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Bohneneintopf

Von 14. Dezember 2012 um 12:19 Uhr

Diese feine Variante der groben Hausmannskost kann sich nicht nur nach langen Winterspaziergängen sehen lassen. Eventuell sogar als überraschende Vorspeise beim nahenden Weihnachtsmenü?

 

Für drei bis vier Personen:
250 g getrocknete, kleine weiße Bohnen
1 Bund Suppengemüse
100 g roher Speck am Stück
50 g Frühstücksspeck in Scheiben
2 Kartoffeln
1 weiße Zwiebel
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
Thymian
Bohnenkraut
Petersilie

250 g weiße, kleine Bohnen über Nacht in einer Schüssel und kaltem Wasser einweichen.
Am nächsten Tag das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen in einen großen Topf geben. Dazu kommt ein Bund Suppengrün, geputzt und in sehr grobe Stücke geschnitten (bitte etwas vom Sellerie, Lauch und Karotte für später beiseite legen). Plus 100 g roher Speck am Stück, die ganze weiße geschälte Zwiebel, zwei geschälte Kartoffeln, eine Knoblauchzehe sowie ein Lorbeerblatt und je zwei Zweige Thymian und Bohnenkraut. Man kann die Kräuter zu einem Bouquet Garni – also einem Kräutersträußlein – zusammenbinden, oder es in einen Tee- oder Kaffeefilter packen und mit Küchengarn verschließen, so lässt es sich später wieder einfach entfernen.

Den Suppentopf mit kaltem Wasser auffüllen, und zwar so weit, dass alles gerade bedeckt ist. Alles langsam zum Köcheln bringen und auf kleinster Hitze solange warten, bis die Bohnen gar sind. Das kann je nach Bohnenalter und -sorte zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauern.

Parallel dazu kann man sich schon mal um die Suppeneinlage kümmern: Die geparkten Sellerie, Lauch und Karotten in sehr kleine Würfel schneiden.

Wenn die Bohnen gar sind, wird alles andere wieder aus dem Topf gefischt und entsorgt. Bis auf den Speck, da kommt die Schwarte ab und der Rest kommt klein gewürfelt wieder zu den Bohnen. Auf Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann in homöopathischen Dosen etwas Brühwürfel dazugeben.

Die klein gewürfelte Suppeneinlage noch ein oder zwei Minuten in einer mittelheißen Pfanne und etwas Olivenöl anbraten, bis sie noch gut Biss haben, aber keine Farbe angenommen haben. Alles in die Suppe geben und stattdessen in der ausgewischten Pfanne und etwas neuem Olivenöl noch schnell die Frühstücksspeckscheiben beidseitig kross braten.

Den Eintopf auf tiefe Teller verteilen und mit den Speckscheiben und Petersilie garnieren.

Alle unsere Rezepte von a-z gibt’s hier.

Kategorien: Suppenküche
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Wie war das noch mal? Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen… perfekt für den restlichen Weihnachtsabend 3;oP

    • 14. Dezember 2012 um 13:26 Uhr
    • KeiSaturne
  2. 2.

    Olivenöl – schön und gut, aber das muss echt nicht an jedes Essen.
    Raps- oder Sonnenblumenöl tun es bei nicht mediterranem Essen sehr gut.

  3. 3.

    @2: Schtimpt. Hier würde ich Butterschmalz nehmen ;-)

  4. 4.

    lecker

    • 18. Dezember 2012 um 11:38 Uhr
    • laki
  5. 5.

    wo ist jetzt das “Moderne” und “Feine” im Rezept versteckt, daß auf der Titelseite und in der Einleitung angekündigt wurde?

    • 18. Dezember 2012 um 14:02 Uhr
    • lichud
  6. 6.

    Das Rezept ist hervorragend. Allerdings bedeutet das Wort Eintopf, dass man mit einem einzigen Gericht satt wird. Als Vorspeise für ein Weihnachtsmenü ist ein Eintopf daher eher nicht zu emppfehlen. Das “Moderne” und “Feine” ist wahrscheinlich das Olivenöl; man sollte daher kein rustikales Olivenöl nehmen, sonst wird das Ganze doch wieder grobe Hausmannskost. In Italien, wo Bohneneintöpfe sehr beliebt sind, nimmt man übrigens Butter dazu.

    • 18. Dezember 2012 um 14:34 Uhr
    • Tiroler
  7. 7.

    Entschuldigt meine Ignoranz: Aber worin besteht der Unterschied zwischen rohem Speck am Stück und Frühstücksspeck? Was ist das eine, was das andere? Danke schön!

    • 18. Dezember 2012 um 14:45 Uhr
    • skizzata
  8. 8.

    Als Speck bezeichnet man allgemein das Fettgewebe von Schweinen. Der Rückenspeck besteht nur aus Fett, der Bauchspeck ist mit Muskelfleisch durchwachsen, beim Schinkenspeck überwiegt der Fleischanteil. Rückenspeck wird vorwiegend roh angeboten und heißt dann auch Grüner Speck, dieser dürfte für das vorliegende Rezept gemeint sein. Bauchspeck wird gepökelt, geräuchertt oder getrocknet und oft auch gegart. Er wird unter den Bezeichnungen Frühstücksspeck, Bauchspeck, Bacon usw. angeboten. Es gibt beträchtliche regionale Unterschiede bei der Bezeichnung und der Verabreitung der erchiedenen Speckarten.

    • 18. Dezember 2012 um 15:05 Uhr
    • Tiroler
  9. Kommentar zum Thema

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