Ein Blog über Religion und Politik

Das Islambild in den Medien

Von 8. Juli 2010 um 14:18 Uhr

Mein Gastvortrag vom Dienstag, 6.7.2010, an der Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen der Ringvorlesung: "Wieviel Islam verträgt Europa?"

Wo soll man bloß beginnen? Der Zugang der Muslime zu den Me­dien in Deutschland, das Bild des Muslims in den Medien, Muslime als Medienma­cher?
Woher nehme ich überhaupt die Berechtigung, über dieses Thema - Islam in den deutschen Medien – zu reden vor einem akademischen Publikum. Woher nehme ich das Recht, darüber zu schreiben? Denn: Islamwis­senschaftler wie viele von Ihnen hier bin ich nicht. Ich spreche weder türkisch noch arabisch und habe auch nicht Theologie oder Islamkunde studiert.
Trotzdem haben Sie mich ja eingeladen. Sie werden sich schon was dabei ge­dacht haben. Und ich fühle mich geehrt, in einer Reihe mit großen Fachleuten hier vor ihnen reden zu können. Sie werden von mir keinen wissenschaftlichen Vortrag er­warten, sondern eine Reflexion der Praxis, aus der ich selbst komme. Ich danke Ihnen für die Gelegenheit dazu, einmal innezuhalten und zu fragen: Wie über den Islam, die Muslime und islambezogene Themen berichten?
Immer mehr Muslime in Deutschland, Frankreich und Großbritannien glauben nicht, dass die Mainstream-Medien ausgewogen über sie berichten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Pilotprojekt des Londoner Institute for Strategic Dialogue und der Vodafone Stiftung Deutschland.
55 Prozent der befragten Muslime vertraten die Auffassung, die großen Medien berichteten negativ über Muslime. Bei den nicht muslimischen Befragten waren es immerhin 39 Prozent.
Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass es in den meisten Berichten über Muslime um Terrorismus geht. Ein Drittel glaubt, dass vor allem Fundamentalismus eine Rolle spielt; ein Viertel nimmt als häufigstes Thema in der Berichterstattung über Muslime die Kopftuchdebatte wahr.
Natürlich haben diese Befragten nicht Recht in einem objektiven Sinn: Keineswegs geht es in der Mehrzahl der Berichte um Terrorismus. Und das Kopftuch ist immer noch ein Aufregerthema, aber das „häufigste“? Nein. Dennoch scheint es mir unbestreitbar richtig, dass die Intuition der Befragten stimmt, dass hier etwas im Argen liegt.
Ein jüngeres Beispiel: „Jung, muslimisch, brutal“ titelte Spiegel Online einen Bericht über die Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer zum Zusammenhang von Religi­ösität und Gewaltneigung. Der Süddeutschen fiel zur gleichen Untersuchung die Zei­le ein: „Die Faust zum Gebet“.  blick.ch: „Macht Islam ag­gresiv? Jung, brutal — Muslim", Tagesspiegel: "Allah macht hart", heise.de: "Jun­ge männliche Macho-Muslime", Financial Times Deutschland: "Studie zu jungen Muslimen — Je gläubiger, desto gewalttätiger", Welt.de: "Studie — Gläubige Musli­me sind deutlich gewaltbereiter", Welt: "Muslime — Mehr Religiosität = mehr Ge­waltbereitschaft", Bild.de: "Junge Muslime: je gläubiger desto brutaler", Hamburger Abendblatt: "Junge Muslime: Je gläubiger, desto brutaler".
Das ist die Ausbeute der Schlagzeilen, und sie ist nicht einmal vollständig. In Wahr­heit steht in der Studie allerdings, dass es nur einen moderaten Anstieg der Gewaltbe­reitschaft bei jenen jugendlichen Muslimen gibt, die sich als „sehr religiös“ bezeich­nen. (Einzig der Tagesspiegel weist darauf hin und konterkariert so die reißerische Überschrift.) Und die Studie führt auch aus, dass für diesen Anstieg der Gewaltbereitschaft hauptsächlich außerreligiöse Gründe verantwortlich sind – eine Machokultur, die Zahl straffälliger Freunde oder der Konsum von gewaltverherrlichenden Medien zum Beispiel. Es gibt laut der Studie „keinen signifikanten Zusammenhang“ zwischen Re­ligiosität und Gewalt. Ich zitiere:
„Das Modell III belegt ferner, dass diese erhöhte Gewaltbereitschaft weitestgehend auf andere Belastungsfaktoren zurückzuführen ist, wobei die vier bereits bekannten Faktoren einbezogen werden. Dies führt dazu, dass von der Zugehörigkeit zu einer Konfessionsgruppe kein Effekt mehr auf das Gewaltverhalten zu beobachten ist. (KFN-Studie, Seite 116)
(…) Mit stärkerer religiöser Bindung steigt die Gewaltbereitschaft tendenziell an. Da dieser Zusammenhang aber als nicht signifikant ausgewiesen wird, ist bei isla­mischen Jugendlichen von keinem unmittelbaren Zusammenhang (und damit auch nicht von einem Gewalt reduzierenden Zusammenhang) zwischen der Religiosität und der Gewaltdelinquenz auszugehen. (KFN-Studie, S. 118)
(…) Mit den hier dargestellten Forschungsergebnissen ist noch nicht ausreichend belegt, dass der Islam für die dargestellte Problematik direkt verantwortlich gemacht werden kann. Zur Klärung bedarf es tiefergehende Analysen (…). (KFN-Studie, S. 129)
Kein Effekt, nicht signifikant ausgewiesen, kein unmittelbarer Zusammenhang, nicht ausreichend belegt – so lautet die Schlußfolgerung der Studie.
Und dennoch kam es zu den zitierten Schlagzeilen.  Das ist ein journalistisches De­saster! Dass Muslime angesichts einer solchen Parxis von Islamophobie sprechen, kann ich verstehen.
So darf es nicht weitergehen!
Wie in diesem Fall aus einer Studie, die vorsichtig formuliert, eine Alarmmeldung über brutale junge Muslime gemacht wurde – im vollen Bewußtsein des Herrn Pfeif­fer übrigens, dem es offenbar lieber ist, falsch zitiert zu werden als gar nicht – das ist ein Lehrstück darüber, wie es nicht geht.
Warum ich den Begriff Islamophobie dennoch nicht für geeignet halte zu beschrei­ben, was sich in unserer Öffentlichkeit abspielt, werde ich später beschreiben.
Noch ein Lehrstück, das hierher passt. Es bildet für mich sozusagen den Widerpart zu dem eben zitierten. Pfeiffers Ergebnisse wurden ungebührlich aufgeblasen, um daraus antimuslimische Ressentiments zu bedienen. Umgekehrt wurde in einem anderen Fall ein Verbrechen marginalisiert – an den Rand der Wahrnehmbarkeit gedrängt.
Der Umgang der deutschen Medien – die ZEIT eingeschlossen - mit dem Fall von Marwa El-Sherbiny ist erklärungsbedürftig.  Ich muss Ihnen nicht vor Augen führen, was sich vor einem Jahr in Dresden abgespielt hat. Eine junge Frau wurde vor Ge­richt ermordet, und ihr Mann dann auch noch von der Polizei angeschossen, und dies alles während eines Prozesses, den diese junge Frau führte, weil sie von jenem Alex W. auf übelste Weise beschimpft worden war: „Islamistin“, „Terroristin“, „Schlampe“. Hier hatte jemand das Richtige getan: auf die deutsche Justiz vertraut, um sich gegen antimuslimische Hetze zur Wehr zu setzen. Und war dann im Schoß eben dieser Justiz einem Mord zum Opfer gefallen.
Und nun  kommt das Erstaunliche: Tagelang war dies in den deutsche Medien ein Non-Event! Erst als von den tumultartigen Szenen der Beerdigung in Alexandria be­richtet wurde, erst als eine Wiederholung der emotionalen Aufwallung aus den Zeiten der Karikaturen-Affäre drohte. Die Empörung kam also von außen. Es mußte erst die Befürchtung hinzukommen, dass Deutschland außenpolitisch Schaden nehmen könn­te, damit die führenden Politiker sich äußerten. Merkel verurteilte den Mord, Münte­fering nahm an der Trauerfeier teil, wichtige gesellschaftliche Gruppen meldeten sich entsetzt zu Wort – allen voran übrigens die Juden.
Aber etwas war nicht in Ordnung daran: Die merkwürdige Verzögerung der Reaktion des öffentlichen Deutschland verlangt nach einer Erklärung. Eine naheliegende Mög­lichkeit dabei wäre „Islamophobie“. Ist es Islamfeindlichkeit, die das verzögerte Rea­gieren erklärt? Mir fällt es schwer, Merkel, Müntefering, Schäuble oder anderen Re­präsentanten der Berliner Politik Islamfeindlichkeit zu unterstellen. Irritierend ist eher eine gewisse Zögerlichkeit und Ungerührtheit – als hätte das Geschehen nichts mit dem Deutschland  zu tun, in dem diese Politiker arbeiten. Das Gleiche gilt allerdings auch für die Medien. Auch sie haben offenbar tagelang erfolgreich den Fall Narwa von sich weggeschoben. In der ZEIT haben einige Kollegen damals eine erschrocke­ne Seite 3 geschrieben, die das eigene Versagen reflektierte. Ich zitiere:
„Wenn man einmal Mutmaßungen über das (west-)deutsche Mehrheitsbewusstsein anstellen darf, dann spielten sich dort nach dieser Tat folgende Gedankengänge ab: 1. Wie furchtbar, die arme Frau, was für ein Unglück. 2. Die Tat geschah nicht wirklich in Deutschland, sondern im Osten. 3. Der Täter ist ein Russlanddeutscher, bekannter­maßen die problematischste Minderheit, die in diesem Land lebt, also keiner von uns. 4. Ein Einzelfall also: Übergang zur Tagesordnung. So wurde die Sache mental mar­ginalisiert, auch die Politik nahm das alles zunächst nur aus dem Augenwinkel wahr.“
Immer wieder war in jenen Tagen zu hören und zu lesen, das wäre nicht so gelaufen, wenn das Opfer jüdisch – und nicht muslimisch – gewesen wäre. Daran gefällt mir die mitlaufende Unterstellung nicht, dass die Juden sich einen privilegierten Platz als Opfer in der deutschen Wahrnehmung irgendwie unverdient erschlichen hätten. Und leider ist das auch faktisch gar nicht wahr, dass es jedesmal eine große Aufmerksam­keit findet, wenn Juden hierzulande drangsaliert werden.
Vielleicht gibt es ganz banale Gründe für die schlechte Reaktion der Öffentlichkeit, wie meine Kollegen in dem ZEIT-Beitrag vermuteten:
„Es geht nicht um Islamfeindlichkeit, eher um Islamferne – vielleicht auch um eine in der Ferne gedeihende Kälte und Abneigung. 'Es war keine böse Absicht, son­dern eher Gleichgültigkeit und Ignoranz' meint Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime. Noch fehlt uns Sensibilität für die muslimische Gefühlswelt. Noch immer hat man das Gefühl, dass die deutsche Gesellschaft mit dem Rücken zu ihren Migran­ten lebt, dass sie ihnen zu wenig gibt und zu wenig von ihnen verlangt. Noch immer sind hier 'wir' und da 'sie' – die Identifikation und die selbstverständliche Solidarität fehlen, und das ist es, was die Muslime in der trägen öffentlichen Reaktion auf die Mordtat von Dresden gespürt haben mögen. Die Islamkonferenz war eben nur ein Anfang. Und die Medien? Zufällig hat sich kürzlich eine Journalistenvereinigung für Migran­ten gegründet. Sie will dem Missstand abhelfen, dass in deutschen Redaktionen fast keine Einwanderer arbeiten. Wäre es anders, so hätte es diese langen fünf Tage ge­wiss nicht gegeben. Und es sollte sie nie wieder geben.“
Zurück zum Thema: Muslime und Medien.
Ich möchte mit einer Feststellung beginnen: Es handelt sich hier um ein zentrales Feld der Gesellschaftspolitik.
Das ist in den vergangenen Jahren wohl auch dem letzten klar geworden. Als ich vor etwa 8 Jahren anfing, in der ZEIT regelmäßig darüber zu schreiben, war das noch nicht so. Mein Be­richt zum Beispiel über eine erregte Kontroverse in der Islamwissenschaft landete im Feuilleton. Ein Chef  hatte Bedenken, als ich mich wochenlang in Streitigkeiten über die Übersetzbarkeit bestimmter Passagen des Korans einwühlte. „Sie fehlen mir zu lange für die Hauptthemen“, war die Begründung seiner Sorge.
Nun ist aber der Islam zweifellos eines der Hauptthemen unserer Profession gewor­den. Und die Chefs haben auch umgedacht. Vor zwei Jahren wurde ich gebeten für eine Reihe in unserem Politikteil über die neue politische Bedeutung der Religionen – also auf den vorderen Seiten – ein Stück über den Islam  zu schreiben. Das hätte man sich vor zehn Jahren auch nicht träumen lassen, dass die Religion so in den Vordergrund des politischen Berichtes rücken würde. Aber so ist es.
Es gibt dafür zwei Gründe, über die wir hier nicht viel Worte verlieren müssen, so of­fensichtlich ist das: Terrorismus und Einwanderung – anders gesagt: radikale, religiös motivierte poltische Bewegungen einerseits und Immigration demographischer Wan­del andererseits. Ein außenpolitisches Motiv also, und ein innenpolitisches.
Allerdings sprengt das Themenfeld „Islam“ diese fein säuberliche Aufteilung der journalistischen Welt in „Innen“ und „Außen“, auf die wir so viel Wert legen in mei­nem Beruf.
Nehmen wir mal die Affäre vor einem Monat um das Boot, das aus der Türkei nach Gaza aufgebrochen ist, um dort die israelische Blockade zu brechen – die Mavi Mar­mara. Eine türkisch-islamische Hilfsorganisation namens IHH steckte hinter dem Un­ternehmen. Aber auch deutsche Abgeordnete der Linkspartei waren mit an Bord. Neun Menschen starben bei dem Versuch der isarelischen Armee, das Boot zu stür­men.
Nun ist das für Deutschland ganz klar erst einmal eine außenpolitische Angelegen­heit. Aber nicht mehr ausschließlich: Wenn die deutsche Regierung sich hier positio­niert, hat das auch Auswirkungen in der Innenpolitik: Wie nimmt  der Teil des Publi­kums die Einlassungen der deutschen Bundeskanzlerin oder des Außenministers wahr, der selber türkische Wurzeln hat? Es kann sein, dass sich in einem solchen Konflikt die deutsche Kanzlerin im Wettbewerb befindet – im Wettbewerb mit dem türkischen Ministerpräsidenten um die öffentliche Meinung der Deutschtürken zum Thema Israel, Gaza, Blockade. Und wenn bei einer solche Aktion neun türkische Staatsbürger sterben, dann ist das für ein Land wie Deutschland mit einer großen tür­kischen Minderheit ein Faktum von Bedeutung. In der deutschen Politik – und in den deutschen Medien – wird aber über den aktuellen isarelisch-türkischen Konflikt immer noch geredet und geschrieben, als ginge uns diese Sache nut etwas an im Lichte unseres außenpolitischen Credos, die Existenz Israels sei „Teil der deutschen Staatsräson“. Ich glaube, dass hier in langer Sicht die innenpolitische Lage die außenpolitische Perspektive verändern wird. Deutschland ist da nicht in einer schlechten Position durch seine glaubwürdige, ausbalancierte Haltung im Nahen Osten.
Und diese Tendenz des Islam-Themas, die Grenzlinie von Innen und Außen zu verwi­schen, macht es so interessant und zu einem Zukunftsthema – denn die Weise wie sich uns das Thema Islam in den letzten Jahren aufgedrängt hat, hat mit den Verände­rungen in der Welt zu tun, für die wir noch nicht die richtigen Begriffe haben. Manch­mal sagen wir Globalisierung dazu, aber das ist auch hilflos.
Der Islam ist offensichtlich ein außenpolitisches Thema – seit die Nato in Bos­nien einen Krieg (wenn auch zu spät – ich sage nur: Srebrenica) für die Rechte der Muslime geführt hat. Und seit sie in Afghanistan versucht, an Stelle eines failed state in den Händen einer islamistischen Terrorgruppe eine Art von afghanischer Selbstre­gierung zu installieren und zu stützen - ein moderates islamisches Regime, das sich nun auch mit den gesprächsbereiten Teilen der Taliban aussöhnen soll. Vor kurzem hatte ich Gelegenheit, einen führenden Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes zu sprechen, der sich mit Nahostpolitik beschäftigt. Der Mann vom BND, er nannte sich Herr Schulz, erzählte mir, er habe in den letzten Jahren ein Dutzend neuer Stellen be­setzen dürfen: alles Islamwissenschaftler.  Sie sehen, Ihr Fach hat glänzende Zu­kunftsaussichten!
Das ist die außenpolitische Lage: Doch der Islam ist selbstverständlich auch ein innenpolitisches Thema, seit sich die Lesart durchgesetzt hat, dass erstens die Muslime nicht wieder weggehen, die durch die Migration hierhergekommen sind. Und zweitens, dass diese Muslime ihren Islam nicht irgendwann abstreifen werden und also der Islam als Religion eines wesentlichen Teils der Bevölkerung Teil der staatverfassungsrechtlichen Wirklichkeit hier werden muss. Und mehr als das, denn damit ist ja nur die institutionelle Seite benannt. Ich habe gerne das Wort „Einbürge­rung des Islams“ benutzt, weil es auch um das Vertrautwerden miteinander geht, das sich aufeinander Einlassen in einem viel umfassenderen Sinn. An unseren Debatten über Kruzifixe in Klassenzimmern, Amtseide mit Gottesformel, Moscheebauten in deutschen Innenstädten können wir ablesen, wie viel da noch zu tun – und zu schrei­ben – bleibt.
Also: das Thema ist erkannt.
Sehr spät, vielleicht noch nicht zu spät. In der Deutschen Islamkonferenz, die Wolf­gang Schäuble vor fünf Jahren begonnen hat, gab es einen Arbeitskreis zu diesem Thema.
Viel bewegt hat dieser Arbeitskreis freilich nicht. Sie kennen ja das schöne und leider auch wahre Motto: Wenn Du nicht mehr weiterweißt, gründe einen Arbeitskreis. Der Nachfolger Schäubles, der neue Innenminister de Maizière, wollte die AG Medien denn auch nicht weiterführen. Er pflegt statt dessen inen inoffiziellen Stammtiscch deutscher und türkischer, auch arabischer Journalisten. Man tagt unregelmässig und tauscht lose Meinungen und Eindrücke aus. Ich habe daran einmal teilgenommen. Schlecht war es nicht, aber ein bisschen struktur- und damit wahrscheinlich auch: fol­genlos.
Immerhin ist es ein Anfang, die manchmal krachend laute Sprachlosigkeit in diesem Land zwischen Journalisten deutscher, türkischer und arabischer Medien zu überwin­den. Immerhin. Immer noch gibt es sehr wenige türkischstämmige Autoren/ Autorin­nen deutscher Blätter. Aber es tut sich was. Dazu später einige Worte.
Aber die schlechte Quote in den deutschen Redaktionen kann hier nicht das Haupt­thema sein. Denn wir würden uns wahrscheinlich schnell einig darber, dass sich hier dringend die Lage ändern muss. Es wäre wünschenswert, dass die Redaktionen in ih­rer Zusammensetzung ein Bild davon geben, wie die Welt ist (und wie sie noch zu­nehmend werden wird), in der wir leben: sehr viel bunter gemischt, ein Patchwork von ethnischen, kulturellen und religiösen Identitäten. Wie man dahin kommt, dar­über lässt sich streiten: Quotierungen? Gezielte Qualifikationsmassnahmen? Oder einfach durch einen aufmerksamen Blick derjenigen, die über die Stellenbesetzungen entscheiden, für Talente unter den „neuen Deutschen“?
Es ist ja vielleicht auch nicht so schwer zu verstehen, warum  - wenn das auch nicht begrüssenswert ist -,  die Medien, was die Mischung angeht, hinter man­chen anderen Bereichen der Gesellschaft hinterherhinken (denken wir nur an den Sport, in dem es offenbar leichter ist): denn um in den Medien Karriere zu machen, braucht man nicht nur ein regelhaftes Wissen, das man methodisch erwerben kann wie in den exakten Wissenschaften. (Dies braucht man allerdings auch!) Und man braucht auch nicht nur nur ein hermeneutisches Spezialwissen wie in den Geisteswis­senschaften. (Dies braucht man allerdings auch!) Sondern vor allem braucht man die seltene und schwer zu fassende Ressource „kulturelles Kapital“. Das heißt: Man muss Anspielungen verstehen können, man braucht eine gewisse Selbstsicherheit im Auf­treten, man muss mit den kulturellen Codes der Gesellschaft vertraut sein.
Worüber sich die Leute aufregen, was sie lustig finden und was abstoßend, das muss man in dieser Branche erspüren können, um Erfolg zu haben. Das sind Qualifikatio­nen, die man so leicht an keiner Journalistenschule erwerben kann.
Das soll keine Entschuldigung dafür sein, dass so wenige Journalisten bisher „neue Deutsche“ sind. Nur eine Erklärung, die nüchtern auf das Gewerbe schaut und nicht von vornherein von einer systematischen Diskriminierung ausgeht. Ich prophezeie, dass sich in absehbarer Zeit vieles ändern wird. Nicht weil die Medienmacher plötz­lich zu – wie man hierzulande gerne abschätzig  sagt– „Gutmenschen“ werden, die unbedingt Minderheiten fördern wollen. Im Gegenteil: Weil das Thema der Einbürgerung einer in Deutschland und Europa immer noch neuen Religion längst kein Minderheiten-Thema mehr ist. Es drängt sich auf,  und es wird in der journalistischen Konkurrenz immer wichtiger, es kompetent zu besetzen. Ein Konflikt wie der um die Ermordung von Marwa El-Sherbiny kann leicht zu einem Weltenbrand werden, wie wir seit der Karikaturen-Affäre wissen. Darum wird es essentiell sein, Menschen mit der nötigen Sensibilität in den Redaktionen zu haben, die sofort verstehen, warum sich hier ein Erregunsgpotenzial verbirgt. Diese müssen nicht selbst Muslime sein – aber wenn wir ehrlich sind: helfen würde es schon, einige in Reichweite zu haben. Ich erzähle Ihnen später noch etwas über meine eigenen Erfahrungen während der Karikaturen-Affäre, über die ich damals als einer der ersten berichtet habe.
Der Islam in Europa ist eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen. Er ist von einem so genannten „weichen“ zu einem so genannten „harten“ Thema gewor­den, weil zwei Gruppen ihn in unseren Gesellschaften für ihre Zwecke zu kapern ver­suchen: Radikale Islamisten auf der einen Seite und radikale Rechtspopulisten auf der anderen. Beide leben gut voneinander, beide fördern und stabilisieren ihre jeweiligen Lager. Beide sind Feinde des europäischen Modells der Moderne als einer offenen – auch für andere Religionen offenen – Gesellschaftsordnung.
Für jede Redaktion wird es in Zukunft unabdingbar sein, Experten zu haben, die sprech- und lesefähig sind in Fragen, die den Islam betreffen. Und wenn es Musli­me interessieren sollte, als solche journalistische Experten, Dolmetscher, Erklärer zu agieren, dann werden sie hier ihre Chance bekommen – aus einem harten Konkurenz­interesse der Medien heraus.
Dagegen ist nichts zu sagen. Nein, das ist gut so.  Es eröffnen sich Chancen, die man ergreifen sollte - die Sie ergreifen sollten!
Die mediale Debatte über den Islam ist etwas anderes als das, was in diesen Hallen hier stattfindet - ein leidenschaftlicher Diskurs, in dem es um Selbst- und Fremdbilder geht. Zwei extreme Grundannahmen auf beiden Seiten markieren die Grenzen, zwi­schen denen die Rede hin und her changiert: „Ihr wollt uns nicht. Darum reduziert ihr den Islam so gerne auf Zwangsehen, Gewalt legitimierende Koranverse, strikte Scha­ria-Normen, Ehrenmorde, Machotum und so weiter.“ Die andere Grundannahme lau­tet: „Ihr wollt uns am Ende doch islamisieren. Ihr akzeptiert unsere liberale Verfas­sung und unsere offene Gesellschaft nur so lange, wie sie Euch als Minderheit schützt, um uns dann irgendwann doch eure rigiden Vorstellungen von Moral und An­stand, individueller Freiheit und öffentlichem Glauben aufzunötigen, wie wir sie in den islamischen Ländern sehen.“
Es ist diese unterschwellige Logik des Verdachts, die unsere Debatten strukturiert. Eine faire Berichterstattung wird sich immer gegen diese beiden Extreme abstoßen müssen. Und dabei besteht eine besondere Schwierigkeit darin, dass die  Ängste bei­der Seiten manchmal durchaus berechtigt sind – denn es gibt zweifellos Teilnehmer der Debatte, die den Islam hier um keinen Preis akzeptieren wollen, und es gibt eben­so jene, die tatsächlich von einer „Islamisierung“ träumen. Weder kann es verboten sein, Islamfeindlichkeit zu benennen, noch kann es tabu sein, muslimische Feinde der Freiheit auch als solche zu beschreiben.
Was darf man denn in Deutschland noch sagen – wenn es um den Islam und die mus­limischen Einwanderer geht? Die erregteste Debatte zu diesem Thema hat der Bun­desbankvorstand Thilo Sarrazin angestoßen – im letzten Herbst in einem Interview mit der wenig bekannten Intellektuellenzeitschrift „Lettre International“. Nicht nur das Interview und die folgenden Meinungsbeiträge waren bemerkenswert – sondern auch die Reaktionen des Publikums. Ich habe das Interview in einem Leitartikel der ZEIT und in meinem Blog kommentiert. Die Leserreaktionen waren überwältigend – und teilweise beängstigend. Ich hatte den Eindruck, dass Sarrazin etwas Neues her­vorgelockt hatte, das sich zu begreifen lohnen würde.
Aus einem Interview in einer wenig bekannten Intellektuellenzeitschrift war binnen dreier Wochen ein »Fall Sarrazin« geworden. Der Streit über die Äußerungen des Bundesbankvorstands in Lettre International mutierte zur Debatte über die deutsche Debattenkultur. Es wurde bald genauso leidenschaftlich darüber gestritten, was man hierzulande um welchen Preis sagen darf – wie über die ursprüngliche Frage: Ob Sar­razin denn recht hat mit seinen Behauptungen über Einwanderer in Berlin.
Auch die Leser meiner Zeitung und ihrer Onlineausgabe waren hochengagiert in der Analyse des Vorgangs. Seit dem Streit um die dänischen Karikaturen hatte es eine solche Welle der Empörung nicht mehr gegeben. In vielen Hundert Beiträgen schälte sich ein Deutungsmuster heraus, das sich immer weiter vom Ursprung der Debatte löste.
Es lautet etwa so: Einer sagt, was schiefläuft im Land mit den »Türken und Arabern« – und wird dafür bestraft. Man kann einem Mythos beim Entstehen zuschauen: Thilo Sarrazin, einsamer Kämpfer gegen Rede- und Denkverbote.
Zwei Männer hatten maßgeblichen Anteil daran: Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland, der behauptete, dass »Sarrazin mit seinem Gedankengut Gö­ring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist«. Und Axel Weber, Vorstandschef der Bundesbank, der Sarrazin erst den Rücktritt nahelegte und ihn dann hinter den Kulis­sen teilentmachtete – ohne aber je ein offenes Wort über die Aussagen seines Bank­kollegen zu wagen, die den Anlass gegeben hatten.
Kramer und Weber lieferten Beispiele dafür, wie man die Diskussionskultur auf den Hund bringen kann: Die fast schon bis zur Selbstkarikatur übertriebene Intervention des Zentralratssekretärs und das verdruckste Powerplay des Bankchefs haben  den Eindruck verfestigt, dass man in Deutschland über bestimmte Dinge nicht mehr reden kann, ohne erst in die rechte Ecke gedrängt und dann in den Senkel gestellt zu wer­den. Mein Beitrag auf ZEIT ONLINE, der Kramers Äußerung »einfach lachhaft« nannte und befürchtete, er mache »kleine Münze aus dem NS-Vorwurf«, erhielt in kurzer Zeit 600 überwiegend zustimmende Kommentare.
Ich muss sagen, dass viele dieser Beiträge mich erschreckt haben.
Da macht sich einerseits Empörung über den Umgang mit einem Unbequemen Luft. Aber es ist auch etwas anderes im Spiel, das man nicht so leicht als Beitrag zu einer freieren und konfliktfreudigeren Debattenkultur verbuchen kann. Es kommen in den Leserbriefen und den Onlinedebatten Annahmen über den Stand der Integration, über die »wahren Ursachen« der Probleme des Einwanderungslandes, über die deutsche Identität und über die Haltung der Migranten zutage, die noch weit über Sarrazins Zuspitzungen hinausgehen. Eine unterdrückte Wut macht sich Luft.
Viele Beiträge sind von einem Gefühl der Befreiung getragen. Endlich kann man mal sagen, was man schon lange über die Einwanderer denkt, aber sich nicht zu sagen ge­traut hat.
Mit der alten völkisch-rechten Fremdenangst hat dieses Phänomen herzlich wenig zu tun. Der politisch-emotionale Druckausgleich findet diesmal eher auf der liberal-­progressiven Seite der Gesellschaft statt. Nicht schon die Andersheit des anderen sei das Anstößige, sondern sein Zurückbleiben im Modernisierungsprozess, wie es sich in religiösen Symbolen, traditionsverhafteten Familiensitten und Machismo äußere. Entsprechend geriert man sich wohlig als Bannerträger der Freiheit. Eine manchmal schwer erträgliche Aura biederer Selbstgerechtigkeit gegenüber den Modernisie­rungsversagern prägt viele Äußerungen, die zuweilen an einen fortschrittlichen Ras­sismus grenzen. Einen altkonservativen Provokateur wie Peter Gauweiler verleitet dies, in die Debatte zu werfen, ihm seien »Kopftuchmädchen allemal lieber als Arschgeweihmädchen«.
Das Gefühl der Befreiung wird interessanterweise dadurch befördert, dass hier nicht etwa ein Mann vom rechten Rand behauptet hat, dass die Mehrzahl der Türken und Araber »keine produktive Funktion« hätten und die Türken Deutschland mit ihrer Ge­burtenrate eroberten, »genauso wie die Kosovaren das Kosovo« (Sarrazin) – sondern ein SPD-Mann. Das macht die Sache nämlich weniger verdächtig. Mit besonderer Genugtuung wird denn auch darauf verwiesen - ich zitiere einen Leserbrief - , dass »Herr Sarrazin keineswegs am rechten Rand poltert, er poltert mitten in der Gesell­schaft. (…) Er vermittelt dem viel zitierten kleinen Mann, dass es da oben doch noch welche gibt, die um seine Ängste, Sorgen und auch ganz konkreten Erfahrungen im Umgang mit Einwanderern jedwelcher Generation wissen und ihn auch ernst neh­men.«
Mancher Leser hält schon den Begriff Integration selbst für »reichlich naiv« und meint, die Mühe »erübrigt sich nicht nur aufgrund der zu unterschiedlichen Kulturen. Die wollen es einfach nicht, nehmt das endlich zur Kenntnis.« Wieder andere zitieren genüsslich die Zustimmung zu Sarrazins Aussagen von so prominenten Köpfen wie Hans-Olaf Henkel und Ralph Giordano. Die beiden ließen sich nicht dem »rechten Lager« zuordnen und hätten festgestellt, dass Sarrazin »einfach recht« habe – anders als die »professionellen Gutmenschen«, die uns die Verhältnisse erst eingebrockt hät­ten. Viele Leser geben sich vollkommen sicher, dass die Integration scheitern müsse, weil »die« (Einwanderer) einfach nicht wollten. Woraus folge, dass es infrage stehe, wie einer triumphierend schreibt, dass wir »überhaupt eine Einwanderungspolitik« brauchten. Und es dauert nicht lange, da kommt derselbe Leser mit seiner Erklärung dafür, dass »Menschen eines völlig anderen Kulturkreises« nicht integriert werden könnten: Es folgen aus dem Internet kopierte saftige Koranzitate über die »Ungläubi­gen«. Wieder ein anderer Leser ist zwar nicht per se gegen Einwanderung, aber wenn schon, dann »nur aus katholischen Ländern«. (Vom schlechten Schulerfolg der italie­nischen Einwandererkinder hat er offenbar noch nicht gehört.)
Das ist nicht abzutun als das übliche Maß an Ressentiment am Rand der Gesellschaft. Die paar handfesten Neonazis in den Debattenforen und Leserbriefspalten sind kaum der Rede wert. Sarrazin selber scheint sich erschrocken zu haben: Ob seine Entschul­digung, offenbar sei »nicht jede Formulierung gelungen« gewesen, darauf hindeutet, dass ihm die Enthemmung mancher seiner Unterstützer selber unheimlich geworden ist?
Aussagen wie »Jeder Ausländer raus, wenn er nach sechs Monaten keinen Job gefun­den hat« stammen eben nicht von den wenigen Extremisten, die  Volksverhetzung be­treiben in solchen Foren. Es ist vielmehr die wutschäumende Mitte, über die man sich Gedanken machen muss.
Zum Glaubenssatz hat sich bei diesen Lesern verfestigt, der Islam sei das Problem, und Muslime seien nun einmal nicht integrierbar.
Sarrazin hat sich in seinem Interview dabei gar nicht speziell über den Islam ausge­lassen. Er redet zwar sehr abfällig über »Türken und Araber«. Doch er betont auch, dass die deutschstämmige Unterschicht die gleichen Probleme habe. Und: »Türkische Anwälte, türkische Ärzte, türkische Ingenieure werden auch Deutsch sprechen, und dann wird sich der Rest relativieren.« Das passt eigentlich nicht ins Weltbild vieler, die glauben, man müsse nur den Koran lesen, um zu verstehen, warum die »Türken und Araber sich hier nie integrieren können«.
Das Interview ist offenbar für manche Teilnehmer der Debatte zur Nebensache, zu ei­nem bloßen Anlaß geworden: Man hat sich Sarrazin zum Helden erkoren und fühlt sich nun ermuntert, Dampf abzulassen. Beschweren kann sich Sarrazin über diese Fans allerdings nicht, denn er hat sie durch seine lustvoll verächtlichen Formulierun­gen angestachelt: Sie (die »Türken und Araber«) »produzieren ständig neue kleine Kopftuchmädchen«, sie »wollen keine Integration«, sie »erobern Deutschland«.
Das Schnarrende, Herablassende, Höhnische ist seit je das Geheimnis seines Erfolgs. Thilo Sarrazin spricht vom Elitemangel in der Hauptstadt, vom Verfall der Bürger­lichkeit, den er aufhalten wolle. Sein eigener Ton, der bewusst mit dem Überschreiten ziviler Standards spielt, ist allerdings ziemlich unbürgerlich. Elite, die den Namen verdient, würde die Pöbelei gegen den hart arbeitenden Obst- und Gemüsehändler scheuen, der um drei Uhr morgens aufsteht, um seine Ware einzukaufen. Sarrazin ist in Wahrheit eine jener Gestalten, die den Leuten die Lizenz zur Verachtung derer ganz unten erteilen.
Sarrazin assoziiert in wildem Lauf eine »Araberfrau«, die in Neukölln ihr sechstes Kind bekommt, weil sie dann durch Hartz IV eine größere Wohnung bekommt, mit der teilweisen erblichen Bedingung von Begabung – und folgert flugs, dass darum in der Hauptstadt der »Anteil der intelligenten Leistungsträger aus demografischen Gründen kontinuierlich fällt«. Es steht zwar nicht da, dass Araber die Dummheit ver­erben, aber es ist schon verzeihlich, dass mancher Sarrazin-Fan dies schlussfolgert, wenn der Interviewte im Gegenzug die überlegene Intelligenz der »osteuropäischen Juden« preist, die angeblich einen »15 Prozent höheren IQ« hatten. Woher er die Zahl 15 Prozent hat, verrät Sarrazin natürlich nicht.
Manche seiner Verteidiger finden den Ton des Bundesbankers zwar auch nicht schön. Sie meinen, er habe sich vielleicht hier und da im Register vergriffen, vielleicht dies und jenes überspitzt – aber dennoch eine tolle Debatte angestoßen. Dazu ist Folgen­des zu sagen: Ton und Haltung sind keine Nebensache, wo es um Integration geht. Wie die Mehrheitsgesellschaft sich gegenüber den Neuen und ihren Kindern, die hier geboren sind, aufstellt, ist eine Kernfrage der Gesellschaftspolitik.
Und was die Integrationsdebatte angeht, möchte ich folgendes feststellen: Deutsch­land hat dabei in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Die Debatte, die Sar­razin angestossen hat,  mit ihrer reichlich wirren Kombination von Ökonomismus, Eugenik (»Unterschichtgeburten«) und kokettem Borderline-Rassismus wirft den Streit um die Integration in Wahrheit um Jahre zurück – in jene Phase, als das Schimpfen noch geholfen hat und man glaubte, die Alteingesessenen müssten diesen Neuankömmlingen nur mit harter Hand klarmachen, dass sie sich entweder einzufü­gen oder zu verschwinden hätten. Diese Welt ist längst perdu - und mit ihr die Alter­native von Assimilation oder Rückführung.
Wir sind längst weiter. Wir haben in Deutschland die Scheinalternative von Harmo­niesoße oder kaum verhohlener Verachtung hinter uns gelassen, die frühere Debatten über die »Gastarbeiter« kennzeichnete. Die Konservativen haben sich von der infanti­len Sehnsucht nach dem Status quo ante verabschiedet und akzeptiert, dass die Ar­beitsmigration nicht rückabgewickelt werden kann und mit ihren Folgen politisch umgegangen werden muss. So wie die Rechte akzeptiert hat, dass wir ein Einwande­rungsland sind, hat die Linke sich stillschweigend von der naiven Idee verabschiedet, Einwanderung sei automatisch eine Bereicherung und Multikulturalismus ein Selbst­läufer. Zwei kostspielige Formen der Wirklichkeitsverleugnung sind vor aller Augen gescheitert, und die Politik hat begonnen, mit einer neuen Integrationspolitik darauf zu reagieren.
Seit Jahren debattieren wir – auch in der ZEIT – zum Beispiel die schlechten Schuler­gebnisse der Türken und Italiener und scheuen auch nicht die Frage, warum etwa Vi­etnamesen und Iraner besser abschneiden. Das ist ein legitimes Thema, das man nicht unter „Rassismus“ oder Islamophobie abtun kann. Die Mängel des deutschen Schul­systems sind Thema in den Medien – aber eben auch die bildungsferne Einstellung vieler Eltern mit türkischen Wurzeln. Auch die türkischen Gruppen und die türkisch­sprachigen Zeitungen haben nach jahrelanger Abwehr angefangen, dies zu skandali­sieren – ein Erfolg der harten Debatte in Politik und Medien. Thilo Sarrazin bezieht seine Beispiele übrigens selbst aus den Medien – wie etwa aus dem ZEIT-Dossier über grillende Orientalen im Berliner Tiergarten. (Allerdings macht er aus 15 bis 20 Tonnen Abfall, den Menschen aus aller Herren Länder dort hinterlassen, inklusive Weinflaschen und Hähnchenkeulen, mal eben »20 Tonnen Hammelreste der türki­schen Grillfeste«.) Ehrenmorde und Zwangsehen sind seit der Ermordung von Hatun Sürücü Gegenstand von Bestsellern.
Noch etwas: Türkische Autorinnen wie Necla Kelek und Seyran Ateş sind bei uns keine Außenseiter, sondern mit vielen Preisen geehrte öffentliche Intellektuelle, mit denen die Regierung gern ihre Islamkonferenz schmückt. Dort mussten sich konser­vative Muslime diese Kritik anhören, in Anwesenheit des Ministers. Nirgendwo sonst in Europa gibt es ein ähnlich ambitioniertes, geradezu kulturrevolutionäres Experiment. Wo sonst treffen diese unterschiedlichen Stimmen so aufeinander?
Die Niederlande haben Ayaan Hirsi Ali fallen und ins Exil gehen lassen. Unsere isla­mischen Feministinnen aber sind keine Ruferinnen vom Rand der Gesellschaft, sie sitzen mit dem Innenminister und den Verbänden, die sie kritisieren, an einem Tisch.
Nach Jahren des Streits über Moscheebauten, Deutschpflicht, Kopftücher, Gewalt und Machismo an den Schulen gibt es in Deutschland praktisch kein Tabu mehr beim Reden über die Integration. Und das ist ein hohes Gut!
Das macht es geradezu bizarr, wenn Sarrazin  wegen seiner Zivilcourage gelobt wur­de und ein Kollege in der FAZ ihn gar auf eine Stufe mit dem in der Münchner S-Bahn erschlagenen Dominik Brunner stellt. Die de facto tabulose Debatte ist ein ho­hes Gut. Natürlich weiß das nicht jeder Beteiligter jederzeit zu schätzen. Es kommt selbstrverständlich zu Verletzungen dabei, zu Kränkungen. Aber das müssen wir alle zusammen aushalten lernen.
Die Sarrazin-Debatte war eine am Ende überschnappende Debatte. Allerdings konnte die neue Regierung etwas aus ihr lernen: Die begonnene Integrationspolitik muss nicht nur viel entschiedener fortgeführt werden. Sie muss auch wesentlich besser be­gründet und öffentlich erklärt werden. Es kann doch nicht sein, dass von den feder­führenden Integrationspolitikern der Koalition wochenlang nichts zu hören ist: Kein einziges Wort hat die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer zu der laufenden Debatte verloren. Innenminister Schäuble war ebenso verschwunden, von der Kanzlerin oder dem Bundespräsidenten gar nicht erst zu reden. Wer die empörten Leserdebatten ver­folgt, sieht, wie fahrlässig dieses abwartende Schweigen der Politik ist.
Leider ist es nicht das erste Mal. Ich habe es ja schon erwähnt: Als in Dresden die Ägypterin Marwa al-Scherbiny erstochen wurde, hat man es Islamisten und Rechtsra­dikalen wochenlang überlassen, das Thema zu besetzen. Weder zu dem Beinahemord an dem Rentner Hubert N. in der Münchner U-Bahn noch zum Mord an Dominik Brunner konnte die Politik deutlich machen, dass ihr ein angstfreier öffentlicher Raum ein hohes Gut ist.
Darauf aber sind – besonders in einem Einwanderungsland mit vielen neuen Konflik­ten – alle angewiesen. Darum muss die Politik in der Debatte führen, statt sich unter den eruptiven Reaktionen des Publikums wegzuducken.
Und die Medien müssen sie, wenn sie es nicht von alleine tut, dahin treiben.
Übrigens: Als Sarrazin vor kurzem seine Meinung wiederholte, Deutschland  werde durch Einwanderung „auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“, da hat die Kanzlerin dafür ein klares Wort gefunden: „Solche schlichten Pauschalurteile sind dumm und nicht weiterführend.“ Richtig sei, „dass die Bildungsabschlüsse von Schü­lern mit Migrationshintergrund verbessert werden müssen und der wichtigste Schlüs­sel dabei die Beherrschung der deutschen Sprache ist“, erklärte Merkel. „Aber wenn wir genau das fördern und fordern, dann haben diejenigen, die zu uns kommen und in unserem Land leben wollen, große Chancen und bereichern uns alle.“
Na bitte, es geht doch.
Nachdem ich nun so ausführlich über islamfeindliche Äußerungen in unseren Medien gesprochen habe, muss ich etwas scheinbar paradoxes tun, um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich will Ihnen erklären, warum ich den Begriff „Islamophobie“ nicht für geeignet halte, unsere Situation in den deutschen Medien zu beschreiben.
Islamophobie – mit diesem Konzept werden ohne Unterschied irrationale und ratio­nale Ängste im Bezug auf den Islam zu Symptomen einer Art psychischen Krankheit erklärt.
Eine Phobie ist schließlich etwas anderes als ideologische Voreingenommenheit wie sie uns etwa in Form einer rassistischen Einstellung, eines religiösen Fanatismus oder politischer Parteilichkeit begegnen. Eine Phobie hat man, unter einer Phobie leidet man, mehr noch, sie hat einen, sie nimmt einen in Beschlag. Die Phobie muss behan­delt werden wie andere bedrohlich psychische Erkrankungen. Der Phobiker verhält sich zwanghaft. Er kann anderen zur Gefahr werden und wird zugleich als Opfer ei­ner Krankheit betrachtet, statt als Subjekt mit Überzeugungen und Meinungen, wie fragwürdig diese auch immer sein mögen.
Wollen wir wirklich in solchen Begriffen von der öffentlichen Debatte um den Islam reden, wie sie sich bei uns in den letzten Jahren entfaltet hat? Ich halte das nicht für sinnvoll. Ich kann sehr wohl verstehen, warum sich bei manchen Muslimen der Ein­druck einer generellen Islamfeindlichkeit festgesetzt hat. Dies auf eine sich immer weiter verbreitende Islamophobie zurückzuführen, hielte ich dennoch für falsch.
Denn dadurch werden bestimmte Redeweisen und Einstellungen von vornherein in den Bereich der Angst gerückt und somit psychologisiert. Man rückt sie damit aus dem Bereich des Verstehbaren und Widerlegbaren heraus. Mit einem Phobiker kann man nicht debattieren. So einfach können wir es uns aber nicht machen.
Schauen wir uns kurz ein paar prominente Versuche an, Islamophobie zu definieren. Dann wird das Problematische dieses Begriffs deutlich werden.
Der Begriff wurde durch eine Studie des britischen Runnymede Trust 1997 in die De­batte eingeführt. Runnymede Trust ist eine unabhägige Lobbygruppe für eine mul­ti-ethnische, multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft.
Eine islamophobe Einstellung kommt nach einer Definition des Trust in folgenden Meinungen zum Ausdruck:
– Der Islam sei ein allein stehender monolithischer Block, statisch und für Verände­rung unempfänglich.
– Der Islam sei gesondert und fremd, er habe keine gemeinsamen Ziele und Werte mit anderen Kulturen; weder sei er von ihnen beeinflusst noch beeinflusse er sie.
–  Der Islam sei dem Westen unterlegen, barbarisch, irrational, primitiv und sexistisch.
–  Der Islam sei gewalttätig, aggressiv, bedrohlich, den Terrorismus unterstützend und in einen Kulturkampf verstrickt.
–  Der Islam sei eine politische Ideologie, die für politische oder militärische Vorteile genutzt werde.
So weit die Definition des Forum Against Islamophobia and Racism (FAIR). Islamo­phobie und Rassismus stehen hier nahe beieinander, was auch problematisch ist: Denn ich kann sehr wohl feindliche Gefühle gegenber dem Islam als Religion hegen, ohne Muslime dabei rassistisch abzulehnen. Sonst wäre Islamkritik und Islamfeind­lichkeit vonseiten geborener Muslime ja nicht möglich. Auch dies ist ein Versuch, jede Kritik am Islam von vornherein als rassistisch zu diskreditieren.
Ausserdem bin ich der Meinung, dass alle die islamophoben Ideen, die der Runnyme­de Trust hier auf den Index gesetzt hat, prinzipiell unter dem Schutz der Meinungs­freiheit stehen.
Der Islam wird von manchen Muslimen als politische Ideologie verstanden. Das be­streiten am allerwenigsten jene Muslime, die sich dagegen verwehren. Ja, der Islam hat ein gewaltätiges, aggressives und bedrohliches Gesicht. Terrorismus und Kultur­kampf sind ihm nicht fremd. (Letzte Woche erst in Lahore: Zwei islamistische  Selbst­mordattentäter sprengen einen Sufi-Schrein in die Luft. Die Opfer sind alle Muslime.) Ist der Islam dem Westen unterlegen? Ist er sexistisch? Ist er barbarisch? Letzteres würde ich nicht sagen, aber Barbaren im Namen eines bestimmten Islam gibt es zwei­felsohne. Sie bringen mit Vorliebe andere Muslime um, wie wir mit Schrecken jeden Tag im Irak sehen können. Sexismus? Wer hier möchte aufstehen und sagen, dies sei ein völlig absurder Vorwurf? Dass der Islam dem Westen unterlegen sei, ist die große Angst und der ANTRIEB aller muslimischen Reformdenker der letzten 200 Jahre. Die Geschichte der modernen Türkei und ihres strikten Laizimus/Kemalismus läßt sich ohne diese Angst überhaupt nicht verstehen. Warum sollten wir diese Aussage also tabuisieren? Nur weil es nicht in Ordnung ist, wenn Nichtmuslime sagen, was Muslime seit 200 Jahren sagen? Genauso verhält es sich mit der Aussage, der Islam sei ein allein stehender monolithischer Block, statisch und für Veränderung unemp­fänglich.
Es ist einfach Unsinn, diese Aussage als Indiz für Islamophobie anzusehen. Manche Muslime sehen des Islam genau so, manche Muslime kämpfen wiederum gegen jene, weil sie Veränderungen wollen. Eine Aussage, die Gegenstand eines innermuslimi­schen Streits ist, zum Symptom für Islamophobie zu erklären, wenn sie aus dem Mund von Nichtmuslimen zu hören ist - das geht einfach nicht.
Das wäre eine Gefahr für die freie Debatte, für die freie Forschung. Und wie verhält es sich mit der letzten Aussage, die Runnymede als signifikant erklärt: Der Islam sei „gesondert und fremd“, er habe keine gemeinsamen Ziele und Werte mit anderen Kulturen; weder sei er von ihnen beeinflusst noch beeinflusse er sie. Der letzte Teil dieses Satzes ist historischer Unfug. Natürlich ist der Islam beeinflusst von anderen Kulturen, und natürlich beeinflusst er auch sie. Ob der Islam gesondert und fremd sei, ob er gemeinsame Ziele und Werte mit anderen Kulturen habe, das ist genau der Kern des Streits, um den sich alles dreht in unserer Debatte. Noch einmal zur Erinnerung: Auf allen Seiten gibt es Vertreter der einen oder anderen Richtung: Muslime, die das Fremde betonen, Muslime, die ökumenisch denken. Nichtmuslime, die das Gemein­same sehen, Nichtmuslime, die sich keinen Konsens vorstellen können. Es ist dumm, diese Debatte zensieren und regulieren zu wollen. Sie muss ausgetragen werden. Wir mssen alle zusammen da durch.
Noch ein Beispiel für einen unglücklichen Definitionsversuch:
In seiner sozialwissenschaftlichen Studie „Deutsche Zustände. Folge 4" macht Wil­helm Heitmeyer Islamophobie im Rahmen einer Befragung u.a. an der Zustimmung zu folgenden Aussagen fest:
–  „Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden.”
–  „Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eige­nen Land.”
–  „Es sollte besser gar keine Muslime in Deutschland geben.”
–  „Muslimen sollte jede Form der Religionsausbung in Deutschland untersagt wer­den.”
–  Für mich sind die verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen kaum zu unter­scheiden.”
– „Die Mehrheit der Muslime hält große Distanz zur restlichen Bevölkerung.”
–  „Viele Muslime in Deutschland wollen lieber unter sich bleiben.”
–  „Die islamistischen Terroristen finden starken Rückhalt bei den Muslimen.”
–  „Ich hätte Probleme in eine Gegend zu ziehen, in der viele Moslems leben.”
– „Ich werde nur solche Parteien wählen, die gegen den weiteren Zuzug von Mos­lems sind.”
Umgekehrt gilt ihm auch die Ablehnung der folgenden Aussagen als Indiz für eine is­lamophobe Einstellung:
–  „Der Islam hat eine bewundernswerte Kultur hervorgebracht.”
– „Die muslimische Kultur passt durchaus in unsere westliche Welt.”
– „Ich würde mein Kind auch in einer Schule anmelden, in der eine moslemische Frau mit Kopftuch unterrichtet.”
–  „Es ist allein Sache der Muslime, wenn sie ber Lautsprecher zum Gebet aufrufen.”
Auch mit dieser Art der Erfassung habe ich Probleme: Was, wenn ich den Gebetsruf ablehne, wie ich auch das Glockenläuten ablehne, weil ich am Sonntag (oder Freitag) nicht gestört werden will, oder weil ich berzeugter Säkularist oder Atheist bin, der Religion nur im Stillen für akzeptabel hält?
Muss ich den Islam nicht nur hinnehmen, sondern sogar bewundern, um nicht als is­lamophob zu gelten? Ist die Ablehung einer bekopftuchten Lehrerin – auch unter Tür­ken weit verbreitet – schon islamophob? Und was ist mit den Türken, die Kreuzberg verlassen, weil sie für ihre Kinder bessere Schulen wollen? Jüngst fragte mich eine iranische Freundin, wie viele Ausländer auf der Schule unserer Töchter seien? Ich dachte, sie wollte wissen, ob sich ihre Tochter – sie ist eine Deutsche mir ira­nisch-türkischen Wurzeln – alleine fühlen würde. Ich sagte also wahrheitsgemäß: Sehr we­nige. Sie war erleichtert: Ihre Tochter wird also ab nächstem Jahr dieses Gymnasium besuchen – eben weil es dort kaum türkische, arabische oder iranische Schüler gibt.
Zu sagen, die islamistischen Parteien fänden starken Rückhalt bei Muslimen ist, glo­bal gesehen, ein Irrtum, wie wir aus vielen Umfragen wissen. In Ägypten aber ist es die reine Wahrheit.
Und so weiter, und so fort: Sie sehen schon, was mir an dem Begriff Islamophobie nicht gefällt: Es ist die Tatsache, dass er in meist bester Absicht die notwendigen, pei­nigenden Debatten einfach abschneidet, statt sie leichter führbar zu machen. Der Isla­mophobie-Begriff, wenn er sich durchsetzen sollte in der Breite, in der ich ihn hier skizziert habe, hätte fürchterliche Folgen für unsere liberale Öffentlichkeit. Er wäre ein Instrument, um jede mißliebige Debatte zu ersticken. Diejenigen muslimischen Gruppen, die ihn in Großbritannien propagieren, sind durch die Salman-Rus­hdie-Affäre entstanden. Ich halte das nicht für einen Zufall. Die Verwendung des Islamo­phobie-Begriffs seitens dieser Gruppen ist ein Versuch, den in der Rushdie-Affäre ge­wonnenen Boden zu verteidigen und zu vergrößern.
Wer aber die Wahrnehmung der Menschen verändern will, ist schlecht berufen, mit Verboten, Tabus und Sprachregelungen zu arbeiten. Besser wäre es, der Öffentlichkeit ein anderes Image des Islam zu präsentieren. Allerdings darf das nicht bloß eine Art beschönigende Gegenpropaganda sein. Es muß ein authentisches Gegenbild sein, dass die problematischen Dinge nicht ausblendet und von echter Auseinandersetzung mit ihnen zeugt.
In den letzten Jahren habe ich an vielen Debatten zum Thema „Muslime und Medien“ teilgenommen. Jedesmal saß ich gewissermassen stellvertretend auf der Anklagebank für meine Zunft. Die Unterstellung war: Es gibt immer mehr Islamophobie. Sie (die Medien) sind schuld daran. Was, werter Herr Lau, gedenken Sie also zu ändern? Was ist der Вeitrag - wurde ich einmal gefragt-, den die Medien zum gesellschaftlichen Frieden leisten können?
Ein bißchen trotzig –  aber auch aus tiefster Überzeugung – habe ich dazu gesagt: Nichts. Keinen Beitrag. Dafür sind wir nicht zuständig. Ich verbitte mir solche sugges­tiven Fragen. Stellen Sie sich einfach vor, unserem Wirtschaftskorresponden­ten würde vom Bund der deutschen Industrie vorgehalten, in Deutschland werde das Klima immer wirtschaftsfeindlicher. Immer mehr Geschichten ber Korruption bei Siemens und VW, immer mehr Kommentare ber Managergehälter, viel zu viel Ver­ständnis für Gewerkschaftsforderungen. Was können wir tun, was können die Medien tun, damit das Klima in Deutschland wieder wirtschaftsfreundlicher wird? Das wäre ein Skandal.
Oder stellen Sie sich vor, der Vorsitzende einer Partei würde sich beschweren, wir würden nur Negativberichte über ihn und seine Truppe bringen. (Es gibt diesen Fall wirklich, und Sie können ja gerne mal raten, wen ich meine...) Was kann die Presse tun, um das Klima wieder freundlicher für meine Partei zu gestalten? Absurd, wür­den Sie zu Recht sagen.
Die Chinesen  wünschen sich eine andere Tibet-Berichterstattung. Wir sollen die Probleme mit diesen paar Mönchlein nicht so hoch spielen, hören wir da. Wir sollen die Tugenden des chinesischen Wirtschaftswunders mehr in den Vordergrund stellen. Wir sollen die Bedeutung Chinas für den Weltfrieden und die Weltökonomie im Blick behalten und nicht so sehr auf einzelnen Menschenrechtsverletzungen herumreiten. Eine Presse, die sich darauf einließe, wäre erledigt.
Oder Israel: Immer wieder beschweren sich Lobbyorganisationen über eine einseitige Berichterstattung – wie jüngst bei der Sache mit der Mavi Marmara.
Warum findet niemand etwas dabei, im Bezug auf den Islam mit den gleichen merkwürdigen Zumutungen zu kommen?
Vielleicht hat es etwas mit der Frage von Macht und Ohnmacht, Stärke und Schwäche zu tun? Der Islam ist nun einmal hierzulande hauptsächlich die Religion einer politisch schwachen und verletzlichen Minderheit. China ist ein mächtiges Land, Israel auch – da scheint eine etwas einseitige Kritik vielleicht weniger verwerflich, als wenn es eine Minderheit und ihre relgiöse Kultur trifft? Solche Dinge mögen eine Rolle spielen, helfen uns aber letztlich nicht weiter. Denn die Selbstwahrnehmung einer Gruppe kann kein Kriterium für die Legitimität oder Illegitimität der Kritik an ihr sein.  China tritt in Tibet als dominante Macht auf, sieht sich aber selbst im Weltmaßstab als Entwicklungsland, dem man vieles durchgehen lassen müsste auf seinem legitimen Weg zur Sonne. Ebenso ist die Selbstwahrnehmung Israels – in krassem Kontrast zu der Außenwahrnehmung seiner Nachbarn – die eines kleinen, gefährdeten, von lauter mißgönnerischen Feinden umgebenen Landes. Viele Muslime hierzulande sehen sich als eine Minderheit, die nicht genügend offen und herzlich  angenommen wird. Für Journalisten ist es wichtig, so etwas zu wissen. Aber am Ende darf es die Berichterstattung nicht entscheidend beeinflussen. Sonst wird der Journalismus (noch mehr) Teil der Identitätspolitik, indem er versucht, das „richtige Bild des Islam“ zu formen.
Ein Journalist darf sich so etwas nicht vornehmen, sonst wird er zum Identitätspolitiker. Er soll – das ist eine Banalität – sein jeweiliges Thema fair und unvoreingenommen angehen. Sobald er sich vornimmt, er wolle „dem Islam gerecht werden“, fängt er schon an, die Wirklichkeit in seinem Kopf zu formen, die er doch beschreiben soll. Das journalistische Ethos läßt sich in  einem kleinen Satz zusammenfassen: „Dies alles gibt es also.“ Am Anfang soll das Staunen stehen und der Wunsch, die Leser ins Erstaunen zu versetzen über eine Wirklichkeit, die fast immer ein bisschen anders ist, als man denkt. Pathetischer kann ich es nicht sagen.
Und das bedeutet für das Thema Islam: Wir müssen gleichzeitig auf- und abrüsten. Die Aufmerksamkeit für viele Phänomene, die heute noch am Rande unserer Wahrnehmung liegen, muss aufgebohrt werden. Und der Gestus des kulturellen Endkampfes, mit dem wir über islambezogene Themen reden, muss entschieden runtergedreht werden. Dabei will ich nicht bestreiten, dass wir Zeugen einer dramatischen Entwicklung sind: Von einem Land mit einem Dutzend Moscheen sind wir in weniger als 50 Jahren zu einem Land der zweitausend Moscheen geworden – welch eine großartige Leistung für ein Land, das sich noch vor wenigen Jahrzehnten so schwer getan hat mit Fremden.
Was also sollen wir Journalisten tun?
Wir sollen weiter – und mehr als vorher - über den Islam berichten, aber ohne das Leben der muslimischen Migranten und ihrer Kinder hier darauf zu reduzieren.  Der Islam ist die Lösung, lautet die Parole der Islamisten. Und die Rechtspopulisten   stimmen ihnen zu, nur ins Negative gewendet: Der Islam ist das Problem.  Eine reduktionistische Berichterstattung kommt diesen beiden Gruppen gerade recht. Dagegen sollte der Pluralismus des islamischen Lebens hier sichtbar werden. Es gibt so viele Weisen, Muslim zu sein in Deutschland – fromm, konservativ, liberal, skeptisch, desinteressiert, ja sogar auf eine spezifisch muslimische Weise atheistisch.
Insofern stimme ich überein mit den Autoren einer großen Studie über das „Islambild bei ARD und ZDF“, Kai Hafez und Carola Richter. Sie fanden vor drei Jahren,  „dass das Hauptproblem der Islamberichterstattung von ARD/ZDF nicht so sehr die Darstellung von Konflikten an sich ist, sondern die extrem hohe Konzentration auf dieses Themenspektrum. Nicht die Darstellung des Negativen ist das Problem, sondern die Ausblendung des Normalen, des Alltäglichen und des Positiven. Es entsteht der Eindruck, als ließen sich ARD/ZDF ungeachtet vieler offizieller Bekundungen des Gegenteils von einem simplifizierten Bild des 'Kampfes der Kulturen' zwischen dem Islam und dem Westen leiten, das ungeachtet seiner großen Popularität fast keine Unterstützer in der Wissenschaft findet. Vor allem der Themenhaushalt der Magazin- und Talksendungen sowie Dokumentationen und Reportagen von ARD/ZDF benötigt im Hinblick auf den Islam dringend eine Revision. Es bedarf keiner an vorgefertigten Kulturmodellen orientierten Nachrichtenroutine, sondern eines lebendigen und dynamischen Journalismus, der nicht mehr über den Islam berichtet, sondern die vorhandenen medialen Räume so pluralistisch konzipiert, dass alle Bereiche des muslimischen Lebens eingeschlossen werden.“
Ein Beispiel dafür, wie man's nicht macht: Ein islamischer Theologe hat mir erzählt, dass er vor wenigen Jahren einmal zu einer der großen Talksendungen im  deutschen Fernsehen eingeladen werden sollte. Es fand ein Vorgespräch statt, das angenehm verlief. Dann wurde er kurz vor der Sendung doch noch ausgeladen. Begründung: Man hätte sich etwas schärfere Kommentare von ihm erhofft. Tja, und in der Sendung bei Sabine Christiansen saß dann der Leipziger Salafist Hassan Dabagh mit seinem malerischen Rauschebart. Er wirkte toll im Fernsehen. Er wirkte wie fürs Fernsehen geschaffen.
Eine Veralltäglichung der Islamberichterstattung, wie von Hafez und Richter  gefordert, wäre zweifellos wünschenswert. Aber ich habe Probleme mit der Scheu vor Konflikten. Ich bin nämlich nicht der Meinung der Autoren, dass die Berichterstattung über Konflikte im Zusammenhang mit dem Islam integrationshemmend wirkt. Ganz im Gegenteil glaube ich, dass Integration sich immer im Modus des Konflikts vollzieht. Zu einer pluraleren Gesellschaft gehört ganz zentral auch das Aushalten von Konflikten. Die schöne Idee, dass man in einer pluralistischeren Gesellschaft rücksichtsvoller zu sein habe, kann nicht von oben her durchgesetzt werden. Sie wird sich nur aus durchlebten Konflikten ergeben, in denen man einander kennen – und die Sensibilität des anderen respektieren – lernt. Dass es am Ende in einer „bunten Republik Deutschland“ , wie der neue Bundespräsident sagt, netter und höflicher zugeht, darauf würde ich also nicht wetten. Alle Seiten müssen wohl lernen, mit immer mehr Zumutungen zu leben.
Und keiner sollte sich einbilden, von Konflikten einseitig profitieren zu können, indem man sie immer weiter anheizt. Das ist meine Lektion aus der Karikaturen-Affäre, mit der ich schließen will.
Ich war von meinem Ressortleiter im frühen Januar 2006 nach Kopenhagen geschickt worden, um über einen kleinen lokalen Konflikt zu berichten: Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung hatten zu Protesten der Muslime geführt. Fahr mal hin und schau, ob das was für uns ist. Der Konflikt könnte lehrreich sein auch für Deutschland. Die Dänen scheinen es in den Griff bekommen zu haben. Und so fuhr ich nach Dänemark und sprach mit Kåre Bluitgen, dem Autor eines Jugendbuches über den Propheten Mohammed, mit dem alles begonnen hatte. Ich sprach mit der ägyptischen Botschafterin, mit Abgeordneten der Rechtspopulistischen Folkeparti, mit dem Imam Abu Laban, der den Protest angeführt hatte und mit dem jungen türkischen Imam Fatih Alev, mit dem Gründer des Netzwerks „Demokratische Muslime“, Naser Khader. Und natürlich mit dem Redakteur der Jyllands Posten, Flemming Rose. Er sagte mir: „Wir haben diesen Streit gewonnen. Es war eine häßliche Debatte, aber wir haben eine Lanze für die Kunstfreiheit gebrochen gegen die fundamantalistischen Muslime, die uns die Freiheit nehmen wollen!“ Abu Laban, der Imam von Nørrebro war auch der Meinung, er habe gewonnen: „Die dänische Regierung weiß jetzt, wer wir sind. Der Ministerpräsident kennt jetzt meinen Namen!“ Die ägypische Botschaftern Mona Attia Omar sagte mir: „Wir sind sehr zufrieden. Die Affäre ist gut ausgegangen für Ägypten. Der Außenminister Dänemarks hat mit unserem Außenminister telefoniert. Wir werden jetzt respektiert. Wir haben gewonnen.“ Der Sprecher der FP-Fraktion im dänischen Parlament sagte: „Es war ein guter Streit. Die fundamentalistischen Muslime haben verstanden, dass Dänemark sich seinen Freiheitsgeist nicht abhandeln läßt. Wir haben gewonnen.“
Wie wir alle spätestens nach dem Platzen der Immobilienblase in den USA wissen: Wenn alle glauben, sie hätten gewonnen, kann etwas nicht stimmen. In Wahrheit stellte sich schon bald heraus, dass alle Seiten verlieren würden, ausser wieder einmal die radikalen Feinde der Freiheit unter Muslimen und die Fremdenfeinde im rechtspopulistischen Lager. Bald nach diesen Interview begannen die Botschaften zu brennen, und der wütende Mob übernahm die Regie, angestachelt von anderen Kräften, die niemand auf der Rechnung hatte. Die dänische Wirtschaft verlor Milliarden durch einen Boykott, ganz Europa geriet in den Verdacht der Islamophobie, die Muslime standen wieder einmal als humorlose Fanatiker da – und viele Menschen starben. Einer detaillierten Auflistung auf der Website „Cartoon Body Count: Death by Drawing“ zufolge  sind in Zusammenhang mit dem Karikaturenstreit bis zum 22. Februar 2006 139 Menschen getötet und 823 verletzt worden.
Habe ich selber es kommen sehen? Ich wünschte, ich könnte sagen: ja. Aber das wäre gelogen. Als ich von meinen Gesprächen Anfang Januar 2006 nach Berlin zurückkehrte, begann ich einen Artikel zu schreiben. Der erste Satz ging ungefähr so: In Dänemark hat sich in den vergangenen  Wochen eine Krise ereignet, die fast  zu einer internationatalen Affäre hätte werden können. Wie dies gerade noch hat verhindert werden können, ist ein Lehrstück auch für Deutschland.“  Fast wäre mein Stück am 26. Januar gedruckt worden. Dann kam irgendetwas dazwischen, der Text wurde geschoben. Am 26 Januar begann der internationale Boykott dänischer Waren, die Flaggen brannten, der iranische Revolutionsführer entdeckte „Zionisten“ am Werk hinter den Karikaturen, kurz gesagt: der Wahnsinn nahm seinem Lauf. In der folgenden Woche wurde das Stück gedruckt, aber mit eindem anderen Beginn:
„Der Mann, der Dänemark in eine internationale Krise katapultiert hat, sitzt in seiner gemütlichen Wohnküche und versteht die Welt nicht mehr. Kåre Bluitgen hat einen Konflikt ausgelöst, der Botschaftern und Regierungschefs mehrerer Länder den Schlaf raubt...“
Und so bin ich heute hier. Wäre mein ursprünglicher Text erschienen, hätten sie mich womöglich nicht eingeladen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und würde mich freuen, mit Ihnen über meine Erfahrungen zu diskutieren.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Wann werden die Gutmenschen endlich die Tatsache akzeptieren, dass der Islam von Natur aus eine gewaltbereite Religon ist und das jegliche Ignoranz dieser Tatsache durch unsere Medien nicht zum Ziel der Debatte führen kann?

    • 8. Juli 2010 um 14:40 Uhr
    • Alexander Marcev
  2. 2.

    @ Marcev:
    Ein Vorschlag – Lassen Sie doch mal die Gutmenschen-Keule rechts liegen und kommentieren Sie den Text.

    • 8. Juli 2010 um 15:07 Uhr
    • ciodo
  3. 3.

    Nørrebro.

  4. 4.

    Anmerkung zu den außerdienstlichen Provokationen des Herrn Sarrazin:

    „Das öffentliche Vertrauen in die unparteiische und gemeinwohlorientierte Amtsführung der Beamten darf nicht durch unsachgemäße oder provozierende Äußerungen von Beamten untergraben werden. Je größer die mögliche Publizität einer Äußerung ist, umso sorgfältiger muss der Beamte abwägen.“

    Erlaß Innenminister meck-pom Feb.2007 zur Klarstellung wehrhafte Demokratie

    Zuwiderhandlungen sind eine Dienstpflichtverletzung die zur fristlosen Entlassung führen kann.

    Die Bundesbank behauptet noch heute es wären Herrn Dr. Sarrazins private (provozierende) Meinungsäußerung mit der sie nichts zu tun hätte.

    • 8. Juli 2010 um 15:56 Uhr
    • richard bauer
  5. 5.

    „Zu einer pluraleren Gesellschaft gehört ganz zentral auch das Aushalten von Konflikten.“

    „Alle Seiten müssen wohl lernen, mit immer mehr Zumutungen zu leben.“

    Ich denke, vielen reicht es jetzt schon.

    • 8. Juli 2010 um 16:01 Uhr
    • Travis Bickle
  6. 6.

    Ein in meinen Augen streckenweise sehr einseitiger und darum schlechter vortrag.
    Die Medienanalyse von ihnen Lau, ist Einseitig – da sie eben mit keinen Wort darauf reflektieren, daß in einigen Medien, wie z. b. in der Zeit, großteilig sehr und einseitig positiv vom Islam/Muslimen in deutschland berichtet wird. Ob da vom moslimschen Lehrer erzählt wird oder sonstigen ‚migrantischen‘ Erfolgsgeschichten, ob da von ‚Muslimen‘ (ide psychoanalytikerin) oft einseitig die Schuld den Deutschen für die schwieitrigkeit einer erfolgreichen integration zugeschrieben wird – all das fehlt, all das nehmen sie nicht in den Blick. Denn eine meist einseitig positive Berichterstattung über ‚erfolgstories‘ gehört genauso zu einer medienanalyse dazu, wie auf die negative hinzuwesien.
    Marva ist genauso ein Beispiel – denn wohl ist das ein schreckliches ereignis gewesen, aber im grunde genommen auch ncith schlimmer als viele andere (Mord-)Taten. Auch war es eben keine ‚sauerei‘ der Politiker, daß sie sich 5 tage nicht darum nicht äußerten, sondern eine normale Reaktion auf viele Mordtaten, auch und gerade Mordtaten zwischen ‚moslimischen Migranten‘ und ‚Alteingesäßenen‘ – sie fordern hier etwa,s, was sie und ihre Zeitung im gegenzug nicht bereit sind zu gewähren – nömlich bei mordtaten, die von ‚Migranten‘ an deutschen ausgeübt werden, genauso zu berichten wie umgekehrt sie es z. b. im Fall Marwa fordern bzw. beklagen.
    Genau diese Verlogenheit, diese Einseitigkeiten, derer sie sich hier befleißigen, macht auch ihren Vortrag schlecht – sie berichten eben nicht an den Fakten orientiert, sondern aus einer ganz persönlichen präferenz heraus, die bereit ist für die eigene Ansicht Fakten zur Not auch auszublenden, nur weil diese nicht ins eigene Konzept passen.

    • 8. Juli 2010 um 16:05 Uhr
    • Zagreus
  7. 7.

    Wenn jemand die Taten Mohammeds, die nach orthodox-islamischer Einschätzung authentisch überliefert sind, wie

    – eine Vielzahl von Angriffskriegen,

    – die eher mit der sechs- oder siebenjährigen Aischa, mit der er die ehe vollzog, als sie neun Jahre alt war,

    – die Vernichtung eines jüdischen Stammes (Banu Quraiza), nachdem sich dieser ergeben hatte durch Massenhinrichtung der Männer (600-900 Menschen) und Verkauf der Frauen und Kinder in die Sklaverei,

    – die Folterung eines Juden in Chaibar, durch Anzünden eines Feuers auf seiner Brust, damit er sagt, wo die Juden ihr Geld versteckt haben

    anführt, gilt er gleich als islamophob.

    Nicht die Berichterstattung ist der Grund für das Negativ-Image des Islam, sondern die Taten seiner Anhänger, die durchaus mit dem Normensystem des orthodoxen Islams konform gehen.

    Zwangsheirat (wilayat al-idschbar fi n-nikah) gehört genauso zu diesen Normen, wie die kollektive religiöse Pflicht (fard kifaya) der Gemeinschaft der Muslime zum Angriffskrieg oder die Tatsache, das Blut und Gut (ad-dam wa-l-mal) von Nichtmuslimen, die keine Kopfsteuer zahlen, nicht geschützt sind. Diese dürfen sünd- und straflos umgebracht und beraubt werden.

    Wenn diese Dinge nicht mehr gälten bzw nicht mehr vorkämen, würde sich auch das Negativ-Image ändern.

    • 8. Juli 2010 um 16:08 Uhr
    • Marti
  8. 8.

    Es muss „die Ehe mit der sechs- oder siebenjährigen Aischa“ heißen, nicht „die eher“.

    • 8. Juli 2010 um 16:10 Uhr
    • Marti
  9. 9.

    @ Alexander Marcev, Marti: q.e.d.

    • 8. Juli 2010 um 16:51 Uhr
    • Jörg Lau
  10. 10.

    Die Studie mit den jungen Brutal-Moslems kapiert ein Lau natürlich nicht. So fängt der „Vortrag“ ganz schlecht an, und später wird es nicht besser.

    seit sich die Lesart durchgesetzt hat, dass erstens die Muslime nicht wieder weggehen

    LOL. Nur 40.000 Türken im letzten Jahr. Natürlich lauthals beklagt von allen Dhimmis inkl. Lau. Hätte man nicht auf der anderen Seite sofort wieder 30.000 Türken hereingelassen, dann würde sich das Problem mit dem Islam früher oder später demographisch von alleine lösen!

    Besonders köstlich ist folgender Absatz (muß leider den ganzen zitieren, weil sich Lau so schön selber aufblattelt)

    Es ist ja vielleicht auch nicht so schwer zu verstehen, warum – wenn das auch nicht begrüssenswert ist -, die Medien, was die Mischung angeht, hinter man chen anderen Bereichen der Gesellschaft hinterherhinken (denken wir nur an den Sport, in dem es offenbar leichter ist): denn um in den Medien Karriere zu machen, braucht man nicht nur ein regelhaftes Wissen, das man methodisch erwerben kann wie in den exakten Wissenschaften. (Dies braucht man allerdings auch!) Und man braucht auch nicht nur nur ein hermeneutisches Spezialwissen wie in den Geisteswis senschaften. (Dies braucht man allerdings auch!) Sondern vor allem braucht man die seltene und schwer zu fassende Ressource „kulturelles Kapital“. Das heißt: Man muss Anspielungen verstehen können, man braucht eine gewisse Selbstsicherheit im Auf treten, man muss mit den kulturellen Codes der Gesellschaft vertraut sein.

    „Herr“ Lau! Nicht mit „hermeneutischem Spezialwissen und „kulturellen Codes“ kommen. Die simple Wahrheit ist, daß linke Wichte wie sie die Kulturbereicherung im eigenen Bereich mit Beißen und Kratzen fernhalten! Ja?!??!! Genauso wie die eigene Einzelkinderbrut auf Privatschulen kommt, und man selbst im Nobelbezirk mit 0.03% wohlbetuchter „Migranten“ wohnt. Es ist ja nicht zu fassen wie hier gewohnheitsmäßig gelogen wird!

    Marwa? Keiner schert sich um deutsche Opfer. Warum soll man sich um islamische Opfer scheren?

    Sarrazin? Hat natürlich zu 100% Recht!

    usw, usf

    Lau spinnt einfach. Lau ist ein moderner Hochstapler und Kurpfuscher, und lebt wie so viele von der Sorte sehr gut davon. Weil sich die Leute so gerne anlügen lassen.

    • 8. Juli 2010 um 17:18 Uhr
    • Black
  11. 11.

    Ein weiteres typisches beispiel für einseitige betrachtung eines problems:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1219884/

    interessant ist dabei, daß *nur* eine Seite betrachtet wird, es abrer nicht auch einmal wahrgenommen wird als möglichkeit der Befreiung eben von traditionellen Zwängen – hier wird auch von frauen geredet, die eben nicht für einen gang zu einer behörde oder zu einem gericht bereit sind, das Kopftuch abzusetze in dieser zeit.

    Wenn auf der einen seite konstatiert wird, daß zu viele Medien einseitig negativ vom islam berichten, dann stimmt auch, daß so manche, ebenfalls viele, medien einseitig positiv für moslime partei ergreifen.
    Ein ausgewogenes, und alle seiten gleichermaßen berücksichtigende Sichtweise findet man dahingehend selten.
    Es ist ähnlich wie bei *ihrer* Problematisierung *Islamophobie* @ lau – sie konstatieren udn problematisieren zu recht einen bestimmten Umgang in diesem Diskurs von solchen kampfbegriffen wie eben *Islam* und angedeutet *rassismus* , behalten sich, auch zu recht, vor damit noch nicht kritik an der ‚kritik‘ per se für falsch zu halten, sondern nur solche, die eben einseitig einen diskurs unterdrücken will. Gleichseitig aber reflektieren sie nicht/zu wenig auf die *Positive* Berichterstattung über den *Islam*, nämlich diejenige, die eben eine kulturell-religiöse ursache ausschließt udn die ursachen in allem anderen alleine sucht. Genauso, wie es leute gibt, die *islamophobie* so definieren, gibt es eben auch Leute, Journalisten, die diese Definitionen zustimmen und nach ihnen berichte über fehlverhalten im *islam* nie was mit eben dem islam zu tun hätte.
    das verhalten der Medien ist eben nicht so, daß sie *Nur* den islam angreifen 8negativ berichten), sondern auch so, daß sie den islam reinwaschen (den Islam in seienr sozio-kulturellen verstrickungen mit handlungsmodivationen ausklammern als mögliche ursache – z. b. dadurch, daß eben nicht mehr z. b. bei straftaten vom ‚Muslimischen‘ hintergrund geredet wird, sondern allgemein von *Südländern*, was dann bis zur fälschung des namens geht (einen deutschen vornamen anstatt den echten einzusetzen)) Auch diese aspekte gehören zum umgang der medien mit der thematik.

    • 8. Juli 2010 um 17:21 Uhr
    • Zagreus
  12. 12.

    Wenn es stimmt dass die meisten deutschen Journalisten rot-gruen Waehler sind dann muss man sich wunder warum dann angeblich immer nur negativ ueber Muslime berichtet wird. Kann das nicht vielleicht auch damit zu tun haben dass Muslime oefter die Ursache fuer negative Berichte in der Presse sind?

    • 8. Juli 2010 um 17:23 Uhr
    • karin bryant
  13. 13.

    Berichtigung zu meinem Post #11:
    „[…] Diskurs von solchen kampfbegriffen wie eben *Islam* und angedeutet *rassismus* […]“

    Hier muss stehen anstatt *Islam* *Islamophobie*.

    • 8. Juli 2010 um 17:36 Uhr
    • Zagreus
  14. 14.

    Einzelkinderbrut

    Lau spinnt einfach. Lau ist ein moderner Hochstapler und Kurpfuscher

    Eigentlich gute Gründe, black raus zu schmeissen.

  15. 15.

    @ Andreas Wetter: Ach ja. Den habe ich schon rausgeschmissen, aber er hat solche Sehnsucht nach meiner Hochstapelei, dass er immer heimlich mitliest.
    Ich finde es gut, durch solche Leute immer wieder daran erinnert zu werden, wie fragil das Verständnis von Zusammenleben hier ist. Wieviel Hass es gibt auf unsere Welt zwischen den Polen von Salafisten und „Blacks“.
    Das hält einen wach.

    • 8. Juli 2010 um 18:01 Uhr
    • Jörg Lau
  16. 16.

    „unsere Welt zwischen den Polen von Salafisten und “Blacks”.“

    So sieht es aus. Problematisch ist es für Leute wie mich, die mit beiden Polen schon angebandelt haben. Sowohl mit Deutschnazis als auch Islamfaschos Probleme gehabt hatten. Auf allen Ebenen.

    Ein perfekter Platz zwischen allen Stühlen.

    • 8. Juli 2010 um 18:14 Uhr
    • Bergpalme
  17. 17.

    Schönes Wetterchen heute.

    • 8. Juli 2010 um 18:15 Uhr
    • Bergpalme
  18. 18.

    29 Grad in Berlin, genau das richtige für Palmen 😉

  19. 19.

    Herr Lau,

    http://www.mediatenor.de/newsletters.php?id_news=704

    hier können Sie sich über das Medienbild von Moslems schlau machen.

    Die wesentlich Fehlleistung weiter Teile der deutschen Presse (FinTimesDE rühmliche Ausnahme) und deutscher Intellektualität im Fall Sarrazin war und ist, dass Ihn keiner erklären lässt, wie er auf 70% unproduktiver also unnützter Türk&Arabs in Berlin kommt. Sobald er das versucht, wird die Debilität in seinen Aussagen offenbar werden.

    Nur weil man Definitionen für Islamophobie dumm zu setzen versucht hat, braucht man den Begriff nicht zu verhunzen. Eine Phobie ist treffend, wenn man das Bedürfnis, unwahre Aussagen über Moslems zu treffen und unter keinen Umständen mit der realität abzugleichen, als solche erklärt.

  20. 20.

    etwas OT, scheint aber völlig untergegangen zu sein:

    Nasr Abu Zayd verstarb am Montag.

    http://www.nytimes.com/2010/07/06/world/middleeast/06zayd.html?_r=1

  21. 21.

    @Lau

    Schön, daß sie hier etwas über die reale Welt mitbekommen, obwohl sie es natürlich wieder völlig falsch interpretieren.

    Leider, leider haben sie ja kaum „Kollegen mit Migrationshintergrund“ in ihrer Branche, wie sie selbst schreiben, weil die ja leider, leider mit den „kulturellen Codes“ nicht vertraut sind.

    weiter:
    Worüber sich die Leute aufregen, was sie lustig finden und was abstoßend, das muss man in dieser Branche erspüren können, um Erfolg zu haben. Das sind Qualifikatio nen, die man so leicht an keiner Journalistenschule erwerben kann.

    LATÜRNICH!!!

    Das soll keine Entschuldigung dafür sein, dass so wenige Journalisten bisher „neue Deutsche“ sind. Nur eine Erklärung, die nüchtern auf das Gewerbe schaut und nicht von vornherein von einer systematischen Diskriminierung ausgeht. Ich prophezeie, dass sich in absehbarer Zeit vieles ändern wird.

    LATÜRNICH! „Nur“ eine Erklärung. Eine ganz logische! Nur der ordinäre Pöbel, der seine gewissen Erfahrungen mit gewissen Migranten gemacht hat, der braucht sich gleich gar nicht entschuldigen, der ist ein NAZI!

    LATÜRNICH gibt’s in der ZEIT überhaupt keine systematische Diskriminierung! Aber in absehbarer Zeit wird sich vieles ändern. Ganz sicher!

    Vielleicht besucht die gesamte ZEIT-Redaktion einmal einen Integrationskurs, um sich ihrer Vorurteile bewußt zu werden. Vielleicht gleich noch einen zweiten, um ihre Vorurteile gegenüber der heimischen Bevölkerung abzubauen.

    • 8. Juli 2010 um 19:02 Uhr
    • Black
  22. 22.

    die Medien berichten deshalb negativ über den Islam,
    weil es nichts positives zu berichten gibt.
    In der islamischen Kultur ist einfach alles schlechter
    und unfreier als bei uns. Ausnahmslos alles.
    Der Islam ist das exakte Gegenteil unserer Kultur.

    • 8. Juli 2010 um 19:51 Uhr
    • Bravoleser
  23. 23.

    fand den vortrag sehr gut, ringvorlesungen sind eh die besten!

    lustig, wie man an den kommentaren direkt alles bestätigt bekommt, was im vortrag thematisiert wurde :)

    • 8. Juli 2010 um 20:14 Uhr
    • Sinimaus
  24. 24.

    Willkommen im beim neuen Adel, Herr Lau.

    Sie wunderten sich:
    Islamwis­senschaftler wie viele von Ihnen hier bin ich nicht. Ich spreche weder türkisch noch arabisch und habe auch nicht Theologie oder Islamkunde studiert.
    Trotzdem haben Sie mich ja eingeladen. Sie werden sich schon was dabei ge­dacht haben.

    Dies kann man mit einem wirklich großartigen Gedanken vom Blogger Manfred beantworten.
    http://www.korrektheiten.com/2010/05/13/globalisierung-globale-eliten-ideologie-totalitarismus/
    „Auf diese Weise ist es ihm [dem neuen Adel] auch möglich, Heerscharen von Mitläufern zu rekrutieren, ohne sie zu bezahlen. Der Wissenschaftsproletarier auf seiner befristeten Drittelstelle; der „freie“, weil zeilenweise bezahlte Journalist; der Lehrer, …

    Aus der Sicht des Neuen Adels ist die Fadenscheinigkeit seiner ideologischen Konstrukte – etwa der „Diskriminierung“, des „Gender Mainstreaming“ oder der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ – durchaus funktional, gerade weil jeder Plattkopf sie durchschaut.

    Wer sie dagegen bejaht, bekundet dadurch seine Bereitschaft zu glauben, was er glauben soll, also zur ideologischen Unterwerfung. Nicht trotz, sondern wegen ihrer haarsträubenden Dummheit und surrealistischen Wirklichkeitsferne eignen sie sich perfekt als das moderne Äquivalent zum Gesslerhut.“

    Die Pfeiffer-Studien sind übrigens „etwas“ zu hoch für Sie, besorgen Sie sich solide Statistik-Kenntnisse, dann kann man weiterreden.

    • 8. Juli 2010 um 20:15 Uhr
    • Dkoe
  25. 25.

    Wenn ich mir den (ersten) Kommentar von @black so durchlese, kommt mir vieles an Bezeichnungen, die Wortwahl sehr bekannt vor.
    Vieles von dem liest man auf der Hetzplattform PI, auf der dieser User wohl regelmäßig sein „Futter“ holt.
    Natürlich gibt es Probleme mit einer Reihe von jugendlichen Muslimen, jenen, die integrationsunwillig sind, aber, man sollte weder diese Problemfälle bagatellisieren, noch sollte man aber auch nicht so tun, als wären die meisten Muslime Scharia-Befürworter oder würden unser GG nicht respektieren.
    Das Bild, dass beispielsweise PI abgibt, wenn es um den Islam an sich geht, ist nur so von Unkenntnis und Hass geprägt sowie vielerorts auf Lügen und Verdrehungen aufgebaut, dass es nur noch weh‘ tut.

    • 8. Juli 2010 um 20:16 Uhr
    • Uwe K.
  26. 26.

    Wie war denn die anschliessende Diskussion?

    • 8. Juli 2010 um 20:21 Uhr
    • Leutnant Gustl
  27. 27.

    @ Uwe K.

    […]Muslime Scharia-Befürworter oder würden unser GG nicht respektieren.

    Woher wissen sie dass – das (gläubige) Muslime in ihrer Mehrheit wirklich keine shariabefürworter sind (z. b. in teilaspekten , was z. b. heiratsverhalten anbelangt) oder das GG in allen aspekten akzeptieren, also ÜBER dem stellen, was als Gottliches Recht von z. b. der sunna her kommuniziert wird?
    Oder reden sie z. b. gar nicht von gläubigen muslimen, und verwenden den ausdruck auch für leute, die z. b. dezitierte, bekennende Atheisten sind, und nur aus einem ‚islamischen‘ Kulturkreis entstammen… ?

    • 8. Juli 2010 um 21:14 Uhr
    • Zagreus
  28. 28.

    Was für ein Geschwafel um den heissen Brei herum!

    Das Islambild hat mit dem Islam zu tun.

  29. 29.

    —Uwe K.

    Klären Sie die Unkundigen auf, stellen Sie die Lügen bloss.

  30. 30.

    Wenn alle glauben, sie hätten gewonnen, kann etwas nicht stimmen.

    Die Muslime haben jedenfalls nicht gewonnen. Der Karikaturenstreit war der Angriff auf die Meinungsfreiheit, und ist auch so verstanden worden. Die Möchtegern-Weltherrscher haben die Katze zu früh aus dem Sack gelassen.

    Der Minarett-Entscheid ist die Konsequenz davon – und der steht pars pro toto für die Sicht im Westen heute.

  31. 31.

    Uwe K.:
    Ich nehme mein Islambild mehr aus Pakistan, wo -von unseren Medien nur wenig beachtet- wöchentlich Terroranschläge von radikalen Muslimen mit vielen Toten gegen weniger radikale oder andere Muslime und Unschuldige stattfinden. Das sind MORDE im Namen des Islam.
    Wo bleiben da die Proteste in der ismlamischen Welt?

    • 8. Juli 2010 um 23:10 Uhr
    • BerndL
  32. 32.

    Sehr interessantes Interview auf der Jungle World zum Iran (&Antisemitismus):

    http://jungle-world.com/artikel/2010/27/41289.html

    gefunden auf achse des Guten.

    • 8. Juli 2010 um 23:35 Uhr
    • Zagreus
  33. 33.

    Was soll das heißen? Damit erklären Sie die Muslime zu „gefährlichen Feinden“ genau so wie es Karadzic in Bosnian auch getan hat. Dann kann ich von Ihnen also annehmen, Sie befürworten den völkermörderisdchen serbischen Kreuzzug in Bosnien und würden antimuslimischen Pogromen oder der Beschränkung der Rechte von Muslimen hierzulande auch nicht entgegenstehen. Und kommen Sie mir nicht damit, dass „in muslimischen Ländern die Christen unterdrückt werden“; denn das ist keine Rechtfertigung um hier dann im Gegenzug die Muslime schlecht zu behandeln. Das ist dann genau so wie die Völkermörder in Bosnien sagen „Wir haben 500 Jahre osmanische Unterdrückung erlitten und jetzt bekommmen es die balije (für die, die es schon vergessen haben, balije ist die abwertende serbische Bezeichnung für die bosnischen Muslime) zurück!“ Lassen Sie sich gesagt sein, bloß weil ich bin was ich bin stelle ich doch keine Gefahr für die Allgemeinheit dar! Wie können Sie oder irgendeiner es wagen, mich dafür zu verurteilen! Ich bin also der „gefährliche Feind“ Damit fängt es an. So hat es hier 1933 auch angefangen, und in Bosnien, in Ruanda, bei allen Völkermorden! Das ist Faschismus! Faschismus ist heimtückisch und hinterlistig! Er kommt immer durch die Hintertür. Von Menschen zu sagen sie seien der „gefährliche Feind in unserer Mitte, der uns unterwandert“ ist der erste Schritt auf einer rutschigen und zunehmend steilen Bahn, und man staunt immer wieder wie schnell man an den Punkt ohne Wiederkehr kommt und geradewegs in die Hölle rutscht! Es braucht nur die (absichtlich herbeigeführte) „Weltwirtschftskrise“ mal so richtig durchzuschlagen wie 1929, und dann brennen hier bald die ersten Moscheen! Dann wird anti-muslimische Legislation eingeführt, und alle die braven Leute werden dann zu Völkermördern! Die SS-Männer, die Techetniks, die Janjaweed, das sind doch alles keine Psychopathen und Soziopathen, sondern im Gegenteil, ganz normale, brave, gesetzetreue Bürger, gute Familienväter, gottesfürchtige Leute sogar, die keiner Fliege etwas zuleide tun können, aber sobald irgendein „Führer“ ihnen sagt „Das ist der gefährliche Feind in unserer Mitte,der uns unterwandern will, töte ihn, oder du gehörst nicht zu uns!“ tun sie es ohne mit der Wimper zu zucken. Wehret den Anfängen! Wer Leute auf diese Weise dämonisiert und delegitimiert, der übt nicht „Islamkritik“ aus, der macht nicht von seiner „Redefreiheit“ Gebrauch, der ruft zum Völkermord auf! Das meiste was ich vonn Leutebn wie euch höre ist nicjht „berechtihgte Kritik am Islam“ oder „…das darf doch mal gesagt werden!“, sondern übelste rassistische, faschistische, fremdenfeindliche Hasstiraden, Propagandalügen und völkermörderische Hetze, wie wir sie hier seit den Nazis nicht mehr hatten! Da könnt ihr noch so oft sagen ihr wäret keine Faschisten! Ein Geert Wilders hat ja auch nicht viel mehr zu bieten außer Hasstiraden und billige Dewmagogie, aber sonst nichts dahinter! Man könnte das als heiße Luft abtun. Aber ihr sagt zu uns: „Ihr dürft nicht als Muslime unter uns leben!“ Dann: „Ihr dürft nicht unter uns leben!“ Schließlich „Ihr dürft nicht leben!“ Leute mit Ansichten wie Ihre, werter Herr, das gibt Daniel Jonah Goldhagen und seiner Ansicht von den „willigen Vollstreckern“ Recht! Ich werde zwar niemanden angreifen, aber glauben Sie ja nicht, dass ich mich wie ein Schaf zur SChlachtbank führen lassen werde, wie die Juden unter den Nazis oder die Leute von Srebrenica! Ihr habt Srebrenica schon vergessen, ich nicht! Solange ich lebe nicht! Srebrenica, das hat mir gezeigt was sich selbst als gute Christen bezeichnende Menschen von uns Muslimen denken! Aber glaubt ja nicht, dass das Kreuz den Halbmond aus Bosnien vertreiben wird! Gebt euch da keinen Illusionen hin! Ihr solltet lernen, Muslime endlich mit dem gleichen Respekt zu behandeln, den ihr von uns erwartet, aber ihr denkt ja nicht daran. Was wollt ihr Islamophoben eigentlich, den totalen Krieg gegen die Muslime? Seid ihr wirklich so verblendet zu glauben, ihr würdet damit durchkommen? Ach, was verschwende ich mit euch meine Zeit, mit einem Islamophoben kann man nicht diskutieren. Ich hoffe nur, dass etwas klügere Leute ihre Hasstiraden durchschauen.

    • 9. Juli 2010 um 01:04 Uhr
    • Abdulmajid
  34. 34.

    >Immer mehr Muslime in Deutschland, Frankreich und Großbritannien glauben nicht, dass die Mainstream-Medien ausgewogen über sie berichten.

    Hehe, das Problem der Medien ist doch eher, nicht nur Muslime, kein Mensch glaubt mehr, dass die Mainstream-Medien ausgewogen berichten.

    In dem Punkt sind sich alle einig Rechte, Linke, Muslime und PI.

    • 9. Juli 2010 um 01:19 Uhr
    • PBUH
  35. 35.

    >Und kommen Sie mir nicht damit, dass “in muslimischen Ländern die Christen unterdrückt werden”; denn das ist keine Rechtfertigung um hier dann im Gegenzug die Muslime schlecht zu behandeln.

    Warum eigentlich nicht ?

    • 9. Juli 2010 um 01:25 Uhr
    • PBUH
  36. 36.

    @Abdulmajid

    So hat es hier 1933 auch angefangen,

    Mal was von Godwin’s law gehört? Offenbar nicht – von Absätzen ganz zu schweigen.

    @PBUH

    >Und kommen Sie mir nicht damit, dass “in muslimischen Ländern die Christen unterdrückt werden”; denn das ist keine Rechtfertigung um hier dann im Gegenzug die Muslime schlecht zu behandeln.

    Warum eigentlich nicht ?

    Vielleicht, weil wir den Anspruch erheben, zivilisiert zu sein, und daneben so etwas wie eine Verfassung haben, die – aus gutem Grund – grundsätzlich jedem (und unabhängig von seinem Glauben) bestimmte Grundrechte zusichert?

    Ärgerlich und verachtenswert ist es zwar schon, dass Gestalten wie z.B. Abdulmajid offenbar gar nichts dabei finden, dass Andersgläubige in mehrheitlich muslimischen Ländern massiv diskriminiert, z.T. sogar brutal verfolgt werden. Auch ist es absurd, wenn solche Gestalten dessen ungeachtet größten Respekt für sich einfordern – obwohl sie selbst nicht einmal ein knappes Wort der Kritik an dieser Praxis finden können. Stattdessen wird dann – wie üblich – über vorgebliche Islamophobie gebrabbelt (Apropos: Wieso hört man eigentlich nie von Christen- oder etwa Atheistenphobie; ist diese doch in manchen Ländern gar Gesetz?).

    Allerdings kann das von anderen begangene Unrecht niemals ein Grund sein, selbst mit zivilisatorischen Grundwerten zu brechen und friedfertige Menschen nur deshalb schlechter zu behandeln, weil sie einem bestimmten Glauben anhängen.

    • 9. Juli 2010 um 01:50 Uhr
    • NKB
  37. 37.

    PS: @Abdulmajid

    Es braucht nur die (absichtlich herbeigeführte) “Weltwirtschftskrise” mal so richtig durchzuschlagen wie 1929, und dann brennen hier bald die ersten Moscheen!

    Sie scheinen sich das fast zu wünschen…

    Ihr solltet lernen, Muslime endlich mit dem gleichen Respekt zu behandeln, den ihr von uns erwartet, aber ihr denkt ja nicht daran.

    Ziemlich absurd, so daher zu schwallen, wo Sie doch vorher eiferten:

    Und kommen Sie mir nicht damit, dass “in muslimischen Ländern die Christen unterdrückt werden”; denn das ist keine Rechtfertigung um hier dann im Gegenzug die Muslime schlecht zu behandeln.

    Hat diese schlechte Behandlung in Ihren Augen etwas damit zu tun, andere mit dem Respekt zu behandeln, den man selbst erwartet?

    Auch wenn man Ihnen zugutehalten muss, dass Sie sich bestimmt nicht persönlich für die Politik z.B. in Saudi-Arabien verantwortlich zeichnen, so sagt es doch schon einiges über Sie aus, dass Sie zwar um diese widerwärtige Diskriminierung, ja Verfolgung von Andersgläubigen wissen, aber kein Wort der Kritik dafür finden. Denken Sie nicht, dass das Ihrerseits von einer gewissen Wertsetzung zeugt?

    Vielleicht erklären Sie mir bei dieser Gelegenheit im Übrigen einmal, in welchen westlichen Ländern Muslime derzeit systematisch verfolgt würden, zumal staatlicherseits. Wenn es tatsächlich welche gäbe, wären Ihre Aussagen hier nicht ganz absurd und unverschämt. Mir sind jedoch keine solchen Länder bekannt…

    das hat mir gezeigt was sich selbst als gute Christen bezeichnende Menschen von uns Muslimen denken!

    Gut, dass wenigstens Sie frei sind von jedem Vorurteil.

    Ich hoffe nur, dass etwas klügere Leute ihre Hasstiraden durchschauen.

    Ich denke, dass kluge Leute vor allem auch Ihre Hasstiraden durschauen werden.

    • 9. Juli 2010 um 02:02 Uhr
    • NKB
  38. 38.

    Ein wunderbarer Vortrag. Reich an Einsichten, immer sachlich und differenziert, immer am Puls des Problems.

    Ob diejenigen, die den Vortrag hier kritisieren, ihn auch wirklich ganz und aufmerksam gelesen haben? (Ich vermute, sie schaffen das nicht, sie muten es sich nicht zu. Schade.)

    • 9. Juli 2010 um 02:15 Uhr
    • Loewe
  39. 39.

    @Loewe

    Ob diejenigen, die den Vortrag hier kritisieren, ihn auch wirklich ganz und aufmerksam gelesen haben? (Ich vermute, sie schaffen das nicht, sie muten es sich nicht zu. Schade.)

    Haben denn SIE den Vortrag ernstlich ganz gelesen?

    So wie die Rechte akzeptiert hat, dass wir ein Einwande­rungsland sind, hat die Linke sich stillschweigend von der naiven Idee verabschiedet, Einwanderung sei automatisch eine Bereicherung und Multikulturalismus ein Selbst­läufer

    Ich denke da – nicht nur bei Ihnen – an: venire contra factum proprium.

    • 9. Juli 2010 um 02:24 Uhr
    • NKB
  40. 40.

    Ein interessanter Vortrag, auch wenn einige Teile davon nur bedingt meine Zustimmung finden und mir vieles allzu schönfärberisch vorkommt. Ich will es jedoch bei zwei Anmerkungen, eher am Rand, belassen:

    Sarrazin selber scheint sich erschrocken zu haben: Ob seine Entschul­digung, offenbar sei »nicht jede Formulierung gelungen« gewesen, darauf hindeutet, dass ihm die Enthemmung mancher seiner Unterstützer selber unheimlich geworden ist?

    Das denke ich nicht. Warum sollte Sarrazin sonst einige Monate später wieder ins selbe Horn gestoßen haben, als er erklärte, die Zuwanderung (namentlich von Türken und Arabern) verdumme Deutschland?

    Wie so oft scheint mir da bei Ihnen der Wunsch Vater des Gedankens zu sein. Von Sarrazin haben wir diesbezüglich aber wohl nicht das letzte Mal gehört.

    Eine türkisch-islamische Hilfsorganisation namens IHH steckte hinter dem Un­ternehmen.

    Interessant, dass Sie – mindestens der Tendenz nach – wohl noch immer Thummans „Bewertung“ der IHH folgen wollen. Selbst Wikipedia verzichtet inzwischen darauf, besagten Verein ohne weiteres als Hilfsorganisation zu titulieren (wenn auch die IHH, offenbar mangels Alternativen, gleichwohl unter dieser Kategorie geführt wird).

    Wünschenswert wäre in jedem Fall gewesen, es nicht bei einer lapidaren – und fast schon Tatsachen entstellenden – Bemerkung zu belassen, dass es sich bei der IHH lediglich um eine türkisch-islamische Hilfsorganisation handele. Schließlich dürfte besagte Organisation wegen ihrer Kontakte eher schon dem islamistischen Spektrum zuzuordnen sein und war vor allem das der Grund für die Eskalation an Bord der „Mavi Marmara“.

    • 9. Juli 2010 um 02:52 Uhr
    • NKB
  41. 41.

    @ NKB

    Allerdings kann das von anderen begangene Unrecht niemals ein Grund sein, selbst mit zivilisatorischen Grundwerten zu brechen und friedfertige Menschen nur deshalb schlechter zu behandeln, weil sie einem bestimmten Glauben anhängen.

    Da kann ich ihnen nicht zustimmen, lieber NKB – einfach deshalb, weil sie im grunde jede Überzeugung, weltsicht, so mörderisch sie auch sei, damit freisprechen.
    ihr nachsatz: „[…] weil sie einen bestimmten Glauben anhängen. “ ist nämlich ein Freibrief, da unter ‚bestimmten Glauben‘ auch alle erscheinungsformen fallen, die menschenverachtend und mörderisch ist. Ein bestimmter Glaube ist im Grunde auch nichtsd anders als eine bestimmte weltanschauung und enthält neben sehr viele Aussagen darüber, was der mensch sei, welchen Platz er in der welt, auch zu seinen Mitmenschen einnehmen solle usw… Er beschränkt sich eben nie darauf zu sagen: es gibt etwas transzendes, oder es gibt einen Gott, sondern dieser ist immer ‚ausgeschmückt‘ udn hat immer einen Einfluss, stellt immer Forderungen (erwartungen) an zumindest seine Gläubige und es gibt immer eine unterscheidung zwischen gläubigen udn nichtgläubige, dessen verhältnisse zueinander geregelt ist. Selbst wenn man nun irgendeine heiliges schriftstück nimmt, und dort dann ein großes Durcheinander, viele Metaphern und Allegorien etc… vorfindet und es so eine große spannbreite an möglichen interpretationen gibt – der einzelne gläubige hat in konkreten fällen dann doch ‚seine‘ Interpretation und hat so ‚bestimmten Glauben‘. Dieser kann sehr wohl menschenverachtend und sehr mörderisch sein.
    Zu sagen, daß man Menschen nicht wegen ihres Glaubens ablehnen darf heisst in der Konsequenz: ich darf Menschen nicht wegen ihrer Weltanschauung ablehnen, so mörderisch sie auch sei. Ja, ich darf Menschen wegen gar keiner von ihnen getätigten Äußerung ablehnen, denn im Grunde ist ein Glaube genauso wie eine Weltanschauung nicht zwingend etwas durchrationalisiertes, oder durchstruktuiertes, schriftliches oder snstwie fassbares. Damit liegt es wohl immer jenseits dessen, was man mit hilfe von Verordnungen und Gesetzen fassen kann, ein in einem steten wandel sich befindendes geflächt aus Überzeugungen, Bildern und Gefühlen. Aber diese können sehr wohl zum Mord und unterdrückung hinführen.
    Schauen sie – wenn ein mensch sagen würde:
    a.) „Juden gehören vergast!“ – würden sie das ablehnen, wenn dies seine Überzeung, sein Weltsicht wäre? – ja?
    wie wäre es damit:
    b.,) „Juden sind rassische Parasiten und gehören darum vergast!“ – lehnen sie das immer noch ab, obwohl es seine Überzeugung ist, die Bestandteil seiner Weltanschauung ist? – Ja? Warum? Kein Mensch sollte doch wegen seiner Weltanschauung verfolgt und diskriminiert werden, oder doch? Das hier ist ‚bestimmte Weltanschauung‘.

    Oder wie wäre es damit: ein Mensch sagt:
    c.) „Gott Wille ist es, daß Juden vergast gehören!“ – würden sie das immer noch ablehnen, denn nun ist es regelrechter, bestimmter Glaube – hier haben wir eine religiöse Aussage [Gotes Wille ist…]; dieser Mensch von seinem Glauben her ist der Überzeugung, daß Gott will, daß Juden vergast werden müssen. Das ist bestimmter Glaube.

    Nun gibt es ein Buch, in dem steht nicht, daß Juden vergast werden müssen, aber es steht drinnen, daß Menschen zu töten sind, die nicht bereit sind zum Islam überzutreten, wenn diese nicht einer der Schriftreligionen angehören. Es stehen in dem Buch entsprechende Verse – und es gibt Menschen, die diese zumindest auch so als Gottes Wille auffassen (und dies kommunizieren). Das heisst aber nichts anders, als dass es Menschen mit dem bestimmten Glauben Islam gibt, für die Islam zumindest auch bedeutet, daß bestimmte andere Menschen getötet werden müss(t)en aufgrund ihres Glaubens [Atheisten, Naturreligionsanhänger etc….].
    ich kann also hier in Anlehnung an obrigen Satz c.) [Gottes Wille ist es, daß Juden vergast gehören] auch sagen:
    d.) „Gottes Wille ist es, daß Atheisten getötet werden müssen.“ – gewechselt hat sich hier nur: Subjekt – anstatt: Juden (als Anhänger eines bestimmten Glaubens) durch Atheisten (als Anhänger eines anderen bestimmten Glaubens) – und ‚vergasen‘ als konkrete Tötungsart, durch einen unspezifischeren Ausdruck für dasselbe Ergebnis – danach getötet worden zu sein.

    Was machen wir jetzt? Lassen wir immer noch den satz zu: „friedfertige Menschen nur deshalb schlechter zu behandeln, weil sie einem bestimmten Glauben anhängen“ gehjt nicht? Friedfertig – kann auch verstanden werden: hat nicht getötet bisher – sagt nur, es wäre richtig zu töten in solchen Fällen – findet er auch nicht tolle, aber ihm als Gläubigen steht es nicht zu über Gottes Wille zu richten ….

    Das Frustierende dabei ist: so, wie sie ihren Satz hier stehen haben, fällt eben jede Überzeugung darunter – die des Neonazis genauso wie die des [fundamentalistischen] Salafisten,… (Im GG werden religionen und Weltanschauungen auf der selben ebene gestellt).
    Interpretiere ich das soweit, wie hier, dann brauch ich nicht mehr auf weltanschauung oder ‚Glaube‘ rekurrieren, sondern kann gleich sagen: Ein Satz wie „Juden gehören vergast!“ ist genauso zu akzeptieren, wie „man sollte schwächeren helfen!“ – denn jede Meinung ist zu akzeptieren, auch diejenigen, die eben zu Mord und Totschlag aufrufen – denn genau das passiert bei einer fundamentalistischen Islam-Auslegung, das eben nicht anderes als eine Form von ‚bestimmten Glauben‘ ist. Eine fundamentalistische Islamauslegung beinhaltet eben das Wörtlich-nehmen, und eine orthodoxe beinhaltet halt sehr oft, daß eben die Sharia als Gottes Wort kommuniziert wird – damit aber auch alle ‚Gesetze‘, die die Tötung , Verstümmelung, Misshandlung Diskriminierung der ‚Schuldigen‘ oder ‚Beteiligten‘ (z. B. Zeugen) beinhalten – und somit nach unserer davon abweichenden Gesetzen und Menschenrechtsverständnissen eben Aufrufe zum Mord, zur Misshandlung und zur Diskiminierung sind.

    Will man das alles nicht, insistiert man auf ‚friedliche menschen‘ und versteht darunter : Menschen, die die Menchenrechte als Grundlage all ihrer Überzeugungen akzeptieren und nur solche Glaubensauslegungen (Weltanschauungen) darum tätigen, dann muß dass irgendwie in einem Maßstab umgewandelt werden, der eben bestimmten Glauben – nämlich bestimmte Glaubensinterpretationen als unzuläßig verbietet. Dann würden menschen wegen ihres glaubens diskriminiert und verfolgt – wie eben dann neonazis, wie eben die fundamentaliste und orthodoxe Muslime.

    Das wiederum kann ganz schnell nach hinten losgehen. Nur was wollen wir machen: jede Überzeugung zulassen (da sie letztendlich auf weltsicht beruht), oder dann doch nur die, die eine metaphysische Komponente hat (~ religion) und damit zwei klassen von menschen einrichten – die der Gläubigen und die der Nicht gläubigen, die unterschiedliche aussagen tätigen dürfen? oder generell mordaufrufe und aufrufe zu straftaten (unter die dann z. b. eben auch orthodoxe gläubige fallen, die aufrufen zu handlungen, die als mord von uns gewertet werden) verbieten?

    Oder wollen wir erst einmal neu religion definieren – z. b. sagen: religion bedeutet nur religionsausübung in form bestimmter rituale und eingeschränkter religiöser Grundaussagen?

    die von einem bestimmten Glauben abfallen – also: apostaten sind zu töten. Und es gibt menschen, die das genau so wörtlich interpretieren:
    Ihr bestimmter Glaube heisst: Islam bedeutet u. a. auch, daß Menschen, die vom Islam abfallen, zu töten seien. – Und das kommunizieren sie auch so. letztendlich ist das hier auch nciths weiter als ein Mordaufruf.

    • 9. Juli 2010 um 08:01 Uhr
    • Zagreus
  42. 42.

    ^^ letzter abschnitt bitte löschen – der wurde umformuliert weiter oben bereits einmal verwendet udn das hier ist nur überbleibsel der ersten fassung.

    • 9. Juli 2010 um 08:11 Uhr
    • Zagreus
  43. 43.

    Ich habe den Eindruck, dass die Medien eher zu gut über den Islam berichten. Zum Beispiel werden die Millionen verfolgten Christen möglichst wenig erwähnt, und die laut Pfeiffer 32% der jungen Deutsch-Muslime, die bereit sind, für ihren Glauben zu töten.

    Die 2000 Gewaltsuren und Ahadith werden auch nicht erwähnt.

    • 9. Juli 2010 um 08:51 Uhr
    • Peter Müller
  44. 44.

    Nach kurzem Lesen des Artikels möchte ich das Ergebnis wie folgt zusammenfassen:
    1. Der Islam- das sind die Guten. Wir ignoranten dummen Germans haben das nur nóch nicht richtig verstanden, wo doch der Islam jetzt zu uns gehört. Schuld daran sind auch die Medien und die Politik, die den Islam und die Muslime nicht richtig fördern.
    2. Die Bösen, da sind die Islamisten und die Rechten. Die beiden sind schuld, wenn es hier bei uns (z.B. Berlin) oder in der Welt (z.B. Terror) Probleme gibt. Der Islam ist nicht natürlich schuld.

    Was die „normale“ deutsche Bevölkerung will, hat uns nicht zu interessieren- die fragen wir besser nicht, denn die verstehen das sowieso nicht, was gut für unser Land ist.

    • 9. Juli 2010 um 08:52 Uhr
    • BerndL
  45. 45.

    Lieber Abdulmajid,
    ihr Kommentar war äußerst lesenswert. Sie haben ihre Gruppierung, ihre Denkweise, sich selbst bemerkenswert treffend dargestellt, auch wenn sie es vielleicht etwas anderes wollten.
    Nun denn, immer wieder interessant zu erfassen, wie ihrerlei so denken.

    • 9. Juli 2010 um 09:39 Uhr
    • An Abdulmajid
  46. 46.

    Islam harmlos? Wohl kaum:

    www islaminstitut de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5bfcd36e29d.0.html

    Frage: “Falls der Angriff eine Pflicht ist: Würde das bedeuten, dass wir die Länder [der Ungläubigen] angreifen müssen?”

    Antwort: “Ja. Falls wir in der [günstigen militärischen] Lage sein sollten, würden wir sie [die Ungläubigen] in ihren Hauptstädten und Ländern angreifen. Wir bitten Allah darum, uns dies zu ermöglichen.”

    Nur ein kleines Beispiel…
    Überhaupt empfehle ich einmal das Institut für Islamfragen unter www islaminstitut de zu besuchen.
    Wer sich ein wenig durch das Fatwa Archiv wühlt, sieht sehr schön wie es mit der vorgeblichen Integrationsfähigkeit des Islam aussieht.

    Solche Tatsachen verschweigt Jörg Lau natürlich gerne. Ein Dhimmi par excellence.

    • 9. Juli 2010 um 10:01 Uhr
    • Fatwa-Kundiger
  47. 47.

    ad 46 – religiöser Fundamentalismus

    Das Institut für Islamfragen ist der Evangelischen Allianz zuzuordnen. Die theologische Basis der weltweiten Evangelischen Allianz betont u.a.

    * die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift und ihre Irrtumslosigkeit in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung

  48. 48.

    @Marti
    Was soll denn immer wieder diese Geschichte mit Aischa ?
    Das wird ja dan in anderen Foren gerne genüsslich bis süffisant
    mit Islam = Kinderf** religion gleichgesetzt.
    „argumentiert“ man auf diesem niWo, und werden dann noch die diversen Schandtaten aus der Geschichte hinzugezogen( natürlich unter
    sorgsamer Vermeidung ähnlicher Grausamkeiten begangen von Mitgliedern im Namen „unseres“ Glaubens) reagiert man natürlich nur noch mit dem reflexartig hervorgebrachten Halbwissen und der Inbrunst des „empörten Aufklärers“.
    P.s . es soll Bücher der jüdischen Tradition geben in der das heirats
    fähige Alter von Mädchen beträchtlich unter dem der Aischa liegen soll, aber das scheint in den trüben Wassern, die von ihnen zum Auftanken ihres Entrüstungs-potentials vollständig ausreichen nirgendwo erwähnt zu werden noch nichtmal unter der Rubrik:Antisemitismus.

    • 9. Juli 2010 um 10:23 Uhr
    • Morgengrauen
  49. 49.

    @bravoleser
    ein tip
    Papageienfutter im heute im Angebot
    im Praktiker Baumarkt

    • 9. Juli 2010 um 10:40 Uhr
    • Morgengrauen
  50. 50.

    @ Morgengrauen

    Was soll denn immer wieder diese Geschichte mit Aischa ?
    Das wird ja dan in anderen Foren gerne genüsslich bis süffisant
    mit Islam = Kinderf** religion gleichgesetzt.
    “argumentiert” man auf diesem niWo, und werden dann noch die diversen Schandtaten aus der Geschichte hinzugezogen…

    Was das soll? Nun, genau das, was menschen heutzutage mit solchen geschichten machen.
    Z. B. , ob es aufgrund so einer Geschichte in diversen islamischen Ländern das heiratsalter von menschen sehr niedrig angesetzt wird und diverse sexuelle praktiken mit Kindern religiös beurteilt werden – z. b. Gesetze werden von menschen erlassen udn Menschen stimmen den zu – und diese sind nicht an Länder gebunden, wenn diese geetze über religion als richtig/Gottgewollt kommuniziert werden – die nehmen das dann als prinzipiell richtig nämlich mit teilweise.

    Von daher ist zumindest die Frage danach, wie innerhalb der Islamischen Diskurse mit der Geschichte *Aischa* heute (!) umgegangen wird, durchaus wichtig und richtig – und inwieweit z. b. ein a-historischer Umgang mit religiösen geschichten als richtig oder gar verbindlich kommuniziert wird.

    • 9. Juli 2010 um 10:49 Uhr
    • Zagreus
  51. 51.

    @NKB

    Der Grund für die Eskalation auf der Mavi Marmara war sicher nicht die Anwesenheit von IHH Mitgliedern sondern Israelische Besatzungspolitik, die Menschenrechte ignoriert, und zu allen Gewaltaktionen zur Errichtung von Eretz Israel bereit ist.

    Wenig schlaue Menschen wollen die Morde der IDF Piraten rechtens sehen, indem eine angebliche herrschende Lebensgefahr für die IDF Soldaten propagiert wird. Die weniger dummen fragen sich, wieso dann keiner der IDF Soldaten lebensgefährlich verletzt worden ist, obwohl manche sogar gefangen wurden, und erkennen, welch Propaganda der IDF für die vertrottelten benutzt wird.

    Fakt ist, Israel hat wieder Völkerrecht gebrochen um Völkerrechtsbruch zu erhalten. Israel hat weder ein Recht, die Gazaner einzusperren und nach belieben zu töten, noch Hilfsgüterliferanten auf offener See anzugreifen und zu ermorden. Rassisten, die Palästinensern ihre Menschenrechte aberkennen wollen, mögen das anders sehen.

    Um nochmal Bezug zum Artikel zu finden,
    <<<
    Deutschland …seine glaubwürdige, ausbalancierte Haltung im Nahen Osten.
    <<<
    SHIT !!!

    Solange Deutschland für die Schäden bezahlt, die jüdisch Israel durch permanente Sabotage irgendwelcher palästinensischer staatlicher Strukturen verursacht, und das in langer Tradition, ist das zwar eine Leistung, aber alles andere als ausbalanciert. Höchstens in einer perversen Art, so wie ein Arzt, der den folternden Gefängniswärtern derart entgegen kommt, dass er den Opfern zwar das Leben rettet, aber die ausgeübte Gewalt nicht im geringsten bekämpft. Konsequenterweise ist die Haltung der Bundesregierung zu dem Gaza Gegossenes Blei Massenmord die der bedingungslosen Unterstützung, obwohl durch die Goldstone Untersuchung die Perversion Israelischer Entrechtungs- und vernichtungspolitik längst dokumentiert ist.

    Ausbalanciert? Höchstens für perverse Palästinenserverachter, die nicht genug palästinensiche Opfer sehen können!

  52. 52.

    Sehr geehrter Herr Lau,
    ich sehe nicht die Islamphobie und bestimmte Stereotype als Hauptproblem in dieser Debatte an. Das Hauptproblem des Islams in Deutschland liegt nicht in der Wahrnehmung, sondern immer noch in der Apostatenfrage, in der Frage wie mit den anderen beiden Buchreligionen umgegangen wird, wie mit anderen Religionen zu verfahren ist und der Umgang mit Atheisten und Kritikern. Von Islam und Homosexualität möchte ich hier garnicht erst reden…
    Solange muslimische Gemeindeverteter, Verbandsvertreter und Schriftgelehrte oft auf diese Fragen maximal mit Lippenbekenntnissen reagieren oder Diskussionen um dieses Thema ignorieren, finde ich die Skepsis vieler Menschen berechtigt. Es stellt sich für mich die Frage, ob es wünschenswert ist einen Dialog mit Gruppen zu führen und diese Gruppen („der“ Islam ist nicht das Problem, sondern viele muslimische Gemeinden und Organisationen) zu tolerieren, wenn diese aktiv gegen die Werte agieren, welche wir als Basis unsrer freiheitlich-demokratischen und humanistischen Grundordnung hochalten. Wir sagen keine Macht den Nazis, auch weil wir der Meinung sind das niemand u.a. Aufgrund von seiner Religion, politischen Meinung und sexuellen Präferenzen unterdrückt oder gar ermordet werden soll. Gleichzeitig soll aber ein runder Tisch gebildet werden, wo auch Vertreter sitzen, deren Weltbild und Agenda sich nicht so sehr von dem Holger Apfel (NPD) unterscheidet. Wenn ich da Skeptisch bin, ist das nicht Islamophob, sondern meine Erziehung und Sozialisierung als Demokrat und liberaler Europäer, der aus der Geschichte gelernt hat.
    Auch zeigen Erfahrungen, daß Kompromisse mit diesen Gruppen nicht gut zu funktionieren scheinen, wie es sich am Beispiel der Einführung von Shariagerichten in London zeigt. Diese beraten und bieten Vergleiche im Familienrecht an bevor Fälle vor Gericht gehen. An diesen Gerichten ist die Gleichbehandlung der Frau, sonst in Großbritannien üblich, auf einmal, hinfällig.

    Ich will nicht, daß Menschen ermordet werden, weil sie schlechte Zeichnungen veröffentlichen, weil sie in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben oder nicht darn glauben wollen, was in einem 1400
    jahre alten Buch steht. Auch bin ich, der ich mich nicht zum Islam bekenne, kein Untermensch. Ich möchte die gleichen Rechte haben, wie alle anderen in diesem Lande. Genau das ist aber die Konsequenz, wenn wir den Gedanken zuenderdenken und diesen Gruppen erlauben sich mehr und besser in der Gesellschaft einzubringen.

    Sie sprachen das Thema Rückständigkeit an. Ich kehre zu den Apostaten zurück. Hat man diese Haltung gegenüber Apostaten, definiere ich das als rückständig, genau wie ich bestimme Gemeinden im amerikanischen Bible Belt und besstimmte katholische Gemeinden und Ansichten rückständig nenne.

    „Otto Normalmuslim“, mit seinem Bedürfnis nach Halalfleisch, regelmäßigen Gebeten, dem Traum von der Hadsch und dem Wunsch ein guter Mensch zu sein steht, ist bei diesen Debatten nicht das Problem. Unser Problem ist letzendes dieser politisierte Islam, gegen den sich die politische und mediale Öffentlichkeit zu wenig wehrt. In diesem Zusammenhang sind nicht die Kritiker, so es sich nicht um verdeckte Ausländerfeindlichkeit handelt, sondern die Beschwichtiger Islamophob. Würden sie sich anders äußern gefährteten sie den sozialen Frieden und könnten Zielscheibe von Drohungen, Übergriffen werden. auch fürchtet man den Zorn der muslimischen Welt, die per se Opfer des Westens ist und in Glaubensfragen immer recht hat (ich polaisiere hier bewußt). Am schlimmsten ist, daß das statische, monolithisches Weltbild, bestehend aus den Postmodernen Rudimenten der Dritte-Welt Romantik, des Antikolonialismus, des Multikulturalimus erschüttert wird.

    Man hat mich und meine Generation von der Schule an gelehrt, wachsam gegen Totalitarismus zu sein. Jetzt wo wir auch dank der Medien Wachsam sind und unsere Rechte verteidigen, scheint es, ob der Außenbeziehungen und der Furcht davor, daß die Debatte in verdeckte oder offene Ausländerfeindlichkeit abgleitet (was leider auch tagtäglich passiert), die Gefahr des politisierten Islams und der mit ihm einhergehenden Angriffe auf unser Grundrechte und die Grundrechte der hier lebenden Muslime verharmlost wird.

    Ich habe keine Probleme damit, wenn man in den Debatten um den Islam im Westen darauf hinweist, daß platt gesagt nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden und die Warnung zwischen Aufklärung und Meinungsmache zu unterscheiden ist wichtig. Man darf in diesen Debatten aber nie die Apostatenfrage und den Umgang mit Homosexualität, Kritkern und Abweichlern und Frauen vergessen. Die Integration muslimischer Einwanderer wird nämlich durch Gruppen, die dei westlichen Werte und Grundrechte derart infrage stellen, behindert und für eine Menschen unmöglich gemacht.

    Ein positives Beispiel zum Schluß. Der Islamrat in Norwegen lehnt die Tötung von Apostaten und Homosexuellen ab. Durch einen Zeichenwettbewerb um die beste neue Mohammed Karriatur fühlten sich viele Muslime in Norwegen ungerecht behandelt. Es gab Demonstrationen aber kaum Mordaufrufe. Der Islamrat forderte dazu auf friedlich zu demonstrieren. Daß der Islamrat in Norwegen sich dementsprechend äußert, hat mit der Haltung der Gesellschaft zu tun, die ein klare Aussagen zum Thema Frauen, Apostaten und Homosexuelle forderte und damit drohte die Gemeinden nicht anzuerkennen, sollten sie gegen die norwegischen Grundrechte verstoßen. Zu kämpfen lohnt sich also.

    Freundliche Grüsse

    Mortain

    • 9. Juli 2010 um 11:42 Uhr
    • Mortain
  53. 53.

    @Erol

    >Deutschland …seine glaubwürdige, ausbalancierte Haltung im Nahen Osten.
    <<Was die “normale” deutsche Bevölkerung will, hat uns nicht zu interessieren- die fragen wir besser nicht, denn die verstehen das sowieso nicht, was gut für unser Land ist.

    So denken diese Leute tatsächlich, aber man muss sich keine Sorgen machen, dieses Schauspiel ist nicht mehr lange durchzuhalten.

    • 9. Juli 2010 um 11:43 Uhr
    • PBUH
  54. 54.

    @Erol

    >Deutschland …seine glaubwürdige, ausbalancierte Haltung im Nahen Osten.
    SHIT !!!

    Meister Lau und seine Freunde sind eben der Meinung, keine Stellung zu beziehen ist irgendwie „ausbalanciert“ und zeugt von besonderer Weisheit.

    Nur teilt diese Meinung eben kein normaler Mensch, da kann sich die winzige Gruppe aus Polit- und Medienbonzen gegenseitig die *** lutschen so viel sie wollen.

    @BerndL

    >Was die “normale” deutsche Bevölkerung will, hat uns nicht zu interessieren- die fragen wir besser nicht, denn die verstehen das sowieso nicht, was gut für unser Land ist.

    So denken diese Leute tatsächlich, aber man muss sich keine Sorgen machen, dieses Schauspiel ist nicht mehr lange durchzuhalten.

    • 9. Juli 2010 um 11:43 Uhr
    • PBUH
  55. 55.

    @Zagreus #32

    Interessant ist das verlinkte Interview nur in dem Maß, wie man Wahrnehmungsverzerrungen kundtun kann. zusammengefasst ist der interviewte Jungiraner nicht in der Lage, die von ihm abgestrittene Äquivalenz zwischen Palästinensern und iranischen Oppositionellen zu erkennen. Er stellt die Gewaltfreiheit der grünen Bewegung gegen die Gewalt von Palästinensern, ohne zu berücksichtigen, dass die grünen Iraner nicht in Ghettos gesperrt und zur Massentötung freigegeben sind.
    Faktisch gibt es sehr wohl eine Äquivalenz zwischen der grünen Bewegung und Palästinensern, und zwar den Israelpalis. Diese werden in Israel genauso unterdrückt, geprügelt und gefoltert, wie die im Iran. Und faktisch hat er dem Israel nachgewiesenen Gewaltwillen zur Erhaltung der Palästinensischen Knechtschaft, die er anzweifelt, nur leere Phrasen entgegenzusetzen. Was auch sonst, zumal man mit dem Angriff auf die Hilfgüterlieferung den Gipfel an Gewaltbereitschaft eindrucksvoll demonstriert hat.

    Also im Ganzen, ein Interview für Weichbirnen oder jene, die sich dafür interessieren, wie Weichbirnen sich die eigene Realität zusammen bauen.

  56. 56.

    Ich frage mich manchmal, wie die anderen Migranten in Deutschland die exorbitante Berichterstattung über Moslems, und die Gleichsetzung von Migraten und Moslems sehen.

    Aber es ist nun mal so, wie es ist. Moslems machen halt am meisten Zoff. Was der Grund ist, warum so viel über sie berichtet wird.

    • 9. Juli 2010 um 12:15 Uhr
    • Samuel
  57. 57.

    @NKB 39:

    >>> So wie die Rechte akzeptiert hat, dass wir ein Einwande­rungsland sind, hat die Linke sich stillschweigend von der naiven Idee verabschiedet, Einwanderung sei automatisch eine Bereicherung und Multikulturalismus ein Selbst­läufer.<<< (= Zitat aus dem Vortrag von Lau)

    Ich stimme diesem Satz durchaus zu.
    Inwiefern sollte er denn meiner Position widersprechen?

    • 9. Juli 2010 um 12:26 Uhr
    • Loewe
  58. 58.

    —Mortain, 53

    Danke für diesen Beitrag.

  59. 59.

    @ tati: Danke. Keine Ahnung, wie der es durch den Filter geschafft hat.

    • 9. Juli 2010 um 12:37 Uhr
    • Jörg Lau
  60. 60.

    @ PBUH: „Meister Lau und seine Freunde sind eben der Meinung, keine Stellung zu beziehen ist irgendwie “ausbalanciert” und zeugt von besonderer Weisheit.

    Nur teilt diese Meinung eben kein normaler Mensch, da kann sich die winzige Gruppe aus Polit- und Medienbonzen gegenseitig die *** lutschen so viel sie wollen.“

    So denken diese Leute tatsächlich, aber man muss sich keine Sorgen machen, dieses Schauspiel ist nicht mehr lange durchzuhalten.“

    Ich war der Meinung, Sie befürworten die Sicherheitsgarantie der Bundeskanzlerin für Israel? Dass diese Haltung nicht dem Wunsch der Mehrheit hier entspricht, kann man annehmen. Ich finde sie dennoch richtig.
    Ebenso richtig: Zweistaatenlösung als Basis. Polizeiaufbau in der Westbank als deutsches Projekt mit israelischem Wohlwollen. Humanitäre Hilfe für Palästinenser. Besser wäre: mehr Druck gegen die Siedlungspolitik, die das zionistische Projekt unterminiert und den Palästinensern die Luft abschnürt.
    Aber insgesamt ist das eine balancierte Haltung, und sie ist richtig.
    Was schlagen Sie vor, Sie Stimme des Volkes?

    • 9. Juli 2010 um 12:43 Uhr
    • Jörg Lau
  61. 61.

    @Jörg Lau

    Nichts zu Danken. Bin z.Zt. nicht sehr blogfreudig – einfach zu heiss – bevorzuge das Schwimmbad….

    • 9. Juli 2010 um 12:49 Uhr
    • tati
  62. 62.

    „Ich frage mich manchmal, wie die anderen Migranten in Deutschland die exorbitante Berichterstattung über Moslems, und die Gleichsetzung von Migraten und Moslems sehen.“

    Rhetorische Frage oder ernst gemeint? Falls letzteres, dann schreibe ich da mal was zu.

    • 9. Juli 2010 um 12:54 Uhr
    • Bergpalme
  63. 63.

    Engin, Sie Einfaltspinsel, das hier ist nicht die BRD, das ist ein Privatblog. Der Blogmeister kann sie sogar nach Guantanamo verfrachten lassen, ohne dass ein Hahn danach kräht. Machen sie bloß nicht die Tür auf wenn´s klingelt.

    • 9. Juli 2010 um 13:26 Uhr
    • riccardo
  64. 64.

    Der Grund für die Eskalation auf der Mavi Marmara war sicher nicht die Anwesenheit von IHH Mitgliedern sondern Israelische Besatzungspolitik, die Menschenrechte ignoriert, und zu allen Gewaltaktionen zur Errichtung von Eretz Israel bereit ist.

    Bullshit, Bulut. Erklären Sie mir doch mal, wieso es nur an Bord jenes Schiffes zu ernsthafter Gewalt kam, auf dem die IHH ein paar gewaltbereite Islamisten versammelt hatte. Es gibt übrigens Material, das zeigt, wie sich diese angeblichen „Friedensaktivisten“ vor dem boarding der israelischen Soldaten bewaffnen und wie sie bereits im Vorfeld erklären, bereit zu sein, in den Tod zu gehen. Es gibt auch Material, das zeigt, dass die israelischen Soldaten sich zunächst nur mit Paintball-Waffen verteidigten.

    Daneben können Sie Ihre Versatzstücke hier so oft repetieren, wie Sie wollen: Eine existenzbedrohende humanitäre Krise gab es in Gaza jedoch zu keiner Zeit. Dass der Gazastreifen blockiert wird, könnte – entgegen Ihrer Meinung – weniger mit israelischer Agression und vermeintlichem israelischen „Rassismus“ zu tun haben als vielmehr damit, dass die arme, unterdrückte und ach so missverstande Hamas sich noch immer vorbehält, Israel auszulöschen und deshalb – tatsächlich völkerrechtswidrig – Rakten auf das Land feuert, in der festen Absicht, dabei Zivilisten umzubringen. Ferner wird Gilad Schalit bis heute gegen jedes Recht im Untergrund gefangen gehalten.

    Wenig schlaue Menschen wollen die Morde der IDF Piraten rechtens sehen, indem eine angebliche herrschende Lebensgefahr für die IDF Soldaten propagiert wird.

    Ach, Leute zusammenzuprügeln, mehrere Meter in die Tiefe zu stürzen und ihnen z.T. gar ein Messer in den Bauch zu rammen erzeugt natürlich keine Lebensgefahr? Daneben täuschen Sie sich, dass es bei den israelischen Soldaten keine lebensgefährlichen Verletzungen gegegeben habe; es gab nur keine Toten, und das war, ausweislich der Bilder, nur Glück geschuldet.

    Israel hat weder ein Recht, die Gazaner einzusperren und nach belieben zu töten, noch Hilfsgüterliferanten auf offener See anzugreifen und zu ermorden. Rassisten, die Palästinensern ihre Menschenrechte aberkennen wollen, mögen das anders sehen.

    Rassisten, die Israelis das Lebensrecht absprechen, weil es Israelis sind, finden es natürlich richtig, es als „Menschenrecht“ der Hamas sowie von Islamisten anzusehen, Israelis zu töten – egal, ob nun Soldaten oder Zivilisten.

    Daneben könnten Sie sich einmal darüber schlau machen, dass diese Hilfsladung z.T. aus Gütern bestand, die längst verfallen waren und die die Hamas deshalb gar nicht haben wollte (so z.B. abgelaufene Medikamente). Dass die IHH solchen Dreck umherschippert, zeugt aber natürlich davon, dass man den Palästinensern nur das Beste gönnt. Seit langem schon gehen die vermeintlichen arabischen „Brüder“ mit den Palästinensern sehr viel schlechter um, als Israel es tut. Doch dass Sie das ignorieren, ist konsequent.

    Fakt ist, Israel hat wieder Völkerrecht gebrochen um Völkerrechtsbruch zu erhalten.

    Fakt ist, dass Israel selbstverständlich eine Blockade über einen feindlichen Hafen verhängen kann. Es kann deshalb keine Rede davon sein, das boarding habe eindeutig gegen Völkerrecht verstoßen. In der Mehrzahlt juristischer Bewertungen wird dies inzwischen auch anerkannt.

    Israel hat weder ein Recht, die Gazaner einzusperren und nach belieben zu töten, noch Hilfsgüterliferanten auf offener See anzugreifen und zu ermorden. Rassisten, die Palästinensern ihre Menschenrechte aberkennen wollen, mögen das anders sehen.

    Israel hat jedes Recht, sich gegen die Hamas zu verteidigen. Wenn besagte Organisation so harmlos wäre, wie Sie weismachen wollen, hätten andere die Blockade wohl kaum unterstützt – so wie Ägypten. Über Ägypten habe ich Sie jedoch nie schimpfen gehört, nicht einmal ein bisschen. Merkwürdig, nicht?

    • 9. Juli 2010 um 13:30 Uhr
    • NKB
  65. 65.

    @Jörg Lau

    Tati bat Sie darum, einen Beitrag von Engin mit der Nummer 52 zu löschen, was Sie auch getan haben. Dadurch ist Mortains Beitrag Nr. 53 zu Beitrag Nr. 52 geworden. Darauf weise ich hin, falls man zum jetzigen Beitrag Nr. 52 zurückscrollt und sich fragt, was an Mortains Beitrag zu beanstanden gewesen sei.

    Meistens lassen Sie den Namen des „Übeltäters“ und die Nummer des Beitrags stehen und schreiben „gelöscht“.

  66. 66.

    @ Engin: Nicht nur, dass ich Ihren Text wieder gelöscht habe. Sie dürfen hier gar nichts mehr schreiben. Antisemiten fliegen raus. Punkt.

    • 9. Juli 2010 um 13:33 Uhr
    • Jörg Lau
  67. 67.

    @ Lau

    bei einer Löschung bitte nicht ‚alles‘ löschen, sondern bitte soviel lassen (und sei es nur ein kommentar von ihnen, daß gelöscht wurde), daß erkennbar bleibt, dass hier ein Post mit einer bestimmten Nr. war.
    Danke im voraus.

    @ Engin

    Wenn das wieder gelöscht wird, zweifle ich an Meinungsfreiheit und Demokratie in der BRD

    Sie wissen genau, daß das Gelöscht wird.
    Interessant ist aber: warum wird dieses (krude zeugs frisch aus dem antisemiten Verschwörungstheoretikertopf gegriffen)gelöscht und ähnlich krudes, wie z. b. religiöse Aussagen, nicht.
    Warum soll das nicth ok sein und anderes aber schon…
    Mit der geschichte der BRD zu argumentieren ist dabei selbst nur schaumschlägerei, einfach weil fast alle, die bewußt daran teilnehmen konnten, nun schon tot sind – und die brd nunmal nicht das Dritte Reich ist. Sonstige pietetische Empfindungen kann ich aber auch gegenüber allen möglichen anderen haben.

    • 9. Juli 2010 um 13:35 Uhr
    • Zagreus
  68. 68.

    @Zagreus
    „Woher wissen sie dass – das (gläubige) Muslime in ihrer Mehrheit wirklich keine shariabefürworter sind (z. b. in teilaspekten , was z. b. heiratsverhalten anbelangt) oder das GG in allen aspekten akzeptieren, also ÜBER dem stellen, was als Gottliches Recht von z. b. der sunna her kommuniziert wird?
    Oder reden sie z. b. gar nicht von gläubigen muslimen, und verwenden den ausdruck auch für leute, die z. b. dezitierte, bekennende Atheisten sind, und nur aus einem ‘islamischen’ Kulturkreis entstammen… ?“

    Um es mal auf Deutschland zu projizieren, sagt die Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ der Bertelsmann-Stiftung, dass sich 50 Prozent der Muslime als „eher gläubig“ und 36 Prozent als „sehr stark gläubig“ bezeichnen. Eine Erkenntnis der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ ist darüber hinaus, dass eine starke Religiosität keine Besonderheit muslimischer Migranten ist.
    Hierbei sollte man auch beachten, dass es im Islam, wie in kaum einer anderen Religion, soviele „Glaubens“richtungen gibt, dass es einfach fahrlässig und unverantwortlich ist, den Islam als Ganzes zu diskredieren, wie es besonders die Hetzblogs „PI“ und „Die grüne Pest“ gerne tun. Dort geht es nicht um Differenzierungen, sondern um pauschale Hetze.
    Das Beispiel der in die niedersächische Regierung berufenen Aygül Özkan, um nur eines von sehr vielen herauszugreifen, zeigt es doch ganz eindeutig, wie hierbei verfahren wird.
    Muslimischen Migranten spüren zu lassen, dass sie weiter Fremde sind, dass sie nicht wirklich dazugehören, sondern für latent bedrohlich gehalten werden – das muss sich auch auf das Selbstverständnis von Muslimen auswirken. Ihnen gegenüber immer wieder die Integration einzufordern und sie zugleich in vielem auszugrenzen – das macht das Zusammenleben nicht einfach.
    Wenn hier z.B. über die sogenannten „Mainstreammedien“ hergezogen wird, weil sie angeblich zu positiv über Muslime berichten, Kritiker blossstellen, dann zeigt mir das, dass sogenante, alternative Hetzblogs, wie u.a. die oben von mir beschriebenen lieber gesehen werden, weil man da weniger hinterfragt, seine bestehende Abneigung gegen diese Religion weiter frönen kann.
    Diese sogenannten Mainstreammedien, wer auch immer damit bezeichnet wird, die ein differenzierteres B ild vom Islam „zeichnen“ haben eine gesellschaftliche Verantwortung, u.a. auch die vielen Beispiele gelungener Integration von Muslimen aufzuzeigen. Was ich im Übrigen hier in Bochum tagtäglich in großem Maße selbst sehen und erleben kann.
    Viele Menschen gehen mit muslimischen Migranten in großer Selbstverständlichkeit um, wissen vielleicht nicht viel von ihnen, aber behandeln sie nicht als Exoten, sondern als Arbeitskollegen oder Nachbarn. Andere treten ihnen mit einer gewissen Unsicherheit gegenüber: sie wissen von Diskriminierung und Vorurteilen und möchten sich selbst besser, offener verhalten. Aber das Wissen von den Gewaltakten gegen Ausländer und die weiter bestehende Fremdheit führen zu einer großen Befangenheit Muslimen gegenüber. Diese sollte man aber versuchen, im Dialog, abzubauen. Das geht nunmal nur im offenen Dialog.

    • 9. Juli 2010 um 13:40 Uhr
    • Uwe K.
  69. 69.

    @NKB
    an Erol Bulut

    >>Seit langem schon gehen die vermeintlichen arabischen “Brüder” mit den Palästinensern sehr viel schlechter um, als Israel es tut. Doch dass Sie das ignorieren, ist konsequent.>>

    >>Lebanon’s estimated 300,000 Palestinian refugees live in appalling social and economic conditions – most of them in crowded camps that lack essential infrastructure. In 2001, Parliament passed a law prohibiting Palestinians from owning property, a right they had for decades. Lebanese law also restricts their ability to work in many areas. In 2005, Lebanon eliminated a ban on Palestinians holding most clerical and technical positions, provided they obtain a temporary work permit from the Labor Ministry, but more than 20 high-level professions remain off-limits to Palestinians.>>

    http://palestinenote.com/cs/blogs/news/archive/2010/06/19/human-rights-watch-tells-lebanon-end-discrimination-against-palestinians.aspx

  70. 70.

    @Zagreus

    Da kann ich ihnen nicht zustimmen, lieber NKB – einfach deshalb, weil sie im grunde jede Überzeugung, weltsicht, so mörderisch sie auch sei, damit freisprechen.

    Ich habe ganz bewusst von „friedlichen“ Menschen gesprochen. Das GG und unsere Strafgesetze halten ein breites und, soweit konsequent angewandt, m.E. auch vollkommen ausreichendes Instrumentarium bereit, um gegen Extremisten jeder Couleur vorzugehen, die ihre extremistischen Vorstellungen in die Tat umsetzen wollen. Daneben bin ich der Meinung, dass der „Glaube“ von Menschen so lange nicht strafwürdig ist, wie er nicht tatsächlich ein Rechtsgut verletzt oder unmittelbar darauf ausgeht. Dabei unterscheide ich im Übrigen nicht zwischen einem religiösen Bekenntnis und einer vom transzendentralen Bezug bereinigten Weltanschauung.

    Ob man die bloße Kundgabe von zum Hass aufstachelnder Meinungen für stafwürdig zu halten hat, ist eine schwierige Frage, die ich nicht mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann und will. Grundsätzlich neige ich jedoch dazu, auch Extremisten das Recht zuzugestehen, ihre extremistische Meinung zu äußern. Wenn ein Staat auf seine inneren Werte vertraut und sich in der Durchsetzung seiner übrigen Gesetze konsequent zeigt, kann, nein: muss er das sogar aushalten. Unter normalen Umständen wird das öffentliche Bekunden solcher extremistischen Meinungen sogar dazu führen, dass Menschen dafür sensibilisiert werden und die darin liegende Gefahr erkennen.

    Mir ging es im Übrigen nicht darum zu behaupten, dass Sie (oder andere) nicht das Recht hätten, andere wegen einer Überzeugung, zumal einer extremistischen und menschenverachtenden Überzeugung, abzulehnen. Der Staat – um diesen ging es hier – hat aber nicht das Recht, andere bloß wegen eines Glaubens oder wegen einer Überzeugung schlechter zu stellen, soweit – und das ist die wesentliche Einschränkung – diese Menschen dabei nicht unmittelbar auf Rechtsbruch ausgehen.

    Daneben haben Sie vollkommen recht, dass es ein Undig ist, religiöse Ideologien gegenüber nicht-religiösen zu privilegieren. Es gibt dafür keinen Anlass. Sie haben auch vollkommen recht, dass namentlich in Bezug auf den Islam häufig Augenwischerei betrieben wird. Ich habe hier oft geschrieben, dass ich Tilman Nagels Ansicht teile, dass ein orthodoxer Islam stets islamistisch ist und diese Anlagen des Koran permament relativiert werden müssen, um zu verhindern, dass sie zur Entfaltung kommen.

    Für richtig oder angemessen halte ich es aber gleichwohl nicht, deshalb z.B. ein allgemeines Minarettverbot zu verfügen (wie andernorts der Bau oder die Instandsetzung von Kirchen verboten ist). Ein solches Verbot verbietet in seiner Pauschalität nämlich nicht nur Extremisten, Symbole ihrer Machtentfaltung zu erbauen (und bisweilen sollen Minarette im Westen gewiss vor allem das sein); es verbietet auch ganz gewöhnliche Muslimen, die keinem je etwas Schlechtes tun würden, eine seit langem tradierten kultische Gepflogenheit umzusetzen, ohne dass es für diesen Eingriff in ihre Grundrechte eine ausreichende Rechtfertigung gäbe.

    Es ist nach meinem Empfinden ganz grundsätzlich eine Fehlvorstellung, zu glauben, dass die Achtung von Grundrechten und rechtsstaatlichen Werten den Westen schwach mache. Im Gegenteil: Es ist dies überhaupt erst das, was ihn auszeichnet. Aber er darf dabei auch keine falsche Toleranz walten lassen.

    • 9. Juli 2010 um 13:55 Uhr
    • NKB
  71. 71.

    @Loewe

    Ich stimme diesem Satz durchaus zu.
    Inwiefern sollte er denn meiner Position widersprechen?

    Wenn ich mir anschaue, was Sie in den letzten Tagen zu „Multikulti“ geschrieben haben – angeblich stets „bereichend“ und überdies in seiner steten Ausdehnung vorgeblich nicht aufzuhalten -, wage ich zu bezweifeln, dass Sie dem Satz:

    So wie die Rechte akzeptiert hat, dass wir ein Einwande­rungsland sind, hat die Linke sich stillschweigend von der naiven Idee verabschiedet, Einwanderung sei automatisch eine Bereicherung und Multikulturalismus ein Selbst­läufer,

    tatsächlich zustimmen können. Sind Sie selbst denn nicht vielmehr der Meinung, dass Zuwanderung (namentlich aus nicht-westlichen Ländern) stets eine Bereicherung ist und Multikulturalismus sehr wohl ein Selbstläufer?

    • 9. Juli 2010 um 14:02 Uhr
    • NKB
  72. 72.

    @Miriam G.

    Danke für den Link. Es ist aber zu erwarten, dass Bulut ihn nicht zur Kenntnis nehmen, uns dafür aber wieder einmal mit seinen immergleichen Versatzstücken zum angeblichen „Rassimus“ der Israelis behelligen wird. Die „Menschenrechte“ der Palästinenser sind Bulut eben nur wichtig, wenn sie dazu nutzbar gemacht werden können, a) gegen Israel und b) gegen die Unterstützer Israels aus dem Westen zu hetzen und sie des „Rassismus“ zeihen zu können. Das ist in der Tat ein bemerkenswert aufrichtiger Kampf gegen „Rassismus“…

    • 9. Juli 2010 um 14:12 Uhr
    • NKB
  73. 73.

    @Uwe K.

    Man mag sich sehr wohl darüber streiten, wie verlässlich diese Zahlen sind und wie brauchbar und verständlich die Formulierungen der besagten Umfragen waren, daneben sind die Ergebnisse schon etwas alt; doch unbedenklich sind derartige Werte – trotz gewisser Fortschritte – gewiss nicht:

    Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2004 halten 21 Prozent der in Deutschland befragten Muslime Grundgesetz und Koran für unvereinbar. […] Hielten 1972 nur 30 Prozent Koran und Grundgesetz für vereinbar, seien es 2004 67 Prozent gewesen. Das änderte sich aber im vergangenen Jahr [2005], als der Anteil derjenigen, die mit Ja antworteten, auf 41 Prozent zurückging; nein sagten 24 Prozent.

    Deutlich gestiegen ist mit 35 Prozent vor allem die Zahl der deutschen Muslime, die angaben, „unsicher“ zu sein oder „keine Antwort zu wissen“

    http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~EAED412C695204BEAAD3DA876D8249902~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • 9. Juli 2010 um 14:24 Uhr
    • NKB
  74. 74.

    @ Uwe

    Ihre argumentation ist von hinten bis vorne nicht schlüssig.

    Abr ich werde mir die mühe machen, es ihnen nachzuwesien und hoffe darauf, daß sie die argumente einmal durchdenken.

    Hierbei sollte man auch beachten, dass es im Islam, wie in kaum einer anderen Religion, soviele “Glaubens”richtungen gibt, dass es einfach fahrlässig und unverantwortlich ist, den Islam als Ganzes zu diskredieren […]

    Nein – hier habe ich eine andere Meinung als sie.
    Begründung:
    Die differenzierung, die sie behaupten, ist nur eine Scheindifferenzierung – um differenzieren zu können bei einem Set an (unterschiedlichen) Überzeugungen, benötige ich nicht nur eine außenperspektive wie z. b. die Unterscxhiedung Islam/Islamistisch, sondern auch interne Unterscheidungsmerkmale, mit deren Hilfe ich eben Unterschieden kann, zu selcher gruppe eine person gehört.
    Ds wären sowas wie diverse innerislamische *Glaubensrichtungen* und ihre Änhänger: Shiiten, Sunniten, Aleviten – und weitere Unterteilungen wie Salafisten, Sufisten, Wahhabiten etc…
    Sie unterscheiden sich bzl. zumindest erst einmal der (Eigen-)Benennung, aber auch bzl. diverser Inhaltlicher Aspekte.
    Die für mich aber entscheidende Unterscheidung heisst aber: Islam/Islamismus, wobei ich unter ‚Islamismus‘ jedes verständnis von der *Religion Islam* verstehe, die beansprucht, gesellschaftliche Aussagen tätigen zu müssen, z. b. in form von religiös begründeten Gesetzen, die mehr als den einzelnen gläubigen tangieren.
    Unter ‚Islam‘ verstehe ich ein rein kultisch-religiöses verständnis, dass wirklich nur den Ansrpruch auf Glaubenssausübung für einen Gläubigen bzl. sich selbst erhebt – also ohne gesellschaftlich-juristische-staatliche Aspekte.
    Nun mag es das ja geben – also Gläubige, die keinen weiterführenden Anspruch mit dem Islam verbinden – dass dumme ist aber, daß ich sie nicht unterscheiden kann. Denn Sunniten und Shiiten (aleviten nehme ich hier ausdrücklich aus) mit all ihren unteraspekten, haben sowohl die einen als auch die anderen. Es gibt die Grenze Islam/Islamismus im innerislamischen verständnis anscheinend nicht festgemacht an bestimmten islamischen Gruppierungen, die sich eben über Eigenbezeichnungen unterscheiden. De facto ist dies genau das, warum man ja sagt: der Islam würde eine ‚Aufklärung‘ bräuchen – eine Trennung zwischen Staat und ‚Kirche‘ – denn beide positionen, die islamische als auch die islamistische existieren unangefochten und im grunde ununterscheidbar nebeneinander.
    Nun haben aber auch noch untersuchugen ergeben, daß anscheinend eine durchaus erkleckliche Mehrheit der (gläubigen) Moslime zumindest partiell aspekte bejaht, die dezitiert anspruch im gesellschaftlichen bereich haben. Stimmt das, dann muss man konstatieren, dass eine mehrheit zumindest islamistische Aspekte des *Islams* bejahen – und somit sehe ich mich , der ich eben nicht zwei aufgrund interner Kriterien unterscheidbare Gruppierungen vor mir habe, gezwungen diese als eine Einheit zu sehen – denn wo ich de facto nicht unterscheiden kann, habe ich nunmal auch keinen *unterschied*. Von daher ist es konsequent, von dem *islam* zu reden bis er sich reformiert hat, oder zumindest die absolute Mehrheit der (gläubigen) Moslime theologisch die islamistischen RElemente ausgeschaltet haben oder eben sich eine erkennbare gruppe abgespalten hat, die eben einen Islam vertritt, der wirklich nur das kultisch-rituelle beinhaltet.

    Muslimischen Migranten spüren zu lassen, dass sie weiter Fremde sind, dass sie nicht wirklich dazugehören, sondern für latent bedrohlich gehalten werden – das muss sich auch auf das Selbstverständnis von Muslimen auswirken. Ihnen gegenüber immer wieder die Integration einzufordern und sie zugleich in vielem auszugrenzen – das macht das Zusammenleben nicht einfach.

    Das stimmt – das macht es nicht einfach. Einfach ist aber ihre argumentation, da sie nämlich die alleine ursache dafür bei den Einheimischen suchen, so wie sie es formuliert haben:
    […]Muslimischen Migranten spüren zu lassen[…] „.
    Opfer sind die Muslime, täter wir deutsche.
    Auffallend dabei sind aber zwei fakten:
    a.) Mit Muslimischen Migranten gibt es nicht nur in der BRD probleme, sondern europaweit, ja weltweit –> Länder wie Frankreich, Niederlande, GB, Norwegen, haben probleme mit *muslimische Migranten* genauso, wie traditionelle Einwanderungsländer wie *Australien* und slebst in Ländern wie *kanada* und der *USA*, die hier besnders streng von vorn herein aussortiert, gibt es probleme mit *muslimischen Migranten*. Und Länder oder Weltregionen, die eine traditionellen bevölkerungsgruppe haben aus Moslimen, haben teilweise ebenfalls mit denen große Probleme – wir haben die konflikte in der Ehemaligen UdSSR genauso, wie in Nigeria oder an anderen Orten mit dezitiert Muslimen (gruppierungen, die sich über den islam definieren).

    b.) Es scheint sich primär, zumindest in dieser häftigkeit, auf muslime auch zu beschränken bei einwanderungsüproblemen – vielleicht mit ausnahme der USA, die mit ihren ‚Hicspanics‘ große Probleme haben –> anscheinend aber sprachliche probleme und weniger kulturell-religiös aufgeladene. warum gibt es nicht in enstprechendem Ausmaße mit ostasiatischen nichtmuslimischen gruppierungen solche probleme? Warum ragen hier anscheinend die muslimischen Migranten so deutlich heraus?

    Vielleicht, weil ein teil der integrations-problemen von den *muslimischen Migranten* selbst verursacht wird und irgendwas mit ihrem eigenverständnissen, z. b. auf kulturell-religiösen Eigenheiten, zu tun hat – sie also weniger Opfer, sondern zumindest auch Täter sind?

    Und das man zumindest sagen muss redlichkeitshalber: es gibt eine spirale von gegenseitigen abkapseln und problemerzeugungen, anstatt nur eienr seite die schuld zuzuschreiben, wie sie es tun?
    Kann es vielleicht sein, daß die Muslimsichen Migranten sich auch so aus ganz eigenen gründen heraus selbst abkapseln, z. B. in Form von heiratsverhalten? Oder über religiöse Symboliken und Verständnisse.

    […]bestehende Abneigung gegen diese Religion […]
    Vielleicht ist es aber auch intelektuell etwas unredlich udn regelrecht bequem, wenn man immer nur in emotionalisierenden Kategorien denkt, wie z. b. ab- und zuneigungen… vielleicht hat das gar nicht viel mit ab- und zuneigung zu tun, sondern mit durchaus aus argumentationen basierenden Urteilen? Man kann nämlich durchaus eine religion in toto ablehnen, genauso wie man in toto eine komplette ideologie auch ablehnen kann – nämlich dann, wenn man z. b. begründet konstatiert, daß ein wesenselement der religion/ideologie in toto inakzeptabel ist.

    Aber das Wissen von den Gewaltakten gegen Ausländer und die weiter bestehende Fremdheit führen zu einer großen Befangenheit Muslimen gegenüber. Diese sollte man aber versuchen, im Dialog, abzubauen. Das geht nunmal nur im offenen Dialog.

    Das schlimme dabei ist, daß sie hir bereits von vorn herein zugrunde gelegt haben, daß der Islam in seinen mainstream-verständnissen positiv sei – denn nur so können sie konstatieren, daß es nur an der ‚Fremdheit‘ und ‚befangenheit‘ liegen könne, warum noch nicht ‚Vorurteile‘ abgebaut worden wären.
    Ihnen kommt gar nicht, daß fremdheit auch kulturelle fremdheit heissen könne udn dies auch etwas bedeutet, was über ‚ist halt unbekannt‘ hinausgehen könnte – nämlich das es auch aspekte geben könnte, die eben hochproblematisch sind und eben aus z. b. einer menschenrechtssicht heraus abzulehnen wären. Statt dessen wird auf ‚Muslimische Arbeitskollegen‘ – den muslimsichen gemüsehändler an der ecke^^ – verwiesen, der einem gar nicht als Moslem, sondern idR. als arbeitskollege nur entgegen tritt. Woher aber wollen sie wissen, was er z. b. über eine Ehe (seiner Tochter) mit einem Christen denkt? oder ob er denn überhaupt gläubig ist? usw…
    Und ob er die möglicherweise positive meinung auch in anderen zusammenhängen, z. b. , wenn er mit seiner gemeinde oder familie zusammen ist, ebenfalls so sieht usw…

    • 9. Juli 2010 um 14:28 Uhr
    • Zagreus
  75. 75.

    So, bin bis heute abend weg – einen schönen Nachmittag an alle noch.

    • 9. Juli 2010 um 14:39 Uhr
    • Zagreus
  76. 76.

    @NKD 72

    >>>So wie die Rechte akzeptiert hat, dass wir ein Einwande­rungsland sind, hat die Linke sich stillschweigend von der naiven Idee verabschiedet, Einwanderung sei automatisch eine Bereicherung und Multikulturalismus ein Selbst­läufer …<<<

    Ich habe auf meinem Blog einige Male Bezug genommen auf gewisse Schwierigkeiten in Berlin (und an einigen wenigen anderen Stellen in Deutschland), die mit der Migration und Integration zusammenhängen.

    Der Unterschied zwischen uns besteht u. a. auch darin, dass ich zum Beispiel meine Eltern, mein Land, meine Partei – und das Multikulturelle lieben und schätzen kann, obwohl ich gleichzeitig auch Fehler, Grenzen, Kritikpunkte, Schwierigkeiten erlebe und zum Thema mache. Manichäisch reine und absolute Bewertungen liegen mir nicht.

    Ich bin von der multikulturellen Realität in Deutschland begeistert. Das ist wirklich MEIN Deutschland: bunt, vielfältig, reich an Unterschieden, für Fremdes offen, Fremdes integrierend, von Fremdem lernend.

    Dass damit immer auch Probleme verbunden sind, und dass das auch einmal schief gehen kann, nun ja, das gehört zu den Herausforderungen der Migration.

    Bringt Einwanderung automatisch eine Bereicherung für die einheimische Kultur? – Um Gottes willen nein! Die Einwanderung des Weißen Mannes in Amerika war eine Katastrophe für die Einheimischen, ebenso die Einwanderung der Juden in Palästina für die arabischen Palästinenser. Aber praktisch alle Einwanderungen, in denen sich die Einwanderer wirklich integriert haben (und die einheimische Bevölkerung nicht dominiert haben), haben sich als bereichernd erwiesen.

    Ist Multikulturalität ein Selbstläufer? – Nur dann und nur so weit, wie wir Deutsche selber integrationsfähig und integrationswillig sind und die Voraussetzungen dafür schaffen. Glücklicherweise sind wir es im großen und ganzen.

    (Ich glaube ja nicht, dass "die Linke" jemals so völlig unkritisch war bezüglich Multikulti, wie es Lau hier unterstellt. Aber ein paar Leute auf der Linken wird es schon gegeben haben, die so naiv waren, also kann man die Unterstellung mal durchgehen lassen.)

    Hier knapp etwas Theorie dazu, ein Blick auf den Begriff Multikulti:
    http://initiativgruppe.wordpress.com/2010/03/18/die-multi-kulti-frage/

    • 9. Juli 2010 um 16:10 Uhr
    • Loewe
  77. 77.

    @ Herr Lau

    Ihre Bemühung um eine ausgewogene Sicht der aktuellen Situation allein ist schon lobenswert.

    Ich haette persönlich ein paar Kritikpunkte, aber ich verzichte auf die Erwaehnung dieser, denn wenn man unaufhörlich die leere haelfte vom Glas betrachtet, dann vergisst man zu haeufig und leichtfertig die volle haelfte zu schaetzen.

    Einen Gedanken fand ich persönlich interessant:
    „Und so bin ich heute hier. Wäre mein ursprünglicher Text erschienen, hätten sie mich womöglich nicht eingeladen.“
    Glauben Sie wirklich, dass alles nur Zufaelle sind 😉

    • 9. Juli 2010 um 16:48 Uhr
    • Mete
  78. 78.

    Danke. Ich freue mich daß der Beitrag Ihnen gefallen hat. Entschuldigen Sie bitte die vielen Fehler. Ich habe den Beitrag während der Arbeit geschrieben und wurde regelmäßig abgelenkt.

    • 9. Juli 2010 um 17:23 Uhr
    • Mortain
  79. 79.

    @Loewe

    Manichäisch reine und absolute Bewertungen liegen mir nicht.

    So? Das überrascht mich nun aber etwas. Ich habe von Ihnen, namentlich in Bezug auf „Multikulti“ und Israel, hier bislang nur absolute Bewertungen lesen können.

    Der Unterschied zwischen uns besteht u. a. auch darin, dass ich zum Beispiel meine Eltern, mein Land, meine Partei – und das Multikulturelle lieben und schätzen kann, obwohl ich gleichzeitig auch Fehler, Grenzen, Kritikpunkte, Schwierigkeiten erlebe und zum Thema mache.

    Ich denke weder, dass Sie Ihr Land lieben, noch kann ich mich daran erinnern, von Ihnen je ein aufrichtiges Wort zu Fehlern, Grenzen und Schwierigkeiten gelesen zu haben – soweit es nur um das Thema Zuwanderung und dabei um Fehler, Grenzen und Schwierigkeiten von Zuwanderern ging. Wenig überraschend schreiben Sie denn auch im Folgenden, als wollten Sie mir präventiv recht geben:

    Ist Multikulturalität ein Selbstläufer? – Nur dann und nur so weit, wie wir Deutsche selber integrationsfähig und integrationswillig sind und die Voraussetzungen dafür schaffen. Glücklicherweise sind wir es im großen und ganzen.

    Haben Sie einmal darüber nachgedacht, dass es hier auch eine andere Seite gibt? Jedes Mal, wenn Sie sich hier austoben, sehe ich mich in meiner Meinung bestätigt, dass Zuwanderer, zumal aus dem Nahen Osten, für Sie höchstwahrscheinlich nur eine Projektionsfläche für eigene Komplexe sind. Darin spiegelt sich m.E. auch die altbekannte – übrigens ihrerseits überaus rassistisch konnotierte – Attitütde gegenüber dem „Elden Wilden“ wider. Möglicherweise ist Ihnen das tatsächlich nicht bewusst – so wenig wie Sie merken, dass Ihre Aussagen sich hier vielfach antisemitisch ausgenommen haben; aber das ändert nichts daran, dass eine solche Attitüde ebenso bizarr wie schädlich ist. Wollte man eine moralische Bewertung vornehmen, fiele mir gleichfalls nicht viel ein, dafür eine Rechtfertigung zu finden.

    Ich bin von der multikulturellen Realität in Deutschland begeistert. Das ist wirklich MEIN Deutschland: bunt, vielfältig, reich an Unterschieden, für Fremdes offen, Fremdes integrierend, von Fremdem lernend.

    Ich hatte Ihnen schon einmal erklärt, dass Deutschland nicht per se dadurch besser oder schlechter wird, dass hier z.B. viele Menschen unterschiedlicher Hautfarben oder Abstammung leben oder eben nicht. Ich halte das – im Unterschied zu Ihnen – zumal hinsichtlich moralischer Kategorien für wesentlich indifferent.

    Daneben war Deutschland – entgegen Ihrer Ansicht – schon immer bunt, soweit damit gemeint sein sollte: von kultureller und menschlicher Vielfalt geprägt. Ich habe Ihnen schon mehrmals entgegegengehalten, dass Deutschland – im Herzen Europas gelegen – seit jeher notwendigerweise unter dem Einfluss verschiedenster Gruppen stand. Es ist deshalb geradezu lächerlich, ja es zeugt wohl sogar abermals von Komplexen, suggerieren zu wollen, Deutschland habe früher keine oder lediglich eine geringe Vielfalt aufzuweisen gehabt (zumal Sie offenbar verkennen, dass tatsächlich Pluralität vor allem von unterschiedlichen Menschen bedingt wird, weniger davon, woher diese Menschen stammen oder welche Hautfarbe sie haben).

    Wenn Sie Menschen nicht zuvörderst nach ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion beurteilen würden, wäre das alles auch für Sie indifferent. Aus bestimmten Gründen ist es Ihnen aber nicht egal, sondern so wichtig wie nichts anderes. Deutschland gefällt Ihnen offenbar gar nur unter der Prämisse, dass es darin viel vermeintlich „Fremdes“ gibt (wobei Sie auch noch dazu neigen, dieses „Fremde“ gegenüber dem Einheimischen zu privilegieren; man denke nur daran, welchen Unterschied Sie etwa zwischen Christentum und Islam zu machen bereit scheinen – gleichfalls eine ebenso absurde wie weit verbreitete Attitütde).

    Wenn nun ein klassischer Rechtsradikaler täte, was Sie beständig tun, nämlich den Wert von Menschen und einer Gesellschaft ausschließlich oder jedenfalls vorwiegend an ihrer „rassistischen“ Erscheinung festzumachen, fänden Sie das ganz bestimmt widerwärtig. Insoweit hätten Sie sogar recht, weil es ein unzulässiges und dümmliches Urteil ist. Unter umgekehrten Vorzeichen ergehen Sie sich aber in genau denselben irregeleiten Vorstellungen. Ich sehe deshalb zwischen Ihrer Einstellung und der eines handelsüblichen Rechtsradikalen – auf dieser wesentlichen Ebene – keinen Unterschied. Sie tarnen Ihr Gedankengut nur mehr oder minder erfolgreich, indem Sie den vorgeblichen Menschenfreund mimen. Genau das sind Sie insoweit aber eben nicht.

    Als ich Ihnen jüngst vorwarf, Ihrerseits die Nationalmannschaft ideologisch aufzuladen, ja höchstwahrscheinlich gar nur deshalb an ihr Gefallen zu finden, weil sie Ihrem „rassischen“ (zumindest aber ideologischen) Gutdünken entspricht, verzichteten Sie gleichfalls leider auf jede Erwiderung. Der Vorwurf ist aber durchaus begründet und blieb wohl auch deswegen Ihrerseits unkommentiert. Mir will nämlich nicht einleuchten, wie Sie sich einreden können, Menschen so zu nehmen, wie sie sind, wo Ihnen doch offenbar Hautfarbe, Abstammung und kulturelle Herkunft über alles gehen und den Wert einer Gesellschaft bestimmen (wobei es übrigens Rabulistik wäre, wollten Sie tatsächlich behaupten, dass Ihre Freude vor allem damit zu tun habe, dass die Deutschen mehrheitlich so offen auf andere zugehen und umgekehrt).

    Bringt Einwanderung automatisch eine Bereicherung für die einheimische Kultur? – Um Gottes willen nein! Die Einwanderung des Weißen Mannes in Amerika war eine Katastrophe für die Einheimischen, ebenso die Einwanderung der Juden in Palästina für die arabischen Palästinenser.

    Ich hatte Sie schon einmal darauf hingewiesen, dass die Juden in Palästina nicht „fremd“ sind. Vielmehr hat es dort immer schon Juden gegeben, und zwar lange, bevor z.B. der Islam enstand. Erklären Sie mir doch bitte einmal, wie Sie dazu kommen, die Juden samt und sonders als Einwanderer zu qualifizieren, die – das suggerieren Sie gewiss bewusst – den angeblichen Einheimischen, nämlich den Palästinensern, das Land gestohlen und dadurch eine Katastrophe verschuldet haben.

    Ist Ihnen außerdem bewusst, dass diese Delegitimierung der Existenz durch die Behauptung vorgeblicher Fremdheit wesentliches Element nahezu aller Völkermorde in der Menschheitsgeschichte war?

    Wie kommt es im Übrigen, dass Sie hier ausgerechnet die Indianer und die Palästinenser als Beispiele nennen, obwohl es gar nicht schwer wäre, überall auf der Welt, auch und gerade in Europa, Beispiele für Eroberung und Unterdrückung zu finden (Stichwort: edler Wilder).

    Ich glaube ja nicht, dass „die Linke“ jemals so völlig unkritisch war bezüglich Multikulti, wie es Lau hier unterstellt. Aber ein paar Leute auf der Linken wird es schon gegeben haben, die so naiv waren, also kann man die Unterstellung mal durchgehen lassen.

    Da täuschen Sie sich sehr: Lau gibt hier durchaus treffend ein lange Zeit weit verbreitetes Dogma wieder, das in ganz Europa erhebliche Probleme verursacht hat. Darauf habe ich Sie auch schon das letzte Mal hingewiesen, doch Sie wollten nicht darauf eingehen. Denn die Probleme, die wir mit Zuwanderern haben – nicht ausschließlich, aber doch vor allem aus dem islamischen Kulturkreis -, zeigen sich in ganz Westeuropa, wo ähnliche Dogmen lange Zeit den Diskurs und auch maßgeblich die Politik bestimmten. Ich denke, dass es vor allem diese „Multikulti“-Attitütde war, die die besagten Probleme verschuldet hat, indem sie a) Parallelgesellschaften erzeugt hat, die vor allem dem Spracherwerb von Zuwandererkindern abträglich waren, indem sie b) die Eigenverantwortlichkeit von Zuwanderern unterminiert und deshalb eine dauerhafte Abhängigkeit von Sozialleistungen begründet hat und indem sie c) ein ständiges Ressentiment bei der autochthonen Bevölkerung erzeugt hat, indem deren (unterstellte) „Kultur“ als im Vergleich weniger wertvoll porträtiert wurde (was auch durchaus Ziel dieser Ideologie gewesen sein dürfte; man denke nur daran, wie die Heterogenisierung Europas ideologisch gerechtfertigt wurde, nämlich mit der Gefahr durch die Europäer).

    Wie erklären Sie sich im Übrigen etwa den Umstand, dass ein Geert Wilders in den Niederlanden, ehemals vermeintlich ein Musterland von „Multikulti“, für seine Ansichten größte Zustimmung erfährt, und zwar keineswegs nur vonseiten rechtsradikaler Kräfte? Wenn es stimmen sollte, dass Sie kein Freund absoluter Bewertungen sind, müsste Ihnen dämmern, dass das durchaus maßgeblich mit den Zuständen im Land zu tun haben dürfte, die mit den Worten Theo van Gogh gut und Mohammed Bouyeri knapp gut umrissen sein dürften.

    Ich habe auf meinem Blog einige Male Bezug genommen auf gewisse Schwierigkeiten in Berlin (und an einigen wenigen anderen Stellen in Deutschland), die mit der Migration und Integration zusammenhängen.

    Ich denke nicht, dass die Bedeutung und der Umfang dieser Schwierigkeiten damit gut skizziert ist, lediglich von Berlin und einigen wenigen anderen Stellen zu sprechen. Vielmehr handelt es sich um eine existentielle Herausforderung ganz Europas. (Ich empfehle zur nicht-europäischen Sicht auf diese Probleme z.B. die Lektüre von Walter Laqueur: Die letzten Tage von Europa.)

    Dass Sie diese Schwierigkeiten nicht anerkennen wollen, mindestens das Ausmaß dramatisch kleinzureden versuchen, also offenbar gar nicht daran interessiert sind, dass man sich den Problemen offen stellt, legt für mich Ihrerseits eine große Unaufrichtigkeit nahe. Sie mögen sich ja in der Tat einbilden, diese Schwierigkeiten wären gering, oder dass es genüge, wohlfeile Augenwischerei zu betreiben, um weiter den Schlaf der der „“Gerechten schlafen zu können. Tatsächlich aber gäbe es, wären die Schwierigkeiten nicht bedeutend größer wären, als von Ihnen suggeriert, nicht den geringsten Grund, weshalb dieses Blog überhaupt existieren und wir hier schreiben sollten.

    Vorsichtshalber weise ich übrigens darauf hin, dass ich am Wochenende nicht da bin. Soweit Sie aber auf meine hier geäußerten Einwände ernsthaft antworten sollten, werde ich mich bemühen, Ihnen irgendwann in nächster Zeit meinerseits wieder eine Antwort zukommen zu lassen.

    • 9. Juli 2010 um 17:35 Uhr
    • NKB
  80. 80.

    @Mortain

    „Ein positives Beispiel zum Schluß. Der Islamrat in Norwegen lehnt die Tötung von Apostaten und Homosexuellen ab. Durch einen Zeichenwettbewerb um die beste neue Mohammed Karriatur fühlten sich viele Muslime in Norwegen ungerecht behandelt. Es gab Demonstrationen aber kaum Mordaufrufe. Der Islamrat forderte dazu auf friedlich zu demonstrieren. Daß der Islamrat in Norwegen sich dementsprechend äußert, hat mit der Haltung der Gesellschaft zu tun, die ein klare Aussagen zum Thema Frauen, Apostaten und Homosexuelle forderte und damit drohte die Gemeinden nicht anzuerkennen, sollten sie gegen die norwegischen Grundrechte verstoßen. Zu kämpfen lohnt sich also.

    Freundliche Grüsse

    Mortain“

    Sehen Sie, von Ihnen erwarte ich das nicht, aber Muslime könnten in Ihrer eigenen Geschichte bei Gelehrten wie Sadi Shirazi (ausm 12. Jahrhundert) nachlesen, dass es Homosexualitaet schon immer in islamischen Laendern gab und es um sehr viel entkrampfter behandelt und akzeptiert wurde damals, als heutzutage.

    Allerdings ist es auf der anderen Seite genauso krampfhaft, wie in so manchen Gesellschaften Homosexualitaet als eine substile Rebellion modisch gemacht wird, als würde die Freiheit der Welt von einem Loch abhaengen!

    Das eine extrem ist haesslich, aber das andere wiederum einfach nur Aufdringlich.

    • 9. Juli 2010 um 18:01 Uhr
    • Mete
  81. 81.

    @ Bergpalme
    Ja, schreiben Sie was. Es würde mich wirklich interessieren.

    • 9. Juli 2010 um 18:13 Uhr
    • Samuel
  82. 82.

    @NKB
    Ihre Einlassungen hier :
    „Eine existenzbedrohende humanitäre Krise gab es in Gaza jedoch zu keiner Zeit.“
    sind doch die reine Frechheit- ich wünsche Ihnen, dass Sie und Ihresgleichen auch nur mal für eine Woche in Gaza leben müssten.

    • 9. Juli 2010 um 18:21 Uhr
    • joshua
  83. 83.

    @ joshua
    “Eine existenzbedrohende humanitäre Krise gab es in Gaza jedoch zu keiner Zeit.”

    Doch. Die existenzbedrohende Krise heißt Hamas. Aber diese Krise haben sich die Palis selbst gewählt.

    • 9. Juli 2010 um 18:30 Uhr
    • Samuel
  84. 84.

    ging NICHT an joshua

    • 9. Juli 2010 um 18:30 Uhr
    • Samuel
  85. 85.

    @joshua

    Ihre Einlassungen hier […] sind doch die reine Frechheit- ich wünsche Ihnen, dass Sie und Ihresgleichen auch nur mal für eine Woche in Gaza leben müssten.

    Ihren Eifer in allen Ehren, doch meine Ausführungen entsprechen den Tatsachen:

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/israel/7806209/Dispatch-Just-how-hungry-is-Gaza.html

    Danke übrigens für Ihre netten Wünsche. Als Hamas-Funktionär würde ich in Gaza sicherlich ausgesprochen gut leben – und mit absoluter Sicherheit würde ich in Gaza auch als gewöhnlicher Zivilist wesentlich besser leben als etwa in Darfur; höchstwahrscheinlich würde ich in Gaza als gewöhnlicher Zivilist sogar besser leben als in einem libanesischen Lager für Palästinenser.

    Eine Frage habe ich jedoch: Würden Sie demgegenüber gerne in Sderot leben?

    • 9. Juli 2010 um 18:32 Uhr
    • NKB
  86. 86.

    @joshua
    Die Bewohner von Gaza führen freiwillig Krieg! Niemand zwingt sie dazu Selbstmordattentäter oder Raketen nach Israel zu schicken.

    Es gibt wirklich viele Regionen auf der Welt in denen Menschen ohne eigene Schuld in große Not geraten sind. Denken Sie lieber mal an diese Menschen. z.B. Aids-Waisen im südlichen Afrika.

    • 9. Juli 2010 um 18:42 Uhr
    • J.S.
  87. 87.

    Ja klar, und die Hamas diktiert verfasst augenscheinlich die
    unabhängigen Berichte der UN und des Roten Kreuzes höchstselbst.

    Übrigens wurde die Hamas gegründet um das palästinensiche Lager zu spalten aber das dürfte ja hinlänglich bekannt sein
    was weniger bekannt ist :
    „You may not be aware, for example, that Israel conspired with the Egyptian Muslim Brotherhood in 1987 to create Hamas. Israel also armed Hamas. It wanted an alternative to the PLO [Palestine Liberation Organization]. The first Intifada began in 1987. It was primarily nonviolent on the part of Palestinians (not Israelis). Israel arrested or deported most of the nonviolent leaders while allowing Sheikh [Ahmad] Yassin, Hamas’s spiritual leader, to distribute anti-Jewish hate literature calling for the violent overthrow of the Zionist government. It is far easier for Israel to portray the Palestinians as psychotic killers in order to divert the world’s attention from its strategy of land theft and ethnic cleansing and thereby deceive the world into believing the Israeli army is merely defending itself than it is to justify land theft and ethnic cleansing of Palestinians when their resistance is nonviolent.“

    http://www.redress.cc/palestine/rforer20100621

    • 9. Juli 2010 um 18:53 Uhr
    • joshua
  88. 88.

    @Joshua

    „redress“ scheint eine Website für Verschwörungstheorien häßlichser Art zu sein.

    Noch eine Kostprobe:
    >>Christopher King suggests that American support for Israel and a two-state solution to the Israeli-Palestinian conflict may stem from a desire for Israelis “to stay where they are” because Washington does not want millions of extremist, racist Jews migrating to the USA in the event of a one-state solution and the return of dispossessed Palestinians to Palestine.>>
    http://www.redress.cc/zionism/cking20090410

    @Jörg Lau

    Ich glaube, wir haben in Joshau Engin II.

  89. 89.

    @joshua

    Nette Seite, die Sie da verlinken, wirklich. Noch einen Auszug gefällig?

    Christopher King argues that it is likely that the American CIA – or Israel acting on its behalf – is responsible for recent atrocities in Iraq, in order to extend and consolidate the occupation, just as it is probable that the Times Square bomber was, wittingly or otherwise, acting for the CIA or Israel, to justify the US military intervention in South Asia.

    Daneben geben Sie leider auch die Enstehungsgeschichte der Hamas nicht ganz korrekt wieder. Hier eine etwas sachlichere Zusammenfassung:

    http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_Hamas#Before_1987

    Bei ihrer Entstehung hatte die Hamas zudem noch keinen militärischen Arm, sondern beschränkte sich vor allem darauf, in sozialen und religiösen Belangen tätig zu werden. Was hätten Sie wohl dazu gesagt, wenn Israel das nicht ermöglicht hätte? Abgesehen davon war es ein damals legitimes Ziel, die Fatah zu schwächen.

    At that time, Hamas’s focus was on „religious and social work“. The grassroots movement concentrated on social issues such as exposing corruption, administration of waqf (trusts) and organizing community projects.

    Übrigens sind die UN-Berichte natürlich nicht neutral, soweit es um Israel geht, aber selbst in diesen Berichten steht nach meiner Kenntnis nichts davon, dass es in Gaza eine tatsächliche existenzbedrohende Krise, etwa durch Hunger, gebe. Denn es gibt diese Krise nicht.

    Wie wäre es also, wenn Sie einmal eine Seite als Quelle für Ihre Position verlinken würden, die nicht von irren Verschwörungstheoretikern sowie Israel- und USA-Hassern betrieben wird?

    • 9. Juli 2010 um 19:18 Uhr
    • NKB
  90. 90.

    @joshua
    Was Sie da verbreiten ist Propaganda. Sie glauben doch nicht ernsthaft das die Palästinenser eine mit Israel verbandelte Partei wählen würden.

    Aber leider habe ich eines in all den Jahren lernen müssen. An dieser Stelle macht es keinen Sinn mehr weiter zu diskutieren. Sie sind nun mal Antiisraelisch, daran lässt sich nun nichts mehr ändern.
    Der Versuch einer Änderung käme dem Versuch gleich Ihr Geschlecht oder Ihre Hautfarbe zu ändern.

    • 9. Juli 2010 um 19:25 Uhr
    • J.S.
  91. 91.

    @J.S.
    an „Joshua“ (aka Engin?)

    >> Sie sind nun mal Antiisraelisch>>

    Wenn er Stammnutzer von „redress“ ist, dann ist er nicht nur antiisraelisch, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit auch antijüdisch, denn sonst hält man es dort nicht aus. Beim Lesen der Beiträge auf der Website blieb mir schier die Spucke weg.

  92. 92.

    „redress“ bekommt aber Konkurrenz vom „Vorwärts“ „Frankfurter Rundschau„.

  93. 93.

    @ MR

    Dann hättest du auch gleich den verantwortlichen Feuilleton-Chef Arno Widmann verlinken bzw. zitieren können. Dem ist Moshe Zimmermann zu lasch:

    Moshe Zimmermann zeigt nur, wer und was in Israel den Friedensprozess behindert, und weist selbst auf diese zentrale Schwäche des Buches hin. Eine andere Lücke verschweigt er. Könnte es nicht sein, dass die Angst vor dem Frieden auch daher rührt, dass die Israelis nur zu genau wissen, dass die Gründung des Staates Israel Unrecht war? Vielleicht rührt die Angst doch auch daher, dass man fürchtet, dafür einmal bezahlen zu müssen. So betrachtet haben wir es – nicht nur, was terroristische Angriffe angeht – mit wohlbegründeter Furcht zu tun. Die Einmauerungs- und Siedlungspolitik ist da freilich keine Lösung. Sie verstärkt die Probleme. Ohne das Eingeständnis des Grundunrechts der Staatsgründung wird es keinen Frieden geben. Wie es auch keinen Frieden geben wird, ohne dieses Grundunrecht als schrecklichen fait accompli zu akzeptieren und das Existenzrechts des Staates Israel anzuerkennen.

    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2829184_Leseempfehlung-Ein-Staat-auf-Angst-gebaut.html

    • 9. Juli 2010 um 20:37 Uhr
    • N. Neumann
  94. 94.

    NKB

    Ich hätte nicht erwartet, dass Sie Minarette und Kirchtürme gleichsetzen. In einer Kirche haben wesentlich mehr Gläubige Platz als in einem Minarett, und dies erst noch ebenerdig.

    • 9. Juli 2010 um 21:02 Uhr
    • FreeSpeech
  95. 95.

    @NKB
    „Als Hamas-Funktionär würde ich in Gaza sicherlich ausgesprochen gut leben“

    Als Funktionär in einer der großen Parteien in Deutschland lässt es sicher auch gut leben. So what? That’s the game :-).
    Da wir uns einig sind, dass Gaza das Paradies auf Erden ist und jeder gerne dorthin möchte, werter NKB, erzählen Sie doch mal etwas über die israelische Siedlungspolitik. Was halten Sie davon?

  96. 96.

    @Jörg Lau
    „Ein Konflikt wie der um die Ermordung von Marwa El-Sherbiny kann leicht zu einem Weltenbrand werden, wie wir seit der Karikaturen-Affäre wissen. Darum wird es essentiell sein, Menschen mit der nötigen Sensibilität in den Redaktionen zu haben, die sofort verstehen, warum sich hier ein Erregunsgpotenzial verbirgt.“

    Wie soll man das anders verstehen als einen Aufruf, objektiven Journalismus durch politischen Aktivismus abzulösen?

    Warum sollte ein Journalist überhaupt Rücksicht auf „Erregungspotenzial“ nehmen? Viele PI-Leser erregen sich über positive Darstellungen von Muslimen, auch wenn diese im Einzelfall gerechtfertigt sind. Wollen Sie analog jetzt auch auf die Sensibilitäten dieses Teils des politischen Spektrums Rücksicht nehmen? Sollten Sie nicht konsequenterweise für die Abschaffung aller kritischen Darstellungen eintreten, weil diese irgendjemanden „erregen“ könnten?

    Das, was Sie hier vortragen, ist der Ansatz der geistfeindlichen „Speech Codes“ amerikanischer Universitäten. Dort können bestimmte Themen z.T. nicht mehr sinnvoll diskutiert werden, weil irgendeine gefühlte Minderheit sich daran stören könnte.

    • 9. Juli 2010 um 23:49 Uhr
    • Wachtmeister
  97. 97.

    „Da wir uns einig sind, dass Gaza das Paradies auf Erden ist und jeder gerne dorthin möchte,…“

    Tut uns schrecklich leid! Mit einem Paradies auf Erden können auch wir nicht dienen.
    Deswegen schaffen wir es ja auch nicht die Islamisten davon abzubringen sich in die Luft zu sprengen. Die wollen ins Paradies zu den 72 Jungfrauen.

    Wobei es sicher 1 Milliarde Menschen auf der Welt gibt für die Gaza tatsächlich das Paradies auf Erden wäre. Vielleicht sollten die mal mit den Palästinensern tauschen?

    • 9. Juli 2010 um 23:53 Uhr
    • J.S.
  98. 98.

    @J.S. :-)

    „Wobei es sicher 1 Milliarde Menschen auf der Welt gibt für die Gaza tatsächlich das Paradies auf Erden wäre.“

    Sie meinen also, es könnte schlimmer sein?

  99. 99.

    @SOC
    Das kommt auf den Standpunkt an. Sie scheinen ja zu meinen das alles was nicht Paradiesisch ist die Hölle sei.

    • 10. Juli 2010 um 00:17 Uhr
    • J.S.
  100. 100.

    Es könnte in Gaza aber auch wirklich toll sein.

    Gaza hat einen der schönsten Mittelmeerstrände. Und dann die Nähe zu den ganzen historisch interessanten Städten. Da ließe sich mit Tourismus eine Menge Geld verdienen.

    • 10. Juli 2010 um 00:26 Uhr
    • J.S.
  101. 101.

    @ NKB 79:

    Ich hab mir Ihre Antwort auf Word gespeichert – das gibt dort 3 Seiten. Wenn ich nun auf jeden Punkt antworten würde, ergäbe das mindestens 9 Seiten … So geht das nicht. Man kann sich auf einem Forum immer nur relativ knapp äußern, müsste also Portiönchen produzieren und darauf verzichten, immer auf alles einzugehen.

    Nachdem Sie monieren, dass ich hier und da mal auf etwas nicht eingegangen bin, und da ich mich ja gerne streite, hätte ich schon das Bedürfnis, Ihnen auf alle Einwände und Argumente zu antworten. Nur, rein platzmäßig würde dies das Forum sprengen. Wie also wär es zu machen?

    Wir wollen es ja öffentlich machen – die andern, falls interessiert, sollen es auch lesen können. Ein Privataustausch bringt es also nicht.

    Im Moment habe ich keine Idee. Aber Sie haben vielleicht eine?

    • 10. Juli 2010 um 00:27 Uhr
    • Loewe
  102. 102.

    @J.S.
    „Das kommt auf den Standpunkt an.“

    richtig

    „Sie scheinen ja zu meinen das alles was nicht Paradiesisch ist die Hölle sei.“

    Nein, sicher nicht. Ich finde einfach nur, dass die Menschen in Gaza alles Recht haben „unzufrieden“ mit ihrer Situation zu sein.

  103. 103.

    @ Wachtmeister: Na klar, wer der Meinung ist, es schade nichts, ein paar Gediente in der Redaktion zu haben, weil die für militärische Themen die nötigen Kompetenz und Sensibilität haben, der will die Zeitung dem militärisch-industriellen Komplex ausliefern!
    Wo bitte habe ich aufgerufen, sich zu zensieren im Namen von Sensibilität gegenüber fremden Kulturen?
    Das ist wirklich eine dreiste Verdrehung meiner Ausführungen, die Sie da betreiben, sowas von böswillig!
    Seitenlang erkläre ich, warum Islamophobie ein schädliches Konzept ist. Seitenland erkläre ich, warum in einer pluralen Gesellschaft alle Seiten mehr aushalten und sich mehr Fragen gefallen lassen müssen.
    Wirklich ätzend.
    Mein ganzes Plädoyer geht gegen speech codes, wie kann man das nicht verstehen? Warum wollen Sie mich in diese Ecke stellen?
    Ich sage ausdrücklich, dass der Journalist sich aus Identitätspolitik rauszuhalten hat. Muslime haben ebenso wenig Anspruch auf Schonung wie die SPD, China, die Gewerkschaften oder Israel. Steht in dem Text, lesen sie doch mal.
    Der Fall Marwa steht übrigens dafür, dass wir bei einem rassistischen Mord gefühsltaub geblieben sind. Ich möchte mir das Geschrei nicht vorstellen, wenn ein Muslim hier zugeschlagen hätte.

    • 10. Juli 2010 um 00:34 Uhr
    • Jörg Lau
  104. 104.

    J.S. und Co. verzichten auch weiterhin darauf, den Zusammenhang zwischen dem israelischen Landraub in Palästina und dem Kampf der Menschen in Gaza dagegen zu berücksichtigen.

    Man stelle sich einmal vor, es wäre umgekehrt, und Araber würden mit Juden so umgehen … und anderthalb Millionen in so ein überdimensionierte Lager einsperren. Täglich hätten wir dramatische Berichte über über die Folgen der Blockade.

    Zynismus gefällt meistens bloß dem Zyniker selber. Der kommt sich cool vor. Der große Rest des Publikums findet den zynischen Typ hingegen eher unsympathisch. — Das dürfte die normale Reaktion auf die widerlichen Äußerungen des Israel-Fan-Clubs sein.

    • 10. Juli 2010 um 00:36 Uhr
    • Loewe
  105. 105.

    @SOC
    Das Recht auf Unzufriedenheit haben auch wir Deutschen!

    • 10. Juli 2010 um 00:38 Uhr
    • J.S.
  106. 106.

    @ Löwe 101.:

    Was soll die Nebelkerze? Dann Antworten Sie doch auf die Punkte, die bei Ihnen noch die geringste Irritation hervorrufen, anstatt ca. 10 Zeilen aufs Nicht-Antworten zu verwenden.

    • 10. Juli 2010 um 00:42 Uhr
    • N. Neumann
  107. 107.

    @ Loewe, NKB: Habe euch ein kleines Separee eingerichtet (neuer Post).

    • 10. Juli 2010 um 00:45 Uhr
    • Jörg Lau
  108. 108.

    @N. Neumann
    Was erwartest Du?

    Loewe ist ein Gefühlsmensch. Der kann ohne weiteres in Deutschland für Multikulti sein und in Nah-Ost „Ausländer raus“ plädieren.

    • 10. Juli 2010 um 00:47 Uhr
    • J.S.
  109. 109.

    @J.S.

    ?

    Führen Sie das bitte näher aus!

  110. 110.

    @SOC
    Was möchten Sie näher ausgeführt haben.

    • 10. Juli 2010 um 00:49 Uhr
    • J.S.
  111. 111.

    @Jörg Lau
    Danke für die Klarstellung. Ich hatte Sie mißverstanden und bitte um Entschuldigung.

    • 10. Juli 2010 um 00:52 Uhr
    • Wachtmeister
  112. 112.

    Ihnen ist ja ein grandios grotesker Quervergleich gelungen. Das Recht von „euch“ Deutschen auf Unzufriedenheit. Führen Sie das doch bitte näher aus.

  113. 113.

    Was ist daran Grotesk? Jeder Mensch hat das Recht auf Unzufriedenheit.

    Übrigens auch die Israelis.

    • 10. Juli 2010 um 01:06 Uhr
    • J.S.
  114. 114.

    @J.S. :-)

    Nun gut, dann lass ich das mal so stehen.

    Gute Nacht

  115. 115.

    Herr Lau,

    bei dem Massenmord ging es mitnichten um irgendwelche israelischen Sicherheitsbedürfnisse. Es ging nur darum, die Selbsversorgung der Palästinenser zu sabotieren, was noch immer nahezu auf iideale Weise gelingt. Wenn Ihnen der Goldstone Bericht zu kompliziert ist, sodass Sie irgendwelche Sicherheitsbedürfnisse in den ausgeübten Massenmord sehen müssen, um vermeintliche Ausgewogenheit sehen zu können, ist das gegenüber den Fakten um Waffenstillstandsangebote höchst irrational. Absehen davon, was für Sicherheitsbedürfnisse kann ein Vergewaltiger geltend machen, damit er die Vergewaltigung ungestört fortsetzen kann???

    Netto, wenn man sich die Fakten deutscher UN Abstimmungen ansieht, ist Deutschland mit den USA der größte Gegner jener, die die Palästinenser von der Israelischer Knechtschaft befreien wollen. Das mag für Sie ausgewogen sein, aber für mich ist das reiner Besatzungssupport! Da man den Folteropfern überleben hilft, mag zwar hilfreich aussehen, doch auch bei ordentlichen Willen dient es nur dazu, letztendlich das nächste Folterereignis vorzubereiten.

    @Miriam

    dann sollte Jordanien die Leute doch auf ihr Eigentum zurückschicken, so wie das Deutschland mit den Bosniern gemacht hat. Soll ich auch Deutschland böse sein, das den Kriegsflüchtlingen keine dauerhaften und unbeschränkten Aufenthaltsrechte zugebilligt hat, so wie es die Jordanier ebenfalls handhaben?

    Miriam, tut mir Leid für Sie, dass Sie als Diplomierte nicht mal in der Lage sind, ein Volksvertreibung samt Ghettoisierung samt im Parteiprogram der regierenden Likud festgeschriebenen Willen, Palästinensern niemals Menschenrechte zuzuerkennen, richtig einordnen können, ist das traurig.

    Jedenfalls kann ich Jordanien nicht für das kritisieren, wofür ich in Deutschland auch nur recht begrenzte Kritik finden kann.

    @NKB

    mein Gott, Sie legen ja ein äußerst niedriges Verständnislevel vor. Da ich nicht mal weiß, wo ich ansetzen soll, zumal Sie offensichtlich Israel jedweges recht gevben, Palästinenser eingesperrt halten zu dürfen, solange keine „humanitäre Krise“ herrscht. Was wäre denn für Sie eine „humanitäre Krise“ die es legitimieren könnte, nicht als Untermenschen jüdischer Israelis leben zu wollen???

    Ich kann Sie genausowenig ernst nehmen, wie einen Neonazi, der Juden zwar nicht mehr vergasen möchte, aber am liebsten beraubte Juden in Lagern beherrscht von Deutschen sehen würde. Der hätte sicher eine äusserst Ihrer Argumentation ähnelnde Begründung, warum sich wehrende Juden solche Strafen verdienen, wie sie aktuell die Palästinenser von den jüdischen Israelis erdulden müssen.

  116. 116.

    Herr Lau,

    zum Presseverhalten, noch was.

    Natürlich wird in den Redaktionen bestimmt, welche Art Artikel angebracht sind, und was Leser lesen möchten. Die Journalistische Seriösität, die Sie anzubringen versuchen, um sich aus Ihrer Verantwortung zu stehlen, ist ja ganz Ehrwürdig, gehört aber bei Analyse der veröffentlichten Artikel zur Lengende!

    Bis vor 2-3 Jahren war konnte kaum ein Artikel aufreisserisch genug sein, auch hier in der Zeit. Als Beispiel brauch man sich nur die ganzen Artikel ansehen, die mit der falschen Behauptung einer Schwimmunterrichtsverweigerung argumentiert haben, obwohl das, wie sich herausgestellt hat, absoluter Nonsens war. Den Vogel angeblicher journalistischer Seriösität in Bezug auf Islam hat der Spiegel mit seiner Titelgeschichte abgeschossen, wo der Titel „Islam gewinnt immer mehr Einflluss in Gesetze“ (oder so ähnlich) lautete, mehrseitig Vorurteile und Halbwahrheiten gepflegt wurden, aber lediglich in einem kleinen Nebensatz erwähnt wurde, dass kein einziges Islambeeinflusstes Urteil über die zweite Instanz gekommen ist. Das ist eine journalistische „Seriösität“, die für jene Zeit üblich war. Auch Sie haben in ein paar Ihren früheren Blogartikel ausführliche Mangelerscheinungen, was einen seriösen Journalismus betrifft, oft genug mit einem analysierenden Kommentar von mir versehen. Besonders krass war, was Ihre journalistische Seriösität betrifft, die Antisemitenverleumdung von Naomi Klein, die Sie hier mit unterstützt haben.

    Journalistische Seriösität in Ehren, aber das kann es nicht allein sein. Eigentlich müsste es der Intellekt von Reporter und Leser sein, der eine Überwachungsfunktion einnimmt. Aber wenn der Leser keinen intellektuellen Anspruch hat, wie bei vielerlei Berichterstattung offensichtlich, ist der Reporter auf sich allein gestellt, und dann beherrschen Instinkte die Medienlandschaft. Ob das „seriös“ war, zeigt nur die Retrospektive. Im Moment sagt diese, der Journalismus ist etwas „seriöser“ geworden, aber seriös mitnichten.

  117. 117.

    @Bürol Kulut: Wenn Sie schon Deutschland und Jordanien vergleichen wollen, dann sehen Sie sich mal den deutschen Umgang mit den Vertriebenen nach 1945 an. Ich bin sicher, würden die Nachkommen der Vertriebenen bis heute ohne Bürgerrechte in Flüchtlingslagern leben und auf die Rückkehr in ihre Heimat warten, wären die Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien bzw. Polen längst nicht so friedlich. So ist es nur eine Minderheit unter den Vertriebenen, die ein Rückkehrrecht im Sinne der Palästinenser fordert und die Debatte (die immer noch genug Konfliktpotential bietet) dreht sich hauptsächlich um die symbolische Anerkennung des Unrechts – wozu Israel wahrscheinlich auch bereit wäre, wenn die Palästinenser genauso eindeutig auf die 1948 verlorenen Gebiete (und das Rückkehrrecht in diese Gebiete) verzichten würden, wie Deutschland spätestens 1990 (“de facto“ schon früher) auf die 1945 verlorenen Gebiete verzichtet hat.

    Und auch Flüchtlinge aus entfernteren Ländern wie Bosnien, die keine kulturelle Verbindung zum Aufnahmeland Deutschland haben (was man zwischen Palästinensern und Jordaniern trotz aller Differenzen nicht so sagen kann), werden nicht einfach jahrzehntelang in Flüchtlingslager eingesperrt (nachdem ihr Flüchtlingsstatus erst einmal geklärt ist), sondern nach Möglichkeit in die Gesellschaft integriert. Dabei läuft zwar einiges schief, zum Beispiel wenn Flüchtlinge nach Wegfall des Fluchtgrundes wieder zurückgeschickt werden, obwohl sie mittlerweile besser integriert sind als so mancher „reguläre“ Migrant, aber mit Jordanien, das seit sechzig Jahren den Bewohnern der Flüchtlingslager die Möglichkeit zur Integration verweigert, lässt sich das immer noch schlecht vergleichen.

    • 10. Juli 2010 um 03:53 Uhr
    • Arjen van Zuider
  118. 118.

    Loewe: „anderthalb Millionen in so ein überdimensionierte Lager einsperren. “

    Sie wissen schon, dasses sich bei der Wortwahl „Lager“ um Propagandadialektik handelt? Die „Löwe-Lager“, die ich von innen kenne, eines in Jordanien und eines bei Ramallah unterscheiden sich in nichts von den Wohnvierteln in Kairo. Genauso dreckig und eng und stickig hier wie da. Unterschied ist lediglich, dass die palästinensischen Wohngebiete wesentlich neuer sind und mit haushohen Barrikaden abgesperrt sind, damit keine Fahrzeuge rein können. Die Palästinenser sagten übrigens, die Barrikaden seien von den Israelis errichtet worden, Israelis sagten mir, die seien von den Palästinensern errichtet worden.

    Hauptsache man glaubt einer Seite und übernimmt deren Propaganda.

    Die Slums in Dehli oder Guwahati (kenne ich beide von innen) kann man hingegen getrost als Lager bezeichnen – tut natürlich niemand, da es ja Slums sind – aber die mit Wasser und Strom versorgten festen Gebäude in Ihren „Löwe-Gaza-Lagern“ bestimmt nicht.

    • 10. Juli 2010 um 08:20 Uhr
    • Bergpalme
  119. 119.

    „Was Sie da verbreiten ist Propaganda.“

    Ihre hochgeschätzten Beiträge sind dagegen das reinste Manna ?

    „Sie glauben doch nicht ernsthaft das die Palästinenser eine mit Israel verbandelte Partei wählen würden. “

    Das soll logisch sein ?

    Hamas ist ursprünglich von Israel gesponsored worden und wenn sie mein Zitat wirklich gelesen hätten sind zur zeit der intifada
    gerade die gemässigten Führer aus der Bewegung genommen, verhaftet worden warum wohl ?

    Apropos Propaganda – sie selber beziehen sich ja auf so überaus objektive Quellen wie jungle world – die Pissrinne der Antideutschen.

    • 10. Juli 2010 um 08:32 Uhr
    • joshua
  120. 120.

    @joshua
    Wie gesagt, ich diskutiere seit vielen Jahren mit Leuten wie Ihnen. Meine Erfahrung sagt das es nichts bringt.

    Ich könnte Ihnen jetzt nachweisen das das was Sie sagen falsch ist, Sie würden es trotzdem morgen wiederholen. Vermutlich hat es auch schon dutzende vor mir gegeben die genau das gemacht haben und nun hauen Sie uns diesen Mist um die Ohren.

    • 10. Juli 2010 um 09:23 Uhr
    • J.S.
  121. 121.

    Der Bundestag debattiert

    Kaum mehr als ein paar Dutzend Bundestagsabgeordnete saßen am Donnerstag Morgen im Plenarsaal des Reichstags, als dort über Religionsfreiheit und ihre Gefährdung debattiert wurde.

    Das ist schade, konnte man aus dieser Debatte doch Erstaunliches erfahren: Denn die Religionsfreiheit ist massiv bedroht – hier und in der Schweiz, in Frankreich, überhaupt in Europa. Das Schweizer Minarettverbot, die Anti-Burka-Initiativen in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien, die Proteste gegen Moscheebauten in Deutschland sind böse Zeichen für eine verweigerte Gleichbehandlung des Islam in Europa, so tönten die Sprecher von SPD, Grünen und Linksfraktion.

    ..

    http://www.ef-magazin.de/2010/07/09/2317-religionsfreiheit-von-aussen-nach-innen-gekehrt

    • 10. Juli 2010 um 10:22 Uhr
    • PBUH
  122. 122.

    Übrigens:

    Wer eine höhere Muslimquote für Redaktionen fordert, damit besser vom Islam geschrieben wird, geht davon aus, dass Journalisten das schreiben, was ihnen vorgegeben wird, sei es durch Politiker oder Imame.

    • 10. Juli 2010 um 10:39 Uhr
    • FreeSpeech
  123. 123.

    @122: Unsinn. Aber wer selbst zu einer Minderheit gehört, läuft nunmal nicht Gefahr, aus Unwissenheit Schwachsinn über diese Minderheit zu schreiben. Er erkennt schneller als ein Außenstehender, was diese Minderheit bewegt und kann dem Rest der Gesellschaft auch besser erklären, warum. Das muss ja nicht heißen, dass er unkritisch berichtet; die unkritischen Betrachtungen des Islam, die in der Vergangenheit soviel Schaden angerichtet haben, kamen ja hauptsächlich von Nichtmuslimen.

    • 10. Juli 2010 um 11:37 Uhr
    • Arjen van Zuider
  124. 124.

    102 Tote bei einem Selbstmordanschlag in Afgahnistan/Pakistan.
    Es ist die Realität, di das Bild des Islam prägt- da helfen auch noch so wohlmeinende Artikel wie hier in der ZEIT nichts.

    • 10. Juli 2010 um 11:50 Uhr
    • BerndL
  125. 125.

    —BerndL

    Alles Einzefälle, die nichts mit dem Islam zu tun haben, sondern mit der miserablen sozialen Situation und der schweren Jugend, und ausserdem mit der Ablehnung des Islams in Europa. Wenn wir in Europa den Islam annehmen würden, dann gäbe es bestimmt in Afghanistan und Pakistan keine Selbstmordanschläge mehr.

  126. 126.

    Jörg Lau,

    die Art und Weise, wie sie die Ermordung El-Sherbinys argumentativ einsetzen ist ziemlich bescheuert. Am Anfang beklagen sie, es sei ja zunächst in den Medien ein Non-Event gewesen. Da fragt man sich erstmal, wie denn die Medien aus einem Mord ein cooles Event machen. Na ja, man weis es eh. Der Jornalist schreibt halt gleichsam mit bebender Stimme einen Artikel, der zum Ausdruck bringt, wie sehr ihn der Vorgang erregt. Richtig so?

    Später schreiben Sie dann, der Jornalist müsse auf das Erregungspotential dieses Mordes Rücksicht nehmen, weil die speziellen Umstände geeignet wären, einen Weltenbrand auszulösen. Also was nun, Event oder Non Event?

    Hinzu kommt, das der Fall ja nun tatsächlich ein Event wurde, ihre „Medienschelte“ also lediglich den Zeitverzug zwischen Ereignis und Medienevent betreffen kann. Das ist aber in dem Sinne nichts wirklich überraschendes, es zeigt ja nur, dass Realität und Medienevent bisweilen nichts miteinander zu tun haben. Ganz konkret sieht man das auch daran, dass das „Weltenbrandpotential“ des Falles weitestgehend Ihrer Phantasie entsprungen ist. Das ist Ihr Spin, nichts anderes.

    Tatsächlich liegt die Tragik des Falles keineswegs im globalen Anatgonismus zwischen Islam und Abendland, sondern darin, das hier ein systematisches und unbehebbares Dilemma der Rechtsprechung zu Tage tritt. Deren innere Logik beruht darauf, dass Verbrechen nicht verhindert, sondern bestraft werden. Nicht Prävention, sondern nachträglich Aufarbeitung ist ihre Funktionsweise. Wenn jemand in einem Gerichtssaal einen Mord begeht, mit der Garantie, dass er erwischt und mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft wird, dann tritt darin ein Versagen der fundamentalen Abschreckungslogik zu Tage. Das muss man einfach hinnehmen. Am besten ohne viel Aufhebens und ohne große Erregung. Denn würde man ernsthaft von der Abschreckungslogik zu einer Präventionslogik übergehen wollen, hätte das zur Konsequenz, dass man die Parole „Ausländer raus“ umsetzten müßte. Zum Schutze der Ausländer.

    • 10. Juli 2010 um 14:30 Uhr
    • Saki
  127. 127.

    @J.s.
    „Wie gesagt, ich diskutiere seit vielen Jahren mit Leuten wie Ihnen. Meine Erfahrung sagt das es nichts bringt.

    Ich könnte Ihnen jetzt nachweisen das das was Sie sagen falsch ist, Sie würden es trotzdem morgen wiederholen.“

    Da sind wir ja wenigstens in diesem Punk einer Meinung
    😛

    • 10. Juli 2010 um 15:29 Uhr
    • joshua
  128. 128.

    Jörg Lau,

    die Art und Weise, wie sie die Ermordung El-Sherbinys argumentativ einsetzen ist ziemlich bescheuert. Am Anfang beklagen sie, es sei ja zunächst in den Medien ein Non-Event gewesen.

    @ Saki

    Hier bin ich insoweit bei dir, als zunächst auch den Medien nicht klar war, aus welchem Motiv heraus der Mörder handelte. Insofern blieben die ersten Meldungen klein.

    Da fragt man sich erstmal, wie denn die Medien aus einem Mord ein cooles Event machen. Na ja, man weis es eh. Der Jornalist schreibt halt gleichsam mit bebender Stimme einen Artikel, der zum Ausdruck bringt, wie sehr ihn der Vorgang erregt. Richtig so?

    Aber was soll dieser zynische Scheiß?

    Später schreiben Sie dann, der Jornalist müsse auf das Erregungspotential dieses Mordes Rücksicht nehmen, weil die speziellen Umstände geeignet wären, einen Weltenbrand auszulösen. Also was nun, Event oder Non Event?

    Der Punkt ist, dass aus einem Mord ein je mehr ein „Event“ wird, desto mehr die Motive politisch sind. So funktionieren Medien, und so empfinden auch die meisten Menschen. Untaten werden eben nicht rein konsequenziell betrachtet. Es macht einen gewissen Unterschied, ob ein gemeingefährlicher Irrer seine Niederlage vor Gericht nicht ertragen kann und den Gewinner des Prozesses aus rein persönlicher Rachsucht ermordet, oder ob er dies im Geiste einer politischen Ideologie tut, d.h. aus seiner Sicht aus einer Idee, die allgemeine Geltung haben soll.

    Anders formuliert: Die meisten Menschen fällt es leichter, zu akzeptieren, dass sich einige wenige Menschen aus sehr persönlichen (etwa: Eifersucht) oder ökonomischen Motiven (etwa: Raub) über das Tötungsverbot hinwegsetzen. Dergleichen mag widerwärtig sein, aber nur Utopisten glauben, dass es sich ganz aus der Welt schaffen ließe.

    Totalitarismen wie der Nationalsozialismus erheben jedoch den Anspruch, allgemeine Gerechtigkeit zu exekutieren; was sie zumal im Lichte ihrer praktischen Ergebnisse als besonders obszön erscheinen lässt – obszöner etwa als die Rachsucht von solitären Irren, die im Zuge eines nichtigen Streits einen Opponenten ermorden.

    Und nicht nur das macht das Erregungs- bzw. Empörungspotenzial im Zuge von politischen Morden vergleichsweise höher. Hinzu kommt, dass politische Morde mit einigem Grund eben weniger naturgegeben erscheinen als unpolitische. Gegen die finstere Natur von wenigen völlig aus der Art Individuen lässt sich wenig unternehmen – gegen die theoretischen und praktischen Geltungsansprüche von zu allem entschlossenen Anhängern von politischen Ideologien, wie das 20. Jahrhundert gezeigt hat, zumindest vergleichsweise mehr. Insofern kann die Erregung und Empörung über politische Morde als weniger sinnlos gelten, auch deshalb ist sie relativ größer.

    Jörg Lau sieht nun im Falle des Mordes an Marwa al-Sherbini die von mir skizzierten Gesetzmäßigkeiten, die (auch) für die Medien gelten, rückblickend vorübergehend außer Kraft gesetzt. Er liegt meines Erachtens insoweit falsch, als, wie gesagt, anfangs eben auch den Medien nicht klar war, um was für eine Art von Mord es sich handelte. Er liegt meines Erachtens richtig, wenn er meint, dass es falsch und für Muslime bzw. Araber / arabischstämmige Deutsche berechtigterweise kränkend gewesen wäre, sofern dieser Mord dauerhaft als Non-Event behandelt worden wäre.

    Die Empörung darüber in der islamischen Welt wäre allemal gerechtfertigter und für Deutschland schädlicher gewesen, als jene über ein paar harmlose Karikaturen.

    Daran ändert auch der Umstand nichts, dass manche im Zusammenhang mit dem Mord an Marwa al-Sherbini verstärkt mit Islamophobie hausieren gingen, obwohl mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass der Nazi-Täter unter denselben Umständen auch eine Nicht-Muslimin ermordet hätte, die gegen sein ebenso umfassend wie zutiefst rassistisches Selbstverständnis verstoßen hätte.

    • 10. Juli 2010 um 18:41 Uhr
    • N. Neumann
  129. 129.

    @ N. Neumann: Danke für die Verteidigung. Aber am Ende fangen Sie auch an zu relativieren. Interessant ist doch eben, dass der „Nazi-Täter“ sich hier auf den Hass gegen Muslime, „Islamisten“ etc. verlegt. Das ist die neue Front, die die Nazis auserwählt haben. Sie hoffen, dort weit verbreitete Gefühle abrufen zu können.

    • 10. Juli 2010 um 19:26 Uhr
    • Jörg Lau
  130. 130.

    @ N. Neumann: Danke für die Verteidigung. Aber am Ende fangen Sie auch an zu relativieren.

    @ Jörg Lau

    Ich denke nicht, dass es sich um eine Relativierung des Mordes an Marwa al-Sherbini handelt, wenn ich auf dem Hintergrund eines Hinweises auf diejenigen, die ihn politisch instrumentalisiert haben, sinngemäß sage, dass der Rassismus von Nazis Muslime nicht negativ privilegiert – anders als es opfergeile Islamophobietheoretiker insgeheim gerne hätten. Zumal ich zuvor gerade darauf hingewiesen haben, dass es eben ungeachtet dessen für Muslime in Deutschland und darüber hinaus verständlicherweise kränkend gewesen wäre, wenn dieser Mord dauerhaft als gewöhnlicher Mord abgehandelt worden wäre – oder anders formuliert: wenn wirklich Grund für den Eindruck bestanden hätte, dass der Mord ein „Non-Event“ war, weil das Opfer (in Dresden) muslimisch war, und nicht etwa vietnamesisch, schwarzafrikanisch oder jüdisch.

    Interessant ist doch eben, dass der “Nazi-Täter” sich hier auf den Hass gegen Muslime, “Islamisten” etc. verlegt. Das ist die neue Front, die die Nazis auserwählt haben. Sie hoffen, dort weit verbreitete Gefühle abrufen zu können.

    Ich denke nicht, dass das wirklich eine neue Front ist, sondern eher eine Verschiebung bzw. Anpassung der propagandistischen Diktion der Nazis von „Türken“ auf „Moslems“, wie sie auch unter anderen, ganz unterschiedlichen Vorzeichen vorgenommen wurde und wird. Muss ich Sie daran erinnern, dass in Solingen und Mölln „türkische“ Häuser gebrannt haben (und es den Tätern egal gewesen wäre, wenn es doch „arabische“ Häuser gewesen wären)?

    Der Täter war ein waschechter Nazi, und waschechte Nazis bekommen bei PI und Co. immer noch das Kotzen, weil dort zumindest vorgeblich die USA und Israel verteidigt werden und auch Leute willkommen sind, die nicht den rassischen Anschauungen von Nazis entsprechen, sich aber ins primär islamfeindliche Weltbild fügen bzw. fügen lassen.

    (Und jetzt sagen Sie nicht, ich würde damit auch noch PI und Co. relativieren.)

    • 10. Juli 2010 um 20:55 Uhr
    • N. Neumann
  131. 131.

    Zitat Jörg Lau:

    “Ob der Islam gesondert und fremd sei, ob er gemeinsame Ziele
    und Werte mit anderen Kulturen habe, das ist genau der Kern
    des Streits, um den sich alles dreht in unserer Debatte.”

    Genau.

    Und dieser Gegensatz an Werten und Zielen ist für mich am Zustand der Länder mit mehrheitlich Muslimischer Bevölkerung, doch ganz klar zu sehen, nämlich das dort Demokratie & Rechtsstaatlichkeit und vor allem auch die Menschenrechte wie Meinungsfreiheit,
    Relegionsfreiheit etc. deutlich geringer ausgeprägt vorhanden sind…

    Und bei Menschenrechten spreche ich von den richtigen Menschenrechten nach der:

    Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

    Resolution 217 A (III)
    der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948

    http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger

    und nicht etwa von der sogenanten
    „Kairorer Erklärung der Menschenrechte“ ein,

    Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam ist eine 1990 beschlossene Erklärung der Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz ‏منظّمة المؤتمر الأسلامي‎, welche die Schari’a als alleinige Grundlage von „Menschenrechten“ definiert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

    Dieses Langfristige Ziel, welches auf eine Benachteiligung aller Nichtmuslime hinausläuft, und für das sich die Muslimischen Länder einsetzen besorgt mich.

    Denn warum sollten sich diese Länder sonst wohl viel Mühe machen, beim erarbeiten und feierlichen Verkünden dieser Erklärung ?

    Diese steht ja auch im Einklang mit dem Koran und den Hadithen, sie können als Gläubige Muslime wohl garnicht anders als dem Unveränderlichen Worten Allahs aus dem Koran folge zu leisten.

    — Quelle Wikipedia:

    Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte
    weicht von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in
    vieler Hinsicht ab, vor allem dadurch, dass sie eindeutig nur diejenigen Rechte anerkennt, welche im Einklang mit der Schari’a stehen. [4] Artikel 24 legt fest: „Alle in dieser Erklärung festgelegten Rechte und Freiheiten sind der islamischen Schari’a nachgeordnet.“ [5] Artikel 19 besagt: „Es gibt keine Verbrechen und Strafen außer den in der Schari’a festgelegten“. [6] Die Rolle des islamischen Rechts als alleinige Quelle der Rechtsfindung wird durch Artikel 25 bestätigt, dieser legt fest: „Die islamische Schari’a ist die alleinige Referenz für die Erklärung oder Erläuterung aller Artikel dieser Erklärung“. [7] Die Kairoer Erklärung unterstreicht ihren Ursprung im Islam als der „wahren Religion“ [8] und der Lebensart der islamischen Gesellschaft (Umma), die als beste aller menschlichen Gesellschaften beschrieben und der eine zivilisierende und historische Rolle [9] zugeschrieben wird.

    Bei fast jedem Verweis auf die Menschenrechte macht die Kairoer Erklärung die Einschränkung, dass diese Rechte im Einklang mit der Schari’a ausgeübt werden müssten. Artikel 22 zum Beispiel beschränkt die Redefreiheit auf diejenigen Meinungsäußerungen, die dem islamischem Recht nicht widersprechen. [10] Auch das Recht zur Ausübung öffentlicher Ämter könne nur in Übereinstimmung mit der Schari’a wahrgenommen werden. [11]

    Diese Langfristigen Ziele der Muslime im Einklang mit ihrem Glauben auch mit Blick auf die Lebenswirklichkeit wie sie
    jetzt in den Muslimischen Ländern sattfindet besorgt mich.

    Und der Blick in die Geschichte bis hin zum handeln von Mohammed selbst beruhigt mich auch nicht, sondern im Gegenteil vergrößert dieses meine Besorgniss nur noch.

    Das Sie Herr Lau, das bei dem von ihnen verwendeten Islambild ausblenden, ändert ja nichts an den Tatsachen und ist meiner Meinung nach auch falsch.

    Wenn ich wählen kann würde ich mich immer für die Richtige Erklärung der Menschenrechte entscheiden.

    Und niemals für eine, die Einschränkungen durch eine Religion (egal welcher) auferlegt.

    Gruß aus Berlin

    Stillfloating

    Ps.
    Ja es gibt auch Muslime die das anders sehen.
    Und ja natürlich ist auch im Westen sehr vieles nicht perfekt.

  132. 132.

    Habe die Kommentare mal überflogen und komme zu dem Schluss das einige Wortführer diesen Blog für Propagandazwecke missbrauchten. Höhehpunkte setzte dabei immer wieder ein J.S, der in typischer Hasbara Manier
    eine Gaza-Krise abstritt, ja in clever-dümmlicher Rethorik sogar
    die Existenz von entsprechenden Berichten der UN und des Roten Kreuzes
    bestritt.
    es ist ja fast schon peinlich ihn und die anderen Leser darauf hinzuweisen dass wir hier im internet diskutieren und eine simple Suchanfrage im Browser die dreiste Lüge dieser „Entität“ J.S, in den Bereich der Fabeln verweist.

    http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2010/06/201061452646659588.html

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-06/17079818-gaza-blockade-illegal-must-be-lifted-un-s-pillay-020.htm

    Es ist ja eine bekannte Masche von Demagogen Lügen solange zu wiederholen bis sie irgendwann geglaubt werden oder aufgeklärte
    Leute es aufgeben diesen Lügen zu widersprechen.

    J.S. ist wohl der Ansicht mit seinen durchsichtigen Manövern hier punkten zu können und hält die Leser seiner Beiträge entweder für unterbelichtet oder versucht sie durch seine widerholten realitätsfremden Behauptungen zu ermüden.

    Die Frage ist jedoch ob jemand, dessen Denken sich frei von Ideologien und Denkschablonen entfaltet solch einer „Entität“ wie
    J.S. überhaupt eine eigene Meinung unterstellen sollte.

    • 11. Juli 2010 um 08:28 Uhr
    • joshua2
  133. 133.

    Wozu dient dieser ellenlange Text?

    Für jemanden, der sein Geld nicht mit dem Füllen von Zeitungsseiten verdient, wirkt das nur abstoßend.
    Wortgewaltig geschwurbelte Nebelkerzen- reine Ablenkungsmanöver, billig und durchschaubar.
    Jetzt wird also wieder die Rassismuskeule ausgepackt-
    EINFACH WIDERLICH, HERR LAU, EINFACH NUR WIDERLICH!

    Gestern in Berlin: Zwei verfeindete Familienclans bekämpfen sich in Neukölln im Freibad am Columbiadamm. 7000 Badegäste müssen das Bad verlassen. Nachzulesen im Tagesspiegel.

    DAS sind die Probleme, die den Leuten auf den Nägeln brennen.
    Aber wer dich über so etwas beschwert: Nazi!

    Stimmt’s?

    • 11. Juli 2010 um 09:37 Uhr
    • blablabla
  134. 134.

    @ blablabla: Nein. Darüber kann man sich völlig zu Recht beschweren. Steht auch in dem Text der Vorlesung.

    • 11. Juli 2010 um 09:49 Uhr
    • Jörg Lau
  135. 135.

    „Das ist die neue Front, die die Nazis auserwählt haben. Sie hoffen, dort weit verbreitete Gefühle abrufen zu können.“

    Dann sollten Leute wie Sie mal anfangen, etwas dagegen zu tun. Indem Sie jeden der nicht bereit ist in das Hohe Lied der gelungenen Integration einzustimmen, zwangsweise in die rechte Ecke stellen.

    Die einseitige Berichterstattung der Medien, die zwanghaft Nazis sucht und real vorhandene Probleme leugnet… dieses Verhalten könnte ironischerweise dazu beitragen, den „Mann von der Straße“ in die Arme rechter Rattenfänger zu treiben.
    Darüber schon einmal nachgedacht?

    Grüße von jemandem, der schon gegen Nazis demonstriert hat, als es noch nicht „en Vogue“ und modischer Chique war, gegen Rechts zu sein!

    • 11. Juli 2010 um 09:54 Uhr
    • blablabla
  136. 136.

    @ bbb: Sie sind wohl neu hier, was? Seit vielen Jahren machen wir hier längst, was Sie fordern. Ich stelle nur Leute in die rechte Ecke, die selber gerne dahin wollen.
    Nazikeulen sind hier verpönt, ausser wenn es gegen wirkliche Nazis geht. Die machen allerdings auch gegen Moscheen mobil.
    Meine ganze Vorlesung dient der Unterscheidung von berechtigter Kritik und Ressentiment. Sie haben offenbar nur so drübergelesen.
    Ich wende mich gegen die Terminologie „Islamophobie“, weil damit Debatten abgeschnitten werden.
    Zugleich will ich nichts zu tun haben mit Xenophoben. Das ist mein absolutes Nogo, dafür gehe ich auf die Barrikaden, das betrifft mein Leben und Glauben. OK?

    • 11. Juli 2010 um 10:57 Uhr
    • Jörg Lau
  137. 137.

    Welche Gaza Krise?

    Die von Aljazzera (islamisch/arabischer) Sender?

    UN? Wie viele islamische Staaten sind da Mitglied? 30? Und wieviele davon befinden sich aktuell im Kriegszustand mit Isarel? Syrien, Libanon, Irak, Saudi-Arabien?

    Jemand der selber denken kann.

    Sieht sich die Zahlen. An Kinderstreblichkeit ist z.B. in Gaza besser als in der Türkei (EU Kandidat!). Hungertote gibt es auch nicht.

    Also wer treibt hier Propaganda? Die Truppe die aus Antisemitismus (islamischem wie christlichem) oder aufgrund anderer Geisteskrankheiten eine Gaza Krise herbei lügt oder die Leute die sich die nüchternen Fakten ansehen? Oder die Antiisraelische PR Truppe die mit Saudischen bzw. iranischen Petrodollars bezahlt wird?

    Die Unanehmlichkeiten die die Bewohner von Gaza haben, sind die Konsequenz daraus das sie aus eigenem freien Willen einen Krieg gegen Israel führen.

    Ich würde den Bewohnern von Gaza eine Kapitulation mit anschließenden Friedensverhandlungen empfehlen. Wer Krieg führen will braucht kein Mitleid.

    Was mit Hasbera gemeint ist, weiß ich übrigens nicht. Aber das Wort habe ich schon mehrfach von Antisemiten an den Kopf geworfen bekommen.

    • 11. Juli 2010 um 11:33 Uhr
    • J.S.
  138. 138.

    Interessant ist in dem Zusammenhang auch das die Westbank und
    die dort Lebenden Palästinenser, die eben nicht Tausende Raketen* auf Israel abfeuern sondern versuchen sich so gut es geht mit Israel zu arrangieren.

    zb.

    http://www.nytimes.com/2010/06/30/opinion/30friedman.html?_r=2

    während dagegen die Hamas laut ihrer Carta die Vollständige Vernichtung Israels anstrebt…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kassam-Rakete

    Ich finde es schon sehr bezeichnend wenn dieses sehr sehr oft
    in der darstellung des Konfliktes offensichtlich bewusst weggelassen wird…

  139. 139.

    „Der Verfassungsschutz beobachtet Gemeinsamkeiten zwischen Neonazis und Islamisten. Was die Extremisten eint, erklärt Verfassungsschutzchef Heinz Fromm im SPIEGEL, ist ihr antisemitischer Hass auf Israel und alles Jüdische.“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705829,00.html

    • 11. Juli 2010 um 12:07 Uhr
    • J.S.
  140. 140.

    @JL:“Dann sollten Leute wie Sie mal anfangen, etwas dagegen zu tun.“ Dieser Satz von mir ist wirklich Mist! Ich meinte „die Medien“ habe es aber nicht geschrieben… hm- in Rage geschrieben und vom Weg abgekommen. Dafür entschuldige ich mich bei Ihnen!

    Back2Topic:
    Soetwas prägt zumindest mein Bild vom Islam- auch wenn dort ganz richtig von Islamisten die Rede ist.

    Gefunden heute bei Spiegel Onlne:
    Antisemitismus – Verfassungsschutz sieht ideologische Allianz zwischen Neonazis und Islamisten

    • 11. Juli 2010 um 12:17 Uhr
    • blablabla
  141. 141.

    das war natürlich eine Steilvorlage für Sie: al jazeera
    Nehmen wir mal an das ganze war ein reflex-Test ?
    Pawlowsche Hunden läuft ja bei bestimmten Reizen schon der Sabber aus dem Maul.
    Dass es bei dem Bericht von Al Jazzerea um eine Stellungnahme des Roten Kreuz zur Situation im Gaza geht – sch.. drauf.
    jetzte werden erstmal alle Vorurteile gegen Al Jazeera, arabische Staaten(von denen die UN ja förmlich unterlaufen wird) angeboten. Dazu noch der Verweis auf die Petrodollars – ja e Gottes Segen für die fleissigen Israelis die ohne fremde Hilfe ihren Saubermann Staat
    gründeten und verteidigen.
    Und sie wissen immer noch nicht was Hasbara ist ? obwohl Sie es absichtlich falsch schreiben – das glaube ich Ihnen auf’s Wort !
    LOL

    • 11. Juli 2010 um 12:19 Uhr
    • joshua2
  142. 142.

    Antisemitismus in arabischen Medien: der
    beliebte Sender Al-Jazeera TV aus
    Katar gibt weiterhin ausgeprägten
    antisemitischen Äusserungen eine Bühne. Der
    wohlbekannte Kleriker Sheikh Yusuf al-
    Qaradawi stellt die Konfrontation mit Israel
    als Kampf zwischen dem Islam und den
    Juden dar und ruft gemäss einer bekannten
    islamischen Überlieferung zur Tötung der
    Juden auf.

    http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/as_g002.pdf

    • 11. Juli 2010 um 12:47 Uhr
    • tati
    • 11. Juli 2010 um 12:49 Uhr
    • tati
    • 11. Juli 2010 um 12:51 Uhr
    • tati
  143. 145.

    Quatsch Pavlov! Ich mache es mir nur einfach.

    Ich habe nämlich keine Lust auf eine weitere fruchtlose Nah-Ost Dabette.

    Für mich ist das nur ein relativ unblutiger Konflikt (ca. 1000 Tote/Jahr) um sehr wenig Land. Unser Straßenverkehr ist weitaus blutiger.

    ich bin mir natürlich darüber im klaren das Sie nicht locker lassen werden und versuchen werden mir diese blöde Debatte aufzuzwingen.

    • 11. Juli 2010 um 12:53 Uhr
    • J.S.
  144. 146.

    Oh al Jazeera gibt Haaspredigern die Möglichkeit zum Auftritt ?
    Mein Gott, jetzt bin ich aber empört.
    Nur Gut dass es in Israel nichts vergleichbares gibt :

    http://coteret.com/2009/11/09/settler-rabbi-publishes-the-complete-guide-to-killing-non-jews/

    http://www.haaretz.com/news/chabad-rabbi-jews-should-kill-arab-men-women-and-children-during-war-1.277616

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8232340.stm

    Naja , wenn sie sogar mit dem Militär zusammenarbeiten dürfen sollte man in diesem Fall ja nicht von Hasspredigern reden.
    Sind bestimmt verdiente Leute und werden nicht umsonst für ihren Job ausgewählt.

    „Our job was to boost the fighting spirit of the soldiers. The eternal Jewish spirit from Bible times to the coming of the Messiah.“

    • 11. Juli 2010 um 13:03 Uhr
    • joshua2
  145. 147.

    @J.S.

    Für einen klassischen Antisemiten wie joshua2 sind „DIE JUDEN“ quasi DIE Singularität des Konfliktes schlechthin.
    Alle weiteren Ebenen werden davon abgeleitet.

    • 11. Juli 2010 um 13:05 Uhr
    • tati
  146. 148.

    Könne sie mir mal erklären was ein Antisemit ist ?
    Sind orthodoxe Juden die eienen Statt Israel ablehnen für Sie auch Antisemiten ?
    Und Uri Avnery, ein international bekannter Friedensaktivist der sich für einen gerechten Frieden und einsetzt auch ?
    Ilan Pappe der den Mythos der „freiwilligen Auswanderung“ von gut der Hälfte der palästinensichen Bevölkerung innerhalb weniger Tage, durch Aktenstudium israelischer Quellen, als Lüge entlarvt hat,(es war eine eine durchdachte plannmäßige ethnische Säuberung, Vertreibung ) auch ?

    Ich könnte noch einige andere nennen aber sie würden diese
    ja wohl ausnahmslos in die Schublade „selhating jews“ einorden oder griffiger „Alibi-Juden“ was meint, dass sie von Antisemiten/die im übrigen Vergleiche von Verkehrsopfern mit den Opfern einer Besatzungsmacht als zynisch empfinden- das ist natürlich schlimmster Antisemitismus- die Ablehnung einer angebotenen Beruhigungspille verweigern und weiterbohren / benutzt werden um ihrer Propaganda
    den Hauch der Seriösität zu verleihen.

    • 11. Juli 2010 um 13:25 Uhr
    • joshua2
  147. 149.

    Könne sie mir mal erklären was ein Antisemit ist ?

    Ich entscheide das individuell. Die von Ihnen hier eingestellten Inhalte weisen antisemitische Stereotypien auf.
    Inwieweit Ihre geschriebenen Texte mit Ihrer Lebenswirklichkeit korrelieren, kann ich nicht ohne weiteres beurteilen – ich gehe aber davon aus, daß es Zusammenhänge gibt.

    Wenn jemand aljazeera als Quelle ausgewogener Berichterstattung zum Thema Israel bemüht, dann könnte ich im Gegenzug die IDF als Quelle verlinken – was ich jedoch nicht mache.
    Wenn ich die regelmäßige Fernsehsendung eines islamischen Haßpredigers auf aljazeera verlinke, erwidern Sie mit Schmonzes von ultraorthodoxen Juden. Wer von diesen Spinnern hat denn etwa eine regelmäßige Fernsehsendung im isralischen TV?
    usw.usw.

    Ich bin es, ebenso wie J.S., leid, diese immergleichen bis zur Singularität selektierenden Geschichten über das „Leid“ der Palästinenser zu hören.
    Ansonsten SCHWEIGEN bei Darfur, bei Pakistan, bei China, bei Indonesien, Philippinen – dort sind eben keine Juden involviert.
    Haben Sie mich verstanden? Wenn nicht (und davon gehe ich aus) macht´s auch nichts.

    • 11. Juli 2010 um 13:48 Uhr
    • tati
  148. 150.

    @Joshua 1 oder 2

    >>Könne sie mir mal erklären was ein Antisemit ist ?>>
    Tun Sie nicht so scheinheilig.

    Der Begriff „Antisemitismus wurde anscheinend Ende des 19. Jh. in Deutschland geprägt als wissenschaftlich klingenden Terminus für Judenhass.
    (Wkipedia, Antisemitism)

    Sie haben die Website „redress“ hier verlinkt. Die Beiträge dort sind eindeutig antisemitisch bzw. antijüdisch und anti-Israel(i). Ein Beispiel ist das Interview mit dem jüdischen Jazz-Musiker Gilad Atzmon:
    >>Frage: (…) have you any problem with being a Jew?>>

    >>Not at all because I do not consider myself a Jew. That said, I am sympathetic towards religious Jews as much as I am sympathetic towards religious groups or religious belief in general, and yet I am far less sympathetic towards the secular Jewish identity. I argue that, once you strip Jewishness of its spiritual content, you are left with mere racism. (…) To be Israeli is to engage in murderous negation. For Israelis, and to a certain extent for the post-Talmudic Jew, to Be is to Hate. Once the Israelis stop dropping bombs and hating the world around them, they won’t be Israelis any more, they would become „Hebrew speaking Palestinians“. Let me assure you, this is something that will happen by itself.,>>

    Ich verzichte auf den Link zu dieser Online-Mülltonne, aber mit den Keywords ist das Interview leicht zu finden.

  149. 151.

    @ Miriam G.

    Man stelle sich einen Christen oder Moslem vor, der folgendes sagt:
    „Sobald man das Christentum/den Islam vom spirituellen Kontext löst, bleibt nichts als purer Rassismus.“

    Aber so etwas, vorgetragen von einem Juden übers Judentum, gilt als diskussionswürdig. Was für ein Irrsinn!

    • 11. Juli 2010 um 14:06 Uhr
    • Samuel
  150. 152.

    Uiuijuijui – Gilad Atzmon das ist ja ein ganz übler Bursche – behauptet Jude zu sein und möchte auch nicht davon ablassen und kritisiert gleichzeitig Israel –
    was für ne Schublade passt denn jetzt gleich zu dem ?

    • 11. Juli 2010 um 14:08 Uhr
    • joshua2
  151. 153.

    Ich halte Atzmon nicht für einen Antisemiten – sondern schlicht für einen Vollidioten.

    • 11. Juli 2010 um 14:10 Uhr
    • Samuel
  152. 154.

    Einen habe ich auch noch, den kennt nicht jeder :

    http://www.jewsagainstzionism.com/rabbi_quotes/weissmandl.cfm

    • 11. Juli 2010 um 14:12 Uhr
    • joshua2
  153. 155.

    @Miriam G.

    Broder hat einen Leserbrief in der FAZ ?! aufgespürt.

    unbelievable

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/feuchte_traeume_in_baden_baden/

    • 11. Juli 2010 um 14:16 Uhr
    • tati
  154. 156.

    Broder :
    Früher waren wir Opfer heute sind wir Täter-
    es mact mehr Spass Täter zu sein “
    und Markwort jubiliert anlässlich der Börne-Preisverleihung
    an diesen Schmock :“ Brutalissimo“
    noch Fragen ?

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    • 11. Juli 2010 um 14:23 Uhr
    • joshua2
  155. 157.

    Im übrigen ist an dem abgedruckten Leserbrief was genau antisemitisch ?
    Entschuldigung, ich meinte natürlich „strukturell antismitisch“ ?

    • 11. Juli 2010 um 14:31 Uhr
    • joshua2
  156. 158.

    @Jörg Lau

    >Ich war der Meinung, Sie befürworten die Sicherheitsgarantie der Bundeskanzlerin für Israel?

    Frau Merkel ist sehr gut im Unterzeichnen von ungedeckten Schecks, in meiner Welt ist sowas eine strafbare Handlung.

    (Aber ein sehr schönes Beispiel dafür, wie stark sich die Politik- und Medienwelt von der Wirklichkeit entfernt hat. Schulterklopfer für Scheckbetrüger – Pfff)

    >Dass diese Haltung nicht dem Wunsch der Mehrheit hier entspricht, kann man annehmen.

    Diese „Haltung“ ist eben keine Haltung.

    BTW: „Haltung“ in Verbindung mit Frau Merkel ist schon rein körperlich ein Ding der Unmöglichkeit. Kein Diss, immerhin versucht die Kanzlerin uns in diesem Punkt mal nicht hinters Licht zu führen.

    >Polizeiaufbau in der Westbank

    …so wie in Afghanistan…

    >Aber insgesamt ist das eine balancierte Haltung

    Wie gesagt, das ist keine Haltung, nicht mal Dünnbrettbohrerei.

    >Was schlagen Sie vor, Sie Stimme des Volkes?

    Ich bin die Stimme der Vernunft, Herr Lau.

    Entwicklungshilfe für Palis und Israelis (U-Boote für lau…) einstellen und Bibi das Vertrauen aussprechen.

    Die Welt muss diesen Konflikt einfach „vergessen“.

    • 11. Juli 2010 um 14:37 Uhr
    • PBUH
  157. 159.

    joshua2 ist also Orthodoxer Jude und lehnt Israel aus religiösen Gründen ab.

    Israel darf nach Lesart der Orthodoxen erst durch den Messias gegründet werden. Ben Gurion und Co sind nach deren Lesart so eine Art Gotteslästerer weil er sich angmaßt hätte Messias zu spielen.

    • 11. Juli 2010 um 14:43 Uhr
    • J.S.
  158. 160.

    Huch, aber was ist das?

    “ * 10. Juli 2010 um 15:29 Uhr
    * —joshua #127″

    Also am Samstag… Sabbat.

    • 11. Juli 2010 um 14:49 Uhr
    • J.S.
  159. 161.

    @J.s.

    ich bin kein ortodoxer Jude und richtig muss es heißen :
    „Ben Gurion und Co sind nach deren Lesart so eine Art Gotteslästerer weil er sich angmaßt hat Messias zu spielen.“

    Ben Gurion der „Gründungsvater“ sprach 1938 :
    „Ich bin für Zwangsumsiedlung: Darin sehe ich nichts Unmoralisches“

    • 11. Juli 2010 um 14:57 Uhr
    • joshua2
  160. 162.

    @joshua2

    Ja was sind Sie dann?

    Deutscher der nicht mit der Schuld leben kann und nun etwas sucht das er den Juden vorwerfen kann?

    • 11. Juli 2010 um 15:04 Uhr
    • J.S.
  161. 163.

    @157.

    Im übrigen ist an dem abgedruckten Leserbrief was genau antisemitisch ?

    Donnerwetter!
    Sie würden wahrscheinlich sogar Schwierigkeiten haben, in „Mein Kampf“ etwas antisemitisches zu entdecken…

    • 11. Juli 2010 um 15:12 Uhr
    • tati
  162. 164.

    @tati

    „Sie würden wahrscheinlich sogar Schwierigkeiten haben, in “Mein Kampf” etwas antisemitisches zu entdecken…“

    Tolle Beweisführung muss ich aber nicht verstehen oder ?

    • 11. Juli 2010 um 15:23 Uhr
    • joshua2
  163. 165.

    J.S.
    „Ja was sind Sie dann?

    Deutscher der nicht mit der Schuld leben kann und nun etwas sucht das er den Juden vorwerfen kann? “

    Das wird’s wohl sein, an ihnen, so vermute ich mal, ist ja ein erstklassiger Psychologe, ja was sag ich, Psychoanalytiker verloren gegangen. Respekt!

    • 11. Juli 2010 um 15:27 Uhr
    • joshua2
  164. 166.

    Und hier noch eine kurze Würdigung zu Broders Preisverleihung :
    http://www.kultur-online.net/?q=node/501

    • 11. Juli 2010 um 15:35 Uhr
    • joshua2
  165. 167.

    Tolle Beweisführung muss ich aber nicht verstehen oder ?

    Nein, müssen Sie nicht verstehen.

    Wenn man die Bürger eines Staates und seine Unterstützer kollektiv als Störenfriede der künftigen Weltordnung bezeichnet und durch entsprechende „Behandlung“ auf deren baldiges Ende hofft, dann ist das für Sie natürlich völlig ok.
    Hitler fand das auch ok und neuerdings Ahmadinendschad – aber beide waren bzw. sind ja keine Antisemiten, genau wie Sie.

    • 11. Juli 2010 um 15:38 Uhr
    • tati
  166. 168.

    @joshua2

    Ich bin leider kein Psychologe und deswegen kann ich Ihnen auch nicht helfen. Aber vielleicht sehen Sie mal ins Telefonbuch.

    Obwohl ich ernste Zweifel hege was die Therapierbarkeit angeht. Aber Sie glauben mir ja auch sonst kein Wort…. 😉

    • 11. Juli 2010 um 15:39 Uhr
    • J.S.
  167. 169.

    @tati
    also es ist folgender Satz an dem sie den „anti-semitimus“ festmachen:
    „Doch die Maximen dieser Politik stehen zunehmend im Widerspruch zu den sich entwickelnden Prinzipien einer künftigen friedlicheren Welt, in der Israel und seine Unterstützer zunehmend als isolierte Störenfriede wahrgenommen und irgendwann auch behandelt werden dürfen…“
    „behandeln“ den sie sogleich in „Behandlung“ mit allen fantasierbaren Konnotationen ummünzen. Also das ist natürlich ein arg antisemitisches Wort da muss ich ihnen Recht geben – ich bin übrigens der Letzte der das nicht versteht, habe selber schon einige Petitionen gestartet um endlich die Bezeichnung Fahrerlaubnis an Stelle dieses unseligen „Führer“-scheins durchzusetzen desgl. Kran/Lok/Ver-„Führer“. Alleine es hat nichts gebracht.
    Aber nochmal zurück zu ihren Phobien, betreffend das Wort behandeln. Ihr Kollege J.S. hat mir ja auch eine „Behandlung“(nun er hat das B-Wort geschickt vermieden, aber es läuft am Ende wohl darauf hinaus) bei einem Therapeuten vorgeschlagen – ich vermute er muss wohl ein verkappter Antisemit sein ?
    Ich möchte deswegen, Ihre Phobie betreffend, keine weiteren Ratschläge erteilen, möchte Sie aber an dieser Stelle noch einmal warnen bezüglich J.S.: Die Anzeichen eines verkappt strukturellen Anti-Semitismus sind doch sehr besorgniserregend.

    • 11. Juli 2010 um 16:49 Uhr
    • joshua2
  168. 170.

    Heikel finde ich an dem Satz („[…] einer künftigen friedlicheren Welt, in der Israel und seine Unterstützer zunehmend als isolierte Störenfriede wahrgenommen und irgendwann auch behandelt werden dürfen…“) weniger die „Behandlung“ als vor allem das Wort „dürfen“. Mag sein, dass es ursprünglich „dürften“ im Sinne einer Erwartung heißen sollte (iSv „morgen dürfte es dann nochmal richtig heiß werden“). Aber so, wie es da steht, deutet es an, dass irgendwer (der Autor? Deutschland?) Israel nicht in dem Maße als Störenfried wahrnehmen und behandeln „darf“, wie der Autor das gern möchte. Und das wiederum läßt sich nur auf zwei Arten deuten:

    Entweder der Autor stellt sich unter der angemessenen „Behandlung“ Israels etwas vor, was heutzutage durch die internationalen Gepflogenheiten verboten wird (Atomschlag? Vertreibung? Vernichtung?)

    Oder der Autor hängt einer Verschwörungstheorie an, die behauptet, die ganze Welt würde von den USA/Freimaurern/Bilderbergern zu ihrem verständnisvollen Kurs gegenüber Israel gezwungen und es sei ihr von dieser geheimen Weltgedankenpolizei verboten, Israel als Störenfried auch nur wahrzunehmen.

    Ersteres muss nicht antisemitisch sein. Vielleicht ist der Autor allgemein ein Menschenhasser und wünscht sich auch für andere Völker und Länder diese „Behandlung“. Dass er diesen Wunsch zuerst an Israel verwirklicht sehen will, spricht aber schonmal Bände. Zweiteres… nun ja, es läuft letztendlich auf die Theorie einer jüdischen Weltverschwörung hinaus. Wer darin noch keinen Antisemitismus sehen will…

    • 11. Juli 2010 um 19:47 Uhr
    • Arjen van Zuider
  169. 171.

    vielen Dank für Ihre Antwort ich habe jetzt eine ungefähre Vorstellung davon was manch sensibilisierter Zeitgenosse in diesen zeilen finden kann.
    Dass der Leserbrief von so einem anerkannten und aufmerksamen Beobachter wie manfred Broder aufgegriffen wurde ist ja auch schon ein zeichen dass da was dran sein muss , der riecht den Anisemitismus ja schon bevor irgendein anderer überhaupt etwas bemerkt.
    Und seine Feinfühligkeit hat er ja auch erst letztens wieder eindrücklich bewisen als er sich verbat den Gaza streifen in irgendeine Verbindung zum Warschuer Ghetto zu stellen. Würde man die beiden vergleichen dann wäre die Lage im Gaza-Ghetto doch eher eine Club Med Veranstaltung .
    Also wenn einer einen ausgeprägten Sinn für skandalöse Äusserungen hat dann doch wohl Wolfgang Broder.

    • 11. Juli 2010 um 20:26 Uhr
    • joshua2
  170. 172.

    Wer das Wahrschauer Ghetto mit Gaza vergleicht ist entweder ein Nazi der die Naziverbrechen relativieren will oder Geisteskrank.

    Wobei Nazis ja oft auch ziemlich Geisteskrank sind. Da hat Broder schon recht. Wie so oft.
    Nebenbei sind es natürlich Broders jüdische Wurzeln die ihn für manche zum Feindbild Nummer 1 machen.

    • 11. Juli 2010 um 21:45 Uhr
    • J.S.
  171. 173.

    Aus:

    DIE ISRAEL-LOBBY UND DIE US-AUSSENPOLITIK
    von

    John J. Mearsheimer
    Department of Political Science
    University of Chicago
    Stephen M. Walt
    John F. Kennedy School of Government
    Harvard University

    (…)
    Außer seinem angeblichen strategischen Wert behaupten die Hintermänner Israels außerdem, daß ihm die
    uneingeschränkte Unterstützung der Vereinigten Staaten zustehe, weil 1) es schwach und von Feinden
    umgeben sei, 2) es eine Demokratie sei, was eine moralisch vorzuziehende Regierungsform sei, 3) das
    jüdische Volk in der Vergangenheit unter Verbrechen zu leiden gehabt habe und deshalb eine besondere
    Behandlung verdiene, und 4) das israelische Verhalten moralisch dem seiner Gegner überlegen gewesen
    sei.
    Bei näherer Betrachtung jedoch ist keines dieser Argumente überzeugend. Es gibt einen starken moralischen
    Grund für die Stützung der Existenz Israels, aber diese ist nicht in Gefahr. Objektiv gesehen bietet
    Israels Verhalten in Vergangenheit und Gegenwart keinen Grund für seine Bevorzugung gegenüber den
    Palästinensern.

    Rückendeckung für den Schwächeren?
    Israel wird oft als schwach und belagert dargestellt, ein jüdischer David umgeben von einem feindlichen
    arabischen Goliath. Diese Darstellung wurde von israelischen Führern und gleichgesinnten Schreibern
    sorgfältig gepflegt, aber das Gegenteil kommt der Wahrheit näher. Entgegen dem Volksglauben hatten
    die Zionisten im Unabhängigkeitskrieg 1947-49 größere, besser ausgerüstete und geführte Truppen und
    die israelische Armee (IDF) errang schnelle und leichte Siege gegen Ägypten 1956 und gegen Ägypten,
    Jordanien und Syrien 1967 – bevor großzügige US-Hilfe nach Israel floß. (24) Diese Siege liefern den
    beredten Beweis für israelischen Patriotismus, organisatorische Fähigkeiten und militärische Tüchtigkeit,
    aber sie decken ebenso auf, daß Israel weit entfernt von Hilflosigkeit war, selbst in seinen frühesten
    Jahren.
    Heute ist Israel die stärkste Militärmacht im Nahen Osten. Seine konventionellen Streitkräfte sind denen seiner Nachbarn weit überlegen und es ist der einzige Staat der Region mit Kernwaffen. Ägypten und Jordanien
    haben Friedensverträge mit Israel geschlossen und Saudi-Arabien hat dies ebenfalls angeboten.
    Syrien hat seinen sowjetischen Schutzherren verloren, der Irak wurde durch drei verheerende Kriege geschwächt
    und der Iran ist hunderte von Meilen entfernt. Die Palästinenser verfügen kaum über eine wirkungsvolle
    Polizei, geschweige denn über Militär, das Israel bedrohen könnte. Laut einer Einschätzung
    des berühmten Jaffee Center für Strategische Studien an der Universität Tel Aviv von 2005 „begünstigt
    die strategische Bilanz eindeutig Israel, das den qualitativen Abstand zwischen der eigenen militärischen
    Fähigkeiten und Abschreckungskraft und derjenigen seiner Nachbarn weiter vergrößerte.“ (25) Wenn
    Rückendeckung für den Schwächeren ein zwingender Grund wäre, würden die Vereinigten Staaten Israels
    Gegner unterstützen.

    Hilfe für eine befreundete Demokratie?
    Amerikas Rückendeckung wird oft mit der Behauptung gerechtfertigt, Israel sei ebenfalls eine
    Demokratie, umgeben von feindseligen Diktaturen. Diese Begründung klingt überzeugend, kann aber
    nicht verantwortlich sein für das derzeitige Maß an US-Unterstützung. Immerhin gibt es viele
    Demokratien weltweit, aber keine erfährt eine so großzügige Unterstützung wie Israel. Die Vereinigten
    Staaten haben Demokratien gestürzt und Diktatoren unterstützt, wenn es als Vorteil für die US-Interessen
    erachtet wurde, und sie unterhalten auch heute gute Beziehungen zu einer Reihe von Diktaturen. Somit ist
    das Vorhandensein von Demokratie weder eine Rechtfertigung noch eine Erklärung für die amerikanische
    Unterstützung Israels.
    Die Begründung „gemeinsame demokratische Überzeugungen“ wird ebenso geschwächt durch Gesichtspunkte
    der israelischen Demokratie, die mit amerikanischen Grundwerten unvereinbar sind. Die
    Vereinigten Staaten sind eine großzügige Demokratie, in der Menschen unabhängig von Rasse, Religion
    oder Volkszugehörigkeit als gleichberechtigt angesehen werden. Im Gegensatz dazu wurde Israel
    ausdrücklich als jüdischer Staat gegründet und die Staatszugehörigkeit basiert auf dem Prinzip der
    Blutsverwandtschaft. (26) Bei dieser Vorstellung von Staatsangehörigkeit ist es nicht überraschend, daß
    die 1,3 Millionen Araber Israels als Bürger zweiter Klasse behandelt werden, und daß kürzlich eine
    israelische Regierungskommission feststellte, daß Israel sich ihnen gegenüber in einer
    „vernachlässigenden und diskriminierenden“ Art verhalte. (27)
    (…)

    Entschädigung für ehemalige Verbrechen
    Eine dritte moralische Rechtfertigung ist die Geschichte vom jüdischen Leid im christlichen Westen,
    besonders die tragische Episode des Holocaust. Weil Juden jahrhundertelang verfolgt wurden und nur in
    einem jüdischen Vaterland sicher sein können, glauben viele, daß Israel eine besondere Behandlung durch
    die Vereinigten Staaten verdiene.
    Zweifelsohne haben die Juden sehr unter dem verabscheuungswürdigen Vermächtnis des Antisemitismus
    gelitten und die Gründung Israels war eine angemessene Antwort auf eine lange Geschichte von Verbrechen.
    Diese Geschichte stellt, wie bemerkt, einen starken moralischen Grund für die Unterstützung des
    Existenzrechts Israels dar. Aber die Gründung Israels schließt weitere Verbrechen an einer dritten,
    weitgehend unschuldigen Partei ein: den Palästinensern.
    Die Geschichte dieser Ereignisse ist wohlbekannt. Als der politische Zionismus im späten 19. Jahrhundert
    ernstlich begann, gab es in Palästina nur rund 15.000 Juden. (29) 1893 z.B. bestand die Bevölkerung zu
    rund 95 Prozent aus Arabern, und obwohl sie unter osmanischer Herrschaft standen, waren sie für 1300
    Jahre ununterbrochene Eigentümer des Landes (30) Selbst als Israel gegründet wurde, stellten Juden nur 35 Prozent der Bevölkerung Palästinas und sie besaßen 7 Prozent des Landes. (31)
    Die tonangebende zionistische Führerschaft war an der Errichtung eines binationalen Staates nicht
    interessiert und nicht gewillt, eine dauerhafte Abtrennung von Palästina zu akzeptieren. Die zionistische
    Führerschaft war zeitweilig bereit, eine Abtrennung als ersten Schritt zu akzeptieren, aber dies war nur
    ein taktisches Manöver und nicht ihr wirkliches Ziel. David Ben-Gurion stellte es in den späten dreißiger
    Jahren so dar: „Nach der Aufstellung einer großen Armee im Kielwasser der Errichtung des Staates
    werden wir die Abtrennung aufgeben und uns auf ganz Palästina ausbreiten.“ (32)

    (…)

    „Tugendhafte Israelis“ gegen „böse Araber“
    Das letzte Argument stellt Israel als ein Land dar, das Frieden suchte unter allen Umständen und große
    Selbstbeherrschung zeigte, selbst, wenn es provoziert wurde. Den Arabern wird im Gegensatz dazu nachgesagt,
    sie hätten mit großer Bösartigkeit gehandelt. Diese Geschichte – die von israelischen Führern und
    ihren amerikanischen Verteidigern wie Alan Dershowitz endlos wiederholt wird – ist jedoch ein weiterer
    Mythos. (41) In Bezug auf sein tatsächliches Verhalten ist das Verhalten Israels moralisch nicht von dem
    seiner Gegner zu unterscheiden. Israelische Forscher weisen nach, daß die frühen Zionisten weit von
    wohlwollendem Verhalten gegenüber den palästinensischen Arabern entfernt waren. (42) Die arabischen
    Einwohner leisteten den Übergriffen der Zionisten Widerstand, was kaum überraschend ist, bedenkt man,
    daß die Zionisten ihren eigenen Staat auf arabischem Land errichten wollten. Die Zionisten antworteten
    heftig und keine der beiden Seiten kann in jener Zeit die moralische Überlegenheit für sich beanspruchen.
    Die gleichen Forscher enthüllen auch, daß die Errichtung Israels 1947-48 ausdrücklich Fälle von
    ethnischen Säuberungen bedeutete, einschließlich Exekutionen, Massakern und Vergewaltigungen durch Juden. (43)
    Überdies war Israels weiteres Verhalten gegen seine arabischen Widersacher und palästinensischen
    Unterworfenen oft brutal, was jeden Anspruch auf ein moralisch überlegeneres Verhalten widerlegt.
    Zwischen 1949 und 1956 z.B. töteten israelische Sicherheitskräfte zwischen 2.700 und 5.000 Araber, die
    über die grüne Grenze ins Land kamen, die meisten von ihnen waren unbewaffnet. (44) Die IDF
    unternahmen in den frühen fünfziger Jahren zahlreiche Überfälle auf seine Nachbarn jenseits der
    Grenzen, und obwohl diese Aktionen als Verteidigungsantwort dargestellt wurden, waren sie eigentlich
    Teil eines Plans zur Ausdehnung der israelischen Grenzen. Der Ehrgeiz israelischer Expansionisten führte
    1956 auch zur Unterstützung des britisch-französischen Angriffs auf Ägypten und Israel zog sich aus den
    besetzten Gebieten erst auf massiven Druck der USA zurück. (45)
    Die IDF ermordeten auch in den beiden Kriegen von 1956 und 1967 hunderte ägyptischer Kriegsgefangener.
    (46) 1967 wies es zwischen 100.000 und 260.000 Palästinenser aus dem frisch eroberten Westjordanland
    aus und vertrieb 80.000 Syrer von den Golanhöhen. (47) Außerdem waren sie Mittäter an dem
    Massaker an 700 unschuldigen Palästinensern in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila, das der
    Invasion des Libanon von 1982 folgte, und eine israelische Untersuchungskommission befand den
    damaligen Verteidigungsminister Sharon „persönlich verantwortlich“ für diese Greuel. (48)

    (…)

    DIE ISRAEL-LOBBY
    Die Erklärung liegt in der unvergleichlichen Macht der Israel-Lobby. Wäre es der Lobby nicht gelungen,
    das politische System Amerikas zu manipulieren, wäre das Verhältnis zwischen Israel und den
    Vereinigten Staaten weitaus weniger innig, als es sich heute darbietet.
    Was ist die Lobby?
    Wir verwenden „die Lobby“ als bequeme Kurzbezeichnung für den losen Zusammenschluß von
    Einzelpersonen und Organisationen, die aktiv daran arbeiten, der US-Außenpolitik eine pro-israelische
    Richtung zu geben. Die Verwendung des Begriffs durch uns soll nicht unterstellen, daß „die Lobby“ eine
    einheitliche Bewegung mit einer zentralen Führung sei oder daß zugehörige Einzelpersonen nicht in
    einigen Kernpunkten anderer Auffassung wären
    Der Kern der Lobby besteht aus amerikanischen Juden, die in ihrem Alltagsleben bedeutende
    Anstrengungen unternehmen, die US-Außenpolitik so zu verbiegen, daß sie israelische Interessen fördert.
    Ihre Aktivitäten gehen über die bloße Stimmabgabe für pro-israelische Bewerber hinaus und umfassen
    das Schreiben von Briefen, finanzielle Zuwendungen und die Unterstützung von pro-israelischen
    Organisationen. Aber nicht alle jüdischen Amerikaner sind Teil der Lobby, weil Israel für viele von ihnen
    kein besonderes Problem darstellt. In einer Umfrage von 2004 z.B. gaben rund 36 Prozent der jüdischen
    Amerikaner an, sie wären „nicht sehr“ oder „überhaupt nicht“ emotional mit Israel verbunden. (60)
    Die jüdischen Amerikaner stehen auch unterschiedlich zu bestimmten Aspekten israelischer Politik. Viele
    der Schlüsselorganisationen der Lobby, wie AIPAC und die Konferenz der Präsidenten der jüdischen
    Hauptorganisationen (CPMJO) werden von Hardlinern geleitet, die in der Regel die expansionistische
    Politik der israelischen Likud-Partei unterstützten, einschließlich deren feindselige Haltung zum Osloer
    Friedensprozeß. Der Großteil der US-Juden neigt andererseits dazu, den Palästinensern Zugeständnisse zu
    machen und ein paar Gruppen – wie die Jewish Voice for Peace (= Jüdische Stimme für Frieden) –
    verfechten vehement dahingehende Schritte. (61) Trotz dieser Unterschiede vertreten beide, sowohl
    Hardliner als auch Gemäßigte, unerschütterlich die US-Unterstützung für Israel.
    Es ist nicht überraschend, daß sich die Führer der amerikanischen Juden oft mit israelischen Offiziellen
    beraten, so daß die Erstgenannten ihren Einfluß auf die Vereinigten Staaten maximieren können. Wie es
    ein Aktivist einer größeren Judenorganisation schrieb: „Es ist für uns der Normalfall zu sagen: ‚Das ist
    unser Standpunkt zu einer gewissen Frage, aber wir müssen überprüfen, wie die Israelis darüber denken.‘
    Wir als Gemeinschaft tun das die ganze Zeit.“ (62) Es gibt außerdem eine strikte Richtlinie, die Kritik an
    israelischer Politik verbietet; und die Führer der amerikanischen Juden unterstützen nur selten die
    Ausübung von Druck auf Israel. Daher wurde Edgar Bronfman senior, Präsident des World Jewish
    Congress, der „Perfidie“ bezichtigt, als er Mitte 2003 Präsident Bush einen Brief schrieb, in dem er ihn
    drängte, Druck auf Israel auszuüben, den Bau seines umstrittenen „Sicherheitszaunes“ zu bremsen. (63)
    Kritiker erklärten, daß „es für den Präsidenten des World Jewish Congress immer widerlich wäre, Einfluß
    auf den US-Präsidenten zu nehmen, um sich einer Politik zu widersetzen, die von der israelischen
    Regierung unterstützt wird.“
    (…)
    Der Lobby gehören auch einige prominente Vertreter der evangelikalen Christen an, wie Gary Bauer,
    Jerry Falwell, Ralph Reed und Pat Robertson ebenso wie Dick Armey und Tom DeLay, ehemalige
    Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus. Sie glauben, Israels Wiedergeburt sei ein Teil der biblischen
    Prophezeiung, unterstützen seine expansionistischen Pläne und denken, die Ausübung von Druck auf
    Israel liefe Gottes Willen zuwider. (67) Zu den Mitgliedern der Lobby gehören auch neokonservative
    Nichtjuden wie John Bolton, der ehemalige Redakteur des Wall Street Journal Robert Bartley, der frühere
    Bildungsminister William Bennett, die frühere UN-Botschafterin Jeanne Kirkpatrick und der Kolumnist
    George Will.

    (Hier siehe meine Ausführungen zu Endzeit Erwartungen im Zusammenhang mit Untersuchungen von Prof. Vögelin).

    Beeinflussung des Kongresses
    Ein Hauptpfeiler der Wirksamkeit der Lobby ist ihr Einfluß im Kongreß, wo Israel gegenüber Kritik im
    Grunde immun ist. Dies ist an sich schon eine bemerkenswerte Lage, da der Kongreß fast nie vor einem
    strittigen Punkt zurückschreckt. Ob es sich um die Punkte Abtreibung, Aktion gegen die Diskriminierung von Minderheitsgruppen, Gesundheitsfürsorge oder Wohlfahrt handelt; man kann sicher sein, daß es auf
    dem Kapitolshügel eine lebhafte Debatte geben wird. Wenn allerdings Israel betroffen ist, verfallen die
    politischen Kritiker in Schweigen und es findet überhaupt keine Debatte statt.
    Ein Grund für den Erfolg der Lobby im Kongreß ist der, daß einige der Schlüsselmitglieder christliche
    Zionisten sind wie Dick Armey, der im September 2002 sagte: „Meine Priorität Nr. 1 in der Außenpolitik
    ist der Schutz Israels“ (69) Man sollte denken, daß die Priorität Nr. 1 für jeden Kongreßabgeordneten der
    „Schutz Amerikas“ wäre, aber das war es nicht, was Armey sagte. Es gibt auch jüdische Senatoren und
    Kongreßabgeordnete, die daran arbeiten, die US-Außenpolitik zur Unterstützerin israelischer Interessen
    zu machen.

    Es gibt keinerlei Zweifel an der Wirksamkeit dieser Taktiken. Um nur ein Beispiel herauszunehmen, half
    AIPAC 1984 mit, Senator Charles Percy aus Illinois eine Niederlage beizubringen, der, laut einem prominenten
    Lobbymitglied, „zu geringe Empfänglichkeit und sogar Feindseligkeit gegenüber unserer Sicht an
    den Tag legte.“ Thomas Dine, der damalige Kopf von AIPAC, erklärte, was passierte: „Alle Juden in
    Amerika, von Küste zu Küste, sammelten sich, um Percy zu verdrängen. Und die amerikanischen
    Politiker – diejenigen, die öffentliche Funktionen jetzt innehaben und diejenigen, die sich darum
    bewerben – verstanden die Botschaft.“ (71) AIPAC rühmt sich natürlich seines Rufs als furchtbarer
    Gegner, weil es jeden davon abhält, seine Pläne in Frage zu stellen.
    Der Einfluß von AIPAC auf dem Kapitol geht allerdings sogar noch weiter. Laut Douglas Bloomfield,
    einem früheren Stabsmitglied von AIPAC, „ist es für Kongreßmitglieder und ihre Stäbe üblich, sich
    zuerst an AIPAC zu wenden, wenn sie eine Information brauchen, bevor sie sich an die
    Kongreßbibliothek, den Nachforschungsdienst des Kongresses, Ausschußmitglieder oder
    Verwaltungsfachleute wenden“ (72) Wichtiger noch ist seine Bemerkung, daß AIPAC „oft dazu
    aufgefordert wird, Reden zu entwerfen, an Gesetzgebungsvorhaben mitzuarbeiten, taktische Ratschläge
    zu erteilen, Nachforschungen durchzuführen, Mitsponsoren zu sammeln und Abstimmungen zu
    beaufsichtigen.“

    Manipulation der Medien
    Zusätzlich zur direkten Einflußnahme auf die Regierungspolitik bemüht sich die Lobby darum, die
    öffentliche Meinung über Israel und den Nahen Osten zu bestimmen. Sie will keine offene Debatte über
    Israel betreffende Fragen, weil eine offene Debatte die Amerikaner dazu bringen könnte, den derzeitigen
    Unterstützungsgrad in Frage zu stellen. Demgemäß arbeiten pro-israelische Organisationen hart daran,
    die Medien, Denkfabriken und Akademien zu beeinflussen, weil diese Einrichtungen entscheidend sind
    für die Bestimmung der öffentlichen Meinung.
    Die Sicht der Lobby auf Israel wird in den Mainstream-Medien breit widergespiegelt, zum großen Teil
    deshalb, weil die meisten amerikanischen Kommentatoren pro-israelisch eingestellt sind. Der Journalist
    Eric Alterman schreibt, die Debatte unter den Nahost-Experten ist „dominiert von Leuten, die sich nicht
    vorstellen können, Israel zu kritisieren“ (84) Er listet 61 „Kolumnisten und Kommentatoren (auf), auf die man zählen kann, wenn es darum geht, Israel reflexartig und ohne Einschränkung zu unterstützen.“
    Umgekehrt fand Alterman gerade einmal fünf Experten, die beständig das israelische Verhalten
    kritisieren oder pro-arabische Positionen billigen. Zeitungen veröffentlichen ab und zu Gast-Editorials,
    welche die israelische Politik in Frage stellen, aber in der Endabrechnung wird klar die andere Seite
    favorisiert.
    Diese pro-israelische Ausrichtung spiegelt sich in den Leitartikeln der größeren Zeitungen wider. Robert
    Bartley, der ehemalige Redakteur des Wall Street Journal, bemerkte einmal: „Shamir, Sharon, Bibi – was
    auch immer diese Typen wollen, geht für mich in Ordnung.“ (85) Es überrascht daher nicht, daß das Journal,
    gemeinsam mit anderen Zeitungen wie The Chicago Sun-Times und The Washington Times regelmäßig
    Leitartikel strikt pro-israelischen Inhalts herausgeben. Magazine wie Commentary, die New Republic
    und der Weekly Standard sind ebenso eifrig dabei, wenn es darum geht, Israel an jeder Ecke zu
    verteidigen.

    Akademien unter polizeilicher Aufsicht
    Die Lobby hatte größte Schwierigkeiten, Debatten über Israel auf den Universitäten zu unterdrücken, weil
    die akademische Freiheit ein hohes Gut darstellt und weil fest angestellte Professoren nur schwer zu
    bedrohen oder zum Schweigen zu bringen sind. Dennoch gab es in den Neunzigern nur geringe Kritik an
    Israel, als der Friedensprozeß von Oslo am Laufen war. Kritik kam dann auf, als der Prozeß in sich
    zusammenfiel und Ariel Sharon Anfang 2001 an die Macht kam, und wurde besonders intensiv, als die
    IDF im Frühjahr 2002 das Westjordanland zurückeroberten und gegenüber der Zweiten Intifada massive
    Gewalt einsetzten.
    Die Lobby setzte sich aggressiv in Bewegung, „um die Universitäten zurückzuerobern“. Neue Gruppen
    wie die Caravan for Democracy (= Karawane für Demokratie) tauchten auf, die israelische Redner an die
    US-Colleges brachten. (92) Etablierte Gruppen wie das Jewish Council for Public Affairs (= jüdischer Rat
    für öffentliche Angelegenheiten) und Hillel warfen sich ins Getümmel und eine neue Gruppe – die Israel
    on the Campus Coalition (= Koalition Israel auf den Campus) – wurde gebildet, um die vielen Gruppen zu
    koordinieren, die nun danach trachteten, Israels Sache an den Universitäten zu vertreten. Schließlich
    erhöhte AIPAC seine Ausgaben zur Überwachung der Universitätsaktivitäten und zur Ausbildung junger
    Befürworter für Israel auf mehr als das Dreifache, um „die Anzahl von Studenten auf dem Campus stark
    zu erhöhen… , die in die landesweiten pro-israelischen Anstrengungen eingebunden sind.“ (93)

    • 11. Juli 2010 um 22:34 Uhr
    • Mete
  172. 174.

    So, ich denke jeder weis jetzt genug bescheid, wer hier der Wolf und wer das Schaf ist.

    Und die Lobbyarbeit wird ja hier genauso weitergetrieben wie man sieht.

    Können wir nun zum Thema zurückkommen!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ansonsten werde ich noch weitere unannehmliche Wahrheiten über die Pro-Israel Lobby hier reinposten.

    Das Thema hier ist das Islambild in den Medien zur Erinnerung und man kann sich des Eindrucks nicht erwaehren, hier sei eine unheilvolle Allianz aus Islamhassern und Palaestinenserhassern am Werke!

    Herr Lau hat schon einen Anfang gemacht zu mehr Differenzierung und mit Recht hat er die deutschen Reaktionen zu dem Fall der Marwa kritisiert.

    Als schon in allem Munde war, dass ein herbeigeeilter Polizist,

    ungeachtet dessen, dass der Ehemann schon mit Messerstichen verletzt war,

    ungeachtet dessen, dass der Taeter immernoch das Messer hatte,

    schoss er durch seine typischen medial erzeugten Schubladendenken sanktioniert, den schwarzköpfigen Ehemann der Marwa an!

    Dass er dies tat, zeigt doch allein schon die Wirkung jahrelanger Hetzkampangen gegen Muslime in den Köpfen der Menschen.

    Aber damit nicht genug, die deutsche Öffentlichkeit, wahrscheinlich gewahr dieser Schuld, verschwieg diesen Umstand fast eine Woche!!!
    Das ist doch ein Skandal!

    • 11. Juli 2010 um 22:44 Uhr
    • Mete
  173. 175.

    Es gibt wohl eher eine Anti-Israel Lobby.

    Eine ziemlich verlogene Bande übrigens.

    Unangenehme Wahrheiten?

    Es gibt immer mehr Islamisten in unserem Land. Nazis haben wir sowieso schon genung.

    Am Ende wird es natürlich keine neutrale Berichterstattung mehr über Israel geben denn die Islamisten haben bereits die Deutungshoheit über unsere Medien.

    • 11. Juli 2010 um 22:52 Uhr
    • J.S.
  174. 176.

    Übrigens sind in NEw-York 3000 Marwas ermordet worden. Und zwar von Islamisten.

    Und zwar nicht von einem einzelnen durchgeknallten Islamisten sondenr von einer ganzen Bande die aus der gesammten islamischen Welt stammte.

    Das ist mal eine unangenehme Wahrheit.

    Und da glauben hier manche die nicht alle Planten in der Umlaufbahen haben das es eine Isarel Lobby in den USA brauchte!!!

    Sind die wirklich so dämlich zu begreifen das der islamische Terror bei weitem genügt um die Amerikaner auf die Seite der Israelis zu bringen?

    • 11. Juli 2010 um 23:00 Uhr
    • J.S.
  175. 177.

    „Steinigung von Iranerin verschoben“

    Wie nett! Aber erst mal wurde die Iranerin zum Tid durch Steinigung verurteilt.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,705894,00.html

    Da braucht es nun wirklich keine Israel Lobby um zu wissen auf welche Seite man sich stellen muss.

    • 11. Juli 2010 um 23:16 Uhr
    • J.S.
  176. 178.

    Gaddafi von der Islamisch-Sozialistische Volksrepublik Libyen, bekanntlich schon länger ein Unterstützer von Terroristen, will nun ein „Hilfsschiff“ nach Gaza schicken.

    Also alles beim Alten.

    • 11. Juli 2010 um 23:21 Uhr
    • J.S.
  177. 179.

    @JS
    q.e.d.

    Wenn Sie hier schon anfangen Tote gegeneinander aufzuzaehlen, dann ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Melden Sie sich mal beim Psychologen (waermstes empfohlen).

    Vorallem dann nicht, wenn man mal richtig zaehlen würde (die hunderttausenden Toten im Irak, etc…) und man stellte fest, wie falsch Sie liegen.

    Aber ist ja egal. Hauptsache man kann sich selbst einreden, dass man im Recht ist.

    Und ein vernünftiger Kommentar zum Thema? Fehlanzeige.
    Wie bereits Herr Lau schon schrieb:

    „Ich muss Ihnen nicht vor Augen führen, was sich vor einem Jahr in Dresden abgespielt hat. Eine junge Frau wurde vor Ge­richt ermordet, und ihr Mann dann auch noch von der Polizei angeschossen, und dies alles während eines Prozesses, den diese junge Frau führte, weil sie von jenem Alex W. auf übelste Weise beschimpft worden war: „Islamistin“, „Terroristin“, „Schlampe“. Hier hatte jemand das Richtige getan: auf die deutsche Justiz vertraut, um sich gegen antimuslimische Hetze zur Wehr zu setzen. Und war dann im Schoß eben dieser Justiz einem Mord zum Opfer gefallen.“

    Darum geht es!

    • 12. Juli 2010 um 00:19 Uhr
    • Mete
  178. 180.

    @Mete

    Gehen Sie doch mal selber zum Psychologen!

    „die hunderttausenden Toten im Irak, etc…“

    Wovon ja wohl die meisten aufs Konto von Moslems gehen. Schiiten gegen Sunniten! Wohl schon vergessen? Realitätsverlust?

    Und kommen Sie mir nicht mit diesem einzelnen Irren der auf eine Muslimin los gegangen ist!

    „Die Schülergruppe aus Levallois-Perret, ein Vorort von Paris, war vor einer Woche in Ägypten angekommen. Bei dem Bombenanschlag auf dem bei Touristen beliebten Khan-al-Khili-Basar im historischen Viertel Kairos wurde die 17-jährige Schülerin getötet,“

    http://www.tagesschau.de/ausland/kairo108.html

    Das war übrigens kein Racheakt für Marwa sondern mehrere Monate vorher am 23.2.2009.

    • 12. Juli 2010 um 01:23 Uhr
    • J.S.
  179. 181.

    Preisfrage! Wie hieß die 17 jährige Französin die in Kairo in die Luft gesprengt wurde?

    Warum gehen hier in Europa nicht massenhaft Menschen auf die Straße um gegen dier Ernordung der 17jährigen französischen Schülerin in Kairo zu prortestieren wie das umgekehrt im Fall von Marwa El-Sherbiny der Fall war?

    Erst als von den tumultartigen Szenen der Beerdigung in Alexandria be­richtet wurde, erst als eine Wiederholung der emotionalen Aufwallung aus den Zeiten der Karikaturen-Affäre drohte. Die Empörung kam also von außen. Es mußte erst die Befürchtung hinzukommen, dass Deutschland außenpolitisch Schaden nehmen könn­te, damit die führenden Politiker sich äußerten. Merkel verurteilte den Mord, Münte­fering nahm an der Trauerfeier teil, wichtige gesellschaftliche Gruppen meldeten sich entsetzt zu Wort – allen voran übrigens die Juden.
    Aber etwas war nicht in Ordnung daran: Die merkwürdige Verzögerung der Reaktion des öffentlichen Deutschland verlangt nach einer Erklärung.

    • 12. Juli 2010 um 01:47 Uhr
    • J.S.
  180. 182.

    Antisemitismus = Antizionismus = Israelkritik ?

    » … [E]in revolutionärer Wandel im Diskurs über den Antisemitismus hat stattgefunden. … Praktisch findet keine Diskussion derzeitig über Antisemitismus statt ohne dass Israel und der Zionismus im Zentrum dieser Diskussion stehen. … Die Gleichung „Antizionismus = Antisemitismus“ ist folglich das korrekte neue Glaubensbekenntnis geworden. …

    Alles, von starker Kritik an den politischen Maßnahmen Israels über verständnisvolle Kritik am Zionismus hin zur Befürwortung einer Ein-Staaten-Lösung für den Israel-Palästina Konflikt wird als Antizionismus definiert, obwohl keine dieser Positionen prima facie antizionistisch ist. …

    Eine ernsthafte Diskussion über den derzeitigen Antisemitismus – rational, objektiv, wissenschaftlich verankert – ist so gut wie nichtexistent. Sie wird ersetzt durch …endlose Kontroversen über die angeblichen antisemitischen Implikationen von Bemerkungen … über Israel. … Hauptziel es ist, … die „Anti-zionismus = Antisemitismus“-Gleichung zu befördern. … Und so verbietet man quasi die völlig legitime Diskussion darüber, ob ein erhöhter Antisemitismus ein Resultat der Handlungen Israels sei.

    Dieses ist keine Grundlage, auf der man wirkungsvolle Maßnahmen für die Bekämpfung des Antisemitismus entwickeln kann.

    Wie es einer Zeit geziemt, in der Furcht in Mode ist, haben wir erfolgreich die Gruppe unserer Feinde vergrößert – als ob wir dadurch in größerer Sicherheit leben könnten. «

    Quelle
    Artikel: “Jews attacking Jews”
    von Antony Lerman
    in: Haaretz – 12.09.08
    http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/jews-attacking-jews-1.253684

  181. 183.

    Antisemitismus ist die Ursache des „Antizionismus“.

    Ohne Antisemitismus und Terror wäre der Nah-Ost Konflikt ein relativ unblutiger Konflikt um ein sehr kleines Gebiet für den sich niemand interessieren würde.

    Schon die Tatsache das dieses Thema hier immer wieder so aufgeregt diskutiert wird und eben nicht um blutigere Konflikte wie Dafur, Südsudan. Kongo usw. zeigt das hier eine starke irrationale Komponente vor liegt.

    Im übrigen ist es ziemlich heftig zu behaupten das der Antisemitismus irgendwas mit Handlungen von Juden zu tun hätte und nicht mit deren Abstammung.

    • 12. Juli 2010 um 02:10 Uhr
    • J.S.
  182. 184.

    Das ist genau der Unterschied zwischen Antisemitismus und Islamophobie.

    Islamophobie ist die Folge spektakulärer Terrorschläge die uns in Angst und Schrecken (Terror) versetzt haben.

    Antisemitismus hingegen ist ein Rassismus der nur etwas mit der Abstammung zu tun hat.

    • 12. Juli 2010 um 02:22 Uhr
    • J.S.
  183. 185.

    @Mete

    >Als schon in allem Munde war, dass ein herbeigeeilter Polizist, ungeachtet dessen, dass der Ehemann schon mit Messerstichen verletzt war, ungeachtet dessen, dass der Taeter immernoch das Messer hatte, schoss er durch seine typischen medial erzeugten Schubladendenken sanktioniert, den schwarzköpfigen Ehemann der Marwa an!

    Dafür gibt es keine Anhaltspunkte, das Verfahren gegen den Wachmann/Polizist wurde IMHO sehr schnell eingestellt.

    Islamische Migranten fallen übrigens öfter extrem negativ dadurch auf, Feuerwehr/Notarzt zu unterstellen sie wollen nicht ausreichend helfen – eine mehr als abwegige Frechheit, die alles über die kranke Denke dieser Migranten aussagt.

    >Dass er dies tat, zeigt doch allein schon die Wirkung jahrelanger Hetzkampangen gegen Muslime in den Köpfen der Menschen.

    Im Zweifelsfall ist eben der „Schwarzkopf“ der Troublemaker/Messerstecher – das hat leider nix mit angeblichen „Hetzkampangen gegen Muslime“ zu tun.

    • 12. Juli 2010 um 02:22 Uhr
    • PBUH
  184. 186.

    „Ein Konflikt wie der um die Ermordung von Marwa El-Sherbiny kann leicht zu einem Weltenbrand werden, wie wir seit der Karikaturen-Affäre wissen.“

    Und genau dieser Satz impliziert schon ein bestimmtes Bild des Islam. Was besonders deutlich wird wenn man mal versucht statt der Muslimin die Namenlose 17 jährige Französin einzusetzen.

    Man hat Angst. Deswegen hat man auch gezögert die Tat des Irren anzuprangern. Man hat gehofft das es irgendwie nicht auffiele, es sich nicht bis zu den Islamisten herum sprechen würde, und so das Risiko eines Weltenbrandes vermieden würde.
    Genau aus dem gleichen Grund schweigt man über die 17 jährige Französin. Man hat Angst das es als Vorwurf aufgefasst würde. Man will ja niemanden provozieren.
    Nur macht die andere Seite im Fall der Französin beim Verschweigen mit.

    • 12. Juli 2010 um 02:43 Uhr
    • J.S.
  185. 187.

    @J.S.
    „Steinigung von Iranerin verschoben. Wie nett…“

    Wie primitiv pfui Teufel!
    Da sind wir doch viel besser…
    das intergalaktische space centrun weiss doch wie man’s besser und zivilisierer macht.

    Steine was für ein barbarisches Verbrechen !
    Wir haben Tomahawks (nein nicht die alten Streitäxte der Primitiven – Gott sei Dank hat diese Horde von stinkenden Terroristen nichts mehr zu sagen – )
    Cruise missiles, Drohnen, DU-Geschosse damit wird heute zivilisiert und verschieben tun wir schon mal gar nichts .
    Hochzeitsgesellschaften, entführte Tanker aufständische Dörfer und Städte kein Problem bei unserer Luft-Aufklärung entgeht uns nichts.
    wir werden den Primitivlingen, Muzzis und ihren Anhängern schon zeigen wo’s langgeht Steinigung ? – Wo sind wir denn hier !
    Wir sind die Zivilisation !

    • 12. Juli 2010 um 07:18 Uhr
    • joshua2
  186. 188.

    @J.S.
    Nebenbei sind es natürlich Broders jüdische Wurzeln die ihn für manche zum Feindbild Nummer 1 machen.

    Natürlich, ist doch logisch !
    Und die jüdischen Israelkritiker Uri Avnery, Ilan Pappe, Amira Hass, Rolf Verleger, Zev Sternhell, Hecht-Galinski u.u
    die bringen wir auch noch um – bumm.

    Ich glaube wenn man mal ne weile still ist in dem Forum und hinhört kann man so ein leises Brummen bemerken- das sind wohl Sie und Ihre
    Dummheit.

    • 12. Juli 2010 um 07:35 Uhr
    • joshua2
  187. 189.

    Gaddafhi ist wirklich ein Spinner – aber es ist ja auch ganz interessant was so um ihn herum so alles gesponnen wurde, welche Netze um ihn gezogen wurden und wie ihm übel mitgespielt wurde :

    The Other Side of Deception by Victor Ostrovsky(ehemaliger Moassad agent)
    da können sie z.B. erfahren mit welch perfiden Mitteln den USA suggeriert wurde, Lybien plane Terror-attacken und das führte dann zu einem Luftangriff der USA auf Lybien.

    • 12. Juli 2010 um 07:45 Uhr
    • joshua2
  188. 190.

    @J.S.
    „Islamophobie ist die Folge spektakulärer Terrorschläge die uns in Angst und Schrecken (Terror) versetzt haben.“

    bzzzzz….
    Jo jetzt brummts aber wieder gewaltig –

    wie war jetzt noch gleich die Devise dieser high-tech-heroes in Spezialanzügen mit dem coolen equipement

    diese Herrscher der Meere, des Himmels ?

    ach ja richtig :

    Shock and awe

    • 12. Juli 2010 um 08:10 Uhr
    • joshua2
  189. 191.

    @JS

    danke fürs Eigentor, obwohl ich bezweifle, ob der Grad ihrer Intelligenz das jetzt bemerken wird:

    Sie kommen mir mit EILMELDUNGEN über Terror, ausgeübt von angeblichen Muslimen an anderen Muslimen,
    und beantworten indirekt die Frage, wieso die Deutsche Medienlandschaft, das zu verschweigen versucht, was in ihrem eigenen Haus passiert:

    Weil es insgesammt eine voreingenommene Gilde ist, die das schreibt, was ihr angeordnet wird. Und solche Typen wie Sie, sind dann die Hauptsüchtigen nach Mordmeldungen.

    Ich bin mit Journalisten aus verschiedenen Laendern „bekannt“ und berufsbedingt unterhaellt man sich mal, dabei lockert der Alkohol bei ihnen so öfters die gekauften Zungen. Was wir hier schreiben ist eigentlich daher nur Theater, dass weis auch Herr Lau im inneren.

    Aber erschreckend nur, dass es Leute gibt, denen diese angeordnete Berichterstattung nicht weit genug geht.

    @PBUH
    „Im Zweifelsfall ist eben der “Schwarzkopf” der Troublemaker/Messerstecher – „,

    Das werde ich jetzt mal der spanischen Polizei melden, damit sie im Zweifelsfall betrunkenen und pöbelnde Deutsche mal über den Haufen schiessen, unszwar jedes WE (sooft wie es nunmal vor Ort passiert).

    Aber danke für die Bestaetigung.

    Das solche Kommentare hier stehengelassen werden, zeigt mit welchem zweierlei hier in Deutschland gemessen wird. Ginge es um einen Israeli, waere man schon gebannt, nicht wahr?

    Aber selbst wenn man diese Kommentare löschen würde, an den Gedanken aendert sich nix.

    Ich war jetzt 1 Woche wiedermal in Deutschland und habe 5 Personen erlebt, die die ganze Zeit selbstgespraeche führten. Das habe ich sonst nirgends in dieser Haeufigkeit gesehen. Scheint eine psychische Störung vorzuliegen… im gesammten Sommermaerchen Land…

    • 12. Juli 2010 um 09:20 Uhr
    • Mete
  190. 192.

    „Terroristen töten WM-Fans in Uganda“

    „Mehr als 60 Tote, mindestens 65 Verletzte: (…) Der Generalinspektor der ugandischen Polizei brachte die Angriffe mit jüngsten Drohungen von somalischen Islamisten der Shebab-Miliz in Verbindung.“

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-07/uganda-kampala-terror

    Die Terroristen sorgen schon selber für ein verheerendes Islambild.

    Soll man solche Anschläge, Steinigungen usw. verschweigen damit das Islambild besser wird?

    • 12. Juli 2010 um 09:30 Uhr
    • J.S.
  191. 193.

    Wie al Qaida nach Duisburg kam

    Duisburg (RPO) Die Festnahme eines Terrorverdächtigen in NRW erschüttert nicht nur die ahnungslosen Nachbarn. Sie macht auch deutlich, wie dicht die Fäden des Terrornetzwerkes mit einschlägigen Anschlagsplanungen nach wie vor durch die Städte und Regionen Deutschlands verlaufen.

    http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Wie-al-Qaida-nach-Duisburg-kam_aid_880336.html

    • 12. Juli 2010 um 09:48 Uhr
    • PBUH
  192. 194.

    @Mete
    Wie hieß die 17 jährige Französin die in Kairo ermordet wurde? Versuchen Sie das mal heraus zu finden dann reden wir weiter über Verschweigen.

    Der Terrormord an einer Europäerin durch Muslimische Extremisten wird allenfalls noch als Randnotiz gemeldet.

    Die Opfer in Uganda sind morgen auch gleich wieder aus den Schlagzeilen. Man will ja seiner Informationspflicht nachkommen.

    „Scheint eine psychische Störung vorzuliegen… im gesammten Sommermaerchen Land…“

    Tja, das es Deutschland schlecht geht ist uns ja wohl allen klar.

    • 12. Juli 2010 um 09:49 Uhr
    • J.S.
  193. 195.

    @Mete

    Natürlich ist diese Aussage nicht pc aber sie ist eben nicht falsch.

    Das ist doch auch der Grund warum viele Türken/Araber nicht in Clubs und Discos gelassen werden, war ja nicht immer so.

    Aber aus Erfahrung wird man klüger

    • 12. Juli 2010 um 10:00 Uhr
    • PBUH
  194. 196.

    >Ich war jetzt 1 Woche wiedermal in Deutschland und habe 5 Personen erlebt, die die ganze Zeit selbstgespraeche führten. Das habe ich sonst nirgends in dieser Haeufigkeit gesehen. Scheint eine psychische Störung vorzuliegen… im gesammten Sommermaerchen Land…

    Die „Krankheit“ nennt sich Headset

    • 12. Juli 2010 um 10:01 Uhr
    • PBUH
  195. 197.

    Neumann,

    gibt es irgend einen Hinweis darauf, dass der Mörder El-Sherbinys ein politisches Motiv hatte? Ich meine, abgesehen von Deiner Versicherung, dass er ein waschechter Nazi sei. War er in irgend einer Organisation a la RAF? Hat er politische Pamphlete verfasst, aus denen hervorgeht, was er mit diesem Mord bezweckte?

    Was spricht gegen die Deutung, dass er in einen eskalierenden Streit mit El-Sherbiny verwickelt war, in Zuge dessen er völlig den Verstand verloren hat?

    Aus meiner Sicht handelt es sich dabei genauso sehr bzw. eher genauso wenig um eine politische Tat, wie jene berüchtigt Schlägerei in der Münchner U-Bahn, bei der zwei Jugendliche einen Renter beinahe töteten. Zwar kann man auch hier diagnostizieren, dass der Fall ein Stück weit so wahrgenommen wurde, als sei es eine hochbrisante politische Angelegenheit, aber auch hier ist es erst durch das Medienevent dazu geworden und war es keineswegs von vornherein.

    Ein typisches Merkmal für „politische Morde“ ist übrigens, dass es immer auch Unterstützer gibt, die zwar die Tat an sich verurteilen, aber ein gewisses Verständnis für die (unterstellten) Motive des Täters äußern und dadurch die Tat politisch überwölben, politisch kontextualisieren. So wie das Jörg Laus Kollege Jens Jessen im Münchner U-Bahn Fall getan hat. Nun kann man Jessen vielleicht zu Gute halten, dass er sich erst dazu geäußert hat, als der Fall schon längst ein Event und mithin politisiert war. Vielleicht hat er sich gerade darüber geärgert und sich deswegen zu seinem hirntoten Kommentar hinreißen lassen. Nichts desto Trotz ist „einfach mal die Klappe halten“ auch für Journalisten ein guter Tip.

    • 12. Juli 2010 um 10:25 Uhr
    • Saki
  196. 198.

    „Drei mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen in Norwegen und Deutschland festgenommen: Sie sollen an den vereitelten Anschläge in New York und Manchester beteiligt gewesen sein.“

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-07/terror-al-qaida-norwegen

    Ist schon eine etwas ältere Meldung die hier im Blog aus Rücksicht auf das Islambild aber keine Erwähnung fand.

    • 12. Juli 2010 um 10:28 Uhr
    • J.S.
  197. 199.

    “Im Zweifelsfall ist eben der “Schwarzkopf” der Troublemaker/Messerstecher – “,

    Aber danke für die Bestaetigung.

    Das solche Kommentare hier stehengelassen werden, zeigt mit welchem zweierlei hier in Deutschland gemessen wird.“

    Wieso zweierlei Maß? Sind können in diesem Forum gerne behaupten. Das blonde deutsche Nazis in Sachsen die Trouble-Maker sind. Da wird sie niemand des Rassismus bezichtigen. Denn die Wahrheit ist niemals rassistisch.

    • 12. Juli 2010 um 10:30 Uhr
    • Krause
  198. 200.

    „Jemen- Bewaffnete verschleppen Journalisten“

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,705937,00.html

    Hätte Spiegel-Online auch besser verschwiegen denn das ist schlecht fürs Islambild.

    • 12. Juli 2010 um 11:03 Uhr
    • J.S.
  199. 201.

    Die Islamisten mit denen wir uns in Europa herum schlagen ist dgenau die gleiche Bande wie die mit denen sich die Israelis seit Jahrzehnten herum schlagen müssen.

    Nah-Ost ist quasi der Prototyp für die Entwicklung in Europa.

    • 12. Juli 2010 um 11:09 Uhr
    • J.S.
  200. 202.

    „Verfassungsschutz sieht ideologische Allianz zwischen Neonazis und Islamisten“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705829,00.html

    Aber man darf natürlich sein Islambild davon nicht beeinflussen lassen.

  201. 203.

    Wie wohl unser Islambild wäre wenn diese Meldungen genauso hetzerisch wie die über die Israelis abgefasst wären?

    Da müsste ja jeden Tag mindestens zwei mal von Massaker die Rede sein.
    Ich erinndere mal daran wie schnell im Fall Mavi Marmara die Massaker Anschuldigungen da waren.

    • 12. Juli 2010 um 13:14 Uhr
    • J.S.
    • 12. Juli 2010 um 16:27 Uhr
    • joshua2
  202. 205.

    @ J.S. 200:

    Sie haben Laus Vortrag nicht verstanden.
    Das Problem ist nicht, dass (!) über so etwas berichtet wird, es muss darüber berichtet werden.
    Es ist die Fokussierung (!) auf das negative Themenspektrum. Da liegt der Hase im Pfeffer.

  203. 206.

    Kein Wunder das die Umsätze der Medien zurückgehen;- Politisch
    Korrekt bis zum Untergang ! Selbst meine Alevitische Schwägerin
    und bekennende Kemalistin ist schon von orthodoxen Muslimen
    bedroht worden. Ein Salafist hat gedroht mich zusammenzuschlagen,
    weil ich mich kritisch über die Scharia geäußert habe ; -Leben
    wir schon im Iran oder Saudiarabien ???? Meine Schwägerin ist
    klüger und erkennt totalitären Charakter des Islam, im Gegensatz
    zu Ihnen wo jedes Eingeständnis im Nebensatz gleich relativiert wird.
    Kein Wunder die Medien werden zunehmend von Saudis, Katar, Türkei
    finanziert. Wenn Islam angeblich Frieden ist wieso schlachten sich Muslime sogar gegenseitig ab ???

    • 22. Januar 2013 um 17:16 Uhr
    • islamphober
  204. Kommentar zum Thema

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