Ein Blog über Religion und Politik

Wie der Euro Deutschland rettet

Von 5. Juli 2011 um 19:27 Uhr

Interessanter Artikel von Steven Rattner in Foreign Affairs. Rattner, ein Investmentbanker, war an der Rettungsaktion für die amerikanische Autoindustrie in der Krise beteiligt. Er schreibt über die Lektionen, die das neue deutsche Wirtschaftswunder für die USA bereithält.

Schröders Agenda kommt sehr gut weg durch die Kombination von Sozialreformen und Industriepolitik. Und danach wird die Kurzarbeiterregelung zur Nachahmung empfohlen, weil sie, anders als das hire and fire die kompetente Arbeiterschaft im Unternehmen hält und die sozialen Kosten der Arbeitslosigkeit minimiert. Deutschlands Mittelstand, der sich auf qualifizierte Produkte spezialisiert hat, statt den Wettbewerb über die Lohnkosten zu suchen und alles zu outsourcen, wird ebenfalls sehr gelobt.

Und dann kommt eine Passage, die gewisse schmutzige Wahrheiten über den Vorteil des Euros für die Deutschen ausspricht, die unsere Politiker leider nicht anzusprechen wagen:

Meanwhile, the introduction of the euro in 1999 quietly brought Germany another advantage: it fused the country to others whose competitiveness, as measured by the cost of each unit of labor, had stagnated, particularly Greece, Ireland, Italy, Portugal, and Spain, but also France. Meanwhile, since 1999, Germany's competitiveness has increased by nearly 20 percent. Germany wins more business worldwide when it competes against other eurozone countries to sell its exports, and it even outperforms them in their home markets. About 80 percent of Germany's trade surplus comes from its trade with the rest of the European Union.

The eurozone's weak economic performance and the simmering sovereign debt crises in several peripheral eurozone countries have kept the value of the euro well below what the deutsche mark would be worth today if it still existed. (According to some estimates, if Germany abandoned the euro, its currency would immediately appreciate by 30 to 40 percent.) This gives Germany an enormous competitive trade advantage over countries with their own, more expensive currencies, such as the United Kingdom and the United States. The economic stimulus from the undervaluation of the euro has been so powerful that the biggest economic worry in Germany today is that the economy will overheat and trigger inflation.

Das ist die Wahrheit über die Eurokrise und die Deutschen. Der Focus auf Griechenlands Steuermoral und Rentenniveau lenkt nur ab von der Grundwahrheit, dass der Euro ein wesentlicher Faktor des deutschen Wirtschaftswunders II ist und deshalb aus schierem Eigeninteressse unbedingt gerettet werden muss.

Kategorien: Debatte, USA
Leser-Kommentare
  1. 1.

    The economic stimulus from the undervaluation of the euro has been so powerful that the biggest economic worry in Germany today is that the economy will overheat and trigger inflation.

    Wieder ein typisches JL Fundstück. Über welches Land redet der Mann?

    • 5. Juli 2011 um 19:52 Uhr
    • M. Riexinger
  2. 2.

    Über welches Land redet der Mann?
    Über ein Land, das sich über „Fachkräftemangel“ beklagt, ein Land, das so wenige Arbeitslose hat wie seit den frühen Neunzigern nicht mehr, ein Land, das immer noch Exportweltmeister ist… aber wahrscheinlich sind das alles nur Statistiktricksereien und Lügenpropaganda.

    • 5. Juli 2011 um 21:29 Uhr
    • Arjen van Zuider
  3. 3.

    @ Lau

    Das ist die Wahrheit über die Eurokrise und die Deutschen. Der Focus auf Griechenlands Steuermoral und Rentenniveau lenkt nur ab von der Grundwahrheit, dass der Euro ein wesentlicher Faktor des deutschen Wirtschaftswunders II ist und deshalb aus schierem Eigeninteressse unbedingt gerettet werden muss.

    Eine bitte vorab – seien sie doch so gut und tönen nicht so herum wie ein Priester, der glaubt die Wahrheit gepachtet zu haben. Sie haben ihre Meinung und gut ist es und nicht die Wahrheit über die Deutschen….

    Die Griechen sind kein Ablenkungsmaneuver – selbst dann nicht, wenn wir die Behauptung von Rattner zugrunde legen.
    Seine Behauptung war: Die deutsche Wirtschaft hat einen Exportvorteil, weil der Euro nicht den Wert der deutschen Waren entspricht, sprich: unterbewertet ist.
    Dazu: zum einem spiegelt der Euro den gesamt-europäischen wert, und da können eine wirtschaft wie die deutschen innerhalb des europäischen Raumes schon große Vorteile geniesen.
    Auf der anderen Seite aber kamen schwächere Volkswirtschaften, wie z. b. die Griechen günstig an Geld heran aufgrund eben auch der mit von den deutschen stabilisierten wertes des Euros und der davon abhängigen Staatspapiere.
    Nun gibt es zwei möglichkeiten:
    a.) jeder kann machen was er möchte – es geht uns nichts an,was griechische Politiker ihrem Wahlvolk versprechen und mit welchen Vergünstigungen, Löhnen usw… sie ihre Wähler locken. Wir kümmern uns um uns, und solange der Euro vorteile für uns hat, behalten wir ihn, wenn nicht – weg damit. Und der Griechen ihre Probleme sind nicht unsere und fertig.
    b.) Nicht jeder kann machen was er will – wenn sehen wir Europa mehr als ein Staatenverbund wie unsere Bundesstaaten. Und da gibt es wirtschaftlich starke und welche, die es halt nicht sind und diese ‚Bundesstaaten‘ unterstützen sich wie eine Solitargemeinschaft.
    D. h. aber auch: die Griechen knnen eben nicht machen was sie wollen – es muss haölbwegs einheitlich sein: griechischen löhne müssen sowohl der wirtschaftskraft der region (des Landes) entsprechen als auch vielleicht (bei Beamtengehältern) dem Europäischen Schnitt. Eisenbahnführer, die mit 2700 Euro netto, wie in einem berichteten Fall bei der griechischen Staatsbahn, nach Hause gehen und somit wesentlich mehr als deutsche Eisenbahnführer, oder Rente mit 55 usw… entsprechen einfach weder der Wirtschaftskraft noch dem europäischen Durchschnitt.
    Und hier liegt der Hund begraben – Eine Solitargemeinschaft beruht auf Gegenseitigkeit: der Stärkere soll den Schwächeren helfen, aber: der Schwächere hat sich auch dementsprechend zu verhalten bzw. seinen teil nach seinen Möglichkeiten beizutragen wie entsprechend sorgsam mit Geld umzugehen.
    So, wie die EU atm ist, sind wir aber kein solcher Bundesstaat – kein land läßt sich freiwillig irgendwie reinreden, im Gegenteil. Wir sind eine Zwischenform, bei der einer seits einige wirtschaftlich starke Gegenden wie die BRD leichter davon profitieren können und andere nicht so sehr. SAnderereseits aber es kein einheitliches Netz von politischen Vorgaben wie rente, versicherungen, beamtengehältern usw… gibt, die dafür sorgen, dass alle Bürger Europas auf ähnliche vor- und nachteile (steuern z. b.) zugreifen können (und ein ähnlichen Einfluss über Wahlen haben).

    • 5. Juli 2011 um 22:21 Uhr
    • Zagreus
  4. 4.

    „..dass der Euro … aus schierem Eigeninteressse unbedingt gerettet werden muss.“
    Dazu 2 Punkte:
    – es ist völlig unklar, ob der Euro und das aktuelle Niveau der Exporte wirklich durch sogenannte Rettungspakete dauerhaft erhalten werden können
    – selbst wenn Sie die Gewinne aus den Exporten den Kosten der Rettungspakete gegenüberstellen wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass die ersten nicht unbedingt von denselben eingestrichen werden, die die zweiten bezahlen. Das ganze führt also auch innerhalb Deutschlands zu Gewinnern und zu Verlierern. Um wessen Eigeninteresse es dabei geht, wäre also durchaus im Detail zu untersuchen. Die Betrachtung einer abstrakten Größe wie „Deutschland“ dient da eher der Vernebelung.

    • 5. Juli 2011 um 23:02 Uhr
    • AM
  5. 5.

    selbst wenn Sie die Gewinne aus den Exporten den Kosten der Rettungspakete gegenüberstellen wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass die ersten nicht unbedingt von denselben eingestrichen werden, die die zweiten bezahlen.
    Hier einen Ausgleich herzustellen, ist aber eine nationale Angelegenheit, die Deutschland im Alleingang erledigen kann, ohne dass die Franzosen reinreden wollen. Dass über diesen Ausgleich nie gesprochen wird, sondern immer nur über das Rettungspaket, ist vielleicht auch eine Art Vernebelung…

    • 5. Juli 2011 um 23:17 Uhr
    • Arjen van Zuider
  6. 6.

    aber wahrscheinlich sind das alles nur Statistiktricksereien und Lügenpropaganda.

    @ AvZ

    Janz jenau, denn:

    Wir schreiben das Jahr 2011 a.D. Ganz Gallien ist jetzt von den Keynesianern besetzt. Nur ein kleines Dorf am Rande der von ihnen besetzten Gebiete leistet tapferen Widerstand gegen zu viel Staat, zu viel Regulierung und zu wenig Markt: OrtnerOnline.

    OrtnerOnline bietet daher ein Forum für all jene, die sich dem Motto „freie Märkte, freie Menschen“ verbunden fühlen und sich der intellektuellen Auseinandersetzung mit den „Sozialisten in allen Parteien“ (F.A.v.Hayek) mit Vergnügen stellen.”

    http://www.ortneronline.at/?page_id=4

    • 5. Juli 2011 um 23:34 Uhr
    • N. Neumann
  7. 7.

    Griechenland-Rettung

    Was man hierzu wissen sollte. Nachdem zig Deutsche Banken marode Zinsgeschäfte mit Ländern wie Island, Irland, Griechenland, Spanien, Italien gemacht haben, wurden mit der Finazkrise diese Schuldtitel an den Staat „abgegeben“ und in BadBanks ausgelagert. Damit wurde die Gefahr gebannt, dass die Deutschen Banken aufgrund der Zahlungsunfähigkeit eines oder mehrerer dieser Länder ebenfalls zahlungsunfähig werden und bei einem Konkurs die sonstigen Schuldscheine weniger gefährdeter Länder auf dem Markt verscherbeln müssen. Das hätte natürlich den Wert eigentlich intakter Papiere gedrückt und die Spirale angesto0en, vor der sich jeder mit Ahnung gefürchtet hat.

    Fakt ist, dass wenn Griechenland Pleite geht, Deutschland als Gläubiger ebenfalls große Verluste zu erleiden hat, weil entweder Deutsche Staatsbanken im besitz dieser Papiere sind, oder diese Papiere als Sicherheiten für Staatskredite an Privatbanken abgegeben worden sind.

    Um es kurz zu fassen, man hat für die Profite von Aktieninhabern deutscher Banken den Steuerzahler in Beschlag genommen, der jetzt auch das ganze Risiko trägt.

    Ansonsten, wenn eine Exportnation es schaft, sich einen Absatzmarkt zu erhalten, wie eben die Hochverschuldeten EU Länder, insbesondere ohne Aufwertung der eigenen Währung, ist das natürlich gut für die deutsche Wirtschaft. das ist auch der Grund, warum sich China gegen die Aufwertung wehrt und seine Dollarresserven wachsen lässt, anstatt diese dem Markt zuzuführen.

    • 6. Juli 2011 um 00:11 Uhr
    • Erol Bulut
  8. 8.

    Wow – ein Kommentar, in dem Israel nicht vorkommt.

    • 6. Juli 2011 um 00:25 Uhr
    • N. Neumann
  9. 9.

    @NN 8

    Das hast Du ausschliesslich mir zu verdanken.

    • 6. Juli 2011 um 01:27 Uhr
    • tati
  10. 10.

    This gives Germany an enormous competitive trade advantage over countries with their own, more expensive currencies, such as the United Kingdom and the United States.

    Schwachsinn. Der Wettbewerbsvorteil liegt darin, dass Deutschland u.a.Industrieprodukte anbietet,die in dieser Form keiner auf dem Weltmarkt liefern kann. England und die US schon gar nicht, weil sie in der Dientsleistungsgesellschaft die Zukunft sahen und nun mit leeren Händen dastehen.

    • 6. Juli 2011 um 08:05 Uhr
    • riccardo
  11. 11.

    This gives Germany an enormous competitive trade advantage over countries with their own, more expensive currencies, such as the United Kingdom and the United States.

    http://www.oanda.com/currency/converter/

    @ AvZ

    Über ein Land, das sich über “Fachkräftemangel” beklagt, ein Land, das so wenige Arbeitslose hat wie seit den frühen Neunzigern nicht mehr, ein Land, das immer noch Exportweltmeister ist… aber wahrscheinlich sind das alles nur Statistiktricksereien und Lügenpropaganda.

    Natürlich nicht. D ist ein Land mit moderatem Wirtscvhaftswachstum, das sich langsam von den Folgen von 40 Jahren Sozialismus und acht Jahren Rot-Grün erholt, bevor der Einstieg in den Ausstieg zuschlägt. Aber haben Sie im Ernst in einer deutschen Witrtschaftszeitung gelesen, dass eine Konjunkturüberhitzung drohe?

    • 6. Juli 2011 um 08:22 Uhr
    • M. Riexinger
  12. 12.

    … 40 Jahren Sozialismus in einem Landesteil

    • 6. Juli 2011 um 08:22 Uhr
    • M. Riexinger
    • 6. Juli 2011 um 08:38 Uhr
    • Publicola
  13. 14.

    @ NN

    Du glaubts wahrscheinlich Heiner Flassbeck, wenn er erzählt, das Staaten Geld produzieren (heute morgen im ARD-Morgenmagazin).

    • 6. Juli 2011 um 08:42 Uhr
    • M. Riexinger
  14. 15.

    @MR
    Flassbeck? Ist das nicht der Typ der behauptet, wir hätten Griechenlands Exportwirtschaft durch Lohndumping zerstört?

    • 6. Juli 2011 um 09:05 Uhr
    • riccardo
  15. 16.

    Richtig. Der Typ meint mehr oder weniger Deutschland hätte eine Wirtschaftspolitik nach griechischem Vorbild betreiben sollen:

    Flassbeck behauptet, dass eine Volkswirtschaft nicht sparen könne. Die allgemeine Auffassung, dass eine Volkswirtschaft netto sparen könne, also insgesamt Geld über einen bestimmten Zeitraum sparen könne, um mit dem angesparten Geld erst in einer zukünftigen Periode Investitionen zu finanzieren, ist nach Auffassung von Flassbeck falsch. Dies würde nämlich bedeuten, dass in der Gegenwart irgendjemand in der Volkswirtschaft auf seinem Angebot sitzen bleiben müsse. Da die Summe der Einnahmen und damit die Einkommen aller Wirtschaftssubjekte gleich der Summe der Ausgaben und damit der Nachfrage aller Wirtschaftssubjekte seien, sänken in der Folge die Einkommen. Ausgaben, die nicht getätigt würden, fielen in gleicher Höhe weg. Das innerhalb einer Periode erwirtschaftete Einkommen müsse so oder so verwendet werden. Sparen im Sinne von Nichtverwendung könne es in einer Volkswirtschaft nicht geben. Das allgemeine Unwissen bei Bürgern und Wirtschaftspolitikern über den Unterschied zwischen Gesamt- und Einzelrationalität ist nach Flassbeck auch der Grund, weshalb immer wieder die heutige Staatsverschuldung fälschlicherweise als eine Verschuldung gegenüber zukünftigen Generationen angesehen werde. Aus diesem Unwissen heraus ließen sich viele Fehler der heutigen „modernen“ Wirtschaftspolitik analysieren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Flassbeck

    • 6. Juli 2011 um 09:49 Uhr
    • M. Riexinger
  16. 17.

    Kann mir jemand weiter helfen, ich verstehe das nicht.

    Wenn der Euro unterbewertet ist und Deutschland dadurch Vorteile hat, warum haben die anderen Länder dann nicht den gleichen Vorteil? Wir haben doch alle den gleichen Euro?

    • 6. Juli 2011 um 11:35 Uhr
    • Mates
  17. 18.

    Seltsam, dass Deutschland seit der Euroeinführung bis 2010 das ZWEITNIEDRIGSTE Wachstum der Eurozone hatte.
    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E76957412686744F291D3CE60B7D306A0~ATpl~Ecommon~SMed.html#8DFBB2F8B1DB489899FC115A22EDB3B1

    Deutschland hatte ein durchschnittliches Wachstum von 1,2% während die Euroländer Irland(3,9%), Griechenland(2,7%) und Spanien(2,6%) pro Jahr gewachsen sind. Wie kann man bei einem solch niedrigen Wachstum davon reden, dass Deutschland profitiert hätte? Deutschland hatte die niedrigste Lohnsteigerung und die Exporte in den Euroraum sind prozentual sogar gesunken. Dass Deutschland schon vor der Euroeinführung Vizeexportweltmeister war, wird auch gerne unterschlagen. Schade, hatte gehofft wenigstens in diesem Blog nichts von der dümmlichen Europropaganda lesen zu müssen.

    • 6. Juli 2011 um 11:39 Uhr
    • Kritiker
  18. 19.

    @ Mates

    „Wir haben doch alle den gleichen Euro?“

    Ja, aber nicht die gleiche Wirtschaftskraft.
    Griechenland z.B. hat so gut wie keine Exportindustrie.

    • 6. Juli 2011 um 12:10 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  19. 20.

    Mates #117

    daran gibt es in der Tat nichts zu verstehen, weil sich die angebliche Unterbewertung des Euro auf eine gefühlte D-Mark bezieht, die es zwar nicht mehr gibt, die aber laut Herrn Rattner bestimmt viel mehr wert wäre als 50 Eurocent wenn es Sie noch gäbe. Sehr schönes Beispiel für das Argumentieren mit virtuellen Pappkameraden.

    • 6. Juli 2011 um 13:20 Uhr
    • Saki
  20. 21.

    Martin Riexinger,

    Flassbeck behauptet, dass eine Volkswirtschaft nicht sparen könne. Die allgemeine Auffassung, dass eine Volkswirtschaft netto sparen könne, also insgesamt Geld über einen bestimmten Zeitraum sparen könne, um mit dem angesparten Geld erst in einer zukünftigen Periode Investitionen zu finanzieren, ist nach Auffassung von Flassbeck falsch.

    Da hat Flassbeck nun recht, aber das ist eine solche Binsenweisheit, dass es mir peinlich wäre, wenn man mich damit in wikipedia zitieren würde. Tatsächlich spart ja niemand, indem er Bargeld unter die Matraze steckt. In Wirklichkeit sparen selbst die konservativsten Hillibillys, indem sie Bausparverträge, Lebensversicherungen oder Sparbücher anfüttern, Geld also, das sofort (sic!) investiert wird, nicht vom Sparer aber von der Bank/Versicherung etc. Man „spart“ in dem man zum Gläubiger wird.

    • 6. Juli 2011 um 13:45 Uhr
    • Saki
  21. 22.

    @Mates

    Wenn der Euro unterbewertet ist und Deutschland dadurch Vorteile hat, warum haben die anderen Länder dann nicht den gleichen Vorteil? Wir haben doch alle den gleichen Euro?

    Der Wert einer Währung hängt von der Handelsbilanz (Export-Import) des Währungsraumes ab.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Handelsbilanz#Beispiele

    Wenn ein Land mehr Importiert, als es exportiert, braucht es Fremdwährung um diesen Überschuss bezahlen zu können. Da die Nachfrage nach Fremmdwährung groß ist, muss man sich das Geld „teuer“ leihen. Im umgekehrten Fall, wenn mehr exportiert wird, besitzt das Land sozusagen Fremdwährung, was es dann wieder auf den Markt wirft, sodass das Angebot für diese Währung wächst und der Wert der Währung fällt.

    Aufgrund dessen, dass wir die Wirtschaftszone EU haben, ist der Handel im EU Raum gegenüber Steuererhebungen bzgl. Nicht-EU bevorteilt.

    Kommen wir zum Kern. Aufgrund der Exportüberschüsse Deutschlands wäre eine rein Deutsche Währung längst dermaßen aufgewertet, dass sich erstens die anderen EU Länder und darüber hinaus nicht mehr so viele deutsche Waren leisten könnten.

    Da die anderen EU Länder einen Importüberschuss haben diese Länder einen anderen Vorteil vom Euro, als Deutschland. Deren „Vorteil“ ist es, dass der Euro vor der Entwertung einer eigenen Währung schützt. Heißt, dass nicht „Ausländer“ billig alles aufkaufen können. Doch das ist nicht immer ein Vorteil weil durch eine Entwertung der eigenen Währung die Konjunktur im Inland (weil man sich ausländische Waren nicht mehr leisten kann) gestärkt wird. Wenn man wie Argentinien das Land dann mit Gesetzen vor dem Ausverkauf sichern kann (was der IWF jahrzehntelang bekämpft hat), gibt es gute Chancen die eigene Wirtschaft gesunden zu lassen. Neben Argentinien kann man das an diversen asiatischen Staaten beobachten.

    Also, Resteuropa profitiert zwar von einer stärkeren Währung, die vor dem Ausverkauf schützt, kann aber die eigene Konjunktur nicht richtig in schwung bringen, weil über den Euro die Waren aus diesen Ländern für andere immer nocht teuer bleiben.

    Deutschland profitiert davon, dass die Währung nicht aufgewertet werden muss, und Deutsche Waren erschwinglich bleiben. Damit und mit den durch Steuern verteuerten Handel zum EU-Ausland wird in der EU ein großer Absatzmarkt in der EU für dadurch erschwingliche deutsche Waren gesichert. Das dazu wegen fehlender Aufwertung der Deutschen Währung natürlich auch der Export ins EU-Ausland gefördert wird (während andere EU Länder wegen fehlender Abwertung ihren Export ins EU-Ausland) nicht gefördert bekommen.

    So, damit ich nicht alle enttäusche, ein anderes Exportmodell wäre das von Israel, dass sich mit Gewalt einen Absatzmarkt für israelische Produkte sichert. Doch für Deutschland ist dies keine Option.

    • 6. Juli 2011 um 14:16 Uhr
    • Erol Bulut
  22. 23.

    @ Erol Bulut

    „So, damit ich nicht alle enttäusche, ein anderes Exportmodell wäre das von Israel, dass sich mit Gewalt einen Absatzmarkt für israelische Produkte sichert. Doch für Deutschland ist dies keine Option“

    Mich haben Sie noch nie enttäuscht !

    „Doch für Deutschland ist dies keine Option“ … keine Option MEHR, so meine Ergänzung nach dem 70. Jahrestag von Unternehmen Barbarossa.

    AJE behauptet in seinem neuesten Gaza-Video:

    Getting rich off the siege against Gaza (yt)

    dass Israel die Hamas quasi an der Macht erhält, weil sich der Tunnelschmuggel so gut abzocken lässt. Die zionistische Verschwörung reicht anscheinend mal wieder weiter, als wir uns das alle vorstellen können.

    Im Kern (ich sage nicht: unfreiwillig !) sprechen Sie aber mal wieder einen wichtigen Zusammenhang an. Exportimperien kommen nicht ohne Kosten; und es kann sein, dass man ab und zu mal einen etwas maroden Kunden ausbailen muss.

    Ich bin (ernsthaft jetzt, real passiert) in den letzten Wochen von Migrantenjugendlichen darauf angesprochen worden, „warum Deutschland sich das gefallen läßt“ (sich auf griechischen Demos als Naziland bezeichnen zu lassen, etc.) und mir fiel spontan nur als Antwort ein, dass Besatzung noch teurer ist, und dass wir diese Erkenntnis G.W.Bush verdanken, sofern wir sie von ’45 vergessen haben sollten.

    Solange alle möglichen grossen und kleinen Gangster der Welt deutsche Aggro-Autos fahren wollen (müssen ?) dürfte es vertretbar sein, einige der Länder, die sie etwas vor die Wand gefahren haben, auszubailen.

    Mein Video-Tipp über Aggro-Autos made in Almanyastan:

    Ramzan Kadyrov’s Cars inc: Lamborghini Reventon

    Der Titel ist irreführend; die allermeisten Marken sind von hier.

    Meine Zukunftsprognose: Solange unsere Migranten nicht auf Toyota fremdgehen, wird dieses Land nicht untergehen !

    • 6. Juli 2011 um 14:51 Uhr
    • Thomas Holm
  23. 24.

    @Holm

    Ich weiß, Deutchland macht das schon ganz clever und der Euro ist nach wie vor ein Segen für Deutschland, solange der „Overkill“ ausbleibt. Allerdings profitiert die Deutsche Industrie noch von seinem Bildungssystem, welches früher die potentiellen Spezialisten nicht so harten Prüfungen ausgesetzt hat, wie es heute mit dem verschärften Abiturprüfungen und Masterstudiengängen tut. In zwanzig Jahren wird sich dies bemerkbar machen.

    Über die Abriegelung und die israelische Stärkung der Hamas bei gleichzeitiger Propaganda, Hamas schwächen zu wollen, mag ich hier keine weitern Worte verlieren. Sie wissen ohnhin Bescheid. Aber das Modell Zwangsabsatzmarkt funktioniert im WJL noch ganz gut, während Gazas vollständige Unabhängigkeit nur noch eine Frage der Zeit ist.

    • 6. Juli 2011 um 15:13 Uhr
    • Erol Bulut
  24. 25.

    @ Erol Bulut

    Wo Sie gerade online sind; ich habe etwas gefunden, was sogar mich noch mal zum extra-nachdenken gebracht hat:

    yt: Herr Roosevelt plaudert (1943)

    steigen Sie bei Min. 8.25 ein …

    • 6. Juli 2011 um 15:29 Uhr
    • Thomas Holm
  25. 26.

    @ NN

    Du glaubts wahrscheinlich Heiner Flassbeck, wenn er erzählt, das Staaten Geld produzieren (heute morgen im ARD-Morgenmagazin).

    @ MR

    Nei-jenn.

    Wenn Heiner Flassbeck die deutsche Wirtschafts-, Lohn-, Finanz- und Sozialpolitik der letzten 10 Jahre geprägt hätte, hätte die Präambel von Ortner-Online wirklich Sachgehalt.

    • 6. Juli 2011 um 15:53 Uhr
    • N. Neumann
  26. 27.

    @Holm

    Inwiefern zum Nachdenken?

    Das der Kapitalismus bestimmte unsoziale Schwächen hat?

    Wie Kriegspolitik zu Absatzmärkten führen kann?

    Wie sehr die damalige Art der Propaganda über angeblich minderwertige und angeblich allmächtige Menschen als Feindbilder heute noch trotz angeblichen zivilisatorischen Fortschritts Verwendung findet?

    • 6. Juli 2011 um 16:02 Uhr
    • Erol Bulut
  27. 28.

    Erol Bulut,

    Kommen wir zum Kern. Aufgrund der Exportüberschüsse Deutschlands wäre eine rein Deutsche Währung längst dermaßen aufgewertet, dass sich erstens die anderen EU Länder und darüber hinaus nicht mehr so viele deutsche Waren leisten könnten

    Das ist zwar in der Tat der Kern des Gedankenganges von Rattner und anderen, hat aber den Nachteil, dass er einen entscheidenden Fehler enthält. Nämlich das Diktum von Flassbeck, dass eine Volkswirtschaft nicht sparen kann.

    Die Behauptung hinsichtlich des Vorteils Deutschlands durch den Euro beruht auf der dämlichen Annahme, dass Deutschland Geld, das es durch Außenhandel mit anderen Euroländern verdient, hortet (und nichts damit machen würde). Tatsächlich steht dem Exportüberschuß bei Gütern (der ja ein Kapital-/Geldimport ist) Ein gleich großer Kapitalexport in Form von deutschen Auslandsinvestitionen gegenüber. D.h. Dtl. wird gegenüber dem Ausland zum netto Gläubiger.

    Ohne es genau zu wissen, kann man denke ich annehmen, dass ein guter Anteil dieser Investitionen in Form von Staatsanleihen anderer Euroländer getätigt wurden. Werden diese nun nicht mehr bedient, steht es natürlich ziemlich schlecht um dieses Geschäftsmodell.

    Man kann nun daraus natürlich ebenfalls den politischen Imperativ ableiten, dass Deutschland unbedingt einen Ausfall von z.B. griechischen Staatsanleihen oder den Ausfall von Staatsanleihen anderer Euro-Länder verhindern muss. Wenn dies aber nicht anders möglich ist, als den freiwilligen Kapitalexport in Form von Auslandsinvestitionen durch Transferzahlungen aus Steuermitteln zu ersetzen, dann wird dieser Imperativ eben recht absurd und schwer vermittelbar.

    • 6. Juli 2011 um 16:26 Uhr
    • Saki
  28. 29.

    @ Erol Bulut

    Schade, ich hatte auf einen magischen Effekt gehofft. Sollte ich natürlich besser nicht als Richard Dawkins Fan…

    Wenn 1943 aus Deutschland verkündet wird:

    „Um dieser Ideale willen entfesselten Roosevelt und seine J. den Krieg gegen die jungen Völker, die eine gerechtere Weltordnung erstrebten.“

    (Ein Satz, den es schriftlich nirgendwo im Internet gibt, sondern erst seit 2 Tagen bei yt mündlich; deswegen die Abkürzung; ich will nicht „der erste“ sein)

    Hört sich das nicht original an wie O-Ton Ahmadinejad; bekiffte Anti-Impis, NPD und Co. ? Es geht gerade nicht nur um Kapitalismus, Absatzmärkte und (angeblich) höher- und minderwertige Leute.

    Es geht um einen quasi kosmischen Zusammenhang (Begriff entlehnt von Reza Aslan) zwischen J-street und „jungen Völkern“ (a propos: wo ist Dennis Dollar ?).

    Als Donald Rumsfeld vom alten und jungen Europa sprach (als Polen 2003 mitzog in den Irak und D. und F. nicht; Polen „jung“ weil neu in EU und NATO damals) gab es einen Aufschrei; aber dasjenige, worüber aufgeschrieen wurde, kannten wohl nur ein paar entsprechend alte Knaben im Gesamtzusammenhang.

    Der Kick beim Rassismus sind nicht „angeblich minderwertige und angeblich allmächtige Menschen als Feindbilder“ sondern eine „Gegenrasse“ als Feindbild.

    Erzählungen von angeblich minderwertigen und angeblich allmächtigen Menschen kriegt man zu hören, wenn man mit Kurden und Türken getrennt spricht (und natürlich, wenn man mit deutschen Hausmeistern spricht, oder mit Öko-Freaks über wer-kann-Mülltrennung-und-wer-nicht).

    Das ist zwar alles nicht nett; aber das ist Kinderkram im Vergleich zu dem Konzept einer „Gegenrasse“, alias der „jüdischen Lobby“, „einer Welt ohne Zionismus“ etc.

    • 6. Juli 2011 um 16:53 Uhr
    • Thomas Holm
  29. 30.

    Ohne es genau zu wissen, kann man denke ich annehmen, dass ein guter Anteil dieser Investitionen in Form von Staatsanleihen anderer Euroländer getätigt wurden. Werden diese nun nicht mehr bedient, steht es natürlich ziemlich schlecht um dieses Geschäftsmodell.

    Natürlich steckt ein großer Teil in den Auslandsinvestitionen. Im Wesentlichen weil diese größere Renditen geboten haben, als die Investition in die „Deutschen“ Unternehmen, wo Lybien und sonstige Ölnationen investiert haben.

    Deutschland zahl einen Teil der überhöhten Rediten nun in Form von billigen Krediten zurück. Es sind viele Wechselwirkungen in diesem Spiel enthalten. Tatsache ist, dass hier durch die Konjunktur, die eben nach wie vor vom EURO gestärkt wird, der Laden läuft.

    DIe Schweiz muss sich um Ihren Wechselkurs kümmern, was andere Probleme birgt. Siehe NZZ Leitartikel.

    Das hier ist auch in dem Zusammenhang informativ

    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:herabstufung-warum-portugal-in-einer-abwaertsspirale-steckt/60074945.html

    Sowieso die beste Zeitung Deutschlands, insbesondere auch im politischen Bereich, wo eine bemerkenswert technokratische Sicht gepflegt wird.

    • 6. Juli 2011 um 17:08 Uhr
    • Erol Bulut
  30. 31.

    Erol Bulut,

    Natürlich steckt ein großer Teil in den Auslandsinvestitionen. Im Wesentlichen weil diese größere Renditen geboten haben …

    Ich denke das Euro-Staatsanleihen in der Vergangenheit weniger wegen ihrer Renditen, als viel mehr wegen ihrer Sicherheit geschätzt wurden.

    Tatsache ist, dass hier durch die Konjunktur, die eben nach wie vor vom EURO gestärkt wird, der Laden läuft.

    Eine Tatsache ist höchstens der Umstand, dass die Konjunktur in Dtl. z.Z. vergleichsweise gut läuft. Ob das irgendwas mit dem Euro zu tun hat, ist hingegen eher eine Glaubensfrage.

    • 6. Juli 2011 um 17:57 Uhr
    • Saki
  31. 32.

    @Holm

    Siehe „Mavi Marmara“ Forum.

    • 6. Juli 2011 um 18:27 Uhr
    • Erol Bulut
  32. 33.

    Saki:
    Ohne es genau zu wissen, kann man denke ich annehmen, dass ein guter Anteil dieser Investitionen in Form von Staatsanleihen anderer Euroländer getätigt wurden.
    Sprich, Deutschland hat den Absatzmarkt für (z.B. griechische) Staatsanleihen vergrößert und damit den Griechen die Verschuldung erleichtert. Deutschland hat seinen Exporterlös als Kredit in die Exportländer vergeben und damit die eigenen Exporte finanziert. Anders gesagt: Deutschland hat die Früchte deutscher Arbeit nach Griechenland geliefert, nicht gegen bares Geld, sondern gegen das vage Versprechen der Griechen, Deutschland irgendwann in der Zukunft Geld (plus Zinsen) zu geben (mit dem die Deutschen der Zukunft sich dann eine hohe Lebensqualität erkaufen können sollten – von wem? Von den Griechen?) Oder nochmal anders gesagt: Die Deutschen der letzten Jahrzehnte haben gratis für die Griechen gearbeitet, gegen das Versprechen (verkörpert durch die griechischen Schulden gegenüber Deutschland), die Kinder der Griechen würden dereinst für ihre Kinder gratis arbeiten. Nun ja, offenbar haben die jungen Griechen wenig Lust, dieses Versprechen ihrer Eltern einzulösen. Wir könnten sie natürlich in Arbeitslager stecken und mit der Peitsche zwingen, ihren Teil der Abmachung zu erfüllen. Oder wir schreiben einfach einen Teil der Investitionen ab (ob über Hilfszahlungen oder einen Schuldenschnitt) und sehen in Zukunft ein, dass es die sicherste Methode ist, das Geld sofort zu verjubeln (sprich, durch den Import von Luxusgütern eine ausgeglichene Handelsbilanz herzustellen) – denn wenn man es unter die Matratze legt oder im Inland investiert, ist das ineffizient und was man im Ausland investiert, ist – wie wir gerade sehen – sowieso verloren.

    • 6. Juli 2011 um 22:59 Uhr
    • Arjen van Zuider
  33. 34.

    @ AvZ

    Sie verwechseln den deutschen Staat mit gewissen deutschen Banken, die zwar z.T. in Staatsbesitz sind, deren Handeln aber kaum staatlich reglementiert wurde und wird.
    Schon allein deshalb, weil unsere Politiker
    a) wenig vom Bankgeschäft verstehen und
    b) in der Regel andere Interessen haben.

    • 7. Juli 2011 um 09:02 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  34. 35.

    Wobei ich mich schon frage, ob im Falle Griechenlands ein Ende mit Schrecken (Staatsbankrott) nicht besser wäre als Schrecken ohne Ende.
    Aber vielleicht liegt der letzte große Bankencrash nicht weit genug zurück, um eine neue Pleitewelle von HRE und Landesbanken zu riskieren.

    • 7. Juli 2011 um 09:04 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  35. 36.

    @ Saki # 21

    Da hat Flassbeck nun recht, aber das ist eine solche Binsenweisheit, dass es mir peinlich wäre, wenn man mich damit in wikipedia zitieren würde.

    Schon richtig, aber wenn der ökonomische Vordenker von Oskar Lafontaine sagtt, der Staat könne nicht sparen, dann meint er damit, dass er das Geld mit vollen Händen ausgeben und notfalls drucken soll (denn er produziert es ja).

    @ Kritiker

    Danke für Ihre Einwürfe. Schon seltsam, dass wir über einen Artikel diskutieren, an dem von vorn bis hinten nichts stimmt.

    • 7. Juli 2011 um 09:33 Uhr
    • M. Riexinger
  36. 37.

    HJS:
    Wenn der Staat langfristig eine exportorientierte Wirtschaftspolitik fährt, dann nimmt er damit billigend in Kauf, dass die Deutschen, Unternehmen wie Privatpersonen, den Exporterlös im Ausland investieren. Wie und wo genau, kann er nicht steuern, aber auch ohne verantwortungslose Banken ist es nicht ganz abwegig, dass das Geld in Länder fließt, die bereits wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland pflegen und Geld brauchen – also Absatzländer für deutsche Waren.

    • 7. Juli 2011 um 10:31 Uhr
    • Arjen van Zuider
  37. 38.

    Mit einem Anteil von 0,8 Prozent am gesamten Exportvolumen der deutschen Wirtschaft lag Griechenland im Ranking der deutschen Außenhandelspartner im Jahr 2009 ausfuhrseitig auf Platz 25. Bei den Importen rangierte Griechenland mit einem Anteil von 0,3 Prozent an den gesamten Wareneinfuhren Deutschlands auf Rang 43.

    http://www.perspektive-mittelstand.de/Aussenhandel-Handelsvolumen-mit-Griechenland-stark-gesunken/management-wissen/3390.html

    • 7. Juli 2011 um 10:58 Uhr
    • M. Riexinger
  38. 39.

    Der Käßmann der deutschen Soziologie meint jetzt auch eifrig. Grusel.

    • 7. Juli 2011 um 11:40 Uhr
    • M. Riexinger
  39. 40.

    @MR

    Schon seltsam, dass wir über einen Artikel diskutieren, an dem von vorn bis hinten nichts stimmt.

    Macht eben Spaß,die üblichen Ressentiments zu bedienen.
    Die schlichte Erkenntnis „Das ist die Wahrheit über die Eurokrise und die Deutschen“ läßt im übrigen darauf schließen, dass auch der Meister einiges im Kapitaldienst abdrücken muss. Schlimm diese Banken.

    • 7. Juli 2011 um 11:41 Uhr
    • riccardo
  40. 41.

    >Deutschlands Mittelstand, der sich auf qualifizierte Produkte spezialisiert hat, statt den Wettbewerb über die Lohnkosten zu suchen und alles zu outsourcen.

    Was für einen faktischen Unsinn sie hier wieder schreiben, echt.

    >Und dann kommt eine Passage, die gewisse schmutzige Wahrheiten über den Vorteil des Euros für die Deutschen ausspricht

    Was soll an dieser Wahrheit schmutzig sein. Das wird ja seit geraumer Zeit überall diskutiert. Da die deutsche Politik sofort wieder alle Überschüsse und mehr in den Süden pumpt und die Schulden aller Euroländer übernimmt profitiert der normale Bürger auch hier nicht, im Gegensatz zu den Südländern muss er hier in Deutschland nur wesentlich produktiver für sein wertloses Papiergeld arbeiten.

    >dass der Euro ein wesentlicher Faktor des deutschen Wirtschaftswunders II ist und deshalb aus schierem Eigeninteressse unbedingt gerettet werden muss.

    Pfff, was für ein Unsinn, wir gehen zwar alle Pleite, aber immerhin haben wir am Ende europas Süden schön deindustrialisiert.

    Die Welle diesen EURO-Schwachsinn zu beenden wird dann auch von den Südländern kommen.

    • 7. Juli 2011 um 11:48 Uhr
    • PBUH
  41. 42.

    @ riccardo

    Aufgeklärte Europäisten haben per definitionem keine Ressentiments. Das haben nur die anderen.

    • 7. Juli 2011 um 11:50 Uhr
    • M. Riexinger
  42. 43.

    @ PUPS

    Die Welle diesen EURO-Schwachsinn zu beenden wird dann auch von den Südländern kommen.

    Das wir noch erleben dürfen, wie sie sich positiv über Südländer äußern.

    • 7. Juli 2011 um 11:51 Uhr
    • M. Riexinger
  43. 44.

    Also, bei allem Respekt: Für Finanzfragen gehe ich dann doch lieber zu Herdentrieb oder ganz anderen Zeitungen. Schuster, bleib bei deinen Leisten!

    Rattner hat natürlich recht, dass sich unsere Wettbwerbsfähigkeit in EUR erhöht hat, aber das ist doch genau Folge einer Wirtschaftspolitik, die mit Harz & Co so ganz anders ist als die griechische. Und zur Währungsfrage: 1. Konstatiert Rattner selbst, dass ein Grossteil unserer Exporte in EUR sind, Wechselkursschwankungen also unerheblich sind und 2. mit einem Wechselkursantsieg auch die Importkosten für Öl etc zurückgingen, mithin die Haupttreiber der aktuellen Inflation. 3. Kompensieren die höheren CDS-Spreads (wegen der impliziten Garantien an EFSF etc) die verbilligten Exporte durch den EUR.

    Ich bin pro-EUR, aber eher aus politischer Überzeugung. Ich glaube auch an den langfristigen Gewinn aller durch den EUR. Ich glaube nicht an Erklärungen, die monokausale Zusammenhänge in einem so komplexen Systen zu erkennen meinen.

    • 7. Juli 2011 um 11:56 Uhr
    • Jens
  44. 45.

    @Arjen van Zuider

    Kleiner Tipp, vermeiden sie, in Diskussionen vom „Exportweltmeister Deutschland“ zu reden, damit outen sie sich nämlich gleich als komplett Ahnungslos und Uninteressiert was die Wirtschaftsthematik angeht.

    • 7. Juli 2011 um 12:15 Uhr
    • PBUH
  45. 46.

    Ist der ‚Bail-Out‘ schwacher Euro-Länder wirklich so alternativlos, wie immer behauptet wird?

    • 7. Juli 2011 um 12:26 Uhr
    • Serious Black
  46. 47.

    @riccardo

    >Die schlichte Erkenntnis “Das ist die Wahrheit über die Eurokrise und die Deutschen” läßt im übrigen darauf schließen, dass auch der Meister einiges im Kapitaldienst abdrücken muss. Schlimm diese Banken.

    Im Gegenteil, man gibt Freunden die Sicherheit, Pleiteländer wie Griechenland nicht fallen zu lassen, zur richtigen Zeit ein paar Vorabinfos und den zarten Hinweis doch das Regime zu stützen.

    Man darf nicht vergessen, so ein völlig von der Marktwirtschaft abgelöstes System hat enorme Vorteile für Politik und Insider, man kann sich völlig risikolos bereichern.

    • 7. Juli 2011 um 12:38 Uhr
    • PBUH
  47. 48.

    @M. Riexinger

    Als würde ich etwas gegen den Süden haben.

    BTW: Ein italienische Köbes in der grössten Hausbrauerei in der Düsseldorfer Altstadt sagte mir vor ein paar Wochen „Wir sind die nächsten“

    Italien muss im zweiten Halbjahr 2011 rund 175 Mrd. Euro an auslaufenden Staatsanleihen refinanzieren und 245 Mrd. Euro im nächsten Jahr. Das entspricht 26 Prozent der Schuldenlast des Landes.

    Das Ende kommt schneller als viele glauben.

    • 7. Juli 2011 um 12:51 Uhr
    • PBUH
  48. 49.

    @ PUPS

    Sie haben den Witz nicht verstanden. Südlåander kann sich auf verschiedenes beziehen.

    • 7. Juli 2011 um 13:01 Uhr
    • M. Riexinger
  49. 50.

    @Jens

    Ich glaube nicht an Erklärungen, die monokausale Zusammenhänge in einem so komplexen Systen zu erkennen meinen.

    Hier gibt es aber viele Superspezialisten im Betrachten von monokausalen Zusammenhängen. Besonders witzig ist dabei, dass diejenigen, die nicht mal zwei Zahlenspalten vergleichen können, die Klappe am weitesten aufreissen.

    • 7. Juli 2011 um 13:22 Uhr
    • Erol Bulut
  50. 51.

    Hier gibt es aber viele Superspezialisten im Betrachten von monokausalen Zusammenhängen. Besonders witzig ist dabei, dass diejenigen, die nicht mal zwei Zahlenspalten vergleichen können, die Klappe am weitesten aufreissen.

    • 7. Juli 2011 um 13:48 Uhr
    • M. Riexinger
  51. 52.

    @ EB

    Erinnern Sie sich noch an das ‚gefühlte‘ Drittel?

    • 7. Juli 2011 um 13:49 Uhr
    • Serious Black
  52. 53.

    @Blacky

    Sie meinen den Versprecher, mit dem Idioten meinen, argumentieren zu können.

    • 7. Juli 2011 um 14:01 Uhr
    • Erol Bulut
  53. 54.

    @ Propablack

    Sie zionistischer Lügenverbreiter mit Kognitionsschwäche!

    • 7. Juli 2011 um 14:02 Uhr
    • M. Riexinger
  54. 55.

    @PBUH: Gut, der Begriff mag polemisch und übertrieben sein. Aber Deutschland hat nun mal verglichen mit anderen europäischen Staaten ein eher hohes Verhältnis von Exporten zu Importen – was die Frage aufwirft, wohin mit dem Geld, das über die Exporte reinkommt. Es wandert u.a. in Investitionen in ausländische Industrien und Staatsanleihen, auf deren Zuverläßigkeit die deutsche Regierung keinen Einfluss hat – und deren Zusammenbruch eine Menge deutsches Vermögen vernichten kann. Und deshalb halte ich es für sinnvoller, in Zukunft auf eine ausgeglichenere Handelsbilanz hinzuwirken (wie genau der Staat das beeinflussen kann – das ist Sache der Wirtschaftsexperten) und somit die Früchte des Exports direkt in lebensqualitätsteigernden Import umzusetzen. Nicht weil Deutschland „zu kompetitiv“ wäre und damit die anderen EU-Staaten zum Import zwingen würde oder ähnliche französische Weinerlichkeiten, sondern aus deutschem Eigeninteresse. Denn was man heute verkonsumiert, da weiß man, was man davon hat. Was man beiseite legt (in griechischen Staatsanleihen oder sonstigen angeblich rentablen Investitionen), könnte man morgen verloren haben.

    • 7. Juli 2011 um 14:17 Uhr
    • Arjen van Zuider
  55. 56.

    >Ist der ‘Bail-Out’ schwacher Euro-Länder wirklich so alternativlos, wie immer behauptet wird?

    Natürlich, so alternativlos wie der Mauerbau.

    • 7. Juli 2011 um 14:35 Uhr
    • PBUH
  56. 57.

    @ AvZ

    , wohin mit dem Geld, das über die Exporte reinkommt.

    Investitionen, auch im Inland, daher die sinkende Arbeitslosigkeit.

    • 7. Juli 2011 um 14:44 Uhr
    • M. Riexinger
  57. 58.

    @ Arjen van Zuider #55

    Dank Muttis ‚Weitblick‘ wird die deutsche Stromproduktion bald ausgelagert. Das reduziert unseren Handelsbilanzüberschuß.

    @ Horst

    Apropos Handelsbilanz

    Malcolm Lowe hat ein paar Gründe zusammengetragen, weshalb selbst die Hamas den Schekel verwendet und keine andere Währung:

    „Money, however, is a reality that no euphoria can survive.“

    http://www.hudson-ny.org/2138/palestine-currency-shekel

    • 7. Juli 2011 um 14:50 Uhr
    • Serious Black
  58. 59.

    @Arjen van Zuider

    Ja ja, Übersättigung scheint ein schlimmes Problem zu sein.

    • 7. Juli 2011 um 15:06 Uhr
    • PBUH
  59. 60.

    @ PBUH #56

    Der Bau der Mauer hat den ökonomischen Kollaps der DDR lediglich um 30 Jahre verzögert.

    • 7. Juli 2011 um 15:07 Uhr
    • Serious Black
  60. 61.

    @Serious Black

    Im Kontext zum Bailout müsste das heissen

    „immerhin um 30 Jahre verzögert“

    • 7. Juli 2011 um 15:09 Uhr
    • PBUH
  61. 62.

    @AVZ

    Es wandert u.a. in Investitionen in ausländische Industrien und Staatsanleihen, auf deren Zuverläßigkeit die deutsche Regierung keinen Einfluss hat – und deren Zusammenbruch eine Menge deutsches Vermögen vernichten kann.

    Natürlich kann man sich bei Finanzgeschäften absichern. Und weil das Risiko bei einigen größer sind, als bei anderen, bieten die verschiedenen Länder ihre Staatsanleihen zu unterschidlichen Zinsen an. Den Risikoaufschlag nennt man „Spread“. Das wichtigste Instrument gegen Kreditausfälle sind „Credit Default Swaps“ (CDS). Die Deutschen Banken und sonstige waren einfach nur zu gierig, Renditeversprechende Papiere zu erwerben. Jetzt wird nur das gemacht, was jeder Gläubiger mit seinem Schuldner macht, der die auferlegten Zinsen nicht bezahlen kann. Stundung, damit kein Totalausfall kommt, der eine Spirale aufreisst. Der Clou an derSache ist, dass aber nicht die Banken Stunden, die vorher sich die Profite erschlichen haben, sondern der Staeuerzahler, dem man netterweise als Ersatzschuldner die Stundung bezahlen lässt.

    • 7. Juli 2011 um 15:10 Uhr
    • Erol Bulut
  62. 63.

    Wobei ich mich schon frage, ob im Falle Griechenlands ein Ende mit Schrecken (Staatsbankrott) nicht besser wäre als Schrecken ohne Ende.
    Aber vielleicht liegt der letzte große Bankencrash nicht weit genug zurück, um eine neue Pleitewelle von HRE und Landesbanken zu riskieren.

    @ HJS

    Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, wären von einer ungeordneten Insolvenz Griechenlands (zumindest zunächst) vor allem französische und italienische Banken betroffen – und damit auch die beiden Staaten und Volkswirtschaften.

    Was zwar nach dem Geschmack der ökonomischen Ohnemichels wäre, die glauben, die führenden europäischen Staaten würden Griechenland nur aus doofen politischen Beweggründen nicht pleite gehen lassen wollen. Aber gegen das Zulassen einer solchen griechischen Staatspleite spricht zudem, dass die griechische Regierung so die notwendigen ökonomischen Strukturreformen erst recht nicht durchbekommen würde.

    Ich vermute, dass man den Druck auf Griechenland aufrecht erhalten will (und dies Papandreou auch ganz recht ist), um nach den durchgekämpften Strukturreformen Schuldennachlässe zu geben. Möglicherweise wären die Ratingagenturen dann auch etwas milder gestimmt und die Chancen auf einen ökonomischen Re-Start Griechenlands höher.

    Das Erschreckende sind nicht nur die ökonomischen Strukturen Griechenlands (riesiger Staatssektor und haufenweise zunftähnlich regulierte Wirtschaftszweige), sondern auch der Umstand, dass viele Griechen immer noch nicht oder nicht richtig begriffen haben, dass auch diese Strukturen das Land krank gemacht haben und deren Überwindung eine Bedingung für seine Gesundung ist.

    Ein sehr praktisches Problem in diesem Zusammenhang ist die griechische „Stromgewerkschaft“. Sie kann dem Land einfach den Strom abschalten und hat dieses Erpressungsmittel schon erfolgreich eingesetzt. Bleibt zu hoffen, dass die griechische Regierung dagegen Vorkehrungen getroffen hat und ggf. z.B. die Armee den Betrieb aufrecht erhält.

    • 7. Juli 2011 um 15:22 Uhr
    • N. Neumann
  63. 64.

    @ Horst

    Jetzt wird nur das gemacht, was jeder Gläubiger mit seinem Schuldner macht, der die auferlegten Zinsen nicht bezahlen kann. Stundung, damit kein Totalausfall kommt, der eine Spirale aufreisst. Der Clou an derSache ist, dass aber nicht die Banken Stunden, die vorher sich die Profite erschlichen haben, sondern der Staeuerzahler, dem man netterweise als Ersatzschuldner die Stundung bezahlen lässt.

    Quatsch, es wird jemand haftbar gemacht, der explizit keine Bürgschaft unterschrieben hat („Keine Transferunion“).

    • 7. Juli 2011 um 15:26 Uhr
    • M. Riexinger
  64. 65.

    @ NN

    Bleibt zu hoffen, dass die griechische Regierung dagegen Vorkehrungen getroffen hat und ggf. z.B. die Armee den Betrieb aufrecht erhält.

    Neoliberaler Putschbefurworter im Dienste des Großkapitals!

    Aner jetzt im Ernst:

    http://www.faz.net/artikel/C30638/griechenlands-regierungsgegner-denn-sie-wissen-was-sie-tun-30444113.html

    • 7. Juli 2011 um 15:34 Uhr
    • M. Riexinger
  65. 66.

    Nebenbei: Die im Diagramm im FAZ-Link (65.) unten als nationalistisch-religiös bezeichnete Partei „LAOS“ heißt auf Deutsch übersetzt „Völkisch-orthodoxer Alarm“.

    Griechenlands Kommunisten wiederum haben jüngst einen bemerkenswerten Beitrag zu den unbeabsichtigten Nebenfolgen sozialen Handelns geliefert:

    In den Sog der streikfreudigen griechischen Gewerkschaften war die zweite Gaza-Flottille II ohnehin schon geraten. Während Wortführer der Aktivisten behaupteten, „feindliche Taucher“ (des Mossad) hätten die Schiffsschrauben ihrer Boote zerstört oder das zumindest versucht, war der kommunistische Gewerkschaftsverband „Pame“ im Hafen von Piräus weitaus wirkungsvoller in der Bekämpfung der Gaza-Flottille, als es echte oder eingebildete israelische Geheimdienstmitarbeiter je hätten sein können: Weil Pame-Aktivisten den Hafen mit einer Blockade belegt hatten, konnten die Gaza-Aktivisten nicht in See stechen und klagten über „ernsthafte Verzögerungen“ ihrer Pläne. So hob ein Aktivismus den anderen auf, und das wie stets für eine gute Sache.

    http://www.faz.net/artikel/C31325/griechenland-stoppt-gaza-flotille-zur-abwechslung-aussenpolitik-30457069.html

    • 7. Juli 2011 um 15:53 Uhr
    • N. Neumann
  66. 67.

    Hehe, Unterstützer von zionistischem Landraubmord.

    • 7. Juli 2011 um 16:21 Uhr
    • M. Riexinger
  67. 68.

    >Bleibt zu hoffen, dass die griechische Regierung dagegen Vorkehrungen getroffen hat und ggf. z.B. die Armee den Betrieb aufrecht erhält.

    Genau, irgendeiner muss unsere Zinsen eintreiben.

    Mir ist absolut unverständlich, dass sie und fast die gesamte Polit- und Medienelite nicht die schiefe Ebene wahrnimmt auf die man sich hier begibt, das will nicht in meinen Kopf rein.

    Wirtschaftspolitischer Sachverstand mal aussen vor, hier entpuppen sich Massen von Leuten als totale politische Blindgänger, Befürworter von antidemokratischen Zwangssystemen solange diese nur der vermeintlich guten Sache dienen, das ist eine wirklich krasse Erfahrung.

    • 7. Juli 2011 um 17:26 Uhr
    • PBUH
  68. 69.

    Unfassbar was hier abläuft

    ECB Suspends Rating Requirement For Portuguese Collateral

    The Governing Council of the European Central Bank (ECB) has decided to suspend the application of the minimum credit rating threshold in the collateral eligibility requirements for the purposes of the Eurosystem’s credit operations in the case of marketable debt instruments issued or guaranteed by the Portuguese government. This suspension will be maintained until further notice… The suspension applies to all outstanding and new marketable debt instruments issued or guaranteed by the Portuguese government.

    • 7. Juli 2011 um 17:40 Uhr
    • PBUH
  69. 70.

    @NN #63

    „Ein sehr praktisches Problem in diesem Zusammenhang ist die griechische “Stromgewerkschaft”. Sie kann dem Land einfach den Strom abschalten und hat dieses Erpressungsmittel schon erfolgreich eingesetzt. Bleibt zu hoffen, dass die griechische Regierung dagegen Vorkehrungen getroffen hat und ggf. z.B. die Armee den Betrieb aufrecht erhält.“

    Ich fürchte da überschätzen Sie die Möglichkeiten des Militärs. Woher soll das Militär die Leute nehmen die ein Stromnetz am laufen halten?

    Wenn es darum geht Lebensmittel zu verteilen oder um den Müllabfuhr oder ähnliches, vielleicht. Aber komplexe Aufgaben wie ein Stromnetz, das wird nichts.

    Das würden Sie selbst wenn Sie die Leute mit der notwendigen Erfahrung zur Verfügung haben, nur mit Mühe schaffen, weil ein Großteil des Wissens das für ein spezielles System notwendig ist informell weitergegeben wird.

    Ohne eingespielte Organisationsstrukturen haben Sie bei so ziemlich allen komplexen Systemen extrem schlechte Karten.

    • 7. Juli 2011 um 19:45 Uhr
    • Mates
  70. 71.

    @Mates

    „Mehrere Fluglotsen beklagten, sie seien mit vorgehaltener Waffe zum Arbeiten gezwungen worden“

    Das ist inzwischen die Realität in Europa.

    • 7. Juli 2011 um 19:58 Uhr
    • PBUH
  71. 72.

    OT

    Vierzehn Tage später, am 6. September 2010, traf ich Klaus Bade als Mitdiskutanten bei einer Podiumsdiskussion in Berlin. Er sagte mir, er habe mein Buch mittlerweile ganz gelesen – das mit vielen Lesezeichen gespickte Exemplar in seiner Hand zeigte, dass er die Wahrheit sprach –, und er könne mir in weiten Teilen zustimmen. In der Diskussion war er höflich, zu einem richtigen Streit kam es gar nicht, zumal wir auch viele Gemeinsamkeiten entdeckten. Dann hörte ich lange nichts von Klaus Bade, offenbar schwieg er zu meinem Buch.

    • 7. Juli 2011 um 20:15 Uhr
    • M. Riexinger
  72. 73.

    @PBUH

    Flugverkehrssicherung ist auch so ein System wo Sie ohne die eingespielte Organisation mindestens enorme Probleme bekommen dürften.

    Was die Drohung mit der Waffe angeht, bin ich skeptisch. Was passiert wenn ein Flugzeug neben dem Flugplatz landet?

    • 7. Juli 2011 um 20:39 Uhr
    • Mates
    • 7. Juli 2011 um 20:43 Uhr
    • riccardo
    • 7. Juli 2011 um 20:48 Uhr
    • M. Riexinger
  73. 76.

    OT

    Und wie kamen nun Attac und Co. an diese Daten? Die Informationen und Zahlen basierten auf einem „Querschnitt aus verschiedenen Studien und Artikeln“, sagt Christiane Lüst, die den Bericht mitverfasste. Sie und ihre Kollegen haben ihre Angaben aus einer Studie aus dem Jahr 2003 sowie aus Online- und Zeitungsartikel aus den Jahren 2006 bis 2010 zusammengebastelt.

    Eine Münchner Hauptschule soll als Beispiel für Deutschland dienen

    Als Beleg wird zum Beispiel ein Artikel aus dem Jahr 2008 über eine Münchner Hauptschule genannt. Als der Rektor dort in einer Klasse fragte, wer zu Hause ein Frühstück bekomme, bekam er von der Hälfte der Schüler ein Nein. Aus solchen Berichten könne man ein „Mittelmaß“ ziehen, sagt Lüst. Die Angaben im Bericht seien „als grober Rahmen“ für den Uno-Ausschuss gedacht. Statistiker raufen sich da die Haare.

    […]

    Das zeigt sich deutlich in Kritikpunkt 22 des Uno-Berichts: Darin legen die Gutachter ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts als Beleg für Diskriminierung aus. Die Entscheidung des Gerichts im Juli vergangenen Jahres, wonach ehemalige DDR-Minister und andere hohe Parteifunktionäre sich mit der Kürzung ihrer Renten abfinden müssten, sei Ausdruck der Diskriminierung ostdeutscher Bürger bei der Wahrnehmung sozialer Rechte, heißt es. Das Gericht war damals zu dem Ergebnis gekommen, dass die Einschätzung des Gesetzgebers nicht zu beanstanden sei, dass Führungskräfte in der DDR ihre Gehälter teilweise nicht durch Leistung, sondern durch politische Anpassung erhielten. Dieser historische Kontext war für das Uno-Gremium aber offenbar unerheblich.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773055,00.html

    • 7. Juli 2011 um 22:21 Uhr
    • NKB
  74. 77.

    ad 74 – Danke an riccardo für die Verlinkung. Der Youtube-Clip macht die innenpolitische Diskussion in den Niederlanden (Geert Wilders) verständlich verdeutlicht.

    Allerdings unterscheidet sich die demographische Situation hinsichtlich Migration und Islam in den Niederlanden beträchtlich von der in Deutschland. Die Muslime in den Niederlanden gliedern sich auf zu 38% türkischer Herkunft und 31% marokkanischer Herkunft. In Deutschland sind die Muslime zu 63% türkischer Herkunft, davon sind ein Fünftel bis ein Viertel Aleviten (Zahlen siehe wikipedia.en „Islam in the Netherlands“ und „Islam in Germany“).
    Herkunftsmäßig darf man hinsichtlich Sozialisation und Verhalten schon mit Unterschieden zwischen marokkanischstämmigen und türkischstämmigen Migranten rechnen, denke ich.

    Die niederländische Idee islamischer Schulen, wie aus dem Youtube-Clip ersichtlich, ist sicherlich weder ein nachahmenswertes Vorbild noch überhaupt eine gute Idee, will man ernsthaft die Integration fördern.

    • 7. Juli 2011 um 22:26 Uhr
    • Publicola
  75. 78.

    Korrektur … verständlich und verdeutlicht sie. …

    • 7. Juli 2011 um 22:27 Uhr
    • Publicola
  76. 79.

    Austreten.

    • 7. Juli 2011 um 22:29 Uhr
    • M. Riexinger
    • 7. Juli 2011 um 22:31 Uhr
    • Publicola
  77. 81.

    “ …. Das hat mich total traurig gemacht.
    Deshalb gibt es Kriege – die Menschen hören einander nicht zu, sie wollen alles oder nichts.
    Schließen, meine Damen und Herren, möchte ich mit einem Zitat des Dichters Boris Vian:
    »Es hat tatsächlich den Anschein, dass die Massen im Unrecht sind und die Einzelnen immer recht haben.
    Es gibt nur zwei Dinge, die Liebe und die Musik von Duke Ellington.
    Alles Übrige mag verschwinden.«“

    http://www.zeit.de/2011/25/Martenstein

    • 7. Juli 2011 um 23:43 Uhr
    • Publicola
  78. 82.

    @NKB

    Der „Great Reset“ der uns erwartet hat auch gute Seiten, wir sind zwar alle unser Geld los aber endlich auch diese ganzen Bekloppten, die werden alle verschwinden und nie wieder hochkommen.

    • 8. Juli 2011 um 00:27 Uhr
    • PBUH
  79. 83.

    @ PUBS # 82

    „wir sind zwar alle unser Geld los aber endlich auch diese ganzen Bekloppten“

    Sie denken an Selbstmord? Kopf hoch! So traurig ist das Leben nicht.

    • 8. Juli 2011 um 09:18 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  80. 84.

    @HJ

    Italian bonds dropped for a fifth day, driving 10-year yields to a nine-year high. The extra yield investors demand to hold the securities instead of benchmark German bunds rose to the highest since before the euro was introduced in 1999.

    UniCredit plunged 7.9 percent, the biggest decline since March 30, 2009

    Banks are being hurt by “concerns related to the sovereign-debt crisis, because they are the most exposed to the Italian government bonds,” said Massimiliano Romano, head of research at brokerage Concentric Italy in Milan. “The risks may further increase if bond yields remain at their current levels.”

    —-

    …und die Italienparty hat gerade erst angefangen.

    • 9. Juli 2011 um 02:41 Uhr
    • PBUH
  81. 85.

    Riexinger 57:
    Ja, seit zwei Jahren, seit sich niemand mehr traut, im Ausland zu investieren. Drum sinkt die Arbeitslosigkeit auch trotz „Krise“ weiter. Weshalb ich auch nicht sicher bin, ob der Begriff „Krise“ für Deutschland angemessen ist. Aber er ist natürlich unglaublich praktisch für Politiker und Industrielobbyisten, die die finanzpolitische Vernunft noch für ein paar Jahre ausgeschaltet lassen wollen.

    SB 58:
    Solange die Handelsbilanz dadurch nicht ins Negative rutscht, sehe ich darin auch kein Problem. Ich würde sogar sagen, wenn Deutschland seinen ganzen Strom aus dem Ausland importiert, spart es sich soviele zeit- (und damit geld-) raubende Auseinandersetzungen mit atom- und windkraftfeindlichen NIMBY-Aktivisten, dass sich damit die Stromimporte locker finanzieren lassen.

    Bulut 62:
    Gerade der trügerische Glaube, dass man mit CDS Verluste verhindern kann, hat ja die Finanzkrise überhaupt ausgelöst. Wenn ein großer Schuldner zahlungsunfähig wird, dann geht eine Bank, die viele CDS auf ihn abgeschlossen hat, ebenfalls pleite. Und dann sind die ganzen CDS wertloses Papier. Ein CDS für einen Kredit an die Gummistiefelmanufaktur Röchlingshausen mag eine gute Investition sein, einer für eine griechische Staatsanleihe ist es nicht, denn eine Bank, die sich anmaßt, die griechischen Staatsschulden versichern zu können, rechnet ganz offensichtlich zu 100% damit, dass das von ihr versicherte Risiko nie eintreten wird.

    • 10. Juli 2011 um 03:32 Uhr
    • Arjen van Zuider
  82. 86.

    EU beruft Krisentreffen wegen Italien ein

    Es wäre der Fall, den Europa wohl nicht mehr abfedern könnte: Sollte die akute Schuldenkrise auf Italien übergreifen, könnten die EU-Hilfsmaßnahmen im Schuldenstrudel scheitern. Die Folgen wären immens. Genau dieses Desaster fürchtet nun offenbar die EU – und beruft eine Krisensitzung ein.

    Game Over!

    >Ein CDS für einen Kredit an die Gummistiefelmanufaktur Röchlingshausen mag eine gute Investition sein, einer für eine griechische Staatsanleihe ist es nicht

    Eigentlich gibt es da keinen Unterschied, in beiden Fällen würde man allerdings erwarten, dass für das Risiko ausreichend Sicherheiten vorgehalten werden müssen und das ist nicht der Fall.

    Grundsätzlich sind die Hebel, mit denen man im Finanzmarkt operieren kann viel zu gross, genau hier müsste die Regulierung ansetzen.

    Aber wenn die eigene Bank, die EZB, mittlerweile selbst keinerlei Sicherheiten mehr verlangt, wird klar, von der Politik ist keine Lösung zu erwarten.

    Der totale Crash ist nicht mehr zu vermeiden.

    • 10. Juli 2011 um 17:43 Uhr
    • PBUH
    • 10. Juli 2011 um 17:55 Uhr
    • PBUH
  83. 88.

    Was heißt denn „shorten“? Steht das im Duden?

    • 10. Juli 2011 um 20:40 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  84. 89.

    Bloomberg: „The European Securities and Markets Authority, which co- ordinates the work of national regulators in the 27-nation EU, should be given emergency powers to temporarily ban short selling or trades in CDS on sovereign debt in the EU, the Parliament said. The Italian regulator said short sellers must disclose their net positions when they reach 0.2 percent or more of a company’s capital and then make additional filings for each additional 0.1 percent.“

    • 11. Juli 2011 um 02:13 Uhr
    • PBUH
    • 11. Juli 2011 um 08:52 Uhr
    • M. Riexinger
  85. 91.

    Den Vorschlag, eine europäische Rating-Agentur zu schaffen, halte ich für sehr vernünftig.

    • 11. Juli 2011 um 09:21 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  86. 92.

    @ HJS

    Einer Agentur, die einzig und allein dazu dient, die Lebenslügen der EU propagandistisch zu untermauern wird eh keiner glauben.

    http://www.ortneronline.at/?p=8428

    • 11. Juli 2011 um 09:26 Uhr
    • M. Riexinger
  87. 93.

    >EU-Kommissarin Reding will Rating-Riesen zerschlagen

    Wenn man in Europa mit dem Rücken an der Wand steht spielt man die Antiamerika-Karte, Pech nur, dass dieser vermeintliche Populismus nicht zieht, keiner will mehr diese Schei**-EU.

    • 11. Juli 2011 um 10:12 Uhr
    • PBUH
  88. 94.

    Und Sie meinen, die US-Agenturen sind völlig frei von Beeinflussungen durch die US-Regierung?
    Zur Erinnerung: auch die USA haben mit massiven Schuldenproblemen zu kämpfen. Minnesota (nach Ew.-Zahl immerhin halb so groß wie Griechenland) musste bereits Insolvenz anmelden.

    • 11. Juli 2011 um 10:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  89. 95.

    @ PUPS

    „keiner will mehr diese Schei**-EU.“

    Sesselpupser wie Sie vielleicht.
    Ich und die Mehrheit der Gewerbetreibenden hierzulande schon.

    • 11. Juli 2011 um 10:15 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  90. 96.

    @ HJS

    Die aktuellen Haushaltsprobleme in den USA kommen daher, dass die Republikaner kein Überschreiten der relativ restriktiven Defizitobergrenzen dulden. Die europäischen Probleme sind dadurch entstanden, dass es eine solche (de facto) gar nicht gibt.
    Eine Ratingagentur hat übrigens mit der Herabstufung der USA gedroht. So viel zum Ideologem „Ratingagenturen sind Ergfüllungsgehilfen der US-Regierung“.

    • 11. Juli 2011 um 10:26 Uhr
    • M. Riexinger
  91. 97.

    @ HJS, PUPS

    “keiner will mehr diese Schei**-EU.”

    Sesselpupser wie Sie vielleicht.
    Ich und die Mehrheit der Gewerbetreibenden hierzulande schon.

    Halbrichtig: Nicht gegen EU und Euro an sich, aber gegen die sich abzeichnende Entwicklung mehren sich die Proteste.

    • 11. Juli 2011 um 10:28 Uhr
    • M. Riexinger
  92. 98.

    Ortner legt nach.

    • 11. Juli 2011 um 10:31 Uhr
    • M. Riexinger
    • 11. Juli 2011 um 13:13 Uhr
    • M. Riexinger
  93. 100.

    Powerfrau mit Bodenhaftung gegen weltfremden Wicht. Wie gemein.

    • 11. Juli 2011 um 13:13 Uhr
    • M. Riexinger
  94. 101.

    >der Euro ein wesentlicher Faktor des deutschen Wirtschaftswunders II ist und deshalb aus schierem Eigeninteressse unbedingt gerettet werden muss.

    Zeitung: Starke Lohneinbußen bei Geringverdienern

    Berlin (dpa) – Trotz Wirtschaftswachstums sind die realen Nettolöhne von Geringverdienern einem Zeitungsbericht zufolge seit der Jahrtausendwende stark gesunken.

    Bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen betrugen die Einbußen preisbereinigt 16 bis 22 Prozent, wie eine Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergab, die der «Berliner Zeitung» (Dienstagsausgabe) vorliegt.

    http://www.zeit.de/news-072011/19/iptc-bdt-20110719-58-31497858xml

    • 19. Juli 2011 um 09:37 Uhr
    • PBUH
  95. 102.

    Die Wirtschaft sei seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen, sagte DIW-Experte Markus Grabka der Zeitung. Doch bei den meisten Erwerbstätigen sei davon nichts angekommen.

    • 19. Juli 2011 um 09:38 Uhr
    • PBUH
  96. 103.

    Das ist eine innerdeutsche Verteilungsfrage. Die hat mit Fiskal-, Sozial- oder Arbeitsmarktpolitik zu tun, aber nichts mit dem Euro.

    • 19. Juli 2011 um 10:25 Uhr
    • Arjen van Zuider
  97. 104.

    @Arjen van Zuider

    Gerade die unteren Lohngruppen haben in Deutschland Jahrzehntelang von der Aufwertung der DM profitiert.

    • 19. Juli 2011 um 10:38 Uhr
    • PBUH
  98. 105.

    Natürlich müssen bei einer veränderten Währungspolitik die wirtschaftlichen Effekte durch wirtschaftspolitische Maßnahmen kompensiert werden. Genauso wie Griechenland eine „innere Abwertung“ zur Erhaltung seiner Wettbewerbsfähigkeit gebraucht hätte, hätte Deutschland eine „innere Aufwertung“ zur Erhaltung seiner Kaufkraft gebraucht. Ich gehe auch sehr davon aus, dass all dies den betreffenden Politikern bei der Einführung der Währungsunion durchaus bewusst war. Dass sie danach aus Bequemlichkeit und Lobbydruck die alte, an eine konstante DM-Aufwertung und Drachmen-Abwertung angepasste Politik weiterfuhren, anstatt die notwendigen Reformen einzuleiten, dafür kann der Euro nichts.

    • 19. Juli 2011 um 11:18 Uhr
    • Arjen van Zuider
  99. 106.

    @ PBUH

    Na so dolle war das Witschaftswachstum seit der Jahrtausendwende nicht.

    • 19. Juli 2011 um 12:01 Uhr
    • M. Riexinger
  100. Kommentar zum Thema

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