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Parlamentarischer Abend in Berlin

 

„Gesicht zeigen“ präsentierte gestern Abend in Berlin eingeladenen Parlamentariern sich und mehrere Projekte. Danke dafür. Es war im besten Sinne anregend. Wie bitter nötig mehr Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Alltag sind, habe ich erst am Wochenende in einer ddp-Kolumne beschrieben, siehe http://www.petrapau.de/person/lesbar/080920_ddp-kolumne.htm. Umso wichtiger finde ich, dass sich „Gesicht zeigen“ sehr engagiert und einfallsreich Kinder und Jugendlichen widmet.

Mit besten Grüßen,

Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages

0 Kommentare

  1.   SozialerMensch

    Aber es kommt noch besser: In der oben verlinkten Kolumne fordert Frau Pau bester Tradition die Einrichtung einer „unabhängige Beobachtungsstelle für Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, die ohne politische Sperren analysiert, was wirklich ist“. Mit „unabhängig“ und „ohne politische Sperre“ ist offenbar gemeint, dass die „Beobachtungsstelle“ keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegen soll. Soll ich über soviel bei so viel Unverfrohrenheit jetzt lachen oder weinen?

  2.   Alf

    Frau Pau hätte mal in der DDR für mehr Demokratie werben sollen. Sich erst in der Diktatur für die Diktatur und dann in der Demokratie für die Demokratie einzusetzen – Opportunismus reinsten Wassers.

  3.   Wolfgang Nacken

    Tja, kann es sein, dass es zwischen der Partei „Die Linke“ und der SED einen kleinen Unterschied gibt? Und dass vielleicht die DDR nicht unbedingt das Gleiche wie das Dritte Reich war?
    Man kann doch nicht ernsthaft die Vizepräsidentin des Bundestages mit Nationalsozialisten auf eine Stufe stellen – und ersterer deshalb streitig macht, über Demokratie zu urteilen…

  4.   Alf

    „Tja, kann es sein, dass es zwischen der Partei “Die Linke” und der SED einen kleinen Unterschied gibt?“

    Ja, durch mehrfache Umbenennung u.a. der Name.
    Das ging so: SED > SED/PDS > PDS > Die Linke.
    Im übrigen waren 70% der Mitglieder der heutigen LINKEN schon Mitglied der SED. Heute alles Demokraten?

    Vom Dritten Reich und vom Nationalsozialismus war in keinem Kommentar ausser Ihrem die Rede. Wie kommen Sie also darauf? Darf die DDR-Diktatur und ihre Funktionsträger nicht mehr kritisiert werden, weil das den Nationalsozialismus verharmlosen könnte, oder wie darf ich Sie verstehen?

    „Man kann doch nicht ernsthaft die Vizepräsidentin des Bundestages mit Nationalsozialisten auf eine Stufe stellen…“

    Das hat hier keiner getan. Es wundert mich zudem, dass Sie Frau Pau hier als „Vizepräsidentin des Bundestages“ hervorheben, als sei jemand in dieser Stellung sakrosankt und dürfe nicht kritisiert werden. Das erinnert an die in letzter Zeit häufige Argumentation, die LINKE sei eine „normale“ und „demokratische“ Partei, weil sie (jetzt kommts!) ja schliesslich in vielen Landtagen und Kommunalparlamenten zahlreich vertreten sei. Wenn also nicht mehr Ausrichtung und Programmatik einer Partei, sondern deren Wahlerfolge darüber entscheiden, wie „demokratisch“ sie ist, dann graut mir schon vor dem Tag, an dem dies auch für rechtsextreme Parteien gilt.

    Im Übrigen ging es mir weniger um SED oder LINKE, sondern um die Vergangenheit von Frau Pau: m.E. eigent sich kaum als Werber für mehr Demokratie, wer als Pionierleiterin die Schüler in der DDR zum „Fahnenappell“ antreten liess und sich als Mitglied im „Zentralrat der FDJ“ um die Diktatur (die sich ja auch selbst so nannte) verdient gemacht hat. Als christlicher Schüler in der DDR könnte ich Ihnen einiges zum Thema erzählen oder aus meiner Akte vorlesen.

  5.   Alf

    Auch mache ich Frau Pau nicht „streitig, über Demokratie zu urteilen“. Mein Kommentar war nur ein Hinweis daraf, dass ihr „Urteil“ immer so ausfällt, wie der Wind gerade weht. Dazu kann sich dann wiederum jeder selbst ein Urteil bilden, was ihm hoffentlich keiner streitig macht…

  6.   Moderator_MO

    Liebe Benutzer, wir möchten Sie höflich darum bitten, sachlich und beim ursprünglichen Thema der Diskussion zu bleiben. Vielen Dank. // Moderator_MO

  7.   Hartmut Slomski

    Hier sollte man doch Ursache und Wirkung nicht verwechseln! DIE LINKE ist nicht deshalb demokratisch, weil sie hohe Wahlerfolge zu verzeichnen hat, sondern sie hat deshalb hohe Wahlerfolge zu verzeichnen, weil sie seit HartzIV die einzige im Bundestag vertretene Partei ist, die sowohl sozial als auch demokratisch ist!
    Es läßt sich nicht leugnen daß auch die Rechten seit HartzIV beträchtliche Wahlerfolge zu verzeichnen haben, vor allem im Osten. Doch die halten sich im Vergleich zu denen der Linken in bescheidenen Grenzen. Warum wohl? Weil die Linken mehr zu bieten haben als nur zu sagen: „Wahltag ist Zahltag. Also wählt uns!“. Und weil den meisten HartzIV-Opfern deren ganzes völkisch-nationale Drumherum überhaupt nicht interessiert!
    DIE LINKE ist eine soziale und demokratische Partei, die eindeutig antirassistisch ist, somit auch z.B. für Mitbürger mit einem Migrantenhintergrund, mit einer anderen Hautfarbe oder mit jüdischen Wurzeln wählbar ist; in welcher auch diese Mitbürger als Mitglieder willkommen sind!
    Leider gibt es immer noch zuviel HartzIV-Opfer und andere Sozialabbau-Geschädigte, die den Wahlurnen fernbleiben. Doch immer mehr erkennen, daß Nichtwählen keine Lösung ist. Die aber nunmehr vor der Entscheidung stehen entweder links oder rechts zu wählen!
    Und hier genau liegt das Problem! Wenn haufenweise pseudo-linke selbsternannte „Antifaschisten“ nichts Besseres zu tun haben als stundenlang gegen irgendwelche „Naziklamotten“-Läden wie Thor Stainar zu demonstrieren, zu irgendwelchen „Antiislamisierungskongressen“ zu pilgern um dort für den Bau von Moscheen zu demonstrieren, von den Rechten organisierte Konzerte und Veranstaltungen zu stören, und dergleichen, anstatt ihre diesbezügliche Energie sinnvoll einzusetzen und gegen die sozialen Mißstände in diesem Land anzutreten, dann führt das nämlich genau dazu, daß in Zukunft noch mehr HartzIV-Opfer und andere Sozialabbbau-Geschädigte aus Protest statt links rechts wählen!

  8.   Alf

    Lieber Herr Slomski,
    ich habe lange in dem Land gelebt, das von der von Ihnen „demokratisch“ genannten und nun mehrmals umbenannten Partei regiert wurde – im übrigen mit einem Wahlergebnis von 99,8 Prozent. Ich kann mich an nicht viele demokratische Errungenschaften erinnern, die diese Partei den Menschen gebracht hätte. Von Mitbestimmung, freien Wahlen, einer freien Presse, Reisefreiheit usw. konnte keine Rede sein, ganz zu schweigen von Meinungsfreiheit oder einer emanzipatorischen Politik, von der die Linken heute viel reden. Und diese Partei will heute plötzlich etwas ganz anderes? Die Menschen, die ich hier vor Ort kenne, die diese Partei nach wie vor wählen, schwärmen vom „Sozialen“ in der DDR wie andere von der Volksgemeinschaft oder vom Autobahnbau, wobei sämtliche Verbrechen unter den Tisch gekehrt werden. Wenn der Preis für das „Soziale“ eine flächendeckende Bespitzelung ist, deren Quantität die Aktivitäten der Geheimen Staatspolizei in den Schatten stellt, dann lehne ich dankend ab. Heute sitzen ehemalige Stasi-IMs in den Landtagen, in Sachsen z.B. Herr Klaus Bartl – als Verfassungs- und rechtspolitischer Sprecher für Die LINKE… Das macht Ihnen nichts aus?

  9.   Wolfgang Nacken

    Hier scheint wieder jemand vom Thema abzulenken. Geschickt gemacht! Anstatt sich mit Nazis zu beschäftigen, sind reflexhaft Die LINKE, die Antifa oder vermeintliche Gutmenschen Zielscheibe der Kritik.
    Aber das gehört ja zur rechten Taktik: sich in Diskussionen einzumischen, um eigene Themen zu platzieren.

  10.   Alf

    Klar, wenn Linke reden, dann ist das eine Diskussion; wenn vermeintlich „rechte“ (und das ist man ja hier scheinbar schon, wann man nicht wieder von der SED regiert werden möchte) reden, dann ist das „Wortergreifungsstrategie“.
    So durchsichtig, so traurig.