Ein Blog über Religion und Politik

Nach Wulffs Rücktritt: Was Angela Merkel den NSU-Opfern sagen muss

Von 17. Februar 2012 um 14:57 Uhr

Christian Wulff, der am Freitag zurückgetreten ist,  hatte sich das Thema des inneren Zusammenhalts der Einwanderungsgesellschaft als Schwerpunkt ausgesucht. Er hatte mit seinem Satz über den Islam etwas Richtiges getroffen. Auch die Reaktion seiner Gegner, teilweise aus der eigenen Partei, ja aus dem Kabinett (Friedrich) hat das bewiesen.

Dass er nun erkannt hat (wenn auch erst durch die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens!), dass er nicht mehr der Richtige ist für den Job des Präsidenten und für diese Mission, ist zu begrüßen. Es ging einfach nicht mehr.

In seinem Statement sagte er:

Es war mir ein Herzensanliegen, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken. Alle sollen sich zugehörig fühlen, die hier bei uns in Deutschland leben, eine Ausbildung machen, studieren und arbeiten, ganz gleich, welche Wurzeln sie haben. Wir gestalten unsere Zukunft gemeinsam.

Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft am besten entfalten und einen guten Beitrag zur europäischen Einigung leisten kann, wenn die Integration auch nach innen gelingt.

Wulff hätte gerne am kommenden Donnerstag die Trauerfeier für die Opfer der NSU-Mordserie geleitet. Nun wird die Bundeskanzlerin seine Aufgabe übernehmen und dort sprechen. Einfach wird das nicht. Aber es ist gut, dass die Kanzlerin selber in die Lücke geht und ein Zeichen setzt.

Es wird nämlich unterschätzt, wie erschüttert viele türkische Deutsche von dieser Mordserie, vom Versagen der Behörden und der Medien ("Dönermorde") bis heute sind. Schon die letzten Jahre einer zunehmend als Demütigung und Kujonierung empfundenen "Integrationsdebatte" haben viel Schaden angerichtet. Der Erfolg des Buchs von Thilo Sarrazin wurde als eine Abstimmung gegen Türken an der Ladenkasse empfunden. Mehrere türkische Bekannte haben mir erzählt, dass sie in Folge dieser Debatte Freunde verloren haben. Es wurde nicht verstanden, dass sie Sarrazins Buch und seine Interventionen - von den "Kopftuchmädchen" über die "Gemüsehändler" bis zu den "belgischen Ackergäulen" als persönliche, ehrabschneidende Angriffe empfanden. Und dass die breite Zustimmung der Bevölkerung die Sache erst recht schlimm machte.

Die Enthüllung über die Mordserie kam noch dazu. Ohnehin angeknackstes Vertrauen war nun bei vielen ganz dahin: Die Hinrichtung von Türken, wie sich nun herausstellte, durch Neonazis, war jahrelang den Opfern und ihrem mutmaßlichen "Milieu" zugeschrieben worden. Im Begriff "Dönermorde" schien der antitürkische Rassismus zu sich zu kommen.

Gerade bei gut ausgebildeten und erfolgreichen deutschen Türken trifft man derzeit auf eine Mischung aus enttäuschter Liebe zu ihrer Heimat, auf Wut, Trauer und allgemeine Aufgewühltheit, in einem Maß, dass einem Angst um dieses Land und seinen Zusammenhalt machen kann.

Wir verlieren gerade die Besten. Auch die, die nicht weggehen, schließen innerlich mit Deutschland ab.

Wulff wurde fast schon bis über das Maß des Möglichen vonseiten der türkischen Community verteidigt. Man sah ihm sehr viel nach wegen des einen richtigen Satzes über den Islam. Es gab sogar Verschwörungstheorien, dass Wulff wegen dieses Satzes gehen musste. Darauf reagiert nun der Zentralratsvorsitzende der Muslime, Ayman Mazyek, sehr besonnen:

Wir haben uneingeschränktes Vertrauen in unser Rechtssystem. Und jeder in unserem Lande muss sich diesem gegenüber auch im Bedarfsfall stellen, auch ein Bundespräsident.

Ich teile die Verschwörungstheorie einiger in unserer Commnunity ausdrücklich nicht, wonach Herr Wulff wegen seinen Aussagen zum Islam den Hut nehmen musste.

Wohl aber sollte man sich fragen, wie es denn zu diesen Theorien kommen kann. Warum fühlen sich manche so alleingelassen und so unerwünscht, dass ihnen derartige Theorien plausibel vorkommen?

Ob es etwas mit dem zunehmend enthemmten und verhetzten Klima in vielen Internetforen zu tun hat - auch hier bei mir kann man das ja immer wieder beobachten, wenn ich bestimmte "islamkritische" Flashmobs wecke.

Die Bundeskanzlerin macht gerade selbst die Erfahrung. Sie hat zu einem "Zukunftsdialog" per Website eingeladen - und das Ergebnis ist, dass das Thema Nummer eins in der Kategorie "Wie wollen wir zusammenleben?" dieses hier wurde:

"Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert!" Das ist das Topthema der internetaktiven Deutschen. Es erhält auf der Website der Bundeskanzlerin die meisten Stimmen. Nummer zwei ist die Legalisierung von Cannabis. Also sollte man das vielleicht nicht zu ernst nehmen?

Doch. Darum bin ich auf den kommenden Donnerstag gespannt. Es ist gut, dass Angela Merkel nicht den Bundestagspräsidenten Lammert ("Leitkultur") oder - Gott bewahre - den Bundesratspräsidenten Seehofer ("sträuben bis zur letzten Patrone gegen Zuwanderung in die Sozialsysteme") am Donnerstag reden lässt.

Dies hier ist Chefsache. Hat die Kanzlerin endlich verstanden, dass etwas geschehen muss?

Die Opfer der Mordserie brauchen ein klares Signal, dass Deutschland mit ihnen fühlt, dass wir dem Eindruck entgegentreten werden, dass die Institutionen des Rechtsstaates nicht jeden Bürger gleichermaßen schützen, und schlicht: dass sie zu uns gehören.

Es geht um eine Geste der Empathie.

Die träge Mehrheit im Land braucht auch ein Signal: Es gibt Rassismus in diesem Land, meinetwegen kann man es auch "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" nennen.

Die Bundeskanzlerin muss auf die beschämende Tatsache reagieren, dass Politik, Medien und Sicherheitsorgane eine Dekade lang nach dem Motto "blame the victim" vorgegangen sind. Etwas ist faul in diesem Land. Zeit es anzusprechen.

Helmut Kohl hat sich seinerzeit  geweigert, die Opfer des Solinger Brandanschlags von 1993 durch seine Anwesenheit bei der Trauerfeier zu ehren. Er denunzierte die Anteilnahme als "Beileidstourismus". Merkel kommt nun ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt, wenn auch durch den Zufall des Wulffschen Rücktritts. Sie sollte das als Chance begreifen, nicht als lästige Pflicht.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    „Gerade bei gut ausgebildeten und erfolgreichen deutschen Türken trifft man derzeit auf eine Mischung aus enttäuschter Liebe zu ihrer Heimat, auf Wut, Trauer und allgemeine Aufgewühltheit, in einem Maß, das einem Angst um dieses Land und seinen Zusammenhalt machen kann.“

    Das gilt auch für die nicht oder noch nicht gut ausgebildeten jungen Leute. Auch da wurde sehr viel Wut und Missmut ausgelöst. Auch die andere Seite wurde ja sehr ermutigt. Rechtsradikale Sprüche im Unterricht haben seit Sarrazin wieder richtig Konjunktur, so nach dem Motto: „Endlich hat mal einer gesagt, was Sache ist“. Erst gestern brachte ein Installateur-Azubi beim Thema Integration um Unterricht einen seiner Meinung nach großartigen Witz mit einer „Gasleitung“. So etwas hatte ich zuletzt vor 10 Jahren und das in Gegenwart eines Jungen aus einer Einwandererfamilie, der akzentfrei Deutsch spricht und als einziger in der Klasse orthographisch korrekte Texte schreiben kann. Er wirkte auf eine Weise betroffen und verunsichert, die mich wütend gemacht hat. Es wäre sehr gut, wenn unser kommender Präsident an dem Punkt weitermachen würde, wo Wulff mit seinem Statement angesetzt hat.

    • 17. Februar 2012 um 15:22 Uhr
    • Christoph Breer
  2. 2.

    Die Bundeskanzlerin muss auf die beschämende Tatsache reagieren, dass Politik, Medien und Sicherheitsorgane eine Dekade lang nach dem Motto “blame the victim” vorgegangen sind. Etwas ist faul in diesem Land. Zeit es anzusprechen.

    @ Jörg Lau

    Es ist falsch, Politik und Medien für ein Versagen der Sicherheitsorgane (mit) in Haftung zu nehmen.

    • 17. Februar 2012 um 15:22 Uhr
    • N. Neumann
  3. 3.

    „Die träge Mehrheit im Land braucht auch ein Signal: Es gibt Rassismus in diesem Land (…)

    Als Bestandteil der trägen Masse ist mir das auch schon aufgefallen. Jetzt müssen wir noch klären, was Rassismus ist und wer diesen alles gegen wen richtet.

    Weder die NSU- noch die RAF-Morde liefern dazu ausreichend Anschauungsmaterial; sie zeigen lediglich, dass es in diesem Land eine Hand voll Verbrecher gibt, denen Menschenleben nichts gilt, nicht mal das eigene.

    • 17. Februar 2012 um 15:29 Uhr
    • kwk
  4. 4.

    Weder die NSU- noch die RAF-Morde liefern dazu ausreichend Anschauungsmaterial; sie zeigen lediglich, dass es in diesem Land eine Hand voll Verbrecher gibt, denen Menschenleben nichts gilt, nicht mal das eigene.

    @ kwk

    Wenn nicht Neonazis, die ihre Mordopfer nach dem Kriterium „nicht-arisch, männlich“ ausgewählt haben, Anschauungsmaterial für Rassismus bieten, was dann?!

    Und auch die RAF bestand eben nicht oder allenfalls rein juristisch betrachtet aus gewöhnlichen Verbrechern – sofern landläufige Verbrecher morden, tun sie das aus materiellen oder höchst persönlichen Motiven, nicht aus politischen.

    • 17. Februar 2012 um 16:16 Uhr
    • N. Neumann
  5. 5.

    Die Bundeskanzlerin muss auf die beschämende Tatsache reagieren, dass Politik, Medien und Sicherheitsorgane eine Dekade lang nach dem Motto “blame the victim” vorgegangen sind. Etwas ist faul in diesem Land.

    Das ist so nicht ganz richtig. Die mit den konkreten Ermittlungen betrauten Beamten verfolgten durchaus die Nazispur, sie bekamen nur nicht die nötigen Informationen über die Naziszene.

    • 17. Februar 2012 um 16:30 Uhr
    • marriex
  6. 6.

    Ich und alle meine verwandten, bekannten, Freunde und Kollegen sind sehr glücklich über den Rücktritt wullfs. Seine klüngeleien sind uns egal, das machen ja alle, aber seine aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört und seine hätschelei der Türken fanden wir unglaublich. Wer so etwas behauptet ist ein dummkopf und ein solcher kann nicht unser Bundespräsident sein…

    • 17. Februar 2012 um 17:14 Uhr
    • petra ludwi
  7. 7.

    Na das will ich mal nicht hoffen…

    • 17. Februar 2012 um 17:17 Uhr
    • petra ludwi
  8. 8.

    Die Opfer der Mordserie brauchen ein klares Signal, […]

    Wie jetzt? Sind die Täter schon zweifelsfrei ermittelt, um überhaupt ein klares Signal gegenüber den Opfern setzten zu können ?

    Helmut Kohl hat sich seiner Zeit geweigert, die Opfer des Solinger Brandanschlags von 1993 durch seine Anwesenheit bei der Trauerfeier zu ehren. Er denunzierte die Anteilnahme als “Beileidstourismus”.

    Absolut korrekte Entscheidung, zumal die Verurteilung der angeblichen Täter dort als höchst umstritten gelten darf und nicht zweifelsfrei feststeht, dass ein sog. ausländerfeindlicher Tathintergrund bestand.

    • 17. Februar 2012 um 17:21 Uhr
    • betaversion
  9. 9.

    @ Neumann
    Aus welchen Gründen Menschen Menschen ohne Notwehr töten, ist egal. Gewalt muss geächtet bleiben und – egal aus welchen Gründen – streng verfolgt werden. Es gibt kein Verständnis für Mörder.

    Der Begriff Rassismus bedarf einer öffentlichen Debatte. Eine Einengung auf eine rechtsextreme Haltung ist unsauber.

    • 17. Februar 2012 um 17:23 Uhr
    • kwk
  10. 10.

    @petra ludwi
    “ Ich und alle meine verwandten, bekannten, Freunde und Kollegen sind sehr glücklich über den Rücktritt wullfs. Seine klüngeleien sind uns egal, das machen ja alle, aber seine aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört und seine hätschelei der Türken fanden wir unglaublich. Wer so etwas behauptet ist ein dummkopf und ein solcher kann nicht unser Bundespräsident sein…“

    Sie haben den Artikel nicht gelesen, oder? Warum genau gehört der Islam nicht zu Deutschland, wenn mehrere Millionen Deutsche ihm angehören?

    • 17. Februar 2012 um 17:26 Uhr
    • Sombrero
    • 17. Februar 2012 um 17:27 Uhr
    • Publicola
  11. 12.

    Sehr geehrter Herr Lau,

    wer immer noch der Terminus „Rassismus“ verwendet, aber sich über „Döner-Morde“ beschwert legt nahe nicht viel verstanden zu haben.

    „Rassisumus“ zu verwenden ist dermaßen unqualifiziert, das sich die Frage nach dem Warum? schon stellt.

    Homo sapiens sp.sind bei aller Berücksichtigung lokaler Differenzierungen immer noch eine Art (historisch Rasse i.e. S.)

    Handlungen gegen Angehörige einer bestimmten Ethnie als „Rassismus“ zu beschreiben setzt die (wissenschaftlich falsche) Verwendung des Begriffs Rasse durch die längst widerlegten Rassehygieniker fort!

    Was soll dieser abstoßende Unsinn?

    Es scheint auch genauso wenig auf rechsstaatlicher Basis zu stehen, aus BS, so dringend tatverdächtig diese sein mögen, unter bewußtem Verzicht auch das Abwarten eines Urteils schon Verurteilte zu machen.

    Das wirkt auch angesichts der Mahnung zu weniger Vorurteilen im Umgang mit Zuwanderern ein wenig selektiv.

    Aber, ich erwähnte das schon einmal: “ es kann doch nicht erwarter werden, das ein Redakteur den ganzen Tag mit dem GG unter dem Arm herumläuft..“?

    MfG Karl Müller

  12. 13.

    …im übrigen erinnerte mich Wulffs Abgang irgendwie an die Schlussszene des Films „Clockwise“ mit John Cleese.

    • 17. Februar 2012 um 18:00 Uhr
    • Christoph Breer
  13. 14.

    Eine ganz empirische politologische Erkenntnis, nach Auswertung zahlreicher Beiträge zu einschlägigen Debatten von Seiten der türkischen Regierung und seiner Behörden – wie z.B. Diyanet/DITIB und der türkischen Botschaft – sowie der Türkischen Gemeinde Deutschland (TGD) und seiner Mitgliedervereine zeigt, dass die Vorstellungen, beleidigt zu werden sowie Ziel einer Verschwörung zu sein, als feste Bestandteile der türkischen politischen Kultur betrachtet werden können.

    Inwiefern dies auch auch die türkisch geprägte Alltagskultur zutrifft, kan dieses Ergebnis nicht belegen. Es legt aber die Vermutung nahe, dass in einer Demokratie die Regierung Vorstellungen ihrer Wähler wiederspiegelt. Sowohl AKP-Wähler als auch säkulare Kemalisten (TGD) werden von diesen Vorstellungen angesprochen.

    Daher überrascht es nicht, wenn Türkischstämmige in Deutschland zuallererst festlegen, sie seien „beleidigt“ und dann nach einer Verschwörung suchen, um einen für sie unverständlichen Vorgang zu erklären.

    Die deutsche Politik muss sich nicht an diese politische Kultur beteiligen, aber sie sollte schon langsam lernen, wie sie auf sie reagiert. Wenn türkisch geprägte Politiker behaupten, sie seien „beleidigt“, ist dies im türkischen Kontext eine Art, zu signalisieren, dass sie den Preis für einen Kompromiss in die Höhe treiben. Die deutsche Politik reagiert aber oft genug, als sei dies ein Ausdruck für persönliches Unwohlsein, wie „ich bin jetzt ein Stück weit betroffen“.

    Die adäquate Antwort auf das türkische „Beleidigtsein“ wegen der Sarrazin-Debatte und des Verfassungsschutzversagens bei den NSU-Morden ist eben nicht, demütig um Verzeihung zu bitten, und Besserung zu loben, sondern einen politischen Gegenvorschlag vorzulegen. Der Verständigung abträglich ist allerdings, das ein deutscher Politiker im deutschen Kontext, der von sich behauptet „beleidigt“ zu sein, nicht ernst genommen wird.

    Die Muslime in Deutschland mögen ja zu Deutschland gehören, aber wir haben immer noch keine gemeinsame politische Kultur.

    • 17. Februar 2012 um 18:06 Uhr
    • A. Ernst
  14. 15.

    @ A. Ernst

    Die adäquate Antwort auf das türkische “Beleidigtsein” wegen der Sarrazin-Debatte und des Verfassungsschutzversagens bei den NSU-Morden ist eben nicht, demütig um Verzeihung zu bitten, und Besserung zu loben, sondern einen politischen Gegenvorschlag vorzulegen.

    Klingt plausibel, frei nach Schulz von Thun: Nicht nur die Beziehungsebene, sondern auch die Sachebene berücksichtigen!

    • 17. Februar 2012 um 18:37 Uhr
    • Christoph Breer
  15. 16.

    Jörg Lau:

    „Nach Wulffs Rücktritt: Was Angela Merkel den NSU-Opfern sagen muss“

    Weder die Existenz noch die Täterschaft dieser ominösen „NSU-Terrorgruppe“ sind bewiesen. Die vorliegenen Fakten, die auch in den Medien vor und nach dem Bekanntwerden dieser Gruppe in den Medien erschienen, deuten sowohl bei den Dönermorden als auch beim Polizistenmord in Heilbronn auf einen ganz anderen Hintergrund hin. Es spricht vielmehr alles dafür, daß dieses „NSU-Gruppe“ ein Werk des Verfassungsschutzes war und nicht nur Beate Zschäpe, sondern alle drei von den Diensten geführt wurden, entweder als V-Leute oder gar als Angestellte.

    http://www.doriangrey.net/index.php?issue=11&page=article&p=2&id=z&c=3

  16. 17.

    @ Joerg Lau
    „Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert!”
    Erinnere ich mich falsch, Herr Lau, dass Sie vor einigen Jahren auch noch eher auf dieser Welle gesegelt sind und sich gerne in „Islamkritik“ geübt haben, bevor sich dann der Wind wieder gedreht hat?

    Die NSU-Morde haben mindestens 3 Aspekte, die man nicht vermischen sollte. Erstens gibt es jenseits der direkten Täter und Helfer eine absolut eklige und nicht kleine rechtsradikale Szene, die offensichtlich gewusst oder geahnt hat, wer da warum mordete, und sich mordsmäßig darüber gefreut hat.
    Zweitens hat es erschreckendes Versagen bei den Sicherheitsbehörden gegeben, die in den letzten Jahren immer mehr (offensichtlich unverdiente) Kompetenzen erhalten haben. Von den Einzelaspekten ganz zu schweigen, wo Inkompetenz als Erklärung kaum noch überzeugt. Drittens gab es eine breite Öffentlichkeit, die sich mit der Erklärung krimineller Verstrickungen der Opfer achselzuckend oder bereitwillig zufrieden gegeben hat, obwohl die Ermittlungsergebnisse diese (zunächst durchaus verfolgenswerte) Hypothese nicht bestätigt haben. Man hat in diesen Leuten offensichtlich etwas Dunkles für möglich gehalten, das so dunkel ist, dass es sich in Ermittlungen nicht dingfest machen lässt, eine erschreckende Idee.

    Ebenso erschreckend finde ich allerdings die Idee, dass Wulff zurücktreten musste, weil er ein Anwalt der Moslems in Deutschland gewesen sei. Bei allem Verständnis für den gerechtfertigten Schock, den die NSU-Affäre verursacht hat, kann man da nur den Kopf schütteln.

    • 17. Februar 2012 um 18:48 Uhr
    • AM
  17. 18.

    @JL

    Wulff hat das Präsidentenamt im speziellen und das Ansehen der Politik im allgemeinen vermutlich am nachhaltigsten geschädigt seit Dr. hc. Helmut Kohl Sein Ehrenwort über das Gesetz gestellt hat.

    Wollen Sie wirklich so einer moralisch ausgehöhlte Leitfigur nachlaufen? Sind Sie so verzweifelt? Dann schnallen Sie sich besser an, das wird noch viel schlimmer bevor es besser wird.

    Nur ein alltägliches Beispiel: In der letzten Zeit war ein Artikel über das Ricarda-Huch-Gymnasium zu lesen. Da erfuhr der Leser das dort die Lehrer darin geschult werden wie sie damit umzugehen haben von aufgebrachten Eltern zu Rassisten erklärt zu werden, wenn sie schlechte Noten vergeben. Es stand nicht drin ob und wenn ja wer die Eltern schult, die solche Vorwürfe erheben.

    Was Sie jetzt im Internet sehen ist das Echo und noch ist es nicht auf der Straße angekommen.
    Wenn Sie was retten wollen, versuchen Sie zu verstehen das auch Leute die keinen Muezzinruf hören wollen Rechte haben.

    • 17. Februar 2012 um 18:57 Uhr
    • Mates
  18. 19.

    Jörg Lau

    danke Herr Lau, dass sie uns Aleviten in Ihrem Text islamisiert haben.

    Ich glaube, wir werden nie Kumpels werden!

    • 17. Februar 2012 um 19:08 Uhr
    • cem.gülay
  19. 20.

    @ Neumann
    Aus welchen Gründen Menschen Menschen ohne Notwehr töten, ist egal. Gewalt muss geächtet bleiben und – egal aus welchen Gründen – streng verfolgt werden. Es gibt kein Verständnis für Mörder.

    @ kwk

    Aus meinem Einwand zu folgern, dass ich, wenn auch nur unfreiwillig und indirekt, Verständnis für (politische) Mörder evozieren würde, wenn ich sage, dass die Morde des NSU und der RAF politisch motiviert waren, ist falsch. Ihr Widerstreben liegt wahrscheinlich darin begründet, dass politische Mörder (veritable Tyrannenmörder mal außen vor) ihre Taten als politisch verstehen sowie verstanden wissen wollen, eine höhere Moral für sich reklamieren und entsprechend nichts mit landläufigen Mördern zu haben wollen, deren Motive prinzipiell als nieder angesehen werden. Wenn man dieses Selbstbild von politischen Mördern als real anerkennt, folgt daraus aber eben nicht, dass man ihr politisches Motiv als verständlich (nur weil es politisch ist?), geschweige denn richtig anerkennt. Und es spricht auch nichts dafür, dass die Sympathisantenszenen von politischen Mördern dadurch größer werden, wenn man als real anerkennt, dass sich ihre ideologischen Motive von individuellen (z.B.: Eifersucht) oder materiellen (Habgier) Motiven unterscheiden. Umgekehrt ist die Sympathisantenszene etwa der RAF nicht dadurch kleiner geworden, weil über letztere zuweilen gesagt wurde, dass es sich bei ihren Mitgliedern um nichts anderes als „ganz gewöhnliche Verbrecher“ handeln würde. Zumal ist im Geltungsberich des Grundgesetzes bei einer Mordanklage die Chance gering, durch die Berufung auf ein politisches Motiv eine mildere Strafe zu erhalten – vielmehr erhöht sich das Strafmaß, wenn der Angeklagte versucht, sich (nur) mit einem politischen Motiv zu rechtfertigen, anstatt etwa leicht reumütig zu behaupten, dass gar keine Tötungsabsicht bestanden und/oder ein starker Gruppendruck auf ihm gelastet hätte.

    Dass es Mörder gibt, die tatsächlich aus ideologischen, um nicht zu sagen: besonders moralischen Beweggründen morden, ist eigentlich banal. Und die vergleichsweise stärkere öffentliche Resonanz im Zuge solcher Morde resultiert nicht zuletzt daraus, dass alle Beobachter zumindest ahnen, dass die Täter sämtlich wenigstens zum Tatzeitpunkt tatsächlich glaubten, eine edle Sache zu exekutieren. Zumal ist dies in innenpolitisch pazifizierten Demokratien für die überwiegende Mehrheit schwerer begreiflich als z.B. ein Mord aus bloßer Habgier. Niedere Instinkte versteht man durchschnittlich eher als die ideologische Gedankenwelt unterschiedlicher Terroristen.

    Der Begriff Rassismus bedarf einer öffentlichen Debatte. Eine Einengung auf eine rechtsextreme Haltung ist unsauber.

    Hielten Sie es für angebracht, wenn man im direkten Bezug auf die Morde des NSU sagen würde, dass es gute Gründe dafür gibt, etwa die Haltung von Salafisten gegenüber Ungläubigen im Allgemeinen und/oder Juden im Besonderen, auch als rassistisch zu bezeichnen?

    • 17. Februar 2012 um 19:13 Uhr
    • N. Neumann
  20. 21.

    Ergänzend:

    Niedere Instinkte versteht man (kognitiv) durchschnittlich eher als die ideologische Gedankenwelt unterschiedlicher Terroristen.

    • 17. Februar 2012 um 19:16 Uhr
    • N. Neumann
  21. 22.

    17 AM.
    „Zweitens hat es erschreckendes Versagen bei den Sicherheitsbehörden gegeben, die in den letzten Jahren immer mehr (offensichtlich unverdiente) Kompetenzen erhalten haben.“

    Wie gesagt: Lesen Sie diesen Artikel:

    http://www.doriangrey.net/index.php?issue=11&page=article&p=2&id=z&c=3

    „Ebenso erschreckend finde ich allerdings die Idee, dass Wulff zurücktreten musste, weil er ein Anwalt der Moslems in Deutschland gewesen sei. Bei allem Verständnis für den gerechtfertigten Schock, den die NSU-Affäre verursacht hat, kann man da nur den Kopf schütteln.“

    Die Gründe, weswegen diese Kampagne gegen Wulff geführt wurde, die schließlich zu seinem Rücktritt geführt haben, sind sicher vielfältig. Aber Freunde und Anhänger hat ihm seine unwahre These, daß der Islam nach Deutschland gehört, nicht gebracht. Wer so offenkundig gegen die Meinung seiner Bürger spricht, verspielt Vertrauen und Autorität.

  22. 23.

    Mazyek erwähnt die „Verschwörungstheorie“, weil er sie nutzen will.

    • 17. Februar 2012 um 20:14 Uhr
    • FreeSpeech
  23. 24.

    Werter Herr Neumann,

    der Begriff Rassismus bedarf deshalb einer öffentlichen Diskussion, weil es nach wie vor sehr viele gruppenbezogene Ablehnungen gibt, sei es aus religiösen, politischen und/oder ethnischen Gründen. Rassismus tritt deshalb auch unter den unterschiedlichsten Namen auf.

    Viktor E. Frankl, hat es in seiner Wiener Rede sehr gut ausgedrückt. Er setzte sich zwar mit den tatsächlich exisitierenden Nazis auseinander und bemerkte dazu „… ich lehne es ab, jemanden kollektiv schuldig zu sprechen. Eine Kollektivschuld gibt es nämlich nicht.“ Und Frenkl weiter. „In Wirklichkeit gibt es aber nur zwei Menschenrassen, nämlich die „Rasse“ der anständigen Menschen und die „Rasse“ der unanständigen Menschen. Und die „Rassentrennung“ verläuft quer durch die Nationen und innerhalb jeder einzelnen Nation quer durch alle Parteien.“ Ich möchte ergänzen und quer durch alle Glaubensgemeinschaften. C’est tout.

    Wir brauchen kein weiteren Programme zur Bekämpfung von …., wir brauchen Programme zur Förderung des Anstands und der Achtung vor dem Leben und der Meinung des anderen im Sinne des „sapere aude“.

    • 17. Februar 2012 um 20:16 Uhr
    • kwk
  24. 25.

    @ FS

    Richtig. Es gibt jemanden, der ist damit überfordert, das zu erkennen.

    • 17. Februar 2012 um 20:17 Uhr
    • marriex
  25. 26.

    @ kwk

    bWerter Herr Neumann,

    jetzt wissen wir wenigstens, wo Sie herkommen.

    • 17. Februar 2012 um 20:28 Uhr
    • marriex
  26. 27.

    DAS IST EINE SAUEREI! Ich halte es nicht mehr aus.

    a) Zuerst mein Mitgefühl für die Familienangehörigen. Meine Wut für das Versagen unseres Verfassungsschutzes.

    b) Aber auch mein Zorn über die ewigen „türkischen“ Jammereien in Deutschland.

    Wir haben ca. 1.700.000 Gast-Türken bei uns. Davon sind ca. 430.000 Hartz 4 Empfänger. Ganz Deutschland steht für diese Gäste ein und versorgt sie finaziell. Während ein Erdogan daher kommt und Deutschland Menschenrechtsverletzungen wg. Sprachkursen vorwirft!

    Nebenbei kommt dann noch ein türkischer Funktionär und will das wir bei türkischen Jugendlichen NICHT von Integration sprechen sondern lieber von Partizipation. Integration klinge ja so ähnlich wie Assimilation.

    Und zusätzlich hüpft der nächste türkische Funktionär noch rum und meint das die Deutschen definitiv nicht die Nazi-Vergangenheit aufgearbeitet haben.

    Zusätzlich kommen dann noch deutsch-türkische Integrationsministerinnen die selbstverständlich für den Doppelpass ALLER Türken in Deutschland sind. Dann würden sie sich besser integrieren.

    Und zum guten Schluss springt noch ein deutscher Politiker hinzu und schreibt in seinem Buch das die Türkei in die EU muss damit sich die Türken besser integrieren.

    Mir tut es leid um unsere türkischstämmigen Deutschen die sich für Deutschland entschieden haben. Mir tut es nicht mehr leid um die Gast-Türken die wir alle finanzieren und so die Türkei unterstützen.

    Es ist eine Verarschung ALLER Deutschen seitens der Medien und der Politik in Sachen Gast-Türken und ihre ewigen Jammereien.

    MFG Robert Andreas Schmidt

    P.S. Hatte nicht Helmut Schmidt sich kritisch über die türkische Einwanderung ausgelassen. Hatte nicht schon der Stern vor Sarrazin in dem einen oder anderen Kommentar die Problemfelder aufgelistet?

    Ein türkischer Mensch ist nicht böse oder schlechter. Aber gerade in Deutschland mit der größten türkischen Community in Europa kriegen wir die meisten Beschimpfung seitens der Türken zu hören.

    Das wir jetzt auch noch eine türkische NPD haben, z.b. die Grauen Wölfe, das wird verschwiegen. Und vieles, vieles mehr. Wir dürfen ja als Deutsche nicht einmal die wahren Zahlen der türkischen Gäste und der damit verbundenen Kosten wissen.

    Durch das ganze Gejammere werden die Stimmen der türkischstämmigen Deutschen überdeckt die lieber hier in Deutschland leben als in der Türkei. So wie auch die 1.7 Millionen Gast-Türken. Wir zwingen keinen Gast hier herzukommen.

    Ich mag nicht mehr.

    P.P.S. Wenn der Islam wirklich zu Deutschland gehört, dann will ich Muezzine von den Moscheen rufen hören und die Einführung der Scharia sehen. Die Scharia gehört nämlich auch zum Islam.

    Es ist die Zeit das die Karten auf den Tisch müssen. Diese ewige Deutschenbasherei und der Undank der türkischen Politik und der deutsch-türksichen Funktionäre ödet mich an.

    • 17. Februar 2012 um 20:47 Uhr
    • Robert Andreas Schmidt
  27. 28.

    Und nein ich bin kein Nazi, kein Rechtsextremer, kein Rechstpopulist und so weiter und so fort.

    Wir müssen die Probleme anerkennen und nicht immer meinen das wir mit Geld und wegsehen die Probleme lösen können.

    Es gibt mit türkisch-arabisch-muslimischen Einwanderen Probleme die wir kreativ lösen müssen. Deswegen sind diese Menschen weder schlechter noch besser!

    • 17. Februar 2012 um 20:49 Uhr
    • Robert Andreas Schmidt
    • 17. Februar 2012 um 21:01 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  28. 30.

    Die Opfer der Mordserie brauchen ein klares Signal, dass Deutschland mit ihnen fühlt, dass wir dem Eindruck entgegentreten werden, dass die Institutionen des Rechtsstaates nicht jeden Bürger gleichermaßen schützen, und schlicht: dass sie zu uns gehören.

    Richtig. Und dieses Signal besteht aus einer zeitnahen harten Bestrafung sowohl der Täter (sofern nicht bereits tot) als auch ihrer Gehilfen aus den Reihen der V-Männer sowie deren Strippenzieher in den Verfassungsschutzbehörden (und unter „harte Bestrafung“ verstehe ich im Fall der Beamten nicht eine zweijährige Beförderungssperre). Nicht aus einem Kollektivschuldbekenntnis, das die Schuld der eigentlichen Täter verwischt.

    • 17. Februar 2012 um 21:42 Uhr
    • Arjen van Zuider
  29. 31.

    Sehr gut geschrieben.

    Es war schon „Bullshit“ wo es hieß Deutschland muss sich schämen. Ein deutsch-türkischer Funktionär meinte sogar das die Bio-Deutschen alle Rassisten wären.

    Und am Ende ist immer wieder die Frage, wenn es Terror war, warum gab es keine Bekennerschreiben wie bei der RAF? Warum gab es das erst alles nach dem „Selbstmord“?

    • 17. Februar 2012 um 22:23 Uhr
    • Robert Andreas Schmidt
  30. 32.

    Ich gehe man der Reihe nach auf diesen Blogeintrag ein.

    „türkische Deutsche“

    Im Selbstverständnis der angesprochenen Zielgruppe gibt es „türkische Deutsche“ sehr sehr selten, höchstens bezeichnet man sich als „Deutsch-Türken“, aber eigentlich ist man vorallem stolzer Türke, auch in der 3. oder 4. Generation.

    „Schon die letzten Jahre einer zunehmend als Demütigung und Kujonierung empfundenen “Integrationsdebatte” haben viel Schaden angerichtet.“

    Bei einem der sich nicht integrieren will, hat diese ziemlich sachliche Integrationsdebatte der letzten Jahre vielleicht Demütigung und Kujonierung ausgelöst. Für andere Migrantengruppen ist es schlicht eine Selbstverständichkeit.

    „Und dass die breite Zustimmung der Bevölkerung die Sache erst recht schlimm machte.“

    Sarrazin hat Erfahrungen, Befürchtungen und Realitäten angesprochen, die viele Menschen in diesem Land teilen, egal ob sie sie selbst erleben oder aus der Ferne betrachten. Aber in Ihrer Welt, Herr Lau, sind das vermutlich alles Rassisten, Rechtspopulisten oder sonst was.

    „deutschen Türken“

    Ich dachte es sind „türkische Deutsche“?

    „Wulff wurde fast schon bis über das Maß des Möglichen von seiten der türkischen Community verteidigt. Man sah ihm sehr viel nach wegen des einen richtigen Satzes über den Islam.“

    Genau dieses Verhalten ist zutiefst problematisch. Man muss also nur pro Islam sein und schon wird alles andere egal und man wird verteidigt, egal was man sich geleistet hat. Dieses Verhalten bestätigt jeden Islamkritiker, nur Herr Lau erkennt das offensichtlich nicht.
    Viel lieber macht er sich daran die Mordserie, Sarrazins Buch und den führenden Beitrag im Zukunftsdialog irgendwie in eine Reihe zu stellen. Jeder der im Internet für die „offenen Diskussion über den Islam“ gestimmt hat, ist doch irgendwie auch ein bißchen Mitschuld an den NSU-Morden.

    „Es ist gut, dass Angela Merkel nicht den Bundestagspräsidenten Lammert (“Leitkultur”)… am Donnerstag reden läßt“

    Dieser Teil ist für mich der Tiefpunkt dieses Blogeintrags. Denn aus diesem Satz wird so viel deutlich. Selbst eine so angesehene und integre Person wie Lammert ist für Herrn Lau nicht mehr hinnehmbar und zumutbar, denn er hat es in der Vergangenheit doch tatsächlich gewagt in Deutschland von einer Leitkultur zu sprechen. Auch Herr Lammert gehört wohl nun in die Reihe der Mitschuldigen and den NSU-Morden. Es ist einfach unglaublich, mir fehlen fast die Worte.

    „Es gibt Rassismus in diesem Land, meinetwegen kann man es auch “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” nennen.“

    Ja und ich habe diesen Rassismus erlebt und zwar als Deutscher in Berlin Wedding aufzuwachsen.

    • 17. Februar 2012 um 22:42 Uhr
    • Bellfruta87
  31. 33.

    @ AM: „islamkritik“ ist wichtig und berechtigt, wie jede Religionskritik. Sie ist weder kriminalisiert, noch durchweg pathologisiert. Sie ist hierzulande sehr erfolgreich. Ich habe immer wieder dafür plädiert, ernsthafte Religionskritik von populistischer Stimmungsmache zu unterscheiden.

    • 17. Februar 2012 um 22:55 Uhr
    • Jörg Lau
  32. 34.

    @ Jörg Lau – 33

    “islamkritik”, die sich auf jenseits der fdGo befindliche islamisch
    legitimierte Phänomene bezieht, ist aber sehr schnell bei Ihnen ein
    Extremismus mit nur umgekehrtem normativem Vorzeichen (vorzugsweise
    beim Thema Salafismus zu beobachten).

    Dass Sie mithin Islamkritik (auch ohne Anführungszeichen, wie ich doch
    vermute) als „wichtig und berechtigt“ bezeichnen, kann ich angesichts
    Ihrer – für meinen Geschmack – inflationären Verwendung von Begriffen
    wie „Islamhassern“, etc. als nicht wirklich konsistent wahrnehmen.

    „… wie jede Religionskritik“.

    Würden Sie die Formulierung mit: „wie jede Ideologiekritik“ auch noch begleiten ?

    „Sie ist weder kriminalisiert, noch durchweg pathologisiert.“

    Das „durchweg“ ist Ihnen sicher nur so ‚reingerutscht; ein wenig pathologisiert soll sein ?.

    „Sie ist hierzulande sehr erfolgreich.“

    Und was soll uns dieser Satz suggerieren ?

    Was soll die Einflechtung eines Gesichtspunktes von Erfolg in
    eine Betrachtung, die Legitimität zum Gegenstand haben will ?

    Nach dem Motto: wenn es erfolgreiche xxxx gibt, da kann xxxx unmöglich stigmatisiert sein ?

    Ein solches Argument ist doch nicht Ihr Ernst ?

    „Ich habe immer wieder dafür plädiert, ernsthafte Religionskritik von populistischer Stimmungsmache zu unterscheiden.“

    Dass man den Islam überhaupt als eine Religion kaufen soll, ist schon eine diskussionsbedürftige Voraussetzung. Warum nicht als Sakralschirm für konkurrierende Abrechnungskulte ? Der Syrischen Realität käme das näher. Oder soll Wirklichkeitsnähe überhaupt kein Kriterium sein ?

    Übrigens: Ihre wohlerzogenen pakistanischen Generäle fangen an, ihre
    Talibangefangenen umzubringen. Wegen drohenden Separatfriedens; kann
    man sogar verstehen. Vielleicht eine Glosse für die nächste Guantanamo-
    Reportage.

    http://www.dawn.com/2012/02/14/taliban-want-death-in-jail-explained.html

    • 17. Februar 2012 um 23:30 Uhr
    • Thomas Holm
  33. 35.

    „Hezbollah offended by Israeli accusations

    “If we have to choose between unsuitable [but] quick revenge and honorable revenge that will come at a distant time, we choose the second,” the black-turbaned cleric said. Iran has also denied being behind the attacks. “

    http://www.hurriyetdailynews.com/hezbollah-offended-by-israeli-accusations.aspx?pageID=238&nID=14051&NewsCatID=352

    Dilettantismus beim Judenmorden ist ehrenrührig für die Hizbollah.

    Darf nur Islamhassern auffallen, welche Umkehrschlüsse folgen; ist die Hizbollah überhaupt kein bisschen autoritativ zum Komplex Islam; ist das NUR Politik und hat das NICHTS mit Religion zu tun ?

    Wenn es schief ging, dann war es jedenfalls auf keinen Fall vom Islam.

    Ein Bild vom Attentäter in Bangkog NACH dem Anschlag; eine Beleidigung für den Islam.

    hxxp://twitter.com/#!/motorcyrubjang/media/slideshow?url=pic.twitter.com%2FcKqOIwDF

    • 17. Februar 2012 um 23:44 Uhr
    • Thomas Holm
  34. 36.

    @ Jörg Lau
    Können Sie nicht einfach die ganzen egozentrischen Welterklärer (Bellfruta-dingsbums, Thomas Holm etc.), die ihre Artikel mit ihrem sophistischen Geschwätz zerreden und nur ihren eigenen Bauch bepinseln wollen, mal nicht mehr freischalten?
    Die Leute haben doch ihre allgemeine Genialität und Weltweisheit in ihrem Blog in ausreichendem Maße unter Beweis gestellt.
    Und was jetzt was Sarrazin, Islamkritik und pakistanische Generäle mit den Neonazi-Morden und Frau Merkels angekündigter Rede (guter Artikel übrigens) zu tun haben, ist doch auch eher ein Rätsel.

    • 17. Februar 2012 um 23:57 Uhr
    • caselius
  35. 37.

    WASHINGTON – A 29-year-old illegal immigrant from Morocco was arrested and charged Friday with an alleged plot to carry out a suicide bombing at the U.S. Capitol Building.

    http://www.usatoday.com/news/nation/story/2012-02-17/alleged-bomb-attack-us-capitol/53137020/1

    Sicher eine Verzweiflungstat zur Auslösung eines Frühlings der Nichtdokumentierten – weil Selbstmord ja nicht vom Islam ist.

    Außer bei tunesischen Gemüsehändlern mit Uniabschluß; nicht aber für deren Familien ! Respektvoller Journalismus ist eine anspruchsvolle Disziplin.

    • 18. Februar 2012 um 00:02 Uhr
    • Thomas Holm
  36. 38.

    „Wulff wurde fast schon bis über das Maß des Möglichen von seiten der türkischen Community verteidigt. Man sah ihm sehr viel nach wegen des einen richtigen Satzes über den Islam. Es gab sogar Verschwörungstheorien, dass Wulff wegen dieses Satzes gehen musste.“

    Tja Frau Ludwi, jetzt wissen wir zumindest woher solche „Verschwörungstheorien“ herkommen – ich nenne diese einfach mal in „offensichtliche Zusammenhänge“ um.

    Nicht wahr?

    • 18. Februar 2012 um 00:06 Uhr
    • Darumistdiebananekrum
  37. 39.

    @37 Tommy, Ihr Beispiel rührt mich.

    Aber seit über 200 Jahren führt kein einziges muslimisches Land Krieg gegen den Westen.

    Sondern umgekehrt: durch Frankreich und UK früherer Zeiten, und USA, UdSSR & NATO post-WWII sind über 40mill. Menschen muslimischen Glaubens an die Angriffskriege des Westens gestorben.

    Na, und wenn Sie heute Abend noch den Mut haben, den edlen Weltretter zu spielen, dann machen Sie bloß weiter mit ihrer „distanzierten Islamkritik“.

    Gruß
    DIDBK

    • 18. Februar 2012 um 00:11 Uhr
    • Darumistdiebananekrum
  38. 40.

    @ DIDBK

    Muslime haben sich an allen Fronten beider Weltkriege gegenseitig tapfer massakriert, genauso wie Christen aller Art. Das Osmanische Reich hat einen zum Jihad geadelten Krieg gegen Rußland geführt.

    Muslimische Bosniaken, Türken, Araber, Inder, russländische Turkvölker haben sich – ok, mit ein bisschen technischer Hilfe von den jeweiligen Ungläubigen – genauso wacker in die ewigen Jagdgründe befördert, wie alle anderen auch.

    Haben Sie noch nie einen Kragenspiegel mit SS-Rune und Prophetenschwert gesehen ? In Spanien haben marokkanische Muslime Francos katholischen Klerikalfalangismus mit an die Macht verholfen.

    Mussolini bekam das Seif al Islam* in Libyen verleihen – von den Muslimen, die Mussolini dabei geholfen hatten ca. 100.000 Muslime umzubringen.

    *Prophetenschwert UND Sohnmemann-Ghaddafi-Name.

    Im Kalten Krieg wurden laut aktueller Anklage 3 Mio. Menschen zur Verteidigung von „United Pakistan“ in Bangladesh massakriert und die Toten, die bis zu Beginn diesen Jahres den Amis angehängt worden sind, werfen sich die muslimischen Bürgerkriegsfraktionen im Irak jetzt gegenseitig vor; ganz überwiegend auch zurecht übrigens.

    Sie sind nicht ganz auf dem neuesten Stand Ihrer eigenen Propagandaausrichtung.

    Technische Inkompetenz ist keineswegs mit gänzlicher Unschuld einher gegangen.

    • 18. Februar 2012 um 00:37 Uhr
    • Thomas Holm
  39. 41.

    @ DIDBK

    „seit über 200 Jahren führt kein einziges muslimisches Land Krieg gegen den Westen.“

    … weil kein muslimisches Land dazu in der Lage gewesen ist; statt dessen haben sich Muslimische Machthaber als Juniorbeutepartner an die Kriegskoalitionen von denjenigen Ländern gehängt, die überhaupt in der Lage waren, zeitgemäße Streitkräfte auszurüsten. Und in diesen Koalitionen sind sie – ausgerüstet von den Ungläubigen – vorzugsweise übereinander hergefallen. In zwei Weltkriegen, dem Kalten Krieg und danach völlig selbstbestimmt.

    Und je selbstbestimmter die Muslime wurden, desto krasser spinnefeindlich und monstöser massakerbesessen wurden sie untereinander.

    Ist so – und ist nicht mehr aufzuhalten, die Dynamik.

    Was das soll mit Pakistan und den Taliban ? Wenn jetzt ‚rauskommt,
    dass Pakistan die Taliban die ganze Zeit an den Eiern hatte und nicht
    nur die USA verarscht hat, sondern auch die von ihm fanatisierten
    Klienten, dann werden, sobald der Westen da weg ist, die Paschtunen
    Pakistan zerreissen, den neuen Freund und Ordnungspartner Putins.

    Das wollte ich eigentlich noch nicht verraten …

    Immer wenn Große Geister wie Sie hier vorbeischneien, dann sinkt
    mein Mitleid mit den Syrern wieder unter die Zimmertemperatur.

    Vielen Dank für die Abkühlung !

    • 18. Februar 2012 um 00:57 Uhr
    • Thomas Holm
  40. 42.

    Es gab sogar Verschwörungstheorien, dass Wulff wegen dieses Satzes gehen musste.

    Ich kenne auch Leute, die behaupten, Wulff sei wegen seiner angeblichen Gegnerschaft zum ESM (und seiner Möglichkeit, als BuPrä die Unterschrift unter denselben zu verweigern) von Mutti zum Rücktritt gezwungen worden. Jeder sieht halt das, was ihm persönlich wichtig ist.

    • 18. Februar 2012 um 01:08 Uhr
    • Arjen van Zuider
  41. 43.

    >Wulff hätte gerne am kommenden Donnerstag die Trauerfeier für die Opfer der NSU-Mordserie geleitet. Nun wird die Bundeskanzlerin seine Aufgabe übernehmen und dort sprechen. Einfach wird das nich

    Warum? Betroffen gucken kann Frau Merkel doch ganz besonders gut.

    >Die träge Mehrheit im Land braucht auch ein Signal: Es gibt Rassismus in diesem Land

    Nach dreizig Jahren Nazikeulen-Terror vom Kindergarten an lehnt jeder Normalbürger die Beschäftigung mit diesem Thema schon aus grundsätzlichen Gründen ab.

    >Wir verlieren gerade die Besten. Auch die, die nicht weggehen, schließen innerlich mit Deutschland ab.

    Und Deutschland ist das komplett egal.

    • 18. Februar 2012 um 02:35 Uhr
    • Pbuh
  42. 44.

    @ marriex
    „jetzt wissen wir wenigstens, wo Sie herkommen.“

    Na, da bin ich aber auf Ihr Analyseergebnis neugierig. Wie wenig doch ein Mensch benötigt um zur Erkenntnis zu gelangen! Kompliment.

    • 18. Februar 2012 um 07:06 Uhr
    • kwk
  43. 45.

    Das Subtile an diesem Artikel besteht darin, dass unterschwellig eine Gruppe von Leuten zurechtprivilegiert wird, auf deren „Empfinden“ es ankommen solle.

    Während man gewöhnlich zur kollektiven Selbstskepsis angehalten ist mit einer stets wachen Alarmierung gegenüber Volksempfindungen jeder Art* wird hier eine Gruppe vorgeführt bar jedweder Verdammnis zur Unerheblichkeit ihres allerwerten Befindens. Euer Seelengrummelen sei uns eine heilige Anklage !

    *migrantensoliolektische Spiegelung des Phänomens: kein Herz für sich selbst mehr – keine Eier, die Kartoffeln

    Eine hochideelsensibl konstruierte muslimisch-turkvölkische Migrantenseele wird – über alles hinweg, was auch definitiv nicht mitgemeint sein will – unterschiedslos als erschüttert, gedemütigt und kujoniert von Debatten, beschädigt von Ladenkassabstimmungen als ehrabschneidende Angriffe, etc. vorgeführt.

    Was ist mit Migranten, denen dieser verlogene Projektionskitsch am Arsch vorbeigeht ? Wer jetzt nicht beleidigt ist, kann nur überassimiliert sein, oder vergessen haben, woher er kommt – eine Hausnegerverrenkung zur Liebkind-werdung beim Nazi von nebenan.

    Und auf diese ausgewählt vorgeführten Seelenmartern hätte es natürlich in der Politik: überhaupt und eigentlich anzukommen, während selbstredend anderweitige Empfindungen; sowie die Empfindungen anderer, dem üblichen Volksempfindungs-Generalverdacht anheimfallen.

    Die Pflege solch selektiver Sensibilität mag eine Gefälligkeit sein; ein Heischen nach Gefallen ist sie bestimmt; ein „Dienst“ ist damit jedoch auf keinen Fall irgendwem erwiesen; Herrn Mazyek vieleicht, ein Bärchendienst.

    Wie entschuldigt man sich eigentlich als BuPrä am besten für die Erwähnung des Armeniergenozides ? Ob Herr Wulf diese Frage schon gelöst hatte ?

    • 18. Februar 2012 um 07:09 Uhr
    • Thomas Holm
  44. 46.

    @caselius

    „Und was jetzt was Sarrazin, Islamkritik und pakistanische Generäle mit den Neonazi-Morden und Frau Merkels angekündigter Rede (guter Artikel übrigens) zu tun haben, ist doch auch eher ein Rätsel.“

    Wunderbar. Genau das war einer der Kritikpunkte an Laus Ausführungen in meinem Kommentar. Schön das Sie das ähnlich sehen.
    Ansonsten bin ich enttäuscht, aber nicht überrascht, dass jemand wie Sie argumentativ nichts zu bieten hat und daher nach Zensur schreit.

    • 18. Februar 2012 um 08:31 Uhr
    • Bellfruta87
  45. 47.

    @ Holm

    Eine hochideelsensibl konstruierte muslimisch-turkvölkische Migrantenseele wird – über alles hinweg, was auch definitiv nicht mitgemeint sein will – unterschiedslos als erschüttert, gedemütigt und kujoniert von Debatten, beschädigt von Ladenkassabstimmungen als ehrabschneidende Angriffe, etc. vorgeführt.

    Was ist mit Migranten, denen dieser verlogene Projektionskitsch am Arsch vorbeigeht ? Wer jetzt nicht beleidigt ist, kann nur überassimiliert sein, oder vergessen haben, woher er kommt – eine Hausnegerverrenkung zur Liebkind-werdung beim Nazi von nebenan.

    Und auf diese ausgewählt vorgeführten Seelenmartern hätte es natürlich in der Politik: überhaupt und eigentlich anzukommen, während selbstredend anderweitige Empfindungen; sowie die Empfindungen anderer, dem üblichen Volksempfindungs-Generalverdacht anheimfallen.

    Sie haben so Recht – lau ist sowas von selektiv und Ungerecht – er misst wirklich nur mit zwei Maßstäben und auf einer emotionalen Basis.
    Mich ekelt es regelrecht nur an – soll er doch mit seinen ‚Besten‘ mitgehen außer Landes.

    • 18. Februar 2012 um 09:28 Uhr
    • Zagreus
  46. 48.

    @ Tomcat 45: Pläne zur „Vergrämung Strenggläubiger“ werden hier nicht geduldet. Sie sind draußen.

    • 18. Februar 2012 um 10:24 Uhr
    • Jörg Lau
  47. 49.

    Mazyek erwähnt die “Verschwörungstheorie”, weil er sie nutzen will.

    @ FS, MR:

    Nutzen, für was? Einen Opferdiskurs?

    • 18. Februar 2012 um 10:31 Uhr
    • MM
  48. 50.

    Sehr geehrte(r?) kwk,

    Die Anrede „Werter“ verrät den Ossi.

    • 18. Februar 2012 um 10:49 Uhr
    • marriex
  49. 51.

    @ MM

    Um seinen mitgliederschwachen Verein als Vertreter aller Muslime ins Gespräch zu bringen.
    Er präsentiert sich als Oberhaupt der Community und Lau glaubt’s.

    • 18. Februar 2012 um 10:51 Uhr
    • marriex
    • 18. Februar 2012 um 11:36 Uhr
    • marriex
  50. 53.

    @ marriex

    in der zeit gibt es Journalisten, die anscheinend in der Lage sind die Welt mal zu lesen (immerhin haben die das vor Wochen bereits erzählt):

    http://www.zeit.de/2012/08/Griechenland

    • 18. Februar 2012 um 11:40 Uhr
    • Zagreus
  51. 54.

    Seyran Ates hat in der „Zeit“ Nr.8 vom 16.02.2012 Wulffs Ausspruch „Der Islam gehört zu Deutschland“ als „lapidar und wohlfeil“ bezeichnet.

    Ging es überhaupt um etwas anderes als um Wählerstimmen?

    Klar gehören Menschen unabhängig vom Herkunftsland und von der Religion zu Deutschland. Aber dass wir uns im säkularen Deutschland jetzt ständig mit religiösen Belangen rumquälen müssen, hängt leider nur mit dem fordernden politischen Islam zusammen. Das beeinträchtigt den gesellschaftlichen Zusammenhalt erheblich. Allein die aufgezwungene Zurkenntnisnahme meines Gegenübers als islamisch (da strenges Kopftuch)ist anti-integrativ. Ich will nicht sofort wissen, zu welcher Glaubensrichtung mein Gegenüber gehört. Dazu werde ich aber inzwischen zu oft gezwungen. Ich will auch keinen Judenstern. Und keine von weitem erkennbaren Kreuze um den Hals.

    Ein Bekannter von mir, Türke einfacher Herkunft, hat mir gegenüber schon oft seine Vorbehalte seiner eigenen Religion gegenüber artikuliert. Verbunden mit der dringenden Bitte, kein Wort darüber verlauten zu lassen, wenn Landsleute von ihm in der Nähe sind. Er fürchte um sein Leben! Eine Diskussion darüber brauchen wir. Es gibt genug Muslime, die gläubig und dennoch froh sind, nicht in einem muslimischen Land zu leben. S i e brauchen unser Willkommen, unsere Solidarität, unseren Schutz. Einen roten Teppich verlangen sie nicht.

    • 18. Februar 2012 um 11:56 Uhr
    • freieseuropa
  52. 55.

    @ Zagreus

    “ lau ist sowas von selektiv und Ungerecht “

    heul doch!

    • 18. Februar 2012 um 12:04 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  53. 56.

    @Marriex

    Um seinen mitgliederschwachen Verein als Vertreter aller Muslime ins Gespräch zu bringen.

    Treffend formuliert.

    Dass Wulff über wiederholten Bakschisch stolperte und sonst gar nichts, weiss jeder, und auf die Verschwörungstheorie kommt man nur, wenn man auch an fliegende Schweine glaubt. Mazyek nimmt jede noch so blöde Gelegenheit wahr, sich als Vertreter der Muslime darzustellen, irgend eine Opfertheorie anzudeuten und daraus irgendeine Konzession durch verschreckte Politiker herauszuholen. Dafür ist der Mann angestellt, dafür wird er bezahlt.

    Wer dem irgend ein Wort abnimmt, ist selber schuld oder glaubt an die Existenz von fliegenden Schweinen.

    • 18. Februar 2012 um 12:11 Uhr
    • FreeSpeech
  54. 57.

    @ marriex

    „Er präsentiert sich als Oberhaupt der Community und Lau glaubt’s.“

    Wundert mich auch.
    Mazyek ist innerhalb der islamischen Community ein Außenseiter.
    Viel mehr Einfluss hat z.B. Ditib-Sprecher Bekir Alboga, der aber wiederum an Weisungen aus Ankara gebunden ist.

    • 18. Februar 2012 um 12:12 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  55. 58.

    @ FS

    „oder glaubt an die Existenz von fliegenden Schweinen.“

    Literatur-Tipp:

    http://it.wikipedia.org/wiki/Porci_con_le_ali

    • 18. Februar 2012 um 12:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  56. 59.

    „Gerade bei gut ausgebildeten und erfolgreichen deutschen Türken trifft man derzeit auf eine Mischung aus enttäuschter Liebe zu ihrer Heimat…“

    Recht linksdeutsch, sehr normal in der Empfindung oder?

    • 18. Februar 2012 um 12:21 Uhr
    • Sebastian R.
  57. 60.

    @marriex

    „Die Anrede “Werter” verrät den Ossi.“

    Und das passiert dem Sohn eines nordhessischen Großbauern aus dem Stamm der Chatten. Ich werd beim nächsten Pizzaessen darauf achten, dass mich niemand auch noch für einen Italiener hält.

    • 18. Februar 2012 um 12:27 Uhr
    • kwk
  58. 61.

    @ Thomas Holm:

    ist die Hizbollah überhaupt kein bisschen autoritativ zum Komplex Islam; ist das NUR Politik und hat das NICHTS mit Religion zu tun ?

    Was entgegneten Sie, wenn ich sagte: Ja. Das ist im Grunde genommen NUR Politik.
    War der Nahost-Konflikt bis zum 67-Tage-Krieg nicht eher „Sache des arabischen Nationalismus“? Hat der Islam davor (i.d. Zusammenhang) überhaupt eine (einerseits) wahrnehmbare und (andererseits) mobilisierende Rolle gespielt? (die Hisbollah – 1985 formell gegründet – ist gerade einmal zwei Jahre älter als ich selbst.) Weshalb hat die Hisbollah verschiedentlich auch einen gewissen Rückhalt unter Christen und Sunniten des Libanon?

    • 18. Februar 2012 um 12:30 Uhr
    • MM
  59. 62.

    Korrektur: Bis zum 6-Tage-Krieg natürlich.

    • 18. Februar 2012 um 12:30 Uhr
    • MM
  60. 63.

    @ Hans Joachim Sauer #55:

    *grunz*

    • 18. Februar 2012 um 12:34 Uhr
    • MM
  61. 64.

    @ MM

    „War der Nahost-Konflikt bis zum 67-Tage-Krieg nicht eher “Sache des arabischen Nationalismus”?“

    Muss das ein Widerspruch zu religiösen Untermalung und Deutung durch eine Bevölkerung sein?
    Der Genozid an den Armeniern wurde ausgelöst und geleitet hauptsächlich von Leuten mit einer europäischen Rassistischen Auffassung.
    Das ‚gemeine‘ Volk aber wurde zum guten Teil religiös aufgehetzt, indem in den Moscheen über Imame gegen die Armenier gehetzt wurde.
    Damit ist es auch eine religiöse Völkermord gewesen, neben einer rassistisch motivierten.

    • 18. Februar 2012 um 12:40 Uhr
    • Zagreus
  62. 65.

    @ Zagreus:

    Muss das ein Widerspruch zu religiösen Untermalung und Deutung durch eine Bevölkerung sein?

    Nein.

    Das ‘gemeine’ Volk aber wurde zum guten Teil religiös aufgehetzt, indem in den Moscheen über Imame gegen die Armenier gehetzt wurde.

    Waren Sie dabei? Oder können Sie als Historiker ein Zeitdokument nennen, welches dies eindeutig belegt? (Ich spreche hier aus Unwissen).

    Können Sie meine anderen Fragen auch beantworten?

    Warum stimmten in Ägypten angeblich auch Kopten für die MB? Und wenn sie dies taten – dann aus religiösen Gründen? (Ich meine, wohl kaum.)

    (Könnte sein, dass ich nicht mehr antworte; sollte vor dem Topspiel heute abend noch etwas Sinnvolles und Wichtigeres tun; nix für ungut ;-).)

    • 18. Februar 2012 um 12:53 Uhr
    • MM
  63. 66.

    @HJS

    Danke für den Hinweis. Hat mich beflügelt 😉

    Werde ich mir besorgen.

    • 18. Februar 2012 um 13:00 Uhr
    • FreeSpeech
  64. 67.

    @ MM

    Waren Sie dabei? Oder können Sie als Historiker ein Zeitdokument nennen, welches dies eindeutig belegt? (Ich spreche hier aus Unwissen).

    Waren sie bei den Wahlen in Ägypten dabei? – sie hätten ja wenigstens die Möglichkeit gehabt. war ich beim Armenozid dabei? Waren sie wenigstens in Auschwitz dabei?

    Ich muss ihnen auch kein Zeitdomuent nennen können – es langt völlig aus, wenn ich sie auf entsprechende Sekundärliteratur verweise, aus denen sie dann die entsprechenden Quellenangaben selbst nachlesen können – und nein, ich kann kein Türkisch (in denen ein teil der Quellen geschrieben sind).

    Zur Literatur:
    Taner Akcam, Armenien und der Völkermord. Die istanbuler Prozesse und die türkische Nationalbewegung, Hamburg 2004.

    Wie die Partei (Komittee) ‚Ittikat ve Terakki‘ (Einheit und Fortschritt) auf Gewaltkurs ging, um eine osmanisch- Islamische Identität zu schaffen, siehe dort S. 35f.

    Viele Quellen finden sich hier:
    Jörg Berlin, Adrian Klenner, Völkermord oder Umsiedlung. Das Schicksal der Armenier im Osmanischen reich. Darstellung und Dokumentation, Köln 2006.
    Ein Quellen-Beispiel für die religiöse Aufhetzung von Muslimen:
    Aus einem Bericht der schwedischen Missionsschwester Alma Johannsson (…) über die Behandlung der Armenier in Musch vom Kriegsbeginn bis etwa Mai 1915:
    […] Da der heilige Krieg ausgerufen wurde, sahen wir, wohin es kommen würde. Es wurden zündende Reden gehalten, dass, „da wir doch gegen den Christen krieg führen, müssen wir zunächst die Christen im Land ausrotten“
    „. S. 184

    Wolfgang Gust (Hg.), Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amts, Springe 2005.

    • 18. Februar 2012 um 13:36 Uhr
    • Zagreus
  65. 68.

    @ MM

    „Was entgegneten Sie, wenn ich sagte: Ja. Das ist im Grunde genommen NUR Politik.“

    Dass das eine fruchtbar diskutierbare relevante Position ist, die ich insbesondere dann gerne diskutiere, wenn in der Öffentlichkeit möglichst meine Gegenposition nicht so einfach und billig als eine von „Islamhassern“ (vulgo: Rassisten) abgetan werden kann.

    Inhaltlich:

    „Weshalb hat die Hisbollah verschiedentlich auch einen gewissen Rückhalt unter Christen und Sunniten des Libanon?“

    Wegen einer ausgeklügelten Bündninsstratiegie gegenüber „Christen, die ihre Religion nicht vergessen haben“ (gibt’s sogar auch für Juden) – sowie gegenüber „Nichtmuslimen, die aber gleichwohl Gerechtigkeit und Menschlichkeit schätzen“ (damit kommen ja jetzt sogar die ersten Salafis angekrochen, allerdings angesichts von Assad und dann wird sogar ibn Taimiyya mit Aussagen bemüht, wonach die Nusairier übler als die Juden seien …).

    Während Muslime Machthaber zuvor in zeitweise christlich grundierten Welt- und Kalte-Kriegsallianzen untergekrochen sind, haben sie Nationalismus als eine auch noch integrative Kraft immer noch nötig.

    Ist eigentlich unislamisch; aber solche krass-krude mißgeborenen Nationalismen, wie der syrische, libanesische, oder Groß-Pakistanische sind wiederum ohne muslimische Machtinteressen im Hintergrund nicht erklärbar.

    Ohne Islam, kein Arabertum in dieser monströsen Aufgeblasenheiet, keine Behinderung durch und kein Dummstolz über eine erstarrte Sakralsprachlichkeit, die eben kein Wettbewerbsvorteil (mehr) ist, etc.

    Ohne Islam keine Konservierung Dummheiten und Barabareien aller als „vom Dorfe, aus den Bergen und der Wüste“. Nicht alles, was es wegen des Islams überhaupt nur nich gibt, ist auch „vom Islam“.

    Ohne Islam kein Panarabismus – so wie ohne Orthodoxie kein Panslawismus und ohne Papismus kein Volk der Christenheit.

    Gern verkannte, aber stets unverzichtbare Elternschaften.

    Darüber kann ich mit Salafisten wunderbar diskutieren; für die ist man als Ungläubiger nicht so schnell Rassist, wie man das als Islamskeptiker beim Liberallo von nebenan ist.

    Islam ist nicht die einzige Quelle, die aggro macht, aber Islam macht besonders dumm-aggro, man wird schneller Opfer, ohne es noch rechtzeitig zu merken und man hat null Chance, aus einem Schlamassel rückwärts wieder rauszurudern.

    Müßte alles nicht sein nach Koran, denn: Der Alte macht nix, solange die Belegschaft nix macht*. Ich habe kein Problem mit Muslimen zu diskutieren; die totalitäre Bedrohung innerhalb des westlichen Diskurses kommt heute aus einem liberalen Impuls: Nicht judgemental & hierarchical sein dürfen.

    *Beisst sich natürlich mit der Vorbestimmtheitslehre …

    http://www.youtube.com/watch?v=CdEGJb5W5ks ab min. 6.00

    • 18. Februar 2012 um 13:37 Uhr
    • Thomas Holm
  66. 69.

    Ohne Islam keine Konservierung VON Dummheiten und Barabareien aller ART als “vom Dorfe, aus den Bergen und der Wüste”.

    • 18. Februar 2012 um 14:12 Uhr
    • Thomas Holm
  67. 70.

    @ TH: Im Sinne der RAF möchte ich ergänzen: „Selbstverständlich darf geschossen werden.“ Ein solche Lehre, die Barbarei konserviert, muss doch mit allen Mitteln bekämpft werden, denken Sie nicht? Es geht um einen Kampf der Zivilisation gegen die Barbarei. Und Barbaren verstehen nun einmal keine andere Sprache.
    Anders gesagt: Warum sollte ein junger Mensch, der etwas tun will, um das Abendland zu retten, nicht nur Herumchatten, einen Satz wie den Ihren nicht so auslegen?

    • 18. Februar 2012 um 14:22 Uhr
    • Jörg Lau
  68. 71.

    43 Pbuh:
    „Warum? Betroffen gucken kann Frau Merkel doch ganz besonders gut.“

    Bei der permanent sauertöpfischen Miene sehe ich da keinen großen Unterschied. Wenn für die Fotografen doch mal ein Lächeln erquält werden muß, tun die Anstrengungen beim Hochhieven der Mundwinkel schon beim bloßen Zusehen weh.

    „Nach dreizig Jahren Nazikeulen-Terror vom Kindergarten an lehnt jeder Normalbürger die Beschäftigung mit diesem Thema schon aus grundsätzlichen Gründen ab.“

    Wenn das Thema mit besagter Keule so penetrant und so besessen in die eine Richtung geprügelt wird wie hierzulande, kann man nur noch mit konsequenter Ignorierung dieses Themas bzw. mit dessen Hinterfragung reagieren. Letzteres wird von denjenigen, welche diese Keule handhaben, als Beweis für die Richtigkeit des eigenen Tuns interpretiert.

    „Und Deutschland ist das komplett egal.“

    Sie sollten Deutschland nicht mit dessen gehirngewaschener politischer und medialer Elite verwechseln.

  69. 72.

    28 Robert Andreas Schmidt:

    „Und nein ich bin kein Nazi, kein Rechtsextremer, kein Rechstpopulist und so weiter und so fort.

    Wir müssen die Probleme anerkennen und nicht immer meinen das wir mit Geld und wegsehen die Probleme lösen können.

    Es gibt mit türkisch-arabisch-muslimischen Einwanderen Probleme die wir kreativ lösen müssen. Deswegen sind diese Menschen weder schlechter noch besser!“

    Wissen Sie, was Ihr Fehler ist, Robert Andreas Schmidt? Daß Sie sich von denen, gegen die Sie polemisieren, einen Rechtfertigungs- und Entschuldigungszwang für Ihre ureigene Meinung aufzwingen lassen. Damit begeben Sie sich von vornherein in die Defensive. Wer sich diese Art der Debatte aufzwingen läßt, hat schon verloren.

  70. 73.

    @Jörg Lau

    Anders gesagt: Warum sollte ein junger Mensch, der etwas tun will, um das Abendland zu retten, nicht nur Herumchatten, einen Satz wie den Ihren nicht so auslegen?

    Weil es ein tieferer Stand von Zivilisation als der bisher erreichte ist, dass ein Mensch über einem anderen Menschen stehe. Mit anderen Worten: Wer denkt „es darf geschossen werden“, macht einen zivilisatorischen Schritt zurück.

    Wer in der Barbarei lebt, kann nur selber daraus heraustreten. Dass der Westen da nicht viel helfen kann, sollte mit dem Irak, Afghanistan und der Arabellion klar geworden sein.

    • 18. Februar 2012 um 14:56 Uhr
    • FreeSpeech
  71. 74.

    @ Jörg Lau

    „Warum sollte ein junger Mensch, der etwas tun will, um das Abendland zu retten, nicht nur Herumchatten, einen Satz wie den Ihren nicht so auslegen?“

    Kann er tun – auf eigene Verantwortung. Ich würde abraten, weil die Islamischen Abrechnungs-Machtblöcke gerade zum großen Infight Finale blasen und man sie da im Interesse unserer Sicherheits- sowie wehrwirtschaftlichen Aussenwirtschaftsinteressen nicht stören sollte.

    Weil diese Machtblockpotentaten nicht so gut selbstkorrigierend lernen können, sollte man in der Kritik dort vor der Bekämpfung einhalten, wo diese – eben mangels Lernbereitschaft – sich bereits selbst bekämpfen.

    Nixon war in China; er fing aber nicht an, den Kommunismus für eine Ideologie des Friedens zu erklären.

    Der RAF hätte man dagegen sagen müssen, dass die „militante“ Bekämpferei ins Abseits führt, da das „Schweinesystem“ eben verdammt anpassungs- und selbstkorrekturfähig ist.

    Die wahren, reinen, echten und letztgültigen Nicht-Schweinesysteme haben bisher allesamt ein tödliches Selbstkorrekturdefizit aufgewiesen.

    Deswegen: Augenmaß bei der Bekämpfung !

    Bei einem deutsch-italienischen Krieg um Österreich wäre ich sogar gegen Anschläge auf Nazis in Paris gewesen, obwohl man mich zuvor vielleicht dahingend hätte mißverstehen können.

    Wollen Sie ernsthaft einen linear panisch verengten Tunnelblickhorizont zum Maßstab für die Legitimität von Kritik erheben ? Die Kritik ist doch oft die einzige Chance, für Einzele aus den Kollektivverhängnissen herauszubrechen.

    Die Kollektivverhängnisse kann man dagegen auch mit noch so gut gemeintem Herumschiessen nicht aufhalten.

    Lernprozesse und Selbstkorrekturen kann man allerdings durch Herumschiessen beeinträchtigen; und das ist töricht und nicht hilfreich. (kriminell auch, aber was kriminell ist, bestimmt natürlich der Obsiegende; wer aber obsiegt, das bestimmt nicht der Törichte; deswegen dieser nichtlegalistissche Akzent)

    Den Gedanken mit der Selbstkorrekturfähigkeit von Ihnen fand ich richtig hilfreich; nur gibt es eben Differenzen bei der Befähigung zu Selbstkorrekturen; wer diese nicht rafft, hat echt schlechte Karten.

    Jemand, der eine solche Position; nämlich von: quasi darwinistisch dimensionierten Differenzen unter sakralideologisch grundierten Machtgebilden; ins Abseits stellen wollte, der bringt die einzelnen Menschen um die Chance von Anstößen zum selber-kritischen losdenken.

    Manche denken natürlich auch vonselber kritisch los; aber bei manchen hilft auch ein Anstoss.

    Wussten Sie, dass Allah die Ungläubigen benutzt, um Muslime zu belehren ? Außerdem sind wir verschieden, damit wir uns kennenlernen können; das können wir aber nicht richtig, wenn wir uns vor lauter Rücksicht und Respekt vor „dem anderen“ gegenseitig untereinander den Mund verbieten.

    Sowas erfährt man von Salafisten. Die Ungläubigen haben natürlich nichts davon, weil sie im Nachleben unerbittlich in die Tonne getreten werden; aber Ihre Argumentation will die Positionen der Ungläubigen schon auf unserer schnöden Welt im Giftschrank einsargen ? Der arme Sven Lau; was mag er von Ihnen lernen können ?

    Da ist der Liberalismus mit einigen Auswüchsen tatsächlich salafistischer als der Salafismus geraten; Übertreibung ist immer auch noch für den anderen eine Möglichkeit, Bruder Nachbar; Ihr habt da kein Monopol !

    Bei einer öffentlichen Diskussion mit Ihnen vor, sagen wir: Hundert Muslimen, bringe ich mit meinem Anspruch auf islamkritische Positionen 40%* des Publikums auf meine Seite – und hernach würden Sie mir zugestehen, dass das die Klügeren sind und Sie eine bedenklich vereinfacht urteilende Truppe mit einem konformitätsbesessenen Schamkulturkrüppelkern auf Ihrer Seite versamment hätten.

    *konservative Schätzung

    Wenn sich die Ungläubigen gegenseitig daran hindern würden, die Muslime vor dem Islam zu warnen, hätte Allah sie nicht erschaffen.

    Argumentativ behinderte Mißgeburten sind nie vom Schöpfer (außer in Pakistan !) sondern stets vom Menschen gemacht !

    Dafür kriege ich 60% Zustimmung nach 90 Minuten Diskussion mit Ihnen vor muslimischem Publikum.

    SIE wollen zwischen Glaube und Gläubigem unterscheiden ?

    Die würden ihnen was husten; ich würde denen sagen, dass sie das selber tun müssen und welche Veranlassung sie dazu haben.

    • 18. Februar 2012 um 15:46 Uhr
    • Thomas Holm
  72. 75.

    @ Th: Setzt voraus, dass die Muslime, Anhänger eines barbarischen Kults, ihren Ausführungen folgen können. Mir fällt es manchmal schwer.
    Ich will nur darauf beharren, dass es wichtig und möglich ist, zwischen Islamkritik und Hetze zu unterscheiden. Mit ihrer Aussage „ohne Islam etc…“ bewegen Sie sich jenseits von Islamkritik.
    Ich lasse das hier ja alles stehen, daher können Sie meine Meinung über die Grenzen den Meinungsfreiheit erschließen. So etwas soll gesagt werden können. Ich halte es dennoch nicht für eine sinnvolle, auch nicht für eine zutreffende Aussage. Wenn wir uns eine Religion wegwünschen, die Millionen hier im Land etwas bedeutet – und die die meisten davon eben nicht für eingefrorene Barbarei halten – dann ist das selbst barbarisch. Sie haben das Recht, nicht mit dieser Religion behelligt zu werden, wenn sie das nicht wünschen. Sie koennen sie auch in ihrem Kämmerlein wegwünschen. Es hier zu tun ist ein sehr aggressiver Akt.

    • 18. Februar 2012 um 16:21 Uhr
    • Jörg Lau
  73. 76.

    Wünschen ist barbarisch? Da habe ich wohl etwas nicht begriffen.

    • 18. Februar 2012 um 16:43 Uhr
    • FreeSpeech
  74. 77.

    @ HJS # 57

    Wundert mich nicht. JL bezieht das Gefühl seiner Wichtigkeit daraus, dass er wichtige und vermeintlich wichtige devot interviewt.

    • 18. Februar 2012 um 16:53 Uhr
    • marriex
  75. 78.

    Wenn wir uns eine Religion wegwünschen, die Millionen hier im Land etwas bedeutet – und die die meisten davon eben nicht für eingefrorene Barbarei halten – dann ist das selbst barbarisch

    Wessen Glaubenssystem nicht aus Barbarei besteht und nur zufällig denselben Namen trägt wie eine in anderen Erdteilen verbreitete Barbarei, der muss sich auch nicht angesprochen fühlen, wenn die Barbarei kritisiert wird. Leider fehlt vielen Menschen (und beileibe nicht nur Moslems) dieser Grad an Reflexion.

    • 18. Februar 2012 um 16:54 Uhr
    • Arjen van Zuider
  76. 79.

    @ kwk

    Gut, knapp daneben ist auch vorbei. Aber es beantwortet eine Frage, die ich mir selbst gestellt habe, nämlich ob die in Ostdeutschland Anrede „Werter“ DDR spezifisch ist oder au eine ältere regionale Tradition zurückgeht. Wenn dies auch im historisch mit Thüringen eng vebundenen Nordhessen üblich ist, dann vermute ich, dass letzteres zutrifft.

    • 18. Februar 2012 um 16:56 Uhr
    • marriex
  77. 80.

    Ach ne, Herr Zuider! Und denen, die immer gleich alle Muslime verbal über den selben Barbarei-Kamm scheren brauchen ihre Aussagen nicht selbstkritisch reflektieren? Wieso? Nur wegen dieses herbeiimaginierten „Hausrechts“was sie glauben in Anspruch nehmen zu können? Lächerlich!

    • 18. Februar 2012 um 17:08 Uhr
    • Olaf Mertens
  78. 81.

    >> Nach Wulffs Rücktritt: Was Angela Merkel den NSU-Opfern sagen muss <<

    Nichts. Seehofer muss das machen.

    Bei der Veranstaltung war nicht umsonst eine Rede des Bundespräsidenten, denn der spricht – zumindest sollte er das – für alle. Genau das ist seine Funktion, und da Seehofer der Vertreter ist, muss der es machen.

    Merkel ist Parteisoldatin und kann nicht im Namen aller Bürger sprechen. Das ist nicht ihre Aufgabe, und sie sollte sich nicht anmaßen, es zu tun.

    • 18. Februar 2012 um 17:08 Uhr
    • alice_42
  79. 82.

    Die wahre Spaltung im Land verläuft nicht entlang der Hautfarbe oder Kopfbedeckung. Die wahre Spaltung ist eine in Oben und Unten und es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der deutschen Gesellschaft, dass andere Spaltungen über diese tiefer werdende SOZIALE Ungleichheit projiziert werden.

    Wir hatten das alles schon einmal. Früher hießen die Muslime in Deutschland Juden, auch sie hat man für die soziale Segregation verantwortlich gemacht.

    Für mich als engagierten Bürger, der eine deutsche Gymnasial- und Universitätsbildung genossen hat und sich dieser Gesellschaft doch irgendwie verpflichtet fühlt, ist das ewige Ablenken von den eigentlichen Problemen unerträglich. Es gibt ein Problem mit Rassismus, aber Rassismus ist auch die Konsequenz aus Agendapolitik und Gängelung der arbeitenden und arbeitslosen Bevölkerung.

  80. 83.

    „Helmut Kohl hat sich seiner Zeit geweigert, die Opfer des Solinger Brandanschlags von 1993 durch seine Anwesenheit bei der Trauerfeier zu ehren.“
    Es gibt noch ein gelungenes Beispiel, dass als Vorlage dienen könnte:
    Den Umgang der Politiker und dem Gros der Medien mit den deutschen Opfern des 11. September 2001, sowie deren Hinterbliebenen.
    Siehe „Panorama“: http://tinyurl.com/6vrku37
    Das gleiche gilt für die Hinterbliebenen vom Anschlag in Djerba.

    • 18. Februar 2012 um 17:13 Uhr
    • Tunichtgut
  81. 84.

    Zu dem Artikel “ Wir schützen unsere Ehen“ in der taz online vom 24.01.2012 über die Gründung einer muslimischen Mitfahrzentrale schrieb eine von den über 100 Kommentatoren mit dem Namen Fatima :

    …“Wir Muslime sitzen nun einmal nicht gern neben Personen des anderen Geschlechts.“… Satzende, Punkt, das war es nämlich Fatimas religiöse Überzeugung! Die braucht sich nicht zu erklären, die glaubt ja und der Islam gehört laut Wulf zu Deutschland.

    Das sagte der Gründer der Mitfahrzentrale in dem Artikel:

    …Immer mehr Menschen konvertieren zum Islam, der große Teil davon ist weiblich. Diese tragen das Kopftuch freiwillig, niemand unterdrückt sie. Die Geschlechtertrennung ist Teil unseres Glaubens und der Islam ist ein Teil von Deutschland – diese Frage erübrigt sich also…

    Also Teil des Glaubens ist die Geschlechtertrennung- und wie wir wissen noch weitere Vorschriften- und nein so eine Religion wünsche ich mir nicht in Deutschland. Ich bin eine Frau und habe eine Tochter.

    Ich habe 9 Jahre mit einem Jordanier zusammengelebt, ich hatte was mit einem Russen…, aber nach Ihrem Verständnis bin ich irgendwie doch ein Rassist, weil die islamischen Vorschriften nicht meinem Werteverständnis von Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit entsprechen.

    • 18. Februar 2012 um 17:14 Uhr
    • zabyn
  82. 85.

    @ FS 73 & 76

    „Wer denkt “es darf geschossen werden”, macht einen zivilisatorischen Schritt zurück.“

    Deswegen bemühen die Schießwütigen aller Art i.d.R. eine Panik-Alarmierung des Widerstandsgedankens, was von der RAF damals noch etwas unberaten-brachial formuliert wurde.

    Mancher Strafverteidiger versucht heute aus Anschlägen auf US-Personal einen Widerstandsakt gegen Angriffskriege zu machen und greift dabei raffinierterweise auf Zeitungsschnipsel von regierungsamtlichen Irakkriegdistanzierungen zurück.

    Gemäß der wehret-den-Anfängen-Logik hätte Gas-Gerd niemals auf Distanz zum Regime-Change Bush gehen dürfen, weil das jemand, der nicht nur chatten will, als Lizenz zum losballern hätte hören können.

    Die Eigendelegitimierung und Selbstbeschuldigung wird allerdings nie in den wehret-den-Anfängen-Diskurs einbezogen, sondern stets nur kritische Ansätze mit Blick auf „fremdes“.

    Der Eindruck einer systematischen und zur Selbstvernichtung gestimmten „Ungerechtigkeit“ („heul‘ doch !“) eines mithin kalkulierten Gehegeschutzes des „anderen“ aus blankem Selbsthass, ist in der Tat ein wenig verstörend und im übrigen auch nicht gerade integrationsfördernd.

    „Wünschen ist barbarisch? Da habe ich wohl etwas nicht begriffen.“

    Genau – wünschen ist magisch, kindisch; und – religiös konserviert – dennoch modern präsent; vom Weihnachtsmann bis Allah möge ihn vernichten.

    • 18. Februar 2012 um 17:22 Uhr
    • Thomas Holm
  83. 86.

    @ Jörg Lau

    wegwünschen …

    Wir sind hier nicht unter Magiern. Wegwünschen ist gegenstandslos.

    Es geht um Legitimität, bzw. Delegitimierung von kritischen Positionen. Ihre Toleranz ist deswegen besonders lobenswert, weil sie gestattet, diskursiv sich zu dieser feinen Unterscheidungslinie vorzuarbeiten.

    Einfach alles stehen lassen, kann ja jeder; aber bei Ihnen kommt man auf die springenden Punkte; also stellen Sie Ihr Licht nicht einfach unter der Disziplin „Toleranz“ unter den Scheffel.

    Bei 75 wollen Sie mich paraphrasieren mit:

    „Muslime, Anhänger eines barbarischen Kults“

    Bei 70 sind Sie noch näher dran mit:

    „Ein solche Lehre, die Barbarei konserviert“

    … die Barbarei konserviert hat, bis jetzt halt …

    wäre optimal. Ich will Diagnostiker sein, nicht Prophet.

    Ich sage, dass die Koranische Lehre in der Form, wie sie als autoritativ-machtförmige Mainstreams (Plural !) in die Gegenwart transportiert wurde, die Muslime in besonderer Weise hilflos und verheizbar macht: für Projekte, die ihrerseits nicht unbedingt von der Religion sein müssten; die sich aber in ihren krass-krudsten Formen Muslime nunmal massenhaft und klerikal legitimiert angeführt, angelegen sein lassen.

    „ihren Ausführungen folgen können. Mir fällt es manchmal schwer.“

    Kann es sein, dass das vorliegende Elend der Muslimischen Massen nicht nur trivial begründet ist ? Wozu ist Hirnschmalz denn da ?

    Jedes Wort weniger von mir wäre ein Abstrich an Mitmenschlichkeit –
    aus Respekt vor – ja was ? Eitelkeiten, kulturellen Identitäten ?

    Das sind ironischerweise alles gerade NICHT religiös geschützte Größen aber liberal-humanistisch eigentlich zu schützende Größen sollen sie sein ?

    „Es hier zu tun ist ein sehr aggressiver Akt.“

    Soweit Sie „aggressiv“ nicht auf die englische Debattenart verstehen, sondern in der Nähe von „unanständig“ (was ich nicht unterstelle, aber doch befürchte) sind Sie da päpstlicher als der Papst.

    „Wenn wir uns eine Religion wegwünschen, die Millionen hier im Land etwas bedeutet – und die die meisten davon eben nicht für eingefrorene Barbarei halten – dann ist das selbst barbarisch.“

    Ich argumentiere mit der Figur: „Bedingung der Möglichkeit“ – und jenseits von Magie, vulgo: wegwünschen.

    Würden Sie den Satz auch mit „Ideologie“ statt Religion aufrecht erhalten ?

    Entscheidet die schiere Anzahl derer, denen eine Glaubenslehre
    etwas bedeutet, über den barbarischen Charakter einer Kritik ?

    Oder könnte da ein Harmoniewunsch der Vater des Gedankens sein ?

    Aufrecht vor dem Throne zu sprechen, war gestern; aufrecht vor der Masse zu sprechen, scheint eine ganz neuartige Herausfordeung zu sein.

    Die Loyalitäten, denen Muslime aus Gründen folgen, die sie ganz überwiegend selbst für religiös bedingt erklären, sind das Unglück der Muslime; vom Ehrenmord bis zu den Schlachtereien der Taliban.

    Die üblichen Ausflüchte (keine Angriffskriege, ist nicht islamisches
    Gebot, etc.) führen allessamt in die Irre und verlängern nur das Elend.

    Menschen in einem akuten Lernunwillen zu bestärken, ist eine subtile Unfreundlichkeit gegen die Menschen; subtil – nicht jedoch barbarisch.

    • 18. Februar 2012 um 17:25 Uhr
    • Thomas Holm
  84. 87.

    Die Rede wird schon geschrieben sein. Frau Merkel wird wahrscheinlich das sagen, was Wulff gesagt hätte.
    In dieser Rede wird es um die NSU-Opfer gehen. Und das ist auch gut so.

    Aber danach erwarte ich, dass Sie auch auf die Sorgen der Bürger hier eingeht. Und wir erwarten Hilfe. Gerade in meiner Heimatstadt Duisburg.
    Die Probleme sind vielfältig und etliche Integrationsbemühungen bringen nichts – nada
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/pausenhof-skandal-duisburger-grundschueler-rechtfertigen-ehrenmord-id6365727.html

    Kinder im Grundschulalter verstellen sich nicht.

    • 18. Februar 2012 um 17:30 Uhr
    • wissling
  85. 88.

    nicht ‚mit in Haftung nehmen‘, nein, sie ist unter Zugzwang!
    Hätten wir mehr so deutliche Aussagen gehört, wie die des Herrn Wulff, fühlten sich die Hasser weniger stark und die Normalos besser.

    • 18. Februar 2012 um 17:34 Uhr
    • Maggy
  86. 89.

    @ AvZ

    Wessen Glaubenssystem nicht aus Barbarei besteht und nur zufällig denselben Namen trägt wie eine in anderen Erdteilen verbreitete Barbarei, der muss sich auch nicht angesprochen fühlen, wenn die Barbarei kritisiert wird. Leider fehlt vielen Menschen (und beileibe nicht nur Moslems) dieser Grad an Reflexion.

    Oh wie wahr!

    @ marriex

    ad 77 –> mitten ins Schwarze 😀

    • 18. Februar 2012 um 17:37 Uhr
    • Zagreus
  87. 90.

    Unglaublich, was ein Journalist und die Medien sich hier wieder herausnehmen.

    Aufgabe der Medien ist es, über Politik zu berichten!!!

    Ihre Aufgabe ist es nicht Politik zu machen!!!

    Völlig unzulässig ist es, einer Kanzlerin vorzuschreiben, was sie zu machen hat!!!

    So treiben diese Leute das schon seit vielen Jahren! Sie haben die Politik auch in das Euro-Dilemma getrieben! Wenn es schief geht, stehlen sie sich davon und die Verantwortung und den Schaden dürfen die Politiker und das Volk tragen.

    • 18. Februar 2012 um 17:39 Uhr
    • J.M.S.
  88. 91.

    Olaf Mertens:
    Und denen, die immer gleich alle Muslime verbal über den selben Barbarei-Kamm scheren brauchen ihre Aussagen nicht selbstkritisch reflektieren? Wieso? Nur wegen dieses herbeiimaginierten “Hausrechts”was sie glauben in Anspruch nehmen zu können? Lächerlich!

    Nein, sondern weil es einen komplexen Diskurs nur noch mehr verkompliziert, wenn man solche Differenzierungen, die für jeden zivilisierten Menschen selbstverständlich sein sollten, jedesmal explizit ausführen muss, damit keiner sich beleidigt vorkommt. Sozialisten müssen auch damit leben, dass die Terrorregimes Stalins und Maos mit demselben Wort belegt werden wie ihre humanistischen Utopien. Warum sollten Moslems davor beschützt werden?

    • 18. Februar 2012 um 17:51 Uhr
    • Arjen van Zuider
  89. 92.

    75 Jörg Lau:
    „Wenn wir uns eine Religion wegwünschen, die Millionen hier im Land etwas bedeutet – und die die meisten davon eben nicht für eingefrorene Barbarei halten – dann ist das selbst barbarisch.“

    Und die allmähliche „Umvolkung“ sowie die sprachliche und kulturelle Überfremdung einer deutschen Gesellschaft über Massenzuwanderung und Demographie durch Muslime, d.h., die sukzessive Zerstörung der e i g e n e n kulturellen, gesellschaftlichen und spirituellen Grundlagen, halten Sie nicht für barbarisch? Sind Sie nicht einmal mehr in der Lage, soviel Selbsterhaltungstrieb zu entwickeln, wenn Sie schon für die Aspekte der Unvereinbarkeit westlicher und islamischer Kultur taub sind?

    „Sie haben das Recht, nicht mit dieser Religion behelligt zu werden, wenn sie das nicht wünschen. Sie koennen sie auch in ihrem Kämmerlein wegwünschen. Es hier zu tun ist ein sehr aggressiver Akt.“

    Es hier in Deutschland und Europa zu tun ist kein aggressiver Akt, sondern hier übe ich mein Hausrecht aus. Sonst tut es irgendwann ein anderer. Das scheint mir die gesamte Problematik auf den nüchternen Kern gebracht.

  90. 93.

    Die Opfer der Mordserie brauchen ein klares Signal – vor allem brauchen sie (bzw. ihre Angehörige) zunächst mal eine Aufklärung der Morde! In der türkischen community, mit denen der Autor angeblich so eng vertraut ist, werden da ganz andere Theorien diskutiert, die um die Melange des berüchtigten „tiefen Staats“ aus türkischem Geheimdienst, Grauen Wölfen und Mafia kreisen.

  91. 94.

    @ Louis Pasteur

    Haben Sie sich, Ihrem Nick entsprechend, zu viel mit Gärprodukten beschäftigt?

    • 18. Februar 2012 um 18:08 Uhr
    • marriex
  92. 95.

    Wem es hier nicht passt:
    Die Eltern, oder Großeltern sind freiwillig aus der Türkei ausgewandert.
    Die Kinder und Enkel können freiwillig wieder zurückgehen.

    Niemand wird gezwungen sein Türkentum zu verleugnen.
    Aber dann bitte auch konsequent sein.

    Migranten aus anderen Ländern scheinen nicht diese Probleme zu haben.

    • 18. Februar 2012 um 18:24 Uhr
    • kleibert
  93. 96.

    Es wäre angebracht erst einmal die genauen Hintergründe zu erhellen bevor schon die Schuldfrage von den Medien geklärt wird. Bisher steht nämlich noch gar nicht fest, ob diese ominöse NSU die Morde tatsächlich begangen hat; und wenn ja, aus welchem Motiv. Die Spuren und Verdachtsmomente, die es bisher schon gab, sind ja nicht hinfällig.

    • 18. Februar 2012 um 18:31 Uhr
    • Thomas Melber, Stuttgart
  94. 97.

    Bislang leben wir in einer Demokratie und der Islam kam 1961 mit den
    Gastarbeitern und gehörte davor nie zu Deutschland,weil fast alle eben
    Christen und Heiden sind,ausgetretene Kirchenmitglieder wie ich.Ich bin
    mit einer ehemaligen Ausländerin verheiratet aus Asien und keine Pro-
    bleme.Heute sind die Moslems vielleicht 3-4 Millionen bei uns,rein ge-
    holt und weil sie mehr Kinder hatten und haben.Es gibt Türken,die sind
    Deutsche,aber viele wissen nicht wer sie sind,Deutsche oder Türken?In
    Kanada,Australien passt man sich an oder man geht,wieviele Türken pas-
    sen sich bei uns an?Wenn wir Rassisten wären,steht keine Moschee in NRW
    wie keine Kirchen in der Türkei.Der Islam hat ein Problem,er will die
    Macht über seine Anhänger und Anpassungsfähig ist er auch nicht,er ver-
    achtet andere Kulturen!Hier wird der Deutsche mal wieder Richtig darge-
    stellt,wenn auch nicht alle,es gibt Rassismus im Volk und die Türken
    sind die Guten!Bei Deutschen kommt kein Kanzler und hält die Grabrede,
    wenn ein Türke der Täter war,warum muss anders rum sein?In 50 Jahren
    wird hier der Islam die Religion sein,weil die Deutschen nicht soviel
    Kinder zeugen,aber bis dahin sind sie noch in der Minderzahl.Sie soll-
    ten mal im Ausland leben in islamischen Ländern,vielleicht merken sie
    dann den Unterschied?Jede Kultur hat Rassisten und das ändert keiner,
    da nützen auch keine schönen Reden!Wer diese Morde begangen hat,weiss
    keiner,es wird der Prozess kommen,vielleicht wird es aufgeklärt.Wäre
    es die Mafia oder irgendeine Bande gewesen wegen Schutzgeldzahlungen,
    was wäre dann,auch Rassismus?Das nahm die Polizei zuerst an und machte
    deshalb auch nichts,um die Täter ausfindig zu machen!Wenn deutsche
    Richter schon nach der Scharia urteilen,wie in einer Zeitung stand,
    dann weiss ich,dies ist nicht mein Deutschland!Nur wegen unserer Ver-
    gangenheit kann hier jeder machen was er will,die Dummen sind immer wir
    scheint nicht Richtig zu sein,denn Nazis sind wir noch in hundert Jah-
    ren,sieht man bei Griechenland in der EU-Krise.Die deutschen Politiker
    sind zu Weich,die Mehrheit der Deutschen würde anders regieren,nicht
    einen Cent!

    • 18. Februar 2012 um 18:31 Uhr
    • wahalla
  95. 98.

    wahalla klingt als würde Horst Bulut Nazi spielen.

    • 18. Februar 2012 um 18:36 Uhr
    • marriex
  96. 99.

    96 Thomas Melber, Stuttgart:
    „Es wäre angebracht erst einmal die genauen Hintergründe zu erhellen bevor schon die Schuldfrage von den Medien geklärt wird. Bisher steht nämlich noch gar nicht fest, ob diese ominöse NSU die Morde tatsächlich begangen hat; und wenn ja, aus welchem Motiv. Die Spuren und Verdachtsmomente, die es bisher schon gab, sind ja nicht hinfällig.“

    Ganz genau das scheint mir auch so.

    http://www.doriangrey.net/index.php?issue=11&page=article&p=2&id=z&c=3

  97. 100.

    Dorian Grey erscheint wöchentlich dienstags neu.

    Anschrift:
    Hainbuchenstr. 15
    80935 München

    Passende Adresse für eine hanebüchene Deppsite.

    • 18. Februar 2012 um 18:43 Uhr
    • marriex
  98. 101.

    100 marriex:

    „Dorian Grey erscheint wöchentlich dienstags neu.

    Anschrift:
    Hainbuchenstr. 15
    80935 München

    Passende Adresse für eine hanebüchene Deppsite.“

    Solche Invektive sagen meist viel mehr über den aus, der sie verwendet, als über den betrachteten Gegenstand. Noch sonst irgendwas Substantielles einzubringen, zum Beispiel über den Inhalt des von mir verlinkten Artikels?

  99. 102.

    Nein

  100. 103.

    @ Treffender Nick

    Dann machen Sie doch mal eine Inhaltangabe von diesem Artikel.

    • 18. Februar 2012 um 18:55 Uhr
    • marriex
  101. 104.

    @marriex

  102. 105.

    Warum wird mir immer so eiskalt, wenn ich die Kommentare unter den ZEIT-Artikeln zum Thema Rassismus lese? Vielleicht, weil bei den wenigsten Leuten auch nur ein Hauch von Einfühlungsvermögen gegenüber denen zu spüren ist, die hier seit Jahrzehnten, manchmal seit Generationen leben, und trotzdem immer die Ausländer oder Türken sein werden? Eines weiß ich jedenfalls: Wäre ich kein Deutscher mit weißer Hautfarbe, würde ich hier nicht leben wollen. So viel Heizkosten, die ich bräuchte, um die oben genannte Kälte zu vertreiben, könnte ich gar nicht bezahlen.

    • 18. Februar 2012 um 19:07 Uhr
    • Jan Schwab
  103. 106.

    Es geht nicht darum irgendwelche Klientel zu bedienen.
    Es geht darum Zusammenleben zu ermöglichen und das bedarf der klaren Ansprache der Defizite auf allen beteiligten Seiten.
    Weder müssen die „Deutschen“ sich generell die NSU-Taten vorhalten lassen, noch sind die „Türken“ allesamt Integrationsverweigerer, gleichwohl gibt es genug Probleme die nur durch klare Ansprache angegangen werden können.

    • 18. Februar 2012 um 19:14 Uhr
    • Reallast
  104. 107.

    Falsch! Eine der wichtigsten Aufgaben eines Journalisten ist die Meinungsbildung! Herr Lau schreibt doch niemandem etwas vor. Er kommentiert die Dinge aus seiner Sicht, gibt Denkanstöße. Ob die dann von Politik und Gesellschaft so umgesetzt werden, wie ihm vorschwebt, entscheidet am Ende die Gesellschaft schon selbst, machen Sie sich mal keine Sorgen.

    • 18. Februar 2012 um 19:33 Uhr
    • Jan Schwab
  105. 108.

    @ N. Naumann

    „Es ist falsch, Politik und Medien für ein Versagen der Sicherheitsorgane (mit) in Haftung zu nehmen.“

    Genau das sehe ich als falsch an. Die Politik (Innenminister) trägt ein Großteil zur Organisation der Sicherheitsorgane bei. Warum haben wir denn dezentrale untereinander schlecht bis gar nicht abgestimmte Verfassungsschutzorgane auf Bundes und Länderebene? …ein „Wunsch“ der Politik!

    Und warum sind diese Morde als „Dönermorde“ bekannt? Woher haben Sie z.B. diesen Begriff? Nicht aus den Medien? Die Macht der Medien und die Beeinflussung der Massen durch die Medien ist doch nicht erst seit der Abdankung von C.W. bekannt. Allein durch Unterlassung in dem an der falschen Stelle zu sachlich berichtet wird ist bereits eine Mitschuld. So kann man von „Morden an Türken“ berichten oder von „abscheulichen Morden an türkischen Mitmenschen“ berichten. Gleicher Sachinhalt aber es geschieht unterschiedliches im „Kopf des Empfängers“.

    Politik und Medien keine Mitschuld zu geben ist, mit Verlaub, einfach naiv.

    • 18. Februar 2012 um 19:38 Uhr
    • D@R
  106. 109.

    103 marriex:

    „Dann machen Sie doch mal eine Inhaltangabe von diesem Artikel.“

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ihre flapsigen Kommentare zeigen, daß Sie der deutschen Sprache einigermaßen mächtig zu sein scheinen.

    Oder wollten Sie mich nach den Schlußfolgerungen fragen, die sich aus dem Inhalt des Artikels ergeben? Kann ich Ihnen in den Sätzen zusammenfassen: Diese ganze sog. „rechtsextreme NSU-Terrorgruppe“ ist ein Werk des Verfassungsschutzes, und deren Mitglieder aller Wahrscheinlichkeit nach V-Leute, wenn nicht Angestellte des VS. Sowohl die Dönermordserie als auch der Mord an der Polizistin in Heilbronn gehen darum mit großer Sicherheit nicht auf das Konto einer „NSU-Gruppe“, sondern haben andere Hintergründe, die im Feld der türkischen Mafia, den Türkischen Grauen Wölfen und der PKK liegen, wobei letztere sich hier im Land einen gewaltsamen Kampf um die Vorherrschaft im Drogenhandel und im Schutzgeldgeschäft liefern. Der Mord von Heilbronn geht dann eher auf das Konto von Islamistenkreisen und Kriminellen aus dem Balkan, die dort einen Waffendeal durchziehen wollten und wo die Polizeistreife unbeabsichtigt dazwischen geraten ist.

    Konnte ich helfen?

  107. 110.

    Ich halte Frau Merkel eigentlich für eine sehr schlechte Wahl. Sie tritt Menschenrechte doch auch mit Füßen, wenn es darum geht, Wirtschaftsinteressen oder geostrategischen Interessen der USA gefällig zu sein. Mir wäre lieber, ein anderer hochrangiger Bundespolitiker, wie wäre es denn mit Wolfgang Thierse?, würde die Trauerfeier begleiten. Das Thema Nr. 1, die offene Diskussion über „den“ Islam, halte ich eher für eine Aktion von Politically Incorrect und deren Freunden. Der Verweis auf die Kriminalisierung lässt mich dies schlussfolgern. Jeder normale Mensch, der arbeiten geht, hat Kontakt zu Türken und allen möglichen Nationen und käme wohl nicht auf die Idee, so eine Diskussion zu fordern.

    • 18. Februar 2012 um 19:48 Uhr
    • Marion
  108. 111.

    SoKo-Bosporus hieß und heißt die Sonderkomission. Ich finde aber, das hätte in Anlehnung an die „Dönermorde“ SoKo-Kebap heißen müssen.

    • 18. Februar 2012 um 19:49 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  109. 112.

    Wulff ist ein besserer Mensch als es 95% der Deutschen jemals sein könnten…

    • 18. Februar 2012 um 19:49 Uhr
    • CNN
  110. 113.

    Wulff ist ein besserer Mensch als es 95% der Deutschen jemals sein könnten… bei denen übrigens Begriffe wie „Gutmensch“ als Fäkalbegriffe gelten. Naja was will man auch von einem aussterbenden Volk erwarten… die sind einfach fertig, moralisch, geistig und überhaupt.

    • 18. Februar 2012 um 19:52 Uhr
    • CNN
  111. 114.

    Muckt euch mal nicht so auf ihr niederträchtigen PI Trolle!

    Natürlich existiert eine sog. „jüdisch abendländische Kultur“ in D. nicht MEHR! Nicht mehr da euer Führer die jüdische Kultur in Europa ausgerottet hat! Darauf seid ihr PI (bitte sachlich bleiben, JL) bis heute noch stolz…

    • 18. Februar 2012 um 19:55 Uhr
    • CNN
  112. 115.

    @Robert Andreas Schmidt

    Lassen sie sich starke Psychopharmaka verschreiben. Ihre „Kommentare“ lassen auf schwerste psychische Störungen schließen. Sie sind eine Gefahr für die Öffentlichkeit!

    • 18. Februar 2012 um 20:02 Uhr
    • Zaman
  113. 116.

    Sie hatte die Türken nie die Frau Merkel aus Meckpom. Wie kommt man bloss darauf ?

    • 18. Februar 2012 um 20:08 Uhr
    • timesnow
  114. 117.

    In der taz online vom 17.2.2012 in dem Artikel „Wulff ist Opfer“ findet der Deutsche Kurzay, der im Dönerladen seines Vaters arbeitet seit er die Schule verlassen hat den Wulff gut. Warum kann er nicht so richtig begründen. Aber seiner Meinung gehört der Islam selbstverständlich zu Deutschland.

    Das Interview wird einem Döner-Restaurant in Kreuzberg geführt. Das Foto zeigt einen Dönerspieß. Warum befragt die linke taz Menschen mit Migrationshintergrund nicht in Behörden, in der Politik, an den Universitäten ?

    Warum zeigt ihr denn einen Dönerspieß ?? Ist Migrant= Döner ?

    Klar wird in dem Interview, dass der Wulff mit seinem einen Satz bei der islamischen Community gepunktet hat.

    Klar ist auch das Gleiche von z.B. einem Sarrazin hätte sofort Rassismusvorwürfe gehagelt.

    So schnell kann das gehen, mit dem Rassismus, wenn man will.

    (Das es gar keinen Rassismus in Deutschland gibt, will ich damit nicht sagen !).

    • 18. Februar 2012 um 20:36 Uhr
    • zabyn
  115. 118.

    NSU ist ein Motorrad und PKW Hersteller. Zugegeben, er ist nicht mehr aktiv. Aber die Fahrzeuge gibt es noch. Das Kapern des Kürzels durch die Medien nervt.

  116. 119.

    @kwk

    Danke kwk, so einfach ist das!

    • 18. Februar 2012 um 20:41 Uhr
    • lebenszeichen
  117. 120.

    Pure Hetze:

    http://hpd.de/node/12918

    • 18. Februar 2012 um 20:41 Uhr
    • FreeSpeech
  118. 121.

    Rassismus gehört zum Alltag und wenn man hört, dass sich erwachsene Männer darüber unterhalten wie man brachliegendes Gewerbeland nachhaltig nutzen könnte und dann beginnen darüber zu sinnieren, das man doch Migranten in Öfen verbrennen könnte und sich dabei kaputt lachen und freuen, dann weiß man wirklich was in einigen Köpfen vor sich geht. Sie sprachen von Migranten als nachwachsende Rohstoffe.

    Willkommen in Deutschland

    • 18. Februar 2012 um 20:42 Uhr
    • miofrio
  119. 122.

    @ Zwangsneurose: Mit dem Begriff „Hausrecht“ haben Sie mir ein oassendes Stichwort gegeben. Ich übe es hiermit aus und bitte Sie, fortzubleiben. Wer von Umvolkung spricht, hat hier nichts zu suchen.

    • 18. Februar 2012 um 20:45 Uhr
    • Joerg Lau
  120. 123.

    „Ich will nur darauf beharren, dass es wichtig und möglich ist, zwischen Islamkritik und Hetze zu unterscheiden.“

    Immer wieder die realitätsfremde Behauptung, dass es diese Unterscheidung gäbe. Im Grunde gibt es keine legitime Islamkritik, denn alles was an Islamkritik vorgebracht wird, ist vom Islamkritiker falsch verstanden worden, aus dem Kontext gerissen oder hat nichts mit dem Islam zu tun. Und wenn ein Islamkritiker dennoch auf seinen Argumenten behaart, dann ist er ein Hetzer. Bekanntlich ist ja der Islam perfekt, die Wahrheit und das direkte Wort Gottes.

    „und die die meisten davon eben nicht für eingefrorene Barbarei halten“

    Seid wann ist die Selbstwahrnehmung von Anhängern einer alles bestimmenden Ideologie der Maßstab? Das gilt genauso für die Anzahl der Anhänger und Mitläufer einer Ideologie.
    Gerade das sollte ein Deutscher aus der Geschichte dieses Landes gelernt haben, egal ob man sich dabei die DDR oder das 3. Reich anschaut.

    Hier mal ein lesenswertes islamisches Rechtsgutachten zum richtigen Verhalten von Moslems in Europa.
    hxxp://www.islam-qa.com/en/ref/110455/Advice%20to%20the%20Muslims%20in%20Finland
    Hier umgesetzt in einer salafistischen Variante, die immer das Ziel etwas zu früh und zu schnell erreichen will. http://video.engagetv.com/debalie-lb/play.php
    Andere Islamlobbyisten verhalten sich da etwas klüger und vorsichtiger, auch wenn sie das gleiche Ziel haben.

    • 18. Februar 2012 um 21:02 Uhr
    • Belfrutta87
  121. 124.

    14. „…zeigt, dass die Vorstellungen, beleidigt zu werden sowie Ziel einer Verschwörung zu sein, als feste Bestandteile der türkischen politischen Kultur betrachtet werden können.“

    Wieder einer, dem der Rassismus nur so aus dem Mundwinkel trieft. Widerlich. Wissen, es ist sehr leicht, die Sache zu ändern: einfach nicht mehr beleidigen. Schon sind die Beleidigten nicht mehr beleidigt.

    • 18. Februar 2012 um 21:06 Uhr
    • TBax
  122. 125.

    Deutschland wäre so ein schönes Land, wären da nicht die Linksgutmenschen, Rechtspopulisten und Islamisten.

    • 18. Februar 2012 um 21:08 Uhr
    • cem.gülay
  123. 126.

    „Wir verlieren gerade die Besten. Auch die, die nicht weggehen, schließen innerlich mit Deutschland ab.“ –
    Herr Lau, ich empfehle Ihnen die Lektüre der Leserkommentare bei Zeit online.
    Auch die, die hier weggehen mit deutscher Bildung und Ausbildung haben oft schon mit Deutschland abgeschlossen – und zwar, weil sie hier bekamen, was sie für ihr weiteres Leben benötigen: nämlich anerkannte Bildung und Ausbildung.
    Sie können dann weitlerlesen: Wir bleiben doch nicht hier in einem Land und einer Wirtschaftsunion veralteter Bevölkerungen:
    Aussage: Wir sind uns zu schade, für die Alten hier die Beiträge zu zahlen – wir lösen unsere Sparguthaben, unsere Versicherungen und verkaufen unsere immobilen Vermögenswerte und gehen in unsere angestammte Heimat.

    So schön, wie sie es aus ihrem Bekanntenkreis heraus hier beschreiben möchten, ist es mit der Integration nun nicht unbedingt bestellt, liest man hier offenen Auges die Stellungnahmen zum Zusammenleben der Kulturen aus Sicht der hier schreibenden Türkischdeutschen.

    „Die träge Mehrheit im Land braucht auch ein Signal: Es gibt Rassismus in diesem Land, meinetwegen kann man es auch “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” nennen.“

    Auch zu dieser Ihrer Aussage eempfehle ich Ihnen das Lesen hier einschlägiger Türkischdeutscher Forumsteilnehmer, wenn es zum Beispiel um Kurden, Armenier und Israelis geht, und auch um das Zusammenleben mit den Deutschen in Deutschland.

    Da kommt Ihnen Rassismus und „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ pur entegegen.
    Hier gelesen bei zeitonline, und nur nach mehrmaligem Hinweis dann gelöscht (die Aussage – nicht der offenbar menschenverachtende Teilnehmer):
    die Kurden leben größtenteils friedlich in der Türkei. 90% sind gut integriert – die restlichen 10% gehören vernichtet. – Und dies erzeugte zustimmende Zuschriften.
    Lesen Sie solche threads hier in Ihrer eigenen Zeitung – und Sie werden feststellen:
    Es gibt Rasssisimus und „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ in Deutschland – man muss es nur lesen und aufnehmen – nicht ignorieren.

    • 18. Februar 2012 um 21:09 Uhr
    • willyfrahm
  124. 127.

    Rassisumus…Was soll dieser abstoßende Unsinn?

    Bevor Sie jemandem Unsinn vorwerfen, wie wäre es, wenn Sie sich erstmal kundig machen, was man unter Rassismus versteht? Sonst wird es nämlich extrem lachhaft.

    Wenn man wie Sie den Rassismus versteht, dann gäbe es nämlich garkeinen Rassismus. Dann müsste der Mensch Pferde, Hunde und Hühner beleidigen, damit Sie es als Rassismus anerkennen. Naja, PI halt. Nix dahinter.

    • 18. Februar 2012 um 21:12 Uhr
    • TBax
  125. 128.

    An die Rechtspopulisten hier,

    wenn Rot-Grün gewinnt, wird Cem Özdemir Außenminister unn Aiman Mayzek Minister, nachdem er die Partei gewechselt hat, weil der Vietnamese endgültig die FDP versenkte.

    Die Scharia ist schon ganz nah.

    Also müsst ihr wieder das kleinere Übel wählen, dass bedeutet aber die Aufgabe des National-Staates

    Kann meine Schadenfreude verhehlen.

    • 18. Februar 2012 um 21:20 Uhr
    • cem.gülay
  126. 129.

    Nicht verhehlen

    • 18. Februar 2012 um 21:20 Uhr
    • cem.gülay
  127. 130.

    6. „…dass der Islam zu Deutschland gehört…ein solcher kann nicht unser Bundespräsident sein“

    Wen bitte meinen sie mit „unser“?? Linke, Rechte, Banker, Landstreicher, Arbeiter, Harzer, Punks, Studenten, Bayern, Ossis …? Also wen bitte genau?

    Dass Rechte sich immer mit „uns, unser, wir, Volk“ usw. zu einer Gruppe gehörig bezeichnen, die es so garnicht gibt. Echt seltsam. Habt ihr denn überhaupt kein Gefühl dafür, dass man als Mensch auch als eigenständiges Lebewesen etwas Wertvolles per se ist? Immer dieses Aufgehen in irgendwelchen ausgedachten Gemeinschaften ist lächerlich und charakterlich schwach. Für solche Leute wäre wohl eine Höhle und eine Sippe mit 20 Leuten der Himmel auf Erden. Vor einer Million Jahre war sowas noch richtig in.

    • 18. Februar 2012 um 21:20 Uhr
    • TBax
  128. 131.

    32, „Ja und ich habe diesen Rassismus erlebt und zwar als Deutscher in Berlin Wedding aufzuwachsen.“

    Wenn man Türken gerne als beleidigt abstempelt, würde ich Leute wie Sie gerne als Dauerjammerer und Heulsuse klassifizieren.

    Außerdem sollte man NIE vergessen: Wer Rassist ist, ist ziemlich weit unten angekommen. Weiter geht es kaum. Was spielt es dann noch eine Rolle, ob man dazu auch noch lügt? Wieviele kleine Charakter wurden schon Opfer. Ich glaube von solchen Geschichten kein Wort.

    • 18. Februar 2012 um 21:30 Uhr
    • TBax
  129. 132.

    „Innerer Zusammenhalt der Einwanderungsgeselslchaft“? Hat es den schon jemals gegeben? Dieser „innere Zusammenhalt“ ist doch nur eine „Schönwetter-Veranstaltung“.
    Die deutschen Hedonisten und die türkischen Traditionalisten, was sollte diese beiden Gruppen zusammen bringen bzw. halten?
    Oder gibt’s diese Gruppen gar nicht?

  130. 133.

    Deutschland und Europa werden in Zukunft wirtschaftlich in der Regionalliga spielen. Die überschuldeten und überalterten Völker haben überhaupt keine Chance gegen die neuen Wirtschaftsmächte Asiens zu bestehen. Die Türkei steht heute schon viel besser da als viele EU und Euro Länder, dabei hat für die der Abstieg erst begonnen.

    Young Professionals werden sicher nicht die Renten für diejenigen Menschen bezahlen die sie seit Jahrzehnten als minderwertig erachten und dies auch dummdreist in Büchern (T. Sarrazin ist seit Adolf Hitler der erfolgreichste „Buchautor“ in Deutschland) verbreiten. Des Weiteren will Ich auch nicht die Steuern für ein durch und durch rassistisches Land wie Deutschland bezahlen. In Deutschland lässt es sich nur in einer Parallelgesellschaft aushalten.

    Ich frage mich wie Deutschland mit seinen gigantischen Schulden und seiner Uraltbevölkerung der Konkurrenz aus Asien in Zukunft trotzen will.
    Ich wünsche Europa und v.a. Deutschland eine wirtschaftlich brutale Bruchlandung und China, Brasilien, Türkei, Indien, Südkorea und allen anderen aufstrebenden Wirtschaftsmächten Asiens von tiefstem Herzen viel Glück und Erfolg Europa und USA als Weltmächte abzulösen.

    • 18. Februar 2012 um 21:48 Uhr
    • NWO
  131. 134.

    „Mehrere türkische Bekannte haben mir erzählt, dass sie in Folge dieser Debatte Freunde verloren haben…“
    Das tut mir leid für Ihre Bekannte und deren Freunde.
    Aber Sarrazin war nur eine besonders schrille Sirene, die loslärmt, wenn die Hütte brennt. Völlig ohne die Schuld des Bundesbankers lesen wir allerdings gerade am heutigen Tag, dass in einer Duisburger Grundschule selbst Knirpse ab 6 Jahren, die den Namen Sarrazin kaum buchstabieren können, für einen in ihrer Nachbarschaft kürzlich passierten „Ehrenmord“ nicht nur Verständnis hatten, sondern solche Morde auch „grundsätzlich gutgeheißen haben“ – was immer „grundsätzlich“ in diesem Alter heißen mag.
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/pausenhof-skandal-duisburger-grundschueler-rechtfertigen-ehrenmord-id6365727.html

    Da verliert man nicht nur Freunde, da hat man offenbar schon künftige Feinde um sich rum, die einem gerade mal bis zur Hüfte reichen und schon die Sprache eines mörderischen Extremismus im Munde führen.
    So lange Sie, Herr Lau, vor solchen Entwicklungen die Augen verschließen oder denjenigen, die derlei wie Sarrazin, Kelek, Balci u.a. benennen, mit der „Islamophobiker“-Keule kommen, so lange hat der Islamismus und die Ideologie des islamischen Individualterrorismus in Europa eine Chance. Leider hat CHr. Wulff hier keine klare Grenze gezogen, als er „den“ Islam (den es doch eigentlich gar nicht gibt) nach Deutschland eingemeindete. Wer so realitätsblind ist, verdient weder das Amt noch Nachsicht. An Sarrazin und Co. wird es wieder mal hängenbleiben – und an engagierten MuslimInnen, die wirklich in unserem Land angekommen sind.

    • 18. Februar 2012 um 21:56 Uhr
    • kto kogo
  132. 135.

    „105.Warum wird mir immer so eiskalt, wenn ich die Kommentare unter den ZEIT-Artikeln zum Thema Rassismus lese? Vielleicht, weil bei den wenigsten Leuten auch nur ein Hauch von Einfühlungsvermögen gegenüber denen zu spüren ist, die hier seit Jahrzehnten, manchmal seit Generationen leben, und trotzdem immer die Ausländer oder Türken sein werden? Eines weiß ich jedenfalls: Wäre ich kein Deutscher mit weißer Hautfarbe, würde ich hier nicht leben wollen. So viel Heizkosten, die ich bräuchte, um die oben genannte Kälte zu vertreiben, könnte ich gar nicht bezahlen.“

    Machen Sie sich keine Sorgen. Es sind recht wenige, die eine solche Kälte verbreiten. Zu sehen bei fast allen Wahlen, da sind die passenden Parteien nur eine Randnotiz. Die übergroße Mehrheit ist Mensch und verantwortungsvoll geblieben.

    Es braucht nur ein sehr wenige Hansel von PI und anderen „Intellenz“-Sites, um einen Thread in einen Hasshaufen zu verwandeln. Bringt die Gesellschaft nicht einen Millimeter weiter, aber solche Leute können nicht anders. Andere machen mutwillig Telefonhäuschen kaputt oder ziehen prügelnd durch die Gegend. Auch sinnfrei, aber bringt dem Rabauken kurzfristig ein wärmendes (Selbstwert-)Gefühl.

    • 18. Februar 2012 um 21:56 Uhr
    • TBax
  133. 136.

    @TBax

    Sie müssen sich schon entscheiden, bin ich nun ein Dauerjammerer und eine Heulsuse, oder doch ein Lügner? Beides zusammen geht nämlich nicht.

    • 18. Februar 2012 um 22:00 Uhr
    • Belfrutta87
  134. 137.

    Keiner kann ihr vorgeben, was sie sagen muss.
    Was sie sagen sollte klänge da schon besser.
    Ich bin mir aber sicher, dass sie schon die richtigen Worte finden wird.

  135. 138.

    @kto kogo

    Verziehen sie sich wieder zu ihren Hetzseiten wie PI und fröhnen sie dort weiter ihren zahlreichen geistigen Erkrankungen.

    Achja und halten sie sich von unseren Kindern fern… ist ja widerlich Rechtsradikale die Kinder für ihre Hetze instrumentalisieren.

    • 18. Februar 2012 um 22:04 Uhr
    • Stars
  136. 139.

    @ 135
    Und wenn Sie meinen, in allen asiatischen Ländern gibt es weniger Ältere als im alten Europa, täuschen Sie sich gewaltig.
    Und wenn Sie es sich so sehr wünschen, dass hier alles den Bach runtergeht, dann denken Sie bitte daran, dass dann z.B. auch an der kostenlosen Krankenversicherung für Angehörige in der Türkei und anderen Ländern mit diesem Abkommen gespart werden müsste.

    • 18. Februar 2012 um 22:05 Uhr
    • wissling
  137. 140.

    lieber herr lau,

    bitte schreiben sie doch noch mal einen kommentar im hauptteil von ZO.
    ich würde wirklich mal gerne wissen, was dann abgeht. welche verkappten neos sich dann in welchem ausmaß zu wort melden.

    ich jedenfalls danke ihnen für ihre denkanstöße.

    im hinblick auf ihre redeempfehlung: ich bin mir nicht sicher, ob der hosenanzug überhaupt in der lage ist, mit den kommentaren auf der seite, auf die sie verweisen, adäquat umzugehen. ich befürchte, da kommt nur sülze raus. ich trau der frau einfach nicht zu, sich von ihren machtpolitischen überlegungen zu trennen und diese in den hintergrund zu stellen.

    • 18. Februar 2012 um 22:08 Uhr
    • arizonajunior
  138. 141.

    „140.Sie müssen sich schon entscheiden, bin ich nun ein Dauerjammerer und eine Heulsuse, oder doch ein Lügner? Beides zusammen geht nämlich nicht.“

    Von dieser intellektuellen Keule muss ich mich erst mal erholen. Ihre Beiträge sind alle so tiefschürfend, da brauche ich jedesmal mindestens eine halbe Sekunde um mich wieder zu fangen.

    • 18. Februar 2012 um 22:18 Uhr
    • TBax
  139. 142.

    @ 142
    Wo steht da was von Hetze. Haben Sie den Artikel gelesen. Habe ich auch verlinkt, las ihn schon heute morgen in der Printausgabe.
    Helfen Sie uns, helfen Sie den Lehrern und Nachbarn. Sprechen Sie mit den Kindern.
    Bitten Sie die Kinder und Jugendlichen, dass sie nicht die Kirchen in Beeck und Laar beschmutzen.
    Die WAZ ist keine Zeitung, die Hetze gegen unsere Mitbürger betreibt. Da muss es schon brodeln, bevor sie von solchen Vorgängen berichtet.
    Vielleicht besucht uns Herr Lau mal hier in Duisburg und spricht mit den Lehrern und Bürgern.
    Was meinen Sie, wie viele runde Tische und Integrationsbemühungen es hier schon gab.
    Ich schrieb, das sind die Enkel der Einwandergeneration. Was erwartet uns da in einigen Jahren.

    Frau Merkel soll ihre Rede an die NSU-Opfer halten. Das finde ich richtig. Sie wird die richtigen Worte finden.

    Danach aber bitte ich Frau Merkel, dass sie sich auch unserer Sorgen anhört.

    • 18. Februar 2012 um 22:19 Uhr
    • wissling
  140. 143.

    @wissling

    „Danach aber bitte ich Frau Merkel, dass sie sich auch unserer Sorgen anhört.“

    Da sind sie bei Merkel aber falsch. Die Frau ist Physikerin. Was sie suchen ist ein Psychiater. LOL

    • 18. Februar 2012 um 22:22 Uhr
    • AntiPI
  141. 144.

    @148i7
    Sie wären vielleicht hoffähriger Diener oder Dienerin einer anderen Diktatur.
    Ihre Wortwahl an den betreffenden Menschen sind völlig daneben.

  142. 145.

    wo kommen nur die alle her, die sich hier sonst nicht tummeln?
    spannend, weiter so.
    oder gibts da mehrfach-accounts?

    • 18. Februar 2012 um 22:26 Uhr
    • arizonajunior
  143. 146.

    P.S.
    Und falls man mich in die PI-Ecke stellt, möchte ich darauf verweisen,
    dass ich vor vielen Jahren die Integrationsbemühungen in Marxloh unterstützt habe. Es wurden Stadtteilfest veranstaltet etc.
    Diese Programme wurden auch vom Alt-OB Krings gefördert.
    Doch wenn man dann Artikel (wie im o.g. link) liest, fragt man sich, wie weit man überhaupt noch etwas ausrichten kann.
    Da fängt man doch nach 3 Generationen wieder bei Null an.
    Und das frustriert.

    • 18. Februar 2012 um 22:29 Uhr
    • wissling
  144. 147.

    @demo

    Weil sich die ganzen Naziabkömmlinge nun nach den Juden auf Muslime eingeschossen haben… im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn sie ein Gehirn hätten wären sie da aber auch selbst darauf gekommen 😉

    • 18. Februar 2012 um 22:35 Uhr
    • TürkiyeFTW
  145. 148.

    @NWO

    „Die überschuldeten und überalterten Völker haben überhaupt keine Chance gegen die neuen Wirtschaftsmächte Asiens zu bestehen.“

    China steht aufgrund der Ein-Kind-Politik demografisch ziemlich genauso gut oder schlecht da wie Westeuropa. Nur der Unterschied ist, Westeuropa ist bereits reich und die Chinesen sind pro Kopf immer noch ziemlich arm. Bei anderen asiatischen Staaten sieht es ähnlich aus.

    „Des Weiteren will Ich auch nicht die Steuern für ein durch und durch rassistisches Land wie Deutschland bezahlen. In Deutschland lässt es sich nur in einer Parallelgesellschaft aushalten….Ich wünsche Europa und v.a. Deutschland eine wirtschaftlich brutale Bruchlandung“

    Da fühle ich mich doch sofort menschlich, kulturell und wirtschaftlich bereichert!

    • 18. Februar 2012 um 22:38 Uhr
    • Belfrutta87
  146. 149.

    @ 138 Stars

    Es wäre zum Lachen, wenn es nicht längst schon zum Weinen wäre…

    Früher war man, wenn man was Richtiges, aber nicht so gern Gehörtes sagte, schon Kommunist und gehörte „nach drüben“. Heute ist man Rechtsextremist und soll sich nach „PI“ verziehen.

    Sie, Stars, gehören genau zu den Realitätsverweigerern, denen Herr Lau nach dem Munde schreibt. Die WAZ hat heute einen kleinen Zipfel des in Deutschland kaum noch wegzuleugnenden muslimischen Kulturextremismus gelüftet (die Rechtfertigung von Ehrenmorden durch Grundschüler können nicht mal Sie ohne Verrenkungen zur Schuld unserer bekannten „Islamophobiker“ erklären!), und schon laufen Sie Amok. Die Realität anzuzweifeln wagen Sie nicht, stattdessen prügeln Sie den Überbringer der Nachricht.
    Ich finde, Sie sollten das ruhig so weitermachen – bei Leuten wie Ihnen kann man wenigstens, bei aller Wut und Traurigkeit über den Stand der Dinge, noch herzlich ablachen!

    • 18. Februar 2012 um 23:06 Uhr
    • kto kogo
  147. 150.

    An alle Menschen.
    Wer auch immer etwas von Rassismaus erzählt ist an einem ganz wichtigen Punkt im Irrtum: Es gibt keine rassischen Unterschiede zwischen den Menschen – wir sind die Rasse Mensch. Den besten Beweis dafür sind Kinder – sie kennen solche Unterschiede nicht und sprechen automatisch die Sprache ihres Geburtsortes. Wer immer etwas anderes behauptet hat entweder keine Ahnung oder er ist einfach nur böswillig, meißtens machthungrig. Einige sind sicher auch einfach nur dumm. Sie alle sollten aber für uns kein Grund sein, an den anderen zu zweifeln – Dummköpfe gibt es nämlich überall – weltweit. Das ist zwar einerseits schade, andererseits aber auch wieder sehr, sehr tröstlich.
    Roland Heidler, Europäer aus Wiesbaden

    • 18. Februar 2012 um 23:09 Uhr
    • Roland Heidler
  148. 151.

    @kto kogo

    „Die WAZ hat heute einen kleinen Zipfel des in Deutschland kaum noch wegzuleugnenden muslimischen Kulturextremismus gelüftet (die Rechtfertigung von Ehrenmorden durch Grundschüler können nicht mal Sie ohne Verrenkungen zur Schuld unserer bekannten “Islamophobiker” erklären!)“

    Das ist leider ein alter Hut. Hier ein Beispiel aus Hamburg. http://www.youtube.com/watch?v=JaBj0SSmXvo

    • 18. Februar 2012 um 23:20 Uhr
    • Belfrutta87
  149. 152.

    „Wer auch immer etwas von Rassismaus erzählt ist an einem ganz wichtigen Punkt im Irrtum: Es gibt keine rassischen Unterschiede zwischen den Menschen – wir sind die Rasse Mensch.“

    Immer wieder dieser Blödsinn, sorry. Machen Sie sich doch bitte zuerst kundig, was unter Rassismus heute verstanden wird. Zitronenfalter falten auch keine Zitronen, wenn Sie verstehen.

    Natürlich gibt es nur eine Rasse Mensch, als Promenadenmischung. Also müsste Mensch nach Ihrer Definition eher Schweine, Hunde und Katzen beleidigen, um von Rassismus zu sprechen? Wie gesagt, lesen Sie bitte nach, was die heutige Definition von Rassismus ist.

    • 19. Februar 2012 um 08:27 Uhr
    • TBax
  150. 153.

    „Belfrutta87: Hier ein Beispiel aus Hamburg.“

    Wie immer, typisches PI-Verhalten.

    Man sammle Einzelfälle, und zwar bitte nur die negativen, und veröffentliche Sie tröpfchenweise.

    Ich frage mich, was Menschen zu so einen Blödsinn bringt.

    Warum sammeln Sie nicht die positiven Fälle? Warum konzentrieren Sie sich nur auf passende Fälle, die gegen Migranten gerichtet sind? Warum veröffentlichen Sie Ihre Sammlung nur, statt sich aktiv vor Ort um das Problem zu kümmern?

    Ich glaube, jeder kennt die Antwort. Sie ist primitiver, als man annehmen könnte: Platter Versuch, um Minderbegabte auf die rechte Seite zu ziehen.

    Irgend jemand sollte sich mal die Mühe machen, Einzelfälle, die nur Abstammungsdeutsche betreffen zu sammeln und jedesmal wenn Belfrutta87 und ähnliche Kameraden etwas anprangern, als Gegenbeispiel nennen. Aber dazu gehört ziemliche Energie, die wohl nur Extremisten an den Tag legen können. Normale Leute verstehen so einen Unsinn als Energieverschwendung.

    • 19. Februar 2012 um 08:38 Uhr
    • TBax
  151. 154.

    @TBax

    Sie sollten sich einmal Gedanken machen, ob Ihre Definition von „Einzelfall“ der tatsächlichen Bedeutung dieses Begriffs entspricht. Dieses schreckliche Beispiel, wo muslimische Kinder schon so indokrtiniert wurden, dass sie Gewalt und Mord wegen verletzter „Ehre“ hinnehmen und sogar fordern, weil rückständige islamische Moralvorstellungen und Regeln gebrochen wurden, ist eben kein Einzelfall.
    Dieses heiße Eisen wird nur von den allermeisten Verantwortlichen ignoriert und totgeschwiegen. Auch deshalb weil man da sehr schnell als Rassist und Islamophob hingestellt wird. Unteranderem von Leute wie Herrn Lau.
    Hier kann man diese Einstellung wieder mal bewundern, natürlich nur ein weiterer einzelner „Einzelfall“. http://www.youtube.com/watch?v=spDfLFrtAB4

    TBax, ich frage mich, was Menschen zu so einer Realitätsverweigerung wie der Ihren treibt? Warum ignorieren Sie die Fakten? Warum verharmlosen und schützen Sie solche menscheverachtenden und gefährlichen gesellschaftlichen Praktiken und Ansichten? Warum konzentrieren Sie sich nur darauf den Überbringer der Nachricht anzugreifen, zu beleidigen und zu stigmatisieren, anstatt aktiv vor Ort gegen diese weit verbreitete gefährliche Geisteshaltung unter muslimischen Migranten vorzugehen?

    Ich glaube, jeder kennt die Antwort. Sie ist primitiver, als man annehmen könnte: Es ist die Unfähigkeit islamischer Gesellschaften vorgegebene Wahrheit kritisch zu hinterfragen und Fehler der eigenen Kultur, Religion anzusprechen, aufzudecken und zu beheben. Viel lieber leugnet man und streitet ab, als das man sich ernsthaft mit den eigenen Unzulänglichkeiten beschäftigt. Dieses Phänomen findet man nicht nur in islamischen Gesellschaften, aber dort ist es besonders häufig und stark vorhanden. Wohin das führt sieht man wenn man sich die dramatische wirtschaftlichen, kulturelle und gesellschaftliche Realität islamischer Länder ansieht.

    Richten Sie Ihre Energie auf die wahren Probleme und vielleicht werden Sie dadurch zum Teil der Lösung und bleiben nicht mehr Teil des Problems.

    • 19. Februar 2012 um 10:21 Uhr
    • Belfrutta87
  152. 155.

    @ TBax

    Wie gesagt, lesen Sie bitte nach, was die heutige Definition von Rassismus ist.

    Von wem aufgestellt? – denn eine verbindliche Definition gibt es schlichtweg nicht und das was teilweise unter ‚Rassismus‘ grassiert ist schon sehr abenteuerlich – zum Beispiel, indem man Weltanschauungen, Religionen, als rassische Bestimmung postuliert als wären sie etwas so Feststehendes und Unveränderliches wie eine Hautfarbe oder eine ethnische Abkunft.

    • 19. Februar 2012 um 10:44 Uhr
    • Zagreus
  153. 156.

    Wir vertun in Deutschland die Chance, liberale Muslime zu unterstützen, mit denen gemeinsam es gelingen könnte, den Koran zu historisieren und den Islam als private Religion zu etablieren. Stattdessen konzentrieren sich Politiker darauf, die Muslime nicht zu beleidigen. Schritt für Schritt weichen die Verantwortlichen zurück und merken nicht, dass sie am Abgrund stehen.

    Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: „Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.“

    • 19. Februar 2012 um 11:02 Uhr
    • freieseuropa
  154. 157.

    Zur Überwindung von Musterbildungshemmungen (vulgo: kompulsiver Einzelfall-Perzeptionsstörung) ist das Studium von geeigneten Syrienvideos aus dem Themenkreis der sog. präventiven Konformitätspflege ungemein hilfreich.

    Gruppenbezogene Konformitätssicherung ist ein zentrales Herz- und Eieranliegen im traditionsbezogenen Brauchtum wesentlicher Herkunftsgegenden der modernen Migration. Kein Wunder, dass sie da weg wollten. Das türkische Fernsehn dokumentiert freundlicherweise:

    Teil 1 „Besuch eines Volksfestes“ Einzelfalltraining für kollektive Begegnungen „mit dem anderen“ (geübt in einer Moschee) – 0.45

    Teil 2 Nicht ganz herrschaftsfreier Dialog im Walde; offensichtlich zur Gewinnung von Dialogbereitschaft und zur Pflege von Wahrheitsliebe

    http://www.youtube.com/watch?v=pgUkDED2-S4

    • 19. Februar 2012 um 11:06 Uhr
    • Thomas Holm
  155. 158.

    @ Zagreus #67 & Thomas Holm #68

    Vielen Dank für Literaturtips und Antwort!

    • 19. Februar 2012 um 11:07 Uhr
    • MM
  156. 159.

    TBax: Ich bin in der DDR aufgewachsen und indoktriniert worden und habe langsam mit Anfang 20 dann Ungerechtigkeiten, Widersprüche,Lügen in dem was die Politbürokratie über den Sozialismus erzählte und der Wirklichkeit gesehen. Ich wurde niedergebrüllt,niedergemacht,war Feind des ach so guten Sozialismus, musste erzogen werden damit ich endlich das Gute und Wahre und Richtige des Arbeiter- und Bauernstaates erkenne. Ich bin dann später ausgereist. Unsere Familie ist zerbrochen. Ich war ein Feind !! Meine Traurigkeit,Unverständnis, Nichtbegreifen über dieses hält bis heute an.

    Sie hauen nur so um sich mit ihren Vorwürfen, hören sich nichts an, wollen nichts glauben, wollen nichts sehen, relativieren und das ist mir so unbegreiflich. Sind Bassam Tibi, Ralph Giordano, Necla Kelek, Monika Maron, Alice Schwarzer auch Rassisten ? Sie mahnen, machen aufmerksam, haben Vorschläge, machen sich Gedanken, begründen selbstverständlich auch mit Beispielen… Das tun Sie- finde ich – nicht TBax.

    • 19. Februar 2012 um 11:31 Uhr
    • zabyn
  157. 160.

    @ MM

    gerne doch – und falls ich etwas patzig rüber gekommen sein sollte – sorry.

    • 19. Februar 2012 um 11:36 Uhr
    • Zagreus
  158. 161.

    @ 133 NWO
    „Ich frage mich wie Deutschland mit seinen gigantischen Schulden und seiner Uraltbevölkerung der Konkurrenz aus Asien in Zukunft trotzen will.
    Ich wünsche Europa und v.a. Deutschland eine wirtschaftlich brutale Bruchlandung und China, Brasilien, Türkei, Indien, Südkorea und allen anderen aufstrebenden Wirtschaftsmächten Asiens von tiefstem Herzen viel Glück und Erfolg Europa und USA als Weltmächte abzulösen.“ Ich wundere mich, daß eine so haßerfüllte Botschaft unzensiert stehenbleibt.

    Wenn ich Ihren Kommentar richtig verstehe, haben Sie hier viele Jahre bester und kostenloser Ausbildung genossen. Und empfinden nicht die geringste Dankbarkeit dafür.

  159. 162.

    @ Zagreus:

    Kein Problem.

    • 19. Februar 2012 um 12:15 Uhr
    • MM
  160. 163.

    @ TJP

    „haben Sie hier viele Jahre bester und kostenloser Ausbildung genossen. Und empfinden nicht die geringste Dankbarkeit dafür.“

    Braucht er nicht; auch er kann der kalten Systemlogik der globalisierten kapitalistischen Weltwirtschaft nicht entrinnen.

    All‘ „die Besten“, die uns verlassen, werden in ihren Karl May Ländern als al-Almanis umschmeichelt und werden entweder ihre deutschen Sprachkenntnisse und ihr Wissen um zivilisierte Wirtschaftsgebräuche zu Nutz und Frommen der deutschen Exportwirtschaft verwenden – oder halt scheitern, wenn ihnen das zu ekelhaft ist.

    Es gibt kein richtiges (Märchenbuch-)Leben im „falschen“ kapitalistischen; auch für antiwestlich gepolte Migrationsfehlgewächse nicht.

    Die Todsünde der Undankbarkeit wird sich rächen –
    das sage ich als atheistischer Kultur-Katholik.

    • 19. Februar 2012 um 12:34 Uhr
    • Thomas Holm
  161. 164.

    Das ärgerliche…

    am antimodernen Aufstand der alten und neuen Völkischen ist dieses anmassende, fraglos vereinnahmende ‚Wir‘, in dessen Namen sie vorgeben zu sprechen. Alle ‚Freunde, Bekannten und Kollegen‘ scheinen, innerhalb ihres abgeschotteteten xenophoben Millieus, stets einer Meinung zu sein. Unter Berufung auf Kronzeugen wie Giordano, Kelek, Maron usw verwandeln sie ihr waldursprüngliches Ressentiment in ‚Kritik‘ und ihre der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit entfremdete Parallelwelt in ‚Deutschland‘ (oder auf intellektuell in ‚die Zivilsation‘ schlechthin)…

    Immerhin sorgt Jörg Lau durch das Anbieten einer seriösen Plattform dafür, dass dieses abseitige, sich stets als verfolgtes Opfer aufführende (NSU und Breivik hin oder her) ‚Wir‘ sich mal aus seiner Deckung herauswagen kann. Eine gut gemeinte therapeutische Zusatzleistung, die allerdings mit Leiden bezahlt werden muss…

    Fill

  162. 165.

    @ FoK

    „Das ärgerliche…

    am antimodernen Aufstand der alten und neuen Völkischen ist dieses anmassende, fraglos vereinnahmende ‘Wir’, in dessen Namen sie vorgeben zu sprechen“

    Sie haben absolut recht. Man muss z.B. archaische Traditionalisten
    von künstlichen und ehrlosen Schnorrerbevölkerungen unterscheiden.

    Kurden sind in diesem Sinne nicht dasselbe, wie etwa Palästinenser.

    „Alle ‘Freunde, Bekannten und Kollegen’ scheinen, innerhalb ihres abgeschotteteten xenophoben* Millieus*, stets einer Meinung zu sein.“

    * Sie haben sich nicht getraut zu schreiben: antiwestlichen und judenfeindlichen; nur Mut, mein Lieber ! Und bei Milieu reicht ein „l“; hat nichts mit Mille zu tun.

    „Unter Berufung auf Kronzeugen wie Giordano, Kelek, Maron* usw verwandeln sie ihr waldursprüngliches Ressentiment in ‘Kritik’“

    *falscher Textbaustein: Sie meinten Finkelstein und Chompsky …

    “ und ihre der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit entfremdete Parallelwelt in ‘Deutschland’* (oder auf intellektuell in ‘die Zivilsation’* schlechthin)…“

    *absolut sinnvoll – aus Ihrer Perspektive – beides in Anführungszeichen zu schreiben.

    • 19. Februar 2012 um 13:31 Uhr
    • Thomas Holm
  163. 166.

    Tod einer Antiimperialistin:

    hxxp://www.albawaba.com/news/pro-gaddafi-libyan-tv-presenter-found-dead-prison-413408

    Despoten setzen aber weiter unverdrossen auf die Gendermasche.

    Hier Baschars Coachingservice für verwirrte Antisemiten:

    Syrian Girl – Why Al Qaeda is Al CIAda

    http://www.youtube.com/watch?v=qCqmI1SQB5o

    Ein Erol mit Schnute.

    Sie dürfte enden, wie die libysche Propagandakollegin; vielleicht vorher noch mit ein paar Aufklärungsehrenrunden unter Jungsalafisten mit Eiern zum bersten.

    Das entsprechende Verb ist ja migrantensoziolektisch hinreichend belegt und braucht daher in dieser hochgebildeten Runde keineswegs explifiziert zu werden.

    Tja, Mr. FoK, da treffen echte Parallelwelten aufeinander, die sich übrigens schon jetzt allesamt als verfolgtes Opfer aufführen, während sie sich gegenseitig verfolgen.

    • 19. Februar 2012 um 14:25 Uhr
    • Thomas Holm
  164. 167.

    Broder und Abdel-Samad for President

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13875988/Broder-bewirbt-sich-fuer-das-Bundespraesidentenamt.html

    Mit Blick auf die Diskussion über Speisevorschriften im Nachbar-Strang zum wilden Geert durchaus erwähnenswert:

    Allerdings müsste die Küche im Schloss Bellevue so eingerichtet werden, dass man dort Speisen zubereiten kann, die entweder halal oder koscher sind oder am besten beides.

    • 19. Februar 2012 um 14:30 Uhr
    • MM
  165. 168.

    In der tat, koschere merresfrüchte für broder, eine besondere Herausforderung.

    • 19. Februar 2012 um 15:21 Uhr
    • marriex
  166. 169.

    6)petra : es faellt mir schwer aber ICH muss Ihnen vollkommen Recht geben, Ausnahmen bestaetigen die Regel aber es sind eben nur die Ausnahmen !

  167. 170.

    @ marriex

    Sie sagen so kaum etwas zu den driftenden Geschicken Ihres weitgestreckten Forschungsgebietes.

    Nach den Gesprächen mit Karzai und Ahmadinejad meint Gilani, man müsse sich mal allseits in Pakistan über Belutschistan unterhalten.

    „Gilani added that the government had decided to call an ‘All Parties Conference’ to dicsuss the Balochistan issue“

    hxxp://www.dawn.com/2012/02/19/most-favoured-nation-does-not-mean-most-friendly-nation-gilani.html

    Und von Pakistan lancierte Videos über die Taliban auf dem Siegespfad entpuppen sich als Auftritte von Hekmatyars Leuten.

    http://www.youtube.com/watch?v=99IXWeVRFRI 13.45-13.50

    Das ist doch alles sehr spannend.

    Zu Syrien jammern jetzt alle ‚rum, dass unter Assads Schlägen Al Kaida wieder aufwachse, Maliki verspricht Assad, seine sunnitischen Transitprovinzen an die Kandarre zu nehmen; wo soll das alles enden ?

    • 19. Februar 2012 um 16:12 Uhr
    • Thomas Holm
  168. 171.

    Thomas,

    Sie verwechseln das Anlegen einer Youtube Sammlung zur ‚Mustererkennung‘ mit Bescheid wissen. Doch heutzutage kann sich noch jedes ideologische Interesse einschlägiger Clips bedienen. Diese vorzulegen ist deshalb kein Argument für gar nichts…

    Jörg Lau’s Beitrag handelt von dem dringlichen Apell, die Staatsraison möge sich schützend und unmissverständlich vor die von rassistischer Gewalt bedrohten Menschen in Deutschland stellen. Was zumindest implizit erfordert, den Rassismuss – als die Reduzierung eines Individuums auf den blossen Träger der einem Kollektiv zugeschriebenen Eigenschaften – selbst blosszustellen. Sarrazins Deutschland gibt es nicht und wird es nicht geben. Dies zu vermitteln ist die eigentliche Integrationsaufgabe…

    Fill

  169. 172.

    Sarrazins Deutschland

    Was wäre das denn Ihrer Meinung nach?

    Doch heutzutage kann sich noch jedes ideologische Interesse einschlägiger Clips bedienen. Diese vorzulegen ist deshalb kein Argument für gar nichts

    Es ist zumindest ein Beweis, dass es für jede noch so verkorkste Ideologie irgendwo auf der Welt mindestens einen Idioten gibt, der eine anschauliche Rechtfertigung dafür liefert.

    • 19. Februar 2012 um 17:43 Uhr
    • Arjen van Zuider
  170. 173.

    Thomas,

    möglicherweise verwechseln Sie hier die Kritik an rassistischen und kollektivistischen Denkmustern mit der Parteinahme für ‚den Islam‘ – die sie dann offenbar mit ihren Clips zu blamieren suchen. Möglicherweise weil Sie sich nicht vorstellen mögen, dass sinnhaltige Befunde zustande kommen können auch ohne einer der involvierten Parteien feste die Daumen zu drücken ?

    Fill

  171. 174.

    Die Besten sind gegangen weil Ihnen die Islam Kritik nervte?

    Nein, sie sind gegangen, weil sie sich ihr Leben lang angestrengt haben ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu werden.

    Sie waren es leid, Menschen der 3 oder 4 Klasse zu sein. Keine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben, bei der Wohnungssuche, sich ständig erklären zu müssen, dass sie nicht als Frauen vom Vater unterdrückt wurden oder, als Mann, noch nie Gewalttätig waren.
    Irgendwann mal zermürbt es ein. Man gibt auf.

    Man wollte nicht, dass die Deutsch-Türken sich wohl fühlen in Deutschland und sich mit der Mehrheit der Deutschen verstehen, dann nämlich wäre die Aufnahme der Türkei in die EU nur noch Formsache gewesen. Da hatten aber die früheren Eliten alla Sarrazin etwas dagegen. Linksgrün war auch dagegen, wegen der Menschenrechte bla bla. Also leistete man direkte Hilfestellung an die Rechts-Konservativen und Rechten.

    Heute sind die Linksgrünen ganz erschrocken bei soviel „Rassismus“
    Solche Gründe machen die „Intelligenten“ Deutsch-Türken wütend, andere sind enttäuscht, weil man sich bei der Wahrheit windet.

    Solange man nicht eine ehrliche Aufarbeitung der Vergangenheit akzeptiert, wird es nie zu einer guten Zukunft kommen. Das sich die Sarrazin Anhänger sperren ist normal, aber die Linksgrünen wollen sich aus der Verantwortung stehlen. Zwar versucht man mit Aktionismus vermehrt ihre Quoten-Deutsch-Türken oder Muslime zu positionieren, aber das Spiel haben Jörgs Türken Freunde durchschaut. Wobei es wohl dem einen oder anderen graut, mit welches Personal man fördert.

    Aiman Mayzek hier erwähnt ist das beste Beispiel! Die absolute mega Mehrheit will diese Type nicht als Repräsentant.

    Das ist Jörg Lau aber egal. Dann aber Jammern, wenn es nicht besser wird

    • 19. Februar 2012 um 18:12 Uhr
    • cem.gülay
  172. 175.

    @ CG

    Aiman Mayzek hier erwähnt ist das beste Beispiel! Die absolute mega Mehrheit will diese Type nicht als Repräsentant.

    Lau aber.

    • 19. Februar 2012 um 18:17 Uhr
    • marriex
  173. 176.

    Marrix

    „Lau aber“

    Es ist Hoffnungslos

    Teflon eben

    • 19. Februar 2012 um 18:22 Uhr
    • cem.gülay
  174. 177.

    Ich unterscheide nicht nach Nationalität, sondern nach Menschen.
    Es gibt furchtbare Deutsche, mit denen ich nichts zu tun haben möchte, es gibt aber auch Türken, die nichts, aber auch gar nichts tun, um in dem Land, in den sie wohnen, heimische zu werden. Diese stören mich.
    Mir ist auch egal, ob jemand zu Allah betet, oder zu Gott und Jesus Christus.
    Wie hat der alte Fritz gesagt: Last jeden nach seiner Fasson selig werden!
    Es ist schlimm, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft gejagt werden oder gar ermordet. Schlimm ist aber auch, wenn die „Deutschen“ deswegen als Rassisten angesehen werden. Verallgemeinerungen sind immer schlecht.

    • 19. Februar 2012 um 18:24 Uhr
    • Andrea HOfmann
  175. 178.

    @fillorkill

    Mich würde interessieren ob sie den Koran gelesen haben?

    • 19. Februar 2012 um 18:26 Uhr
    • Belifrutta87
  176. 179.

    Arjen,

    ‚Sarrazins Deutschland‘ ist die Phantasie einer um alle vorgeblich schädlichen, schwächenden und zersetzenden (=fremden) Einflüsse bereinigten homogenen Volksgemeinschaft – und in meiner Sicht letztlich eine Projektion existentiell empfundener Angst. Einer Projektion, die abstrahiert von den tatsächlich in die Gesellschaft wirkenden Unterschieden, Gegensätzen, Widersprüchen, Ursachen und auch Möglichkeiten des Seins. Und die um so mörderischer ausfällt, je konsequenter diese Abstraktion auf die gesellschaftliche Wirklichkeit angewandt wird…

    Fill

  177. 180.

    Cem Gülay:
    „Nein, sie sind gegangen, weil sie sich ihr Leben lang angestrengt haben ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu werden.“

    Muhahahahaha.

    „Sie waren es leid, Menschen der 3 oder 4 Klasse zu sein. Keine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben, bei der Wohnungssuche, sich ständig erklären zu müssen, dass sie nicht als Frauen vom Vater unterdrückt wurden oder, als Mann, noch nie Gewalttätig waren.
    Irgendwann mal zermürbt es ein. Man gibt auf.

    Man wollte nicht, dass die Deutsch-Türken sich wohl fühlen in Deutschland und sich mit der Mehrheit der Deutschen verstehen, dann nämlich wäre die Aufnahme der Türkei in die EU nur noch Formsache gewesen. Da hatten aber die früheren Eliten alla Sarrazin etwas dagegen. Linksgrün war auch dagegen, wegen der Menschenrechte bla bla. Also leistete man direkte Hilfestellung an die Rechts-Konservativen und Rechten.

    Heute sind die Linksgrünen ganz erschrocken bei soviel “Rassismus”
    Solche Gründe machen die “Intelligenten” Deutsch-Türken wütend, andere sind enttäuscht, weil man sich bei der Wahrheit windet.

    Solange man nicht eine ehrliche Aufarbeitung der Vergangenheit akzeptiert, wird es nie zu einer guten Zukunft kommen. Das sich die Sarrazin Anhänger sperren ist normal, aber die Linksgrünen wollen sich aus der Verantwortung stehlen. Zwar versucht man mit Aktionismus vermehrt ihre Quoten-Deutsch-Türken oder Muslime zu positionieren, aber das Spiel haben Jörgs Türken Freunde durchschaut. Wobei es wohl dem einen oder anderen graut, mit welches Personal man fördert.“

    Bekommen Sie wieder einen Ihrer „Böses-Deutschland-mag-armes-Türk-nicht“-Rückfälle? Da waren Sie glaube ich schon mal weiter.

  178. 181.

    @ Fillorill

    „Sarrazins Deutschland’ ist die Phantasie einer um alle vorgeblich schädlichen, schwächenden und zersetzenden (=fremden) Einflüsse bereinigten homogenen Volksgemeinschaft – und in meiner Sicht letztlich eine Projektion existentiell empfundener Angst. Einer Projektion, die abstrahiert von den tatsächlich in die Gesellschaft wirkenden Unterschieden, Gegensätzen, Widersprüchen, Ursachen und auch Möglichkeiten des Seins. Und die um so mörderischer ausfällt, je konsequenter diese Abstraktion auf die gesellschaftliche Wirklichkeit angewandt wird…“

    klaro, das Urböse – neu entdeckt von Fill or Kill – Lesen sie mal nicht so viel Fantasy-Romane oder woher haben sie dieses Gequatsche sonst – oder einfach nur die wüsten Fantasien über eine rechtsradikale Gesellschaft, frisch zusammengefiebert über ‚Big-Broder-Watching-You’?

    • 19. Februar 2012 um 18:49 Uhr
    • Zagreus
  179. 182.

    Nein Belifrutta,

    den Koran hab ich nicht gelesen. Nur im Vorbeigehen ein paar Sprüche aufgeschnappt. Wieso fragen Sie ?

    Fill

  180. 183.

    Zwangsneurose

    Um meine Texte zu verstehen braucht man Grips! Das ist aber eine Nummer zu hoch für Sie.

    Sie sind gegangen………

    Ca 100000 Tausend. Für die meisten trifft es zu. Da hätten wir weitere 2.9 Millionen die man sich genau anschauen kann.

    • 19. Februar 2012 um 19:17 Uhr
    • cem.gülay
  181. 184.

    Und hier der Klassiker auf Züritüütsch
    http://www.youtube.com/watch?v=UDM5wRwQ7Uk&feature=related

    (Der „Zürcher“ heisst Jimmy Muff, klassische Züri-Schnurre (=Maul))

    Als Deuscher hilft da etwas Gelassenheit. Würde heute wohl als Rassimus gelten.

    • 19. Februar 2012 um 19:58 Uhr
    • FreeSpeech
  182. 185.

    184 .. falscher Faden

    • 19. Februar 2012 um 20:10 Uhr
    • FreeSpeech
  183. 186.

    @134

    Nur, weil ein sogenannter Ehrenmörder einen muslimischen Hintergrund besitzt, heißt das noch lange nicht, dass dieser Mensch auch islamsich handelt. In diesem Zusammenhang könnte man auch sagen, dass das Nazitrio Andersgläubige getötet hat, christlich handelten. Und die Vernichtung der Juden im 2. WK zeigt wie gewalttätig das Christentum ist.

    Wow, man sollte sich wirklich die Mühe machen und sich informieren. Durch Rassismus werden die niedersten Gefühle angesprochen, man ist ganz unten. Egal ob das nun türkische, deutsche oder afrikanische Nationalisten sind.

    • 19. Februar 2012 um 21:39 Uhr
    • miofrio
  184. 187.

    @174 cem gülay

    „Man wollte nicht, dass die Deutsch-Türken sich wohl fühlen in Deutschland und sich mit der Mehrheit der Deutschen verstehen, dann nämlich wäre die Aufnahme der Türkei in die EU nur noch Formsache gewesen.“

    Die EU sehen Sie wohl als Kaffeekränzchen an.

    • 19. Februar 2012 um 23:41 Uhr
    • freieseuropa
  185. 188.

    @Fill:

    eine Projektion existentiell empfundener Angst

    Damit disqualifizieren Sie sich für eine seriöse Debatte. Wer anderen Projektion unterstellt, der projiziert aller Wahrscheinlichkeit nach selber – seine Unfähigkeit, anderen Menschen eigene Gedanken zuzugestehen, nämlich.

    • 20. Februar 2012 um 00:27 Uhr
    • Arjen van Zuider
  186. 189.

    183 Cem Gülay:
    „Sie sind gegangen………“

    Na welch ein Verlust.

    „Ca 100000 Tausend. Für die meisten trifft es zu. Da hätten wir weitere 2.9 Millionen die man sich genau anschauen kann.“

    Wovor sollte ich als biodeutsche Kartoffel jetzt eigentlich Angst haben? Daß all die vielen Hartz-IV-Empfänger unter den Türkischstämmigen, besonders unter der zahlreichen Jugend, beleidigt ihre Sachen zusammenpacken und in Zukunft das türkische Sozialsystem strapazieren? Oder andere westliche Länder um Stütze angraben? „Ey Alder rück Kohle raus oder isch mach disch Messa!“ In Ländern wie Australien sollten die das mal versuchen. Die wären schneller in Anatolien als der große Führer in Ankara das Wort „Gurbetci“ (heißt das wirklich so viel wie „rückkehrwilliger Auslandstürke“?) aussprechen kann.

    Aber wenn Sie wirklich etwas für das deutsch-türkische Verhältnis tun wollen, dann diese kleine Aufgabe: Wären Sie in der Lage, einen Artikel der Zeitung „Zaman“ vom Oktober 2007, der im nachfolgend verlinkten Artikel erwähnt wird, herauszusuchen und dessen Übersetzung (Sie sprechen und schreiben doch sicherlich ganz passabel Türkisch) hier zu posten? Das könnte etwas zur Aufklärung der wahren Hintergründe der Dönermorde beitragen. Vielleicht könnten dann Sie und die anderen (jedenfalls die meisten) Aleviten hier im Lande dann ruhiger schlafen.

    http://www.turkishpress.de/2011/02/22/sind-graue-woelfe-doener-morde-verstrickt/id3094

  187. 190.

    Arjen,

    es ist defintiv eine Leistung des Verstandes, eine tief empfundene existentielle Bedrohung in ein Urteil über solche, die nicht hierhin gehören, zu übersetzen. Ein Gedankengang, der übrigens alles andere als alternativlos ist – werden doch andere ganz woanders fündig, beim ‚Kapitalismus‘ zB…

    Fill

  188. 191.

    Wenn Sie politische Ansichten, die Ihnen nicht passen, bloß als Ausdruck („Projektion“) psychologischer Störungen („Angst“) ansehen, fehlt jede Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung.

    • 20. Februar 2012 um 01:01 Uhr
    • Arjen van Zuider
  189. 192.

    Arjen,

    das Empfinden von Angst ist keine ‚psychologische Störung‘, sondern erstmal nur normal. Deren Übersetzung in ein Ressentiment, zB gegenüber Migranten, ist Resultat einer individuellen Verstandesleistung, für die es Gründe gibt. Allerdings keine sachlichen, denn ein Ressentiment ist sowohl seinem Inhalt wie seinem Begriff nach Projektion (ich verweise zur Anschauung auf die Postings Ihres Kollegen ‚Zwangsneurose': “Ey Alder rück Kohle raus oder isch mach disch Messa!” ). Eine sachliche Auseinandersetzung ist bereits deshalb nicht möglich. Was in Bezug auf die xenophoben Beiträge bleibt, ist ihren Anspruch, seröser Diskurs zu sein, zu dekonstruieren. Und nicht zuletzt den Betroffenen eine Exit-Option anzubieten…

    Fill

  190. 193.

    @Fillorkill

    Ist jetzt die Motivation der Zivilgesellschaft gegen Nazigedankengut vorzugehen und Position zu beziehen, blos ein Ausdruck einer psychologischen Störung?

    Viel Spaß bei der Antwort. 😀

    • 20. Februar 2012 um 01:56 Uhr
    • Belifrutta87
  191. 194.

    Wie Ihnen vielleicht aufgefallen ist, habe ich nie versucht, mit meinem „Kollegen“ Zwangsreunose [sic] eine sachliche Auseinandersetzung zu führen. Er hat bloß keine derart zitierfähige Disqualifikation geliefert wie Sie mit Ihrem „Projektions“-Gesülze. Für verfehlt halte ich allerdings Ihre Übertragung dieses Sachverhalts auf Sarrazin. Ob man mit ihm diskutieren kann, weiß ich nicht (die Leute, die es am Fernsehen versucht haben, haben großteils so am Thema vorbei argumentiert, dass sich schlecht eine Aussage treffen läßt), aber über sein Buch kann man durchaus diskutieren, ohne es als Projektion seiner existenziellen Ängste abzutun.

    • 20. Februar 2012 um 01:57 Uhr
    • Arjen van Zuider
  192. 195.

    Zwangsneurose 189

    Für Sie müssen die Gegangen kein Verlust sein. Erwarte ich auch nicht.

    Klar, das der Staat jetzt die armen Ossis willkürlich verhaftet, die angeblich mit den Döner-Morden zu tun haben sollen. Ist ja kein Rechtsstaat mehr und man opfert Deutsche, damit man die grauen Wölfe in Schutz nimmt ?????

    Nein, mein türkisch ist nicht passabel.

    Glauben Sie, was Sie wollen.

    • 20. Februar 2012 um 10:02 Uhr
    • cem.gülay
  193. 196.

    195 Cem Gülay:
    „Klar, das der Staat jetzt die armen Ossis willkürlich verhaftet, die angeblich mit den Döner-Morden zu tun haben sollen.“

    Eben nichts zu tun haben.

    „Ist ja kein Rechtsstaat mehr und man opfert Deutsche, damit man die grauen Wölfe in Schutz nimmt ?????“

    Zumindest erspart man dem türkischen Staat das unangenehme Thema der Aktivität des „tiefen türkischen Staates“ hier in Deutschland und von CIA- und MIT-Doppelagenten wie die eines gewissen Mevlüt Kar hinsichtlich des Polizistenmordes in Heilbronn, indem man sie einer VS-geführten Gruppe namens „NSU“ anlastet. Das Dumme ist nur, daß man 500 Kriminalisten und ganze Staatsanwaltschaften eben nicht geschlossen briefen kann. Irgendwann kommen mal die Details sowie die Hintergründe dieser Mordserie zum Vorschein.

    „Nein, mein türkisch ist nicht passabel.“

    Aber zur Übersetzung des genannten Artikels in der „Zaman“ vom Oktober 2007 sollte es doch reichen. Sie würden mir diesen kleinen Gefallen also nicht tun? Das könnte auch für Sie sehr interessant sein.

  194. 197.

    194 AvZ:
    „Wie Ihnen vielleicht aufgefallen ist, habe ich nie versucht, mit meinem “Kollegen” Zwangsreunose [sic] eine sachliche Auseinandersetzung zu führen.“

    Warum tun Sie es nicht?

  195. 198.

    193 Belifrutt87a:
    „Ist jetzt die Motivation der Zivilgesellschaft gegen Nazigedankengut vorzugehen und Position zu beziehen, blos ein Ausdruck einer psychologischen Störung?“

    In meinen Augen ist sie der Ausdruck des Versuchs eines permanenten Exorzismus des Ewigen Nazis in uns Deutschen. Denn dieser heldenhafte Kampf gegen Nazismus und Rechtsextremismus wird immer intensiver, je länger die NS-Zeit zurückliegt. Ähnlich wie die Hexenjagd im Mittelalter, die größtenteils eben nicht durch eine Obrigkeit oder durch eine angeblich fanatische Kirche, sondern durch die Bevölkerung selbst betrieben wurde, ist sie gleichzeitig ein psychologischer Mechanismus, wo man sich ein Objekt sucht, auf das man ungestraft, ohne Angst vor gesellschaftlicher Sanktionierung, den eigenen Haß und die eigenen Aggressionen richten kann. Auf dieselbe Weise hat damals Hitler ein solches Objekt gesucht und mit den Juden in Deutschland bzw. weltweit gefunden.

  196. 199.

    Ich mag mir jetzt nicht die Mühe machen, konkrete Zitate zu suchen, aber ganz allgemein schlägt mein Konspirometer schon aus, wenn ich Ihre Texte nur überfliege.

    • 20. Februar 2012 um 10:46 Uhr
    • Arjen van Zuider
  197. 200.

    Man muss kein Ausländer sein, um mit Deutschland ‚abzuschliessen‘.
    Angesichts des offenen Betrugs der Politiker am Bürger zugunsten der Wirtschaft, Hartz4, Armut, das billige Anbiedern der Politik aus wirtschaftlichen Gründen bei Ländern, die gegen die Menschenrechte verstoßen, wie z.B. die Türkei oder China und was sonst noch heute in Deutschland zum Alltag gehört, haben auch viele deutsche Staatsbürger den Respekt vor ihrer Heimat verloren.

    • 20. Februar 2012 um 10:52 Uhr
    • joetakis
  198. 201.

    Liebes Früchtchen,

    vermutlich meinen Sie eine ‚psychische Störung‘. Ich geh nicht davon aus, dass rassistische Befunde per se aus einer psychischen Störung hervorgehen und habe das auch nicht behauptet. Im Zusammenhang mit ‚Sarrazins Deutschland‘ – als einer Phantasie von Menschen wie Ihnen darüber, wie Deutschland richtigerweise aussehen sollte – sprach ich davon, dass diese letztlich einer Projektion entspringt. Auch eine Projektion ist keine psychische Störung per se, sondern der Versuch, unangenehme oder ‚verbotene‘ Gefühle abzuwehren. Und zwar dadurch, indem diese einem anderen oder einer anderen Menschengruppe übergestülpt werden…

    Ein gutes Beispiel für eine Projektion liefert ‚ein Post oben: …’ist sie gleichzeitig ein psychologischer Mechanismus, wo man sich ein Objekt sucht, auf das man ungestraft, ohne Angst vor gesellschaftlicher Sanktionierung, den eigenen Haß und die eigenen Aggressionen richten kann. Auf dieselbe Weise hat damals Hitler ein solches Objekt gesucht und mit den Juden in Deutschland bzw. weltweit gefunden‘. Den eigenen Impuls, seinen Hass ungestraft ausleben zu können, lastet der Poster seinen Gegnern an, hier vermutlich Migranten und ‚Gutmenschen‘ und verwandelt sich so in deren Opfer, dem mindestens so übel mitgespielt werde wie einst den Juden unter Adolf. Aber auch dieser hatte nur ‚in Notwehr‘ gehandelt…

    Fill

  199. 202.

    ‘Sarrazins Deutschland’ – als einer Phantasie von Menschen wie Ihnen darüber, wie Deutschland richtigerweise aussehen sollte

    Ich finde es erstaunlich, wie selbstsicher Sie die „Phantasien“ anderer Menschen diagnostizieren. Hat jeder, der behauptet, es liefe etwas falsch in diesem Land, eine „Phantasie darüber, wie Deutschland richtigerweise aussehen sollte“, in die er bloß seine eigenen „verbotenen Gefühle“ projiziert?

    Den eigenen Impuls, seinen Hass ungestraft ausleben zu können, lastet der Poster seinen Gegnern an, hier vermutlich Migranten und ‘Gutmenschen’ und verwandelt sich so in deren Opfer, dem mindestens so übel mitgespielt werde wie einst den Juden unter Adolf. Aber auch dieser hatte nur ‘in Notwehr’ gehandelt…

    Bezogen auf Hitler mögen Sie recht haben. Allerdings läßt sich mit dieser Argumentation jedem, der sich bedroht fühlt, unterstellen, er projiziere bloß die Bedrohung, die von ihm selber ausgehe. Das läuft im besten Fall auf „wer nichts böses getan hat, der hat auch nichts zu befürchten“ und ähnliche realitätsfremde Plattitüden hinaus, im schlimmsten Fall auf eine Umkehrung von Tätern und Opfern.

    • 20. Februar 2012 um 12:15 Uhr
    • Arjen van Zuider
  200. 203.

    @joetakis

    Man muss aber schon blind sein um, trotz der ein oder anderen Verbesserungsmöglichkeiten, nicht zu erkennen das Deutschland eines der funktionsfähigsten und lebenswertesten Länder ist und das unter den realen Herrausforderungen und Bedingungen der Globalisierung.
    Mein Utopia würde auch anders aussehen, aber wir sind halt nicht bei „Wünsch dir was“.

    • 20. Februar 2012 um 12:46 Uhr
    • Bellfrutta87
  201. 204.

    Arjen,

    gehen Sie Ihrem letzten Gedanken – Umkehrung von Täter und Opfer – doch einfach weiter nach. Opfer ethnisch oder kulturrassistischer inspirierter Gewalt sind und waren aus Tätersicht stets die eigentlich Verantwortlichen ihres Schicksals (auch Vergewaltiger und Kinderschänder ‚argumentieren‘ häufig mit diesem Muster)… Ausgangspunkt der Diskussion hier war der dringliche Appell Jörg Laus, die Staatsraison möge angesichts ermorderter Migranten sich unmissverständlich zu derem Schutz bekennen. Dieses Anliegen hat unter Zeitlesern einen Sturm der Entrüstung und Häme ausgelöst. Warum wohl ?

    Fill

  202. 205.

    @Fillorkill

    Sie verstehen nicht. Es geht nicht um die Nazis und ihre Ansichten, sondern um die die sich zivilgesellschaftlich gegen die Nazis stellen, egal ob argumentativ oder in Form von Demos etc.
    Leiden die auch unter Projektionen, Angst, psychischen Störungen etc? Oder tun die schlicht das richtige und angemessene?

    Ich glaube Sie machen es sich nämlich ein bisschen leicht wenn Sie zB. Islamkritik und der damit verbundenen Moslemkritik, zu einem unlogischen und nur durch irrationale Angst und sonstigen Störungen hervorgerufenen Phänomen erklären.

    • 20. Februar 2012 um 12:57 Uhr
    • Bellfrutta87
  203. 206.

    Belfrutta,

    alle Welt leidet unter Angst und anderen psychischen Problemen. Die dafür gefundenen Antworten fallen indes höchst unterschiedlich aus. Es existiert keine Zwangsläufigkeit des DENKENS, die aus zB Angst einen Rassisten macht…

    Auch die Argumente und Motive derjenigen, die sich Rassismus, Antisemitismus und Faschismus in den Weg zu stellen suchen fallen höchst unterschiedlich aus. Nur wünschen kann ich mir, dass diese in der unbedingten Parteinahme für das (bedrohte) Individuum ihren Ausgangspunkt nehmen (und genau das meint der ‚ardonitische‘ Imperativ, Arjen)…

    Dass auch der Islam Gegenstand kritischer Befassung sein kann wird doch von niemand (hier) ernsthaft bestritten. Der Übergang zur ‚Moslemkritik‘ – unterschiedlichste individuelle Lebenszusammenhänge, Lebensgeschichten und Lebensentwürfe werden in eine Funktion ‚des Islams‘ verwandelt – ist ein solcher des Ressentiments. ‚Kritik‘ zu sein erscheint dann nur mehr als dessen zeitgemässes Label, nichts weiter…

    Fill

  204. 207.

    Opfer ethnisch oder kulturrassistischer inspirierter Gewalt sind und waren aus Tätersicht stets die eigentlich Verantwortlichen ihres Schicksals (auch Vergewaltiger und Kinderschänder ‘argumentieren’ häufig mit diesem Muster)…

    Und mit ihrem Argument könnte man ihnen sogar noch vorwerfen, sie seien tatsächlich die wahren Schuldigen und jegliche Berichte über Gewalttaten, die ihnen angetan würden, seien bloß Projektionen ihrer eigenen Gewalt. Man muss also in jedem Fall das echte Ausmaß der Gewalt betrachten; die Projektionstheorie ist analytisch wertlos.

    Ausgangspunkt der Diskussion hier war der dringliche Appell Jörg Laus, die Staatsraison möge angesichts ermorderter Migranten sich unmissverständlich zu derem Schutz bekennen. Dieses Anliegen hat unter Zeitlesern einen Sturm der Entrüstung und Häme ausgelöst.

    Ich weiß nicht, wen Sie meinen; meine Position habe ich in http://blog.zeit.de/joerglau/2012/02/17/nach-wulffs-rucktritt-was-angela-merkel-den-nsu-opfern-sagen-muss_5445/comment-page-4#comments Kommentar 30 dargelegt.

    Wenn bei einigen Kommentatoren die grundlegende Zustimmung zum Schutz eines jeden Menschen (auch Migranten) vor Gewalt (auch rassistischer) hinter der Empörung über die Kollektivschuldrhetorik und das Gruppendenken zurücktritt, dem Lau hier das Wort redet, so mag dies zuweilen auf Außenstehende verwirrend wirken, ist aber meist – gerade bei „Stammgästen“ – nicht Ausdruck von Rassismus (ob dieser nun auf Projektion oder sonstwas zurückgeht). Spinner (jeglicher Couleur, oder für Menschen mit dualistischem Weltbild: beider Seiten) finden natürlich immer wieder den Weg hierher.

    • 20. Februar 2012 um 14:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  205. 208.

    @Fillorkill

    Es geht immer um die Grundlagen einer Ideologie, egal ob sie religöse Rechtfertigung für sich beansprucht, oder nicht. Dazu kommt dann die konkrete Ausübung durch die Anhänger.
    Und da gibt es gerade beim Islam eine Menge zu kritisieren und das hat in den seltensten Fällen etwas mit psychischen Problemen zu tun.

    „Dass auch der Islam Gegenstand kritischer Befassung sein kann wird doch von niemand (hier) ernsthaft bestritten.“

    Theoretisch ist das zutreffend, wenn es aber konkret wird sieht die Lage anders aus. Da ist man schnell Rechtspopulist, Islamophob etc. egal ob man Kelek heißt, oder Müller.

    • 20. Februar 2012 um 14:21 Uhr
    • Bellfrutta87
  206. 209.

    Belfrutta, Arjen

    Danke für Ihre Antworten. Ich verabschiede mich nun wieder aus diesem Forum…

    Adorno über die zwischenmenschliche Kälte: http://www.youtube.com/watch?v=iqIPOGIlKFI

    Fill

  207. 210.

    Neumann,

    Es ist falsch, Politik und Medien für ein Versagen der Sicherheitsorgane (mit) in Haftung zu nehmen.

    Es erscheint mir insbesondere auch recht wohlfeil zu sein, von einem Versagen der Sicherheitsbehörden zu sprechen. Bei Licht besehen hätte evtl. manches besser laufen können, aber die Vorstellung, dass bei Ermittlungen alles so glatt läuft, wie beim Tatortkrimi, ist eben ziemlich naiv.

    Die reinen Tatsachen sind doch die: Fünf Jahre nach dem Ende der Mordserie wurden die Täter ermittelt. Es gibt Morde, die nach Jahrzehnten noch nicht geklärt sind. Ich finde die Bilanz der Ermittlungen im Kontext der besonderen Umstände des Falles nicht so schlecht. Wenn die Täter ausreichend geschickt vorgehen, dann tun sich Sicherheitsbehörden eben recht schwer, insbesondere wenn sie nicht mit NKWD-Methoden arbeiten.

    • 20. Februar 2012 um 15:48 Uhr
    • Saki
  208. 211.

    Neumann,

    „Es ist falsch, Politik und Medien für ein Versagen der Sicherheitsorgane (mit) in Haftung zu nehmen.“

    Es erscheint mir insbesondere auch recht wohlfeil zu sein, von einem Versagen der Sicherheitsbehörden zu sprechen.

    @ Saki

    Nein, das ist insbesondere nicht wohlfeil. Auch wenn sich erklären lässt, warum die Sicherheitsbehörden nicht früher auf die Täter gestoßen sind, dahinter kein böser Wille steckte, die Täter geschickt vorgingen und im Allgemeinen gut funktionierende Sicherheitsbehörden Fehler machen, gibt es keinen guten Grund hier nicht von einem Versagen zu sprechen.

    • 20. Februar 2012 um 16:13 Uhr
    • N. Neumann
  209. 212.

    Neumann,

    dann ist das Versagen aber systematisch und nicht grundsätzlich behebbar, jedes Lamento darüber mithin überflüssig.

    • 20. Februar 2012 um 16:27 Uhr
    • Saki
  210. 213.

    199: AvZ:
    Ich mag mir jetzt nicht die Mühe machen, konkrete Zitate zu suchen, aber ganz allgemein schlägt mein Konspirometer schon aus, wenn ich Ihre Texte nur überfliege.

    Wenn ich Ihre hochmoralisch luftschnappende Sentenz mal in Klartext übersetzen darf: Sie sind zu einer argumentativen Auseinandersetzung weder bereit noch in der Lage.

  211. 214.

    @ Zwangsneurose

    Warum sollte man mit zwangsneurotischen Verschwörungstheoretikern überhaupt diskutieren?
    Ihrer Meinung nach war es wahlscheinlich auch der Mossad, der die Twin Towers gesprengt hat, nicht?

    • 20. Februar 2012 um 16:45 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  212. 215.

    Ich diskutiere nicht gerne mit Verschwörungstheoretikern. Sei es, weil es generell zwecklos ist oder weil ich nicht die notwendige geistige Kapazität dazu besitze. Oder die notwendige Geduld. Wenn Sie einen gehaltvollen Kommentar in zivilisiertem Tonfall verfassen können, kann es sein, dass ich darauf eingehe. Kommentare von mir sind allerdings kein Menschenrecht.

    • 20. Februar 2012 um 16:57 Uhr
    • Arjen van Zuider
  213. 216.

    205 Belfrutta87:
    „Es geht nicht um die Nazis und ihre Ansichten, sondern um die die sich zivilgesellschaftlich gegen die Nazis stellen, egal ob argumentativ oder in Form von Demos etc.
    Leiden die auch unter Projektionen, Angst, psychischen Störungen etc?“

    Die psychischen Störungen im pathologischen Sinne dürften bei denen sicherlich nicht häufiger als bei anderen Menschen auftreten. Aber der Mechanismus der Projektion des eigenen Haß und der eigenen Aggressionen auf einen imaginierten Gegner, hier ist es der Ewige Nazi in Form der jährlich sich wiederholenden Demos der Landsmannschaften oder anderer Rechter, läßt sich sehr gut beobachten. Da demonstrieren ganz normale Leute aus dem Bürgertum, die im Alltag keiner Fliege was zuleide tun, entweder unter Ignoranz oder bewußter Akzeptanz von Losungen wie „Dresden nazifrei“ bzw. „Kauft nicht beim Nazi“ oder „Bomber-Harris-do-it-again“. Der Hinweis wird in anderen Foren sehr gern und bevorzugt gelöscht, aber wem sich hier die Assoziationen zur NS-Zeit nicht aufdrängen, der unternehme mal das Gedankenexperiment und ersetze das Wort „Nazi“ durch das Wort „Jude“. Da halten Bürgermeister von hochdemokratischen Parteien wie der CDU oder der SPD haßtriefende Reden im übelsten Fäkalstil a lá „Die braune Jauche muß raus aus den Köpfen“ oder „Das braune Pack muß ausgerottet werden“. Abgesehen vom Umstand, daß hier die vordergründige Absicht, gegen vermeintlichen Haß und Intoleranz des Gegners zu kämpfen, durch die eigene Rhetorik konterkariert wird und hier demokratische Grundsätze einer Meinungsfreiheit und -vielfalt durch eine beabsichtigte Gesinnungskontrolle mit Füßen getreten werden: Die kleinbürgerlichen Haß- und Vernichtungsphantasien, die hier zum Vorschein treten, hätten ebenso gut zu einem totalitären System gepaßt. So auch zum NS-Regime; da lediglich mit etwas anderen Begriffen.

    „Oder tun die schlicht das richtige und angemessene?“

    Angemessen ist ein gutes Stichwort. Ist es angemessen, bei einem Häuflein von 1500-2000 (waren ja sogar mal 6000!) Rechten, die von einem Aufgebot von 6000 Polizisten von ca. 3000 Gewalttouristen der Antifa und es Schwarzen Block getrennt werden, drumherum einige Tausend Demonstranten, die man in einer konzertierten Kampagne von Behörden, Politikern, öffentlichen Organsationen und der gesamten Mainstreampresse zusammengetrommelt hat und deren Anti-Nazi-Demo etwa so gefährlich ist wie die 1. Mai-Demonstration in DDR-Zeiten, von einer neonazistischen Gefahr zu sprechen?

    Oder steckt hier gar eine ganz andere Intention bzw. ein ganz anderer Verdrängungsmechanismus dahinter?

    „Ich glaube Sie machen es sich nämlich ein bisschen leicht wenn Sie zB. Islamkritik und der damit verbundenen Moslemkritik, zu einem unlogischen und nur durch irrationale Angst und sonstigen Störungen hervorgerufenen Phänomen erklären.“

    Das nennt man wohl, ich habe das in einem Beitrag hier gelesen, Pathologisierung und Kriminalisierung von Islamkritik.

  214. 217.

    215 AvZ:
    „Ich diskutiere nicht gerne mit Verschwörungstheoretikern. Sei es, weil es generell zwecklos ist oder weil ich nicht die notwendige geistige Kapazität dazu besitze.“

    Das denke ich nicht. Ihre mir bekannten Kommentare vermitteln einen anderen Eindruck. Was Ihnen fehlt, ist der Wille, die Ihnen vorliegenden Argumente und vor allem die daraus resultierenden Schlüsse zur Kenntnis zu nehmen, weil sie sich nicht den eigenen Prämissen unterordnen wollen. Die Realität hat sich um solche gedanklichen Prämissen allerdings noch nie gekümmert.

    „Oder die notwendige Geduld. Wenn Sie einen gehaltvollen Kommentar in zivilisiertem Tonfall verfassen können, kann es sein, dass ich darauf eingehe. Kommentare von mir sind allerdings kein Menschenrecht.“

    Bei aller Hochachtung: Man sollte die eigene Bedeutung nicht überschätzen. Ich tue das jedenfalls nicht. Sie können mir antworten oder auch nicht, das ist selbstverständlich Ihre Sache. Auf Ironie und Sarkasmus sollten Sie sich in solchen Debatten allerdings gefaßt machen, ebenso wie auf das Hinterfragen eigener Aussagen und Grundsätze. Leider sind Selbstironie und Humor bei gewissen ideologisch belasteten Debatten wie hier so selten anzutreffen wie bei afghanischen Talibankommandeuren.

    Aber zum Thema: Haben Sie den von mir verlinkten Artikel auf doriangrey gelesen und dessen Inhalt zur Kenntnis genommen?

    http://www.doriangrey.net/index.php?issue=11&page=article&p=2&id=z&c=3

    Wenn Sie Belege für die Aussagen wünschen, auf die in obigem Artikel z.T. verwiesen wird, so bin ich bereit, diese hier zu posten, falls gewünscht. Es sei denn, Sie lehnen es ab, diesen Gedankengängen zu folgen, weil sie Ihnen zu unangenehm erscheinen. Dann wäre es allerdings fruchtlos.

  215. 218.

    ZN:
    Ich hab mir den Artikel mal gegeben. Mangels Sachkenntnis kann ich natürlich keines der darin aufgeführten Argumente stichhaltig widerlegen, deshalb nur einige allgemeine Gedanken:

    1. bin ich allgemein skeptisch gegenüber allen Argumentationen, die darauf aufbauen, dass irgendwer (hier der VS) „nicht so dumm sein könne“ und mit angeblichem Wissen über die „normale“ Vorgehensweise von Geheimdiensten aufwarten. Aber es liegt wohl in der Natur eines Geheimdienstes, für allmächtig und unfehlbar gehalten zu werden.

    2. wurde meines Wissens die Theorie, dass es sich um ausländerfeindliche Taten handeln könnte, gegen Ende der Mordserie auch bei der Polizei favorisiert, weil man den Opfern weder Verbindungen zum Drogenhandel noch zu politischem Aktivismus nachweisen konnte. Insofern würde das Mordmotiv für den türkischen Geheimdienst fehlen. Natürlich, innerhalb einer Verschwörungstheorie kann man dann davon ausgehen, dass diese fehlenden Beweise bloß auf besonders raffinierte Geheimdienstarbeit zurückgehen.

    3. verbreitet die Seite auch sonst, zB zu 9/11, Geschichten am Rande der Verschwörungstheorie.

    Es gibt Leute, denen das, was in der Zeitung steht, schlicht zu langweilig ist und die sich deshalb mit großem Eifer alternative Theorien ausdenken und Belege dafür sammeln. Mangels Fachkenntnis kann ich als Laie diese Theorien schlecht sachlich widerlegen (in spektakulären Fällen wie 9/11 oder JFK tun das allerdings ganze Fachkommissionen) und deshalb nur nach unsachlichen Kriterien wie der vermeintlichen Glaubwürdigkeit der sie verbreitenden Medien oder nach scheinbar offensichtlichen Fehlern in der Theorie gehen. Dass ich deswegen von den Vertretern alternativer Theorien für naiv gehalten werde, liegt in der Natur der Sache. Es erlaubt mir aber, meine Energie auf das Nachdenken über die zugrundeliegenden Probleme zu konzentrieren. Denn die meisten spektakulären Fälle – ob echt oder erfunden – rufen ja nur einer Mehrheit ins Bewusstsein, was interessierten Kreisen schon länger klar war. Im Fall der NSU-Morde nämlich erstens die Tatsache, dass viele Ausländer (v.a. Türken und Kurden) sich – allen luftigen Politikerphrasen zum Trotz – von einer Mehrheit der Deutschen ausgegrenzt und von einer Minderheit aktiv verfolgt fühlen (ob berechtigterweise, darüber kann man sich natürlich streiten), zweitens die Verstrickung des VS in die rechtsextreme Szene, die bereits einmal ein NPD-Parteiverbot verhindert hatte. Natürlich kann man laut „Manipulation“ schreien, wenn diese Themen jetzt breit diskutiert werden, obwohl der Auslöser dafür vielleicht gar keiner war – aber diskussionswürdig waren sie eigentlich die ganze Zeit über schon.

    • 20. Februar 2012 um 19:19 Uhr
    • Arjen van Zuider
  216. 219.

    Verstrickung des VS in die rechtsextreme Szene, die bereits einmal ein NPD-Parteiverbot verhindert hatte.

    Das ist ungefähr so, als würde man sagen, die CIA sei irgendwie in den kalten Krieg verstrickt gewesen. Stimmt, genau das war ihre Aufgabe.

    Kollege Neumann beschwert sich, dass diese Verstrickung nicht ausreichend war, der thüringische VS habe versagt, weil sie keine Ahnung davon hatten, was drei Leute aus der NPD-nahen Szene fünf, sechs Jahre lang gemacht haben.

    • 20. Februar 2012 um 19:49 Uhr
    • Saki
  217. 220.

    Na gut: Dass bei der Infiltration der rechtsextremen Szene durch den VS die faktische Unterstützung jener Szene in keinem Verhältnis zum dazu erzielten Erkenntnisgewinn oder gar Eingriffsmöglichkeiten steht.

    • 20. Februar 2012 um 19:54 Uhr
    • Arjen van Zuider
  218. 221.

    @ AVZ

    Bei der Infiltration des verfassungsschutzes durch V-Männer der rechtextremen Szene könnte aber auch Erkenntnisgewinn für letztere entstanden sein.

    • 20. Februar 2012 um 20:04 Uhr
    • marriex
  219. 222.

    MR,

    abgesehen vom netten Witz, wenn AvZ mit einem zwangsneurotischen Verschwörungstheoretiker diskutiert, ist es wenig hilfreich, mit dem Auskochen ebensolcher beizuspringen.

    • 20. Februar 2012 um 20:27 Uhr
    • Saki
  220. 223.

    @ Saki

    Warten Sie mal die Untersuchungen ab.

    • 20. Februar 2012 um 20:34 Uhr
    • marriex
  221. 224.

    @ MR,

    ich empfahl Ihnen nur, selbiges zu tun.

    • 20. Februar 2012 um 20:45 Uhr
    • Saki
  222. 225.

    Neumann,

    dann ist das Versagen aber systematisch und nicht grundsätzlich behebbar, jedes Lamento darüber mithin überflüssig.

    @ Saki

    Dein Maßstab für ein systematisches Versagen ist somit das stets perfekte Funktionieren der deutschen Sicherheitsinstitutionen. Das ist nicht realistisch. Systematisch wäre das Versagen realiter dann zu nennen, wenn sie a) kognitiv nicht darauf ausgelegt gewesen wären, Haftbefehle wegen illegalen Sprengstoffbesitzes gegen zwei zuvor als solche einschlägig in Erscheinung getretene Rechtsextremisten* zu vollstrecken, b) gar nicht vorgesehen gewesen wäre, Daten über solche Personen an andere Diensstellen weiterzugeben (was lediglich in unzureichendem Maße geschehen ist) und/oder c) jede Diensstelle in der Fehlerkette gleichermaßen versagt hätte (was nicht der Fall ist).

    Zudem ist ein Lamento aus institutioneller Sicht alles andere als überflüssig, weil Sicherheitsinstitutionen auch weiterhin darauf ausgelegt sein sollten, aus ihren Fehlern zu lernen.

    Aus menschlicher Sicht, d.h. vor allem aus Sicht der Hinterbliebenen der neun Opfer, sollte nahezu jedes Lamento verständlich sein, ohne dass ich es dir länger erklären muss. Ferner ist zu verstehen, dass sich die Hinterbliebenen der türkischstämmigen und türkischen Mordopfer stärker angepisst fühlen, weil die Ermittler längere Zeit irgendein innertürkisches Motiv für am wahrscheinlichsten hielten und entsprechend opfer-zentriert ermittelten. Und zwar auch dann, wenn der Soko-Bosporus nüchtern betrachtet noch der geringste Vorwurf im gesamten Fehler-Komplex gemacht werden kann, da ihr offenbar keine andere Stelle irgendetwas über gesuchte bzw. untergetauchte Rechtsextremisten erzählt hat und sie (ebenso wie die Ermittler in Köln) Erkundigungen bei Landesverfassungsschutzämtern (West) eingeholt hat.

    Auf Basis der mir bekannten Fehler der Behörden in Thüringen und Sachsen vermute ich, dass Böhnhardt und Mundlos vor der späteren Serie in einem westlichen Bundesland im Endeffekt ein bisschen verknackt worden wären. Eine Garantie dafür, dass sie nach der Haft nicht gemordet hätten, hätte das nicht bedeutet, doch solche Leute verschwänden nicht so einfach vom Schirm, wenn sie wieder untertauchen.

    * Es ging, wohlgemerkt, nicht um zwei unpolitische Pubertisten-Dödel, die von einem neugierigen Nachbarn wegen des Pressens von Schwarzpulver verpfiffen wurden.

    • 20. Februar 2012 um 20:51 Uhr
    • N. Neumann
  223. 226.

    @ Saki

    Sie wissen wozu es den Konjunktiv gibt?

    • 20. Februar 2012 um 21:00 Uhr
    • marriex
    • 20. Februar 2012 um 21:02 Uhr
    • marriex
  224. 228.

    223 marriex:

    „Warten Sie mal die Untersuchungen ab.“

    Genau.

    Sie sind geistig flexibler, als es manche Ihrer Kommentare zu vermitteln scheinen.

  225. 229.

    @ Treffender Nick

    Dass nicht der Mossad, MIT und die CIA dahinterstecken, behaupte ich jetzt schon mal.

    • 20. Februar 2012 um 21:09 Uhr
    • marriex
  226. 230.

    Neumann,

    Dein Maßstab für ein systematisches Versagen ist somit das stets perfekte Funktionieren der deutschen Sicherheitsinstitutionen.

    hä? Ich werf den Behörden ja nicht vor, versagt zu haben, das tust Du.

    Der Vorwurf, die Behörden hätten zunächst in die falsche Richtung ermittelt, ist z.B. ein systematisches Versagen, wenn man das als Versagen sehen will. Man muss halt beim Ermitteln mit irgend einer Richtung anfangen, und die kann sich als falsch heraustellen.

    Auf Basis Deiner Einschätzung des thüringischen & sachsischen VS kann man also sagen, die hätten drei relativ kleine Fische entwischen lassen und aus den Augen verloren, die später zu Großen wurden. Was ich auch nicht besser wüßte. Wenn man das als Versagen einstufen will, muss man sich darüber im klaren sein, das sowas ständig passiert. Jeder beliebige „Intensivtäter“ ist ein Beispiel dafür.

    • 20. Februar 2012 um 21:23 Uhr
    • Saki
  227. 231.

    218 AvZ:
    „1. bin ich allgemein skeptisch gegenüber allen Argumentationen, die darauf aufbauen, dass irgendwer (hier der VS) “nicht so dumm sein könne” und mit angeblichem Wissen über die “normale” Vorgehensweise von Geheimdiensten aufwarten. Aber es liegt wohl in der Natur eines Geheimdienstes, für allmächtig und unfehlbar gehalten zu werden.“

    Dieser Hinweis auf die übliche Arbeitsweise von Geheimdiensten, ihre Motive und der allgemein bei solchen Vorfällen gestellten Frage „Cui bono?“ sind sicherlich nur Indizien, keine Beweise. Aber wie steht es mit den Fakten?

    „2. wurde meines Wissens die Theorie, dass es sich um ausländerfeindliche Taten handeln könnte, gegen Ende der Mordserie auch bei der Polizei favorisiert, weil man den Opfern weder Verbindungen zum Drogenhandel noch zu politischem Aktivismus nachweisen konnte.“

    Das ist falsch. Der Verweis zu einem Artikel auf turkishpress zu diesem Thema, wo ein im Oktober 2007 erschienener Bericht der türkischen Zeitung „Zaman“ erwähnt wird, der auf die Ermittlungsergebnisse der türkischen Kriminalbehörden verweist und wo ich Cem Gülay um Recherche und Übesetzung gebeten hatte, besagt das Gegenteil. Ich gehe davon aus, daß die Dinge, auf die man sich bei doriangrey bezieht, so im „Zaman“-Artikel auch drinstehen.

    http://www.turkishpress.de/2011/02/22/sind-graue-woelfe-doener-morde-verstrickt/id3094

    „Einem anderen Bericht der Zeitung „ZAMAN“ vom Oktober 2007 zufolge, hatte das türkische Landeskriminalamt Ihre Ermittlungsergebnisse über die Döner-Morde an die ermittelnden Behörden in Deutschland weitergegeben. In der Zusammenfassung dieses Berichts des türkischen Landeskriminalamts (KOM) an das Bundeskriminalamt in Deutschland, sah man einen Zusammenhang zwischen den „Döner-Morden“ sowie dem Drogenmillieu in Europa, mit einem Familienclan aus Diyarbakir. Dem Bericht zufolge wurden die 8 Opfer der „Döner-Morde“ zu Verteilern im Drogenmillieu gezählt. Die Opfer sollen zudem Schutzgelder an die PKK in Europa und dem Familienclan in Diyarbakir gezahlt haben.“

    Meine Frage an die Behörden lautet hier: Wieso greift die Generalstaatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen zu den Dönermordfällen nicht auf diesen Bericht an das BKA zurück? Oder wird in dieser Richtung gar nicht mehr ermittelt?

    „Insofern würde das Mordmotiv für den türkischen Geheimdienst fehlen.“

    Der türkische Geheimdienst MIT ist in diese Dönermorde nach den vorliegenden Erkenntnisse nicht verwickelt, wohl aber – über seinen V-Mann Mevlüt Kar – in den Polizistenmord von Heilbronn 2007. Die Hintermänner der Dönermorde, das erschließt sich aus dem erwähnten Bericht der türkischen Behörden, dem turkishpress-Artikel wie auch aus Artikeln, die u.a. noch im Februar und August 2011 im SPIEGEL erschienen, sind wohl in den Kreisen der türkischen Mafia bzw. der Türkischen Grauen Wölfe zu suchen, die sich hier in Deutschland mit der kurdischen PKK eine gewaltsame Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im Drogenhandel und im Schutzgeld liefern. Beide Gruppierungen, sowohl PKK als auch die Grauen Wölfe, finanzieren ihre politischen Aktivitäten damit.

    hxxp://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html

    hxxp://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80075315.html

    Zum Thema Polizistenmord 2007 in Heilbronn schließlich erschien 2010 im „Stern“ ein Artikel von Malte Arnsperger, der auf Verwicklungen von Islamistenkreisen und Waffenschieberringen aus dem Balkan in diese Vorfälle hinwies.

    hxxp://www.stern.de/panorama/heilbronner-polizistenmord-die-mysterioese-mafia-islamisten-verbindung-1603210.html

    Kurz nach dem Bekanntwerden dieser „NSU-Terrorgruppe“ wurden dann von mehreren Medien die Verwicklungen amerikanischer und einheimischer Dienste in den Anschlag von Heilbronn enthüllt:

    hxxp://www.welt.de/politik/deutschland/article13744140/US-Agenten-sollen-Polizistenmord-beobachtet-haben.html

    hxxp://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,800945,00.html

    Die letzte Version der Behörden über das Motiv der beiden Uwes für den Mord an der Heilbronner Polizistin Michele Kiesewetter lautet, daß die beiden sich deren Dienstwaffen beschaffen wollten. Warum sollten aber zwei eiskalte Killer sich die mehreren Hundert Kilometer nach Heilbronn auf den Weg machen, um dort das Risiko auf sich zu nehmen, am hellichten Tage und in aller Öffentlichkeit einen Anschlag auf eine Polizeistreife zu unternehmen, von deren Anwesenheit an diesem Ort und zu dieser Zeit sie nichts wissen konnten, um sich deren Dienstwaffen zu verschaffen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt schon mindestens über zwei Waffen verfügten? Zumal diese Waffen niemals wieder eingesetzt wurden und sich erst im verbrannten Wohnmobil in Eisenach wieder angefunden haben sollen.

    „3. verbreitet die Seite auch sonst, zB zu 9/11, Geschichten am Rande der Verschwörungstheorie.“

    Darüber kann man geteilter Meinung sein. Nicht aber über die Stichhaltigkeit der Fakten, die ich oben aufgezählt habe.

    „Im Fall der NSU-Morde nämlich erstens die Tatsache, dass viele Ausländer (v.a. Türken und Kurden) sich – allen luftigen Politikerphrasen zum Trotz – von einer Mehrheit der Deutschen ausgegrenzt und von einer Minderheit aktiv verfolgt fühlen (ob berechtigterweise, darüber kann man sich natürlich streiten)“

    Die vorliegenden Fakten in diesem Fall wie auch die offiziellen Statistiken und Berichte belegen das nicht.

    „zweitens die Verstrickung des VS in die rechtsextreme Szene, die bereits einmal ein NPD-Parteiverbot verhindert hatte.“

    Nach dem, was im doriangrey-Artikel erwähnt wird, ist die rechtsextreme Szene in Deutschland derart infiltriert, daß sich die Dienste dort gegenseitig auf die Füße treten. Ein jahrelanges unentdecktes Morden und Rauben einer „NSU-Terrorgruppe“ ist deswegen so unwahrscheinlich, daß man diese Variante eigentlich ausschließen kann. Es sieht eher so aus, daß ein Großteil dieser Szene originär vom VS nicht nur beobachtet, sondern finanziert und aufgebaut worden ist bzw., wenn nötig, auch politisch instrumentalisiert wird.

  228. 232.

    Der Vorwurf, die Behörden hätten zunächst in die falsche Richtung ermittelt, ist z.B. ein systematisches Versagen,

    @ Saki

    Nein, das ist ein banales Versagen. Das solltest du dir zumindest indirekt aus meinen Ausführungen erschließen können.

    Auf Basis Deiner Einschätzung des thüringischen & sachsischen VS kann man also sagen, die hätten drei relativ kleine Fische entwischen lassen

    Es geht nicht nur um den Verfassungsschutz, sondern auch um die Polizei , einen Jugendrichter und einen Ermittlungsrichter – und die interne Zusammenarbeit dieser Instanzen.

    Und dass es sich aus damaliger Sicht bei zwei der drei um relativ kleine Fische gehandelt hätte, würde ich eher nicht sagen. Würdest du bei Linksextremisten oder Islamisten, von denen einer sowieso schon einschlägig per Haftbefehl gesucht wird, weil er eine Haftstrafe nicht angetreten hat, denen 1,4 Kilo TNT zugeordnet werden von relativ kleinen Fischen sprechen – so nach bundesdeutschen Maßstäben?

    Wenn man das als Versagen einstufen will, muss man sich darüber im klaren sein, das sowas ständig passiert.

    Das ist zwar eine originelle Versagensdefinition, aber auch leicht bescheuert.

    Jeder beliebige “Intensivtäter” ist ein Beispiel dafür.

    Da würde ich an deiner Stelle doch sehr dezidiert dem Gesetzgeber (Jugendstrafrecht) und bestimmten Richtern eine Versagensdiagnose stellen, nicht aber der Polizei, und erst recht nicht dem Verfassungsschutz.

    • 20. Februar 2012 um 21:51 Uhr
    • N. Neumann
  229. 233.

    Zwangsneurose

    Ich war in der Mafia und ich hatte auch mal unliebsam mit den Bozkurts zu tun.

    Beide waren es definitiv nicht. Die Erklärung kommt in meinen zweiten Buch in Dezember.

    Eigentlich haben Sie den richtige Fährte aufgenommen.

    Wenn Sie den tiefen türkischen Staat, mit den tiefen deutschen Staat ersetzen, liegen Sie richtig.

    • 20. Februar 2012 um 21:57 Uhr
    • cem.gülay
  230. 234.

    Neumann,

    Das ist zwar eine originelle Versagensdefinition, aber auch leicht bescheuert.

    Schön, dass Du’s jetzt auch kapiert hast.

    Und ja, es ist schlicht Behördenalltag, dass man Leute die eine Haftstrafe nicht antreten, sucht und gelegentlich nicht findet, insbesondere wenn man sie für kleine Fische hält.

    • 20. Februar 2012 um 22:09 Uhr
    • Saki
  231. 235.

    Und ja, es ist schlicht Behördenalltag, dass man Leute die eine Haftstrafe nicht antreten, sucht und gelegentlich nicht findet, insbesondere wenn man sie für kleine Fische hält.

    @ Saki

    Genau. Und was sollten daran schon 1,4 Kilo TNT groß ändern, wegen derselben Menge Cannabis macht man dann doch auch keinen größeren Aufstand.

    • 20. Februar 2012 um 22:23 Uhr
    • N. Neumann
  232. 236.

    Ein jahrelanges unentdecktes Morden und Rauben einer “NSU-Terrorgruppe” ist deswegen so unwahrscheinlich, daß man diese Variante eigentlich ausschließen kann. – Supi!

    • 20. Februar 2012 um 22:25 Uhr
    • Publicola
  233. 237.

    Neumann,

    um die Sache mit dem Sprengstoff zu klären, bei Wikipedia liest man folgendes:

    Als die Polizei am Samstag, dem 24. Januar 1998, in Jena sieben Wohnungen und Garagen mutmaßlicher Rechtsextremisten im Zuge einer Razzia durchsuchte, konnte man in einer von Beate Zschäpe angemieteten Garage im Stadtteil Burgau eine Bombenwerkstatt ausheben. Es wurden fünf funktionsfähige Rohrbomben ohne Zünder mit insgesamt 1,4 Kilogramm TNT sichergestellt. Noch bevor ein Haftbefehl vorlag, tauchten die drei Personen unter.[28] Erst am Montag, dem 26. Januar 1998, erließ die Staatsanwaltschaft Gera Haftbefehle gegen das Trio.

    Wobei Wikipaedia mindestens insofern ungenau ist, als die Staatsanwaltschaft keine Haftbefehle erlässt, das tun nur Richter, sondern beantragt. (Mich soll der Teufel holen, wenn der Umstand, dass gerade Wochenende war, keine Rolle gespielt hat). Das ist aber auch eher unwichtig, schließlich kann die Polizei auch ohne Haftbefehl verhaften. Ich vermute eher, dass Zschäpe bei der Razzia gar nicht anwesend war und es gar keine konkrete Möglichkeit zu einem Zugriff gab.

    Vor dieser Razzia gab es gemäß Wikipedia keine Hinweise, die den Schluß nahegelegt hätten, dass es sich um mehr als kleine Fische handelt.

    • 21. Februar 2012 um 15:36 Uhr
    • Saki
  234. 238.

    nochmal Neumann,

    im gleichen Wikipediaartikel findet sich auch die Geschichte mit der nicht angetretenen Haftstrafe:

    Am 14. April 1996 hängte Böhnhardt einen Puppentorso mit gelben Judensternen an einer über die Bundesautobahn 4 führenden Brücke bei Jena auf und deponierte zusätzlich eine Bombenattrappe.[16][17][18][19] Dafür und wegen Volksverhetzung wurde er 1997 nach Jugendstrafrecht verurteilt, hat die Strafe jedoch nicht angetreten.

    Also vor dem TNT und eine andere Person. Und nein, so im Rahmen der Gesamtdeutschen Jugendstrafrechtspraxis, denke ich nicht, dass Böhnhardt mit übermäßiger Milde behandelt wurde. Es überrascht eher, dass nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde.

    • 21. Februar 2012 um 17:11 Uhr
    • Saki
  235. 239.

    @marriex:
    „@ Treffender Nick“

    Sagten Sie schon mal.

    „Dass nicht der Mossad, MIT und die CIA dahinterstecken, behaupte ich jetzt schon mal.“

    Nicht behaupten. Belegen.

  236. 240.

    Ich war in der Mafia und ich hatte auch mal unliebsam mit den Bozkurts zu tun.

    @Cem Gülay:
    „Beide waren es definitiv nicht. Die Erklärung kommt in meinen zweiten Buch in Dezember.“

    Wäre schon, wenn schon vorher einige Belege dafür kommen könnten. Meine Bitte um die Übersetzung des inkriminierten Artikels in der „Zaman“ wegen des Berichtes an das BKA bleibt.

    „Eigentlich haben Sie den richtige Fährte aufgenommen.

    Wenn Sie den tiefen türkischen Staat, mit den tiefen deutschen Staat ersetzen, liegen Sie richtig.“

    Warum sollten die jahrelange Ermittlungen hinsichtlich der Morde an türkischen und griechischen Kleingewerbetreibenden aus dem Drogenmilieur bzw. dem Schutzgeldgeschäft auf einmal alle falsch sein? Der Mord an der Polizistin in Heilbronn 2007 spielt ohnehin in einer anderen Liga.

  237. 241.

    Zwangsneurose

    Ich werde mich zu dem Fall(Döner-Morde) im Dez äußern.

    • 22. Februar 2012 um 00:47 Uhr
    • cem.gülay
  238. 242.

    224 Saki:
    „ich empfahl Ihnen nur, selbiges zu tun.“

    Hier zu den Ermittlungen der sog. „NSU-Terrorgruppe“ ein paar interessante Denkanstöße:

    http://machtelite.wordpress.com/2011/11/21/der-suizid-von-bohnhardt-und-mundloswas-geschah-am-4-11-in-eisenach/

  239. 243.

    240 Zwangsreunose: Zur Präzisierung

    “Warum sollten die jahrelange Ermittlungen hinsichtlich der Morde an türkischen und griechischen Kleingewerbetreibenden aus dem Drogenmilieur bzw. dem Schutzgeldgeschäft auf einmal alle falsch sein?”

    @ Cem Gülay:
    “Eigentlich haben Sie den richtige Fährte aufgenommen.

    Wenn Sie den tiefen türkischen Staat, mit den tiefen deutschen Staat ersetzen, liegen Sie richtig.”

    Beide Auffassungen müssen sich nicht ausschließen. So viel scheint festzustehen, daß es bei den Dönermorden mehrere Täter gab. Der unterschiedliche Stil bei den Morden (in einigen Fällen wurde durch eine Plastiktüte geschossen, in anderen gab es am Tatort Patronenhülsen, und einige Opfer wurden nicht nur durch eine Waffe, die bewußte Ceska, sondern auch durch eine zweite Waffe mit Kaliber 6,35 getötet) deutet darauf hin.

    Wenn Sie also mit dem “tiefen deutschen Staat” solche Verbindungen wie die zum “Kleinen Adolf”, also den hessischen Verfassungsschutzbeamten Andreas Temme, meinen, könnten Sie ebenfalls richtig liegen:

    http://www.fr-online.de/rhein-main/neonazi-terror-neues-vom—kleinen-adolf-,1472796,11207476.html

    “Demnach beobachtete der frühere V-Mann-Führer Andreas T. aus Hofgeismar nicht nur die islamistische Szene, sondern leitete auch zwei V-Leute in der Neonazi-Szene. Einer der beiden hatte vor seiner Anwerbung mehrmals an Treffen rechtsextremer Gruppen in Thüringen teilgenommen. … Die “Bild”-Zeitung hatte vor wenigen Tagen berichtet, der 2006 suspendierte Verfassungsschutzbeamte habe einen V-Mann beim rechtsextremen “Thüringer Heimatschutz” geführt. Dies hatte die Landesbehörde jedoch dementiert. Dies war die erste Äußerung des Amtes zu den seit Tagen kursierenden Mutmaßungen über den Ex-Mitarbeiter.

    Der Verfassungsschützer war im April 2006 in einem Internetcafé in Kassel gewesen, kurz bevor dort die tödlichen Schüsse auf den türkischstämmigen Betreiber fielen. Es war die letzte Bluttat in der Serie von Morden an Türken und Griechen von 2000 bis 2006, die mutmaßlich von der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle verübt worden sind. Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte damals ermittelt, den Verfassungsschützer aber von einer möglichen Verwicklung in den Mord entlastet.

    Medienberichte, nach denen der Beamte an mehreren Tatorten der Mordserie gewesen sein soll, hatte Innenminister Boris Rhein (CDU) nach einer Sitzung der PKV zurückgewiesen. Der Verfassungsschützer, der auch als “Kleiner Adolf” bekannt wurde, musste den Verfassungsschutz 2007 verlassen und ist jetzt beim Regierungspräsidium in Kassel tätig.”

    Auf Andreas Temme wird in der Analyse der Hintergründe auf machtelite.wordpress.com ebenfalls eingegangen.

    hxxp://machtelite.wordpress.com/2011/11/21/der-suizid-von-bohnhardt-und-mundloswas-geschah-am-4-11-in-eisenach/

    Dort ist auch das Protokoll der 58. Nichtöffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Dt. Bundestages zur Unterrichtung der Bundesregierung zur aktuellen Berichterstattung und zum Ermittlungsstand in Sachen Rechtsterrorismus verlinkt. Ab der S. 25 wird dort die Person Andreas Temme besprochen.

    Generell: Ziel dieser ganzen Übung, die ich hier veranstalte, ist die Widerlegung der hirntoten Kampagne in den Medien, die uns weismachen will, hier sei eine rechtsextreme Terrorgruppe NSU am Werke, die aus reiner Ausländerfeindlichkeit und Bösartigkeit kreuz und quer durch die Lande zieht und wahllos türkische sowie griechische Kleingewerbetreibende meuchelt, weil Deutsche und besonders Ossis eben Nazis und als solche böse sind, ebenso wie Türken im Land Opfer dieser bösen Nazis. Das sollte aus all den Fakten, die ich hier gepostet habe, ungeachtet des Vorbehaltes bis zum Abschluß der Ermittlungen, eindeutig hervorgehen.

    Ich denke, die jüngsten Ausführungen des Generalbundesanwaltes in der SZ, daß schon im Herbst diesen Jahres (!) mit einer Anklage gegen Zschäpe und die anderen Mitangeklagten zu rechnen ist, deuten darauf hin, daß man die Blamage des Zusammenbruchs der Beweisführung noch so lange wie möglich hinausschieben will. Die Ermittlungen so sang- und klanglos einschlafen zu lassen wie im Fall des guten Mannichl in Passau dürfte dieses Mal nicht so einfach sein.

  240. 244.

    Zwangsneurose,

    ein paar interessante Denkanstöße…

    Sie sollten sowas in Zukunft unbedingt meiden. Bei Ihnen führen Denkanstöße zu nichts Gutem.

    • 22. Februar 2012 um 11:27 Uhr
    • Saki
  241. 245.

    @ petra ludwi. Ekelhaft und abstoßend wie sich bei allen Kommentaren immer wieder solche Unmenschen zu Wort melden. Aber auch diese “ Menschen der Erde “ werden es begreifen wie es ist ausgegrenzt zu werden. Der Trick besteht nur darin es zu erkennen und besser zu machen. Aber wenn sie von Ausländern ausgegrenzt werden entwickeln sie nur mehr Hass . Schade ! Wulff’s Aussage hatte mir, der in der vierten Generation hier lebendem “ Ausländer “ gezeigt, dass es einen Wechsel im Bewusstsein der Menschen in diesem Land gibt. Schade ! Ich habe drei kleine Jungs und werde alles dafür geben, dass sie die beste schulische Ausbildung bekommen, alles !! Dann werde ich ihnen Raten dieses Land zu verlassen und zu ihrem gleichen zu gehen. So machen das alle die ich kenne. Schade! Aber ist halt so! Natürlich denkt der Nazi – warum haut der nicht gleich ab oder ähnlich . Aber diese Entwicklung kann NUR gestoppt werden wenn sie alle Ausländer ( deutschtürken ) rausschmeißen oder etwas von Wulff übernehmen( nur seine Aussage nicht seine Affäre ) Option a. Ist glaube ich solange es keinen Weltkrieg gibt ausgeschlossen. Also tut euch selber einen gefallen . Schluss mit dem Hass!

    • 23. Februar 2012 um 09:51 Uhr
    • Ali
  242. 246.

    Auch hier im Forum setzt sich die jämmerliche Haltung der Rechten fort.
    So wie nach 1945 alle dagegen waren oder zumindest nichts gewusst haben, so winselt diese Brut auch heute wieder.
    „Es ist ja nicht bewiesen dass es eine Mordserie war“, „Helmut Kohl konnte nicht an der Trauerfeier teilnehmen, weil auch in Sonlingen nicht klar war, dass es Mord war“ etctecetc…
    Ich weiss nicht, was ich widerlicher finde, die Feigheit der rechten Herrenmenschen oder ihre Hirnlosigkeit.
    Eines aber zeigt sich auch hier im Forum: Rechtsradikalismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.

  243. Kommentare sind geschlossen.