Ein Blog über Religion und Politik

Die Schande der South-Park-Zensur

Von 25. April 2010 um 13:34 Uhr

Die Huff Post berichtet, dass die Website der islamistischen Irren, die South Park bedroht haben, gehackt worden sei. Wer sie heute aufruft, findet die Bestätigung meiner These, dass es den "born again muslims" vor allem um Publicity ging.

"We received an overwhelming amount of media response due to one sentence included in a post last week."

Und insofern muss man sagen: Chapeau, die Herren! Mit minimalem Aufwand die maximale Klickzahl erreicht. Das war's denn aber auch.
Oder?
Auf Southpark.de ist die 200. Folge nicht mehr zu sehen. Am Freitag war das noch möglich. Folge 201 - auch ziemlich genial, denn dort wird die "Bärenkostüm"-Episode aufgelöst: im Fell steckt der Weihnachtsmann, nicht Mohammed - ist ebenfalls nicht zu sehen. (Mit ist es gestern gelungen, auf englischsprachigen Seiten beide anzuschauen.) Es war auch zu lesen, dass iTunes die Folgen nicht vertreiben will. Apple ist ja schon bekannt für seine Hasenfüßigkeit und seine Zensurmentalität. Und von diesen Leuten sollen wir demnächst voller Vetrauen per Ipad und Apps unseren "Content" beziehen? So nicht.
Ich finde das alles langsam verachtenswürdig. Kein einziger Muslim von Gewicht, keine angesehene Figur, keine Regierung eines islamischen Landes, kein Sprecher eines Verbandes hat irgendetwas gegen diese Folgen vorgebracht. Nur die drei, vier New Yorker Spinner (über die ich hier bereits geschrieben habe)!
Vielleicht muss ich das noch einmal klarstellen: Es geht hier nicht um "die Muslime". Es geht um uns. Es ist die präventive Feigheit der westlichen Medienkonzerne, die aus einer Handvoll durchgeknallter "Revolution Muslims" erst eine islamistische Bedrohung der Meinungsfreiheit macht.
Seit der Rushdie Affäre - und verstärkt durch den Streit um die Karikaturen - haben manche westlichen Medien eine peinliche Unterwürfigkeit internalisiert - gegenüber einer "islamischen Bedrohung". Dieser Fall hier zeigt - ähnlich wie die Affäre um die Berliner Idomeneo-Aufführung im Jahr 2006, dass wir eine reale Bedrohungslage schon gar nicht mehr brauchen.
Rushdie hatte noch den leibhaftigen Ajatollah Khomeini gegen sich, und bei den Karikaturen waren es reale Massen aufgeputschter Muslime, die vor den Botschaften Flaggen verbrannten. Menschen starben.
Die Erziehung hat funktioniert. Jetzt brauchen wir gar keine ernst zu nehmenden Gefährder mehr, damit eine der populärsten Shows - ein Meilenstein der Popkultur - von den größten Medienkonzernen der Welt im Stich gelassen wird, die viele Jahre fürstlich an ihr verdient haben.
Wir fürchten uns vor unseren eigenen Phantomen schon so sehr, dass jeder dahergelaufene Idiot unsere Reflexe abrufen kann: "South Park von Islamisten bedroht" - diese Headline wird dieser Tage weltweit kopiert, ohne dass jemand mal nachschlägt, um wen es sich eigentlich handelt.
Am Ende sind dann aus ein paar Verwirrten große Medienhelden geworden, die tatsächlich für etwas zu stehen scheinen.
Wir haben sie dazu gemacht.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die designierte Niedersaechsische Ministerin Oezkan wird bedroht. Die LKA erstellt deshalb ein Sicherheitskonzept fuer sie. Man liest, wenn ueberhaupt, nur einen kleinen Bericht darueber in den Zeitungen.

    Wie Sie richtig darlegen, bedrohen irgendwelche publicity-geilen Spinner Southpark, und es findet ueberall Beachtung. Die Angst vor dem Muselmann hat sich seit 1683 noch nicht gelegt.

    • 25. April 2010 um 13:53 Uhr
    • Dybth
  2. 2.

    @ DYBTH: „Angst vor dem Muselmann seit 1683″: Sorry, das ist Quatsch.
    Man muss sich doch eher wundern, dass eine millionenfache Masseneinwanderung von Menschen anderen Glaubens so relativ wenig Ängste auslöst. Nennen Sie mir mal ein Beispiel aus der Geschichte, wo das so ziemlich friedlich abgegangen ist. In Deutschland 2000 Moscheen in nur ca 50 Jahren – ist doch was!
    Und bitte: Vor bestimmten Erscheinungen des Islamismus muss man Angst haben. Und selbst das, was in sog. „moderaten islamischen Regimen“ vor sich geht, ist zum Speien. So etwa die drohende Hinrichtung des Mannes in Saudi, dem „Zauberei“ vorgeworfen wird. Oder die Bedrohung von Christen in vielen arabischen Ländern. Und und und….

    • 25. April 2010 um 13:58 Uhr
    • Jörg Lau
  3. 3.

    „Es geht hier nicht um “die Muslime”. Es geht um uns. Es ist die präventive Feigheit“

    Bravo! Das kann man nicht dick genug unterstreichen.

    Hoffentlich kommt das bei dem ein oder anderen Spaten auch an… ich hege da allerdings wenig Hoffnung. Die Kommentarschlacht nach dem letzten Posting hier lies mich fast an der menschlichen Vernunft zweifeln.

  4. 4.

    Die 200 konnte ich auch noch auf Englisch sehen. Wo finde ich aber die 201? Finde Sie nirgend wo unter Staffel 14. Könnte mir bitte jemand einen Link senden – lieber für die englische als die deutsche Version?

    • 25. April 2010 um 14:29 Uhr
    • Stefanie
  5. 5.

    Richtig, Herr Lau, es sind nur ein paar Spinner, und die sollten nicht ernst genommen werden.

    Am besten publiziert die Zeit jetzt die Karikaturen und zeigt damit, dass es keine Bedrohung gibt.

    Danke.

  6. 6.

    Könnte mir bitte jemand einen Link senden – lieber für die englische als die deutsche Version?

    @ Stefanie

    Die 201 gibt es überhaupt nicht auf Deutsch. Die Geschäftsführung von MTV-Deutschland nimmt es mit der vorauseilenden Hasenfüßigkeit noch genauer als die Zentrale.

    • 25. April 2010 um 14:56 Uhr
    • N. Neumann
  7. 7.

    Bei den Karrikaturen etc. gab ja kaum in den Medien ein positives Licht dahin gehend, sich für die Meinungs- und Pressefreiheit einzusetzen. Und bei denen, die es taten, war dann häufig Relativismus aus den Federn fließend ala sie seien schön, sind unfreundlich etc. Völlig albern, denn es ging ja dann nicht mehr darum, seine Meinung über die Karrikaturen kund zu tun, sondern nur noch daram, grundsätzlich feststellung, ob hübsch oder häßlich, freundlich oder unfreundlich, sie sind von der Meinungsfreiheit geschützt und werd dies derart nicht anerkennt, dass er sogar zur Gewalt aufruft oder dise ggf. verübt, legt sich mit uns allen an. Leider taten das zu wenige.

    Um so erfreulicher, dass man nun übegreifend liest, wie lächerlich die Reaktion der reveluzenden Muslimgruppe sei und überall wird sich über diese lustig gemacht. An vielen Stellen werden Bildchen dazu eingeblendet, welche den Islam auf die Schüppe nehmen.

    Weiter so. Das ist die richtige Reaktion. Ich hoffe nur, eine solche Reaktion wird künftig auch dann statfinden, wenn es sich um Guppen handelt, bei der zu befürchten ist, dass es wirklich eine Welle gibt oder dass ebenso reagiert wird, wenn es schon die Welle gibt.

    Und mein persönlicher Eindruck ist, dass sich Otto Normalverbraucher Mulsim mehr in die Debatten einbringt. Dass diese sich beginnen zu Wort zu melden und deutlich machen in ihren Kommantarten, wie sind ebenso Bestandteil der westlichen Gesellschaft wie ihr, die sich über diese lächerlich Reaktion auf die Folge aufregen. Wir regen uns ebenfalls auf und warum sollte das anders sein. Wir haben die gleichen Ansichte wie ihr und nur weil es Deppen gibt, die sich auf unsere Religion berufen bei so einem Mist, heißt es noch lange nicht, wir sind alle der Auffassung, im Gegenteil.

    Ich hatte mir bei den Karrikaturen immer gewünscht, dass Muslime zu einer Demonstration aufrufen und alle einladen mitzumachen um Solidaität mit den Karrikaturisten zu zeigen. Das ist nach wie vor eine Art gesellschaftlicher Traum von mir. Muslime, Christen, Juden, an nichts Glaubende, Agnostiker etc. alle Seit an Seit marschierend gegen den Islamismus und Menschen, die im Namen des Islams zur Gewalt aufrufen. Ich habe das Gefühl, es könnte irgendwann wahr werden….Eine Front der gesamten Gesellschaft mit denen, für sie sich Islamisten anmaßen zu sprechen.

    Allerdings haben Reaktion auch hier im Blog, welche Muslimen per se unterstellten, dass sie die Meinung dieser Durchgeknallten aus NY teilen müssen, gezeigt, dass nicht bei jedem der Wunsch besteht, dass die gesammte Gesellschaft für unsere Werte eintritt…. wer so agiert, darf sich nicht wundern, wenn die Minderheit der Muslime lieber ihre Klappe hält. Warum sollten sie sich persönlich unbegründet vorwerfen lassen bei einem gesellschaftlichen Engagement, dass sie heucheln würden oder ihren Glauben nicht kapiert hätten. Ich hätte da keine Lust zu und würden dann vielleicht sogar denken, wenn es nicht gewünscht ist, dass auch wir uns einbringen wie alle anderen auch, dann lasse ich es halt. Anpöbeln lassen muss ich mich nicht.

    @Dybth

    „Die Angst vor dem Muselmann hat sich seit 1683 noch nicht gelegt.“

    Nur Sie haben das erkannt und sind darüber erhaben und sehen sich daher in der Rolle des lonly tigers, welcher einsam und verlassen, mutig und ohne zu Zögern hinter dem Rechner, anonym, die Rolle des Streiters für die Muslime einnimt. Einsam reiten Sie auf Ihrem Pferd durchs www und kämpfen für die gerechte Sache. Ich höre förmlich wie zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ durch die Steppe des www dahin galoppieren….wow.

    • 25. April 2010 um 15:01 Uhr
    • Stefanie
  8. 8.

    @N.N.

    „Danke Dir“

    Aber wo finde ich dann die Folge 201 auf Englisch. Ich bekomme da immer nur zig angezeigt, Folge 200 gibt es nicht mehr und Folge 201 wird nicht zum anklicken angezeigt. Könntest Du mir bitte einen Link senden?

    • 25. April 2010 um 15:10 Uhr
    • Stefanie
  9. 9.

    @ Freespeech: Wir haben Kurt Westergaards Turban/Bomben-Karikatur schon 2006 veröffentlicht. Wir haben Westergaard erst kürzlich wieder porträtiert, als er angegriffen worden war.
    Mein Bericht zum Karikaturen-Streit hier: http://www.zeit.de/2006/06/D_8anemark_neu

    • 25. April 2010 um 15:10 Uhr
    • Jörg Lau
  10. 10.

    @FreeSpeech

    Vielleicht müsste Tony Soprano dem Blogwart gelegentlich mal wieder die Vorzüge der präventiven Feigheit näherbringen.

    • 25. April 2010 um 15:10 Uhr
    • riccardo
  11. 11.

    „Könnte mir bitte jemand einen Link senden – lieber für die englische als die deutsche Version?“

    Danke Dir!

    Aber wo finde ich dann die Folge 201 auf Englisch. Ich bekomme da immer nur zig angezeigt, Folge 200 gibt es nicht mehr und Folge 201 wird nicht zum anklicken angezeigt. Könntest Du mir bitte einen Link senden?

    So sollte es heißen. :-)

    • 25. April 2010 um 15:11 Uhr
    • Stefanie
  12. 12.

    Kleine Korrektur zu 6.; es handelt sich um eine Entscheidung der Zentrale:

    Die Folgen 200 und 201 der Zeichentrickserie „South Park“, die in den Vereinigten Staaten Mitte der Woche gelaufen sind, werden nicht mehr gezeigt. Nicht mehr in Amerika und auch nicht in den anderen Ländern, in denen „South Park“ im Programm ist.

    http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E4908B77F1F5B4232B0DF6C3A22AF2AA5~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Gleichwohl bleibt die Begründung ziemlich beknackt und heuchlerisch:

    Kein Risiko eingehen will nun auch MTV, das hinter dem Programm von „Comedy Central“ steht. „MTV Networks hat sich entschlossen, die South-Park-Episoden 200 und 201 nicht auszustrahlen“, hieß es auf Anfrage dieser Zeitung, „wir haben diese Entscheidung mit großem Widerstreben getroffen. Wir glauben fest an kreative Ausdrucksfreiheit: Wir alle profitieren davon, wenn es einzigartigen und tiefgründigen Kreativen wie den Machern von South Park erlaubt ist, sich frei auszudrücken. Allerdings steht die Sicherheit unserer Angestellten für uns stets an erster Stelle, und so haben wir uns zu diesen Vorsichtsmaßnahmen entschlossen.“

    Nicht nur die bedrohten Parker und Stone sollen (ungefragt) vor Abu Hansel beschützt werden, sondern auch die Parkwächter und Hausmeister.

    • 25. April 2010 um 15:16 Uhr
    • N. Neumann
  13. 13.

    Dazu fällt mir Niklas Luhmann ein, der sinngemäß sagte, dass die konsequeteste Risikovermeidung darin bestehe, komplett im Bett zu bleiben. Und selbst dann könne man nicht sicher sein, dass das Haus einstürzt.

    • 25. April 2010 um 15:21 Uhr
    • N. Neumann
  14. 14.

    http://www.youtube.com/watch?v=zIlT0wkW9Vg

    immer wieder schön zu hören, sensationell guter Soundtrack.

    @N.N. stimmst mir ausnahmsweise zu? 😉

    @dybth
    …und ganz vorn im Bild: dybth on his mission :-)

    • 25. April 2010 um 15:25 Uhr
    • Stefanie
  15. 15.

    Was mich immer besonders amuesiert sind Demos gegen irgendwelche obskure Islam Beleidigungen die in irgendwelchen finsteren Loechern stattfinden in denen die Bevoelkerung kaum elektrischen Strom hat ,geschweigene denn einen Fernseher. Denn wie im Fall der daenischen Karikaturen waren es nicht die lokalen Sender sondern Muslime die aus Europa eingereist waren um dort die Bevoelkerung auf die Barrikaden zu hetzen.Deswegen glaub ich kaum dass im Nahen Osten die Serie South Park ueberhaupt bekannt ist. Dass es lediglich 3 Wirrkoepfe in New York sind die diesen Unsinn verzapft haben ist zwar absurd wenn man die Wirkung bedenkt aber es braucht immer nur einen der seine Idee in die Tat umzusetzen,ich denke da an die Morde in Holland,so was kann morgen in jedem europaeischen Ort auch geschehen weil sich ein Fanatiker durch irgendwas beleidigt fuehlt. Dass sie nicht davor zurueckschrecken ihre Drohung auch in die Tat umzusetzen ist bekannt ,gerade deswegen hat Islam dieses gewalttaetige Image.Es sind Muslime die das Image praegen nicht die Anderen.
    In D. kann man ja auch sehen wie weit die Angst vor islamischen Fanatikern schon vorgedrungen ist und weil immer mehr Muslime ins Land kommen, sie sich schneller vermehren als die restliche Bevoelkerung waechst auch die Angst und auch der Zorn gegen die politischen Parteien,die auf ihren Haenden sitzen und nichts tun um diesen Wahnsinn einzuschraenken.

    • 25. April 2010 um 15:38 Uhr
    • karin bryant
  16. 16.

    …und ganz vorn im Bild: dybth on his mission

    @ Stefanie

    Aber mit Palituch und dieser super-originellen Knarre von Udo Lindenberg:

    http://www.youtube.com/watch?v=MDnRbckpu8M

    • 25. April 2010 um 15:46 Uhr
    • N. Neumann
  17. 17.

    Solange sich die Spinner einzelne aussuchen können, wird es für den einzelnen das Vernünftigste sein, einzuknicken. Der Staat kann nicht schützen, und der Staat will vor allem nicht schützen. Da sagt dann mal ein Bundesrat (=Minister) Leuenberger, man solle die Pressefreiheit mit Verantwortung nutzen. Und schon hat der Islam mit seiner klassischen Taktik wieder etwas Land gewonnen.

    Ich gehe mit Stefanie sinngemäss einig, dass eine allmähliche Abnützung durch Spott gut wirken kann. Da denke ich insbesondere an Spott, der an der Quelle genauso wenig identifizierbar ist wie die Leute, die Aufrufe verbreiten.

    Das findet durchaus statt.

  18. 18.

    „Aber mit Palituch und dieser super-originellen Knarre von Udo Lindenberg“

    :-)

    Vielleicht vertun wir uns auch und er geht bald auf große Reise:
    S.2

    „1. In the past several months, preparations are being made for a large-scale naval
    shipment of aid to be transferred to the Hamas administration in the Gaza Strip.
    The flotilla is scheduled to arrive in the Gaza Strip in several weeks. Two other flotillas
    to the Gaza Strip are scheduled to take place in the month of June. The flotilla has been
    organized by a coalition of European pro-Palestinian organizations that have
    associated themselves with the Hamas administration in the Gaza Strip.“

    S.7
    „e.Many participants will be parliament members from various countries (over 50,
    according to Al-Khudari), activists from humanitarian organizations, journalists,
    engineers, and doctors. Some participants are former officials from various countries,
    and some are currently decision-makers. He said that their presence on the ships will
    make it difficult for Israel to prevent their arrival.“

    http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/pdf/hamas_e100.pdf

    Das war natürlich ein Scherz betreffend dybth. Dass er etwas mit Terroristen zu tun haben könnte, ist abwegig. Aber es passte schön, denn auch hier wollen wollen einige Widerstandskämpfer spielen und ich frage mich bei denen, die sonst eher auf Bürostühlen sitzen, ob denen eine solche Reise wirklich gut bekommen wird. Wie auch immer, ein Schiff voller Seekranker gen Gaza hätte einen gewissen Charme. Ob des dann noch an Land charmant zugehen wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber die wollen es ja so.

    • 25. April 2010 um 16:33 Uhr
    • Stefanie
  19. 19.

    „Aber die wollen es ja so“

    Solange dann nicht das Auswärtige Amt oder die IDF aktiv werden müssen, ist es ja deren Problem.

    • 25. April 2010 um 16:37 Uhr
    • Stefanie
  20. 20.

    falls es im letzten thread nicht schon kam – da könnte man doch kreativ werden:
    http://sohalt.wordpress.com/2010/04/24/20-mai-jeder-zeichnet-mohammed-tag/

    • 25. April 2010 um 19:11 Uhr
    • Sinimaus
  21. 21.

    @Joerg Lau

    DYBTH: “Angst vor dem Muselmann seit 1683″: Sorry, das ist Quatsch.

    Was ich eigentlich meinte ist, dass sehr ueberreagiert wird, wenn die Bedrohung aus irgendeiner unbedeuten Splittergruppe kommt. Ich habe das Beispiel Oezkan genannt. Stellen Sie sich mal die Medienreaktion vor, wenn eine deutsche ‚Jihad‘ Gruppe Ministerin Schroeder in der Art und Weise bedrohen wuerde.

    „Und bitte: Vor bestimmten Erscheinungen des Islamismus muss man Angst haben..“

    Ich stimme Ihnen uneingeschraenkt zu. Genauso muss man vor bestimmten Erscheinungen des Rechts-/Linksradikalismus Angst haben. Vor der Michigan Militia sollte man auch Angst haben. KKK, LRA, JDL, Aum Shinrikyo und und und. Das ist das Problem mit Extremisten. War schon immer so, wird immer so sein.

    • 25. April 2010 um 21:15 Uhr
    • Dybth
  22. 22.

    @Stefanie

    „Das war natürlich ein Scherz betreffend dybth. Dass er etwas mit Terroristen zu tun haben könnte, ist abwegig. Aber es passte schön, denn auch hier wollen wollen einige Widerstandskämpfer spielen und ich frage mich bei denen, die sonst eher auf Bürostühlen sitzen, ob denen eine solche Reise wirklich gut bekommen wird.“

    Sie haben sich entgueltig aus der demokratischen Streitkultur verabschiedet, wie man an ihren abartigen ‚Scherzen‘ sieht.

    • 25. April 2010 um 21:20 Uhr
    • Dybth
  23. 23.

    >Die designierte Niedersaechsische Ministerin Oezkan wird bedroht.

    Welcher Politiker wird das nicht

    • 25. April 2010 um 21:43 Uhr
    • PBUH
  24. 24.

    „Sie haben sich entgueltig aus der demokratischen Streitkultur verabschiedet, wie man an ihren abartigen ‘Scherzen’ sieht.“

    Also mein Lieber, wir haben hier Meinungsfreiheit, daher, Abschied aus der demokratischen Streitkultur passt ja bestens zum Thread. Zumal, Sie sich dann nach Ihren Maßstäben fragen müßten, wovon Sie sich verabrschieden haben, nachdem Sie Miriam z.B. als zu weit „rechts“ bezeichnet haben.

    Worüber ich aber mit mir reden lassen, ob meine Scherze wirklich lustig waren oder vielleicht doch ein bißchen gemein. Ich gebe zu, dass sie etwas gemein waren und Sie müssen dafür aber zugeben, dass sie schon schreiend komisch waren….Sie mit Pallituch und dieser Wumme reitend in der Steppe. Komm,geben Sie s zu. Das ist schon lustig 😉 ….wenn auch ein bißcen gemein, weil schon derb auf Ihre Kosten 😉

    • 25. April 2010 um 21:49 Uhr
    • Stefanie
  25. 25.

    @Steffi

    sehr komisch. Genause zum totlachen, wie Sie im SS-Outfit als Aufseherin in Dachau. Ist das nicht schreiend komisch? Kommen Sie, geben Sie es zu :)

    Sorry, aber Ihre Scherze, mich in die Naehe von Hamas oder irgendwelchen Terroristen zu ruecken, sind genauso geschmackslos, wie mein obiger. Sie sollten Ihre Grenzen kennen, selbst bei der Meinungsfreiheit.

    • 25. April 2010 um 22:00 Uhr
    • Dybth
  26. 26.

    „sehr komisch. Genause zum totlachen, wie Sie im SS-Outfit als Aufseherin in Dachau. Ist das nicht schreiend komisch? Kommen Sie, geben Sie es zu :)

    Sorry, aber Ihre Scherze, mich in die Naehe von Hamas oder irgendwelchen Terroristen zu ruecken, sind genauso geschmackslos, wie mein obiger. Sie sollten Ihre Grenzen kennen, selbst bei der Meinungsfreiheit.“

    Sorry, aber zu (!) – in einem Atemzug, wenn Sie so wollen – der Hamas Geschichte sagte ich, dass es natürlich abwegig sei, Sie mit Hamas in Verbindung zu bringen und dass es nur im Zusammenhang mit selbsternannten Widerstandskämpfern schön passen würde.

    Daher, jetzt lassen Sie mal die Kirche im Dorf. Ich habe Sie in keine extreme Ecke gesetzt – während Sie das mit Miriam z.B. machten.

    Ich habe nun den Eindruck ob Ihrer Überreaktion – indem Sie hier behaupten, ich hätte Sie in extreme Ecken gesetzt, dass ich voll ins Wespennest gestochen habe und Ihnen selbst bewusst ist, dass Sie etwas das Maß aus den Augen verloren haben in Sachen Sie der Verteidiger der Muslime.

    So jetzt kommen Sie mal wieder runter und gut ist. Dass es etwas gemein war, Sie so aufzuziehen, da gebe ich Ihnen recht. Aber jemand wie Sie, der hier regelmäßig die Keule schwingt, sollte selbst mit sich nicht so empfindlich sein.

    Wie auch immer, ich wünsche Ihnen noch einen Restabend! Wirklich!

    P.S.: Habe mir eben die Filmmusik zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ bestellt. Hatte ich schon ewig vor, immer vergessen. Dank Ihnen – durch Sie erinnerte ich ja dran – werde ich Sie nun endlich bald haben. 😉

    • 25. April 2010 um 22:18 Uhr
    • Stefanie
  27. 27.

    „Wie auch immer, ich wünsche Ihnen noch einen Restabend! Wirklich! “

    Das war jetzt wirklich keine Absicht. Meinte natürlich, einen schönen(!) Restabend und später dann eine gute Nacht!!

    • 25. April 2010 um 22:24 Uhr
    • Stefanie
    • 25. April 2010 um 23:01 Uhr
    • tati
  28. 29.

    Tja Herr Lau,

    schon faszinierend, welche Geister gerufen werden, und welche Folgen das hat. Aber es wird weiter heißen, der Islam wäre schuld, obwohl das niemals der Grund sein kann, dass so viele verblöden und Paranoia als Selbszweck zelebriert wird.

    • 26. April 2010 um 01:02 Uhr
    • Erol Bulut
  29. 30.

    „Apple ist ja schon bekannt für seine Hasenfüßigkeit und seine Zensurmentalität.“

    Absoluter Schwachsinn! Die Folge wird von Comedy Central zensiert und ist deswegen nirgends mehr (legal) zu haben/sehen.

    Und ich dachte bei der Zeit schreiben gescheite Leute…..

    • 26. April 2010 um 01:34 Uhr
    • Bull Shied
  30. 31.

    @ Bull Shied: Dass Comedy Central die Hauptschuld trift, habe ich gestern bereits geschrieben. Apple allerdings hat offiziell bestätigt, dass man die Sache nicht weiter auf itunes vertreibt. Und Apple hat bereits mehrfach Inhalte wegen „Obszönität“ (i.e. Brüsten) nicht akzeptiert. Nicht dass diese konkreten Inhalte so wichtig wären wie etwa South Park, aber es ist beunruhigend, wenn jetzt dauernd irgendwelche Bedenken dazu führen, dass Apple bestimmt, was man sehen/lesen kann. Guckst Du hier: http://www.noows.de/apple-sperrt-sternde-furs-iphone-12834

    • 26. April 2010 um 07:31 Uhr
    • Jörg Lau
  31. 32.

    es ist beunruhigend, wenn jetzt dauernd irgendwelche Bedenken dazu führen, dass Apple bestimmt, was man sehen/lesen kann

    Apple schiesst sich mit der geschlossenen Architektur selber in den Fuss. Wenn die den Inhalt bestimmen, sind sie auch angreifbar. Insbesondere beim iPad ist das schlecht, wo Inhalt und Gerät getrennt sein sollten.
    Im Grunde eine Ironie: Da kommt Zensur auf einmal nicht mehr von der totalitären Seite, sondern aus der freien Marktwirtschaft.

    • 26. April 2010 um 08:59 Uhr
    • FreeSpeech
    • 26. April 2010 um 10:20 Uhr
    • Andreas Wetter
  32. 34.

    Wer die Folgen noch nicht gesehen hat:

    http://mrtwig.net/season14.html

    • 26. April 2010 um 10:20 Uhr
    • Andreas Wetter
  33. 35.

    Jetzt auch in „Die Simpsons“:

    http://i.imgur.com/uoDdf.jpg
    Screenshot aus dem Vorspann der letzten Episode.

    • 26. April 2010 um 11:05 Uhr
    • Frl. Mensa
  34. 36.

    Jörg Lau,

    Schon seltsam wie unterschiedlich man seine Prioritäten setzen kann. Das jedenfalls bleibt mir schleierhaft: Apple hat bereits mehrfach Inhalte wegen “Obszönität” (i.e. Brüsten) nicht akzeptiert. Nicht dass diese konkreten Inhalte so wichtig wären wie etwa South Park …

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis mehrere überzeugte Anhgänger dieser Trickfilmreihe und rätsle erfolglos über die Ursache dieser bizarren Vorliebe. Trotz mehrfacher Versuche, habe ich es nicht geschafft, eine Folge von Anfang bis zum Ende zu sehen. Ich finde „South Park“ infantil und langweilig. „Keine Brüste“ sind hiungegen ein starkes Argument, auf die Dienstleistungen und die entsprechenden Geräte von Apple zu verzichten.

    • 26. April 2010 um 12:31 Uhr
    • Saki
  35. 37.

    @ Saki: Schön, dass wir uns wenigstens über die Relevanz von Brüsten einigen konnten…
    Es geht nicht um meinen oder ihren Geschmack, sondern um die antizipierende Selbstzensur eines großen Medienkonzerns – und um den zweifelhaften „Wert“, nicht (in seinen Gefühlen, in seiner „Identität“) verletzt zu werden. Wenn das erst zum Quasi-Grundrecht geworden ist, ist es vorbei mit der Meinungsfreiheit, so wie ich sie schätze.

    • 26. April 2010 um 14:22 Uhr
    • Jörg Lau
  36. 38.

    @AW

    You made my day, jetzt kann ich mich auf den Abend freuen. Ich habe erst gar nicht gerafft, wieso man am 22.4. eine Folge, die am 21.4. freigeschaltet werden sollte, nicht gucken konnte, war ein wenig medienabszent. Die Folge 5.4. (superbest friend’s) ist mittlerweile übrigens auch vom Dienst genommen, dabei trat Mohammed dort ohne Kostüm auf, Buddhaverarschenderweise. Laut Wiki wg. derselben Schose. Ehrlich gesagt, Mohammed interessiert mich dabei gar nicht so sehr wie Mr. Cruise (vielleicht fühlt sich dann ja noch ‚ne andere Religion verunglimpft).

    @Saki

    Jetzt kein Scheiß? ich fand SP immer extrem philosophisch (wie z.B die kürzliche Folge, in denen der Mediziner völlig folgerichtig zu dem schluss kommt, das KFC die Krebsrate effektiv senkt, und KFC deshalb in „Medical Fried Chicken“ umbenannt wird), i.d.T. käme man bei Monty doch auch zu dem Schluss, das es infantil ist.

    Probieren sie doch mal http://www.southpark.de/alleEpisoden/1303/ zur Wirtschaftskrise, eigentlich Pflichtprogramm für jeden Entscheider.

    Aus dem gleichen Hause gab es übrigens auch „Team America“, wir haben am Boden gelegen, der intenationale Terrorismus wurde niemals effizienter bekämpft (übrigens mit Brüsten satt, genaugenommen Hardcoresex). Da hätte ich gerne mal ‚ne Filmbesprechung von Pierre Vogel zu.

    • 26. April 2010 um 15:11 Uhr
    • Boothby
  37. 39.

    @Saki, Nachtrag

    Auf meinem good-taste-crusade hier noch der Team America-Link (was es bei Youtube alles gibt):

    http://www.youtube.com/watch?v=7LAm5eNMdYw

    Viel Spaß dabei :-)

    • 26. April 2010 um 15:19 Uhr
    • Boothby
  38. 40.

    Trotz mehrfacher Versuche, habe ich es nicht geschafft, eine Folge von Anfang bis zum Ende zu sehen. Ich finde “South Park” infantil und langweilig.

    Wenn, dann habe ich South Park eher zufällig geguckt; auch gab es folgen, bei denen ich weggezappt habe. Aber die Folgen, in der Saddam Hussein den Teufel in der Hölle sexuell belästigt und dieser ihn wieder rauswirft, sowie die mit den süßen Tieren aus dem Wald, die sich des vermeintlich bösen Tigers erwehren (der kleine Babys frisst), aber eigentlich die Geburt des Antichristen vorbereiten, waren dann doch überzeugend. Erstere lässt sich als Spitze gegen die sprichwörtliche Potenz des Saddam Hussein bzw. die überzogene Darstellung derselben interpretieren. Letztere wiederum ist nicht nur eine überdrehte „Nichts-scheint-so-wie-es-ist-Montage“, sondern auch eine drastische Parabel gegen Pazifismus und darauf, dass gut gemeint nicht immer gut ist bzw. Bösartigkeit auch in Gestalt des Guten und der Unschuld auftreten kann. Somit richtet sie sich gegen kindliche Moralvorstellungen, die sich auch einige Erwachsene bewahrt haben.

    Die beiden Autoren haben jedenfalls auch unabhängig davon erkennen lassen, dass sie es weder mit George Bush noch mit linken Moralthleten wie Michael Moore halten.

    • 26. April 2010 um 16:01 Uhr
    • N. Neumann
  39. 41.

    @Neumann

    „Die beiden Autoren haben jedenfalls auch unabhängig davon erkennen lassen, dass sie es weder mit George Bush noch mit linken Moralthleten wie Michael Moore halten.“

    Wie die es mit M. Moore halten, können sie,btw., auch bei Team America besichtigen. Er trägt dort einen Sprengstoffgürtel (sowie ein total mit Hamburgersauce bekleckertes T-Shirt).

    • 26. April 2010 um 16:13 Uhr
    • Boothby
  40. 42.

    @Stefanie

    >Die 200 konnte ich auch noch auf Englisch sehen. Wo finde ich aber die 201? Finde Sie nirgend wo unter Staffel 14. Könnte mir bitte jemand einen Link senden – lieber für die englische als die deutsche Version?

    Hier kann man beide Folgen bis jetzt problemlos ansehen:

    http://www.allabout-sp.net/?p=season14/index

    Aber sooo toll finde ich beide Folgen gar nicht, da gab es wirklich schon bessere. Was zum Teufel soll gerade jetzt dieser ganze Hype um Mohammed, der schon in einer früheren Folge gezeigt wurde? Wurde das etwa von den Southpark-Machern selbst angeleiert zwecks mehr Publicity? Was für ein Kasperltheater um garnichts! :(

    • 26. April 2010 um 16:22 Uhr
    • Klesingo
  41. 43.

    @Stefanie

    Auf der deutschen und amerikanischen Seite von South Park konnte man den ersten Teil („200″) zunächst online in der Originalversion sehen – dabei in Deutschland wie üblich eine Woche später, wobei die amrikanische Seite nicht regulär von Deutschland aus aufgerufen werden kann.
    Der zweite Teil („201″) stand bei Soth Park nie online.
    Nach der Ausstrahlung von „201“ auf Comedy Central bzw. deren Zensur wurde „200“ von der deutschen und amerikanischen Seite von South Park genommen – zusätzlich wurde auch die alte Folge „Super Best Friends“ aus dem Jahr 2001 von den Servern genommen, da darin Mohammed unzensiert erscheint.
    Die Folgen „Cartoon Wars I & II“ aus dem Jahr 2006 zum Thema Mohammedkarikaturen stehen noch online, allerdings in der bereits schon damals von Comedy Central zensierten TV-Version – zwischen den originalen Versionen von South Park und deren ausgestrahlten Versionen auf Comedy Central gibt es immer Unterschiede (z.B. wird „Fuck“ im TV ausgepiept).

    Die Folgen „200“ und „201“ wirst Du nur auf einer Downloadseite finden, dann allerdings sehr wahrscheinlich in den zensierten Versionen, da dort meist TV-Mitschnitte zum Download stehen.

  42. 44.

    @Wilhelm Entenmann

    Also der Nick erinnert an Dagobert Duck :-)

    Danke für Auskunft. Ich fragte mich schon, warum die Folge 201 alle sahen nur ich sie nicht finden konnte. Ich war auch auf so einer Download Seite, nur erschien mir das nicht so vertrauenswürdig. Immerhin sah ich noch die Folge 200 im Original – das erste Mal, dass ich South Park guckte. Bin kein Fan von Zeichentrick, muss aber sagen, ich fand sie sehr gut gemacht und die Art und Weise wie das Thema kein Bild von Mohamed aufgespießt wurde, war herrlich ironisch. Auch die anderen Themen wurden herrlich überspitzt auf den Punkt gebracht. Werde es sicher nicht zum letzten Male geguckt haben und verfolgen ob die Macher sich gegenüber dem Sender noch etwas einfallen lassen.

    • 27. April 2010 um 12:38 Uhr
    • Stefanie
  43. 45.

    Warum gab es am 4. Juli 2001 zum Unabhängigkeitstag keine Terrorwarnungen? Richtig, die „Super Best Friends“ aus Southpark haben an diesem Tag die Welt beschützt.
    Wer sind die „Super Best Friends“? – http://en.wikipedia.org/wiki/Super_Best_Friends – Buddha, Moses, Joseph Smith, Krishna, Lao Tzu, Muhammad und Sea Man – also Führer mehr oder weniger großer Religionen – Wer war dabei, und zu sehen? Richtig Muhammed! Diese Episode wurde übrigens jetzt auch gesperrt, dabei war sie fast 9 Jahre beschwerdefrei. Warum?
    Die welt hat sich seither gewandelt und die Zensur einzug gehalten. Sei es von Staatsseite (Bsp. China mit der „Great Wall“), von Firmenseite (Bsp. Google und GeoTargeting) oder die Krönung des ganzen, die Selbstzensur.
    Wenn Comedy Central Angst hat, und sich noch vor der Ausstrahlung der 201. Episode daranmacht und die Folge noch stärker zensiert als Episode 200, um dann die obligatorische Zweitausstrahlung in den USA 2 Stunden später komplett zu streichen, und dann nicht einmal mehr die zensierte Version online stellt, dann ist dies die endgültige Kapitulation vor der Angst.
    Der Angst, etwas falsches zu tun.
    Der Angst, etwas anderes zu tun.
    Der Angst, ein Meinung zu haben.
    Der Angst, einen Standpunkt zu vertreten.
    Der Angst, etwas zu verändern.
    Diese Welt wird mir als deutschem weltweit immerwieder als Faschismus beschrieben!
    Ich will, das mich alle „Super Best Friends“ vor dieser Welt beschuetzen!

    • 27. April 2010 um 15:43 Uhr
    • anonym
  44. 46.

    Wenigstens die Simpsons verstehen mich!
    http://www.planearium.de/bilder/news-simpsons.jpg

    • 27. April 2010 um 15:50 Uhr
    • anonym
  45. 47.

    Großer Text!
    Schön, dass man so etwas noch findet. Man muß es mittlerweile zwar suchen, aber es gibt sie noch:
    Eine andere Meinung, erreicht durch eigenes Denken, die dann auch noch publiziert wird.
    Bei all dem Dreck – gibt es doch noch Hoffnung?

    • 27. April 2010 um 16:48 Uhr
    • Daniel
  46. 48.

    @ Stefanie:

    Ich bin Moslem und bin ebenfalls dafür, dass die Karikaturen gezeigt werden. Nicht, weil ich diese schätze – im Gegenteil, ich finde die meisten von ihnen sogar beleidigend – sondern weil ich an die Meinungs- und Kunstfreiheit glaube. So sehr, dass ich mir wünsche, dass eben jene Moslems, die sich angegriffen fühlen, in friedlicher Weise ihre Meinung äußern und sich so Aufmerksamkeit verschaffen.

    Einen friedlichen Diskurs schaffen, das wünsche ich mir, da uns die Plattform dafür sowohl von den eingeschüchterten und teils doch oft vorurteilsschürenden Medien, als auch von den Extremisten, die die „Normal“-Gläubigen als Verräter abstempeln und bedrohen, genommen wurde.

    Da ich dann auch noch South Park-Fan bin, berührt mich nicht nur die obige Diskussion, sondern auch die Zensur der Serie. Eine Schande, daher kann ich dem Artikel nur zustimmen.

    Die Folge 201 kann man sich über diese (äußerst langsame) Internetseite anschauen: http://allsp.com/

    • 27. April 2010 um 22:56 Uhr
    • ein Leser
    • 28. April 2010 um 03:51 Uhr
    • Johannes Casanova
  47. 50.

    @ein Leser

    „Ich bin Moslem und bin ebenfalls dafür, dass die Karikaturen gezeigt werden. Nicht, weil ich diese schätze – im Gegenteil, ich finde die meisten von ihnen sogar beleidigend – sondern weil ich an die Meinungs- und Kunstfreiheit glaube. So sehr, dass ich mir wünsche, dass eben jene Moslems, die sich angegriffen fühlen, in friedlicher Weise ihre Meinung äußern und sich so Aufmerksamkeit verschaffen.“

    Das ist eine Einstellung, gegen die kein Mensch etwas haben kann und die all den Skeptikern zeigt, dass Muslim sein und unsere Demokratie schätzen sehr gut vereinbar ist.

    Ich respektiere es selbstverständlich, wenn sich jemand beleidigt fühlt oder etwas als beleidigend empfindet. Da ist Ihr absolutes Recht. Keinem steht an, zu entscheiden, wann sich jemand beleidigt fühlen darf oder etwas als beleidigend empfindet und wann nicht. Das ist das Grundsätzliche.

    Auch wenn ich es natürlich respektiere, verstehe ich es nicht so ganz. Das ist aber ein anderes Paar Schuhe und hat rein gar nichts damit zu tun, dass es Ihr gutes Recht ist als Mitglied unserer Gesellschaft und in keiner Weise nicht vereinbar mit unserer aller demokratischer Grundordnung.

    Weshalb ich es dennoch anspreche, weil ich es einfach begreifen möchte. Bisher konnte mir das auch noch kein Muslim erklären, da alle die ich kenne, sich nicht beleidigt fühlten und es auch nicht einmal als beleidigend empfanden.

    Ich habe zwei Ideen, woher das kommen könnte, weiß es aber nicht sicher. Zunächst würde ich gern noch wissen, ob Sie die Karikaturen grundsätzlich nur als beleidigend empfanden oder ob Sie sich sogar selbst beleidigt fühlten?

    Ich gehe jetzt einmal vom letzteren aus:

    1.) Dass Muslime denken, weil sie ja häufig in der Kritik sind wegen Islamisten, dass die Karikaturen eben nicht nur auf radikale Muslime zielten, sondern auch auf sie selbst. Mich würde das nicht kratzen, weil ich mir einfach den Schuh nicht anziehen würde.

    2.) Dass eben auch im deutschen Islam ein Stück weit die Gruppe als Identifikation der Gläubigen – und nicht nur die Religion selbst an sich als Identifikation – über das Individuum in religiösen Belangen gestellt wird. Auch das kann ich nur schwer nachvollziehen, weil die Muslime in Deutschland oder Europa und erst recht weltweit ja alles andere als eine homogene Gruppe sind. Man gehört dem „gleichen Verein“ an, aber sieht doch auch, dass man nicht mit jedem etwas gemein hat. Es werden doch sogar in der eigenen Gemeinde zig Leute sein, die Ihnen nicht einmal symphatisch sind – falls Sie überhaupt einer Gemeinde angehören. Bei den christlichen Kirchen z.B. habe ich bei der überwiegenden Mehrheit nicht das Gefühl, dass eine derartige Identifikation mit der Gruppe über die Religion hinaus besteht. Das es den meisten schnurz ist, wenn man angegriffen wird, weil sie sich so gar nicht angesprochen fühlen, weil es auf sie nicht zutrifft oder sie ggf. sogar die Meinung des Angreifenden teilen. Bei Muslimen beobachte ich schön eine stärkere innere Verbindung, Identifikation mit der Gemeinschaft insgesamt.

    Vielleicht liege ich völlig falsch und es hat ganz andere Gründe, warum Sie es als beleidigend empfanden oder sich sogar selbst beleidigt fühlten.

    „Einen friedlichen Diskurs schaffen, das wünsche ich mir, da uns die Plattform dafür sowohl von den eingeschüchterten und teils doch oft vorurteilsschürenden Medien, als auch von den Extremisten, die die “Normal”-Gläubigen als Verräter abstempeln und bedrohen, genommen wurde.“

    Das sehe ich ein Stück weit auch so, zumindest in der Öffentlichkeit. Meine privaten Erfahrungen sind da ganz andere. Es klappt herrlich mit dem diskutieren.

    Ich sprach auch regelmäßig an, dass ich mir gewünscht hätte, dass von Muslimen Demos organisiert werden, die deutlich machen, keine Gewalt wegen der Karikaturen im Namen des Islam. Die Antworten warum sich da keiner für einsetzt waren zahlreich und alle nachzuvollziehen. Angefangen von keine Zeit bis hin zu, weiß nicht wie ich das organisieren könnte und mit den Verbänden keine Lust.

    Und hierzu noch etwas anderes, was ich mehrfach auf diesem Blog schon schrieb. Ich marschiere auch nicht in Protestzügen mit, wenn wieder irgend ein Neo-Nazi aktiv war. Ich habe mit denen nichts zu tun und sehe daher nicht, warum ich mich distanzieren muss. Zumal bei solchen Gegendemos dann auch häufig Gruppen mitmischen, mit denen ich ebenfalls nicht zu tun haben will. Von daher kann ich auch nicht von einem Muslim verlangen, dass er sich von etwas distanziert, womit er nichts zu tun hat. Anderes sieht das natürlich bei den Verbänden aus.

    Da ich dann auch noch South Park-Fan bin, berührt mich nicht nur die obige Diskussion, sondern auch die Zensur der Serie. Eine Schande, daher kann ich dem Artikel nur zustimmen.

    Die Folge 201 kann man sich über diese (äußerst langsame) Internetseite anschauen: http://allsp.com/

    • 28. April 2010 um 12:08 Uhr
    • Stefanie
  48. 51.

    „Da ich dann auch noch South Park-Fan bin, berührt mich nicht nur die obige Diskussion, sondern auch die Zensur der Serie. Eine Schande, daher kann ich dem Artikel nur zustimmen.

    Die Folge 201 kann man sich über diese (äußerst langsame) Internetseite anschauen: http://allsp.com/

    Das ist mir jetzt durchgegangen. Vielen Dank für den Hinweis!

    • 28. April 2010 um 12:11 Uhr
    • Stefanie
  49. 52.

    Schön wäre dann noch zu lesen, warum die Karikaturen beleidigen. Angefangen bei der Karikatur rechts oben auf der Seite von Jyllands Posten, und dann im Unrzeigersinn.

    Bevor ich das nicht lese, kann ich nicht recht glauben, dass es an den Karikauren etwas Beleidigendes gibt.

  50. 53.

    Zu den Karikaturen:

    Moslems haben ein ganz anderes Mohammed-Bild als Nichtmoslems. Für erstere war er der unvergleichlich beste, freundlichste, sympathischste Mensch, der je gelebt hat. Sie identifizieren sich voll mit ihm. Einige islamische Sekten sehen ihn sogar als den „perfekten Menschen“, gar als Abglanz Gottes.
    So jemanden als Terroristen oder Kinderschänder darzustellen, wird daher von vielen als Beleidigung aller Moslems aufgefasst. Zumal noch ein klassenkämpferisches Motiv dazukommt: der Westen beherrscht die islamische Welt, zumindest ökonomisch und kulturell, seit gut 200 Jahren. Da bringt jede kollektive Demütigung – als solche werden die Karikaturen (auch Rushdies „Satanische Verse“)* von vielen empfunden – das Fass zum überlaufen.

    *Rushdie hatte zuvor mit seinen „Mitternachtskindern“ die Stimmung unter den sich als unterdrückt empfindenden Moslems, besonders denen des indischen Subkontinents, gut getroffen, um so mehr waren sie wegen seines Mohammed-Bashings von ihm enttäuscht.

  51. 54.

    @Hans Joachim Sauer

    Das ist das Bild auf der Seite oben rechts:
    http://zombietime.com/mohammed_image_archive/jyllands-posten_cartoons/jyllandsposten_glory.jpg

    Wusste nicht, dass ein Terrorist so aussieht. Na gut, ein Kinderschänder vielleicht. Aber wie wussten die, dass das Bild den Besten aller Menschen™ abbildet?

    (Über die Tatsachen, also darüber, dass die Ms darauf sogar stolz sind, über die Neunjährige und die Raubzüge brauchen wir wohl nicht viele Worte zu verlieren, das lernen die Kinder in der Schule, wie Wafa Sultan berichtet.

  52. 55.

    http://www.burning-series.org/serie/Southpark/14/5-200/Megavideo-1 hier könnt ihr die folge ansehen!!!!!!!!!!!! FÜR DIE MEINUNGSFREIHEIT!!!!!!!!!!!!! USA!!!!!!!!!!!!!

    • 28. April 2010 um 16:08 Uhr
    • John
  53. 56.

    @ FS

    Woher soll ich wissen, welche Karikatur wo steht? Ich habe die Dinger nicht als Poster an der Wand, wie Sie vermutlich.

  54. 57.

    „Zu den Karikaturen:

    Moslems haben ein ganz anderes Mohammed-Bild als Nichtmoslems. Für erstere war er der unvergleichlich beste, freundlichste, sympathischste Mensch, der je gelebt hat. Sie identifizieren sich voll mit ihm. Einige islamische Sekten sehen ihn sogar als den “perfekten Menschen”, gar als Abglanz Gottes.
    So jemanden als Terroristen oder Kinderschänder darzustellen, wird daher von vielen als Beleidigung aller Moslems aufgefasst. Zumal noch ein klassenkämpferisches Motiv dazukommt: der Westen beherrscht die islamische Welt, zumindest ökonomisch und kulturell, seit gut 200 Jahren. Da bringt jede kollektive Demütigung – als solche werden die Karikaturen (auch Rushdies “Satanische Verse”)* von vielen empfunden – das Fass zum überlaufen.

    *Rushdie hatte zuvor mit seinen “Mitternachtskindern” die Stimmung unter den sich als unterdrückt empfindenden Moslems, besonders denen des indischen Subkontinents, gut getroffen, um so mehr waren sie wegen seines Mohammed-Bashings von ihm enttäuscht.“

    @Hana Joachim Sauer

    Das denke ich, ist hier jedem bekannt. Es beantwortet auch nicht meine Frage.

    Christen sehen in Jesus Gottes Sohn, sein Fleisch und Blut und leben durch und mit ihm und nehmen sein Leben als Vorbild zu nehmen. Da ist also eine noch engere Verbindung, denn Christen leben durch und mit Gottes Sohn.

    Dennoch fühlen sich Christen nicht persönlich beleidigt in ihrer Mehrheit, wenn Witze oder Gemeinheiten über Jesus gerissen werden. Das wird als blasphemisch, gotteslästernd und auch ggf. als die Relion oder sogar die Kirche beleidigend empfunden. Ich höre aber nicht, dass Christen sagen, durch so etwas „bin ICH beleidigt“ worden.

    Und das ist der Unterschied. Bei Muslimen besteht diese Distanz nicht. Da besteht keine innerliche Trennung bei einem Angriff zwischen Mohamed wurde beleidigt und ich wurde beleidigt. Das ist das gleiche und dann ist noch der Islam mit drin und alle anderen Muslime. Es wird ja immer dann gesagt, es seien DIE Musilime beleidigt worden, obowhl an anderer Stelle schon die Trennung zwischen Muslimen und Islamisten gezogen wird.

    Schon die Begriflichkeit. Christen sprechen eher von Plasphemie und nicht von Beleidigung. Beleidigen kann man nur Personen. Bei Juden wüsste ich überhaupt nicht, dass diese schon einmal öffentlich vernehmbar gesagt hätten, wir wurden beleidigt, weil man Witzchen über wer weiß wen gerissen habe. Ebenso bei Buddhisten etc.

    Ihre Argumentation ist die der Muslime, die damit besondere Rechte einfordern wollen. Nämlich das Recht, das Mohamed und damit ihr Glauben, anders behandelt wird, als die für in anderen Religionen ebenso wichtigen „Personen“. Dass also vermittelt wird, Mohamed sei wichtiger und damit gebiete es einer Sonderbehandlung.

    Das macht „ein Muslim“ ja ausdrücklich nicht. Er sagt, es sei beleidigend, aber kein Grund auszuflippen und signalisiert, dass er akzeptiert, dass es keine Sonderbehandlung für Modamed gibt, auch wenn er die Karikaturen als beleidigend empfindet.

    Es darf auch nicht sein, dass Muslime durchsetzen, das Mohamed anders behandelt wird als dienjenigen, die in anderen Religionen Bedeutung haben. Durch ihre Argumentation leisten sie aber gerade darin Vorschub, indem Sie sagen, Mohamed ist anders zu behandeln, weil Muslime ihn ebenso so hoch schätzen. Funktioniert nicht, denn auch Christen schätzen Jesus hoch.

    • 28. April 2010 um 16:40 Uhr
    • Stefanie
  55. 58.

    @Hans Joachim Sauer

    Schon mal was von Google gehört? Echt gut, ehrlich. Wurde allerdings im Koran nicht erwähnt.

  56. 59.

    „Woher soll ich wissen, welche Karikatur wo steht? Ich habe die Dinger nicht als Poster an der Wand, wie Sie vermutlich.“

    Spuckt Ihnen Google sofort aus. Also tun Sie nicht so, als seien Sie auf Ihren Kopf gefallen, sondern sagen ehrlich, kein Bock mir das rauszusuchen und über die einzelnen Bilder bzw. Karikaturen zu diskutieren :-)

    • 28. April 2010 um 16:42 Uhr
    • Stefanie
  57. 60.

    „Schon mal was von Google gehört? Echt gut, ehrlich. Wurde allerdings im Koran nicht erwähnt.“

    Das war ja zeitgleich :-)

    • 28. April 2010 um 16:43 Uhr
    • Stefanie
  58. 61.

    Wie gesagt, Stefanie, kaufen Sie sich das Buch von Wafa Sultan.
    http://www.amazon.com/God-Who-Hates-Courageous-Inflamed/dp/0312538359

  59. 62.

    @ Stefanie

    „Ihre Argumentation ist die der Muslime, die damit besondere Rechte einfordern wollen“

    Unsinn. Ich habe lediglich versucht, Ihre Frage nach der Befindlichkeit vieler Muslime zu beantworten.

  60. 63.

    @ FS

    „Schon mal was von Google gehört?“

    A*****h!

  61. 64.

    @Hans Joachim Sauer

    Vergessen, jetzt nachgeholt:

    Ihr anderes Argument mag ein Grund sein. Minderwertigkeitskomplexe. Das trifft nach meiner Einschätzung aber nicht auf die Mehrheit der Muslime in Deutschland zu und kann von daher nur die Reaktionen in z.b. arabischen Ländern erklären. Mir geht es aber um die Muslime in Deutschland und Europa, die wie „ein Muslim“ zu der aufgeklärten Gesellschaft gehören und nicht in z.B. dem Libanon sitzen und z.b. sehen müssen, dass der technische Fortschritt da stattfindet, wo Muslime nicht in der Mehrheit sind. Dass die christliche geprägte Gesellschaft also weiter ist als sie und dann auch noch die Macht hat, in mudlimischen Ländern Regierungen militärisch zu stürzen.

    • 28. April 2010 um 16:51 Uhr
    • Stefanie
  62. 65.

    @ Stefanie

    „Also tun Sie nicht so, als seien Sie auf Ihren Kopf gefallen, sondern sagen ehrlich, kein Bock mir das rauszusuchen und über die einzelnen Bilder bzw. Karikaturen zu diskutieren “

    Warum sollte ich darüber diskutieren? Die Karikaturen gehen mir ziemlich am Arsch vorbei. FS ist es, der sich darauf einen abrubbelt.

  63. 66.

    „Wie gesagt, Stefanie, kaufen Sie sich das Buch von Wafa Sultan.
    http://www.amazon.com/God-Who-Hates-Courageous-Inflamed/dp/0312538359

    Der letzte Buchtipp, den ich hier erhielt – nicht von Ihnen- versaute mir mein Wochenende bzw. ein Halbes ohne dass ich etwas an Erkenntnis hinzu gewonnen hätte. Bin nun skeptisch.

    • 28. April 2010 um 16:54 Uhr
    • Stefanie
  64. 67.

    „Warum sollte ich darüber diskutieren? Die Karikaturen gehen mir ziemlich am Arsch vorbei. FS ist es, der sich darauf einen abrubbelt.“

    Sie sind aber auch ein steifes Kerlchen. Flachsen kennen Sie nicht, oder? Natürlich müssen Sie nicht diskutieren. Das schrieb ich bereits mehrfach an anderen Stellen…und hier sagte ich doch nur, sagen Sie doch einfach, kein Bock und das auch noch mit einem Grinsen, weil ich dachte, welch Ausrede. Man, man, man…

    Was ich jetzt allerdings ein bißchen befremdlich finde und auch ich nicht mehr uneingeschränkt locker sehe, dass Sie in einem Post an mich den Begriff verwenden „abrubbelt“. Ich denke, das gehört doch eher in eine spezielle Männerrunde und nicht hier auf den Blog.

    • 28. April 2010 um 16:59 Uhr
    • Stefanie
  65. 68.

    Moslems haben ein ganz anderes Mohammed-Bild als Nichtmoslems. Für erstere war er der unvergleichlich beste, freundlichste, sympathischste Mensch, der je gelebt hat. Sie identifizieren sich voll mit ihm. Einige islamische Sekten sehen ihn sogar als den “perfekten Menschen”, gar als Abglanz Gottes.
    So jemanden als Terroristen oder Kinderschänder darzustellen, wird daher von vielen als Beleidigung aller Moslems aufgefasst.

    @ HJS

    Das ist ein bisschen zu einfach. Beleidigtsein/Nicht-Beleidigtsein verhält sich auch unter Muslimen realiter nicht als einfacher binärer Code. Wieso hatten es die dänischen Islamisten nötig, den Karikaturen ein Bild mit einem Schweinekopf und eines mit einem Beter, der von einem Hund bestiegen wird, hinzuzufügen? Auch viele Muslime können zwischen unschönen Mohammed-Bildern, die sich Nicht-Muslime von Mohammed machen, von denen man beleidigt sein kann oder auch nicht, und Darstellungen, die ganz klar auf Verletzung angelegt sind, unterscheiden.

    Zumal noch ein klassenkämpferisches Motiv dazukommt: der Westen beherrscht die islamische Welt, zumindest ökonomisch und kulturell, seit gut 200 Jahren. Da bringt jede kollektive Demütigung – als solche werden die Karikaturen (auch Rushdies “Satanische Verse”)* von vielen empfunden – das Fass zum überlaufen.

    Ein bisschen mehr Distanz in der Beschreibung bitte. Was Sie hier beschreiben, ist in erster Linie ein kollektiver Minderwertigkeitskomplex in der arabischen Welt, an der der Islamismus massenwirksam, ab dem Ende der 60er-Jahre, nach dem allmählichen Verpuffen der Heilsversprechen und Modernisierungserträge arabischer Nationalismen und/oder Sozialismen, angedockt hat. Dahinter steckt das spezifisch arabische historische Selbstverständis, dass die Araber einen großen Beitrag zur Weltzivilisation geleistet haben.

    Dass der Westen die arabische Welt ökonomisch und kulturell seit gut 200 Jahren beherrscht, ist Quark. Dabei handelt es sich eher um das spezifische Selbstverständnis von Islamisten. Dieses Selbstverständnis wurde bezeichnenderweise umso stärker (und später: umso populärer), je länger die Kolonialzeit zurücklag. Sayyid Qutb z.B. wurde umso stärker vom Gedanken der Fremdherrschaft besessen, je schwächer bzw. fiktiver der britische Einfluss auf Ägypten wurde.

    Wobei wiederum nicht die gesamte arabische Welt unter Kolonialherrschaft stand (daneben auch kürzer als andere Regionen) und etwa die frühen Salafisten gar keine antiwestliche Stoßrichtung hatten, sondern allein nach einer Erneuerung aus dem Inneren trachteten.

    Das kollektive (und zumeist unausgesprochene) arabische Selbstverständnis ist eher das, dass man dem Westen politisch, ökonomisch und wissenschaftlich unterlegen ist. Und es wurde mit dem Ende der 60er-Jahre zusehend zum Ressentiment. Das Hauptsymbol dieser Unterlegenheit ist Israel.

    In nicht-arabischen islamischen Ländern gab es auch Proteste gegen die Karikaturen, aber mit Ausnahme von Pakistan war der Furor doch um einiges geringer. Und ich denke, das ist bezeichnend.

    Bezeichnend ist im historischen Zusammenhang ferner, dass die defizitäre politische und ökonomische Modernisierung auf der arabischen Anverwandlung westlicher Ideen – nämlich Nationalismus und Sozialismus – beruhte. Woran kaum ein Araber, mit Ausnahme der früher noch schwachen Islamisten, im Grundsatz etwas auszusetzen hatte. Auch nicht am sozioökonomischen Strukturwandel, der in Teilen der arabischen Welt bereits zur Kolonialzeit eingesetzt hatte. Dieser ließe sich in der Tat als direktes Produkt westlicher Beherrschung beschreiben.

    Der arabische Antikolonialismus (so zwischen 1900 und dem Ende 50er) beruhte eher auf dem normalen Affekt gegen Fremdherrschaft. Motto: „OK, ihr habt mehr auf der Pfanne, aber wir sind lernfähig, wollen unser eigenes Ding machen und werfen euch Briten und Franzosen jetzt raus.“

    • 28. April 2010 um 17:01 Uhr
    • N. Neumann
  66. 69.

    @Stefanie

    Hier können sie sehen was sie erwartet

    http://www.youtube.com/watch?v=ciOGS6r97oE

    …klatsch, klatsch, klatsch – erinnert mich irgendwie an Kewil

    • 28. April 2010 um 17:02 Uhr
    • PBUH
  67. 70.

    auch sehr gut

    http://www.youtube.com/watch#!v=NU_e7NJTOIY

    Die Frau hat Eier aus Stahl

    • 28. April 2010 um 17:08 Uhr
    • PBUH
  68. 71.

    „Hier können sie sehen was sie erwartet

    http://www.youtube.com/watch?v=ciOGS6r97oE

    …klatsch, klatsch, klatsch – erinnert mich irgendwie an Kewil“

    Das Interview kenne ich. Die Dame hat echt Mumm. Allerdings weiß ich nicht was Kewil ist? Kann mit dem Begriff gar nichts anfangen.

    • 28. April 2010 um 17:11 Uhr
    • Stefanie
  69. 72.

    …klatsch, klatsch, klatsch halt.

    • 28. April 2010 um 17:13 Uhr
    • N. Neumann
  70. 73.

    @ N.Neumann

    Es gab (und gibt) im gesamten orientalischen Raum ein Tabu, Propheten negativ darzustellen. Wenn dieses Tabu gebrochen wird, ist man zumindest peinlich berührt. Können Sie soweit folgen?

    Dass (nicht nur, aber vor allem) orientalische Christen ganz ähnlich gestrickt sind, zeigten die Proteste – sowohl von Christen wie von Moslems – anlässlich der Aufführung des Stücks „Corpus Christi“ in Heilbronn.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,77861,00.html

    Der Anführer der Protestierenden, ein syrisch-orthodoxer Priester, wurde später wegen Kondesmissbrauchs verurteilt.

  71. 74.

    Hier noch ein Link zur „Corpus Christi“-Affäre aus der Sicht eines beteiligten Schauspielers:

    http://www.percybrauch.de/aktuelCC.htm

  72. 75.

    @ N.Neumann

    Es gab (und gibt) im gesamten orientalischen Raum ein Tabu, Propheten negativ darzustellen. Wenn dieses Tabu gebrochen wird, ist man zumindest peinlich berührt. Können Sie soweit folgen?

    @ HJS

    Ja sicher. Aber es gibt auch innerhalb dieses Tabus nennenswerte graduelle Unterschiede mit Blick auf die Art und Weise der Darstellung.

    Und wenn ich einerseits (siehe 24. in „Warum die Zensur von South Park wichtig ist“) die instrumentellen Orchestrierungsmaßnahmen bei der Empörung über die Karikaturen erwähne, die für das quantitative und qualitative Ausmaß der Empörung sehr wohl eine Rolle spielten, folgt daraus andererseits nicht, dass viele Muslime von bildlichen Mohammeddarstellungen nicht wirklich, tief empfunden gekränkt waren.

    • 28. April 2010 um 17:52 Uhr
    • N. Neumann
  73. 76.

    @ NN

    Na, dann sind wir uns ja einig.

  74. 77.

    # 73

    Muss natürlich „Kindesmissbrauch“ heißen.

  75. 78.

    @Stefanie

    Bleiben Sie skeptisch, das ist gut so :-)

  76. 79.

    @Stefanie

    Kewil macht einen Blog. Ziemlich ruppig.

    Die Sendung mit Wafa Sultan war übrigens ein Weltnovum für die muslimische Welt: Die Dame hat dem Prediger gesagt, er solle mal den Mund halten, sie sei jetzt am Reden.

    Sie beschreibt im Buch ihr Leben und ihre Erfahrung mit dem Islam, und sie bestätigt (als Muslimin) anhand ihrer Geschichte so ziemlich jedes Vorurteil über den Islam.

    Warum die Muslime keine Kritik ertragen, nicht mal die Wirklichkeit ertragen, wird da schön klar.

    Also Eier hat die schon, aus Stahl.

  77. 80.

    @ Freespeech: „Warum die Muslime keine Kritik ertragen“ – das geht nun echt nicht, wie Sie hier immer verallgemeinern.
    Das bringt so wirklich nicht weiter – nach all den Jahren…. uff.

    • 28. April 2010 um 18:50 Uhr
    • Jörg Lau
  78. 81.

    JL

    „Die“ heisst nicht „alle“, das weiss sogar ein Richter. Im übrigen zitiere ich da nur Wafa Sultan.

    • 28. April 2010 um 19:34 Uhr
    • FreeSpeech
  79. 82.

    Die Schweizer produzieren übrigens gute Schokolade.

    • 28. April 2010 um 19:35 Uhr
    • FreeSpeech
  80. 83.

    @ Stefanie

    FS ist es, der sich darauf einen abrubbelt.”

    Sie sind aber auch ein steifes Kerlchen.

    Absicht?

  81. 84.

    @ HJS # 53

    Details hier.

  82. 85.

    „das geht nun echt nicht, wie Sie hier immer verallgemeinern.“

    LOL

    • 28. April 2010 um 19:37 Uhr
    • FreeSpeech
  83. 86.

    „Freespeech: “Warum die Muslime keine Kritik ertragen” – das geht nun echt nicht, wie Sie hier immer verallgemeinern.
    Das bringt so wirklich nicht weiter – nach all den Jahren…. uff.“

    Das finde ich jetzt an dieser Stelle unberechtigt.

    • 28. April 2010 um 19:57 Uhr
    • Stefanie
  84. 87.

    „Kewil macht einen Blog. Ziemlich ruppig.“

    Dann weiß ich doch. Ruppig trifft es nicht so ganz finde ich. Bzw. als ich einmal vor längerer Zeit rein schaute, hätte es nicht getroffen. Da wäre insbesondere im Kommentarbereich wohl eher menschenverachtend treffend gewesen. Allerdings, ich guckte nur einmal rein und der Eindruck kann dann natürlich täuschen.

    • 28. April 2010 um 19:59 Uhr
    • Stefanie
  85. 88.

    „Absicht?“

    So was fragt man Damen nicht öffentlich.

    😉

    • 28. April 2010 um 20:00 Uhr
    • Stefanie
  86. 89.

    @ Stefanie

    Ihr Urteil wird sich nicht ändern, wenn Sie wieder reinsehen, denke ich, denn dort ist das einfach der Ton. (Ich schätze die Situation allerdings anders ein – eben als ruppig)

    • 28. April 2010 um 20:09 Uhr
    • FreeSpeech
  87. 90.

    @Jörg Lau

    Einfach zur Klärung: Ich unterscheide zwischen Mensch und Lehre.
    Bei der Lehre bin ich mit Wafa Sultan einig (wie ich bei der Lektüre jetzt feststelle). Menschen hingegen können ihre Meinung ändern.

    • 28. April 2010 um 20:11 Uhr
    • FreeSpeech
  88. 91.

    @ Stefanie

    Verzeihung, aber die Situationskomik war zu skurril.

  89. 92.

    Ja, ja, die freiheitlich westliche Welt unterwirft sich dem Tenor einer Welt, die hinte der unseren zurück liegt. Macht das Sinn?
    Wer im Streit um Meinungsfreiheit und Meinungsuntersrückung für die Meinungsfreiheit stimmt (und vor allem der Meinung ist, dass Folge 200 und 201 mal wieder, ganz in South Park-Tradition, Gesellschaftskritik in bester Form ist), der möge doch bitte folgende Petition mit seinem Namen unterstützen (soviel sollte uns u.a die Pressefreiheit schon wert sein): http://www.petitionspot.com/petitions/southpark201#signForm

    • 29. April 2010 um 15:06 Uhr
    • Lara
  90. 93.

    Ich fand den Beitrag absolut klasse. Endlich traut sich mal jemand den Mund aufzumachen. Bravo Herr Lau!
    Es ist doch immer wieder unglaublich wie sich die großen „West-Mächte“ vor Angst in die Hosen machen, wenn irgendwelche Extremisten Laut geben. Wenn es nun Massendemos und lautstarke Proteste von hohen Muslimen gegeben hätte, könnte ich es ja noch verstehen. Aber das Comedy Central/MTV gleich einen Rundumschlag macht und die Folgen für immer und ewig der Öffentlichkeit entzieht, ist meiner Meinung nach für eine so kleine Gruppierung doch etwas zu viel Aufmerksamkeit. Den Zensurbalken konnte ich noch verstehen, aber das geht dann doch zu weit!
    Zumal Mohammed bereits 2001 bei South Park gezeigt wurde! Aber auch diese Folge wurde jetzt fein säuberlich aus den Seiten getilgt. Ich finde es äußerst schade, dass selbst die ganz Großen vor kleinen extremistischen Gruppierungen in die Knie gehen müssen oder dazu gezwungen werden. Die wahre Zensur, das radikale Entfernen der Folgen, ging in diesem Fall von Comedy Central/MTV aus. Und das in Zeiten der Redefreiheit!
    Aber ganz ehrlich gesagt: Mit tun jetzt auch die normalen Muslime leid. Nur weil ein paar Fanatiker meinen, einen auf Druck und Macht machen zu müssen, stehen sie, wie so oft, dumm da.

    • 1. Juni 2010 um 23:42 Uhr
    • Elli
  91. 94.

    auf allsp . com gibts alle folgen auf englisch uncut !!!

    • 28. Juli 2010 um 23:21 Uhr
    • 200 und 201
  92. 95.

    Ich finde eher das die folge zensiert wurden ist, unteranderem wegen alath oder wie die phantasie figur heisst……. eher wegen der schluss rede von kyle……das dass mit dem terror ,nur einschüchterrung usw ist.

    • 9. Januar 2011 um 16:46 Uhr
    • PA
  93. Kommentar zum Thema

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