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Diskutieren mit Nazis…

 

…ist ziemlich sinnlos, wenn es sich um organisierte und ideologisch gefestigte Kader handelt. Immer wieder suchen organisierte Nazis gezielt öffentliche Veranstaltungen auf, bei denen Betroffene und Interessierte sich über Möglichkeiten austauschen wollen, sich gegen Rechte zu wehren. Ihr Ziel ist natürlich nicht die Diskussion, sondern vielmehr die Einschüchterung von Gegenwehr.

Am Mittwoch, den 07.11.07, fand im Bramfelder Kulturladen (Brakula) in Hamburg ein Diskussionsabend zu Rechten Strukturen im Hamburger Stadtteil Bramfeld statt. Mit dieser Veranstaltung sollte über die zunehmenden Gewalttaten der örtlichen Nazi-Szene informiert und gemeinsam Gegenstrategien überlegt werden.

Nach der von der NPD propagierten „Strategie der Wortergreifung“ wollten achtzehn junge Nazis – z.T. einschlägig bekannte Rechte Gewalttäter – „mit diskutieren“ und verlangten Einlass zu der Veranstaltung. Abgesehen davon, dass eine beherzte Gruppe von Antifaschisten und Antifaschistinnen den Weg zum Eingang für die Nazis versperrten, verwehrte die anwesende Polizei den Rechten erfreulicherweise den Einlass. Die Veranstalter hatten nämlich vorsorglich nach § 6 Versammlungsgesetz angekündigt, „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren“.

Nachdem die sehr gut besuchte Veranstaltung beendet war, sorgte die Polizei zudem durch Verteilung von Platzverweisen gegen die Nazis dafür, dass alle Anwesenden sicher nach Hause kommen konnten. Ein recht erfolgloser Abend für die „Kameraden“!

Das Versammlungsrecht bietet also eine gute Möglichkeit, Störungen von Veranstaltungen durch Nazis zu verhindern. Näheres findet Ihr unter folgendem Link:

27 Kommentare

  1.   Simon Hillebrand

    Ich wäre da insgesamt nicht so pauschal. Wenn man unter vier Augen mit Nazis diskutiert (im Sinne von Argumente austauscht und nicht sich gegenseitig anbrüllt), ist es durchaus nicht sinnfrei. Oft kann man dann auch viel offener reden, vor allem wenn man den Nazi für voll nimmt. Gelegentlich sind diese dann auch bereit sich die Gegenseite anzuhören ohne gleich alles mental auf den Müll zu werfen.

  2.   Alex

    Die Frage ist wo fängt bei den meisten Leuten der Begriff „Nazi“ an?!Ist ein rechtsdenkender Mensch schon direkt ein Antisemit oder Rassist?Wird vielleicht dort nicht genau das gleiche gemacht was man der anderen Seite vorwirft,nähmlich pauschalisiert?!
    Und auch sehr interessant finde ich jeweils die Empörung bei rechten Straftaten,im Vergleich zu mancher Aktion der Antifa.Wobei ich direkt sagen will das ich hier keine Straftaten schön reden will.
    Wie Sprach die Bild so schön „Gewalt ist die Sprache der Schwachen!“
    Ebenso frag ich mich wiso Kleidung von Thor Steinar in Stadien verboten ist,aber Ultragruppierungen Fahnen von Che Guevara schwenken dürfen.Einem Mann der in seiner Zeit als Gefängnisdirektors des La Cabaña politische Gegner hat hinrichten lassen?!

    Grüße Alex

  3.   Roman H.

    @Alex:
    Nicht jeder national denkende Mensch ist ein Nazi, da gebe ich dir Recht.
    Stolz aufs Vaterland, auch wenn ich ihn beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, ist mit Sicherheit nichts, für das man sich schämen muss, oder für das man als Nazi betitelt werden kann.
    Intoleranz, die sich in Gewalt und Beleidigungen niederschlägt sind eine ganz andere Sache. Und davon reden wir hier.
    Aber wenn du gerade so von den Aktionen der Antifa redest, nenne mir bitte ein aktuelles Beispiel.

  4.   sascha

    @alex

    man mag der blöden antifa vieles vorwerfen können! da rennen ordentlich spacken rum. aber ich habe noch nichts von tötlichen hetzjagden der antifa gehört.
    na und mit verlaub! die „Blöd“ halte ich schlichtweg für nicht zitierbar, aber das ist geschmacksache.
    der letzte teil deines statements ist „milchmädchen“. die haben mein eimerchen geklaut, des wegen klaue ich auch ihres.
    die verbrechen der kommunisten sind eine komplett andere baustelle.

  5.   Felsenherz

    Stolz aufs Vaterland? Was hat ein Land mit meinem Vater zu tun? – Weil er hier geboren wurde und „es aufgebaut hat“?
    Dann könnte es auch Mutterland heißen. *sigh*

    Irgendwie will mir dieses Konzept von Nationalstolz einfach nicht in den Kopf. Wie soll ich auf etwas stolz sein, dass nur als Abstraktes Gebilde existiert?

  6.   Steffske

    Moin Mr.X,

    > also ich finde mal wieder reine Schikane.

    Du armer kleiner Mann! Gewaltbereite Demokraten greifen mal wieder friedliche Neonazis an. Ein Unding!

    > Ich weiß warum Ihr nicht mit uns kommentieren möchtet, bzw. die Betreiber dieser Seite oder auch die Partein mit der NPD. Ganz einfach weil Sie dem nichts entgegen zu setzen haben.

    Doch! Da kommt jetzt gleich was.

    > Ich lasse mich in keinsterweise von der Propaganda der “freien” Medien oder irgendwelchen vergesssenen “Prominenten” die mal wieder Ihr Taschengeld auffüllen möchten um Ihre Miete von 3000 Euro zu zechen, beirren.

    Wenn ich das richtig sehe, verdient hier niemand Geld. Vielleicht sind sie, ähnlich wie du, von ihrer Sache überzeugt. Aber gut, lass dich nicht beirren.

    > Was die auch immer mit Ihrem Holocoust haben, schon mal an die Toten in Dresden gedacht.

    Andersherum gefragt: Findest du, dass der Holocaust eine schlimme Sache war?

    > Zich Gesetze die heute noch gelten sind aus der Zeit des Deutschen Reiches, da müßte man wohl oder über auch den einen oder anderen Politiker bzw. Gesetzgeber entlassen.

    Das Argument habe ich nicht verstanden. Aber ich glaube, es ist schwach.

  7.   HvZ

    @Felsenherz

    Die Begriffe „Vaterland“ und „Muttersprache“ entstammen aus der Zeit, als unsere Ahnen unbewohntes oder erkämpftes Gebiet besiedelten.
    Die „Väter“ machten das Land urbar und schufen das Heim für die Familie; die „Mutter“ gab durch das Gebären und Erziehen der Kinder dem Land eine Sprache.

    Ohne den dauernden Lebenswillen unserer Vorfahren wären wir heute alle nicht hier und würden kein Wort lesen oder schreiben können.
    Deshalb ist es nur ein kleiner Dank unseren Vorfahren gegenüber, stolz auf „Vaterland“ und „Muttersprache“ zu sein.

    Denk darüber nach!

  8.   Dieter

    Zu Simon Hildebrand
    Recht hast Du. Nur durch Miteinander-Reden kann man überzeugen.
    Zu Alex
    Gewalt ist immer zu verachten: Ob von rechts oder von links.
    Zu Roman H.
    Dein gesuchtes Beispiel: 2.000 Linksextreme versammeln sich, um 150 rechtsextreme Teilnehmer einer genehmigten Demo zu verprügeln.
    Zu Felsenherz
    Du würdest es Dir leichter machen, wenn Du hinter Deiner Nation stündest, die Dir gröstmögliche Freiheiten und Chancen bietet.
    Zu HvZ: Wunderschön gesagt! Dankbar sollten wir unserem Vaterland sein!

  9.   Lukas

    @HvZ
    Du möchtest also den Stolz auf ein „Vaterland“ dadurch ableiten, das wir heute von Errungenschaften (schrift) profitieren, die früher gemacht wurden. Aber was diese Errungenschaften mit unserem „Vaterland“ zu tun haben, das legst du nicht dar. Zumal gerade die Lateinischen Schriftzeichen nicht unbedingt eine urdeutsche Erfindung sind.
    Und du meinst auch, unsere Vorfahren hätten einen „dauernden Lebenswillen“ gehabt. Da kann man zustimmen, sie haben offensichtlich ihrem Selbsterhaltungstrieb genüge getan, sonst wäre die Menschheit längst ausgestorben. Aber wie das in Zusammenhang mit „dem Vateland“ steht, das hast du auch hier nicht erklärt.

  10.   swr

    Ihr könnt den Frühling nicht stoppen,wenn ihr Blumen zertretet!