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Chicken Yassa

Von 29. Juli 2013 um 10:19 Uhr

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Aus dem Senegal: in Limette und Chili marinierte und gegrillte Hühnerbeine mit Hirse


Für zwei Personen:
2 Hühnerschenkel
2 Zwiebeln
2 Limetten
1 Chilischote
Erdnussöl
Salz
Pfeffer
Hirse
Petersilie

040713Zwei Stunden vor dem Grillen die beiden Hühnerschenkel entbeinen. Dazu erst mal mit einem kleinen und scharfen Messer das Kniegelenk durchtrennen und dann vorsichtig an den Knochen entlang arbeiten, die Haut unbedingt dranlassen.
Das ausgelöste Fleisch in eine Schüssel – oder besser: in einen Gefrierbeutel – geben, genau wie den Saft von anderthalb Limetten, so viel klein geschnittene Chilischote wie man verträgt, ein EL Erdnussöl und zwei in dicke Streifen geschnittene Zwiebeln.
Jetzt noch Salzen und Pfeffern, alles gut durchkneten und im Kühlschrank sich selbst überlassen.

Später dann einen Holzkohlengrill anfeuern und die Hühnerschenkel aus der Marinade nehmen. Die Zwiebeln ebenfalls rausfischen beziehungsweise vom Fleisch zupfen und in einer mittelheißen Pfanne und etwas Erdnussöl erst glasig, dann hellbraun schmurgeln lassen. Jetzt mit der Marinade und zirka zwei EL Wasser ablöschen und die Soße mit Salz, Pfeffer, und vielleicht noch etwas mehr Limettensaft abschmecken.

Die Hirse nach Packungsaufschrift zubereiten, meistens muss man nur kochendes Wasser darübergießen und warten.

Die Hähnchenschenkel dann auf dem heißen Rost beidseitig und langsam braun grillen. Wenn die Haut schön knusprig ist, die Hirse als Ring auf die Teller verteilen, mit Soße begießen und dann das Fleisch ansehnlich darauf drapieren.

Dazu passt Minze und ein kaltes Bier.

Alle unsere Rezepte schön übersichtlich und von a-z gibt’s hier.

Kategorien: Born to Grill
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Diese inflationäre Verwendung von Chilli für alles mögliche geht mir inzwischen gehörig auf die Nerven. Dabei ist seine Zugabe in den Herkunftsländern meistens doch nur eine indirekte Hygiene-Maßnahme…

    Man kann hierzulande inzwischen selbst die einfachsten Spaghetti Alio e Olio kaum ohne die im Öl aufgelösten Chilli-Schoten bekommen.

    • 29. Juli 2013 um 20:30 Uhr
    • 29C3
  2. 2.

    Wegen zwei kümmerlichen Huhnfüßen einen Kohlegrill anschüren? Manchmal fragt man sich schon, an welcher Ecke es den Praxisbezug erwischt hat?

  3. 3.

    1. Ziemlich viel Energieaufwand wegen zwei Hühnerbeinen mit Körnern (Holzkohlengrill und E-Herd). Zu teuer für mich..

    2. Wer soll davon satt werden? – Ein Bein ist zu wenig und nur Hirse essen ist lustlos.

    3. Die Minze: Ich kann mir kaum unpassenderes vorstellen zum Huhn.

    4. Bier?! – Bis man die Chili-Wirkung runtergespült hat ist man betrunken. Wie wäre es mit Wasser als Empfehlung?

    • 29. Juli 2013 um 21:39 Uhr
    • ElisabethdieErste
  4. 4.

    Das Rezept ist aus Senegal und auch wenn Chili von manch einem manchmal überstrapaziert wird, ist es im Sinne dieses Rezepts, dass Chili verwendet wird.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Yassa

    Was den Grill angeht: Es ist die optimale Art, das Gericht zuzubereiten. Das Grillen mag in der senegalesischen Küche weniger aufwendig sein, was ich aber nicht beurteilen kann. Was den Praxisbezug angeht: Wer praktisch denkt, weiß, dass man Rezepte abändern kann, ohne den Grill anzuschmeissen. Vielleicht nicht ganz im Sinne des Autors, schmeckt aber bestimmt trotzdem. Allerdings ist es wohl zu viel von den Lesern verlangt, in einer Zeit, wo man sich sklavisch an Rezepte hält.

    • 29. Juli 2013 um 21:59 Uhr
    • Hainuo
  5. 5.

    Die Marinade finde ich interessant, wird mal ausprobiert. Mir persönlich schmecken Hühnerbeine mit Knochen besser. Entbeinen und Haut dranlassen wirkt auf mich irgendwie umständlich; ich würde eher Knochen dranlassen und häuten.

  6. 6.

    Schade, dass die Hirse so langweilig zubereitet wird.

    • 29. Juli 2013 um 23:45 Uhr
    • Armehirse
  7. 7.

    @3
    Schärfe Moleküle kann man auf zwei Arten auflösen, durch Fette (deswegen meist das Milch trinken bei zu scharfem) oder Alkohole, da Capsaicin in Ethanol zerfällt.
    Wasser… weniger gute Idee. Es ist unlöslisch in Wasser. Verteilt höchstens die Schärfe über den kompletten Mundraum und die Schleimhäute.

    Aber sie haben recht, die Menge ist für den Aufwand ein Witz. Aber ich denke mal mit noch zwei Bekannten und etwa der 3-4fachen Menge, da würde es sich schon eher lohnen den Grill anzufeuern

    • 29. Juli 2013 um 23:49 Uhr
    • Rend
  8. 8.

    Eine schöne Sache. Wird sicher mal ausprobiert.

    Kleine Randnotiz – wer wegen ganzen 2 Hühnerbeinen den Grill anschmeißt oder Chili-Schärfe mir Wasser neutralisieren will – der sollte doch besser im Restaurant “zur goldenen Möwe” dinieren…

    Da hat der Hainuo wohl Recht.

    • 30. Juli 2013 um 00:32 Uhr
    • GuteSache
  9. Kommentar zum Thema

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