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Die Rechtschreibreform

 

Als im Jahr 2006 die neue Rechtschreibung in einer neuen, überarbeiteten Fassung in Kraft trat, hatte das Regelwerk einen langen Weg hinter sich. Nicht nur Lehrer, Schriftsteller und Sprachverbände stritten über den Sinn und Unsinn von Worten wie Schifffahrt und Eis laufen, auch Zeitungen, Verlage und sogar das Bundesverfassungsgericht mussten sich mit der Reform beschäftigen.

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Nach der ersten Reform aus dem Jahr 1996 musste mehrmals nachgebessert werden – die neueste offizielle Fassung des Regelwerks stammt aus dem Jahr 2006. Im Zuge der Reformen wurde die Schreibweise vieler Fremdwörter eingedeutscht (Porträt statt Portrait, Delfin statt Delphin), gleichzeitig sind nun auch in vielen Fällen mehrere Schreibweisen desselben Wortes erlaubt.

Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema:

Die geltenden Regeln

Sprache – Neue Rechtschreibung gilt (DIE ZEIT Nr. 31/2007)
Ein Jahr nach Einführung neuer Regeln ist die überarbeitete Rechtschreibreform seit 1. August 2007 für Schüler verbindlich. Die wichtigsten Änderungen

Rechtschreibreform – und Schluss (DIE ZEIT Nr. 32/2006)
Die Reform der Rechtschreibreform tritt in Kraft. Was lehrt der lange Streit um „ss“ oder „ß“?

Die Regeln der neuen Rechtschreibung
Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist der Hüter der neuen Rechtschreibregeln. Auf seinen Seiten finden sich die Neuerungen der Regeln und ein Wörterverzeichnis als pdf-Dateien.

Chronik Die Entstehung der Rechtschreibreform bis 2004 (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2004, Nr. 187)
Die Rechtschreibreform sollte das Dudenmonopol beenden und die Sprache staatlich regeln. Deshalb beginnt diese Chronik zu ihrer Entstehung mit den entscheidenden Beschlüssen in den fünfziger Jahren. Es ist die Reform von 2006 jedoch noch nicht enthalten.

Punkt, Punkt, Komma, Strich (Frankfurter Rundschau, 29.3.2010)
Die neue Rechtschreibreform hat die alten Kommaregeln gründlich auseinandergenommen. Wer aber gehofft hatte, dass die Kommaregelungen vereinfacht würden, sieht sich enttäuscht. Die alten Regeln gelten noch immer.

Die lange Debatte um die neuen Regeln

Rechtschreibreform „Jetzt schrei’m se schon Scheefahunt mit th“ (DIE ZEIT Nr. 35/2004)
Wer sind die Todfeinde der Rechtschreibreform? Woraus nährt sich ihr Hass? Woher kommen die Verzweiflung und die Lust am Aufstand? Eine kleine Typenkunde der Scharfmacher und Mitläufer.

Rechtschreibreform Die letzte Schangs (DIE ZEIT Nr. 32/2004)
Die Rechtschreibreform ist überflüssig, teuer, widersprüchlich und unvermittelbar. Bloß weg damit!

Rechtschreibreform Sprachpolitik (ZEIT ONLINE 30.6.2006)
Die Ministerpräsidenten der sechzehn Bundesländer haben die Reform der Reform beschlossen. Die umstrittene Rechtschreibreform von 1996 wurde auf politischer Ebene in Teilen zurückgenommen.


Rechtschreibreform reformiert (ZDF Mittagsmagazin, YouTube)
Mit nur einer Rechtschreibreform war es nicht getan die späteren Änderungen an den neuen Regeln machten dabei nicht nur Schülern, sondern auch Lehrern zu schaffen.

Rechtschreibreform Dummer s-Laut (DIE ZEIT Nr. 34/2008)
Sprachschützer klagen die Rechtschreibreform an. Doch die Belege sind schwach.

1 Kommentar

  1.   HDKry

    Es ist wohl an der Zeit, die Rechtschreibung in der reformierten Fassung als gegeben anzunehmen und sich der aktuellen Situation zuzuwenden. Oft müssen wir Texte lesen, die „foller Vehler“ sind – und diese resultieren nicht aus den Unsicherheiten durch die Rechtschreibreform, sondern vor allem aus dem schwindenden Interesse an der Rechtschreibung; sie scheint einfach derzeit nicht attraktiv zu sein. Hier sollte man ansetzen und positive Impulse in die Öffentlichkeit geben.
    Übrigens: Ich habe meine Unsicherheiten mit der Rechtschreibung gut ausräumen können mit Hilfe des Buches „Das Handbuch der deutschen Rechtschreibung“ von Evelyn Schärer. Hier wird das Thema sehr verständlich und einleuchtend dargestellt, so dass alles gar nicht mehr so schwer erscheint!