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Kalifat und Angstlust

 

Ist Saudi-Arabien das nächste Ziel der Terroristen des Islamischen Staates? Oder Jordanien? Oder Israel? Der Libanon vielleicht? Oder doch zuerst die USA?

Wenn man sich durch die aktuellen Schlagzeilen großer, internationaler Medien zu den Vorgängen im Irak und in Syrien wühlt, könnte man denken, es sei nur noch eine Frage von Tagen, bis irgendwo außerhalb des Iraks ein gigantischer Anschlag stattfindet. Oder bis die Dschihadisten des Islamischen Staates, frisch befeuert durch ihre Ausrufung eines Kalifats, vor Mekka und Medina auftauchen. Weit weniger Augenmerk scheint darauf gelegt zu werden, was diese Terroristen derzeit tatsächlich tun: irakische Zivilisten und Soldaten ermorden.

Dabei kann ich ja verstehen, dass die Frage gestellt wird, was der Islamische Staat (IS) als nächstes vorhat, nicht nur im Irak, sondern in der Region und darüber hinaus. Diese Frage ist gerechtfertigt, denn die Vorläuferorganisationen des IS haben stets eine internationale Agenda verfolgt, zum Beispiel mit Bombenanschlägen in Jordanien vor fast zehn Jahren und Plänen für Anschläge in Europa schon in den neunziger Jahren.

Aber Szenarien auszumalen ist nicht Dasselbe wie Fragen aufzuwerfen und Antworten zu suchen. Ich will nicht zynisch klingen, aber einige Berichte schmecken fast nach Angstlust. Warum noch nach Informationen suchen, wenn irgendwie alles denkbar ist?

Der US-Sender NBC zum Beispiel hat ungenannte Experten gefunden, die der Meinung sind, dass der IS eine “extrem große” Gefahr für US-Interessen darstelle. Vermutlich stammen die Quellen aus den Sicherheitsbehörden. Solche Behörden warnen immer, denn sie wollen niemals die sein, die am Ende nicht gewarnt haben. In dem Report wird dann alles zusammengeworfen: Die Möglichkeit, dass IS-Kämpfer den internationalen Flughafen von Bagdad attackieren könnten; die Möglichkeit, dass der IS US-Botschaften in der Region angreifen könnte; die Möglichkeit, dass es einen IS-Anschlag in den USA geben könnte. Tatsächlich sind das drei Szenarien, zwischen denen Größenordnungen von Wahrscheinlichkeiten liegen. Und gar nicht gestellt wird die Frage, ob US-Ziele derzeit für IS wirklich Priorität haben.

Die ehemals renommierte Londoner Times schreibt derweil, dass Al-Kaidas Filiale in Nordafrika (Aqmi) dem IS Unterstützung zugesagt habe und die Al-Kaida-Filiale auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) ihre besten Grüße sende. Beides ist irreführend. Es gibt einen Prediger aus dem Aqap-Umfeld, der sich lobend über den IS geäußert hat, aber er betonte zugleich, dass er überhaupt niemanden repräsentiere. Und gegrüßt hat eine unbedeutende Aqmi-Unteruntergruppe. Das war es auch schon. Die Times zitiert aber zusätzlich schon mal “Experten”, die prophezeien, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Schabaab-Milizen in Somalia und Boko Haram in Nigeria nachzögen.Womit nachziehen? So entsteht vor dem geistigen Auge der Leser das Gemälde einer Terror-Internationale, das in der Wirklichkeit kein Pendant hat. Sicher: Wer kann schon ausschließen, dass es so kommt? Natürlich niemand. Aber ich kaufe doch keine Zeitung, um zu erfahren, was so alles denkbar ist in dieser Welt.

Denn denkbar ist immer viel. Natürlich auch, dass Aqap seine besten Bombenbauer nach Syrien schickt. Und wenn ich bei der CIA arbeiten würde, wäre es womöglich tatsächlich Teil meines Jobs, mir das vorzustellen. Vielleicht sogar, dass am Ende einer solchen möglichen Kooperation ein Anschlag auf einen US-Jet stehen könnte. Das nennt man dann ein Szenario. Keine Nachricht. Aber im Moment werden aus Szenarien schnell vermeintliche Nachrichten, zum Beispiel im Telegraph, in dem die entsprechende Schlagzeile heißt: “Das Weiße Haus befürchtet, Al-Kaida-Ableger könnte Anschlag auf Flugzeug auf dem Weg in die USA planen”. Etwas genauer ist der Ursprungsbericht von ABC. Aus dem geht wenigstens hervor, dass es irgendwelche Geheimdienstinformationen gibt, auf denen das Szenario basiert. Aber welche das sind, wie zuverlässig und wie aktuell, erfahren wir nicht. Weil auch ABC es nicht weiß. Aber spüre ich irgendwo in dem Beitrag einen Hauch von Misstrauen gegenüber solchen angeblichen Geheimdienstinformationen? Nein.

Noch eine Schlagzeile aus dem Telegraph muss ich hier wiedergeben. “Hat der Islamische Staat Scud-Raketen?”, fragt das Blatt bang. Der Grund ist, dass der IS auf einer Militärparade eine solche erbeutete Rakete vorgeführt hat. Im Text selbst gibt der Telegraph dann Entwarnung und zitiert den Experten-Blogger Eliot Higgins mit dessen einschlägigem Tweet: “Die einzige Gefahr, die von dieser Scud-Rakete ausgeht, besteht darin, dass der IS aus Versehen einen Fußgänger überfährt, während er sie präsentiert.” Higgins ist sich mit anderen Experten einig, dass die Scud-Rakete nicht einsatzfähig ist. Hier haben wir es also mit dem sozusagen umgekehrten Fall zu tun: Es wird eine Frage gestellt, obwohl die Antwort bekannt ist. Aber warum? Weil die Frage so viel dramatischer als die Antwort ist? Weil es ohne die Frage eine Nicht-Meldung wäre? 

Wie gesagt: Als gäbe es nicht genug zu berichten über die aktuellen Untaten des Islamischen Staates.

Trotzdem bin ich nicht der Ansicht, dass es falsch ist, sich mit Szenarien auseinanderzusetzen oder Spekulationen darüber anzustellen, was der IS als nächstes vorhat. Nur bevorzuge ich es, wenn es eine Faktengrundlage gibt, von der man ausgeht. Also zum Beispiel: Die Vorgeschichte, der track record, dieser Gruppe. Oder die Reden ihrer wichtigsten Kader, die natürlich immer noch Propaganda sein können, aber wenigstens den Vorteil haben, dass sie sich ja auch an die eigenen Anhänger und Kämpfer richten und deswegen durchaus etwas über Ideologie und Strategie verraten.

Aber vor allem gehört es dazu, immer wieder ehrlich zuzugeben, was wir alles nicht wissen. Und im Falle des IS ist das sehr viel. Im Vergleich zum IS war Al-Kaida ein offenes Buch. Im Falle von Al-Kaida war es über die Jahre jedem Interessierten möglich, sich auch unabhängig von Sicherheitsbehörden ein Bild von der Organisation und ihrem Führungspersonal zu machen. Es gab zahlreiche Bücher, die diese verfasst haben; Reden, die sie gehalten haben; glaubwürdige Berichte von Aussteigern, die sie gut kannten; Videos, in denen man sie agieren sehen konnte. Im Falle der aktuellen IS-Führung gibt es all das nicht. Und ich bin sicher, dass die Geheimdienste dieser Welt das Problem ebenfalls haben.

Der Islamische Staat ist eine monströse Terrorgruppe. Ich selbst würde kaum ein Schreckensszenario kategorisch ausschließen. Aber gerade bei Fragen, die für solche Szenarien bedeutsam sind, wie etwa die, ob Al-Kaidas Filialen sich nun tatsächlich oder eben doch nicht oder nur teilweise dem IS unterstellen, kommt es auf kleinteilige Informationssuche an, nicht auf den großen Pinselstrich.

10 Kommentare

  1.   tnie

    danke.

    Leider ist es sehr nötig, mal auf den Unterschied zwischen Information und Spekulation hinzuweisen und den Finger in die Wunde zu legen, dass ein Großteil der Medienlandschaft sehr bereitwillig bei der Panikmache mitspielt, weil damit einfach Geld zu verdienen ist.
    Und wer profitiert am Ende von der geschürten Panik? “Sicherheits”politiker, die ihre Rechtfertigung für die Abschaffung der Privatsphäre sehen – und Terrornetzwerke, die nur halb so viel Blut vergießen müssen, um die selbe Angst zu verursachen..


  2. Es klingt ein bisschen so als ob alles halb so wild ist wenn Islamisten nur vor Ort wüten, da das große Szenario fehlt. Aber die fast täglichen Massaker sind doch unfasslich und man fragt sich warum die internationale Gemeinschaft und die Staaten das nicht viel stärker auf die Agenda setzen. Was hier wütet ist ein Wahnsinn der mit dem der Nazis durchaus zu vergleichen ist.
    Dass die Geheimdienste die Gefahr für den Westen übertreiben bedeutet ja nicht dass die Tragödie selbst eher unbedeutend ist. Es geht auch nicht um Haarspaltereien wer was gesagt hat oder im Schilde führt.
    Es müsste ein viel stärkere Debatte unter Einbeziehung der offiziellen Vertreter des Islam statt finden, um diesem Missbrauch religiöser Ideologie für endlose Schlächtereien den geistigen Boden zu entziehen.

  3.   Puc

    ein erheblicher Teil des Führungspersonals des IS stammt aus den Gefängnissen Assads. Er entliess dieses mit Beginn des Aufstandes gegen seine Clanherrschaft 2011, wohlwissend, was dann passieren wird.

    Vor kurzem ist die stille Zusammenarbeit zwischen dem Assad-Clan und IS zerbrochen, denn die Offensive im Irak hat tausende Irakische Schiiten, die auf seiten des maroden Assadregimes kämpfen in den Irak zurückgezwungen.

    Der IS ist in Folge eines der Hauptargumente für das Wüten Assads geworden.
    Es gibt viele Quellen zur IS, in der Gesamtschau ergibt sich neben o.g. Folgendes:

    In den Reihen der IS befinden sich viele Kämpfer, die nicht aus arabischen Ländern stammen, die ein buntes rel. weltläufiges Konglomerat bilden und einerseits durchgeknallt, andererseits teilvertraut sind mit westlichen Kulturen. Dieses Konglomerat beinhaltet ein gewisses Gefährdungspotential, das über die Levante und den Irak hinausgeht.

    Andererseits kämpfen im Irak mit dem IS mindestens genauso viele irakische Baathisten bzw. Naqbiten, die mittel- und langfristig mit einem Kalifat, welcher Gestaltung auch immer, in ihrem Einflussbereich nichts zu tun haben wollen.

    IS hat in den letzten zwei Jahren weit vorrangig die syrischen Aufständischen angegriffen und sämtliche syrischen Aufständischen haben sich Anfang 2014 gegen Assad und IS zu einer gemeinsamen Front zusammengeschlossen.

    Um die Entwicklung von IS einschätzen zu können sollte bekannt sein: Das Aufbrechen der alten kolonialen Grenzen ist irreversibel – wer das anders sieht, sollte sich umfassend informieren. Es wird vier neue Staatengebilde in ME geben: Kurdistan (irakischer + syrischer Teil)/sunnitisches Quadrat (Damaskus-Aleppo-Mosul-Baghdad) und einen schiitischen Teil (südlicher Irak in Anlehnung an den Iran), einen alawitischer Rumpfstaat am Mittelmeer (unter finanzieller und militärischer Protektion durch Russland).

    Beteiligt bei diesen Neugründungen sind:
    a) Diktator Assad & sein Busenfreund Putin, da gibt es für den Westen nicht viel zu holen, bzw. steht Assad in der historischen Linie von Hitler, Stalin und Pol Pot. Solange die Alawiten nicht erkennen, dass die Zukunft im Westen liegt, wird dort eine Diktatur herrschen.
    b) Der Iran, im schiitischen Teil des Irak – das Mullahregime wird damit viel Mühe haben, aber langfristig ev. einen Staatenbund mit dem (erdölreichen) südlichen Irak eingehen.
    c) Kurdistan: die Kurden wissen genau was sie wollen. Sie wollen einen eigenen (demokratischen) Staat, sie haben Jahrzehnte beste Aufstands- und Selbstorganisationserfahrung. Mit ihnen zusammenzuarbeiten wird vergleichbar leicht sein, solange die Türkei integriert werden kann. Die Kurden des Irak aber auch Syriens und z.T. auch der Türkei haben beste Verbindungen in die ganze Welt (USA, Russland, Israel, Deutschland etc.)
    d) Das sunnitische Quadrat ist eher das große Fragezeichen. Hier wird es einen Machtkampf zwischen gemäßigten Sunniten und dem IS geben (s.o.). Ein sunnitischer Gottesstaat neben einem schiitischen wird eine dauerhaft unruhige Grenze ergeben und die Konflikte/Kriege in der Region weiter befeuern. Der Abnutzungskrieg der schiitischen Hezb Allah auf Seiten Assads, wird den Libanon voraussichtlich ebenfalls dem sunnitischen Quadrat zuordnen.

    Es besteht darüberhinaus leider auch noch die apokalyptische Möglichkeit, dass sich der in Gang gesetzte Religionskrieg zwischen Schiiten und Sunniten flächenbrandartig ausbreitet. Weitere betroffene Staatengebiete könnten sein: Kuwait, Jemen (dort eskalieren die Stammeskämpfe zwischen Schiiten und Sunniten bereits), Iran, Afghanistan, Saudi-Arabien, Pakistan, Indien. Dieser Flächenbrand sollte nicht vor der umfangreichen Etablierung des Fracking in Gang kommen, sonst wird er Auswirkungen auf den Westen haben.

    In der heutigen Zeit laufen die Entwicklungen um ein Vielfaches schneller ab als vor 500 Jahren, aber Religionskriege sind bekanntlich ein schlecht löschbarer Abbrand – darauf wird man sich (bei allem damit verbundenen unermesslichen menschlichen Leid) einstellen müßen.

    Hoffen wir, dass sich bei den Muslims langfrstig die Erkenntnis durchsetzt, dass nicht, wie bisher, die jüngeren (kompromisslos-kriegerischen) Texte Mohammeds, sondern die ersten, religionsübergreifenden, teilweise gnostischen Texte des Propheten in der Rangfolge oben stehen.

    Das Erkennen der Toleranz, im Gegensatz des Anderen, ist das Mittel, das die Kriege in MENAP in sich zusmmenbrechen lassen wird… bis dahin heißt es, sich warm anzuziehen…und keinen Millimeter für Assad und IS

  4.   Christoph

    Spätestens jetzt sollte man sich mal bei allen als Verschwörungswirrköpfen gebrandmarkten entschuldigen und eingestehen, dass es sich hier um ein direktes Resultat von nachrichtendienstlicher Einflussnahme handelt.

    Wer das leugnet und nicht selbst gegenprüft was von euch Medien verbreitet wird, macht sich strafbar am Niedergang der Menschheit.

    Wenn ihr immer noch allen Ernstes zwischen “Großkonzernen” / “Geheimdiensten” / “Tink Tanks” / “Parteien” / “terroristischen Gruppierungen” unterscheidet, dann ist es wirklich zu spät.

    Das einfache Motto “cui bono – wem zum nutzen” führt direkt zu den Schuldigen.

    Und ja unwerte Menschen wie ich, haben auch eigenen Gedanken.
    Und wir haben sogar das Rückgrat zu äußern was wir denken (auch wenn das Gedachte sich als falsch herausstellen sollte).

    Aber wir instrumentalisieren die Tabuisierung bestimmter Themen nicht, wie ihr es tut.

    Nicht einmal im entferntesten möchte ich auch nur einem Schreiberling eine Art vorsätzliches Handeln vorwerfen.

    Es beweist nur, dass selbst Ihr die Ihr uns mit Fakten versorgen solltet, Angst um eure Existenz habt.

    cui bono?

    Ist es zu rechtfertigen dass überall auf der Welt wegen den großen Lügen (des Geldes wegen) Menschen sterben?

    Ich denke der Mammon würde das bejahen.

    Aber es ist nicht an mir, abschließend zu beurteilen.

    Jedoch stimmt auf dieser Welt bezogen auf die Systeme NICHTS mehr.

    In diesem Sinne.


  5. Angstlust? Im Zusammenhang mit internationalen Terrornetzwerken hier eine solche zu unterstellen ist blanker Sarkasmus.
    Vor allen Dingen verwundern mich Ihre Aussagen zu den Aktivitäten des IS und deren Verharmlosung gerade im Hinblick auf deren Vergangenheit und angeblichen Vorläuferorgansiationen.
    Diese Organisation war in alle Terroraktivitäten des al Qaida eingebunden oder hat sich aktiv beteiligt.
    Aber wir als Europäer und Christen verstehen die Denke der Araber nicht sowie die hehren Ziele die hinter Mord aus Habgier stehen.
    Inschallah

  6.   Yassin Musharbash

    @pinselchen Ich erkenne hier keine Verharmlosung, wenn ich auf Morde hinweise, die tatsächlich geschehen – im Gegensatz zu Terroranschlagsversuchen im Westen, die (noch) nicht stattgefunden haben. Auch al-Kaida hat übrigens viel mehr Muslime als Nicht-Muslime getötet, das nur am Rande.

  7.   e.bolz

    Bravo, zu diesem Beitrag – wie auch anderen aus der Tastatur von Y.Musharbash.

    eB

  8.   MrWho

    Danke für den Beitrag.

    Und Angstlust trifft es. Hier erzeugt nicht der Terrorist die Angst, sondern es werden erst durch Medien Schreckensszenarien ausgemalt, weil es so schön kribbelt und Quote schafft. Dabei gäbe es genug über schreckliche Realität zu berichten.

  9.   Marko

    Na ja sie hauen aber auch ins Propaganda Rohr:

    “Der Islamische Staat ist eine monströse Terrorgruppe,..”

    Es ist mir stark aufgefallen, dass IS als die bösartigste, schlimmste Gruppe in Syrien und Irak dargestellt wird. Es heißt immer: Selbst für Al-Qaida sind die zu krass. Schaut man genauer hin scheint die Trennung wohl eher theologische Gründe zu haben und nicht aufgrund von Kriegsmethodiken. Al-Qaida/Zawahiri sehen mehr Muslime in der islamischen Welt als IS/Bagdadi aufgrund gewisser theologischer Fragen. Ob man Sprengstoff Fallen legt, Selbstmordattentäter schickt, die Köpfe ganz besonderer Gegner demonstrativ abschlägt, …, darin liegt doch kein Unterschied zwischen IS, Jabhat Nusra oder irgendeiner Partei in Syrien und dem Irak. Das machen alle dortigen Kriegsparteien, da ist keiner irgendwie brutaler als der andere. Und wer an dieser Stelle etwas anderes sagt der lügt.

    Alle Videos die ich mir angesehen habe was ihren Guerilla Taktiken angeht stellen sie letztendlich als eine völlig normale Guerilla Truppe dar. Nichts davon macht sie schlimmer als die Vietcong oder sonstigen Guerilla Gruppen weltweit sei es in Afrika, Asien, Süd Amerika. Krieg ist ohnehin brutal und schlimm, Guerilla Krieg ist noch mal eine ganz spezielle Form und hat seine eigene Brutalität. So gesehen ist IS auf dem “normal-brutalen” Level welche alle Gurilla Gruppen weltweit hatten oder haben.

    Das herausstellen das IS noch viel viel schlimmer, monströser als alles sonstige auf der Welt sein muss, kommt lediglich durch deren komplett anderes gegensätzliches Weltbild und Ideologie. Fremdartig, dazu noch religös und dann auch noch islamisch. Sie scheinen dabei noch die motiviertesten, mutigsten und militärisch klügsten Köpfein dieser Region zu haben und somit muss sowas DAS böse an sich sein. Tiere, Monster,.. .

    Yassin Musharbash, ich finde ihren Ansatz klug die Medien zu hinterfragen, aber hinterfragen sie sich nicht auch selbst, weshalb sie gewisse Dinge mit machen, wobei auch hier Aufklärung angebrachter wäre. Die Stimmung macht sicherlich Druck aber vorauseilendes Kopfausschalten um ein Fähnchen hochzuhalten damit jeder weiß wo man steht kann irgendwie nicht die Lösung sein.

    Das ständig immer wiederholende noch böser geht es nicht, selbst die teuflische Alqaida hat sich von ihnen getrennt, und auf Erden gibt es keine und gab es nie radikalere Monster,…. all das ist lediglich eine geistige Vorbereitung der Menschen auf Situationen die zukünftig eintreffen könnten, und dann sollte das Gewissen nicht zu sehr belastet werden, es handelte sich eh nur um tollwütige Tiere.

  10.   zonniB

    Die verharmlosung des Islam durch Frau Musharbash ist unfassbar und gehört nicht in einer öffentlichen Zeitschrift veröffentlicht/verlinkt.

    Eine Diskussion wird mit den fettgedruckten Ausrufezeichen auch nicht gerade angestrebt.

    Das ist so nicht in Ordnung, liest denn hier keiner die Artikel gegen?