17. März 2009
Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft
Die bei Neonazis beliebte Marke Thor-Steinar sorgt immer wieder für ähnlich klingende Schlagzeilen. Geschäfte wie zuletzt der Laden „Tromsö“ im Berliner Stadtteil Friedrichshain werden unter starkem Protest eröffnet, es folgen zahlreiche Demonstrationen, die zum Glück meistens ihre Wirkung zeigen und schließlich kündigen die meisten Vermieter dem Thor Steinar – Produzenten Mediatex aufgrund von Täuschung die Ladenräume. Auch „Tromsö“ muss nach Tagesspiegelberichten bald wieder schließen. Es scheint allerdings nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer Laden eröffnet und das Spiel von vorne beginnt.
Doch die neusten Nachrichten von Thor Steinar haben ausnahmsweise nichts mit Eröffnungen, Protesten und Schließungen zu tun, sondern sind derart ungewöhnlich, dass man sie zunächst für einen Scherz halten könnte, gäbe es nicht das Impressum der Thor-Steinar Homepage und einen “seit Monaten im Internet kursierenden Handelsregisterauszug”, der den ungewöhnlichen Eigentümerwechsel beim Thor Steinar Produzent Mediatex bestätigt. Demnach sei der neue Besitzer von Mediatex der arabische Großinvestor Faysal al Zarooni, der mit der „Faysal al Zarooni Group of Companies“ in Dubai vorwiegend “Immobiliengeschäfte betreibt” und “Beratungsdienstleistungen anbietet”. Seit November 2008 ist Zarooni bereits Eigentümer und beschäftigt seinen “Berater und Wirtschaftsprüfer” aus der Zarooni Group, Mohammed M. Aweidah, nun auch als Geschäftsführer der Mediatex. Ein Sprecher des Amtsgerichts Potsdam bestätigte dem Blogger gegenüber, die Echtheit des Handelsregisterauszuges und den Einstieg des Investors aus Dubai in das kleine Unternehmen mit Sitz im Brandenburgischen Königs-Wusterhausen. Mediatex selbst war zu einer Stellungnahme uns gegenüber, weder telefonisch noch per Email, bereit.
Der Eigentümer- und Personalwechsel könnte auf das Unternehmen große Auswirkungen haben. Ob damit ein Imagewechsel einhergeht ist allerdings fraglich. Die stärkste Käufergruppe der Marke diskutiert bereits in den einschlägigen, rechtsextremen Foren über die Übernahme. Dem bisherigen Geschäftsführer Uwe Meusel wird dort vorgeworfen, er habe sich an der rechten Käufergruppe bereichert und sie verraten. Viele Forenteilnehmer rufen zum Boykott der Marke auf.
Quelle: http://blog.miescha.de/index.php/2009/03/04/erstaunlich-erstaunlich-erstaunlich/






..wenn die Nazis das jetzt boykottieren und auf PoloRalph umsteigen kann ich FDP und NPD nich mehr auseinanderhalten!
Skandal.
Kommentar von Matt — 17. März 2009 @ 16:52
Nunja, wäre ja nicht das erste Mal, dass Muslime und Rechte gemeinsame Sache machen …
Kommentar von Mmmatze — 17. März 2009 @ 17:24
[...] Links Clay Shirky denkt. re:publica widget Thor Steiner an arabische Investoren verkauft [...]
Pingback von Eine BILD von einem Mann « Angelegenheiten — 17. März 2009 @ 23:52
[...] rumpelnden Aufmärschen von 100% deutsche Würstchen spazieren getragen wird - und die jetzt von einem arabischen Investor übernommen wurden (ist damit der Ausländerhaß passé? Ist Thor Steinar damit ab sofort “nur [...]
Pingback von Hitler-Blog - ثور شتاينر - tazblogs — 18. März 2009 @ 08:16
“Proteste…und Demonstationen…,die zum Glück meistens ihre Wirkung zeigen”
Wie bitte? Etwas verharmlosend Eure Beschreibung! Ich habe in einigen Zeitungen lesen können, dass Fenster eingeworfen, Wände beschmiert und Kunden körperlich angegriffen wurden! Man stelle sich vor dass jeder/jede MitbürgerIn seinen Unmut über irgendetwas auf diese Art und Weise zeigen würde. Naziladen hin oder her, sowas gehört sich nicht
Kommentar von Kerstin — 18. März 2009 @ 09:23
Die kameradschaftlichen Gefühle für Muslime von Seiten einiger Nazis enden aber ganz schnell wieder, sobald die “zu viele” oder zu “mächtig” in Deutschland werden. Das “gemeinsame Sache machen” beschränkt sich in der Regel auf den antiisraelischen Kampf. Ansonsten sind das “Kanacken”.
Von daher dürfte das noch ganz lustig werden.
Kommentar von Nada — 18. März 2009 @ 09:29
ثور شتاينر…
Abteilung “gute Vorsätze (erledigt)”: Einem Nazi weismachen, Thor Steinar sei in Wirklichkeit Jude und heiße Jonah Steinblum.
Die Realität hat die bessere Geschichte parat.
(via und Überschrift geklaut beim Hitlerblog)
……
Trackback von BERNIE.1 — 18. März 2009 @ 09:54
@ Kerstin:
Tatsächlich wurde eine Scheibe etwas lädiert, aber nicht “eingeworfen”. An der Wand neben dem Schaufenster kann man jetzt lesen: “Nazi scum fuck off”. Anwohner haben Transparente aus den Fenstern gehängt, die auf den Charakter des Ladens aufmerksam machen. Von Angriffen auf Kunden weiß ich nichts, dafür wurde ich, als ich mir selbst ein Bild machen wollte, sofort von privaten Sicherheitskräften beäugt. Polizei war auch in der Nähe. Die Demo verlief friedlich. Ich weiß ja nicht, was Sie so für Zeitungen lesen…
Kommentar von Nada — 18. März 2009 @ 10:23
@Nada
“Der Laden wurde mehrfach Ziel von Farbanschlägen” und “Bei der Samstag-Demonstration gegen die geplante Eröffnung einer “Thor Steinar”-Boutique an der Petersburger Straße ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.”
Berliner Morgenpost
“Vereinzelt seien mit Wasser gefüllte Plastikflaschen geflogen” BZ
und und und… noch mehr? Dann Augen aufmachen und rote Brille absetzen!
Oder machts für Dich einen Unterschied ob es um ein Nazigeschäft oder einen türkischen Dönerstand geht?
Kommentar von Kerstin — 18. März 2009 @ 12:36
Es wäre nett, wenn das kulturalistische Geseiher in Richtung „Nazis und Muslime machen gemeinsame Sache/sind eh das Gleiche“ mal unterbleiben könnte. Da krieg ich echt das Kotzen.
Zum Thema: konte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Schöner kann der allgegenwärtige Markenfetisch nicht verdreht werden.
Kommentar von Frank — 18. März 2009 @ 14:37
[...] die mich vor lauter Lachen vom Stuhl schmeißen: Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft Muharharharharhar! Die stärkste Käufergruppe der Marke diskutiert bereits in den [...]
Pingback von Das Kraftfuttermischwerk — 18. März 2009 @ 14:41
Ja etwa nicht?
Kommentar von Klaus — 18. März 2009 @ 14:58
überaus seriöse quellen kerstin bitte troll dich
(Anmerkung: Bitte versuche, sachlich zu bleiben. Moderator_jk)
Kommentar von herr günther — 18. März 2009 @ 15:24
@Nada
Das wird bestimmt nicht “lustig”, sondern scheiß-gefährlich! Selber mal Augen auf bei der Wortwahl!
Kommentar von Miriam — 18. März 2009 @ 15:35
Ja es macht einen Unterschied ob es um einen Nazi Laden geht oder um einen Dönerstand. Man verkauft eine Ideologie über eine Marke und erwirtschaftet dann auch noch Geld damit. Die erste Demo war wohl spontan und die zweite bei der ich dabei war verlief friedlich, NACH der Demo gab es noch ein kleines Geplänkel mit den Wachhabenden, das war’s aber auch schon. Da war bei der Demo ne Woche später in Friedrichshain schon mehr los. Eingeworfene Fensterscheiben? Gebt dem Nazipack halt keine Geschäfte!
Kauft nicht bei Nazis. Keinen Platz für Faschisten!
Kommentar von berlinnow — 18. März 2009 @ 16:02
[...] Uwe Meusel, verkauf War es das für die Nazi Marke Thor Steinar. Wie ich gerade im Störungsmelder gelesen habe wurde die Marke bereits im November an einen Arabischen Investor aus Dubai verkauft. [...]
Pingback von Aus für Thor Steinar in der Nazi Szene? « Berlin now! — 18. März 2009 @ 16:28
Liebe Kerstin,
naja BZ und Morgenpost sind ja wohl auch für ihre Brillengläserfarbe berühmt…
Kommentar von cabotine — 18. März 2009 @ 17:27
Oder machts für Dich einen Unterschied ob es um ein Nazigeschäft oder einen türkischen Dönerstand geht?
Muss man als Mensch eine unmenschliche Ideologie akzeptieren ?
Ich habe im Laufe der Jahre, und nach engeren Kontakt in die Rechte Szene, mir den Luxus geleistet, mir ein “Vorurteil” zuzulegen.
Ich gehe nämlich davon aus, dass sich ein Grossteil der Rechten im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte FÜR eine Menschenverachtende nazistische und stinkende Ideologie entscheidet.
Und genau dieser Grossteil findet zum Beispiel gut, wenn mal wieder einer von den Zecken, Kanaken oder sonstwas dummerweise zu Tode kommt oder verletzt wird.
Ich muss sowas nicht tolerieren. Und ich muss mir nicht genau von diesen Leuten vorwerfen lassen ein “roter Nazi” zu sein.
Und Wasserflaschen gegen einen Naziladen mit Brandsätzen gegen einen Dönerstand gleichzusetzen zeugt gelinde gesagt von Naivität. ( oder soll es doch nur eine plumpe Provokation sein ? )
Kommentar von naja — 18. März 2009 @ 17:49
Kerstin scheint wohl den Finger in die Wunde gelegt zu haben. Aber nochmal für mich zum Verständnis. Rechte Gewalt, ob gegen Gegenstände oder Leute, ist uncool und nicht tolerierbar, aber linke Gewalt geht klar weil… ja warum eigentlich?
Weil die gesellschaftliche Stimmungslage das gerade zulässt? Dann hofft es das nicht eines Tage mal in eine andere Richtung umschlägt. Ich erinner Euch dann daran!
Kommentar von Thomas — 18. März 2009 @ 18:44
@naja
vor allem wird die dönerbude nicht wie der thor steinar laden in friedrichshain fast rund um die uhr bewacht.
Kommentar von berlinnow — 18. März 2009 @ 20:22
Guten Tach! Schalte mich mal ein.
Also letztlich scheinen sich ja alle einig zu sein, dass solche Läden nicht grade zum Feiern einladen. Die einen sehen es etwas radikaler, die andern nicht. Worauf es doch ankommt ist eigentlich, warum diese Geschäfte denn so oft wieder schließen. Sicherlich nicht (nur) aufgrund einer geringen Menge an Meschen die Tranpsarente hochhalten wie “Die Stadt X stellt sich quer”
Also schlimm find ich das nicht, dass solche Läden Ziel von Randale werden. Die Besitzer sind sicher genau deshalb entsprechend versichert. Personenschäden müssen allerdings wirklich nicht sein.
Auch für die VermieterInnen ist es sicher auch das kleinere Übel eine Fensterscheibe zu ersetzten, als sich nachher noch als UnterstützerInnen für die rechte Szene angeklagt zu sehen und dann Jahrelang Theater zu haben.
Kommentar von Peat — 18. März 2009 @ 21:24
[...] in einschlägigen Kreisen beliebte Klamottenmarke “Thor Steinar” ist an arabische Investoren verkauft worden … langsam läuft es darauf hinaus, dass bestimmte Personengruppen nackt herum laufen [...]
Pingback von KeenTech » Über den Tellerrand Nr. 12 — 18. März 2009 @ 22:37
Keine Toleranz gegenüber Intoleranz!
An alle die hier Leute die endlich mal handeln mit Randalierern vergleichen, oder Dönerläden mit rechter Idiologie verkaufenden Läden wie z.B. “Tromsö” !
Diese Bagatelisierung von zunehmender rechtaradikaler und antisimitischer Gewalt ist echt zum kotzen!
Kommentar von Wheeli — 18. März 2009 @ 23:34
[...] Rechtsextremisten bevorzugtes Klamottenlabel hat demnächst wohl ausgedient: […] die neuesten Nachrichten von Thor Steinar haben ausnahmsweise nichts mit Eröffnungen, [...]
Pingback von POLITISCH KORREKT » Braunkleidersammlung? — 19. März 2009 @ 00:52
Daran sieht Man die sinlosigkeit von Kleiderverboten lmaa.
Kommentar von ttt — 19. März 2009 @ 01:32
[...] “Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft” [...]
Pingback von “Die Arber übernehmen die Nazis.” | Das rote Blog — 19. März 2009 @ 10:02
@Peat
Und ihr wundert euch allen ernstes, dass ihr bei den größten Teilen der bevölkerung eher ein Augenrollen als Zustimmung provoziert…
Es ist und bleibt Sachbeschädigung, dass ist weder entschuldbar, noch in irgendeinerweise gerechtfertigt - eher reichlich selbstgerecht. Proteste sind gut und schön, dass Interiör ist aber tabu und ebenso Menschen die Meinen dort einkaufen zu müssen, ansonsten braucht man sich tatsächlich nicht zu wundern, wenn sich jemand (nicht nur rein juristisch) zur Wehr setzt. Das dürfte dann auch unter Notwehr und Nothilfe fallen (und ist wiederum nicht strafbar), spätestens dann fängt wieder das Gejammer über “unfaire” Gerichtsurteile an.
Nebenbei, ob die Versicherung zahlt oder nicht spielt auch keine Rolle, Fakt ist, dass soetwas meist mit Verdienstausfall einhergeht und den Betreiber meist mehr schädigt als er an Geld von den Versicherern bekommt. Zumal die versicherungsbeiträge auch nicht gerade gering sind.
Wenn die Leutchen nicht in der Lage sind, den Protest friedlich auszugestalten ist es nicht verwunderlich, dass beide Seiten sich aneinander vergreifen. Naja solang es denjenigen Spass macht… ich finde die Rechtfertigung von Straftaten schlicht abartig.
Kommentar von Sebastian Ziegler — 19. März 2009 @ 12:05
[...] realität vs. ideologie 1:0 (via) Verwandte Artikel [...]
Pingback von neues aus der roiberhöhle - Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft — 19. März 2009 @ 12:48
[...] weiterlesen auf Störungsmelder [...]
Pingback von Altlasten « — 19. März 2009 @ 13:23
@Sebastian Ziegler
Ich finde es ziemlich abartig als Nazi durch die Gegend zu laufen und einen großen Teil der Menschen um einen herum zu verachten, wenn nicht zu hassen. Sehr viel abartiger als Sachbeschädigung im kleinen Stil.
Kommentar von Dennis — 19. März 2009 @ 13:27
@ Sebastian
Naja, auch wenn es jetzt ein großes Fass ist was ich aufmache, vermute ich, dass bei allen Protesten für Menschenrechte auch genau diese teilweise verletzt wurden.
Geht man konsequent deiner Anschauung nach, wäre die Berliner Mauer nie gefallen, da sich ja keiner der Sachbeschädigung oder der Landsesflucht hätte strafbar machen durfte, um sich und seine Familie aus so einem verachtendem System zu befreien. Das war damals nämlich auch ungesetzlich sich zu wehren.
(hätte dann jetzt hier gerne einen Alternativvoschlag von dir, wie die Leute es damals hätten besser machen können, ohne gegen irgendeinen Paragraphen zu verstoßen)
Haben aber Tausende gemacht und haben das richtige getan. Heute sind sich sehr viele einig, dass sich dieser Kampf gelohnt hat. Auch wenn da ein Wachtmann vlt. etwas abbekommen hat oder ein Polizeiauto kaput gegangen ist.
Wie bereits gesagt, find ich Personenschäden auch absolut verwerflich, aber es geht ja Hauptsächlich um Sachbeschädigung, die IM VERHÄLTNIS relativ unbedeutend ist. Ich würde es selber auch nicht machen, kannste mir glaube, deshalb schenk dir bitte so Aussagen wie
“Und ihr wundert euch allen ernstes, dass ihr bei den größten Teilen der bevölkerung eher ein Augenrollen als Zustimmung provoziert…” .
Da der Großteil der Bevölkerung so denkt wie du, ist es klar, dass Leute MIT Idealen nur Augenrollen bekommen können.
Aufruhe und Sachbeschädigungen wirst du sicher in jeder Revolution wiederfinden, welchen du heute wahrscheinlich auch dein Weltbild verdanken darfst. Also würd ich mit leuten die sich nicht nur mit Händen in der Tasche vor so einen Laden stellen und den Kopf schütteln etwas respektvoller umgehen.
Und wenn die zu hohen Versicherungskosten diese Länden pleite gehen lassen, verstehe ich das als sehr humanen Protest, mit sehr geringem Schaden. Wir reden hier nicht über Leute, die Süßigkeiten verkaufen, sondern von Leuten die sich latent über die allgemeinen Menschenrechte stellen und eine perverse Ideologie verkaufen. Da untätig zu bleiben sollte per Gesetz verboten werden,
da man diese Gefahr schlichtweg ignoriert und somit einen viel massiveren Schaden mitverursacht.
Sieverkaufen keine Meinung, sondern sprechen im Großen und Ganzen allen nichtdeutschen ihre Rechte ab.
Ich kann deiner Haltung leider nicht so hohe Erfolgschancen abgewinnen bei dem Problem “Nazi-Läden”.
Bin allerdings offen genug mich von dir überzeugen zu lassen, dass du die Welt mit deinem Konzept besser machen kannst.
(…Unterschriften sammeln bringt im Einzelfall auch was, weiß ich bereits)
Bin ganz Ohr
Kommentar von Peat — 19. März 2009 @ 14:34
[...] sollte man das dem ein oder anderen Träger dieser Klamotten flüstern. Thor Steinar gehört einem arabischen Investor. Ein wunderbares Augenzwinkern des Lebens. [...]
Pingback von Verkauft « defsage.de — 19. März 2009 @ 14:37
[...] Link via Störungsmelder Geposted von beni in Aktuelles am 19. März 2009 Trackback Link [...]
Pingback von Straight in your head E-Zine » thor steinar kennt ihr? — 19. März 2009 @ 16:11
[...] dieses zwanghafte uniformierenwollen). Das dürfte sich nun allerdings ändern, denn die Marke ist offenbar an einen arabischen Investor verkauft worden. Huch denkt man da, das ist ja etwa so als trete der Papst zum Islam über oder [...]
Pingback von RichardConrad.de » Blog Archive » Thor Steinar — 19. März 2009 @ 19:58
Wer weit genug RECHTS läuft, kommt irgendwann LINKS an. Oder bei islamischen Investoren.
Palästinensertücher sind übrigens auch Unfiformen.
Kommentar von Istvan — 19. März 2009 @ 21:45
Jetzt müssen wir wohl damit anfangen gezielt muslimische Unternehmen zu attackieren und deren Autos anzuzünden.
(Anmerkung: Bitte verzichte auf Zynismus. Danke. Moderator_jk)
Wenn wir das bei Deutschen machen, befürworten die Medien und Gerichte unsere Gewaltakte ja glücklicherweise sehr oft , aber ob sie uns auch beistehen wenn die Opfer mal Nichtdeutsche sind?
Kommentar von SED-Wähler — 19. März 2009 @ 21:50
Eine faschistische, judenfeindliche und diskriminierende Politideologie investiert in eine ANGEBLICH rechte, faschistische Modemarke. Einfach mal die rote Brille ablegen, und auch mal was anderes lesen als TAZ und andere einseitig linke Medien !!!
Kommentar von Harald — 19. März 2009 @ 22:49
Es wäre nett, wenn das kulturalistische Geseiher in Richtung „Nazis und Muslime machen gemeinsame Sache/sind eh das Gleiche“ mal unterbleiben könnte. Da krieg ich echt das Kotzen.
Kommentar von Frank
———————————————
Dann ist Dir anscheinend völlig entgangen, daß die Nazis die Mohammedaner schon immer als “die treuesten Bundesgenossen im Kampf gegen das internationale Judentum” betrachtet haben.
Drei muslimische SS-Divisionen kämpften im Krieg mit den Nazis und die Parallelen von Hamas mit der faschistischen Ideologie sind wohl kaum zu übersehen.
Kommentar von Eduard — 20. März 2009 @ 08:49
Meine Vision dazu: Von grimmig dreinblickenden “Asiaten” bewachte Steinar Läden in jeder größeren Stadt. Und kein “Antifaschist” traut sich mehr dagegen zu “demonstrieren”, weil es dann mal richtig was auf das Maul geben würde von den Palästinenserfreunden…
(Anmerkung: Bitte trage zu einer sachlichen Diskussion bei. Moderator_jk)
Kommentar von Karnevalist — 20. März 2009 @ 09:00
@Harald
Das ist also verwerflich, dass ein Ausländer (auch noch ein Moslem, also ein faschistischer Judenfeind, wie ich deinen Worten entnehme, ich weiß das war in der DDR anders, aber hier zählt Individuum vor politischer Lage im Herkunftsland, also kannste dir derartige Blödheiten sparen) DIE Firma der Nazis kauft? Sie sollte besser in ideologisch gefestigten, deutschen Händen verbleiben oder wie? Und was heißt angeblich rechts? Mode ist Image und wenn du dir anschaust, wer diese Marke anzieht, musste schon mit ziemlicher Tumbheit geschlagen sein, um nicht zu erkennen, was die Träger eint. Insofern ist der Verkauf ins Ausland ne richtig geile Nummer. Hauptsache Ausland, denn für die ist Hauptsache deutsch. Und das ist ja dann scheiße gelaufen, möchte man sagen. So viel Geld umsonst ausgegeben.
Kommentar von Dennis — 20. März 2009 @ 12:15
Beim lesen dieser Internet-Seite kam mir unwillkürlich der Satz in den Sinn, der treffend beschreibt, mit was für selbstgefälligen Schwachköpfen ein Demokrat sich tagtäglich herum schlagen muss:
“Wer ständig links herum läuft, kommt irgend wann immer rechts an….”
Allein der Kommentarbereich hat mir eindrucksvoll bewiesen, das Demokraten hier eine verschwindende Minderheit darstellen. Um es anders auszudrücken: Ob braun oder rot, Faschisten sind sie letztendlich alle.
Stoppt jede Form des Extremismus! Kein Fußbreit dem politischen Rand der Gesellschaft. Die Farbe des Randes ist völlig irrelevant.
Wenn sich die Macher dieser Seite diese Auffassung zu Eigen machen, betrachte ich sie als demokratisch.
Bis dahin betrachte ich Euch als billiges Propaganda-Instrument.
Kommentar von Dirk — 20. März 2009 @ 13:22
Typisch Fanatiker! Die muslimischen Extremisten kaufen Ihre Armeeklamotten auch am liebsten von amerikanischen Herstellern!
Arme dumme Menschheit!
Kommentar von F0L3Y — 20. März 2009 @ 14:56
Das ist aber traurig, daß Du Parteien nur an den Klamotten unterscheiden kannst…
Kommentar von Klaus — 20. März 2009 @ 17:02
Meinte das erste Posting, sorry.
Aber macht doch Sinn, wenn die Araber die Marke kaufen. Antisemiten unter sich…..
Kommentar von Klaus — 20. März 2009 @ 17:03
[...] Stoerungsmelder: “Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft” [...]
Pingback von Punkrock! » Blog Archive » Thor Steinar gehört jetzt Araber — 20. März 2009 @ 18:07
An sich eine interessante Nachricht.
Mal eine Frage:
Es heißt doch im angegebenen Blog, dass die Firma aus Dubai nur Teilhaber ist.
Was stimmt denn nun? Ist es nun eine rein arabische Bekleidungsfirma oder ein deutsch-arabisches Gemeinschaftsprojekt?
Kommentar von NDM — 20. März 2009 @ 20:16
[...] Und schon wieder mal ein richtig interessanter Deal: Tor Steiner (bewusst falsch) ist an arabischen Investor verkauft (nach Stoerungsmelder). [...]
Pingback von Finanzkrise II | chemblog — 20. März 2009 @ 23:40
“Irgendwann” schreibt man nicht getrennt.
Kommentar von Dennis — 21. März 2009 @ 07:39
@Dirk:
Du solltest nur eines nicht vergessen: Nach der Erfahrung der Weimarer Republik, ist ein Demokrat, der nichts gegen die Nazis/Rechtsradikale unternimmt, gar kein Demokrat. Oder mit anderen Worten, die so abgelehnten Proteste gegen Naziläden sind die eigentlich demokratischen Ausdrucksweisen. Diejenigen, die Ihre Passivität hinter Gesetzen verstecken, sind im eigentlich Sinne undemokratisch - denn sie scheinen ja zu glauben, dass irgendwer anders sich schon darum kümmern würde. In einer Demokratie sind es aber nicht irgendwelche Andere, sondern die Demokraten selber, die sich um Nazis/ Rechtsextreme kümmern müssen. Leider haben genau diese Demokraten die Demokratie immer noch nicht verstanden…
Kommentar von Franzi — 21. März 2009 @ 09:30
Jetzt stößt auf dem Störungsmelder der antiislamische zum palituchtragenden linksgestrickten antfia-Stammtisch und diese seltsame Mischung hält sich für die Retter der Demokatie.
[Anmerkung: Bitte versuche, sachlich zu bleiben. Moderator_as]
Kommentar von Nele — 21. März 2009 @ 11:42
[...] Geschichte hier bei miescha.de hat Kreise gezogen. Nämlich hier und hier und hier und hier. Bemerkenswert. Der letztverlinkte Artikel hat es auch in die [...]
Pingback von der miescha» Blogarchiv » Schulterklopfen — 21. März 2009 @ 13:43
@nele
schön, dass du mal wieder die Wahrheit kennst.
Kommentar von Dennis — 22. März 2009 @ 13:00
ZU Kerstin und ihrer Kritik am Protest in Berlin Friedrichshain:
Entschuldige, ich lebe dort und in Friedrichsahin sind tätliche Angriffe von Rechten auf links, ausländisch oder homosexuell aussehende Menschen an der Tagesordnung. Dieser Berliner Bezirk ist in seiner Grundeinstellung seit ewigen Zeiten klar links. Und die Entscheidung einen solchen Laden dort zu eröffnen eine reine Provokation. Genauso wie der Laden in Rosa-Luxemburg Straße (!!!).
Sorry, ich kanns verstehen wenn sich jemand gegenmenschenverachtendes Verhalten mit menschenverachtendem Verhalten wehrt.
Lass dich selbst mal verprügeln und wir reden weiter…
(Anmerkung: Bitte bleibe bei Deinen Kommentaren fair. Moderator_jk)
Kommentar von Aensch — 23. März 2009 @ 09:54
Und Leute gleichzustellen nur weil sie sich alle am Rand der Gesellschaft befinden finde ich auch daneben. Ich halte auch gar nichts von linken, verblendenten Extremisten, aber jede Gruppe die sich nicht in unsere hochgelobte “Kapitaldemokratie” einfügen als staatsfeindliche “Undemokraten” gleichzustellen ist auch einfach nur engstirnig beobachtet. Schon mal dran gedacht, dass die Art von “Demokratie” solche extremen Einstellungen erst produziert.
Wenn ich Sachen wie von Dirk lese, wird mir eher schlecht bei dem Gedanken wie viele selbstgefällige, angepasste Staatslover es in Deutschland gibt, die NIE aufstehen und sich wehren werden wenns drauf ankommt.
Kommentar von Aensch — 23. März 2009 @ 10:01
Ich finde unseren Staat ganz in Ordnung, schließlich kann sich jede Wertung nur am Vergleich orientieren und nicht an Utopia…
Aber du hast natürlich recht, dass es eine derartig jämmerliche intellektuelle und emotionale Verkürzung ist, rechtsradikale und linke JUGENDLICHE bzw. junge Erwachsene auf eine Stufe zu stellen und Motivation, Handlungen und geistige Haltung zu vergleichen (jetzt mal abseits von schweren Straftaten), dass man am Guten im Menschen zweifelt. Die frustrierte Dummheit scheint sich ihren Weg bahnen zu können, selbst im Wohlstand, so wenig checken die Leute sich selbst.
Kommentar von Dennis — 23. März 2009 @ 13:57
[...] ganze Geschichte gibts beim Störungsmelder. Das ist doch zu [...]
Pingback von Zigulles kleines Web-Blog » Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft — 23. März 2009 @ 21:21
Man muss wirklich aufpassen, dass man die Fassung behällt, wenn man hier liest, dass rechts und links doch der gleiche “Brei” sein sollen.
Diese Bagatellisierung hier sollte mal jemand mitbekommen, der/die das 3. Reich von Anfang an mitbekommen und nachher überlebt hat. Ich vermute, dass sich danach hier diese pseudo demokratische Haltung minimieren würde, wenn er/sie uns erzählt, dass alles mit kleinen Läden, Schildern und und harmlos aussehenden Flugblättern angefangen hat und das geltende Recht vor der Änderung auch nie verletz wurde.
Abgesehen davon machen hier offenbar einige Leute den Fehler linken Aktionen pauschal den anarcho Stempel aufzudrücken. Es geht vielen hier sicher nicht um Kaputmachen, sondern um den Schutz der Demokratie und der geltenden Rechte für ALLE ethnischen Gruppen auch die Menschen der rechten Szene. Wir wissen hoffentlich, dass diese Leute häufig nur ein Mangel an Selbstwert und Selbswirksamkeinsgefühl spüren und deswegen nicht verprügelt werden sollen, sondern therapeutische und pädagogische Hilfe bekommen müssen. Aber das wäre für die möchtegern Demokraten hier dann sicher auch wieder zu viel Verantwortung. So ein eindimensionales Denken versteh ich nicht *würg*
Man kann froh sein, dass es schon immer Leute gegeben hat, die ihre politische gesinnung nicht von RTL 2 haben, so wie es offenbar hier der Fall ist, sondern durch das beobachten der Gesellschaft vor dem Hintergrund von Menschenrechten. Es gibt Gott sein Dank auch richtige DemnikratInnen, die den Schutz dieses, tatsächlich seltenen und zerbrechlichen Systems zu ihrer Aufgabe gemacht haben und nicht ausschließlich auf ihren Gegenargumenten sitzen bleiben. Wenn das euer Dagegen-Sein ist, dann kann man mit den Menschen bald alles machen…
… und dann gudde Nacht liebe Blogg Demokraten
Kommentar von Peat — 25. März 2009 @ 20:31
Ich möchte noch eine sache anmerken:
Die NöNazis beschweren sich, dass keine Gelder in die Szene geflossen sind. Nun wird einem ja das Argument, dass T. S. die rechte Szene mitfinanziert, um die Ohren gehauen. Das, liebe NöNazis und Sympathisanten, ist leider ein wenig kurz gedacht. Denn wenn die NöNazis sich darüber beschweren, heißt das doch im Umkehrschluss, dass sehr wohl Geld von T. S. erwartet und nun jedoch eher in Villen investiert wurde. Niemand beschwert sich über etwas, was er nicht bekommen hat, wenn er es denn nicht erwartet.
Kein NöNazi würde auf die Idee kommen, sich über z. B. Lonsdale zu beschweren, weil sie kein Geld in die Szene fließen lassen. Die haben ja nachweislich nichts mit der Szene zu tun.
Somit ist der Umstand, dass sich NöNazis über ausbleibendes Geld beschweren gerade ein Beweis für die Verstrickungen von T. S mit eben jener Szene!
Kommentar von Ingo — 30. März 2009 @ 18:31
Na wenn Sie es sagen…aber auf jedenfall eine Interessante Theorie. Gibts glaubwürdige Quellen dazu?
Kommentar von Peat — 2. April 2009 @ 15:06
Einfach in den einschlägigen Foren mitlesen.
Links und Namen werde ich hier natürlich nicht nennen.
Kommentar von Ingo — 2. April 2009 @ 17:44
[...] man Thor Steinar als aufrechter DeutscherNazi tragen darf, obwohl das Label jetzt dem bösen Musel gehört. Wird wohl darauf hinauslaufen das man ja als gemeinsamen Feind den Zionismus hat, gibt ja auch [...]
Pingback von Intelligenz sieht anders aus. « NobodyGamesAShit — 4. April 2009 @ 11:20
Hallo Peat, wir haben Deinen Kommentar gelöscht. Bitte bleib sachlich. Mod. JT
Kommentar von Peat — 8. April 2009 @ 10:27
Unkraut vergeht nicht….
http://de.indymedia.org/2009/04/246477.shtml
Kommentar von Peat — 8. April 2009 @ 10:28
Also ich versteh gar nicht was der ganze Hype um irgendwelche Klamotten soll. Ich persönlich bin kein Nazi aber muss sagen daß mir die Klamotten von Steinar eigentlich ganz gut gefallen und es gibt auch Nazis die Adidas, Nike oder sonst was tragen…. Darf man das nun auch nimmer anziehen ohne in die Richtung gedrückt zu werden?
Kommentar von Nel — 4. Mai 2009 @ 19:58
*gähn*
Nel, deine Nichtargumentation hat einen Bart bis nach Israel.
Ich empfehle dir die Broschüre von “Investigate Thor Steinar”.
Kommentar von Ingo — 5. Mai 2009 @ 10:31
Hi Ingo,
ich habe keine Argumentation abgegeben, sondern einfach nur mal in den Raum geworfen daß es mir nicht in den Kopf geht daß an irgendwelchen Klamotten festgemacht wird welche Gesinnung jemand (angeblich) haben soll.
Kommentar von Nel — 6. Mai 2009 @ 22:25
lol.. na nach der Deffinition sollten wir auch alle wieder Hakenkreuzbinden tragen dürfen, oder sollten wir dann nicht auch lieber wieder Sonnenzeichen sagen?
Bestimmte Zeichen und Klamotten haben nunmal das Stigma bekommen “Naziklamotten” zu sein. Kann man meinetwegen Doof finden, ist aber auch ein gutes Erkennungsmerkmal. Schwieriger wirds, wenn der Dresscode von den Rechten dem der Linken, oder dem Rest der denkenden Gesellschaft ähnelt oder sogar gleicht. Stichwort “schwarzer Block” Dann doch lieber Unterscheidungsmerkmale, damit man im Zweifelsfall die Strassenseite wechseln kann um sich in Sicherheit zu bringen. Hab da schon gute Erfahrungen mit gemacht.
@ Nel: Wenn dir das immernoch nicht durch den Kopf geht, dann gründe doch ne Befreiungsinitiative für die einzig schönen Klamotten dieser Welt. Ist sicher ne gute idee, messe dem aber nicht so viel Erfolg zu.
Kommentar von Peat — 7. Mai 2009 @ 09:28
Stimmt, es war ja auch kein Argument sondern der schon uralte Versuch, T. S. zu verharmlosen.
Wenn jemand einen Fanschal vom HSV trägt, ist er dann Fan vom 1. FC Bayern?
Wenn jemand Landser oder Sleipnir hört, ist er ein lupenreiner Dewmokrat?
Wenn jemand Kleidung VON und FÜR Nazis trägt, ist er ein Pazifist?
Kommentar von Ingo — 7. Mai 2009 @ 11:11
Die Dummheit Menschen nach ihrer Bekleidung zu verurteilen, ist doch doch nicht nur eine Makke der rechten Szene.
Gott bin ich froh, dass meine Bildung und meine Toleranz ausreicht um Menschen nach Ihren Taten zu beurteilen….
Aber natürlich sehen dass linke und rechte Gutmenschen mal wieder ganz anders.
jessele, so ein schwachsinn
Kommentar von Jan — 7. Mai 2009 @ 15:40
vielen Dank, dass du uns deine Übermenschliche Inteligenz zur Show gestellt hast. Offensichtlich reicht sie aber nicht aus, um dich argumentativ und ohne beleidigend zu werden diesem Diskurs anzuschließen. Oder seh ich das falsch und du bist einfach so klug, dass wir deiner einfach nicht würdig sind? Kannst uns dumme “Gutmenschen” hier doch nicht so ungebildet lassen.
(ja ja ich weiß, ich muss sachlich bleiben, aber ist doch wahr…)
Kommentar von peat — 11. Mai 2009 @ 12:24
Gutmenschen…Wie schnell sich doch gewisse Menschen ihre selbstgewählte Maske vom Gesicht reißen.
Kommentar von Ingo — 11. Mai 2009 @ 15:59
“Wenn jemand einen Fanschal vom HSV trägt, ist er dann Fan vom 1. FC Bayern?”
Warum nicht? Ich bin sowohl für Dynamo Dresden als auch für Hansa Rostock zu begeistern. Wenn beide gegeneinander spielen trage ich nur einen Fanschal…
“Wenn jemand Landser oder Sleipnir hört, ist er ein lupenreiner Dewmokrat?”
Warum nicht? Im Rahmen politischer Bildungsarbeit, durfte ich mir sogar Störkraft antun.
“Wenn jemand Kleidung VON und FÜR Nazis trägt, ist er ein Pazifist?”
Warum nicht? Es gibt durchaus Menschen, die in Thor Steinar lediglich das Produkt an sich sehen: Qualitativ hochwertige Kleidungsstücke, die zugegebenermaßen ansehnlich gestaltet wurden. Ich würd mir zwar sowas nicht anziehen, kenn aber einige die es genau deshalb tragen (oder von ihren Großeltern geschenkt bekommen haben)…
Mit anderen Worten: Ihre billige Polemik können sie sich sparen.
Kommentar von Sebastian Ziegler — 12. Mai 2009 @ 08:39
Ich glaube das es hier allerdings darum geht genau zu differenzieren. Wenn ich Wissenschaftlichen Gesichtspunkten entprechende Artikel analysiere, bin ich hier sicher nicht der Kern der Problematik.
Ich denke das wir hier eher die Leute im Kopf haben, die sowohl T.S. Klamotten tragen, als auch andere Atribute dieser Szene aufweisen.
Hier ist auch die Frage gegeben, wer jetzt hier den schwarzen Peter bekommt. Ich finde das man als Kleidungskonsument schon in der Verantwortung steht sich über die kleidung zu informieren. (Ich kaufe auch nix, wovon ich weiß, dass es mit Kinderarbeit produziert wurde, auch wenn die Sachen gut aussehen und lange halten)
Wenn eine Marke tatsächlich nur von uns verblendeten Linken Stigmatisiert wird, dann ist auch der Verkäufer verantwortlich sich davon zu distanzieren. Da aber letzteres so gut wie nie passiert haben die Marken doch überhaupt dieses Image. Also sind die Verkäufer meiner Meinung nach selber verantwortlich, wenn sie klar erkennbare Szeneläden besitzen und zu Störkraft Cd´s auch noch T.S. klamotten verkaufen.
Ich denke das Sebastian hier den Fehler macht nicht einzusehen, dass auch das Lable hinter einem Pulli nicht immer nur das Produkt sieht.
Kommentar von Peat — 12. Mai 2009 @ 12:52
Ach, nochwas: Wenn man sich bewust für eine Marke entscheidet, die auch gar nicht vom Kern ausgehend eine reche Orientierung hat, dann ist das doch auch ok.
HSV Schals fallen ja auch nicht in dieses Raster, weil es mehr Fans gibt, die nicht rechtsradikal sind und der Verein auch gar nix mit Politik zu tun hat und sich somit distanziert. Und deshalb trägt ein Nazi nicht wegen seiner politischen Einstellung einen Fussballfanartikel.
Mit anderen Worten: Deine Argumentation hinkt von vorne bis hinten!
Kommentar von Peat — 12. Mai 2009 @ 13:03
“Wenn eine Marke tatsächlich nur von uns verblendeten Linken Stigmatisiert wird, dann ist auch der Verkäufer verantwortlich sich davon zu distanzieren. Da aber letzteres so gut wie nie passiert haben die Marken doch überhaupt dieses Image. Also sind die Verkäufer meiner Meinung nach selber verantwortlich, wenn sie klar erkennbare Szeneläden besitzen und zu Störkraft Cd´s auch noch T.S. klamotten verkaufen.”
Nicht zwangsläufig. Sieht man die Linken als “verblendet”, muss man sich nicht distanzieren. Im Gegenteil, da die Stigmatisierung aus einer Verwirrtheit oder einem Glauben resultiert muss man deren Stigmatisierung nicht wirklich ernst nehmen. Es ist dann auch egal, ob der Fakt an sich stimmt. Denn der “verblendete” Linke hat nur per Zufall auf diesen Fakt hingewiesen, kann ihn aber für den Rest der Menschheit nicht schlüssig begründen. Der Zusammenhang zwischen TH und Neonazis wird somit nur mit einem Glauben begründet. Von einem Glauben muss man sich nicht distanzieren, es reicht, dass man diesen nicht glaubt. Ich kann es auch mal etwas einfacher ausdrücken:
Natürlich kann jemand auch eine politische Einstellung als Motivation zum Kauf fungieren. Sie muss aber nicht! Es gibt dahingehend keine unmittelbare Kausalität, man müsste sich dafür jeden einzelnen Käufer genau ansehen. Man kann höchstens eine mehr oder minder starke Tendenz ausmachen. Bei TH ist es sogar noch problemtischer, denn die Symbole sind nicht offenkundig (für jeden) einer politischen Richtung zuzuordnen. Die Motivation zum Konsum wird einfach als gegeben in der politischen Einstellung gesehen und hat nahezu totalitären Charakter. Politik wir hier zu einem Instrument gemacht, das als omnipotent und omnipräsent erscheint. Überall, hinter jeder Handlung wird eine spezifisch politische Einstellung vermutet, dass ist der eigentliche Fehler.
Eine individuelle (kurzfriste) Kosten-Nutzen-Abwägung wird von vornherein ausgeklammert. Auch Desinteresse an der Herkunft der Marke (es wird ein Interesse vorausgesetzt) erscheint in der Begründung nicht möglich. Warum sollte es jemanden nicht sch**** egal sein wer die Marke produziert? So egal, dass er gar nicht auf den Gedanken kommt sich mit der Frage zu beschäftigen…
Irgendwie kann mir darauf niemand eine schlüssige Antwort geben.
“Ich denke das wir hier eher die Leute im Kopf haben, die sowohl T.S. Klamotten tragen, als auch andere Atribute dieser Szene aufweisen.”
Das ist der eigentliche Punkt. Was “wir” alle im Kopf haben, ist nicht richtig erfassbar. Das kommt nicht zuletzt dadurch zu Stande, dass der Begriff “rechts” und “Extremismus” gar nicht geklärt sind, jeder denkt sich seinen Teil und verbindet ganz andere Attribute damit. Aus der Perspektive kann die Bewertung einzelner zu bewertender Menschen unterschiedlich ausfallen. Dann wird ein Thor Steinar Träger schonmal zum potentiellen Neonazi/ Rechtsextremisten…
Zuerst einmal sollte man klären was Rechtsextremismus ist, bevor man sich an die Bewertung macht. Genau das habe ich kritisiert, nichts anderes…
Kommentar von Sebastian Ziegler — 12. Mai 2009 @ 15:17
Oder anders ausgedrückt: Da hinkt nichts, sondern die Argumentationsstruktur ist schlicht unsinnig.
Kommentar von Sebastian Ziegler — 12. Mai 2009 @ 15:18
…das ist der classische Fall von Diskusion auf einen Punkt beziehen, an dem man dann wieder Recht haben zu glauben scheint.
“Ich denke das wir hier eher die Leute im Kopf haben, die sowohl T.S. Klamotten tragen, als auch andere Atribute dieser Szene aufweisen.”
“Das ist der eigentliche Punkt. Was “wir” alle im Kopf haben, ist nicht richtig erfassbar”
Weil schwer erfassbar (und hier ohnehin irelevant), sollen jetzt alle die Hände in die Hosentaschen stecken?
Ich muss auch nicht erst eine Statistik darüber anfertigen, wieviele Leute T.S. Klamotten tragen und ne Rechtsrock CD im Schrank haben. Es sind im groben und ganzen ohnehin die meisten.
Vlt. habe ich dazu noch keine wissenschaftliche Arbeit glesen, aber ich habe AUgen im Kopf und kenn auch keine einzigen Großeltern, die bei T.S. klamotten für die Enkel kaufen. (wie gesagt, die Sachen gibt es ja nicht bei H&M sondern in Läden, wo es auch Faschozeugs gibt, sonst würd ich dir ja in diesem Punkt zustimmen)
“Es ist dann auch egal, ob der Fakt an sich stimmt. Denn der “verblendete” Linke hat nur per Zufall auf diesen Fakt hingewiesen, kann ihn aber für den Rest der Menschheit nicht schlüssig begründen. Der Zusammenhang zwischen TH und Neonazis wird somit nur mit einem Glauben begründet.”
Ich geb dir Recht, dass man das wissen sollte, aber wenn so durch zufall tatsächlich einschlägige Marken betroffen werden, sollte einem jeden das doch Recht sein. Es geht hier nicht um gutes Aussehen bei der politischen Arbeit, sondern um Eefektivität. Es sei denn man will lieber, dass alles so bleibt wie es ist, weil man sich lieber hinter Fremndwörtern und angeblich schlüssige Argumente versteckt.
Woher weißt du denn so genau, dass T.S. und co nicht bewusst die rechte Szene bedient hm?
Kommentar von Peat — 14. Mai 2009 @ 08:40
Ich finde dass nur folgerichtig: Nazis und fanatische Muslime sind über weite Strecken deckungsgleich in ihren Anschauungen, haben auch im 2. Weltkrieg zusammengearbeitet und Hitler setzte bis zuletzt grosse Hoffnungen in den Islam. Beide unterdrücken Frauen, hassen Juden, hassen die USA, befürworten den 11. September (mehr oder weniger heimlich), sind intolerant und glauben an etwas absolut unlogisches, aber absolutes. Beide denken in “Völkern” und “Stämmen” und halten Gewalt für die Lösung aller gesellschaftlichen und weltanschaulichen Fragen. Also, passt!
Ich denke ohnehin, dass beide Gruppen sich vor Ort nur deswegen nicht leiden können, da sie in ihren “Spiegel” gucken.
Wohlgemerkt, ich meine fanatische Muslime, die anderen sind nur genauso hohle Birnen wie die Christen auch. Gegen die menschliche Dummheit ist man sowieso machtlos.
Kommentar von Frank S. — 28. Mai 2009 @ 21:40
Interessante Ansicht. Kann dir in vielen Punkten zustimmen, nur sollte man sich nicht auf die paar gemeinsamkeiten stützen.
Im Dritten Reich war soweit ich weiß nur Japan verbündeter von Deutschland, deshalb baue ich aber jetzt kein Feindbild auf. Da sollte man etwas sensibler mit umgehen wie ich finde,
Naja, bin zwar auch kein Freund von Religion, aber sie mach ja auch ihren Sinn bei Menschen die in einem maroden Sozialstaat leben und dort Hoffnung für sich finden. Also Fanatismus ist auch immer ein Ausdruck von irgendeiner vermeintlichen oder begründeten Ausweglosigkeit, die viele Menschen empfinden.
Kommentar von peat — 30. Mai 2009 @ 16:26
aus der provinz gesehen finde ich die diskussion um thor steinar stark über- bewertet. die collection find ich anspruchsvoll und hab auch kein problem ein ts-t.shirt zu einer hose vom (Sorry!) juden levi strauss zu tragen. viele leute würden auch gern ts klamotten tragen, trauen sich aber nicht, weil sie dann für nazis gehalten werden, was sie genauso wenig sind wie ich (seid 1989 ord. mitglied der spd).
Kommentar von tester — 15. Juni 2009 @ 21:33
Na dann nochmal fix die anderen Einträge lesen und abwägen. Denn so koscher sind die T.S. Klamotten leider nicht, auch wenn es alle Leute gerne glauben wollen die sich vlt. heimlich darüber ärgern dafür Geld bezahlt zu haben.
Habe aber die Tage gehört, dass die rechte Szene zum Boykott gebimmelt hat. Wenn das stimmt dann diestanzieren sie sich selber von der Marke, wegen des neuen osmanischen Einflusses. Vlt. erlebt die Marke dadurch ja eine Renaissance und T.S. stellen der SPD bald die Partaikleidung
Kommentar von peat — 17. Juni 2009 @ 08:39
hm, ist interessant was hier so geschrieben wird und wie sich die Leute gegen Tooor Stainer engagieren. Ich würde sagen geht mal in Wedding, schaut Euch ein wenig um, es gibt seit Jahren Araber die diese Klamotten tragen, (editiert. Bitte verzichten Sie darauf, hier Namen zu nennen. Die Redaktion/jk) mein Gemüsehändler Wollankstrasse, nichts besonderes. Warum ist Gewalt gegen “rechts” Radikale! legitim, gegen “links” Autonome! nicht? Fragen über Fragen, das Terra Sancta, eine uralte Geschichte, welche ist wahr welche nicht, wer hat Anspruch auf die Versprechung? Ein Araber bei T.S., mich wundert es nicht, die sind doch nicht dümmer als Uwe. Es geht doch ums Geschäft, ob Uwe jetzt skrupellos war und nur ans Geld dachte…..er alleine wird es wissen. Es gibt mehr als genug andere Textilfirmen die in der rechten Szene getragen werden und sofort erkennbar sind, und nicht wie T.S.Badehosen im Abercrombie Stil aussehen. Sei es drum, es gibt immer Menschen mit diesem und jenem Glauben die sich “bekriegen” werden, die Geschichte zeigt es zur genüge, auch in der heutigen Zeit.
Also kommt mal klar und erkennt den wahren “Feind” in unserer Zeit !
Horido
Kommentar von tunichtsgut — 23. Juni 2009 @ 13:42
Man sollte schon in der Lage sein so zu schreiben das nicht die Hälfte vom Betreiber gelöscht wird, dann kommt auch noch ein bisschen Sinn bei uns an.
Kommentar von peat — 24. Juni 2009 @ 21:57
der laden ist immernoch geöffnet, allerdings trauen sie sich nicht meht die rollläden zu öffnen, nur bei der tür ist er soweit oben wie nötig…
sieht echt scheiße aus mit dem ganzen bitumen vor und am laden…hehe
Kommentar von go1331 — 6. Juli 2009 @ 10:01
[...] Übrigens: diesen Aufruf habe ich kommentarlos von besagter Seite übernommen, weil ich das Projekt/die Demo unterstütze. Eine kleine Ergänzung zu Thor Steinar: die Marke ist wieder ein gutes Beispiel für die Prinzipientreue der Ewig-Gestrigen, sie wurde nämlich an einen Araber verkauft. [...]
Pingback von Antifa-Demo – Weitersagen! « Hamlet und die Welt — 15. Juli 2009 @ 17:33
…interessante sichtweisen!
Allerdeings muss ich sagen, dass ich (als Jude) ganz froh war einen (möglicherweise) Nazi sofort an seiner Kleidung zu erkennen…was brachten denn “eure” Akionen? Die rechten lassen sich die Haare wachsen und kleiden sich untypisch!
Super gemacht Leute, gemessen am Ergebnis war das ja wohl nichts!
Also tut doch bitte nicht so als würdet ihr mit diesen Aktionen die “Demokratie” retten!
“Was nützt mir meine Weisheit,
wenn die Dummheit regiert…”
Jüdisches Sprichwort
Kommentar von gecko — 26. August 2009 @ 01:13
“Super gemacht Leute, gemessen am Ergebnis war das ja wohl nichts!”
Alle Aktionen gegen Thor Steinar haben einen entscheidenden Erfolg zu verbuchen:
Der Versuch der Nazis, sich mit teilweise unverfänglichen, teilweise erst auf den dritten Blick erkennbaren Motiven in der Mitte der Gesellschaft zu verankern, ist fehlgeschlagen.
Kommentar von Ingo — 26. August 2009 @ 10:32
@ Ingo
Und in welcher Welt lebst du? Die Sachen werden inzwischen von vielen Menschen getragen, die rein gar nichts mit dem Spektrum zu tun haben. Denen geht man mit den Aktionen eher auf den Geist, viele finden die Sachen einfach nur schön (mal davon abgesehen das die Qualität wohl stimmen soll) - über Geschmack lässt sich da nicht streiten.
Die Aktionen haben aus meiner Sicht überhaupt nichts gebracht, nur eins - das diese von vielen überhaupt nicht ernstgenommen wurden. Zumindest konnte ich das in meinem Umfeld beobachten (und dieses hat kaum Interesse an Politik)…
Kommentar von Sebastian Ziegler — 26. August 2009 @ 11:18
“Der Versuch der Nazis, sich mit teilweise unverfänglichen, teilweise erst auf den dritten Blick erkennbaren Motiven in der Mitte der Gesellschaft zu verankern, ist fehlgeschlagen.”
Ist fehlgeschlagen - also das ist ja mal eine gute Nachricht, da sind ThorSteinar & Co. jetzt also richtig erledigt?
Kommentar von Nele — 26. August 2009 @ 13:00
Jaja, der Sebastian Ziegler mal wieder.
Ich lebe in der Realität, du scheinbar nicht.
Die Sachen wurden VOR den ganzen Aktionen sogar von Migranten getragen, heutzutage tragen nur noch eine ganz bestimmte Klientel diese Kleidungsstücke.
Kommentar von Ingo — 26. August 2009 @ 13:29
@Ingo
Woher wollen sie das wissen?
Kommentar von Sebastian Ziegler — 26. August 2009 @ 14:30
Ich habe Augen im Kopf und lebe in Berlin.
Kommentar von Ingo — 26. August 2009 @ 14:57
@ Ingo
Und? Macht das ihre Beobachtungen repräsentativ?
Kommentar von Sebastian Ziegler — 26. August 2009 @ 16:39
Wie steht es mit deiner Beobachtung? Wie repräsentativ ist die?
Kommentar von Ingo — 26. August 2009 @ 17:01
Überhaupt nicht, müssen sie in dem Fall auch sein. Die Behauptung war ja, dass die Kleidung fast ausschließlich von (potentiellen) Neonazis getragen werden würden. Wenn dem so wäre, wäre es sehr rein statistisch sehr unwahrscheinlich das ich auf übermäßig viele Nicht-Nazis in TS-Klamotten treffe. Tatsächlich hält sich das bei mir in Waage.
Wäre die/deine Behauptung richtig müssten mir gleich mehrfach unwahrscheinliche Zufälle über den Weg gelaufen sein - reichlich merkwürdig. Oder um das mal anders auszudrücken, ich habe lediglich behauptet, dass die Behauptung falsch wäre und sie falsifiziert.
Das einzige womit ich mitgehen würde wäre, dass es eine gewisse Affinität seitens eines spezifischen politischen Spektrums im Hinblick auf TS gibt. Daraus lässt sich aber nicht schließen das diese Kleidungsstücke nur von denen gekauft wird. Dafür ist die Marke auch zu wenig eindeutig.
Kommentar von Sebastian Ziegler — 26. August 2009 @ 17:51
Wenn ich ihren geschriebenen Wust richtig deute, dann sagen sie von sich selbst, dass sie ungefähr gleich viele “normale” Mitbürger und Nazis in T. S. antreffen. Darf ich dich fragen, wo du die Grenze dessen ziehst und in welchem Milieu du dich bewegst?
Was das “nicht eindeutig genug” angeht: Genau das ist ja deren Motiv! Dummerweise haben sie das nicht so ganz geschafft, immerhin ist die Broschüre von “Investigate Thor Steinar” ganz schön dick geworden und wer dann tatsächlich “Division Viking” auf die Shirts druckt, welches eine Division der Waffen-SS unter dem Kommando von General Felix Steine(a)r war, ist in meinen Augen nicht ganz koscher. Von den ganzen anderen eindeutig zweideutigen Motiven ganz zu schweigen.
Wir sind ja immerhin schon so weit, dass die Affinität nicht mehr geleugnet wird. Dann kann ich ja gleich fragen, warum sich denn T. S. noch nicht gegen diese Affinität ausgesprochen hat und warum dann unpolitische Leute diese Marke tragen. Es wissen alle um diese “Affinität” und dann beschweren sie sich, dass sie deswegen stigmatisiert werden. Ehe solche Nichtargumente wie “Lonsdale” oder “Fred Perry” aufgeführt werden: Genau diese Marken haben gezeigt, dass sie keine Marke VON und FÜR Nazis ist. Genau das vermisse ich von Seiten der T. S. Hersteller. Aber keine Antwort ist in diesem Falle auch eine Antwort.
Kommentar von Ingo — 27. August 2009 @ 10:54
“Wenn ich ihren geschriebenen Wust richtig deute, dann sagen sie von sich selbst, dass sie ungefähr gleich viele “normale” Mitbürger und Nazis in T. S. antreffen. Darf ich dich fragen, wo du die Grenze dessen ziehst und in welchem Milieu du dich bewegst?”
Es handelt sich um keinen Wust (viel eher ein praktisches Beispiel für ein wissenschaftstheoretisches Vorgehen => Karl Popper und seine Schwäne), sondern ich ordne das Gesagte “nur” ein und “überprüfe” ob die Behauptung haltbar ist. Nicht mehr und nicht weniger, sie weisen aber selbst auf ein interessantes Problem hin, nämlich: “Darf ich dich fragen, wo du die Grenze dessen ziehst [...]”
Das Problem habe ich bereits schonmal angeführt, die Grenzziehung ist rein subjektiv. Um es ein wenig nachvollziehbarer zu machen, ich verstehe unter Extremismus in erster Linie die Ablehnung der durch das GG (und dessen Interpretation durch das BVerfG) garantierten Menschen und Bürgerrechte. Da ist für mich die Grenze.
“Darf ich dich fragen in welchem Milieu du dich bewegst?”
Überall und nirgends. Durch mein Studium, Nebenjob und soziales Engagement nebenher komm ich etwas rum. Da ich mich mit den meisten Menschen, auf die ich da treffe, unterhalten muss bekommt man schon einiges mit.
“Was das “nicht eindeutig genug” angeht: Genau das ist ja deren Motiv! Dummerweise haben sie das nicht so ganz geschafft, immerhin ist die Broschüre von “Investigate Thor Steinar” ganz schön dick geworden und wer dann tatsächlich “Division Viking” auf die Shirts druckt, welches eine Division der Waffen-SS unter dem Kommando von General Felix Steine(a)r war, ist in meinen Augen nicht ganz koscher. Von den ganzen anderen eindeutig zweideutigen Motiven ganz zu schweigen.”
Wenn man es aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht sieht, also etwas nüchterner und weniger emotional - dann kann man mit den gleichen Argumenten zu einem anderen Ergebnis gelangen. Der Marke gelang es, mit ein und den selben Sachen verschiedene Klientel anzusprechen. Ob das moralisch vertretbar ist spielt dahingehend wohl weniger eine Rolle. Im Prinzip scheinst du auch zu dem selben Ergebnis zu kommen: Sie wären “nicht ganz koscher. Von den ganzen anderen eindeutig zweideutigen Motiven ganz zu schweigen.”
Es fehlt die Eindeutigkeit, weshalb sich politisch Desinteressierte gerne auch mal Produkte dieser Marke zulegen. Das man durch bestimmte Symboliken bestimmte Parteien anlockt mag zwar beabsichtigt sein, warum diese letztendlich jedoch angelockt werden bleibt das Geheimnis des Käufers. Wer einfach auf das Design steht (und sich mit Politik nicht beschäftigt)weil es diesen (warum auch immer) geschmacklich anspricht, wird sich das Zeug ebenso zulegen wie jemand der aus politischen Grüden auf das Design steht. Hinzu kommt, dass sich die Marke bewußt an den Mainstream orientiert ganz allgemein auf spezielle Accessoires verzichtet. Die Sachen sehen schlicht sehr modisch aus…
“Dann kann ich ja gleich fragen, warum sich denn T. S. noch nicht gegen diese Affinität ausgesprochen hat und warum dann unpolitische Leute diese Marke tragen.”
Auf die letztere kurz und knapp antworten, weil sie von der Stigmatisierung und der Affinität nichts wissen (bzw. dieser keine Beachtung schenken). Da diese sich meistens in einem eher unpolitischen Umfeld Bewegen (weit über die Hälfte der Bevölkerung interessiert sich nicht für Politik, und von den übrigen Interessenten interessiert sich nur ein Bruchteil für Extremismus u.Ä.) und von diesem die Stigmatisierung/Affinität nicht vermittelt wird. Die Affinität von etwaigen politischen Szenen fällt ohnehin für die potentiellen (unpolitischen) Käufer als Abschreckungsmerkmal weg, weil diese Leute kaum Kontakt mit politisch Engagierten haben (Neo-Nazis o.Ä. fallen darunter).
Nun ein paar Worte zum ersteren, ich glaub das ist auch ein Stück weit interessanter. Die Frage, warum sich der Hersteller sicht nicht von einem teil seiner potentiellen Käufer distanziert kann, denke ich, unterschiedlich beantwortet werden, wobei ich anmerken möchte, dass ich hier nur vier Varianten ausführen werde (wird sonst zu lang):
1) Aus politischen Gründen, so wie es der Mainstream behauptet. Das heißt, die Hersteller wollen aus ihrer persönlichen Überzeugung heraus ein Kleidermarke schaffen die ein politisches Spektrum anspricht um dieses wiederum direkt (mit Spenden aus den Umsätzen) und indirekt (Verkauf eines modischen Wiedererkennungsmerkmals).
2) Aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Ein Teil der Einnahmen werden “rechten” Spektrum kommen, wie bereits gesagt “Einnahmen”. Würde man sich offen gegen diese Positionieren, würden diese Einnahmen wegfallen. Sich eine neue Zielgruppe zu erschließen ist unheimlich schwer und kostspielig, und die eher unpolitischen nicht so stark das ein Rückgriff auf diese (ohne erhebliche Einbußen) möglich ist. So distanziert man sich lieber von gar nichts und lässt die Leute reden…
3) Aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Ein Teil der Einnahmen werden “rechten” Spektrum kommen, wie bereits gesagt “Einnahmen”. Würde man sich offen gegen diese positionieren, würden diese Einnahmen wegfallen. Es würden nicht nur Käufer aus dem politisch rechten Spektrum wegfallen, sondern unter Umständen auch die anderen. So wäre es möglich das der Ruf der Marke, das verkörperte “Bad Boy”-Image auch ein möglicher Kaufanreiz ist. Das muss nicht mal heißen, dass die Träger sich mit mit irgendeinem Spektrum identifizieren - sondern sich einfach nur abgrenzen wollen, ohne “Partei” für “Rechtsaußen” zu ergreifen (wenn man Provozieren und Partei ergreifen will, dann gibt es wohl bessere Alternativen, eindeutigere).
4) Eine Mischung aus den in Punkt 2 und 3 genannten Varianten. Eine Distanzierung würde das Bad-Boy-Image killen (dadurch das die tatsächlichen bad-Boys verschwinden) und somit Kunden verscheuchen (sowohl die Bad-Boys und die die einfach nur provozieren möchten).
Ich persönlich tendiere zu einer Mischung aus Punkt 2 und 4. Ich denke es gibt einen nicht unerheblichen Anteil an Käufern der Marke die tatsächlich dem besagten Spektrum zuzuordnen sind. Allerdings denke ich, dass die Summe aus Unpolitischen und “Provokateuren” überwiegt (oder sich zumindest in Waage hält).
Einen interessanten (kritischen) Artikel der taz gibt es hier:
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/bluemchenshorts-des-boesen/?src=ST&cHash=555db06e8f
Der vertritt eine Art Mischung aus den ersten 3 Punkten.
Um vielleicht das ganze (etwas lange) Kommentar abzurunden, im Prinzip steht es jedem frei TS-Träger zu kritisieren. Solang man sich im Rahmen der Gesetze (und somit im Prinzip auch im Rahmen des GGs bewegt). Ob ich das gut oder schlecht finde, spielt keine Rolle, gemacht wird es so oder so. Mal ganz davon abgesehen interessiert es eh “keine Sau”, die Proteste werden von vielen Menschen überhaupt nicht wahrgenommen. Was meinst du, warum die Gegen-Rechts-Demos und zeitgleich stattfindende Für-Rechts-Demos keine 2% der Bevölkerkung motiviert?
Interessant wird es erst, wenn diese Grenzen überschritten werden. Genau dann zeigen diese das sie aus meiner Sicht nicht besser sind, als ihre vermeintlichen Feinde (es geht diesen ja auch nicht um TS sondern um die Einstellungen die sie dahinter vermuten). Dann wird deutlich, dass einige Leute nicht für eine Einhaltung der im GG festgehaltenen Menschen und Bürgerrechte (dazu gehört auch das Recht auf Eigentum) einsetzen, sondern ganz andere Rechte einfordern. Ich denke das dieses Problem, nämlich auch die Frage für was genau man sich einsetzt (und nicht wogegen) ist eigentlich das Hauptproblem der ganzen Gegen-Rechts-Problematik. Thor-Steinar ist an der Stelle nur ein dankbares Beispiel…
Kommentar von Sebastian Ziegler — 27. August 2009 @ 21:08