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Eintopf mit Linsen und Topinambur

 

Linseneintopf_Rezept

Ein schönes Herbstgericht für durchgefrorene Esser. Schnell, lecker und überraschenderweise auch vegetarisch.


Für zwei Personen:
8 Knollen Topinambur
50 g dunkle Linsen
50 g roten Linsen
150 g Knollensellerie
1 Möhre
1 Zwiebel
500 ml Brühe
1 EL Butter
Currypulver
Salz
Pfeffer
viel frische Minze
Zitronensaft oder Balsamicoessig

021113Die dunklen Linsen in ungesalzenem Wasser nach Packungsaufschrift bissfest garen, das dauert zirka 20 Minuten. In einem zweiten (größeren) Topf die roten Linsen ebenfalls bissfest garen, das dauert aber nur ungefähr halb so lang.

In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten: Alles mit einen Sparschäler schälen. Die Zwiebeln fein hacken, Topinambur, Knollensellerie und Möhre in ein Zentimeter große Würfel schneiden.

Die fertigen roten Linsen abgießen und erst jetzt salzen. Im selben Topf einen EL Butter auf mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen und darin dann die Zwiebelwürfelchen anschwitzen. Nach ein paar Minuten das restliche Gemüse mit dazugeben und ab und zu umrührend weiterschmurgeln. Bevor sich die ersten hellbraunen Stellen bilden alles salzen, pfeffern und mit einem TL Curry bestreuen. Ein letztes Mal umrühren, kurz warten und dann das Gemüse mit 500 ml Brühe ablöschen. Einmal kurz aufkochen und dann mit Deckel drauf etwa 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Mittlerweile dürften auch die dunklen Linsen fertig sein: abgießen und salzen.

Danach dürfen die roten Linsen wieder mit in die Suppe. Dann den Eintopf mit einem Pürierstab ein paar Sekunden an verschiedenen Stellen pürieren, wer’s gern homogener mag, püriert einfach länger. Jetzt noch die dunklen Linsen wieder dazugeben und kurz warm werden lassen.

Zum Schluss den Geschmack mit Säure ausbalancieren, richtig frisch wird’s mit Zitrone, herbstlicher mit Balsamico- und eher deftig mit normalem Essig.

Wer noch Karotte übrig hat, kann davon hauchdünn geschnitten Blättchen als knackigen Kontrast drauf verteilen.
Dann mit viel frischen Minzblättern bestreut servieren.

 
Alle unsere Rezepte übersichtlich und von a bis z gibts hinter diesem Link.

12 Kommentare


  1. Wenn schon wieder auf vegetarisch rumgeritten wird (als ob man das nicht selbst merken würde) sei auch die Anmerkung gestattet, dass das Süppchen nicht vergetarisch bleiben muss wenn der Koch das nicht mag. 😉
    Es gibt so viele Gerichte, bei denen wirklich jeder und ohne es auch nur zu erwähnen, entscheiden kann ob oder ob nicht.

    Im übrigen mag ich in der Linsensuppe eher Kartoffeln und die Topinambur als Schnaps.

    Ach so … die Urmöhren auf der Suppe sehen gut aus, nicht wundern wenn normale Möhre nicht ganz so „putzt“. 😉

  2.   REZEPThORsten

    Geschätzter simulator,

    als absoluter Fleisch-Fanatiker wollte ich im Vorspann nur dezent darauf hinweisen, dass dieser Linseneintopf gut schmeckt, obwohl KEIN Speck mitgemocht wurde.

    Abgesehen davon geb ich Ihnen recht, Wiener Schnitzel geht auch ohne Fleisch – dann gibt’s halt nur Panade 😉

    Darauf einen (vegetarischen) Topinamburschnaps
    und schönes Wochenende


  3. War ja nicht bös gemeint, mir wird auf dem Punkt nur zuviel und oft ohne Not rumgeritten.
    Wenn man bei manchen Sachen (nicht gerade beim Wiener Schnitzel) das eigentlich vorgesehene Fleisch weglässt, „klappt“ das Gericht trotzdem und umgekehrt geht auch was fleischlos Gedachtes manchmal noch sinnvoll zu ergänzen. Ganz nach Laune halt

  4.   ignorat

    Danke für die Kindheitserinnerung. Als kindliche Fleischverweigerin bekam ich immer die übrige Panade des Schnitzel zusammengemischt und angebraten. Hatte ich irgendwie vergessen so über die Jahrzehnte – wahrscheinlich weil in meiner Küche die Gelegenheit zur übriggebliebenen Panade fehlt ;o)
    Ansonsten freue ich mich über das Linsengericht und bedanke mich artig dafür *s* Ich liebe Linsen, aber meistens sind meine Linsengerichte eher indischlastig.

  5.   Monicabing

    Was spricht denn dagegen, die Linsen mit dem Gemüse gemeinsam zu garen ?
    Die roten Linsen gibt man dann eben später dazu.

  6.   Atan

    Na ja, ich denke einfach, dass ist die neue Redaktionslinie; ZO ist halt inzwischen so etwas wie eine Ersatzkirche, die allen Nutzern die Lehre von der Weltenrettung mit dem Suppenlöffel predigt. Das Rezeptorblog wagte da noch wider den Stachel zu löcken – die veganen Pommes fand ich ziemlich lustig. Vermutlich waren aber die Calvinisten im Feuilleton „not amused“.

    Drollig ist es natürlich schon, wenn man bedenkt, dass Herr Siebeck mal das Aushängeschild war. Aber die frivolen Weinkolumnen sind ja inzwischen auch verschwunden, vielleicht gibt es bald regelmäßige Beiträge zu den spannendsten Creationen aus lauwarmem Leitungswasser.

    Ansonsten ist das Rezept aber in Ordnung, ich liebe Linsen, vertrage Hülsenfrüchte aber leider nicht besonders.
    (Ich hoffe sehr, dass so was in Vegania nicht als Subversion verfolgt wird.)


  7. Dieses Rezept habe ich doch schon bei „Essen und Trinken“ entdeckt, nur heißt es dort Überschrift: Linseneintopf mit Möhren und Topinambur.

  8.   6bb6

    Es gibt Gerüchte, dass Hülsenfrüchte – in Mengen genommen – nicht gut bekommen. Das macht ja nichts, ich finde das fein, – warum soll man nicht auch mal ein Blähboy sein.

    Heinz Erhardt

  9.   schleifer

    Wo Wurzelpetersilie und Sellerie fehlt, das kann keine gute Suppe geben.

  10.   Monicabing

    Sellerie ist doch drin, oder ?