Es geht auch ohne Fernsehen
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Netzfilm

Obama lädt YouTube-Stars ins Weiße Haus

Von 7. März 2014 um 11:08 Uhr
Obama mit YouTube-.Stars (© The White House)

Obama mit YouTube-.Stars (© The White House)

Bundeskanzlerin Angela Merkel tut sich bekanntlich schwer mit den neuen Medien. Ihre bis dato zwei Versuche auf YouTube und Google Hangout waren vielleicht gut gemeint, aber viel mehr auch nicht.

US-Präsident Barack Obama ist da schon weiter. Schon mehrfach hat er Google Hangouts für Aktionen genutzt, er stellte schon vor Jahren regelmäßig seine Fireside Chats auf YouTube, trat in bekannten Talkshows auf und hat natürlich eine ganze Reihe von Memes inspiriert.

Nun hat sich Obama netzprominente Hilfe ins Weiße Haus geholt. Ende Februar besuchten erstmals eine Gruppe bekannter amerikanischer YouTuber den Präsidenten. Eine Stunde lang diskutierten unter anderem Hannah Hart, die Fine Brothers und die Macher von Epic Rap Battles in History über die Gesundheitsreform.

Das klingt nach einem Publicity-Stunt und ist sicherlich keine schlechte Idee, um die Webvideo-Szene zu umgarnen. Vor allem natürlich, um indirekt Werbung für die durchaus umstrittenen und mühsam laufende “Obamacare” zu machen.

Doch gleichzeitig wissen Obama und seine Berater um den Einfluss, den die großen US-YouTuber inzwischen haben. Mit mehreren Millionen Abonnenten erreichen ihre Videos inzwischen ein Publikum, von dem viele traditionelle Fernsehsender nur träumen können.

Deshalb möchte Obama es nicht bei einem Treffen belassen. Regelmäßig sollen bekannte Namen der Webvideo-Szene als eine Art “Braintrust” ins Weiße Haus kommen und darüber diskutieren, wie die Politik die jungen Zuschauer auf Kanälen wie YouTube bessere erreichen kann.

Und in Deutschland? Da scheint es doch eher unwahrscheinlich, dass in absehbarer Zukunft Die Lochis, Gronkh oder Daaruum zu Angela Merkel ins Kanzleramt kommen. Schade eigentlich. Aber nicht wirklich überraschend.

(via)

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Vine: Die kurzen Clips werden erwachsen

Von 5. März 2014 um 10:14 Uhr

Vine_Artists

Als Twitter im Januar des vergangenen Jahres den Kurzvideodienst Vine vorstellte, durfte man schon etwas skeptisch sein: Sechs Sekunden lange Videos? Taugt das nicht nur für Quatsch, Bewegtbilder von Mahlzeiten oder, nun ja, Pornos? Inzwischen sind wir schlauer: Mit Vine hat Twitter nicht nur eine nette Spielerei angestoßen. Der Dienst ist inzwischen ein eigenes soziales Netzwerk. Die kurzen Clips locken immer mehr kreative Filmemacher an.

Als eine der ersten traditionellen Institutionen hat das Tribeca Filmfestival das Potenzial erkannt. Der #6secfilms Wettbewerb kürte nur drei Monate nach der Veröffentlichung der App die besten Vines. Auch in diesem Jahr können Vine-Nutzer noch bis Ende März ihre Werke mit dem entsprechenden Hashtag auf Twitter einreichen. Die Gewinner werden am 15. April im Rahmen des Festivals in New York bekanntgegeben.

Einschränkung macht kreativ

Der Erfolg von Vine liegt in der Beschränkung der Videos, die gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal ist: Weiterhin dürfen die Videos nur maximal sechs Sekunden lang sein. Die Möglichkeit, die sechs Sekunden nicht am Stück, sondern per Knopfdruck nacheinander aufzunehmen, ersetzt dabei den mühsamen Schnitt. Somit lassen sich auch in sechs Sekunden kurze Geschichten erzählen. Die enge Anbindung an Twitter sorgt anschließend für die entsprechende Verbreitung, auch wenn Vine seit Ende des vergangenen Jahres stärker auf eigene Profilseiten setzt und ein eigenes Netzwerk bildet.

Im August zählte Vine nach eigenen Angaben 40 Millionen registrierte Nutzer. Inzwischen dürften es durch die Android- und Windows-Phone-Versionen noch einmal mehr sein. Doch der Social-Video-Markt ist umkämpft. Facebooks Instagram führte vergangenen Sommer ebenfalls eine Kurzvideofunktion ein, woraufhin die Zahl der Vines auf Twitter zurückging. Dazu kommen Dienste wie Snapchat, die inzwischen immer größere Teile des mobilen Videomarktes dominieren.

Doch wo Snapchat private Kurzvideos zwischen vertrauten Personen ermöglicht und Instagram größtenteils von alltäglichen Schnappschüssen lebt, gibt es auf Vine inzwischen eine Diversifizierung der Inhalte. Wie auch auf YouTube haben die kreativen Köpfe erkannt, dass sie mit den kurzen Videos eigene Marken aufbauen können. Die folgende Auswahl bekannter Vine-Nutzer zeigt, wie vielfältig die kurzen Clips inzwischen genutzt werden.

Der Trickser

Zach King ist eigentlich unter dem Namen Final Cut King im Netz unterwegs. Er verdient sein Geld mit Spezialeffekten. Auch für seine Vines greift King gerne in die Trickkiste: Mit optischen Illusionen und einfachen Kameratricks hat er bis in die Talkshow von Ellen DeGeneres geschafft.

(den Ton bitte im jeweiligen Vine aktivieren)

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“Skunk Bear” bringt uns das Popcorn nah

Von 4. März 2014 um 10:44 Uhr

Ein Skunk Bear ist kein genetisches Experiment, sondern einer von vielen englischen Namen für den Vielfraß. Es ist außerdem der Titel eines wirklich sehenswerten Tumblrs des amerikanischen National Public Radio (NPR). Skunk Bear gibt es seit Beginn des Jahres und enthält eine Menge kurioser und interessanter Fakten aus der Wissenschaft und dem Tierreich. Und das Beste: Es gibt sogar Videos. In dem neusten Clip zeigen sie Popcorn mal von einer ungewohnten Seite: Nämlich stark vergrößert und genau im Moment des “Popp”.

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Philip Seymour Hoffman: Ein filmisches Tribut

Von um 07:31 Uhr

Wie kann man einen großen Schauspieler nach dessen Tod besser huldigen als seine Arbeit für sich sprechen zu lassen? Genau das fragt sich der Vimeo-Nutzer und Filmemacher Caleb Slain. Er hat 47 Filme des kürzlich verstorbenen Philip Seymour Hoffman für dieses Tribut zusammengeschnitten.

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Die Oscar-Nominierungen 2014 (mit Kindern)

Von 26. Februar 2014 um 16:13 Uhr

Am Sonntag den 2. März ist es wieder soweit: Die Oscars werden verliehen. American Hustle, Gravity (je zehn Nomierungen) und 12 Years a Slave (neun) gehen als Favoriten ins Rennen. Alle Nomierungen gibt es auf Wikipedia. Die Macher von CineFix, deren YouTube-Kanal sich immer lohnt, haben sich passend zum Anlass etwas ausgedacht. Sie haben einfach ein paar Kinder die größten Blockbuster des vergangenen Jahres nachspielen lassen.

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Amazon startet Prime Instant Video

Von 21. Februar 2014 um 18:33 Uhr

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Es tut sich was im Video-on-Demand-Geschäft in Deutschland. Kamen vor kurzem die ersten Gerüchte auf, dass der US-Branchenfrüher Netflix noch in diesem Jahr nach Deutschland expandiert, positioniert sich nun auch Amazon neu. Das Videoportal Lovefilm soll künftig enger mit Amazon Prime, dem Premium-Lieferdienst von Amazon, verzahnt sein.

Kunden mit der Prime-Mitgliedschaft von Amazon werden künftig für 49 Euro im Jahr unbegrenzt auf eine Auswahl von aktuell über 12.000 Filmen und Serien zugreifen können. Damit wird sich allerdings der Preis der Prime-Mitgliedschaft von bisher 29 Euro pro Jahr um 20 Euro erhöhen. Bisherige Kunden können das neue Angebot zunächst ohne Aufpreis nutzen, die Kosten werden aber mit der Erneuerung der Mitgliedschaft entsprechend angehoben.

Im Vergleich zum bisherigen Preis von mindestens 6,99 Euro im Monat für Lovefilm und anderen Anbietern wie Maxdome und Watchever sind die 49 Euro pro Jahr von Instant Prime Video deutlich günstiger. Im Schnitt liegen die monatlichen Beiträge der anderen Anbieter bei circa zehn Euro. Die Inhalte sollen auf verschiedenen Geräten laufen, offline allerdings vorerst nur auf Amazons eigenem Kindle Fire.

Lockangebot für Unentschlossene

Dennoch setzt Amazon damit ein Zeichen in einem zunehmend umkämpften VoD-Markt. Die Idee des Lockangebots ist plausibel. Noch können sich die Anbieter nur bedingt mit exklusiven Inhalten voneinander absetzen. Ein geringerer Einstiegspreis könnte mehr Menschen für das Streaming-Angebot begeistern – die dann natürlich auch gleichzeitig die anderen Vorteile der Prime-Mitgliedschaft in Anspruch nehmen und dem Unternehmen weitere Einnahmen garantieren.

Gleichzeitig verdichten sich auch die Anzeichen auf eine eigene Settop-Box von Amazon. Der Konzern arbeite auf einen Marktstart im März hin, berichtete das Technikblog Re/code. Sie werde wie auch die Kindle-Tablets mit einer abgenabelten Version des Google-Betriebssystems Android laufen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

(mit dpa)

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“Frag ein Klischee” räumt mit Vorurteilen auf

Von 12. Februar 2014 um 17:50 Uhr

Ist Polyamorie nichts anderes als Swingersex? Gibt es bei lesbischen Paaren nicht immer eine, die den “Mann spielt”? Und ist bei Kleinwüchsigen denn wirklich alles so klein? Diese und andere Fragen hören Lesben, Kleinwüchsige oder eben polyamore Menschen häufig. Es sind schließlich Klischees, die weit verbreitet sind. Doch was antworten die Menschen darauf eigentlich?

Genau das möchte die neue Interview-Serie Frag ein Klischee des YouTube-Kanals hyperboleTV herausfinden. In kurzen Segmenten dürfen Menschen zu Wort kommen und ihre eigene Position erklären, ganz ungezwungen und nicht selten ein wenig augenzwinkernd. Die Fragen können die Zuschauer auf YouTube direkt einreichen.

Hinter hyperbole steckt das Forschungsprojekt Grundversorgung 2.0 der Leuphana Universtität Lüneburg. Das hatte vor der Bundestagswahl vergangenen Herbst auch das Projekt Eine Stimme ins Leben gerufen. Alle alten und kommenden Folgen von Frag ein Klischee gibt es hier.

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Fan-Film: “Our Robocop Remake”

Von 10. Februar 2014 um 14:10 Uhr

Hollywood ist eine Remake- und Sequel-Maschine. Zwischen Iron Man 3, The Hangover 5 und Fast & Furios 23 scheint kaum noch Platz für kreative Filmideen. Auch der Sci-Fi-Film Robocop bekommt in diesen Tagen eine Neuauflage spendiert. Das heißt, genaugenommen sind es sogar zwei. Eine davon läuft gerade in den Kinos an. Die andere dagegen erscheint nur im Netz – und könnte nicht unterschiedlicher sein.

50 Filmemacher aus Los Angeles und New York haben sich für Our Robocop Remake zusammengesetzt. Mit Unterstützung der Crowd haben sie den Klassiker aus dem Jahr 1987 noch einmal verfilmt. Nicht Einstellung für Einstellung, aber mit allen Szenen und Dialogen, die bisweilen aber etwas ironisch angepasst wurden. Denn schließlich soll es ja darum gehen, den Remake-Wahnsinn bloßzustellen.

Trotzdem ist Our Robocop Remake ein ziemlicher Spaß. Es erinnert an ein etwas älteres, großes Crowdsourcing-Filmprojekt: Für Star Wars Uncut steuerten hunderte Fans kurze Szenen bei. Vorgaben bei der Umsetzung gab es nicht. Auch bei Our Robocop Remake treffen deshalb die unterschiedlichsten Filmstile aufeinander: Animation und Puppenspiel, Computergrafik und klassische Live-Action sorgen für ein ziemlich buntes und überdrehtes Filmerlebnis. Und sind wir ehrlich: Viel trashiger kann auch der neue Robocop im Kino nicht sein.

(via)

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