeitet an einem naturwissenschaftlichen Institut – Fachkräfte aus der Nicht-OECD-Welt können hier bleiben, die meisten tun es aber nicht und kehren zurück.

    Ist Ihnen auch klar, dass einige besser qualifiziertere und vergleichsweise finanzkräftige Migranten nicht primär aus ökonomischen Gründen ihr Herkunftsland verlassen, sondern aus politischen, d.h. ihr Wissen dort überhaupt nicht anwenden können bzw. dürfen?

    • 21. Juni 2008 um 15:19 Uhr
    • N. Neumann
  29. 29.

    @Herr Lau

    Butter bei die Fische. Sind sie dafür, den Familiennachzug so zu gestalten, daß keine Unqualifizierten mehr kommen? Das hieße dann: Statt dem billigen 300 Wörter Deutschtest Abiniveau und sehr gute Deutschkenntnisse. Dann kämen statt 35000 Türken jährlich, plus wahrscheinlich nocheinmal so viele Araber, Afrikaner etc, keine 1000 Familiennachzügler mehr.

    Ich weise nocheinmal darauf hin, daß die große Masse an unqualifizierten Einwanderern per Familiennachzug, per Asyl und illegal kommt. Wenn man ernsthafte Maßnahmen setzen will, dann muß man dort anstetzen. Natürlich sollte man die Kriterien für wirklich Qualifizierte lockern.

    @Leusch

    Ich bin bei ihnen, wenn sie sagen, daß bei gleichen Voraussetzungen jeder Mensch auf der Erde gleiche Bildungserfolge erzielen kann.

    In ihrer Aufzählung haben sie aber leider vergessen, auf die Bildungskultur und die Bildungswilligkeit gewisser Einwanderer hinzuweisen. Es nutzt nix, wenn an sich intelligente Mädchen aus kulturellen Gründen daheim hinter dem Vorhang verschwinden. An den Bildungshemmnissen tragen die Einwanderer die meiste Schuld. Schließlich gibt es viele positive Beispiele, wie die nichtmuslimischen Asiaten.

    Ich bin dafür, einfach keine Muslime mehr hereinzulassen. Das dürfen wir. Da müssen wir niemanden fragen. Auch keine Menschenrechtsgerichtshöfe. Dann trocknen die Parallelwelten aus. Gibt es hier keine adäquaten Ehepartner für die Fundamentalisten, dann reisen sie freiwillig aus, und das Problem hätte sich innerhalb einer Generation vermutlich erledigt. Die Integrationsbereiten bleiben. Mit Nichtmuslimen gibt es ohnehin kaum Probleme.

    Der „Brain drain“ wird im Westen insgesamt eh überschätzt. Die Deutschen regen sich auf, daß die Intelligenten verschwinden. In Wahrheit wandern die meisten jedoch in die Schweiz, nach Österreich oder eben nach Kanada. Per Saldo hat der Westen nichts verloren.

    Auch der „Brain inflow“ wird vermutlich überschätzt. Am Beispiel der USA: Erstens kommen im Vergleich zu den Neugeborenenzahlen nur sehr wenig Einwanderer. Zweitens sind die einwandernden Südamerikaner, Asiaten und Afrikaner sicher nicht überdurchschnittlich intelligent. Der Unterschied zu Europa: die Einwanderer assimilieren sich. Viele bekannte Firmengründer und Wissenschaftler sind vollständig assimilierte Einwanderer der 2. Generation. Den fertig ausgebildeten Immigranten aus der 3. Welt gibt es kaum.

    Die Einwanderer in die USA assimilieren sich und steigen auf. In Deutschland schaffen sie es gerade die ganze Nacht zu hupen.

    • 21. Juni 2008 um 16:13 Uhr
    • Black
  30. 30.

    Ist Ihnen darüber hinaus auch klar, dass die Bundesrepublik Deutschland, im Gegensatz zu anderen OECD-Staaten, ihrerseits Braindrain zu beklagen hat?

    Und wehe, es liegt auch auch daran, dass ein Teil der Ressourcen, die in wohlfahrtsstaatlichen Sozialtransfers gebunden sind und damit die Aufwendungen für den Bildungssektor minimiert haben, auch auf das Konto einer über einige Jahre zu permissiven – aus Ihrer Sicht: moralisch besonders hochstehenden – Einwanderungspolitik gehen.

    Sie können in diesem Zusammenhang auch gerne darauf hinweisen, dass Helmut Kohl noch ab 1990 – also in einer Zeit, in der hierzulande schon längst klassische Industriearbeitsplätze zurückgegangen waren – dafür gesorgt hat, dass bis zur Jahrtausenwende ca. drei Millionen zumeist gering qualifizierte Spätaussiedler (häufig ohne Deutschkenntnisse) aus Osteuropa nach Deutschland gekommen sind.

    • 21. Juni 2008 um 16:15 Uhr
    • N. Neumann
  31. 31.

    (Meine 30. ist an Ekrem Senol gerichtet.)

    • 21. Juni 2008 um 16:17 Uhr
    • N. Neumann
  32. 32.

    @Herr Lau

    Butter bei die Fische. Sind sie dafür, den Familiennachzug so zu gestalten, daß keine Unqualifizierten mehr kommen? Das hieße dann: Statt dem billigen 300 Wörter Deutschtest Abiniveau und sehr gute Deutschkenntnisse. Dann kämen statt 35000 Türken jährlich, plus wahrscheinlich nocheinmal so viele Araber, Afrikaner etc, keine 1000 Familiennachzügler mehr.

    @ Black

    Ihre Kommentare und der regelmäßig darin enthaltene besonders unqualifizierte Umgang mit Zahlen legt mittlerweile nahe, dass aus Ihnen nicht das bloße Ressentiment gegen Einwander aus islamischen Ländern spricht. Vielmehr erwecken Sie den Eindruck, dass Ihre surrealen Befürchtungen hinsichtlich des momentanen Zuzugs von gering qualifizierten Arbeitskräften in einer vergleichsweise realen Arbeitsplatzkonkurrenz fußen.

    • 21. Juni 2008 um 16:41 Uhr
    • N. Neumann
  33. 33.

    Abschließend möchte ich noch explizit sagen, dass ich froh darüber bin, dass weder Ekrem Senol noch Black die Richtlinien der deutschen Einwanderungs- und Integrationspolitik bestimmen.

    Man sollte die deutsche Politik auch einmal loben: Sie verfügt über Personal, dass durchaus auch richtig auf Fehlentwicklungen reagiert und vernünftige Kompromisse schließen kann.

    • 21. Juni 2008 um 16:59 Uhr
    • N. Neumann
  34. 34.

    off topic

    Ekrem Senols Kommentar zum bevorstehenden Spiel Deutschland-Türkei:

    http://www.jurblog.de/2008/06/21/em-2008-halbfinale-deutschland-tuerkei/

    Eigentlich total in Ordnung. Trotzdem Unbehagen. Ist es das Bild von Angela Merkel? Ist es diese für meine Frauenohren leicht überhebliche „Ich finde es niedlich, wie sie ihre Fäuste (Fäustchen?) zusammenballt“? (Wenn ich meine Tochter niedlich nenne, sagte sie : „Hamster sind niedlich!“) Ist es die eigentlich völlig überflüssige, wenn auch nur „zum Spaß“ gestellte Frage, für wen die Kanzlerin am Mittwoch wohl sein wird? Für Deutschland natürlich! Wenn sie sich als die Kanzlerin der türkeistämmigen Mitbürger bezeichnet, dann nicht weil sie türkeistämmig, sondern weil sie Mitbürger sind. Auch wenn viele türkeistämmige Mitbürger als Kollektiv und als institutionalisierte Minderheit wahrgenommen werden möchten (vgl. Kenan Kolats 5 Forderungen), kann die Kanzlerin keine Kollektive vertreten, sondern einzelne Bürger.

    Herr Senol wird mich bestimmt tadeln und denken, er kann schreiben, was er will, trotzdem wird ihm Misstrauen entgegen gebracht. Da gebe ich ihm sogar Recht, und schäme mich ein bisschen für mein Unbehagen. Vielleicht hat es nichts mit seiner Milli-Görüs-Connection zu tun, dass ich Unbehagen empfinde. Vielleicht war es wirklich nur das Wort „niedlich“. Hamster sind niedlich Herr Senol.

    • 21. Juni 2008 um 17:15 Uhr
    • Miriam
  35. 35.

    @von N. Neumann

    Wie belieben! Wenn ihnen so die Kröte Realität besser schmeckt, bittesehr.

    Die Zahlen aus meinen Vorpostings haben sich allesamt als sehr richtig erwiesen. Auch die Zahlen aus dem letzten Posting (35.000 türkische Einwanderer, aktives Vokabular von 300 Worten) müssen sie mir erst einmal widerlegen. Viel Spaß dabei!

    Die deutsche Politik lobe ich in Bezug auf die Integrationspolitik erst, wenn die islamischen Parallelwelten verschwunden sind. Hoffentlich werde ich mein Lob zu Lebzeiten noch los.

    • 21. Juni 2008 um 17:15 Uhr
    • Black
  36. 36.

    @Leusch 25
    Richtig, Herr Leusch ist nur, dass hinsichtlich der natürlichen Begabung alle Ethnien bei Geburt (noch!) gleich sind. Als Mediziner wissen Sie doch auch nur zu genau, dass der einzelne Mensch dann bis nach der Pubertät ganz unterschiedlich wächst, sein Körper, sein Gehirn und auch sein IQ, je nachdem wie seine Umwelt, angefangen mit den Eltern, auf ihn einwirkt. Auch der bei Geburt vorgegebene IQ entwickelt sich je nach Einflußnahme um bis zu etwa 20 Punkte unterschiedlich.
    Und so unterschiedlich kommen die Migranten dann auch bei uns an: die letzthin leider aus überdurchschnittlich „schlechtem“ Umfeld zu uns Gekommenen eben mit überdurchschnittlich „schlechtem“ Niveau.
    Es kommt dann ganz darauf an, was aus der zweiten Generation gemacht wird.
    Und da sind wir dann wieder bei dem alten Thema hier, dass die erste Generation der in Nordamerika und Europa eingewanderten Asiaten, Südamerikaner, selbst der nicht moslemischen Afrikaner viel positiver auf auf ihre Kinder einwirkt als die erste Generation der Migranten moslemischen Glaubens (einschließlich deren Ulama). Und entsprechend sind dann die Beiträge der zweiten Generation zu unserem Gemeinwesen. Und nur daher rührt dann, Herr Leusch, der von Ihnen genannte „über Generationen wirkende Erfolg von (oder bei den Moslems eben Misserfolg) von klassischen Einwanderungsländern“.

    • 21. Juni 2008 um 18:16 Uhr
    • Apoll
  37. 37.

    Nachtrag zu 36
    Siehe auch die letzte Veröffentlichung des IWG „Von Verlierern und Gewinnern“
    http://www.iwg-bonn.de/index.php?id=61

    • 21. Juni 2008 um 18:30 Uhr
    • Apoll
  38. 38.

    Sehr geehrter Herr Lau,

    Weder will ich mich Ihnen überlegen fühlen, noch darum mit Ihnen streiten. Aber Ihr deutliches „ich will“ („Ich will ein transparentes System für legale Einwanderung inkl. Weg zur Staatsangehörigkeit ohne Schikanen.“), entspricht nicht dem oben angeführten, in meinen Augen eher böswilligen Zitat aus dem Artikel des Herrn Heinsohn, dem Sie ja bereitwillig zustimmten. Schon garnicht dem Gedanken des Heinsohn Artikels.

    Der meint nämlich eine Selektion nach Kriterien des
    „nützlich“ oder „nicht nützlich“, je nach Einstellung und
    Haltung der jeweiligen „Prüfungskommisssion“.

    Ich denke, auch Sie wissen, wie wenig aussagekräftig, zielsicher und erfolgreich komplizierte Einbürgerungsverfahren sind. Die, die „wir“ nicht haben wollen, nämlich Verbrecher, Terroristen und Radikale, lernen wie es trotzdem geht und diejenigen die „etwas Besseres“ als zu Hause finden und suchen wollen schrecken wir ab.

    Wer trotzdem zusätzlich Akademiker aus Entwicklungsländern und Schwellenländern zur dauerhaften Einreise und Annahme unserer Staatsbürgerschaft bringen will, der muss auch deutlich zu erkennen geben, dass er diese Menschen nicht nach Kopfbedeckung, Hautfarbe und/oder Religion oder Stellung beurteilt und sollte vor allem auch akzeptieren, dass alle Gesellschaften, auch Einwanderergesellschaften, selbst wieder in sich heterogen sind.

    Meine Gegenthese lautet: Wenn wir eine
    Einwanderungsauswahl nach „Nützlichkeit“ vornehmen, werden wir die, die uns allen nutzen und die, von denen wir noch nicht wissen können, ob sie uns nutzen, nicht hier zu uns bekommen, selbst wenn wir Hand- und Kopfgelder zahlten und kostenlose Stipendien verteilten.

    Transparenz und Fairness: Was droht derzeit. Bei der Einbürgerung gibt es nun einen Staatsbürgerkunde-Test über den trefflich gestritten werden kann, den mancher Deutsche nicht bestünde, dessen Sinn (die nationale und regionale Flaggenfrage) mancher nicht versteht, und der trotzdem in den einzelnen Bundesländern die Entscheidungshohheit und zusätzliche Entscheidungbefugnis für alle alten „Einbürgerungstechniken“ bestehen lässt.
    (Einige Mitblogger hatten schon auf das mir eher unerquickliche Machwerk des Herrn Grell ((er war der zuständige Beamte für BW)) hingewiesen. Da
    scheint auf, was hinter der Oberfläche eines vorgeblich „transparenten“ Verfahrens gedacht und verhandelt wird.

    Es ist sicher so, wie Sie es formulieren, die Einwanderer aus Armut sind zunächst illegal und sozial ziemlich ungesichert. Sie werden ausgebeutet und müssen längere Zeit mit den schlechten Jobs auskommen. Sie werden in Wohnvierteln und Schulen benachteiligt und in sozialen Brennpunkten konzentriert. – Aber selbst in der Hochburg der illegalen Einwanderung (USA) dreht sich der gerade in Gang kommende Wahlkampf um das Präsidentenamt auch um die Frage, wie die „Illegalen“ massenhaft legalisiert werden können, wie für sie eine Krankenversicherung aussehen sollte, wie die Einstellungsbedingungen des „hire and fire“ verändert werden können. Das ist doch die Botschaft der Demokraten im Wahlkampf und sogar die Republikaner werben mit den vergleichsweise liberalen Vorstellungen ihres für Parteiverhältnisse unangepassten Kandidaten, obwohl sie im Geheimen die Faust in der Tasche ballen.

    In Spanien hat die Regierung Zapatero Vorbildliches geleistet. Da wurden mit eimem Schlag aus ca. 700.000-1.000.000 Illegalen, legale Bewohner und damit wurden diese Menschen Teilhaber am spanischen Sozialstaat, mit z.B. Lohnsicherheit, KV, Vertretungsrechten, pp., wo es vorher viel Willkür gab.

    Was Sie nun damit verknüpfen, wenn man „klassisches
    Einwanderungsland“ würde, müsse man auf den Sozialstaat europäischer Prägung verzichten und/oder Niedriglohnarbeit akzeptieren, ist so nicht ausgemacht. Sowohl in Großbritannien, als auch in Frankreich existieren großzügige sozialstaatliche Regelungen (Mindestlohn GB, Familienförderung und geldwerte Unterstützung für Erziehung und Bildung, Arbeitszeit und Wiedereinstellregeln in Frankreich), trotz klassischer Einwandererstruktur. – Gerne wird hier auf die
    hohe Belastung unserer Gesellschaft hingewiesen, die durch die soziale Hilfsbedürftigkeit der Immigrantenmilieus entstehe, ohne allerdings einmal sauber dagegen zu rechnen, ob denn tatsächlich die Belastung so hoch ist.
    Einige Beispiele, die zeigen, wo solche Argumente schon länger widerlegt sind:

    Vor einiger Zeit wurde behauptet, türkische Arbeitnehmer belateten die Rentenkassen, weil sie dort, aufgrund der Frühverrentung und Berufsunfähigkeitsberentung überproportional viel Leistungen erhielten. – Dieses Argument ist der Unkenntnis des Details desSozialversicherungsrechts geschuldet. -Das glatte Gegenteil ist aber von den Rentenversicherungsträgern und vom Berliner DIW, unabhängig voneinander, längst nachgewiesen worden. – Das wurde auch schon einmal hier im Blog behandelt.

    Schauen wir uns die Aufwendungen für Krankenkassen- und Pflegeleistungen an. Auch in diesem Bereich dürften die so gerne behauptete Mehrbelastungen eher einer ausgeglichenen Struktur weichen, berücksichtigt man entlastende Faktoren. Denn die Familien der
    Migranten, -sie geben ihre Strukturen eben langsamer auf, als sich so manche hier wünschen und andere dachten, vor allem in den häufig diskriminierten Bevölkerungsgruppen der Türken-, pflegen und versorgen Kranke und Alte häufiger weiterhin in der Familie, obwohl mittlerweile auch für türkische Singles in Heimen Plätze notwendig werden. Auf die Unterschiede in den staatlichen Leistungen für stationär und famliär Gepflegte und Betreute brauche ich Sie nicht hinzuweisen.
    (Übrigens ist auch der Anteil der häuslichen Pflege bei den hier geborenen Deutschen durchaus höher, als langläufig in der Presse angenommen und die Hilfen aus den Sozialkassen sind deutlich niedriger als die Ausgaben für Heim- und Pflegeplätze). Dazu kommt der noch unterschiedliche Altersaufbau (im Schnitt viel jünger) der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Der Trend, so jedenfalls die Demografen vom Bundesamt, geht in Richtung Angleichung. Das spielt sich aber in Zeitdimensionen ab, die sogar jüngere Leute eher kalt lassen dürfte (Wer weiß was >2050 wirklich sein wird?).

    Sozialleistungen nach Hartz IV: Selbst wenn Sie anteilig einen Sozialausgaben Mehrbedarf von jährlich 10 Milliarden Euro durch die höhere Arbeitslosenquote und die höheren Beihilfequoten für Familienangehörige anrechneten, das ist eher sehr hoch geschätzt, stellen diese Beträge, keinesfalls unsere Volkswirtschaft oder unser Sozialleistungssystem in Frage, zumal wir doch gerade alle gemeinsam im fahrenden Zug der Privatisierung von Lebensrisiken sitzen, während sich der vermögende Teil der Gesellschaft aus der solidarischen Teilhabe verabschiedet.
    Der letztere Faktor spielt in ökonomischer Betrachtung sicher eine viel größere Rolle, als alle Sozialtransfers nach „unten“ zusammen.

    Erstaunlich finde ich Ihre Haltung auch deshalb, weil derzeit gerade ein ausgsprochener Rückgang bei Zuwanderung und Einbürgerung zu beobachten ist. – Ein wenig erinnert mich das Verfahren, antizyklisch Regelungen einzufordern, obwohl eher wenig Regelungsbedarf besteht, an den derzeitigen Präventionsoptimismus bei der Inneren Sicherheit.
    Die Demografen fordern seit Jahren mehr Einwanderung, weil sie die kommende Lücke im Bevölkerungsaufbau schon länger berechnen. – Klar, Einwanderung ist kein Allheilmittel gegen die Schieflage bei der Alterung.
    Wir und unsere Nachfahren werden wohl länger arbeiten müssen und seien es auch nur ein paar Stunden und gestuft bis zu einer neuen Grenze. – Aber die Arbeitsplätze werden auch andere sein.

    Grüße

    C. Leusch

    • 21. Juni 2008 um 18:55 Uhr
    • Christoph Leusch
  39. 39.

    Es ist hier ja schon verschiedentlich angesprochen worden. Die Einwanderung, die wir hier gerne hätten, ist eigentlich keine: die „Einwanderung“ der Hochqualifizierten.
    Es gibt tatsächlich einen Wettstreit um die besten Köpfe in einer globalisierten Wirtschaft und in dem haben wir das Nachsehen. Es handelt sich um einen globalen Hochqualifiziertenmarkt und nicht um Einwanderung.
    Mit den besten Köpfen verhält es sich ähnlich wie mit Fußballprofis: sie gehen dahin, wo man am meisten verdienen kann und wo die Bedingungen am besten sind.
    Die Amis zahlen am meisten deswegen gehen die Leute dahin.
    Das ist aber nicht die Einwanderung in demographisch relevanter Größenordnung. Die findet weiterhin halblegal und von arm nach reich statt.
    Und E.S. hat recht: was für ein Armutszeugnis der reichen Länder, dass sie ihre Eliten importieren müssen und damit einen Braindrain in den reichen Ländern verursachen.

    Andererseits gibt es viele Beispiele in der Geschichte wo lokale Führungseliten durch fremde ersetzt wurden; aus dem einfachen Grund weil die lokalen Eliten dekadent und korrupt geworden sind. Am Ende des römischen Reiches kamen die großen Herrscher aus den Kolonien und waren die einzigen, die noch die römischen Tugenden hochhielten. Vielleicht ist das der Lauf der Dinge.

    Eins der wenigen Länder, das keine nennenswerte Einwanderung hat -Japan- hat ein besonders strenges System um seine Eliten zu qualifizieren.

  40. 40.

    @ C. Leusch: Meine Haltung ist gar nicht so erstaunlich. Ich bin nämlich, wie ich schon verschiedentlich geschrieben habe, für mehr Einwanderung. Den Rückgang bei der Einwanderung habe ich als erster beschrieben: Googlen Sie „Wir waren ein Einwanderungsland“. Frau Böhmer hat diesen Text immer wieder zitiert und sich zueigen gemacht.
    Der britische Mindestlohn beginnt bei 4.30 € für unter 18jährige und liegt in der Spitze bei 6.99 €. Man hat den Mindestlohn durchgesetzt (Labour!), damit man auf der anderen Seite weitgehende Flexibilisierung (Kündigungsschutz etc.) durchsetzen konnte. Grossbritannien ist aber, ebenso wie Frankreich, kein klassisches Einwanderungsland, sondern ein Ex-Imperium, dessen Einwanderer mehrheitlich aus den früheren Kolonien stammen. Es ändert sich nun durch die Polen. Frankreich dito: Die Menschen aus dem Maghreb sind nicht in einem transparenten Verfahren ausgewählt worden, sondern sie haben einen privilegierten Zugang zum Bürgerstatus.
    Und sie wollen doch wohl weder UK noch Frankreich als Vorbilder hinstellen, was die Integration dieser Gruppen angeht? Da stehen wir in Deutschland mit den Türken als größter Gruppe xmal besser da. (Wir haben auch einfach Glück mit den Türken, und dann haben wir mit ihnen keine Kolonialgeschichte.)
    Warum wollte die deutsche Industrie die türkische Einwanderung: Sie wollte damit die Gewerkschaften fertigmachen, indem sie billige und willige Arbeitskräfte auf Zeit holte. Die Probleme kamen, als man mit der Anwerbung aufhörte und auf Familiennachzug umstellte: Schlecht für die türkische Community, schlecht für das ganze Land. In Zukunft brauchen wir eine rationale, transparente Zuwanderung. Sie wird kein rein nationales Ding mehr sein können, sondern im europäischen Rahmen organisiert werden müssen.

    • 22. Juni 2008 um 00:09 Uhr
    • Joerg Lau
  41. 41.

    Joerg Lau
    „Warum wollte die deutsche Industrie die türkische Einwanderung:“
    Um die durch Vollbeschäftigung explodierenden Löhne unter Kontrolle zu bringen.
    In der Wirtschaft kennt man den Grundsatz „Angebot und Nachfrage regeln den Preis.“
    Es ist an sich ganz einfach. Mehr Angebot an Arbeitskraft macht die Arbeitskraft billiger. Bei Vollbeschäftigung herrscht oft ein Mangel an Arbeitskraft und dies führt zu steigenden Löhnen.
    Bei Vollbeschäftigung gibt es nur einen Weg an neue Arbeitskräfte zu kommen und der heisst Abwerbung. Abwerben kann man nur, wenn man mehr Lohn bietet. Das führt automatisch zu stetig steigenden Löhnen.
    Da braucht man nicht mal Gewerkschaften. Das sind die Gesetze des Marktes.

    • 22. Juni 2008 um 00:36 Uhr
    • J.S.
  42. 42.

    Warum nicht mal auf Grundlegende Zusammenhänge sehen?
    z.B. „Angebot und Nachfrage regeln den Preis.”
    Ganze Stadteile wären ohne Zuwanderung wertlos, weil mit einer schrumpfenden Bevölkerung die Nachfrage nach Wohnraum sinkt.
    Was den Rest angeht, würden Immobilienpreise und Mieten ohne Zuwanderung stark sinken.
    Hier geht es um sehr viel Geld! Immobilienkredite und Immobilien als Sicherheit für Kredite.
    Die Qualifikation der Zuwanderer spielt überhaupt keine Rolle, solange er ein Dach über dem Kopf braucht und irgendwo noch Geld existiert um seien Miete zu bezahlen. Dieses Geld stellt die Allgemeinheit über die Sozialsyteme zur Verfügung und die Immobilenbesitzer (bzw. Banken über Kreditzinsen) kassieren es.

    • 22. Juni 2008 um 00:53 Uhr
    • J.S.
  43. 43.

    Hoffentlich kann unser Praesident seiner Meinung Gehoer verschaffen !

    Sehr geehrter Herr Lau,
    vollkommene Zustimmung zu Ihrer obigen Kritik !
    Und Danke! das tut gut.

    Ihre Mathilde

    • 22. Juni 2008 um 01:08 Uhr
    • mathilde
  44. 44.

    @ Miriam #34

    Wenigstens sind Sie ehrlich: Unbehagen! Wissen aber nicht, woher es kommt. Ich auch nicht. Nur Sie können es aber beantworten. Vielleicht lohnt es sich der Frage mal nachzugehen. Wer weiß, was alles zu Tage kommt. Ohne die Antwort, wird stets eine Blockade drin sein, die ein weiterkommen (symbolisch natürlich) schwer macht.

    __ „Wenn sie sich als die Kanzlerin der türkeistämmigen Mitbürger bezeichnet, dann nicht weil sie türkeistämmig, sondern weil sie Mitbürger sind. Auch wenn viele türkeistämmige Mitbürger als Kollektiv und als institutionalisierte Minderheit wahrgenommen werden möchten (vgl. Kenan Kolats 5 Forderungen), kann die Kanzlerin keine Kollektive vertreten, sondern einzelne Bürger.“__

    1. (Mit-)B ü r g e r sind nur deutsche Staatsbürger, während Merkel alle türkischstämmigen angesprochen hat. Was auf der juristischen Ebene nicht ist und vom Gesetzgeber nicht gewollt ist, wird nicht dadurch relativiert, in dem man so spricht/sagt, als seien alle gleich. Sie meinten sicherlich Mitmenschen.

    2. Eine M i n d e r h e i t ist eine demographische Gruppe auf einer bestimmten territorialen Einheit, die sich durch bestimmte personale Merkmale von der Bevölkerungs m e h r h e i t unterscheidet. Merkmale in diesem Sinne können Sprache, Rasse, Religion, Moral, sexuelle Identität, soziale Funktion u.v.a. mehr sein. Hat also mit „wollen“ nichts zu tun. Minderheit dürfte jeder sein, auf Grund irgendeines Merkmals.

    __“Herr Senol wird mich bestimmt tadeln und denken, er kann schreiben, was er will, trotzdem wird ihm Misstrauen entgegen gebracht. Da gebe ich ihm sogar Recht, und schäme mich ein bisschen für mein Unbehagen.“__

    Nicht doch :) Ich spekuliere einfach mal: Für Ihr Unbehagen können Sie nichts. Es sind die äußeren (medialen) Einflüsse, denen Sie tagtäglich ausgesetzt sind. Ihnen wird suggeriert, dass Sie Unbehagen haben sollten/müssen, wenn Sie auf so einen wie den Senol treffen. Womöglich ein Wolf im Schafspelz. Aber bitte nicht nicht auf die Goldwage legen! Reine Spekulation.

    __“Hamster sind niedlich Herr Senol.“__

    Wenn ich ehrlich bin, fand ich Ihr unerklärliches Unbehagen ebenfalls niedlich, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen.

    • 22. Juni 2008 um 01:44 Uhr
    • E. S.
  45. 45.

    @Ekrem Senol #44

    Hier zum Thema Minderheiten, eine Leseempfehlung:

    Minderheitenpolitik in Europa, Samuel Salzborn (als PDF zu ergoogeln). Er zitiert aus „Opfer und Täter“ von Peter Waldmann (2003):

    (…) eine unreflektierte Parteinahme zugunsten der ethnischen Minderheiten würde übersehen, dass Minderheitengruppen – trotz ihres machtstrategisch in aller Regel im Verhältnis zum Nationalstaat unterprivilegierten Status – aus eben der Rolle des Schwächeren in der Öffentlichkeit moralische Vorteile zu ziehen versuchen, die unbewusst in eine Zustimmung zu den von ihnen vertretenen Politikansätzen münden kann; (…) Der Wunsch besteht darin, selbst eine überlegene Position einzunehmen, um die anderen kontrollieren zu können.“
    (Salzborn, S. 133)

    Als ich das las, habe ich an Sie gedacht, und an Milli Görüs und an TGD. Niedlich, oder?

    Schönen Sonntag noch.

    • 22. Juni 2008 um 09:00 Uhr
    • Miriam
  46. 46.

    Wer Motive verschleiert erzeugt Unbehagen. Die Ditib kopuliert mit den Grauen Wölfen und Ekrem Senol mitten drin.

    Senol, kommen nach der Schwimmbadapartheid getrennte Sitze im ÖPNV?

    • 22. Juni 2008 um 09:04 Uhr
    • Bergpalme
  47. 47.

    @ Miriam #45

    Gehören Sie auch zu denen, die sich für Anerkennung und Rechte von Minderheiten in allen Ländern einsetzen, diese in Deutschland aber nicht wahrhaben wollen? Zitieren Sie Ihre Fundestelle auch, wenn es um Minderheiten in anderen Ländern geht? Unterstellen Sie denen auch ein Streben nach einer überlegenen Position, um andere kontrollieren zu können.

    Ich empfehle Ihnen nach wie vor, Ihrem „Unbehagen“ nachzugehen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse würden zu ungeahnten Reflektionen am Horizont führen.

    Ich finde die Doppelmoral diesbezüglich für so offensichtlich, dass es wiederum niedlich erscheint.

    • 22. Juni 2008 um 10:22 Uhr
    • E. S.
  48. 48.

    Alles nur Kinder von willigen Vollstreckern. Die können und wollen nicht anders.

    • 22. Juni 2008 um 10:27 Uhr
    • emcee
  49. 49.

    Herr Lau, sie sind nicht seriös. Aus ihrem Einwanderung-Artikel:

    Von 450000 Zuwanderern in der deutschen Migrationsstatistik 2005 bleiben am Ende kaum 20000 Einwanderer im klassischen Wortsinn

    Weiter oben schrieben sie:
    Von den übrig bleibenden 100000 kamen nach vorläufigen Schätzungen 80000 unter Sonderregelungen für Familiennachzügler

    Im Jahr 2005 wurden 29000 Asylanträge gestellt.

    Von Illegalen ist gleich überhaupt nicht die Rede. 2006 wurden 65.000 Illegale aufgegriffen, aber nur 15.000 abgeschoben. Kein Mensch weiß, wieviele Illegale wirklich hier leben. Nur die 20.000 Einwanderer im klassischen Sinne zu nehmen, und dann zu sagen es gäbe kaum Einwanderung, ist einfach unseriös. Außerdem haben sie die hohen Geburtenrate in den Parallelwelten vergessen, die so wie eine starke Einwanderung von besonders Unintegrierten wirkt.

    Wohin das führt beschreibt der Bonner Sozialforscher Miegel im Online-Spiegel:
    Zur Stützung seiner These zieht Miegel die Bevölkerungsstatistik heran. Danach hat sich die ansässige, deutschstämmige Bevölkerung seit 1996 um 2,8 Millionen vermindert, die Zahl der Migranten ist dagegen um 3,5 Millionen gestiegen. „Die intensiv diskutierte Ausdünnung der Mittelschicht ist also nur zum Teil auf den Abstieg von Bevölkerungsgruppen zurückzuführen“, sagte Miegel. Wesentlich stärker falle ins Gewicht, dass in großer Zahl Menschen aus dem Ausland nach Deutschland gezogen seien, die in ihrer großen Mehrheit die Gruppe der Einkommensschwachen gestärkt hätten.

    Wenn man unerwünschte Zuwanderung verhindern will, muß man den Familiennachzug und Illegale stoppen. Im übrigen ist es ökonomisch klüger auf unqualifizierte Zuwanderung zu verzichten, und den Bevölkerungsstand leicht schrumpfen zu lassen. Deutschland ist dicht genug besiedelt, und hat hoffentlich keine imperialen Gelüste mehr.

    @Leusch

    Was sie wollen ist „more of the same“. Noch mehr Sozialstaat für Einwanderer, noch mehr Einwanderung, noch schnellere Einbürgerungen usw. Das ist alles gründlich in die Hose gegangen. Ihre Vorschläge wurden leider schon verwirklicht, und sind gescheitert.

    Spanien ist mit seiner Legalisierungspolitik auf die Nase gefallen. Jetzt wollen noch mehr Afrikaner nach Spanien. Wenn man wirklich helfen will, dann muß man vor Ort helfen.

    Alle Studien sagen, daß Einwanderer aus Drittstaaten keine Nettozahler sind, sondern Einwanderer in die Sozialsysteme. Das ist einfach so. Die Einwanderer sind in allen Belangen bedürftiger und weniger qualifiziert als zB Ostdeutsche. Der Unterschied ist nur, daß man die Überweisungen in Billionenhöhe an die neuen Bundesländer sehr leicht quantifizieren kann. Den „Soli“ für Integrationsverweigerer gibt es selbstverständlich auch. Er ist nur verdeckt, und man darf nicht darüber sprechen.

    • 22. Juni 2008 um 10:41 Uhr
    • Black
  50. 50.

    Jetzt fängt dieser Black schon wieder an! Mensch Black Sie sind nicht serös und treiben Propaganda mit nicht belegten Behauptungen.
    Sollen wir die Diskussion wieder beginnen?
    Black go home!

    • 22. Juni 2008 um 10:46 Uhr
    • docaffi
  51. 51.

    @docaffi

    Nicht schwätzen – Googeln! Leute wie sie spammen den Blog zu. ALLE meine Angaben sind sehr leicht wortwörtlich zu ergoogeln. Die von Herrn Lau sowieso, auch der Artikel über den Sozialforscher Miegel im Online-Spiegel. Die Angaben über die Illegalen stammen aus dem Migrationsbericht 2006 des BMI.

    Daß den Ostdeutschen mittlerweile ca 1.5 Billionen Euro hauptsächlich über die Angleichung der Sozialsysteme überwiesen wurden, ist ihnen hoffentlich nicht entgangen.

    Hören sie endlich mit ihrer Verleumdungspolemik auf!

    • 22. Juni 2008 um 10:58 Uhr
    • Black
  52. 52.

    >Warum wollte die deutsche Industrie die türkische Einwanderung: Sie wollte damit die Gewerkschaften fertigmachen, indem sie billige und willige Arbeitskräfte auf Zeit holte.

    Das ist Unsinn, zumindest in der Anfangsphase der Anwerbung gab es in Deutschland einfach nicht genug Arbeitskräfte bei gleichzeitig sehr geringer Arbeitslosigkeit.

    Hat alles wunderbar funktioniert, bis die Sozialpolitiker sich eingemischt haben und alles verpfuscht haben.

    • 22. Juni 2008 um 11:28 Uhr
    • PBUH
  53. 53.

    M Zeh 48: „Alles nur Kinder von willigen Vollstreckern. Die können und wollen nicht anders.“

    Wie Recht Sie haben:
    http://www.abendblatt.de/daten/2008/06/20/896271.html

    Islam ist Faschismus.

    • 22. Juni 2008 um 11:32 Uhr
    • Bergpalme
  54. 54.

    … und Holland wird €pameister.

    • 22. Juni 2008 um 11:32 Uhr
    • Bergpalme
  55. 55.

    Bergpalme ist Faschismus!

    • 22. Juni 2008 um 11:39 Uhr
    • emcee
  56. 56.

    @Ekrem Senol # 47

    Die Rechte von Minderheiten hören für mich da auf, wenn diese bzw. ihre nicht gewählte bzw. selbst ernannte Vertreter sich als Fernziel vornehmen, diese Gesellschaft Islam-kompatibel zu machen und ihre alternative Sozialordnung durchzusetzen. Ich unterstelle ihnen nicht einmal „böse“ Absichten, denn ich glaube, S/sie wollen uns mit diesem dritten Weg beglücken.

    Aus meiner Sicht sollte sich der Minderheitenschutz am Individuum orientieren und nicht am Kollektiv. Denn, wie es im Artikel 1 GG heißt: Die Würde des Menschen (= des Individuums) ist unantastbar. (Und nicht die Würde von Kollektiven, besonders wenn zum Erhalt dieser Würde bestimmte Grundrechte außer Kraft gesetzt bzw. eingeschränktt werden müssen. Wie z.B. das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sich die so geschützten Kollektive nicht in ihrer Würde verletzt fühlen.)

    Und jetzt muss ich zum Flughafen, um die Hauptstadt einen Besuch abzustatten.

    Wenn ich auf Ihre Antwort nicht sofort antworte, dann nicht weil ich mich drücke..;-)

    • 22. Juni 2008 um 11:39 Uhr
    • Miriam
  57. 57.

    @N. Neumann

    >Man sollte die deutsche Politik auch einmal loben: Sie verfügt über Personal, dass durchaus auch richtig auf Fehlentwicklungen reagiert und vernünftige Kompromisse schließen kann.

    Die Politik versucht hier Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen hat. Tolle Leistung!

    • 22. Juni 2008 um 11:42 Uhr
    • PBUH
  58. 58.

    Christentum ist Faschismus!

    • 22. Juni 2008 um 11:42 Uhr
    • emcee
  59. 59.

    Deutschland war Faschismus!

    • 22. Juni 2008 um 11:43 Uhr
    • emcee
  60. 60.

    p.s. zu #56

    „die Hauptstadt einen Besuch abzustatten“.. Miriam, your grammar!.. „der Hauptstadt einen Besuch abzustatten“.. sorry Neumann..sorry Bastian Sick.. sorry Dativ..
    1. Gebot: never blog while rushing to catch a plane..

    • 22. Juni 2008 um 11:50 Uhr
    • Miriam
  61. 61.

    „Der größte Teil von den 2030 Islamisten sind Anhänger der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs in der Centrum Moschee in St. Georg. Diese setzen sich für einen islamistischen Staat ein.“

    Es ist doch immer wieder das selbe alte Märchen. Die bösen Mitbürger von der IGMG.

    Übrigens dürfte Erol Bult, falls in Hamburg wohnhaft, auch zu den als gewaltbereit eingestuften Mitbürgern zählen.

    Das ist absolut lächerlich.

    • 22. Juni 2008 um 11:50 Uhr
    • emcee
  62. 62.

    @JL

    Das Thema Intelligentquotient interessiert mich schon lange. Da die USA sowohl nach ethnischen Kategorien als auch nach Sozialstatuskreiterien USA-weit seit Jahren IQ-Vergleiche machen, um ihre Bildungspolitik den verschiedenen Ethnien und Kulturen anzupassen, kommt folgendes heraus:

    Überschrift dieser IQ-Tabellen:
    „Bitte nicht für rassistische Angriffe und Diffamierungen benutzen!“

    Warum: Weil natürlich das Ranking der Kulturen plus Ethnien unserem „Vorurteils-Erfahrungsschatz“ voll entspricht.

    Es führen nicht Einwanderer aus afrikanischen Ländern, Indianer, Schwarze, Latinos sind eher im unteren Drittel.

    So ist bei Kindern aus gemischtrassischen Ehen (Schwarz-Weiss) z.B. folgerndes festzustellen: Ist die Mutter weiss, haben die Kinder einen höheren IQ.
    Bei schwarzen Müttern ist er geringer.
    Resümee: Es ist die Lernkultur und Arbeitsethik , die das Kind prägt. Max Weber lässt grüßen.

    Denn der Test wurde gemacht, weil man den Erfolg der asiatischen Kinder aus Einwandererfamilien in Schule, Uni und Beruf analysieren wollte. Speziell der Korea-Kinder, die sich in nur einer Generation aus dem Gehtto herausgearbeitet hatten. An Schwarzen und Latinos vorbei, die schon viel länger in den USA beheimatet sind un d dieselbe Schule besucht haben!!!

    Daher lohnt sich aus unserer Sicht die Einwanderung von High-Potentials vor allem aus asiatischen Ländern.

    Oder Intellektuelle oder kompetente Handwerker und Ingenieure. Aber ein Demokratietest sollte sein, je verbindlicher umso besser.
    Nur für Länder, wo die Trauben hoch hängen, werden sich die Menschen interessieren, einzuwandern.

    Wir haben schließlich die Globalisierung, da ist Sozialromantik ein Killerkrtiterium für den Wirtschafts- standort D.

    • 22. Juni 2008 um 11:53 Uhr
    • Oda Dridi
  63. 63.

    Wer will schon in die BRD einwandern? Da gibt es unzählige Alternativen.

    • 22. Juni 2008 um 11:54 Uhr
    • emcee
  64. 64.

    Ja, M Zeh, alles nur böse Märchen, am 11. September ist Weihnachten und Indosien Europameister.

    • 22. Juni 2008 um 11:55 Uhr
    • Bergpalme
  65. 65.

    @Black

    Dass Sie mit falschen Zahlen hier Hetzpropaganda betreiben, habe ich hier schon mehrmals gezeigt. Ihre 20% Theorie war ja wohl Pustekuchen. Mensch Black, das ist hier das Blog für Sie. Bei PI oder BilD-Online können Sie sich austoben. Hier denken die Menschen mit.

    Hier wieder:

    „Von Illegalen ist gleich überhaupt nicht die Rede. 2006 wurden 65.000 Illegale aufgegriffen, aber nur 15.000 abgeschoben. “

    Das ist einfach gelogen

    Hier aus dem Migrationsbericht 2006:

    „Nachdem im Zeitraum von 1998 bis 2005 ein kontinuierlicher
    Rückgang der Zahl der unerlaubten Einreisen
    von 40.201 auf 15.551 festzustellen war, wurde
    im Jahr 2006 ein Anstieg der unerlaubten Einreisen
    auf 17.992 registriert (vgl. Abbildung 5-1 und Tabelle
    5-6 im Anhang). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet
    dies einen Anstieg der festgestellten unerlaubten
    Einreisen um 2.441 Fälle (+15,7 %).“

    Seite 137

    http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Themen/Auslaender__Fluechtlinge__Asyl/DatenundFakten/Migrationsbericht__2006,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Migrationsbericht_2006.pdf

    Es sind ca. 18000 illegal eingereist und nicht 65000.

    SIE SIND UNSERIÖS!!!

    • 22. Juni 2008 um 11:58 Uhr
    • docaffi
  66. 66.

    Weihnachten ist mir sowieso egal.

    • 22. Juni 2008 um 11:59 Uhr
    • emcee
  67. 67.

    War das nicht dieses Baumfest?

    • 22. Juni 2008 um 12:03 Uhr
    • emcee
  68. 68.

    Die Zahlen vom Hamburger Abendblatt betreffen nur das Landesamt von der Wanterkant. Extrapolieren Sie mal auf ganz Deutschland, dann wissen Sie, wie hoch Wahrscheinlichkeit ist, dass es nur liebenswürdige, nette, treue Bürger dieses Landes sind.

    • 22. Juni 2008 um 12:08 Uhr
    • Bergpalme
  69. 69.

    What is Wanterkant?

    Die Zahlen sind dennoch absoluter Schwachsinn.

    • 22. Juni 2008 um 12:12 Uhr
    • emcee
  70. 70.

    Meinten Sie BKA im Wunderland?

    • 22. Juni 2008 um 12:12 Uhr
    • emcee
  71. 71.

    Und ich dachte, Sie würden jubeln, weil der Staatsschutz Die Linke in HH aus der Überwachung nimmt?

    Islam ist Apartheid.

    • 22. Juni 2008 um 12:20 Uhr
    • Bergpalme
  72. 72.

    # 62 @ Oda Dridi

    Ich stimme ihren Ausführungen zu – vor allem den Zusatz auch, dass ein ‚Demokratietest‘ ebenfalls dringend wünmschenswert wäre.

    Eine kleinigkeit nur: IQ-Test sind eine ziemlich schwierige Sache, da sie eben keine Intelligenz testen, sondern dasjenige, was wir als Ausdruck von intelligenz ansehen.
    IdR. macht das nun keinen großen Unterschied, außer wenn Menschen verschiedener Kulturen getestet werden und zugleich in diesen Kulutren unterschiedliche Anforderungen an den Erwerb derjenigen Fähigkieten gestllt werden, die durch die Form des jeweiligen Einzeltestes erst eruiert werden sollen.
    Beispiel (sehr grobes, damit der Punkt deutlich wird nur):
    Kultur A hat Karten entwickelt und die Vertreter der Kultur A sind seit kleinkindesbeinen an darauf trainiert Karten zu lesen. Karten lesen bedeutet von abstrakten Zeichen(Zeichnung) auf konkrete landschaftliche Merkmale schließen zu können.
    Kultur B hat das nicht, die Menschen dort können keine Karten lesen und tun sich auch sehr schwer damit, das zu erlernen, wenn man ihnen im RErwachsenenalter dies vermitteln möchte – sie können hingegen aber hervorragend sich eine hochkomplexe geistige Karte bilden, mit deren Hilfe sie kompetent ihre nähere und weitere Umgebung erfassen können und sich danach also auch orientieren können in einem ähnlich hohen Grade wie die Menschen aus Kultur A mithilfe ihrer Karten.
    Die Menschen aus Kultur A hingegen können bei weitem nicht (mehr) sich eine solch hochkomplexe geistige Karte vorstellen – sie müssen es ja auch nicht, da sie ja über normale Landschaftskarten verfügen und es nur der ‚Kompetenz‘ bedarf Karten lesen zu können – sie sind also von kindesbeinen an nicht darauf trainiert sich geistige Karten als Orientierungshilfe eines Großflächigen gebietes bilden zu müssen.
    Letztendlich: Kultur A und B verfügen über verschiedene methoden ihre weitere Umgebung zu erfassen und die Vertreter der Kulturen sind jeweils in der ihren trainiert.
    Der IQ-Test, der nun auf die Intelligenz mist bzl. abstraktionsvermögens und Abbildungsfähigkiet von ‚Karte‘-Landschaft, ist aber von den leuten der Kultur A gemacht worden und testet auch richtig unterschiede dieser befähigung als ausdruck (!) von intenlligenz bei den vertretern der Kultur A – nur bei denen der Kultur B, da testet er wohl die Befähigung der vertreter von B Karten lesen zu können – und diese schneiten auch dementsprechend schlecht ab – aber es sagt nichts über deren Intelligenz aus, denn dazu hätte der Test eben auf die Befähigung ‚geistige Karten zu bilden und sich damit orientieren zu können‘ angelegt sein müssen, was er nicht ist.
    Bei ihrem US-Beispiel (Asiaten versus Afrikanern in der USA) sind dieselben bedingungen gegeben, aber die unterscheide haben nichts mit rasse zu tun, sondern mit Sub-kultur und der Tradierung und Trainierung von Befähigungen und Werten innerhalb dieser Subkulturen, die sich partiell an Grenzen von Ethnien entlang bewegen(der M. Weber-Punkt) und es so zu einer großflächigen Überschneitung von Subkultur und Ethnie kommt.

    Aber ja, Einwandern – gerade da eben so viele es wollen und es wohl auch immer mehr noch wollen werden – sollte an bedingungen geknmüpft sein, die wir als für uns vorteilshaft ansehen.
    Wenn man viele ‚Bewerber‘ für etwas hat (hier: Migranten in Spe und Platz bei uns für diese), dann ist es auch gut möglich entsprechende massstäbe bei der Auswahl anzulegen, vor allem, wenn es von Vorn herein klar ist, dass man nicht absolut alle, die wollen, auch aufnehmen kann.

    • 22. Juni 2008 um 12:29 Uhr
    • Zagreus
  73. 73.

    @42 J.S.
    Herzlichen Glückwunsch, J.S.! Sie haben den Kapitalismus verstanden!
    Die Herrschaft der toten Dinge, von Marx auch als Fetischismus bezeichnet.

    Unangenehm, wenn dieser ökonomische Fetischismus mit ein paar grundlegenden kulturellen Gegebenheiten zusammenstößt.
    Leute, die von diesem Konflikt zwischen Ökonomie und Kultur betroffen sind, äußern sehr interessante, die hart an der Grenze zu Schizophrenie sind.

    Nehmen wir als Beispiel Hans-Olaf Henkel, der immer ein Befürworter des EU-Beitritts der Türkei war. Wir sollen uns nicht so anstellen, wir müssen uns dem Wettbewerb in einer globalisierten Welt stellen und wir brauchen die Türkei als Absatzmarkt und Werkbank der deutschen Wirtschaft usw usf.
    Dann wurde vor ein paar Jahren sein Sohn in der Stuttgarter Innenstadt von ein paar Türken zusammengeschlagen. Raten Sie mal, wie der Mann jetzt daherredet!
    Solange dieses ökonomische System hier besteht, brauchen Sie immer billige Arbeitskräfte, die bereit sind, sich für ein paar Euro den Buckel krumm zu schuften und sie brauchen neuerdings auch eine importierte Elite, die uns an der Spitze des technologischen Fortschritts hält.

  74. 74.

    „äußern sehr interessante..“
    Ansichten
    Sorry!

  75. 75.

    Also so langsam scheint es hier ja doch eine gewisse Übereinstimmung zu geben.
    Zagreus Nr. 73 :“Wenn man viele ‘Bewerber’ für etwas hat (hier: Migranten in Spe und Platz bei uns für diese), dann ist es auch gut möglich entsprechende massstäbe bei der Auswahl anzulegen, vor allem, wenn es von Vorn herein klar ist, dass man nicht absolut alle, die wollen, auch aufnehmen kann.“

    Frage an alle: Was eigentlich sollte uns an einer solchen klugen Auswahl hindern?

    Oda Dridi Nr 62: „Resümee: Es ist die Lernkultur und Arbeitsethik , die das Kind prägt. Max Weber lässt grüßen.“

    So ist es!!
    Siehe auch mein Beitrag unter Nr. 36 + 37

    Also lassen wir das hier doch endlich mit den angeblich unterschiedlichen IQ von Ethnien.
    Und konzentrieren wir uns darauf, wie die Kinder der nun einmal schon hier da seienden und wie auch immer hergekommenen Immigranten entsprechend den Anforderungen unserer Gesllschaft ausgebildet werden können, dass vor allem auch ihre Eltern dafür gewonnen werden. Wie schwer letzteres vor allem bei moslemischen Eltern ist, wurde hier oft genung diskutiert.

    lebowski Nr. 39: „Es gibt tatsächlich einen Wettstreit um die besten Köpfe in einer globalisierten Wirtschaft und in dem haben wir das Nachsehen. Es handelt sich um einen globalen Hochqualifiziertenmarkt und nicht um Einwanderung.“

    Auch das ist so. Die Suche nach „High potentials“ hat nichts mit üblicher Einwanderung zu tun.
    Es ist nachgewiesen, dass es nur etwa 3% einer Bevölkerung sind, die die Trends kreieren und dann auch verwirklichen, welche ein Land voranbringen. Das ist eine äußerst knappe „Ware“. Der Rest sind Mitarbeiter, die selbstverständlich für die Umsetzung der Trends ein entsprechende Ausbildung haben müssen.
    Es ist einer der wichtigsten Gründe für den Standard der USA, dass sie seit Jahrzehnten den Markt der „High potentials“ kontinuierlich leer zu kaufen sucht. Moralische Appelle, man verursache da einen Brain train aus schwächeren Ländern, sind zwar schön aber weltfremd.

    • 22. Juni 2008 um 14:23 Uhr
    • Apoll
  76. 76.

    @ 71 Zagreus

    Ja, ja, jetzt werden wieder die IQ-Tests auseinanderge- nommen.
    Fakt bleibt, dass der Grad an Abstraktionsvermögens ein wesentlicher teil der Intelligenz ist.
    Das ist erlernbar oder durch Vererbung als Disposition vorhanden.

    Die USA-Tests gehen von US-Bürgern aus, die alle in die gleiche Schule gehen, aus allen Rassen und Schichten.

    Daher ist das Erziehungsziel in USA wie in Europa gleich: Bürger, die den Anforderungen der globalisierten Industriegesellschaft gewachsen sein müssen.

    Da helfen keine Techniken wie Hütten aus Palmblättern bauen, Tierspuren lesen oder als Beduine in der Wüste leben. Es ist einfach überholt und bestenfalls noch Folklore.

    Daher ist das nicht IQ-Test-relevant.
    Es gibt ein schönes Zitat zur Wertigkeit von Kulturen, das auf einem Harvard-Kongress zitiert wurde:

    „1965 schreib George Peter Murdock: „Die Forderung, allen Kulturen dieselbe Würde und Achtung zuzugestehen, sei „nicht nur Unsinn, sondern sentimentaler Unsinn“.
    Es sei „absurd“, dem Kannibalismus, der Sklaverei, der magischen Heilung und dem Töten der Alten dieselbe „Würde“ oder „Validität“ zuzugestehen wie der Rentenversicherung, der wissenschaftlichen Medizin oder der Metallherstellung. Alle Menschen würden die westliche Technologie bevorzugen und lieber in der Lage sein, ihre Kinder und Altern zu füttern als sie auszusetzen.“

    Das Zitat ist einfach genial, weil es Entwicklungen von Kulturen aus dem Mittalalter in die Moderne für möglich hält.

    • 22. Juni 2008 um 14:41 Uhr
    • Oda Dridi
  77. 77.

    Tja Apoll

    warum wollen sogar alle arabischen Menschen meiner Umgebung (vor Ort) , die die USA so furchtbar hassen, immer nur ZUERST in die USA einwandern wollen.

    Was sich dort abspielt, wenn die Lose für eine Green card vergeben werden, ist enorm!

    Ich glaube nicht, dass das für D. gilt: wir gelten einfach nicht als das Land mit so großer Freheit wie die USA, wohl aber:
    „In D. gibt es Geld ohne Arbeit!“ Das Statement hört man immer wieder.

    • 22. Juni 2008 um 14:44 Uhr
    • Oda Dridi
  78. 78.

    Oh Gott, da sträuben sich alle Haare, wie orientierungslos eine Diskussion laufen kann.

    Einwanderung gibt es praktisch keine nennenswerte, abgesehen vom Familiennachzug. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Wird dieser für Ausländer zu sehr unter Restriktionen gesetzt, werden die einfach Deutsche, falls sie es nicht schon sind. Dann kann man sich überlegen, ob man für Apartheid in Deutschland ist, wenn man bestimmten Deutschen das „Importieren“ von Ehefrauen verbieten möchte.

    Wenn man Importehen aus dem islamischen Raum vermindern möchte, muss man dafür sorgen, dass die hiesigen potentiellen „Importeure“ im sozialen Ranking aufsteigen und für die einheimischen Frauen attraktiver werden. Dazu gehören zwei Seiten. Die, die Perspektive anbieten und die, die die auch annimmt. Solange ersteres so defizitär in Deutschland ist, ist letzteres nur begrenzt kritisierbar.

    Wenn man in Deutschland von „gewollter“ Einwanderung redet, und damit gebildete Ausländer meint, hört sich das hier so an, als ob eine nervende 120 Kilo Frau meint, sie hätte nur einen feingeistigen Adonis als Partner verdient.

    Wenn man was will, muss man was anbieten!

    Vor allem Perspektive! Es fängt schon damit an, dass der angebotene Aufenthaltsstatus den jederzeitigen Arschtritt als Option beinhaltet, bis hin zu der zu erwartenden Ausgrenzung der Ehefrau, wenn diese auch nur eine kulturell eigenständige Kleidung zu tragen pflegt.
    Bevor man sich anmaßt im Wettbewerb um die Bildungsmigranten Forderungen zu stellen, muss man sich erstmal die Frage stellen, wieso für die hiesigen Bildungsmigranten dieses Land so wenig attraktiv ist. Wieso selbst deutsche Personaler nicht davor gefeit sind, Ihre Vorurteile gegen die Masse der Ausländer von deren Akademikern abzugrenzen. Wieso hat der Informatikspezialist bei der Wohnungssuche im Prinzip die gleichen Vorurteile auszuhalten, wie ein gewöhnlicher Harz4 Ausländer? Bevor sich Deutschland diesen Fragen nicht stellt, braucht es sich gar nicht darüber Gedanken machen, welche Ausländer man möchte.

    • 22. Juni 2008 um 14:45 Uhr
    • Erol Bulut
  79. 79.

    @Oda

    es nervt, wenn Menschen ohne Verständnis mit Sachen Argumentieren, um andere Menschen zu erniedrigen. Im Nachplappern scheinen Sie ja Ihre Talente zu haben, aber analytische Denkerei gehört sicher nicht zu Ihren Stärken.

    Sie sprechen von „einer“ Kultur der Schwarzen gleichermaßen von „einer“ Kultur der Moslems. Schon hier offenbart sich ein grundlegendes fehlendes Verständnis für Kulturen. Als ob die soziale Klasse keinen Einfluss auf die Kultur hätte, soll hier leichtfertig der Gesamtheit nur eine Kultur, eine Assoziale untergeschoben werden. Das ist genauso clever, wie sich anzumaßen, am Ballerman das Wesen der deutschen Kultur erforschen zu wollen und Aussagen über die Intelligenz der Deutschen machen zu wollen.

    Sie vergleichen aufgrund von Intelligenztests, die offensichtlich nicht soziale Herkunft berücksichtigen. Wenn Sie nennenswerte Intelligenzvergleiche für Ihre doch recht niederträchtigen Erniedrigungsveruche anbieten wollen, müssen Sie nicht nur zwischen schwarzer und weißer Mutter unterscheiden, sondern auch welche Bildung und Herkunft diese genossen haben. Die benannten Statistiken sagen im wesentlichen nur aus, dass Weiße in den USA bisher eine bessere Bildung genossen haben.

    Sparen Sie sich das Wort Intelligenztest zur Erniedrigung anderer in den Mund zu nehmen, wenn Sie das nur so Ahnungslos tun können. Ihrer Hetzkultur kann man sicher keine Würde und Achtung zugestehen, wenn man kein Kulturbanause ist.

    • 22. Juni 2008 um 15:13 Uhr
    • Erol Bulut
  80. 80.

    @Miriam

    Gut, das E.S. Ihre Kommentare niedlich findet. Nicht so gut, dass Sie bisher keine einzige Textstelle von Ihm mit einer Begründung versehen konnten, die Ihre „manische“ Beschuldigung, der Nähe zu Milli Görüs Gedankengut, bestätigt.

    (Keine Einzige! Das ist Bergpalmes Niveau. Auch Ihres?)

    • 22. Juni 2008 um 15:21 Uhr
    • Erol Bulut
  81. 81.

    Kommentar von Joerg Lau | 22.06.2008 | 12:09

    Lieber Herr Lau,

    Welcome to the lowpay commission!

    http://www.lowpay.gov.uk/lowpay/7326-BERR-Low%20Pay%20owpay2008%20SHTML/

    Auswirkungen auf die sozialen Stellung von Niedriglöhnern, Jugendlichen und Familien, seit Einführung des Minimumlohns, 1999 bis 2007. Sehr lesenswert, insbesondere die Kapitel 3 und 4 des Reports. Da geht es um die umfassenden Auwirkungen des lowpay für Erwachsene, Familien und Jugendliche. Kann auch als PDF herunterladen werden. Ebenso die Reports vorgängiger Jahre.

    Einmal abgesehen davon, dass die Frage Mindeslohn nun sehr weit von dem Ausgangsthema und unserem Dissens um die Regelung der Zuwanderung und der Einbürgerung wegführt, gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Wir haben ein maßgeblich anderes Sozialsystem als Frankreich und Großbritannien. Vergleiche bleiben schwierig.

    Aber die Lage der „arbeitenden Klasse“ in Großbritannien hat sich durch die minimum wages deutlich verbessert, ohne Folgen für die weiter exorbitant profitträchtige Dienstleistungsindustrie (mittlerweile 75-80% der Arbeitsplätze) des Königreichs. Selbstverständlich ändert das nichts an der, im Vergleich mit Deutschland, noch krasseren Vermögens- und Einkommes-Ungleichverteilung im Königreich.

    Aber die Grundthese Heinsohns, der sich Köhlers Bemerkung zu nutze macht, man müsse Einwanderungspolitik nach „Nützlichkeitskriterien“ (hier im weitesten Sinne Eliteauswahl) für die Aufnahmegesellschaft betreiben, bleibt falsch und führt geradewegs zum gegenteiligen Effekt, nämlich einerseits Illegalität zu fördern und weiterhin die alte bundesrepublikanische Haltung, man sei kein „klassisches“ Einwanderungsland zu stützen.

    Ihre zweite These, unser Sozialstaat ginge unter oder würde zumindest schwer belastet, müsste also dereguliert werden, betrieben wir Zuwanderungspolitik wie Spanien, Frankreich odder England, ist unhaltbar.

    Ökonomisch entspricht der maximal rechenbare Aufwand, selbst bei Zuwanderungen wie in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts (wir liegen derzeit ja weit unter dem Soll (!), wenn es nach der Demografie ginge), maximal den Ausgaben der letzten Unternehmenssteuerreform. Das ist staatspolitisch und ökonomisch sicherlich nicht der Untergang des Abendlandes.

    Ich habe versucht, einige Beispiele kurz anzuführen, die zeigen, wie ungenau die Behauptung ist, Migranten belasteten unser Sozialsystem überrproportional und über Gebühr. Als Generalthese stimmt das so wenig, wie die These von der „Hartz IV-Hängematte“.

    Sie gehen aber auf mein Argument, die Zuwanderung nicht nach dem Prinzip Heinsohns zu organisieren, weil das eher sozial abträglich wäre, nicht ein.

    Der Alternativvorschlag zu Heinsohn und so manchem konservativen Innenpolitiker lautete doch:

    Erleichterung der Einbürgerung für länger hier lebende Migranten, Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt, Mindestlohn , Mitsprache in den Kommunen (Wahlrecht) auch ohne Staatsbürgerschaft (jedenfalls so lange, bis die von Ihnen ja auch geforderten „transparenten“ EU-Einbürgerungsregeln gelten), doppelte Staatsbürgerschaften (z.B.Türkei), Bildungsförderung endlich auf dem Niveau des oberen Drittels der OECD-Länder, gemessen am BIP, unbürokratische soziale Hilfestellungen und Geld für Problemgebiete, Problemschulen, Problemumfelder und Stadtteilarbeit, nicht flächendeckende Verteilung von Geldern an Betroffene und vermeintlich Betroffene. Dann sollte es eine EU- weit abgestimmte Quotenregelung für Immigranten geben. – Wäre allerdings eine solche Abstimmung erfolgreich, läge unsere Aufnahme- und Einbürgerungsquote aber mit Sicherheit wieder deutlich höher als zum gegenwärtigen Zeitpunkt, wenn auch nicht auf dem zu hohen Niveau der 90er Jahre. Die schon bestehenden „Eliten“ fremder Länder bekämen wir aber
    trotzdem nicht in ausreichender Zahl längerfristig zu Gesicht.

    Grüße

    C. Leusch

    ad Kommentar von Wachtmeister | 20.06.2008 | 2:55

    Es könnte doch sein, werter Wachtmeister, Sie gehörten zu den ständig Empörten, die endlich „Klartext“ reden wollen, ohne in die rechte Ecke verbannt zu werden?

    Zur evangelischen Vielfalt fällt mir noch ein. In der evangelischen Kirche gibt es auch viele Leute aus den Sozialwerken und aus der Gemeindearbeit, die mit der neuen bischhöflichen „Wahrheitsmentalität“ der Hubers und Käßmanns so Ihre Probleme haben. Die beobachten da nämlich eine Art selbstverfertigte Moral, die auch noch als „Wahrheitsanspruch“ in Erscheinung tritt. Der „brain- drain“ existiert, so wie er den Rückfluss der Gewinne aus dem Verkauf von Ressourcen und Öl in die westlichen Länder sichern hilft, weil die Eliten dieser Länder nicht nur westliche Lebensformen schätzen, sondern auch ihr Kapital dort hin transferieren.

    Grüße

    Kommentar von Apoll | 21.06.2008 | 6:16

    Werter Apoll,

    Das ist ein gewichtiges Argument. Aber bedenken Sie, die
    normalverteilte Fähigkeit zu einer allgemeinen Intelligenzleistung, -das ist ja grob die Umschreibung dessen, was ausgereifte IQ-Tests messen-, geht nicht einfach verloren. Das ist ja gerade das verheerende an der heutigen Situation. Wir überlassen durchschnittlich intelligente, genau so intelligente Kinder wie es Sie und ich es einst waren, aus der sozialen Unterschicht dem derzeitigen schulischen und vor allem gesellschaftlichen Auswahlprinzip und „verschwenden“, einmal in der biologistischen Sprache gesprochen, die genetisch angelegten Fähigkeiten dieser
    Menschen (Sie sind, wie gesagt, nicht grundsätzlich unfähiger als Sie und ich. Ganz krass gesprochen, es gibt auch erfolgreiche deutschstämmige Banker,Ärzte, Anwälte, Lehrer und Forscher mit einem unterdurchschnittlichen IQ, denn Sie hatten das Glück der richtigen sozialen Umwelt und einer anregenden Erziehung).
    Bedenken Sie zudem, dass IQ-Messungen immer Alterskohorten spezifisch und vor allem länderspezifisch „geeicht“ werden. Die Unvergleichbarkeit und Kulturabhängigkeit der validen Tests steigt mit dem Altersschnitt der Testpersonen beständig an.
    Letztlich bleibt zu der ganzen ewigen Intelligenzdiskussion noch anzumerken, dass gerade die extremsten Anhänger genetischer und sozialkultureller Intelligenzdifferenz, die größten Fälscher auf wissenschaftlichem Gebiete waren. Steile Thesen müssen eben mit allen Mitteln unterfüttert werden.

    Ein gutes Buch dazu: S.Chorover, From Genesis to Genozid. Der MIT-Professor analysierte die Entwicklung der Intelligenztests im Rahmen der Schul- und Einwanderungspolitik und der Massenuntersuchenungen für das amerikanische Militär, vom Anfang des 20.Jh. bis in die Zeit der Kennedy-Johnson und Nixon Ära, als die Vereingten Staaten begannen, vor allem ihre Schwarze Bevölkerung stärker zu fördern und rechtskonservative „Wissenschaftler“ versuchten, die „Head -start“-Programme zu diffamieren. – Der Keim für die neue schwarze Mittelschicht wurde damals gelegt. Und heute
    haben Teile der Schwarzen die Laterne der Benachteiligung an die Latinos abgegeben.

    All´ das schreibe ich, weil sich eben die seriöse Intelligenzforschung nicht als Argument in die Diskussion um „Fordern und Fördern“ im Rahmen der Integration
    einbeziehen lässt. Es gibt schlicht keine wissenschaflich haltbaren Befunde, die dies nahelegen. Daher ist auch
    der Herr Heinsohn mehr auf einem „Holzweg“, als dass er auf eine „Lichtung“ träte, wenn er sich argumentativ mit der dubiosen „Buschmann-Intelligenzforschung“ bewaffnet.

    Wie wäre es mit einem „Head-start“ für unsere jungen türkischstämmigen Mitbürger? Der Aufwand wäre, gemessen an den Chancen, eher gering (etwa in der Höhe eines Drittels der 4 Milliarden €, die nun für die Ganztagsbetreung aller unter drei Jahre alten Kinder aufgewendet werden.

    Grüße

    Christoph Leusch

    • 22. Juni 2008 um 15:37 Uhr
    • Christoph Leusch
  82. 82.

    Wer ist eigentlich Gunnar Heinsohn ?

    Gunnar Heinsohn hat bereits 1984 und 1987 in zwei paradigmatischen Aufsätzen zwei fundamentale Fragen gestellt, die die geistige Situation unserer Zeit noch immer nicht losgelassen hat. Beide Fragen, gestellt schon vor der epochalen Zäsur der Rückabwicklung der großen sozialistischen Oktoberrevolution im Osten Europas, nämlich „Wer will denn überhaupt Sozialismus?“ (1984) und „Hat Aufklärung überhaupt schon begonnen?“ (1987) stoßen in das Zentrum der Diskussion, wie sich Emanzipation nach dem großen Scheitern des angeblich emanzipatorischen Projekts marxistischer Provenienz neu denken lässt.

    Es geht daher nochmals! um Postmoderne, die Aufklärung, ihre Dekonstruktion, ja Depotenzierung, um die Ein- und Rückholung ihres metaphysischen Überschusses und letztlich ihre Rehabilitierung und (Wieder-)Einsetzung ! Zurück hin zu Kant und zur Wissenschaft, und über die zur Praxis – richtig, eine bekannte Figur: Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt drauf an, sie zu verändern: falsch, denn mit Odo Marquard heißt es, von Marx und den Folgen, dokumentiert im Schwarzbuch des Kommunismus und des Weltbürgerkrieges, kommend, schon eher richtig: Die Geschichtsphilosophen haben die Welt nur verschieden verändert, es kömmt drauf an, sie zu verschonen!

    Ja, aber was, wenn es denn hieße, es kommt schlicht drauf an, sie nur richtig zu sehen ? die Welt richtig sehen und begreifen, also wissen, was war und ist ? Und warum es gewissermaßen so sein muss, wie es ist, das, was ist und was war; und damit nach Kant dann doch affirmativ bei Hegel und eben nicht Marx: das, was ist, das ist vernünftig !

    Es wird also eine Art zivilisatorisch motivierte Revue geschrieben werden (müssen), um zum Ziel zu kommen, das dem von Sloterdijk´s „Sphären“ am Ende entspricht: „Der Satz „Gott bist tot“ wird als die gute Nachricht der Gegenwart bestätigt. Man könnte ihn auch umformulieren: Die Eine Kugel ist implodiert, nun gut – die Schäume leben. Sind die Mechanismen der Vereinnahmung durch simplifizierende Globen und imperiale Totalisierungen durchschaut, liefert das gerade nicht den Grund, warum wir alles hinwerfen sollten, was als groß, beflügelnd und wertvoll galt. Den schädlichen Gott des Konsensus tot sagen heißt bekennen, mit welchen Energien die Arbeit wieder aufgenommen wird – es können keine anderen sein als jene, die in der metaphysischen Hyperbel gebunden waren. Hat eine große Übertreibung ausgedient, erheben sich Schwärme von diskreteren Aufschwüngen.“

    Nur, dass auch mit einer weiteren Spielart der Metaphysik, die Karl Löwith in „Von Hegel zu Nietzsche“ schon lange am Wirken sah, gleich mit aufzuräumen ist und dies gründlich ! Denn darin liegt das Manko der bisherigen anderen Bemühungen auch der eher linken Provenienz. Es ist nicht so, dass das Ende der Staatssozialismen auch den Sozialismus aus den Köpfen der Menschen vertrieben hätte. Der spukt irgendwie als Möglichkeitsfeld, das zum Wohlsein des Menschen zu denken und vielleicht auch noch zu erkämpfen anzustreben wäre, noch immer durch die Köpfe.

    Nicht er ist diskreditiert, sondern, so die meisten Menschen, die Menschen, die ihn machten. Er sei besser als die Menschen, die an ihm als Menschen scheitern.

    Es gibt weder linkes noch rechtes Wissen, sondern nur (richtiges) Wissen, oder, etwas weniger aufdringlich: Wissenschaft oder keine Wissenschaft. Und Wissenschaft ist dann wieder da, wo Aufklärung stattfand, mithin dort, wo die Bemühungen, die sie initiierte und möglich machte, wieder gehbar werden.
    Nach Überwindung des metaphysischen Überschusses, der ganz unterschiedlich daher kommt, Sloterdijk ist wie auch Heidegger dabei der eine diskursiv-narrativ-phiosophische Weg, kommt die aus der Bahn geworfene Aufklärung am Ende wieder auf Spur.

    Denken erzeugt Realitäten, und neue Realitäten erzeugen neue mögliche Denk-Möglichkeitsfenster; es gilt, auch das Ungeheure zu denken, ja denken zu können !

    Was also ansteht ist, Geschichte, Philosophie und ökonomische Theorie neu zu strukturieren bzw. zu einer Lektüre zu vereinen, dabei zuerst, das die Anleihe, aber die prinzipielle, bei Heinsohn und Steiger – denen ist der Nobelpreis zuzueignen !, ökonomische Theorie zu begründen, nicht eine, sondern d i e ökonomische Theorie, um dann sagen zu können, dass die Kritik der politischen Ökonomie immerhin Basis des dann einsetzenden roten Terrors und seiner das 20. Jahrhundert bestimmende Jahrhundert der weltkriegsentfachenden Ideologien – nicht stimmen konnte, und auch das nicht, was daraus folgen sollte, weil das, was von Marx da kritisiert werden sollte, schon da selbst falsch war. Es geht nicht um die Rücknahme des Projekts der Aufklärung als Projekt der Moderne, sondern um dessen Abrüstung.

    Das Programm der klassischen Aufklärung ist doch letztlich: Gott ist tot, es lebe der Mensch, der Mensch nimmt die Geschichte selbst in die Hand: mehr oder weniger implizit formuliert mit dem Forschungsprogramm der bürgerlichen Aufklärung, der „Natural History of Society“ der schottischen Moralphilosophen, zu denen auch Adam Smith gehörte: woraus auch zu sehen ist, vorher die normativen Grundlagen der politischen Ökonomie als Wissenschaft kommen: der liberale Grundgedanke, wer ein sich selbst glaubt, und danach handelt, indem er seine Interessen vertritt, handelt zum Wohle aller Gesellschaftsmitglieder, quasi per „invisible hand“ ist doch genau der aufklärerischen Utopie geschuldet, die bürgerliche Welt werde sich schon als Krone der Zivilisation durchsetzen.

    Die Natural History ist als Theorie des stufenweise sozialen Fortschritts von der Ur-Gesellschaft, wie sie den Theoretikern über Fernreisen der Epoche protokolliert wurden bis hin zur „commercial“ oder „polished“ society (Adam Ferguson) ein Forschungsprogramm in emanzipatorischer Absicht. Zwar ist sie nicht durchwegs teleologisch zum „Heil“ angelegt, so aber doch zur bürgerlichen Gesellschaft, die dann per kommunikatives Handeln zu sich selbst kommt. Nun ist es aber so, dass die Dynamik der bürgerlichen Gesellschaft nicht gleich auch eine zum Wohlstand aller ist und der Markt nicht der große Vermittler, als der er gedacht wurde. Es geht in der bürgerlichen Gesellschaft nicht um Waren und Warentausch, sondern ums Geld.

    Daher, und das ist- zumindest was die ökonomische Theorie betrifft- Marxens Verdienst, hat Marx den Kapitalfetisch so betont und gezeigt, dass Geld eine entscheidende Rolle im Wirtschaftsablauf hat: G-W-G´: da ist er über die Klassiker Smith und Ricardo hinausgegangen, ohne aber im Kuhnschen Sinne eine wissenschaftliche Revolution, wie sie erst der Keynesianismus gebracht hat, zu vollziehen: er ist Klassiker geblieben, da er seine Kritik auf dem Boden der klassischen politischen Ökonomie übertrieben hat und kein wirklich alternatives Paradigma entgegenhielt.

    Was nun die Gesellschaftstheorie angeht, kann man beinahe dasselbe sagen: indem er in seiner Geschichtsphilosophie eben nicht bei der bürgerlichen Gesellschaft halt macht, sondern die Stufenleiter des Fortschritts und der Versöhnung nur eine Treppe weiter verschoben hat.

    So wie auch schon der bürgerliche Materialismus der Schotten die Arbeit als Vermittlung zwischen Mensch und Natur ins Zentrum der Dialektik des Fortschritts über die Arbeitsteilung und das Ausdifferenzieren der Bedürfnisse rückten, bleibt Marx bei diesem Paradigma (Deutsche Ideologie) und hebt es mit Hegel über sich hinaus: der Hegelianer Marx, wie Klaus Hartmann 1969 deutlich gemacht hat, will Philosophie praktisch verwirklichen: das geht nur mit der Überwindung von nur – Philosophie, dem Studium der konkreten Bedingungen der Menschen in der Absicht, den stummen Zwang der Verhältnisse unter bewusste Kontrolle zu bringen.

    Jedes Dialektik mit ihrer Logik des Widerspruchs ist das Prinzip, dass er auch in der Welt am Werke sieht: oder, wie E.M. Lange es 1980 ausdrückt: aus Hegels „Arbeit der Weltgeschichte“ wird Marxens „Weltgeschichte der Arbeit“: Marxens Errungenschaft besteht denn auch nach seinen eigenen Worten darin, die Dichotomie von konkreter und abstrakter Arbeit wissenschaftlich entdeckt zu haben: und damit die Dichotomie von Gebrauchs- und Tauschwert nochmals in einem Grundwiderspruch fundiert zu haben: diese Widerspruchsdialektik, die auf Auflösung strebt, ist das Prinzip, mit dem das Apriori der Durchgängigkeit des Kapitalismus und seine Notwendigkeit theoretisch stringent nachgewiesen werden kann: formal korrekt, aber auf Prämissen beruhend, die normativ sind.

    Oder deutlicher: Marx stellt den Fortschrittsoptimismus der bürgerlichen Aufklärung nicht infrage, sondern steht auf dem Gipfel des narzisstischen Gedankens, der Mensch könne Gott ersetzen: es ist dieser Punkt, bei dem abgerüstet werden muss, es ist der Überschuss, diese Überforderung der Gattung: Nicht Gott ist mehr das idealiserte Spiegelbild, die Rettungsinstanz für die Defizienz des schwachen Menschen, wie Feuerbach richtig gesehen hatte, Gott wird säkularisiert zur Gattungsvernunft, womit wieder eine Überforderung betrieben wird.

    Diese kommt zu sich selbst, wird praktisch, wenn nach der Überwindung des Privateigentums der neue Mensch seine Verhältnisse bewusst regelt: das ist, was Marx zeigen will, warum er Kritik der politischen Ökonomie betreibt, und dabei zu der überschwänglichsten Apotheose des Unternehmerkapitalisten und des Kapitalismus als solchen (Manifest !) kommt, apologetischer als die Schotten vor ihm, dennoch, aufgrund der Widerspruchsdialektik zu einer höheren Zivilisationsstufe fähig, wenn dazu reif, abzudanken.

    Die Aufklärungsidee des Bürgertums wird nur um eins verschoben (das nur ist natürlich mehr als nur das nur, es geht mir hier nur um die Struktur: Marx hat den Aufklärungsgedanken zu Ende geführt und radikalisiert, nicht infrage gestellt: wie konnte er es auch: der Materialist Marx war der größte deutsche Idealist im Grunde seines Herzens und Denkens: aus einem metaphysischen Grundverlangen überschüssig gespeist. Diese These der britischen Arbeitswertlehre und Moses Hess, Feuerbach und Tegel war genial, theoriegeschichtlich quasi unvermeidlich, daher objektiv in der Luft und angemessen, aber eben nicht zwingend auch wahr im emphatischen Sinne, oder gerade doch wahr eben in diesem Sinne, aber nicht richtig

    In seiner Kritik des geschichtsphilosophischen Denkens hat Jochen Kittsteiner in seiner Dissertation „Naturabsicht und Unsichtbare Hand“ das grundlegende Fazit gezogen:

    „Um dem geschichtsphilosophischen Denken vollends zu entkommen, sind noch weitere Stufen der „Entmystifizierung“ über die Marxschen hinaus notwendig…) erst dann kann Geschichte begriffen werden; als ein fremder Prozess, der in das individuelle Leben ein-schneidet, der nicht zum allegorischen Ausdruck eines geheimen Sinns gemacht werden kann und der nicht Bündnispartner für irgend jemanden ist. Was dann noch an bescheidenen humanen Zielsetzungen übrig bleibt, muss gegen die Geschichte erkämpft werden. Schlägt man sich die Vorstellung aus dem Kopf, ihres Inhalts losen Prozesses irgendwann Herr werden zu können, so kommt es auch nicht mehr darauf an, sie durch „gesellschaftliche Praxis“ auf einen imaginären Zustand zu bringen, sondern man muss nach neuen Bestimmungen suchen, was es heißen kann, ein Lebewesen zu sein, dass seiner nicht Machbaren Geschichte nicht entrinnt.“

    Das klingt nun sehr resignativ. Dennoch setzt an diesem Punkte nach-metaphysisches Denken an. Doch was bei Kittsteiner im Grunde Fazit ist, bleibt bis heute forschungsstrategisches Postulat: nämlich zu zeigen, warum Marx „der Versuchung nachgibt, der im Prozess der Kapitalakkumulation zunächst entqualifizierten Bewegung eine immanente Dialektik zuzuschreiben, die sie, begründet nur durch den revolutionären Erwartungshorizont einer Verknüpfung von ökonomischer Krise und Aktion des Proletariats, doch wiederum in den sicheren Hafen einer humanen Kontrolle einmünden lässt“.
    Es ist eben nicht nur die Erwartungshaltung, sondern die über Hegels Widerspruchsdialektik gewonnene normative geschichtsphilosophischen Prämisse bei Marx, die ihn dazu zwingt, seine Ökonomiekritik paradigmatisch so anzulegen, dass der Widerspruch in mehreren Stufen zum vor-gedachten, theoretisch einzulösenden Ergebnis, nämlich Sozialismus, kommt.

    Der Kapitalismus ist bei ihm theoretisch so angelegt, dass er überwindbar ist – unabhängig von der empirischen Welt: es ist die normative Grundlage der Marx´schen Theorie, die aus obiger Prämissen folgt, und dann, in der Theoriegeschichte des Marxismus zum Dogma wird: und dann eine ganze Serie von Marxisten dazu zwingt, im Hypothesenschutzgürtel (Lákatos) jeden Nichteintreten des erwünschten Resultat irgendwie zu begründen, ohne selbst den harten Kern anzutasten: was bei Marx mit seiner Kritik des Gothaer Programms selbst seinen Anfang hat.

    Es kann also nicht darum gehen, aus der Empirie, die uns keinen Sozialismus beschert hat, Marx zu widerlegen, sondern aus den theorieimmanenten vermissen den Punkt herauszuarbeiten, der das Theoriegebäude konstituiert, das denn auch logisch stringent aufgebaut ist.
    Dass dort der wunde Punkt liegt, musste ihr auch die kritischen Theoretiker: womit ich zu Adorno und Horkheimer komme, wie im Angesicht der Barbarei gleichsam notwendig sich richten mussten gegen den „säkularisierten Messianismus“ (Horkheimer), als der sich ihnen der Marxismus entpuppte,“ eine Art Ersatzchristentum (aus dessen Ansatz) alle theoretischen Fehler (resultieren)“, wie Horkheimer, so von Pollock in den „Spänen“ festgehalten, formulierte:

    „Es ging um die Vergottung der Geschichte, auch bei den atheistischen Hegelianern Marx und Engels. Der Primat der Ökonomie sollen mit historischer Stringenz das glückliche Ende als ihr immanent begründen“, so Adorno an entscheidender Stelle der Negativen Dialektik und wendet sich mit seiner Kritik gegen die Vernunftskonzeption der Aufklärung an sich: denn „keine Universalgeschichte führt vom Wilden zur Humanität (Natural History bis Bürgertum, dann Sozialismus bei Marx, F.H.), sehr wohl eine von der Steinschleuder zur Megabombe.“ So Recht Adorno mit seiner Marxkritik da hat, so folgt daraus aber keineswegs die globale Verteufelung der Geschichte, wie er sie mit seiner „negativen Anthropologie“ betreibt.

    Der Zweifel Adornos in der Einleitung zu seiner Negativen Dialektik, vielleicht langte die Interpretation nicht zu, die den praktischen Übergang verhieß“ muss radikalisierte werden auf die Frage(Fest-)stellung, ob: dass die Interpretation versagte, weil sie den Übergang verheißen musste, da sie ja dazu angelegt war ! Das trifft Horkheimer: „Zu den großartigen Leistungen von Marx zählt, dass er den verzweifelten Menschen (und sich selbst. F.H.) die Überzeugung gab, dass dieses Ziel nicht nur erreichbar sei, sondern „wissenschaftlichen als geschichtlich notwendig nachgewiesen werden könnte.“ (Gesammelte Werke 12, Fischer)

    Daher ergibt sich das Postulat einer, nicht mehr, wie in den 70er Jahren (letztlich apologetischen) Rekonstruktion der Marxschen Theorie, sondern eine kritische Rekonstruktion im Sinne kritischer, das heißt positiver Überwindung und eben nicht ideologiegeleiteter Destruktion, was bei Klaus Hartmann und – ohne es so explizit zu formulieren, – E.M. Lange zum großen Teil analytisch durchgeführt wurde.
    Das hat die kritische Theorie nicht geleistet, sie hat immer auf dem marxschen Fundament argumentiert, ohne aber die Grundlagen selbst zu hinterfragen. Wo sie, wie hier oben, das tut, wird es zumindest bei Adorno umgekehrt: was bei dem einen zum Himmel auf Erden, wird bei dem andern zur Hölle auf Erden. Abrüstung bedeutet hier nun, die Kontingenz des Geschichtsprozesses zu begreifen und damit eine gelassenere Haltung – was nicht heißt, und da begegne ich gleich dem möglichen Vorwurf des Zynismus, passiv sich demgegenüber zu verhalten, einzunehmen, sowie das Horkheimer am Ende auch tat: mit dem dazu gehörigen Zug der Trauer.

    Wenn man das nun auf der Ebene der Moderne-Postmoderne-Debatte diskutiert, ergäbe sich folgendes:

    Nicht das unvollendete Projekt der Aufklärung (als Habermas´sches Projekt der Moderne) ist das Problem, sondern die unvollendete Aufklärung im Sinne von schlicht mangelnder Erkenntnis über den Zusammenhang unserer Welt. Denn am Ende jener müsste die Erkenntnis stehen, dass es die von der Geschichtsphilosophie motivierte, teleologisch nach vorne oder deterministisch gelenkte Entwicklungslogik nicht gibt, die im „esse per se ipse subsistens“ ruht, vom Weltgeist getragen wird, in der klassenlosen Heilsgesellschaft oder in der kommunikativen Reziprozität vernünftig Handelnder die Vorgeschichte beschließende Gemeinschaft endet.

    Eine Dialektik der Abklärung wäre Philosophiegeschichte als Theoriegeschichte einer Depotenzierung: das Naturrecht zuerst mit dann ohne den über allem stehenden Schöpfer, der aufklärerische Rationalismus gibt die Beherrschbarkeit der Welt zum besten, Hegel depotenziert die positive Religion, Feuerbach das religiöse Verlangen, Marx den philosophischen Idealismus, die kritische Theorie den zur Religion erstarrten Marxismus, Habermas depotenziert die kritische Theorie….

    Was bleibt?
    Festgehalten muss werden die Notwendigkeit der Aufgabe des Evolutionspostulats: es gibt Strukturbrüche in der Universalgeschichte. Das kann man erst erkennen, wenn man nicht mehr darauf angewiesen ist, evolutionäre Kräfte für eine Theorie zu brauchen! Hier istg der Heinsohn´sche Ansatz richtungsweisend als wissenschaftliche Revolution und als Forschungsprogramm:

    Jetzt wird erst einmal nur gefragt: was ist und woher kommt das Geld, was ist Zins und woher kommt das Privateigentum in die Welt, ohne zu setzen: Ware ist Arbeit ist, Geld ist Kapital, weil die Kategorien jeweils so sein müssen wie sie eingeführt werden.

    Das Interessante daran ist ferner, dass es hier ja um die Funktionsbedingungen gesellschaftlicher Dynamik, also um Gesellschaftstheorie geht. Kann also gezeigt werden, dass die klassische Ökonomie und darauf fußend auch die Marx´sche Kritik daran aufgrund ihrer normativen Prämissen wesentliche Einsichten in die Funktionsbedingungen verstellt haben, so kann auch gesagt werden, dass wir erst heute über ein analytisches Instrumentarium verfügen, welches uns erlaubt, den Wirtschaftsprozess und damit Gesellschaft zu verstehen und dann vielleicht – aber das geht schon über das bloße Verstehen hinaus – irgendwann einmal besser zu regeln.

    Die Frage lautet also und Heinsohn hat sie eben auch schon vor knapp 20 Jahren so gestellt: Hat Aufklärung überhaupt schon begonnen?

    Am Forschungsdesiderat von Marx, über die Einsicht in die materiellen Grundlagen der Gesellschaft(en) zu einer praktischen Versöhnung zu kommen, kann daher nur mit einem anderen Instrumentarium festgehalten werden, wenngleich der Emanzipationshorizont nicht dermaßen überansprucht wird, also ohne den metaphysisch motivierten Überschuss, das heißt dann wohl nichts anderes als die Lösung des materialistischen Forschungsprogramms ohne den klassischen idealistischen Impetus.

    Daher auch kein resignatives Zurücklehnen oder Zynismus, sondern Realpolitik im Sinne Thomas Meyers, der ja in seiner Fundamentalismus-Kritik dasselbe fordert – nur anders fundiert: die Verheißungen ebenso wie seine Zumutungen auf das Maß seiner wirklichen Möglichkeiten zurückführen. Zurückführung als Abrüstung oder als Demobilisierung des metaphysischen Überschusses (Sloterdijk´sche Metapher).

    Heinsohn bietet dazu praktisch die materiale Grundlage, ohne diesen Anspruch in diesem Kontext zu formulieren. Er ist in diesem Kontext quasi der Retter, das heißt der Theoretiker, der diese wissenschaftliche Revolution bisher am weitesten material ausgestattet hat.

    Was Meyer in seiner berechtigten Gegnerschaft zu den Fundamentalismen (auch dem marxistischen) am Ende eher moralisch postuliert, und Sloterdijk in seiner essayistischen Eleganz phänomenologisch mit seinem Begriff der Kinetik beschreibt, ergibt sich bei Heinsohn systematisch aus der Theorie der Privateigentumsgesellschaft mit der ihr inhärenten Dynamik, die alle Phänomene hervorbringt, die die anderen phänomenologisch bloß erfassen: die Mobilmachung der Beschleunigungsträger Sloterdijk´s ergibt sich aus dem permanenten Innovationszwang, Schuldendeckungsmittel zu erwirtschaften etc.
    Nochmals explizit, damit es deutlich wird, zu Moderne-Postmoderne:

    War Moderne dadurch gekennzeichnet, dass die Aufklärung angetreten war, den Menschen als Lenker und Beweger seiner Welt zu sich selbst kommen zu lassen, ohne sich in seiner Begrenztheit eingedenk zu sein, Moderne also das tätige Projekt der Verwirklichung dieses Anspruchs, so könnte man es als „postmodernes Wissen“ bezeichnen, dass dieser Anspruch überschüssig war und der Surplus ein Anspruch folglich zurückzunehmen ist:

    Postmoderne wäre insofern eine Suchbewegung im Sinne Wellmers (Coda), als Aufklärung sich ohne Metaphysik neu zu reflektieren hätte. Postmodern wäre der Impuls, doch das Neue anzusetzen, aber nicht gegen die Vernunft, sondern mit einer auf ihr heilsames Maß zurückgeschraubten, abgeklärten, realistischen Vernunft, der bewusst geworden ist, dass die Erde weder Paradies noch Hölle, sondern nur ein kurzfristig zu bewohnender Hort ist, ohne uns Heimat zu werden im Bloch´schen Sinn: wobei dann möglicherweise doch die Metaphysik in der Seinsfrage nach einer Heidergger´schen Version relevant würde, sich nach einer Heidegger´schen Linken akut würde.

    Die Wahrheit der Metaphysik liegt in ihrem Bedürfnis – eben weil der Hort nur Hort bleibt. Akzeptierte man das aber unhintergehbar, die vielleicht wird er dann doch zu wohnlichen Heimstätte ?

    Die entscheidende Gewissheit, von der wir heute wohl alle ausgehen können, scheint die zu sein, dass wir keiner e i n e n g r o ß e n Erzählung mehr glauben können. Die große Erzählung vom Urmenschen mit der Keule, der sich entwicklungsgeschichtlich hoch und durcharbeitet zum Anzug tragenden Bewohner einer europäischen Metropole kann getrost als Mär ad acta gelegt werden. Der große Mythos der Evolution beziehungsweise der evolutionären Lehre von der Entwicklung des Lebens und der Arten, welche am Beginn des sozialwissenschaftlichen Denkens auch auf die Theorie der sozialen Evolution der Menschheitsgeschichte übertragen wurde gerät zum Menetekel europäischen Fortschritts-denkens, das im wesentlichen unser wissenschaftliches Bild noch heute prägt.
    Wer neu nachdenken will, muss genau hier ansetzen.

    Gunnar Heinsohn hat denn auch in seinen verschiedenen Studien zur Zivilisationstheorie drei Formen des Zusammenlebens von Menschen auf den Begriff gebracht:

    • die Stammesgesellschaft, die auf Reziprozität beruht mit der neuen soziologischen Überschrift: Gemeinschaft

    • der Feudalismus mit seinen historischen Erscheinungen als antiker Priester-Feudalismus, dem mittelalterlichen Feudalismus und der modernen Variante des Sozialismus, mit der neuen soziologischen Überschrift: Herrschaft

    • die Privateigentumsgesellschaft in ihrer antiken kaufsklavenkapitalistischen und ihrer neuzeitlichen Variante mit freien Lohnarbeitern mit der neuen soziologischen Überschrift: Gesellschaft.

    Diese Neuaufteilung der Soziohistorie in Gemeinschaft, Herrschaft und Gesellschaft bedeutet im Kern, dass diese drei Formationen nacheinander aber auch nebeneinander bestanden haben oder bestehen können und dass sie in ihrer ökonomischen Funktionsweise wesentlich unterscheiden. Dabei bedeuten die unterschiedlichen Wesensmerkmale, dass die eine Gesellschaftsformationen nicht bruchlos in die andere übergehen kann und umgekehrt. Einen- wie von der Lehre der sozialen Evolution unterstellt – graduellen Übergang der einen Gesellschaftsformationen in die andere gibt es gerade nicht.

    Dieses wiederum bedeutet, dass man sich jede Formation eigenständig ansehen muss und es gerade auf den Zivilisationsbruch, beziehungsweise wie sich der Übergang von der einen zur anderen Formationen vollzieht, ankommt.

    In seinen Publikationen
    Wie alt ist das Menschengeschlecht (2000)
    Die Erschaffung der Götter. Das Opfer als Ursprung der Religion (Rowohlt) (1997)
    Söhne und Weltmacht. Terror im Aufstieg und Fall der Nationen (2003)
    beleuchtet Gunnar Heinsohn sowohl die Zivilisationsbrüche als auch die jeweiligen Formationen menschlichen Zusammenlebens in einer Weise, die deswegen neu und revolutionär ist, weil sie eben bewusst darauf verzichtet, eine allgemeine Theorie der Gesellschaft oder der Zivilisation geben zu wollen.

    Der Bogen der zivilisationstheoretischen Untersuchungen von Gunnar Heinsohn spannt sich von der Entstehung des Homo sapiens, dem ökonomischen Überlebensmechanismus der Stammesgesellschaft, der Entstehung von Opferkulten und feudalem Priestertum am Beginn der Frühantike sowie der daraus entstehenden Religion, über das In-die-Welt-Kommen des Privateigentums und damit von Zins und von Geld über das monogame Patriarchat der okzidentalen Antike, bis zur massentotbringenden Geburtenkontrolle der frühen Neuzeit bis zur europäischen Bevölkerungsexplosion und der Verbreitung der europäischen Zivilisation auf der Grundlage von Geldwirtschaft, überschüssiger Söhne und technischen Fortschritt.

    Die Breite seines Denkens kann dabei nur als enzyklopädisch gewürdigt werden, eben ein Meisterdenker aus Deutschland, und davon haben wirklich nicht eben viele !

  83. 83.

    @N. Neumann

    >Man sollte die deutsche Politik auch einmal loben: Sie verfügt über Personal, dass durchaus auch richtig auf Fehlentwicklungen reagiert und vernünftige Kompromisse schließen kann.

    Die Politik versucht hier Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen hat.

    @ PBUH

    Das kann man ja so sehen. Allerdings hat die Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland zwischen 1955 bis zum Anwerbestopp 1973 (Folge eines vorangegangenen Konjunkturabschwungs und der Ölkrise) zunächst mal das Problem des Arbeitskräftemangels gelöst.

    Tolle Leistung!

    Darüber hinaus ging auch 1973 noch niemand davon aus, dass sich der Anteil der klassischen Industriearbeitsplätze – gering Qualifizierte wanted, höher Qualifizierte not needed – auf dem deutschen Arbeitsmarkt in dem Maße verringern wird, wie er es in Folge tatsächlich tat.

    Ganz abgesehen davon, dass vielen Gastarbeitern, die hier geblieben sind, lange Jahre selber nicht klar war, dass sie keine Gastarbeiter bleiben werden.

    Man kann im Rahmen der Beurteilung von Fehlentwicklungen natürlich den Maßstab des unverdienten Besserwissens folgender Generationen anlegen und mit Topcheckerattitüde so tun, als ob man damals alles hätte kommen sehen können. Dies spricht jedoch der Nüchternheit Hohn.

    Nicht zu vergessen: Welche unschönen Sitten es innerhalb islamischer Einwanderercommunities mithin gibt, hat damals doch noch keine Sau – egal ob links oder rechts – ernsthaft interessiert. Und politischer und/oder religiöser Extremismus unter Migranten aus der Türkei oder arabischen Ländern war (abgesehen vom palästinensischen) nicht nur lange Jahre kein Thema, er war lange Jahre einfach noch keine nennenswerte Größe.

    Politik und Sicherheitsbehörden schlugen sich in den 70er Jahren mit lokalen Phänomenen, den K-Gruppen und der RAF herum. Zu Recht.

    Die Unterlassungssünden der bundesrepublikanischen Politik fangen genau genommen erst in den 80ern an. Die Linke wollte von Integrationsproblemen nichts wissen, schwarze, lesbische Rollstuhlfahrerinnen islamischen Glaubens konnten noch nicht nerven. Innerhalb der CDU/CSU sprach man immer noch von Gastarbeitern und redete sich ewig ein, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei.

    Eine Debatte über Integration fand nicht statt.

    • 22. Juni 2008 um 17:36 Uhr
    • N. Neumann
  84. 84.

    @ Miriam #56

    Es ist sicher leichter bzw. angenehmer über das Individium zu bestimmen als über ein Kollektiv. Das hilft aber dem Individium keineswegs weiter. Ob die von Ihnen angesprochenen Verbände die Türken vertreten sollen/können/dürfen kann dahingestellt bleiben bei Ihrer Argumentation. Und wenn Sie ehrlich sind, werden Sie mir zustimmen, dass Minderheiten ohne eine Stimme keine Chance haben, Gehör zu finden. Erst im Kollektiv sind sie handlungsfähig. Ich bin gerade ziemlich irritiert, dass Sie diese Grundsätze nicht zu kennen scheinen. Bei mir entsteht der Eindruck, als wollten Sie sich lediglich herausreden.

    Der Staat schreit seit Jahren nach einem Ansprechpartner auf seiten der Türken. Nun haben sich welche mehr oder weniger Berechtigt hingestellt und versuchen als Ansprechpartner zu fungieren. Das ist besser als gar kein Ansprechpartner. Die Integrationsdebatten werden – das muss man diesen Organisationen nun einmal lassen, egal was man von Ihnen hält – hinterfragt, was vorher fast überhaupt nicht der Fall war. Das ist ein riesen Fortschritt!

    Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Berlin! Und wenn Sie irgendwann mal antworten sollten, wissen Sie ja, wo Sie mich finden.

    • 22. Juni 2008 um 18:53 Uhr
    • E. S.
  85. 85.

    @79 EB

    Aber Herr Bulut, bitte immer ALLES lesen:

    In den USA werden sie IQ-Tests als Kombination aus Ethnie und Sozialstatus (Sozialhilfe-Empfanger, Gefängnisinsassen, Schulabschlüsse und Einkommen gemacht).

    Das macht die Macker-Männermentalität der Ethnien so schön transparent: Die haben es so nicht besonders mit der Arbeitsmoral. Rap-Star oder Drogenhändler zu werden ist halt ohne Köpfchen und IQ möglich, immer sehr easy und wird daher in diesen kreisen immer gern genommen.

    Es hilft nichts: Unten rangieren Indianer, Schwarze und Latinos.
    Also die schwarze Community und die Latinos. Die Kubaner ausgenommen, da sind ja die Intellektuellen und wirtschaftlich Erfolgreichen vor Castro aus Kuba geflüchtet, in der USA-Schule meist alle TOP.

    Hat doch Floriada-Gov. Jeb Bush selbst eine Kubanerin geheiratet und der Sohn gilt als künftiger Republikaner- Bewerber fürs Präsidentenamt.

    Während in D. die arab. und türk. Migranten mit unter- durchschnittlichen Schulabschlüssen glänzen.
    Komisch: Mädchen eher nicht, die schaffen es schon mal häufiger bis zum Abitur oder zum Uni-Diplom. Die müssen ja bekanntermassen zu Hause bleiben, da hat man manch- mal Zeit fürs Lenern.
    Wenn einem die Domestikendienste an den Familien- männern noch die Zeit lassen.

    Die Erwähnung „Erniedrigung“ (och, Sie Armer!) ist die „Muslimjammer-Nummer“, das hilft Ihnen gar nichts.

    JEDER ist heute seines Glückes Schmied, man braucht nur ein Hirn, einen Computer und Interesse an Bildung und nicht am schnellen Geld.

    Wer aber aus einer Kultur kommt, wo der Status daran bemessen wird, wer den meisten Besitz angehäuft hat (arab. Welt z.B.) und nicht, wer die meisten Erfindungen und Nobelpreisträger hat (siehe Israel oder jüdische US-Bürger), ja der kann nicht mithalten in der globalisierten Wissensgesellschaft der Kreativen.
    Logik und Kreativität sind im besten Sinn global.

    Wer siene Kreativität und Zeit als Händlerkultur in die Tricks, wie man den anderen übers Ohr hauen kann, investiert, kann in der Zeit keine Maschinen erfinden.
    Zwischendurch 5x Beten nicht vegessen.

    Wolllte doch ein Medizinstudent hier in der Klinik, in der meine Mutter lag, die OP unterbrochen wissen, weil er beten wollte.!!!

    Das ist der Sieg des Dogmas über die Vernunft und Professionalität.

    • 22. Juni 2008 um 18:56 Uhr
    • Oda Dridi
  86. 86.

    @Erol Bulut
    „..dass die hiesigen potentiellen “Importeure” im sozialen Ranking aufsteigen und für die einheimischen Frauen attraktiver werden.“

    Wie wollen Sie das machen? Mit einem Hubschrauber frisches Geld über Migrantenviertel abwerfen?
    Die potentiellen „Importeure“ werden ja nicht nur von deutschen 120 kg Frauen verschmäht. Sie heiraten auch keine türkischen Frauen, die schon in Deutschland leben.
    Will heißen, wir haben hier kein soziales Problem vorliegen sondern ein kulturelles.
    So ein anatolisches Heimchen ist türkischen Pascha-Männern anscheinend lieber als eine türkische Frau, die schon hier sozialisiert wurde und von daher etwas selbstbewusster ist.

  87. 87.

    Yeneroglu, Zweiter Chef der islamistischen IGMG schreibt bei Senol. Und zwar nicht als Kommentator, sondern als Autor. Ein toller Gesprächspartner für den „schreienden Staat“.

    Islam ist Assimilationsverweigerung.

    • 22. Juni 2008 um 19:00 Uhr
    • Bergpalme
  88. 88.

    @ Bergpalme: Yeneroglu ist nicht Bin Laden. Es lohnt sich, mit dem zu streiten. Regen Sie sich ab.

  89. 89.

    @ Leusch 81 „Das ist ein gewichtiges Argument. Aber bedenken Sie, die normalverteilte Fähigkeit zu einer allgemeinen Intelligenzleistung, -das ist ja grob die Umschreibung dessen, was ausgereifte IQ-Tests messen-, geht nicht einfach verloren. Das ist ja gerade das verheerende an der heutigen Situation. Wir überlassen durchschnittlich intelligente, genau so intelligente Kinder wie es Sie und ich es einst waren, aus der sozialen Unterschicht dem derzeitigen schulischen und vor allem gesellschaftlichen Auswahlprinzip und “verschwenden”, einmal in der biologistischen Sprache gesprochen, die genetisch angelegten Fähigkeiten dieser
    Menschen (Sie sind, wie gesagt, nicht grundsätzlich unfähiger als Sie und ich. Ganz krass gesprochen, es gibt auch erfolgreiche deutschstämmige Banker,Ärzte, Anwälte, Lehrer und Forscher mit einem unterdurchschnittlichen IQ, denn Sie hatten das Glück der richtigen sozialen Umwelt und einer anregenden Erziehung).“

    Volle Zustimmung, Herr Leusch, und genau hier liegen unser Problem und unsere Aufgabe. Denn die normalverteilten Fähigkeiten beginnen sich schon spätestens mit dem ersten Tag nach der Geburt auseinander zu entwickeln, da das jeweilige Umfeld das Wachstum der Kinder unterschiedlich beeinflußt, hier lauter mit dem Wachstum des Gehirns verbundene Dinge wie Intelligenz, Wissen, Einfühlungsvermögen, Verhalten gegenüber Mitmenschen usw.

    Das auf die Kinder einwirkende Umfeld wird immer unterschiedlich sein. Insofern wird es nie eine Chancengleichheit geben.
    Allerdings: Kindergarten, Schule usw. können manche Ungleichheit bzw. Versäumnisse, die vor allem von den Eltern und ihrem Milieu und ihrer Religion ausgehen, noch abmildern, wenn auch nie ganz ausgleichen. Sie können es aber nur oder um so besser, wie die Eltern es zumindest zulassen wenn schon nicht unterstützen.
    Und da sind wir dann wieder bei zwei entscheidenden Mängeln:
    1. der unzureichenden Ausstattung von Kindergarten, Schule usw. und
    2. besonders auch der Uneinsichtigkeit unserer türkischen und islamischen und einiger anderer Immigranten, (am wenigsten bzw. gar nicht der nichtislamischen Asiaten).

    • 22. Juni 2008 um 19:41 Uhr
    • Apoll
    • 22. Juni 2008 um 19:51 Uhr
    • Bergpalme
  90. 91.

    @lebowski

    >Nehmen wir als Beispiel Hans-Olaf Henkel, der immer ein Befürworter des EU-Beitritts der Türkei war. Wir sollen uns nicht so anstellen, wir müssen uns dem Wettbewerb in einer globalisierten Welt stellen und wir brauchen die Türkei als Absatzmarkt und Werkbank der deutschen Wirtschaft usw usf.
    Dann wurde vor ein paar Jahren sein Sohn in der Stuttgarter Innenstadt von ein paar Türken zusammengeschlagen. Raten Sie mal, wie der Mann jetzt daherredet!

    „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“, besonders in Deutschland, wo die Elite gern unter sich bleibt und mittlerweile selber in einer geschlossenen und abgeschotteten Parallelgesellschaft lebt.

    Es gab hier übrigens noch weitere Fälle, Journalisten- und Politiker-Söhne die von Migranten schwer verletzt wurden.

    Und erst seit die Einschläge näher kommen ist das auch ein Thema für Politik und Medien.

    @N. Neumann

    Das Problem mit deutschen (Sozial-)Politikern war/ist, bei den harten Entscheidungen brechen diese schwachen Menschen regelmässig zusammen und verraten die Interessen dieses Landes.

    Diese Leute verdienen höchste Verachtung, sie haben dieses Land an den Rand des Abgrundes gebracht.

    • 22. Juni 2008 um 19:58 Uhr
    • PBUH
  91. 92.

    @ES

    Halten sie (als deutscher Staatsbürger) eigentlich zu Deutschland oder zur Türkei ?

    Hier zeigen sich doch sehr schön die Loyalitätsprobleme, die man mit Doppelstaatlern bekommt.

    • 22. Juni 2008 um 20:03 Uhr
    • PBUH
  92. 93.

    @ PBUH #92

    Ich bin – so wie der Mensch ist – für das Verbotene.

    • 22. Juni 2008 um 20:11 Uhr
    • E. S.
  93. 94.

    @ES

    ich weiss, aber irgendwann wird man auch sie erwischen

    • 22. Juni 2008 um 20:19 Uhr
    • PBUH
  94. 95.

    @ JL

    Mit Islamisten der IGMG streiten:
    Die der Wolf im Schafspelz sind wie die AKP? Mit solchen Ideologen, lächerlich. Die ihren Traum des AKP-Kalifats schon in der Stadt Denizli, wie in der „Welt“ von Boris Kalnoky nachlesbar, verwirklicht haben?

    Ohne Kopftuch-Frau (Zeichen für Islamistentum, also so GAR NICHT freiwillig, gelle?) kein Job, keine Gewerbe- genehmigung, kein BauLIZENZ UND keine Lebensmittelzuteilungen und Kohle FÜR Bedürftige!!

    Offensichtlich für kopftuchlose Bedürftige gibts dann halt KEINE Hilfen.
    Islam ala IGMG sieht genauso aus.

    War da nicht was? War das Kopftuch nicht mal freiwillig???
    Ja, als wir noch nicht alles im griff hatten, haben wir das allen immer erzählt, selbst schuld, wer dran glaubte!
    Meine arab. Frauen ganz bestimmt nicht.

    Mit Religionsdiktaturen diskutieren? Bestenfalls sind Sie naiv, im schlimmsten Fall … (zu schlimm). Können Sie ihre Frau mal fragen, wie es im Iran ist, meine Iranis erzählen doch auch immer, was im Mullahstaat für die „Frommen“ an Priviliegien bereit gestellt wird. Die anderen müssen sehen, wie sie überleben.

    • 22. Juni 2008 um 23:57 Uhr
    • Oda Dridi
  95. 96.

    @N. Neuman
    „das Problem des Arbeitskräftemangels“
    Was ist denn daran ein Problem?
    Die Vollbeschäftigung als Problem!
    Das ist mal so richtig abgedreht.
    Du bist doch sonst nicht so auf den Kopf gefallen!
    Denk mal nach!

    • 23. Juni 2008 um 00:05 Uhr
    • J.S.
  96. 97.

    @lebowski
    Vielen Dank!
    Ich wundere mich auch immer wieder, warum so wenige diese einfachen Grundregeln beachten.
    Wirklich interessant wäre z.B. die Frage ob es einen Zusammenhang zwischen dem Immobilienvermögen der SPD und deren Interesse an Zuwanderung besteht.

    • 23. Juni 2008 um 00:17 Uhr
    • J.S.
  97. 98.

    @oda

    gnädige Erleuchtete, Ihre Plärrerei ist unerträglich in anbetracht dessen, dass Sie nicht den geringsten Plan haben, worüber Sie sprechen. „Gleiche Schule“ heißt nicht „sozial gleich“, auch wenn Ihrer Intelligenz das anscheinend verwehrt bleibt. Bitte nennen Sie mir die Quellen dieser Intelligenztests, die belegen sollen, dass Schwarze dümmer als Weiße sind. Solange Sie das nicht tun, können Sie Ihren bemühten rassistischen Ansatz anderen erzählen, die bei sowas grundsätzlich nicht nach Quellen fragen. Ist ja abartig, wie Sie versuchen über die behauptete Existenz von „Untermenschen“ eine Brücke zu schlagen, „auch“ hier „Untermenschen“ zu entdecken. Das Sie mangels Ratio und Argumenten wieder mit Verweisen in ferne Regionen Ihre penetrante Menschenverachtung von Menschen aus Deutschland rechtfertigen möchten, wird von Ihrer Intelligenz natürlich nicht erfasst. Mir wird ganz übel, wenn ich daran denke, dass Sie möglicherweise als Beraterin ernst genommen werden.

    • 23. Juni 2008 um 00:32 Uhr
    • Erol Bulut
    • 23. Juni 2008 um 00:54 Uhr
    • Erol Bulut
  98. 100.

    @ Frank-C. Hansel

    Heinsohns Kompetenz kommt aus seiner interdisziplinären Ausbildung (Geschichts- und Sozialwissenschaftler, herausragender Ökonom).
    Fächerübergreifendes Wissen ist hilfreich für eine treffende Generalanalyse (J.F.K.: „wenn du von drei Seiten auf den Kopf des Präsidenten zielst…“).
    Daran fehlt es den meisten in den öffentlichen Medien präsenten Darstellern, ob sie nun Heitmeyer oder Hundt heissen.

    Wir leben in einer Zeit, in der dem globalisierten Kapitalismus (den gab´s schon immer) keine ideellen Korrektive mehr entgegenstehen, seien sie nun materialistischer oder spiritueller Art.
    Der Kapitalismus fordert wie gehabt seine Opfer, aber im Gegensatz zu früher gibt es kein wirksames Narkotikum mehr, weshalb viele Menschen – mangels Alternative – noch immer auf gescheiterte Heilsmythen zurückgreifen (emcee steht auf Allah, Lau auf Bachchristentum, Eisvogel auf Fjordman, Lebowski auf Marx, J.S. auf Dubya, iceman auf den Dalai Lama, usw. usw.).

    Jetzt gerade zeigt sich, dass auch der „Neoliberalismus“ (sozusagen Custers letzter Stand unter allen nur denkbaren materialistischen Theorien), seine Überzeugungskraft verliert – und wie seine Vorläufer zum Scheitern verurteilt ist.
    Das Wort „Realpolitik“ wirkt abgenutzt, und Schröders Hemdsärmel riechen etwas streng.
    Etwas mehr Demut empfiehlt sich, und es gibt auch keinen Grund mehr, das emanzipatorische Niveau von „Urgesellschaften“ zu unterschätzen, denn über Letztere wissen wir nicht genug.
    Wobei das, was wir wissen, eher vermuten lässt, dass sich menschliches Handelns in seinen negativen Auswüchsen nicht allzu sehr verändert hat.
    Was früher Frauenraub, Viehdiebstahl, und Kampf um Wasserreserven war, das wird heute durch funktionelle Arschlöcher wie Hiltrud Breyer verkörpert, siehe:
    http://www.youtube.com/watch?v=8iLMHYP3Gfk

    Auf die Frage, wie sich die Welt besser gestalten lässt (und einzige Richtlinie hierzu kann die Reduktion von Leiden/ Kreation von Freude sein), liefert der Keynesianer Heinsohn ebenso wenig eine Antwort wie Karl Marx, denn beiden ist letztlich eine materialistische Anschauung gemein.
    Und ich denke, eine lebenswerte „Sphäre“ kann keine sein, in der sich der Mensch in gefühlter Isolationshaft befindet.
    Deshalb sollte ein Weg gefunden werden, Gemeinschaftsgeist auf einer besseren Grundlage als der gehabten zu reanimieren,

    Ich teile Ihre Beschreibung, Hansel, dass Marx die Stufenleiter des Fortschritts eine Treppe weiter verschoben hat.
    Marx (und auch der Sozialdemokratie) ging es um die Partizipation von mehr Menschen an den Früchten des Materialismus.
    Der Begriff der „Depotenzierung“, den Sie verwendeten, gefällt mir deshalb ausnehmend gut.
    Nur sollte man das – so man darin einen Fortschritt an Entwicklung sieht (ich tue das) – konsequent zuende denken.
    Was wir bräuchten – ich drücke das mal mit meinen Worten aus, da ich kein Geisteswissenschaftler bin – ist quasi ein „Stufe um Stufe TIEFER schreiten“, und das solange, bis sich das „Individuum“ SELBST ideell (natürlich nicht physisch) depotenziert hat – denn erst dadurch – und nur dadurch! – wird er offen und frei für das empfundene Einssein mit allem Seienden.
    Ein evolutionärer Sprung wird (vielleicht neben der praktischen Anwendung künftiger „Anthropotechniken“) nur durch die Dekonstruktion des Egos möglich sein, und natürlich muss das frühzeitig gelehrt werden, um wirksam werden zu können.

    Die Ausdehnung des Bürgerbegriffs durch die politische Linke war gewiss ein historischer Fortschritt, nur liegen auch der „Logik des Widerspruchs“ zentrifugale (=expansive) Kräfte zugrunde, und deshalb ist sie – jenseits legitimer Selbstverteidigung – ungenügend, denn künstliche Trennlinien trüben die Erkenntnis der gegenseitigen Durchdringung aller Phänomene. Ganzheitliches Empfinden wird dadurch verhindert, und der auf Individualisierung geeichte, auf oberflächliche Anpassung domestizierte Mensch in gefühlter Isolation gehalten (die „Sphäre“ geldverkehrfreier Urgesellschaften sollte man deshalb nicht unterschätzen, und auch die beharrliche Anhaftung orthodoxer Muslimen an ihren Stamm der Umma wird verständlicher).

    Marx prolongierte unfreiwillig (wie hätte er es besser wissen können?) das Übel der Ausbeutung, weil er die ihnen zugrundeliegenden emotionalen/ motivationalen Triebstrukturen des Menschen nicht erkennen konnte.
    Diese Triebkräfte kann man nur verändern, wenn man sie kennt.
    Wer sich lediglich darauf beschränkt, den Feind mit dessen eigenen Waffen schlagen zu wollen, der wiederholt die tradierten Konfliktstrategien, und deshalb muss der Versuch, allein durch von oben organisierte (nach aussen befohlene) Umverteilung mehr Gerechtigkeit herzustellen, immer wieder aufs neue scheitern.
    Leider blieb die geistige Grundlage der Linken (Sein macht Bewusstsein) bis heute unverändert, und so lange das so bleibt, wird sie an Einfluss verlieren.

    Denker wie Sloterdijk oder Heinsohn haben diesen Umstand schon ganz gut analysiert.
    Längst entlarvt ist auch die, eher aus anderen politischen Strömungen stammende, bigotte Verherrlichung entfremdender Arbeit, ihre Bezeichnung als „gottgefällig“, ihre vermeintliche Notwendigkeit zur Befriedigung eines „Naturtriebs“ des Menschen.
    Dennoch bleibt die rein materialistische Schau auch bei den genannten Protagonisten bestehen (vor allem bei Heinsohn), und auch wenn es noch so oft bestritten wird – gerade das macht verdächtig! – natürlich führt das zu „Zynismus“.

    Zu allen Zeiten, und trotz der Gefahr der Abirrung, war es die Aufgabe einer geistigen Elite, ihre Kultur voranzubringen, und bessere Wege für die Entwicklung aufzuzeigen (und sei es nur in der Funktion von guten Übersetzern älterer Weisheiten).
    Wer sich dieser Aufgabe entzieht, der verliert seine Daseinsberechtigung und ist meines Erachtens von geringerem Nutzen als jeder normalsterbliche Altenpfleger oder Abfallentsorger.
    Könnte es beispielsweise sein, dass Philosophen die Kombination von westlich-technologischer mit fernöstlich-philosophischer Rationalität allein deshalb vernachlässigen, weil sie befürchten, ihr Nimbus der Originarität könnte beschädigt werden?
    Mein Eindruck ist, dass Philosophen meinen es „geziemte“ sich nicht mehr, Vorschläge zur Verbesserung „konkreter Bedingungen“ anzubieten.
    Warum ist das so?
    Ich vermute – zugegeben, es ist nur ein Verdacht –, dass dahinter schnöde Eitelkeit steckt.
    Denn in der Öffentlichkeit präsente Philosophen gleichen Politikern, Journalisten und Schriftstellern – ein jeder will ein Unikat sein und duldet keine Götter neben sich (bezüglich der grenzenlosen Eitelkeit von Autoren lässt Marcel Reich-Ranickis Biografie „Mein Leben“ tief blicken).
    Haften sie alle nur deshalb einer materialistischen Anschauung an (und sei es nur durch die Kritik an sozialen Missständen), schieben Kulisse um Kulisse auf die ewig gleiche Bühne, und verlieren sich immer mehr in für die Allgemeinheit unverständliche Wortungetüme – weil sie unter Egomanie leiden?
    Egal um welchen Preis?
    Ja, so scheint es zu sein, wenn Gunnar Heinsohn, den ich im Vergleich zu anderen öffentlichen Figuren sehr schätze, den Völkermord im Sudan als eine natürliche, das heisst historisch gängige Korrektur von Überbevölkerung hält, die aufgrund ihrer Normalität keiner Intervention von aussen bedarf.

    Gunnar Heinsohns Breite des Denkens mag enorm sein, aber eine Enzyklopädie besitzt keine Herzensgüte.

    • 23. Juni 2008 um 01:03 Uhr
    • iceman
  99. 101.

    @lebowski

    Die Usa hat gezeigt, wie man dem drohenden Rassismusproblem einer soziologisch ungünstigen Zusammensetzung aus dem Weg geht und sozialen Aufstieg ermöglicht. Allerdings hieße das, dass man bisher Benachteiligte gezielt bevorteilen muss, was das enorme Neidpotential hier in Deutschland dramatisch belasten würde. Man gönnt ja nicht mal der türkischstämmigen Bevölkerung die Doppelstaatlichkeit, obwohl Deutschen selbst keine Nachteile entstehen würden. Es sei denn, man betrachtet es als Nachteil, Mitbürger die Teilhabe an der „Demokratie“ zu ermöglichen.

    • 23. Juni 2008 um 01:08 Uhr
    • Erol Bulut
  100. 102.

    Geehrte Frau Dridi,
    die Ideologie, die Sie hier mit mühe zu verbreiten versuchen, ist nicht neu. Es gab Zeiten, in den man im Hamburger Zoo Menschen aus Afrika und Amazonas zwischen Löwen und Elefanten zur Schau gestellt hat. Man dachte damals diese Menschen seien ethnisch so dumm oder so intelligent wie die wilden Tiere in ihrer Umgebung. Diese Zeiten sind zum Glück schon lange vorbei.
    Verstehen Sie es bitte nicht falsch. Ich möchte Ihnen keinen Rassismus vorwerfen aber man könnte Sie durchaus falsch verstehen, was auch immer Sie uns vermitteln wollen.
    Metal zu verarbeiten, AKWs zu bauen, die uns jeden Moment unter dem Hintern explodieren können, oder Medikamente zu entwickeln, die nicht für jeden zugänglich sind, sind nicht immer Zeichen des Fortschrittes.

    • 23. Juni 2008 um 01:21 Uhr
    • docaffi
  101. 103.

    Erol Bulut möchte also bevorzugt werden. Und wir dürfen dann die Dhimmis spielen?
    Wie orginell.

    • 23. Juni 2008 um 02:38 Uhr
    • J.S.
  102. 104.

    ….Blog besucht->schlechte Laune….

    • 23. Juni 2008 um 02:43 Uhr
    • Sebastian Ryll
  103. 105.

    @docaffi
    Verdirbt die Atomkraft dem Iran das Geschäft oder warum erzählen Sie die Dinger könnten „uns jeden Moment unter dem Hintern explodieren“?
    Uns ist jedenfalls noch kein AKW unterm Hintern explodiert, ganz im Gegensatz zu den Russen bei denen die Iraner übrigens eingekauft haben.

    • 23. Juni 2008 um 02:43 Uhr
    • J.S.
  104. 106.

    „kluge Einwanderungspolitik“
    Bei 230 Einwohner pro km² ist Einwanderung in keinem Fall klug.
    Das Land kann die Menschen schlicht nicht ernähren. Das ging bisher nur ausnahmsweise, weil billiges Erdöl zur Verfügung stand. Dünger und Treibstoffe für Landmaschinen sind die Grundlage für die hohe Produktivität unserer Landwirtschaft.
    Das wird in naher Zukunft wegfallen!
    Und da reden wir noch nicht über harte Winter ohne Heizöl. Mehr Menschen brauchen mehr Energie.

    • 23. Juni 2008 um 04:14 Uhr
    • J.S.
  105. 107.

    JS,
    natuerlich koennen uns die AKWs unterm Hintern explodieren: durch technische oder menschliche Fehler – oder terroristische Anschlaege.

    ice,
    danke fuer dein Statement !
    und deinen erschuetternden Hinweis:
    http://www.youtube.com/watch?v=8iLMHYP3Gfk

    Ein paar Fundstuecke:

    Europa und die Migration – Die Boote sind voll
    http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/360/181797/

    Das Drama der kindlichen Bräute
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,32705,00.html

    Einbürgerungs-TÜV in Deutschland, GB, USA, Österreich
    http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/special/180/179628/

    König Abdullahs Beruhigungstropfen
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,561268,00.html

    besser auf Technologie setzen! zB
    http://www.sueddeutsche.de/automobil/bildstrecke/646/181087/p0/?img=2.0

    Krieg im 21 Jahrhundert
    http://www.sueddeutsche.de/ausland/special/810/139519/

    • 23. Juni 2008 um 06:05 Uhr
    • mathilde
  106. 108.

    @Erol Bulut
    Ich habe prinzipiell nichts gegen Doppelstaatlichkeit. Wieso auch. Aber es gibt nun mal blöderweise einen Unterschied zwischen einem -sagen wir mal- Deutschkanadier und einem Deutschtürken.
    Deutschkanadier bspw. pflegen sich nicht in irgendwelche Parallelwelten zurückzuziehen.
    Und ein kanadischer Ministerpräsident betrachtet seine Landsleute auch nicht als Brückenköpfe oder Vorboten der Islamisierung. Gerade Türken pflegen einen Nationalkult, bei dem selbst die Deutschen nicht mitkommen und das will etwas heißen. Es ist erheblich schwerer türkischer Staatsbürger zu werden als deutscher.
    In Ihrem Fall, EB, gilt, dass Sie besser vor der eigenen Haustüre kehren als bei anderen.

    „Allerdings hieße das, dass man bisher Benachteiligte gezielt bevorteilen muss, was das enorme Neidpotential hier in Deutschland dramatisch belasten würde.“

    Niemals! Das ist weder in den USA noch hier ein Erfolgsmodell, Leute gezielt zu bevorteilen. In Amerika hat man das Jahrzehnte gemacht und keine guten Erfahrungen damit. Das alles hat nur eine unüberschaubare Anzahl von Lobbygruppen und Subventionen hervorgebracht, die von den Leistungsträgern bezahlt werden müssen.
    Gleiches Recht und gleiche Startchancen für alle, mehr kann ein Staat nicht bieten.
    Keine Bevorzugung von Heulsusen und faulen Säcken!

  107. 109.

    EB,

    nachdem Ihnen Ihre Argumente für die nornalem USA-IQ-Tests ausgegangen sind, googlen sie doch mal.

    Aber dazu muss mann die Feinheiten von Google kennen. Sorry, sehe ich hier von Ihnen nicht. Sonst hätten sie die offiziell veröffentlichten Tests schon gefunden.

    Sie sind jetzt schon so sauer und unbeherrscht, dass Sie ihr eh schon hohes „Pöbel“niveau noch ein Tick höher schrauben.
    Armer EB.

    Viel Spass beim Suchen, man muss aber Profi sein. Mein Tipp.

    @Docaffi

    Aber, aber, wer wird seine eigenen Vorurteile bedient sehen wollen.

    Es geht um US-Schüler aller Ethnien und Sozialniveaus, die DORT leben.
    Das man da die unterschiedlichen Niveaus angleichen will, ist unbestritten.

    Man muss nur lernen WOLLEN und nicht nwie in der schwarzern Commnity üblich, sagen:
    „Was, Du machst Schularbeiten? Du bist ja ein whitie!“
    Wobei whitie das Schimpfwort ist.

    • 23. Juni 2008 um 08:50 Uhr
    • Oda Dridi
  108. 110.

    >Man gönnt ja nicht mal der türkischstämmigen Bevölkerung die Doppelstaatlichkeit, obwohl Deutschen selbst keine Nachteile entstehen würden

    Doppelstaatler sind immer problematisch für ein Land, da man sich gerade in Krisen nie auf diese Leute verlassen kann.

    Wir brauchen hier keine Leute, die sich als Deutsche ausgeben ohne im Herzen welche zu sein und sich obendrein noch von fremden Mächten fernsteuern lassen.

    • 23. Juni 2008 um 10:13 Uhr
    • PBUH
  109. 111.

    @mathilde
    Du weisst ja womit ich mich beschäftige. Wenn ich sage das unsere KKWs sicher sind, dann widerspricht das meinen Interessen. Du darfst also davon ausgehen, das ich dies nicht aus Unwissenheit sage..
    Es sind natürlich keine Spielzeuge, aber ungefährlich ist die Verbrennung von Kohlenstoff auch nicht, siehe Klimawandel. Ganz abgesehen davon ist der Verbrauch von Uran in russischen und Chinesischen KKWs wirklich gefährlich. Unser Atomaustieg führt so indirekt zu einem höheren Risiko
    Der steigende Wassergehalt der Atmosphäre kann übrigens sogar die Solarenergie ausbremsen denn durch die Wolkendecke kommt nur noch wenig Energie und das auch noch diffus.

    • 23. Juni 2008 um 10:46 Uhr
    • J.S.
  110. 112.

    @106 J.S.
    Ja, auf die Idee ist überhaupt noch niemand gekommen: Zuwanderung nach ökologischen Gesischtspunkten zu organisieren.
    Wenn es danach ginge, müsste Europa zusehen, dass es Bevölkerung verliert, statt ständig neue aufzunehmen.

    Hier eine der wenigen Seiten, die sich mit dem Thema befassen:
    http://www.optimumpopulation.org/

  111. 113.

    @lebowski

    >>>
    Keine Bevorzugung von Heulsusen und faulen Säcken!
    >>>

    Eben, sag ich doch. Der einzige Weg dem entgegenzuwirken, sind nunmal Quoten, wie bei den Frauen, die ehemals und trotz den Maßnahmen gegen Diskriminierung sogar heute noch benachteiligt werden. Das die Heulsusen damit nicht klar kommen, sieht man an Kommentar 103.

    .

    .

    @Dridi

    Wenn Sie Ihren rassistischen Mist unwidersprochen bei Idioten verbreiten können, sollte es Ihnen nicht das Gefühl geben, dass dies irgendeine seriöse Grundlage besitzt. Die aus Ihrer wenig intelligenten Selbstgefälligkeit entstehende Einfältigkeit mag zwar für Sie ein „Argumentieren“ sein, aber was ein Pech für Sie, ist es nicht.

    Sie sollten mich nicht dümmlich auf die Suche nach Tests schicken, die es so nicht gibt. Es gibt Tests, aber Ihre Intelligenz langt anscheinend nicht, diese zu verstehen, weshalb diese fälschlich für Ihre leidenschaftliche Menschenhetze eingesetzt werden. Lesen Sie lieber doch noch mal den LINK in 99 und informieren Sie sich über „The Bell Curve“ um wenigstens mal ein Grundwissen über die Grundlagen zu bekommen, auf derer Sie Ihre Menschenhetze begründen möchten.

    Ihrer Logik nach sind die „Kulturen“ für diese Mangelleistungen verantwortlich. Menschen, die mit Intelligenz behaftet sind, haben schon längst wesentlich bessere Korellationen erforscht. Ein Punkt darin ist, dass sich die äußeren Einflüsse im Selbstbewusstsein verankern und sich in den Leistungen entsprechend auswirken. Um es am Beispiel zu verdeutlichen, wenn man von aussen immer gesagt bekommt, dass man blöder wäre, dann wirkt sich das negativ auf die Leistungen aus, ohne dass die Intelligenz wirklich niedriger ist. Anders rum, wenn Sie oft gesagt bekommen, dass Sie ein schlaues Mädchen sind, dürften Sie in einem Intelligenztest besser abschneiden, als ohne dieses Zusprechen. Das heißt aber noch lange nicht, dass Sie eine besondere Intelligenz besitzen, wie manche anhand Ihrer kommentare leicht nachvollziehen können.

    • 23. Juni 2008 um 13:04 Uhr
    • Erol Bulut
  112. 114.

    @J.S.

    Als natürlich Bevorteilter muss man nicht bevorteilt werden. Tut mir Leid Ihnen Ihr Wunschdenken bezüglich meiner Person zu vederben. Auf anderen Ebenen tut es mir nicht Leid, Ihre Fantasiegerüste einzureissen.

    • 23. Juni 2008 um 13:13 Uhr
    • Erol Bulut
  113. 115.

    @ lebowsky + J.S.
    Optimumpopulation, eine schöne Theorie, könnte nur
    im Gleichschritt der Länder umgesetzt werden. Der Druck auf die Vorreiter aus noch übervölkerten Gebieten könnten die Vorreiter kaum stand halten. Sehen wir ja zugespitzt in der spanischen Afrikaenklave.
    Opitmumpopulation wäre vielmehr eine ausgewogene Srtuktur von Jung und Alt und ein hohes Niveau der Fertigkeiten aller, aller Jungen und lebenslang weiterentwickelt auch der Älteren.

    • 23. Juni 2008 um 13:29 Uhr
    • Apoll
  114. 116.

    @Erol Bulut
    Wer ist denn „natürlich“ Bevorteilter??
    Ich dachte man wäre sich hier gerade bis auf wenige seltsame Ausnahmen einig gewesen, das wir von „Natur“ aus als Kohorte alle gleich wären.
    Warum dann die von Ihnen geforderte positive Diskriminierung?
    Sie hätte schon Gründe! Die liegen aber am Anfang der Entwicklung beim nächsten, in der Regel familiären Umfeld der Kinder!

    • 23. Juni 2008 um 13:38 Uhr
    • Apoll
  115. 117.

    @JS
    „Verdirbt die Atomkraft dem Iran das Geschäft oder warum erzählen Sie die Dinger könnten “uns jeden Moment unter dem Hintern explodieren”?
    Uns ist jedenfalls noch kein AKW unterm Hintern explodiert, ganz im Gegensatz zu den Russen bei denen die Iraner übrigens eingekauft haben.“

    1. Falls Sie es bisher nicht wahrgenommen haben, bin ich weder ein Vertreter von den Mullahs noch in der iranischen Ölindustrie tätig, daher kann ich mich zu Ihrer unqualifizierten Bemerkung nicht äußern.

    2. Ich habe nicht behauptet, dass deutsche AKWs unsicher sind, aber würden Sie auch für unsere Nachbarländer die Hand ins Feuer legen, oder glauben Sie, dass die radioaktive Strahlung vor unseren Grenzen halt macht?

    3. Wenn Sie meinen, dass AKWs so ungefährlich sind, dann können Sie sich doch durchaus vorstellen mit ihren Kindern in der Nähe eines AKWs zu leben, oder?

    • 23. Juni 2008 um 13:47 Uhr
    • docaffi
  116. 118.

    @Apoll

    Natürlich bevorteilt heißt, dass ich in der Normalverteilung am Rand angesiedelt bin, und genug (diplomierte) Intelligenz besitze, um Benachteilungen entgegen zu wirken. Außerdem Behauptet niemand, dass alle gleich sind, sondern dass die Verteilung sich nicht unterscheidet, wie manche Intelligenzbestien eben aufgrund nicht ausreichender Intelligenz behaupten.

    Darüber hinaus

    >>>
    Warum dann die von Ihnen geforderte positive Diskriminierung?
    >>>

    Natürlich um der negativen Diskriminierung entgegen zu wirken. Was hier die Intelligenzbestien nicht begreifen, ist, dass eine „Bevorteilung“ aus einer benachteiligten Position keine echte Bevorteilung ist, sondern eine Gleichstellung.

    Unbestritten spielen die familiären Bedingungen eine wichtige Rolle. Das damit die Erziehungskultur der „Türken“ in eine besondere Verantwortung gezogen werden soll, wird zwar von den üblichen Verdächtigen ständig mangels Verantwortungsbewusstseins und Intelligenz bemüht, aber solange Kinder aus der „deutschen“ Kultur, die aus dem gleichen (!) sozialen Schicht kommen, keine signifikant besseren Leistungen erbringen, ist das höchstens unter rassistischen Aspekten als Argument zulässig.

    • 23. Juni 2008 um 14:54 Uhr
    • Erol Bulut
  117. 119.

    Beitrag # 107 Mathilde
    Ein paar Anmerkungen zur illegalen Masseneinwanderung über das Mittelmeer und des mittleren Atlantik: „Die Boote sind voll“
    http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/360/181797/

    Die Laschheit und Laxheit, mit der die Frontex operiert, ist schon bemerkenswert.
    (Die Frontex = Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen; sie koordiniert den Schutz der EU-Außengrenzen)
    Als politischer Bürger verlange ich von der Frontex die Erfüllung folgender Aufgabe:
    Wirkungsvolle Sicherung der Eu-Außengrenzen im Mittelmeer sowie vor der Westküste Afrikas.
    Dazu muß die Frontex entsprechend materiell und personell ausgestattet werden:
    Satellitenüberwachung, Hubschrauber, Schnellbote etc.
    Ziel:
    Die Flüchtlingsboote (in internationalen Gewässern) identifizieren und zur Rückkehr zu bewegen; notfalls auch mit (sanfter) Gewalt. Oder aber die Flüchtlinge an Bord nehmen und diese dann direkt in den Ausgangshafen zurückbringen.
    Mit anderen Worten: eine effektive und wirkungsvolle Abwehr illegaler Einwanderung.

    Gleichzeitig muss die EU mit den Herkunftsländern Verhandlungen aufnehmen mit dem Ziel, den Flüchtlingsstrom zu unterbinden. Spanien hat das bereits vor ein paar Jahren mit einigem Erfolg nach dem Massenansturm auf die spanischen Enklaven praktiziert. Leider ist Spanien von den meisten anderen EU-Ländern in unsolidarischer und kurzsichtiger Weise im Stich gelassen worden.
    Außerdem müssen Rückführungsabkommen mit diesen Ländern geschlossen werden.
    Es muß entsprechender Druck auf die Maghrebstaaten ausgeübt werden, den Flüchtlingsstrom aus den Staaten südlich der Sahara zu unterbinden.
    Gleichzeitig muss die EU gegenüber den Staaten, aus denen die Flüchtlinge kommen, eine Politik betreiben, die es diesen Staaten ermöglicht, sich wirtschaftlich nachhaltig zu entwickeln.
    Da wird man u.U. auch zu wirtschaftlich schmerzhaften Kompromissen bereit sein müssen.

    Ein Beispiel:
    Ein Zeitungsartikel berichtete, dass die EU westafrikanischen Staaten die Fischereirechte im Atlantik abkauft. Diese Seegebiete werden nun von hochtechisierten Fangflotten aus Portugal, Spanien und Frankreich leergefischt. Das ist kontraproduktive Politik. So geht es nicht.

    • 23. Juni 2008 um 15:31 Uhr
    • Bakwahn
  118. 120.

    @ Erol Bulut 118
    „Natürlich um der negativen Diskriminierung entgegen zu wirken. Was hier die Intelligenzbestien nicht begreifen, ist, dass eine “Bevorteilung” aus einer benachteiligten Position keine echte Bevorteilung ist, sondern eine Gleichstellung.
    Unbestritten spielen die familiären Bedingungen eine wichtige Rolle. Das damit die Erziehungskultur der “Türken” in eine besondere Verantwortung gezogen werden soll, wird zwar von den üblichen Verdächtigen ständig mangels Verantwortungsbewusstseins und Intelligenz bemüht, aber solange Kinder aus der “deutschen” Kultur, die aus dem gleichen (!) sozialen Schicht kommen, keine signifikant besseren Leistungen erbringen, ist das höchstens unter rassistischen Aspekten als Argument zulässig.“

    So ein verdrehter Quatsch! Kaum jemand und schon gar nicht ich macht einen besonderen oder gar rassistischen Unterschied bei der Bewertung von Nachteilen denen Kindern aus Türkischen Milieus und deutschen „Unterschichten“ unterliegen.
    Es geht hier doch um den unterschiedlichen generellen Einfluß der türkischen/islamischen Kultur und der westlichen Kultur auf die Entwicklung der Kinder. Dass in Deutschland da in den sogenannten Unterschichten auch einiges falsch läuft ist doch unbestritten. Nur ist das anders als im türkisch/islamischen Milieu in Deutschland nicht generell so gewollt. Und deshalb würden entsprechende und, und wie von mir gegeißelt, noch unzureichend zahlreiche Angebote bei deutschen Unterschichten auch eher angenommen und nicht wie im türkisch/islamischen Milieu eher abgelehnt.

    • 23. Juni 2008 um 16:05 Uhr
    • Apoll
  119. 121.

    @ Erol Bulut
    „Natürlich bevorteilt heißt, dass ich in der Normalverteilung am Rand angesiedelt bin“

    Herr Bulut, „natürlich“ waren Sie allenfalls noch bei Ihrer Geburt. Und da wahren Sie, wie man hier noch nachvollziehen kann, keinesfalls am Rand der Normalverteilung angesiedelt. Danach wurden Sie von Ihrem Umfeld geprägt, also zu einem Kulturprodukt Ihres Umfeldes. Nix mehr mit Natur.

    • 23. Juni 2008 um 16:13 Uhr
    • Apoll
  120. 122.

    @EB

    Was genau ist eigentlich „Diplomierte Intelligenz“? Schon vor drei Jahren habe ich Ihnen gesagt, daß irgendein wischiwaschi Diplom völlig bedeutungslos ist. Und nun diplomieren sie sogar die eigene Intelligenz . Also, lernfähig sind Sie nicht, sonst würden Sie sich nicht unentwegt auf dieses lächerliche Stück Papier berufen. Jetzt, wo JL Sie zum Intellektuellen befördert hat, haben sie nämlich eine gewisse öffentliche Verantwortung.

    • 23. Juni 2008 um 16:35 Uhr
    • riccardo
  121. 123.

    @Dridi

    Es mag ja sein, dass Sie in Ihrem Umfeld mit der billigen Masche, anderen Hysterie und allerlei Anderes ohne den Ansatz einer Begründung nachzusagen, Erfolg haben, aber es bleibt dennoch nur Schwätzerei um den sachlich angetragen Punkten keine Relevanz zuordnen zu müssen.

    Sie sollten nicht mit Zusammenhängen rumschmeissen, die Ihr Köpfchen überforfdern, gerade wenn es dazu dient, anderen Menschen niederträchtig Schlechtes nachzusagen.

    Erinnern Sie sich ruhig mal, welche „Weisheit“ Sie hier anbringen wollten, das Schwarze aufgrund ihrer Erziehung weniger intelligent sind, um gleichermaßen auf Moslems Bezug zu nehmen. Als Nachweis haben Sie diese Intelligenztests bemüht, die sich eben Ihren Verständnisfähigkeiten entziehen, wie Sie durch Ihre Igroranz deutlich demonstrieren. Es entzieht sich auch Ihren Verständnisfähigkeiten, dass Ihr Ansatz zur Erklärung des Misserfolgs von Menschen mit islamischen Migrationshintergrund über die Intelligenz recht unsinnig ist, zumal die Forschung schon längst diesen Zusammenhang auf ca 20%, also recht irrelevant, nachgewiesen hat.

    Sicher gibt es kulturell bedingte Unterschiede, die sich auch im Lernverhalten auswirken, doch im Vergleich sozial entsprechender Klassen relativieren sich diese weitgehend in der Masse.

    Sie sind nicht die erste, die mit solchen Analysen Argumente für die Menschenhetze zurecht legen möchte. Die Forschung ist viel weiter.

    So, zu guter letzt, was glauben Sie, wieso die Iraner hier in Deutschland vielfach Akademiker sind sind? Wegen Ihrer „überlegenen Lernkultur“? Dann finden Sie auch Ansätze, wieso das in den USA bei den Asiaten ähnlich läuft.

    • 23. Juni 2008 um 17:05 Uhr
    • Erol Bulut
  122. 124.

    @Apoll

    Meine Mutter konnte kein Deutsch und mein Vater hat nur die Grundschule besucht. Ich bin bis 13-14 unter Prolls quasi als Starßenkind aufgewachsen. Da ich als einziger von denen das Gymnasium besucht habe, kann ich hier kein Umfeld erkennen, dass mich gefördert hätte. Also habe ich meine derzeitige elitäre Situation ausschließlich meiner natürlichen Intelligenz zu verdanken.

    >>>
    Es geht hier doch um den unterschiedlichen generellen Einfluß der türkischen/islamischen Kultur und der westlichen Kultur auf die Entwicklung der Kinder.
    >>>

    Es gibt in diesem Sinne eine türkisch/islamische Unterklassenkultur in Deutschland, der die gesamte Kultur Deutschlands entgegengehalten wird. So lassen sich Kulteren aber nicht Sinnvoll vergleichen. Dieser Vergleich ist nur was für Halb- oder Nichtgebildete. Wenn man gerecht vergleichen möchte, so muss man Menschen aus gleichen Ausgangslagen vergleichen.

    .

    .

    @Riccardo

    Ich besitze ein Mathematikdiplom aus einer deutschen Hochschule. Wenn Sie meinen, dass es übertrieben ist, dies (diplomierte) Intelligenz zu nennen, sei es Ihnen so belassen. Im übrigen habe ich jahrelang während meines Studiums unterrichtet. Alle Schularten,etliche Studenten und Hochbegabte, aus allen Ethnien, einzeln wie auch in Gruppen, außergewöhnlich Erfolgreich, wenn ich anmerken darf. Wenn ich von Kognitionsfähigkeiten spreche, weiß ich wovon ich rede.

    • 23. Juni 2008 um 17:27 Uhr
    • Erol Bulut
  123. 125.

    @ Erol Bulut
    „Es gibt in diesem Sinne eine türkisch/islamische Unterklassenkultur in Deutschland, der die gesamte Kultur Deutschlands entgegengehalten wird.“

    Sie weichen wieder aus oder verdrehen meine Aussagen. Es ging doch in diesem Fall nur darum, wer die ja durchaus notwendige und von Ihnen ja auch zu Recht geforderte positive Diskriminierung eher annimmt bzw. eher abblockt: die deutschen oder die türkischen bzw. islamischen Unterschichten. Und da ist die Situation doch wohl eindeutig.
    Schlimmer noch: Im türkischen und islamischen Milieu efolgen Nicht-Annahme und Abbocken sogar nicht nur in deren Unterschichten.

    • 23. Juni 2008 um 17:44 Uhr
    • Apoll
  124. 126.

    Lieber @Erol, wir haben uns missverstanden. Jeder versteht, dass Sie stolz auf ihren Erfolg sind. Allerdings zeigt die penetrant vorgetragene Herablassung ihren Mitbloggern gegenüber, dass Sie hier ein soziales Defizit haben, da hilft auch das schönste Diplom nicht.

    • 23. Juni 2008 um 17:45 Uhr
    • riccardo
  125. 127.

    Mal eine ganz andere These: Ist ein Schreiberling für die Kampfjournaille Faschi Gazete ( http://www.milligazete.com.tr/ ) ein Islamist?

    • 23. Juni 2008 um 19:00 Uhr
    • Bergpalme
  126. 128.

    @EB

    Jede Lernkultur ist einer Schmarotzerkultur der Macho- und/oder Macker-Mentalität überlegen.

    Lernkultur, Kreativität, Abstraktionsvermögen etc..
    Der wirtschaftliche Erfolg spricht doch eine deutliche Sprache.
    Ist doch das BSP von Israel (6 Mio. Einwohner) so groß wie das des Iran (68 Mio. Einwohner), einem ÖLLAND!

    Über 80% des BSP des Iran resultiert aus Ölverkäufenm, also dem Verkauf von Bodenschätzen, nicht von selbsthergestellten Produkten. Israel hat kein ÖL!

    Trotzdem hat das kleine Israel ein so großes kreatives Potential, dass z.B. ca. 80% der Microsoft-Produkte in Israel hergestellt werden.
    Reine Kopfarbeit, nur BRAIN, Kreativität und Nobelpreis- träger am laufenden Band.

    Nur davor kann man Respekt haben, was Menschen KÖNNEN und TUN, nicht unterlassen.

    Wenn beides nicht geht, tja dann wird es dünn … gelle?
    Jeder, siehe China, Korea etc. machen es vor!

    • 23. Juni 2008 um 19:58 Uhr
    • Oda Dridi
  127. 129.

    @Apoll

    >>>
    wer die ja durchaus notwendige und von Ihnen ja auch zu Recht geforderte positive Diskriminierung eher annimmt bzw. eher abblockt: die deutschen oder die türkischen bzw. islamischen Unterschichten. Und da ist die Situation doch wohl eindeutig.
    >>>

    Und woran wollen Sie dies erkannt haben?

    .

    .

    @Riccardo

    die penetrante Herablassung verdienen sich bestimmte Mitblogger ebenfalls mit penetranter Herablassung gegen jene, die sich nur begrenzt wehren können. Wenn Sie es als soziales Defizit sehen, dass ich hier der Diskriminierungswerbung entgegen wirke, und zwar so, dass das peinliche Niveau hevorgehoben wird, auf dem das geschieht, ist es Ihr Blickwinkel. Ich habe es so gelernt, dass das Eintreten für Minderheiten einen sozial auszeichnet, und nicht das Eintreten auf Minderheiten.

    • 23. Juni 2008 um 19:59 Uhr
    • Erol Bulut
  128. 130.

    @docaffi
    @J.S

    AKWs gehören zwar nicht zum Thema des Blogs, aber ich wage mal eine Bemerkung.

    Atomkraft kann man auf zwei Arten betreiben.
    1) Sicher, so wie in Deutschland, dann kann man problemlos sogar _in_ einem AKW wohnen (nicht in allen Räumen, aber in den meisten, die spezifische Aktivität des Reaktorbeckenwassers z. B. entspricht ungefähr den Quellen in Bad Gastein!).

    2) Wirtschaftlich, so wie in Rußland, China, etc. Da würde ich mir lieber eine Wohnung entgegen der Hauptwindrichtung suchen.

    Die ersten Kraftwerke in Deutschland (Grundremmingen, Obrigheim) haben ein paar hundert Millionen Mark gekostet und hatten eine Leistung von ca. 300MW. Die neuesten Konvoianlagen (bis 1989 ans Netz gegangen) hatten eine Leistung von 1300MW und haben ca. 6 Milliarden Mark gekostet.
    Sicherheit hin oder her, Atomstrom ist schlicht zu teuer!

    • 23. Juni 2008 um 20:18 Uhr
    • Mattes
  129. 131.

    @Mattes
    „Atomkraft kann man auf zwei Arten betreiben.
    1) Sicher, so wie in Deutschland, dann kann man problemlos sogar _in_ einem AKW wohnen (nicht in allen Räumen, aber in den meisten, die spezifische Aktivität des Reaktorbeckenwassers z. B. entspricht ungefähr den Quellen in Bad Gastein!).“

    Bei allen Respekt, aber das, was Sie behaupten stimmt nicht:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,522113,00.html

    • 23. Juni 2008 um 20:43 Uhr
    • docaffi
  130. 132.

    @ Erol Bulut
    „Und woran wollen Sie dies erkannt haben?“

    Und mit dieser einer Antwort ausweichenden Frage wollen Sie nun in der Ihnen eigenen Art Ihren Diskussionspartner irgenwoanders hinführen, um da zu versuchen, Ihren Blickwinckel wieder irgendwo neu anknüpfen zu können.
    So mit mir nicht. Mit einem Irrlicht zu diskutieren bringt eben nichts.

    • 23. Juni 2008 um 21:01 Uhr
    • Apoll
  131. 133.

    @docaffi
    Ich hätte kein Problem in der Nähe eines deutschen Kernkraftwerkes zu wohnen. Viel lieber übrigens als in der Nähe eines Kohlekraftwerks.
    Die Studie über die Krebsfälle bei Kindern ist unglaubwürdig. Vermutlich haben die Mediziner in der Nähe von Kernkraftwerken besonders auf Anzeichen von Krebs geachtet und dadurch weniger übersehen.
    @Mattes
    “ haben ca. 6 Milliarden Mark gekostet.
    Sicherheit hin oder her, Atomstrom ist schlicht zu teuer!“
    Das ist falsch! Die 6 Milliarden bleiben nämlich in Deutschland. Während das Geld für Öl nach Moskau und Arabien geht. Ausserdem geht das meiste des Geldes mittlerweile für Bürokratie drauf.

    • 23. Juni 2008 um 21:34 Uhr
    • J.S.
  132. 134.

    @apoll

    >>>
    Sie weichen wieder aus oder verdrehen meine Aussagen. ES GING DOCH IN DIESEM FALL NUR DARUM, wer die ja durchaus notwendige und von Ihnen ja auch zu Recht geforderte positive Diskriminierung eher annimmt bzw. eher abblockt: die deutschen oder die türkischen bzw. islamischen Unterschichten. Und da ist die Situation doch wohl eindeutig.
    >>>

    WORUM geht es also und wieso soll mein Anzweifeln Ihrer diesbezüglichen Behauptung (eindeutige Situation) ein Ablenken sein?

    • 23. Juni 2008 um 22:36 Uhr
    • Erol Bulut
  133. 135.

    @J.S.

    Das die Genehmigungskosten mittlerweile einen gigantischen Anteil ausmachen (Quellen habe ich gerade keine parat, aber mir geistern 50% im Kopf rum) ist mir klar, daher ja auch der Ansatz mit den baugleichen „Konvoi“-Anlagen.
    Nur hat bisher niemand eine bessere Methode gefunden Firmen dazu zu bringen sich an Auflagen zu halten als zu kontrollieren. Ohne Bürokratie wird es nicht gehen.

    Das Geld in Deutschland bleibt ist ein interessantes Argument. Andrerseits müssen die Abnehmer mit anderen konkurrieren und das wird sich in Marktanteilen, Gewinnen etc äußern. Irgendwie müssen die Mehrkosten gedeckt werden, auch wenn sie in Deutschland bezahlt werden.
    Kleine Anmerkung noch: Öl spielt für die Stromerzeugung eigentlich keine Rolle, das Geld dürfte eher nach Australien gehen (Steinkohle).

    @docaffi
    Die Studie kommt zu einem seltsamen Ergebnis, steht sogar direkt im Untertitel. Wenn es nicht an der Strahlung der Kraftwerke liegt, was ist dann der Punkt? Ich kann mir eine Menge Gründe vorstellen (Psychosomatik scheint mir der plausibelste Mechnismus zu sein), aber die liegen alle nicht in meinem Fachgebiet.

    • 23. Juni 2008 um 22:45 Uhr
    • Mattes
  134. 136.

    @JS und Mattes
    Es ist eine saubere Studie. Da ich lange mit Leukämiekindern zu tun hatte, habe ich mich intensiv mit dieser Studie befasst. Man hat einfach aus dem Deutschen Kinderkrebsregister alle Kinder unter fünf Jahren, die an Krebs erkrankt sind, rausgefischt und nach ihren Adressen sortiert. Die Diagnose Krebs ist keine Pi mal Daumen-Sache und die Kriterien sind genau festgelegt. Kinder, die im Deutschen Krebsregister auftauchen, leiden tatsächlich unter Krebs. Mehr oder weniger Krebs gibt es nicht. Und Tatsache ist, dass im Fünf-Kilometer-Umkreis der Reaktoren insgesamt 37 Kinder neu an Blutkrebs erkrankt sind, obwohl im statistischen Durchschnitt 17 Kinder zu erwarten gewesen wären. Sogar im 50 Kilometer Umkreis ist ein erhöhtes Blutkrebsrisiko zu verzeichnen.
    Was genau die Ursache ist, bleibt offen. Es gibt aber viel zu wenige Untersuchungen über Langzeitwirkung von radioaktiver Strahlung auf kindlichem Organismus.

    • 23. Juni 2008 um 23:18 Uhr
    • docaffi
  135. 137.

    @Mattes
    „Ohne Bürokratie wird es nicht gehen.“
    Wobei auch das Geld dafür in Deutschland bleibt. Ich bezahle lieber einen deutschen Beamten als einen russischen Gazprom Manager.
    Wobei ein Großteil der Auflagen der blanke Hysterie entspringen.
    Was will man schon erwarten wenn der Minister für Reaktorsicherheit ein Deutschlehrer ist. Die hätten besser Knut genommen der wäre jedenfalls nicht weniger qualifiziert.
    Aber egal, auch das Geld bleibt größtenteils im Lande.
    „Die Studie kommt zu einem seltsamen Ergebnis“
    Kennen Sie den Effekt nicht? Sie wollen sich einen neuen Wagen kaufen und plötzlich fahren überall genau diese Autos in genau Ihrer Lieblingsfarbe herum. Man achtet einfach mehr darauf und übersieht nichts mehr.

    • 23. Juni 2008 um 23:26 Uhr
    • J.S.
  136. 138.

    @JS
    „Sie wollen sich einen neuen Wagen kaufen und plötzlich fahren überall genau diese Autos in genau Ihrer Lieblingsfarbe herum. Man achtet einfach mehr darauf und übersieht nichts mehr.“

    Das Sie keine Ahnung von Medizin haben, haben Sie hier mehrfach gezeigt. Das ist aber hier der Höhepunkt. Wissen Sie überhaupt wie ein Krebskind im Deutschen Krebsregister aufgenommen wird?? Bestimmt nicht nach Gefühl; Sie Scherzkeks!

    • 23. Juni 2008 um 23:36 Uhr
    • docaffi
  137. 139.

    „Mehr oder weniger Krebs gibt es nicht.“
    Unsinn.
    „Die Erkennung und Vernichtung von Krebszellen sind dem Immunsystem trotzdem möglich und geschehen vermutlich auch bei Gesunden sehr häufig, ohne dass man etwas davon spürt.“
    Das heisst, wir alle haben ständig mit Krebs zu tun aber das Immunsystem kann ihn fast immer besiegen.
    http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/grundlagen/immunsystem.php

    • 23. Juni 2008 um 23:39 Uhr
    • J.S.
  138. 140.

    Ich habe diese Studie nicht im Detail gelesen, ich kann deshalb nicht sagen wie seriös sie ist.
    Aber der Wirkungsmechanismus über den ein Kernkraftwerk Krebs verursacht kann eigentlich nur die Emission von radioaktivem Material, d. h. eine messbare Erhöhung der Hintergrundstrahlung sein.
    Dabei sind die Beiträge eines normalen Druckwasserreaktors zur Hintergrundstrahlung geringer als die Unterschiede der natürlichen Hintergrundstrahlung.

    Nehmen wir doch mal den Fall in Krümmel. Das ist meines Wissens der weltweit größte Cluster von Kinderleukämiefällen. Die Hintergrundstrahlung die notwendig ist um diese Häufung auszulösen müsste messbar sein. Alle Messungen haben aber nichts in der erforderlichen Größenordnungen nachweisen können (nicht einmal Frau Schmitz-Feuerhake :-). Vergleichszählungen von Chromosomenabberationen mit der Bevölkerung in der Plön haben ergeben das dort (ländliches Gebiet) eine höhere Zahl von Abberationen existiert als in der Elbmarsch.
    Und nun? Der Krebs ist da, aber wo ist die Strahlung dazu? Ich finde keine der vorgeschlagenen Mechanismen als generelle Erklärung überzeugend und das ist der wohl am besten untersuchte Fall.

    • 23. Juni 2008 um 23:44 Uhr
    • Mattes
  139. 141.

    @JS
    Ach JS lassen sie es. Das ist zu viel für Sie. Mensch, wenn Sie im Deutschen Krebsregister aufgenommen werden, dann haben Sie soviel Krebszellen, dass Sie Blutspucken, Gewichts abnehmen, Knochenbrüche und laute blaue Flecken haben, Tage lang nichts mehr essen usw… Diese Kinder sind richtig krank… Man beurteilt eine Knochenmarkpunktion und dann wird diese Diagnose gestellt; das ist keine Gefühlssache!!

    • 23. Juni 2008 um 23:46 Uhr
    • docaffi
  140. 142.

    @docaffi
    „Wissen Sie überhaupt wie ein Krebskind im Deutschen Krebsregister aufgenommen wird?“
    Wenn ein Arzt den Krebs nicht bemerkt landet das Kind garantiert nicht im Krebsregister.
    Wenn der Arzt besonders darauf achtet ist die Wahrscehinlichkeit einer Entdeckung deutlich höher.
    Als weitere unter dem Stichwort „Fehldiagnose“.

    • 23. Juni 2008 um 23:49 Uhr
    • J.S.
  141. 143.

    @JS
    „Wenn ein Arzt den Krebs nicht bemerkt landet das Kind garantiert nicht im Krebsregister.“

    Dann ist das Kind nach paar Wochen tot und landet dann doch im Deutschen Krebsregister! Spontanheilung bei Leukämie ist nämlich eine Rarität.

    • 23. Juni 2008 um 23:52 Uhr
    • docaffi
  142. 144.

    @138 J.S.

    Nicht das ich unnötige Sympathien für Deutschlehrer hegen würde, aber das ist ein Minister, ein Politiker. Bei aller Sympathie für den Gedanken nur noch Fachleute in politischen Ämtern zu haben, ein Minister wäre wahrscheinlich überfordert wenn man Fachkenntnis über das gesamte Verantwortungsgebiet verlangen würde. Für die Umsetzung gibt es Beamte und die sollten sich im wesentlichen besser auskennen als die Minister.

    Das Problem liegt meines Erachtens eher in den politischen Zielen die vertreten werden und da liegt es an uns eine andere Partei zu wählen und ein anderes Ziel von einem anderen Minister verfolgen zu lassen.

    Das einiges an den Auflagen übertrieben ist stimmt sicherlich, aber wie heißt es so schön im Atomgesetz: „nach dem jeweiligen Stand von Wissenschaft und Technik“. Wie soll man eine absolute Bewertung rechtfertigen?

    • 23. Juni 2008 um 23:54 Uhr
    • Mattes
  143. 145.

    @Mattes
    Die genaue Ursache bleibt offen. Das ist aber ziemlich egal. Die Zahlen sprechen für sich:

    „Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lud 2001 verschiedene Interessengruppen ein, um ein wissenschaftlich möglichst wasserdichtes Studiendesign zu entwerfen. Unter den Experten waren sowohl Kernkraft-Kritiker als auch -Befürworter. Kern der neuen Studie war ein Fall-Kontroll-Design: Man analysierte Daten von knapp 1600 krebskranken Kindern im Alter von unter fünf Jahren in der Umgebung von Reaktoren und verglich sie mit Daten von über 4700 gesunden gleichalten Kindern in derselben Region. Zudem wurde ein Teil der Familien nach Lebensumständen und -gewohnheiten befragt.

    Mit dem bisher einmaligen Studiendesign und den relativ hohen Fallzahlen – man hat Daten von 24 Jahren ausgewertet – liefert die KIKK-Studie die bislang aussagekräftigsten Ergebnisse zum Krebsrisiko bei Kindern in AKW-Nähe. Das wichtigste Resultat: Krebskranke Kinder wohnen häufiger in der Nähe von AKW als gesunde Kinder. Und: Je näher jemand am Reaktor wohnt, umso größer ist das Krebsrisiko. Für unter Fünfjährige ist es im 5-km-Radius um über 60 Prozent erhöht, das Risiko für Leukämie sogar um knapp 120 Prozent. In absoluten Zahlen klingt das weniger dramatisch. So traten im 5-km-Radius um die 16 deutschen AKW-Standorte 77 statt der erwarteten 48 Krebserkrankungen auf, und 37 statt 17 Leukämie-Erkrankungen. Pro Jahr entspricht dies 1,2 zusätzlichen Krebserkrankungen im Umkreis deutscher AKWs.

    Soweit die Fakten, die niemand mehr ernsthaft bestreitet.“

    Aus:

    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/lymphome/?sid=476651

    • 23. Juni 2008 um 23:58 Uhr
    • docaffi
  144. 146.

    @docaffi

    Ich muss Ihnen hier recht geben, Fehleintragungen im Krebsregister scheinen mir eine vernachlässigbare Feherquelle zu sein.

    Aber was ist Ihre Idee zum Mechanismus? Direkte Strahlung? Aus welcher Quelle? Kontamination? Über welchen Expositionspfad? Kombination mit anderen Auslösern? Aber welche?

    • 24. Juni 2008 um 00:01 Uhr
    • Mattes
  145. 147.

    @Mattes
    Wenn eine Regierung unter einem SPD Kanzler den Atomausstieg beschliesst und dieser dann zu Gazprom geht macht man sich so seine Gedanken.

    • 24. Juni 2008 um 00:01 Uhr
    • J.S.
  146. 148.

    @Mattes
    Das ist eine spannende Frage. Der Umweltministerium hat mehrer Untersuchungen gestartet, um dieser Frage nach zugehen.
    Ich weiß es auch nicht!

    • 24. Juni 2008 um 00:06 Uhr
    • docaffi
  147. 149.

    „Fehleintragungen im Krebsregister scheinen mir eine vernachlässigbare Feherquelle zu sein.“
    Darum geht es nicht!
    Es geht um das genaue Gegenteil! Sind krebskranke Kinder NICHT eingetragen worden weil der Arzt den Krebs mit einer anderen Krankheit verwechselt hat.
    Die Studie sagt nicht aus das in der Nähe von Kernkraftwerken mehr Kinder gestorben seien, sondern nur das dort mehr Kinder an Krebs gestorben sind.

    • 24. Juni 2008 um 00:07 Uhr
    • J.S.
  148. 150.

    @148 J.S.

    Das ist richtig, aber auch kein Problem von Sachkenntnis…

    • 24. Juni 2008 um 00:11 Uhr
    • Mattes
  149. 151.

    @JS
    „Sind krebskranke Kinder NICHT eingetragen worden weil der Arzt den Krebs mit einer anderen Krankheit verwechselt hat.“

    Und was dann mit diesen nicht erkannten krebskranken Kindern passiert? Doch Spontanheilung? Wollen Sie uns veräppeln JS?

    „die Studie sagt nicht aus das in der Nähe von Kernkraftwerken mehr Kinder gestorben seien, sondern nur das dort mehr Kinder an Krebs gestorben sind.“

    Das recht doch schon. Schlimm genug!

    • 24. Juni 2008 um 00:14 Uhr
    • docaffi
  150. 152.

    @149 docaffi

    Diese Untersuchungen gibt es seit Jahrzehnten, in Krümmel mit allem was die Wissenschaft zu bieten hat auch schon seit ca. 15 Jahren, gefunden hat noch keiner was. Schon gar nichts beweisbares…
    Die Sache mit den PAC Kügelchen in Krümmel finde ich zwar eine faszinierende Spekulation, aber das ist weder bewiesen noch taugt es über den lokalen Rahme hinaus als Erklärung.

    Ich glaube nicht das die neuen Untersuchungen was substantiell Neues bringen.

    Wenn ich spekulieren müsste würde ich auf zweierlei Tippen:
    – lokale Faktoren (zum Beispiel Kontaminationen aus anderen Quellen, Singularitäten wie eine Kinderklinik mit falsch kalibriertem Röntengerät, etc pp)
    – Zusammenwirken mit andern Faktoren, vor allem irgendwelche Chemikalien

    Vor allem beim zweiten Punkt ist die Forschung noch ziemlich am Anfang.

    PS Ich bedaure diese Kinder übrigens genau wie Sie, solche Fälle können einem das Herz brechen.

    • 24. Juni 2008 um 00:18 Uhr
    • Mattes
  151. 153.

    @Mattes
    Wenn ich spekulieren müsste, würde ich darauf tippen, dass die natürliche Hintergrundstrahlung doch anders auf den Organismus wirkt als die nicht Natürliche. Das gleiche Phänomen gibt es bei Röntgenstrahlen. Lange Zeit dachte man, dass lange Flüge aufgrund der hohen Strahlungsbelastung sehr gefährlich seien. Jetzt weiß man, dass diese Strahlung, aus welchen Gründen auch immer nicht so gefährlich sei, wie die Strahlung (gleiche Dosis) aus einem Röntgengerät.

    • 24. Juni 2008 um 00:26 Uhr
    • docaffi
  152. 154.

    „Und was dann mit diesen nicht erkannten krebskranken Kindern passiert?“
    Da steht dann eben was anderes im Totenschein. Die wenigsten Ärzte werden am Totebett eines Kindes zugeben das sie sich die ganze Zeit geirrt haben…

    • 24. Juni 2008 um 00:27 Uhr
    • J.S.
  153. 155.

    @Mattes Und JS
    Ich glaube wir lassen diese Diskussion, bevor Herr Lau auf uns sauer wird!

    • 24. Juni 2008 um 00:27 Uhr
    • docaffi
  154. 156.

    @JS
    „Da steht dann eben was anderes im Totenschein.“

    Tut mir Leid, aber das gibt es bei Kindern nicht! Sie brauchen nur einen Tropfen Blut und schon haben Sie die Diagnose!
    Was soll z.B. sonst im Totenschein stehen? Kennen Sie eine andere Krankheit, die so ähnlich aussieht? Wissen Sie überhaupt, wieviele Kinder zu Hause sterben?

    • 24. Juni 2008 um 00:31 Uhr
    • docaffi
  155. 157.

    @docaffi

    Strahlungsleistung ergibt sich aus Anzahl und Energie der Photonen/Elementarteilchen/Nuklide die man aufnimmt, die Strahlung der Radioisotpe aus Kernkraftwerken sind die gleichen wie die in der Natur (hauptsächlich Edelgase).

    Daran kanns nicht liegen.

    Im Falle der Höhenstrahlung ist die eben _nicht_ die gleiche wie die aus einer Röntgenröhre.

    • 24. Juni 2008 um 00:32 Uhr
    • Mattes
  156. 158.

    Gut lassen wir das, ich sollte sowieso ins Bett

    • 24. Juni 2008 um 00:33 Uhr
    • Mattes
  157. 159.

    „dass die natürliche Hintergrundstrahlung doch anders auf den Organismus wirkt als die nicht Natürliche.“
    Das ist ein guter Gedanke!
    „wie die Strahlung (gleiche Dosis) “
    Da liegen aber nachweisslich nicht die gleichen Dosen vor sondern:
    „Die natürliche Belastung liegt somit vieltausendfach bis fast millionenfach höher als die kerntechnische“
    http://www.zeit.de/2007/51/AKW?page=2
    Da müsste also mehrere Generationen von Physikern etwas ganz entscheidendes übersehen haben. Eine Art Killerstrahlung. Das ist aber doch ziemlich unwahrscheinlich.

    • 24. Juni 2008 um 00:37 Uhr
    • J.S.
  158. 160.

    @Mattes
    Die Isotope aus dem Kernreaktor sind schon zum Teil andere als die der natürlichen Zerfallsreihen. Plutonium ist ein bekanntes Beispiel, das in der Natur so gut wie nicht vorkommt.
    Das manche „künstliche“ Isotope z.B. länger im Körper verweilen oder an andere Stellen im Körper gelangen, als die aus natürlichen Zerfallsreihen ist durchaus denkbar.
    Eine ganz gewagte Theorie wäre das der menschliche Körper durch Selektion gelernt hat eher mit den Isotopen aus den natürlichen Zerfallsreihen zurecht zu kommen.
    Trotzdem wären diese Isotope leicht nachzuweisen, da sie sie ja über eine erhebliche Aktivität verfügen müssten. Davon ist aber nichts bekannt.

    • 24. Juni 2008 um 01:02 Uhr
    • J.S.
  159. 161.

    Ach was!
    Selbst wenn es stimmt das die Kernkraftwerke eine geheimnisvolle Strahlung absondern die für Kinder im Umkreis von 5 Kilometern gefährlich ist, dann dürfen dort eben keine Kinder wohnen.
    Man will Solarstrom aus der Sahara importieren dann ist der Bau der Atomkraftwerke in einsamen Gegenden doch wohl kein Problem.
    Es sei denn wir haben keine Gegend mehr mit 5km Abstand zum nächsten Wohnort.

    • 24. Juni 2008 um 01:11 Uhr
    • J.S.
  160. 162.

    Das etwas nicht bekannt ist, ist der Normalfall in der Forschung.
    Die Messung der Krebsrate ist in diesem Fall eben genauer / empfindlicher, als irgend ein physikalisches Messgeraet.

    • 24. Juni 2008 um 02:40 Uhr
    • mathilde
  161. 163.

    Sehr interessanter Artikel:

    Die Rückkehr der Taliban
    Wie radikale Islamisten in der Provinz Bauern ausplündern und dem Volk Modernisierung und Bildung verwehren.

    http://www.zeit.de/2008/26/Taliban-neu?page=all

    • 24. Juni 2008 um 02:43 Uhr
    • mathilde
  162. 164.

    JS
    Was meinst Du, warum die Franzosen Ihre Anlagen direkt an der deutschen Grenze in Cattenom platziert haben ?!

    kl. Tipp: Es herrscht dort vornehmlich Westwind.

    • 24. Juni 2008 um 05:18 Uhr
    • mathilde
  163. 165.

    @J.S.

    Die Aussage war etwas ungenau formuliert, ich wollte eigentlich darauf hinweisen das es zwischen „künstlicher“ und „natürlicher“ Strahlungsleistung keinen Unterschied gibt wenn sie vom gleichen Radionuklid ausgehen. Die Höhenstrahlung und die Strahlung einer Röntgenröhre haben dagegen andere Frequenzspektren, das heißt andere Energien.
    Daher halte ich irgendwelche Unterschiede zwischen Hintergrundstrahlung und Dosisleistung aus kerntechnischen Prozessen für höchst unwahrscheinlich. Ganz abgesehen davon das zum Beispiel in der Nähe von Bergwerkshalden (Wismut etc) massive Kontaminationen vorliegen. Wäre interessant zu erfahren ob dort auch die Krebsrate erhöht ist. Generell würde mich interessieren ob die Daten des Krebsregisters nur mit Kernkraftwerksstandorten abgeglichen wurden oder auch mit anderen möglichen Krankheitsverursachern (Chemieindustrie, Bergwerke, Müllhalden oder Verbrennungsanlagen, Altlasten, Grundwasserverschmutzung,…)

    Da Plutonium und die Elemente seiner Zerfallskette (Am, etc) in der Natur nicht vorkommen könnte man da natürlich einen Unterschied postulieren, nur hat noch niemand Plutonium oder die Zerfallselemente aus der Emission eines deutschen Reaktors gefunden. Es wurde zwar heftig nach Spuren von „ungefiltertem“ Reaktormaterial gesucht, aber bisher wurde nichts gefunden was darauf schließen lies das Rückhaltebarrieren durchbrochen werden. Im Normalbetrieb schon gar nicht. Damit sind die Radionuklide die in die Umwelt abgegeben werden bei einem Druck- oder Siedewasserreaktor im wesentlichen Jod, Edelgas (hier hauptsächlich Krypton und Radon) und ein bißchen schweres Wasser (Tritium mit Deuterium in Spuren).
    Die schweren Nuklide die bei uns noch gefunden werden stammen aus oberirdischen Atomwaffentests und aus Tschernobyl.

    @Mathilde
    Das Cattenom an der Grenze steht liegt daran das es dort einen Fluß gab der im Sommer noch nicht gekocht hat. Fahren Sie mal die Rhone entlang, oder durch Mittelfrankreich, da stehen die Kisten reihenweise. Bei ca. 80% Atomstromanteil ist die Standortsuche nicht durch das Kriterium der Grenznähe zu entscheiden. Bei Wikipedia gibt es eine Karte „http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke“, da sieht man ganz deutlich das die französischen Kraftwerke beileibe nicht an den Grenzen konzentriert sind.

    • 24. Juni 2008 um 08:06 Uhr
    • Mattes
  164. 166.

    @mathilde
    „Die Messung der Krebsrate ist in diesem Fall eben genauer / empfindlicher, als irgend ein physikalisches Messgeraet.“
    Sehr unwahrscheinlich.Da glaube ich aber eher das die Ärzte in Gegenden ohne Atomkraftwerk öfter mal einen Krebsfall fehl diagnostizieren.
    Oder das die Kinder aus der Nähe von Kernkraftwerken früher ins Krankenhaus kommen und dort zum Teil an Kunstfehlern/Krankenhauskeimen in Kombination mit dem Krebs sterben.
    Da ist so vieles denkbar ohne das man ein geheminisvolles Killer Isotop und mangelhafte Messgeräte vermuten müsste. Der Sache muss natürlich nachgegangen werden, soviel ist klar. Aber es ist sowieso kein Argument gegen Kernkraft.
    @Mattes
    Volle Zustimmung!

    • 24. Juni 2008 um 10:02 Uhr
    • J.S.
  165. 167.

    Energie und Zuwanderung
    Für den Iran ist die Abwanderung zum Beispiel bares Geld. Erstens bekommen die Auswandere ja nichts mehr vom Öl-Reichtum des Landes ab und zweitens kurbeln sie den Öl-Verbrauch bei uns an.
    Anders gesagt! Eine Verbesserung der Lebensbedingungen im Iran wird teuer.
    1.) Kostet die Verbesserung der Lebensbedingungen selber Geld.
    2.) Weniger Abwanderung
    3.) Weniger Kunden im Ausland.
    Ich bin mir ziemlich sicher, das die iranische Führung kein Interesse hat, die Lebensbedingungen der iranischen Bevölkerung zu verbessern.

    • 24. Juni 2008 um 11:12 Uhr
    • J.S.
  166. 168.

    Zurück zum Thema:

    Was halten Sie von dieser These:

    Wir sollten versuchen, die ansässige Bevölkerung, auch und gerade aus bildungsferneren Schichten- die Schülerzahlen schrumpfen ja bereits – bestmöglich auszubilden und zu fördern, bevor wir über zusätzliche Einwanderung nachdenken.

    Daran hapert’s nämlich nach wie vor.

    @ Leusch

    Mindestlöhne (jedenfalls solche über 6,50 €) sind genau der falsche Weg, denn sie führen dazu, dass sich die Arbeitslosigkeit erhöht und dass sich weitere Bevölkerungsteile an die Alimentierung durch den Staat gewöhnen. Besser Billiglöhne als gar keine Arbeit. Arbeit, sofern sie nicht ganz geistlos ist, fördert das Selbstbewusstsein und weckt den Wunsch, vorwärtszukommen. Arbeitslosigkeit demotiviert.

    • 24. Juni 2008 um 11:56 Uhr
    • Joachim S.
  167. 169.

    @JS
    „Sehr unwahrscheinlich.Da glaube ich aber eher das die Ärzte in Gegenden ohne Atomkraftwerk öfter mal einen Krebsfall fehl diagnostizieren.“

    „Krebsfall fehl diagnostizieren“ gibt es nicht. Die Kriterien für die Diagnosestellung sind genauestens festgelegt; die Diagnose und Behandlung der Krebskinder darf nur in zertifizierte Zentren stattfinden. Das ist halt der Unterschied zum Erwachsenenmedizin.

    „Für den Iran ist die Abwanderung zum Beispiel bares Geld“

    Das ist natürlich Quatsch. Die Iraner, die Abwandern sind zu 70% Akademiker und wohlhabend. Das ist ein großer Verlust für das Land. „Auswanderung“ gibt es offiziell für die Mullahs gar nicht. Es war auch nach DDR-Vorbild lange Zeit verboten überhaupt das Land zu verlassen.

    • 24. Juni 2008 um 12:33 Uhr
    • docaffi
  168. 170.

    @Mattes und JS

    Ich bleibe dabei. Es war eine saubere Studie, die u.a. vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt wurde und sowohl von Kernkraft-Kritikern als auch von -Befürwortern begutachtet wurde. Die Ursache der Ergebnisse ist für die meisten Eltern egal. Tatsache ist, dass im Umkreis von 50 Kilometern das Risiko für die Krebserkrankung eines Kindes erhöht ist. Ich kann jeden hier mit Kind davon abraten, in der Nähe eines AKWs zu leben.

    • 24. Juni 2008 um 12:40 Uhr
    • docaffi
  169. 171.

    @Mattes

    Wäre auch interessant in zehn Jahren den Anteil der Krebserkrankungen auch hier zu ermitteln:

    ASSE II

    http://www.tagesschau.de/inland/asse12.html

    • 24. Juni 2008 um 13:43 Uhr
    • docaffi
  170. 172.

    @docaffi

    An der Studie zweifelt doch keiner, ich jedenfalls nicht.

    Wenn man den Kindern wirklich helfen will stellt sich doch die Frage nach der Ursache (und da liefert die Studie ja ein komisches Fazit: „an der Strahlung kann es nicht liegen“).

    Deshalb drehte sich die Diskussion aus meiner Sicht auch um die Begründung, bzw. die Mechanismen die diese Wirkung auslösen.

    Was die Sache mit dem Müll angeht, das ist in der Tat die Achillesferse der ganzen Nuklearindustrie (und neben einer Wiederaufbereitungsanlage wollte ich in der Tat nicht leben).

    • 24. Juni 2008 um 14:45 Uhr
    • Mattes
  171. 173.

    @ Backwahn

    Pardon, erst jetzt gelesen:

    „Wenn man ein großes C auf die Landkarte Deutschlands legt (etwa von Hamburg über das Ruhrgebiet und die Rhein-Main Schiene bis zu München) und dann noch einen Punkt vor das offene C macht (Berlin) dann hat man die Abstiegsgebiete der kommenden 2 oder 3 Jahrzehnte vor sich. Die demographische Entwicklung wird dazu führen, dass in diesen Großstädten die Anzahl der Menschen ausländischer Herkunft (hauptsächlich aus mohamedanischen Ländern) ca. 40% und mehr betragen wird“

    Halte ich in dieser Pauschalität für falsch.
    Problematisch ist die Lage in der Tat im Ruhrgebiet und in Berlin.
    Hamburg, die Rheinschiene, Rhein-Main, Stuttgart und München sind – und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben – DIE Boomregionen und Wachtstumskerne der deutschen Wirtschaft. Berlin, Hamburg, Köln und München sind DIE Zentren des kulturellen Lebens in D-Land.

    Es spricht absolut nichts dafür, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird. Der Migrantenanteil in diesen Städten und Gebieten ist deshalb so hoch, weil dort (Ausnahme Berlin und Ruhrpott) die Arbeitsplatzsituation am besten ist.
    Im übrigen täuscht Ihr Eindruck, dass die Migranten hauptsächlich aus moslemischen Ländern stammen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Bev.C3.B6lkerung

    „Etwa 75 Millionen Menschen (91 Prozent) sind deutsche Staatsbürger. Von diesen haben wiederum sieben Millionen Bürger einen Migrationshintergrund, das heißt, sie sind

    „Aussiedler“ bzw. „Spätaussiedler“ deutscher Nationalität, von denen die meisten aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion (51 Prozent, umgangssprachlich meist als „Russlanddeutsche“ bezeichnet) und aus Polen (34 Prozent) eingewandert sind. Zwischen 1950 und 2002 waren dies insgesamt 4,3 Millionen Menschen, oder
    im Land geborene oder seit langer Zeit in Deutschland lebende ehemalige Ausländer, die seit der Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts auf eigenen Antrag eingebürgert wurden.
    Von den Einwohnern mit ausschließlich anderer Staatsangehörigkeit (Ende 2006: 7.255.900) stellen die türkischen Staatsangehörigen (1.713.551) die größte Gruppe. Die übrigen sind überwiegend EU-Bürger (2,1 Millionen). Den größten Anteil haben hier Italiener (528.318), Polen (384.808) und Griechen (294.891). Der Anteil der europäischen Staatsbürger aus Nicht-EU-Ländern (3,2 Millionen) hat sich durch Migration aus dem ehemaligen Jugoslawien (1,0 Millionen; unter anderem durch Kriegsflüchtlinge) und aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er Jahren erhöht. 2006 erwarben 124.556 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft.“

    Es nervt, wenn hier von Ihnen und anderen permanent mit falschen Zahlen operiert wird. Von den 14 Millionen Einwohnern mit Migrationshintergrund in Deutschland sind höchstens 3,5 Millionen (25%) islamischen Glaubens.

    • 25. Juni 2008 um 09:34 Uhr
    • Joachim S.
  172. 174.

    @Mattes
    Den Atommüll kann man durchaus beseitigen. Der Nobelpreisträger Carlo Rubbia hat ein Verfahren dazu vorgeschlagen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Transmutation_(Kerntechnik)
    Auf das Transmutationsverfahren angesprochen antwortete Schröders zuständiger Minister:“das Verbot der großtechnischen Wiederaufbereitung von abgebrannten Kernbrennstoffen ist erklärtes Ziel der Bundesregierung“.
    Wohlgemerkt da erklärte ein Rot-Grüner Politiker das Atommüll Atommüll bleiben soll!
    Cui Bono?

    • 25. Juni 2008 um 09:39 Uhr
    • J.S.
  173. 175.

    @Mattes
    Besagter Minister wechselte 2003 zurück in die Wirtschaft auf den Vorstandsposten der Ruhrkohle AG (RAG).

    • 25. Juni 2008 um 09:53 Uhr
    • J.S.
  174. 176.

    @J.S.

    Also ich schlage vor, den Atommüll einfach ins Sternensystem der Cardassianer zu beamen.

    Mal im Ernst. Die Rubbia-Methode ist eine gute Idee, aber erst mal eine Idee. Noch ist kein Gerät zur Umsetzung entwickelt, noch ist kein Forschungsgeld bewilligt. Es ist einfach nur eine gute Idee. Die Umsetzung dieser Idee wird weit mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die Entwicklung kleiner sauberer Kernfusionsreaktoren.

    In der Zwischenzeit darf der Atommüll aber auf keinen Fall endgelagert werden. Ist Asse erst mal geflutet und ausgehärtet, ist Schacht Konrad erst mal in Betrieb und Gorleben genehmigt, dann können Sie den Mist da nie wieder heraus bekommen. Das ist ja der Witz bei einem Endlager. Drin, dicht, sicher. Kommt nicht wieder raus. Wenn sich nicht irgendwer irgendwo verschätzt oder verrechnet hat.

    • 25. Juni 2008 um 11:38 Uhr
    • Rafael
  175. 177.

    Durch privilegierte Partnerschaft kam am Ende doch ein 3:2 zustande!!!

    • 25. Juni 2008 um 22:55 Uhr
    • docaffi
  176. 178.

    @Rafael
    „Die Rubbia-Methode ist eine gute Idee“
    Ja, der Typ ist nicht umsonst Physik Nobelpreisträger. Machbar ist das auf jeden Fall. Die Frage ist ob man es will!
    Grüne, SPD und die Linke also die Mehrheit im Bundestag wollen den Atommüll behalten.
    Schon die einfache Wiederaufarbeitung wurde von Rot-Grün verboten damit es möglichst viel Atommüll bleibt.
    Ohne das Schreckgespenst Atommüll liessen sich die Interessen der Erdöl/Erdgas Lobby wohl kaum so gut durchsetzen.

    • 25. Juni 2008 um 23:25 Uhr
    • J.S.
  177. 179.

    Die Rubbia Methode ist weder bewiesen, noch anerkannt – und das verwundert bei der heftigen Atom-Lobby: warum wird da mit den extrem vorhandenen Foerdergeldern nicht ernsthaft weitergeforscht?

    Fakt ist: ist jemand (hier aufgrund seiner harten arbeit) erst einmal fett anerkannt (hier Nobelpreis) kann er alles moegliche erzaehlen.

    PS : auch Arafat ist Traeger eines einen Nobelpreises 😉

    • 26. Juni 2008 um 02:39 Uhr
    • mathilde
  178. 180.

    Nochwas:
    Wir sind noch nicht mal in der Lage ein Fussballspiel zu uebertragen (wieviel Geld ist da im Spiel?!) !
    Nicht eine Unterbrechung – nein 3 (drei) !!!

    • 26. Juni 2008 um 03:02 Uhr
    • mathilde
  179. 181.

    @mathilde
    „warum wird da mit den extrem vorhandenen Foerdergeldern nicht ernsthaft weitergeforscht?“
    Weil es diese Fördergelder nicht gibt.
    Du erliegst da einer Illusion!
    Die Rubbia Methode ist bewiesen. Transmutation ist eigentlich ein alter Hut. Es ist eine Frage des Willens.
    Vermutlich sind schon viele vor Rubbia auf ähnliche Ideen gekommen, nur sind die mangels Nobelpreis eben nicht ernst genommen worden.
    Selbst mit Nobelpreis ist es ja schon schwer wie man sieht.

    • 26. Juni 2008 um 03:10 Uhr
    • J.S.
  180. 182.

    @mathilde
    „Wir sind noch nicht mal in der Lage ein Fussballspiel zu uebertragen“
    Das ist ein echter Punkt!
    Ich bin nicht mal sicher ob es angesichts der Islamisierung eine gute Idee wäre die Kernkraft hierzulande auszubauen.

    • 26. Juni 2008 um 03:17 Uhr
    • J.S.
  181. 183.

    JS
    das meinte ich ja ganz zu anfang : problem der sicherheit gegenueber anschlaegen ..

    nette zusammenstellung einiger alternativen:
    http://www.zeit.de/online/2008/25/bg-kraftwerke

    • 27. Juni 2008 um 02:06 Uhr
    • mathilde
  182. Kommentar zum Thema

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