25. Oktober 2009
Blutiger Nazi-Angriff bei Fußballspiel
Bei einem Bezirksklasse-Auswärtsspiel gegen den FSV Brandis wurde die Mannschaft und Fans des Fußballklubs Roter Stern Leipzig von Neonazis auf dem Platz brutal attackiert. Es gab mehrere schwerverletzte. Nach Angaben von Spiegel-Online befindet sich ein Opfer derzeit in der Intensivstation eines Leipziger Krankenhauses. Sein Jochbein ist gebrochen, es ist nicht auszuschließen, dass er durch den Angriff sein Augenlicht verloren hat. Nach Zeugenaussagen waren auch offizielle Ordner des Gastvereins an dem Übergriff beteiligt. Die Polizei erschien erst nach einer halben Stunde. Szenekenner gehen davon aus, dass es sich um einen geplanten Racheakt des militanten Nazispektrums wegen des verhinderten Aufmarsches in Leipzig am vergangenen Wochenende handelt. “Das war ja angekündigt worden. Wir haben es der Polizei angekündigt, wurden aber allein gelassen”, sagte FSV-Brandis Vizepräsident Michael Sommer dem MDR.
Hier die Pressemitteilung des Vereins:
Beim Auswärtsspiel des Roten Stern Leipzig (RSL) am 24.10.2009 beim FSV Brandis kam es zu einem gewalttätigen Angriff von ca. 50 Personen gegenüber den Spielern, Verantwortlichen und Fans des RSL. Die Angreifer sind dem neonazistischen Spektrum zuzuordnen.
Auf Nachfrage schilderten Verantwortliche des FSV Brandis und eingesetzte Polizisten, dass sie bereits im Vorfeld Erkenntnisse hatten, dass Nazis zum Spiel anreisen wollten. Dennoch konnten die Vereinsordner und die wenigen anwesenden Polizisten nicht die Sicherheit gewährleisten. Im Vorfeld der Partie stattgefundene Gespräche zwischen dem FSV Brandis und der Polizei führten nicht zu einer Aufstockung der Einsatzkräfte.
Kurz vor Spielbeginn wurden Fans des RSL durch Lautsprecherdurchsagen gebeten, eine Seite des Sportplatzes zu räumen, weil „die Dummen noch kommen“. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass ein Brandiser Ordner der angreifenden Personengruppe einen separaten Eingang öffnete, sich daraufhin vermummte und an den Auseinandersetzungen auf Seiten der Nazis teilnahm. Nach dem unkontrollierten Betreten des Sportplatzes bewaffneten sich die Angreifenden mit Eisenstangen, Steinen und Holzlatten, die auf dem Sportplatz deponiert waren. Dieser Umstand lässt auf einen geplanten Angriff schließen.
Für eine vorzeitige Planung der Aktion spricht zusätzlich die Teilnahme von einschlägig bekannten Neonazi-Aktivisten. Die politische Motivation des Angriffes ist durch die Rufe der Angreifer „Scheiß Zecken“ und „Scheiß Rote“ belegt. Mit Anpfiff des Spiels warfen die zum Teil vermummten Personen pyrotechnische Erzeugnisse, Steine und zusätzlich eine Flasche, die mutmaßlich mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllt war, in die Reihen der RSL-ZuschauerInnen.
Daraufhin kam es zu Jagdszenen, sofort wurden wahllos die Fans des Roten Sterns mit den bereitgestellten Gegenständen angegriffen. Die Fans wichen zurück, wurden aber durch die baulichen Gegebenheiten des Sportplatzes in die Enge gedrängt. Man musste sich bis zum Eintreffen der Polizei selbst schützen und erwehrte sich den Angriffen. Im Zuge der Angriffe wurden drei Personen schwer, und weitere Personen verletzt. Zur Zeit werden die Schwerverletzten in Krankenhäusern behandelt. Durch den Neonaziangriff wurde die Partie nach zwei Minuten abgebrochen. Trotz der Erkenntnisse waren unverständlicher Weise nur wenige Polizeibeamte vor Ort. Erst nach einer halben Stunde kamen weitere Beamte zum Ort des Geschehens. Die angreifenden Neonazis zogen sich nach ihrem Angriff in den Ort zurück. Bereits bei Ankunft in Brandis konnten mehrere Neonazis vor einem Lokal auf dem Marktplatz ausgemacht werden.
Wir gehen davon aus, dass die Polizei die zahlreichen Hinweise über den Aufenthaltsort der Angreifer im Nachgang der Geschehnisse zum Anlass genommen hat, um die Identitäten festzustellen. Weiterhin erhoffen wir uns, dass - wie auf Nachfrage bestätigt-, die Vereinsverantwortlichen von Brandis, die ihnen bekannten Personen aus der angreifenden Gruppe identifizieren. Wir fragen uns, warum weder Polizei noch der platzbauende Verein für die Sicherheit während der Partie Sorge tragen konnten.
Roter Stern Leipzig ´99 e.V.
Weitere Presseartikel:
Von der Polizei alleingelassen: MDR-Beitrag
Diskussion bei: Leipziger-Fussball.de
Rechte Randale: Bericht der L-IZ
Neonazi-Attacke: Tagesspiegel
Ausschreitungen in der Bezirksklasse: LVZ
Nazi-Angriff: sportswire.de
Erneut rechte Gewalt beim Leipziger Fußball: leipziger-seiten.de
Neonazis attackierten Fans mit Eisenstangen: RP
Neonazis attackierten Fans: PR-Online
Mediafire: Fotos








Ekelhaft!
Kommentar von Peter — 25. Oktober 2009 @ 17:01
Der Angriff war zu erwarten. Nachdem die Nazidemo am 17.10.2009 in Leipzig keinen Schritt voran kam, wurde bereits die gesamte Woche über in einschlägigen Naziblogs gefordert, nun andere Wege zu gehen und spontane und schnelle Aktionen auf die Beine zu stellen.
Hoffentlich werden diese Verbrecher zur Verantwortung gezogen.
Kommentar von Lisa — 25. Oktober 2009 @ 19:04
Das ist wirklich eine Riesen Schweinerei. Hier zeigt sich einmal mehr die menschenverachtende Ideologie der Neonazis, wo tödliche Verletzungen offensichtlich billigend in Kauf genommen werden bzw. das Ziel sind.
Den Opfern gute Besserung!
Kommentar von Nina Alsmann — 25. Oktober 2009 @ 19:18
echter Wahnsinn. Was passiert denn dort “im Osten”? Ich hab schon im Saarland, in NRW und in Bremen gewohnt und so etwas habe ich dort nie erlebt.
Kommentar von Martin — 26. Oktober 2009 @ 00:35
Ja, ich schließe mich meinem Vorgänger an! Wirklich ekeleregend, solche Taten!
An das Redaktionsteam: Macht weiter! Gute Seite! :)
Kommentar von Juergen — 26. Oktober 2009 @ 01:50
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Pingback von Twitter Trackbacks for Störungsmelder » Blutiger Nazi-Angriff bei Fußballspiel [zeit.de] on Topsy.com — 26. Oktober 2009 @ 11:07
Das ist wiklich Wahnsinn! Trotz Nazi-Ankündigung lässt die Polizei die Leute vom Roten Stern ins offene Messer laufen! Sieht so aus, als wenn nicht nur beim Ordnerdienst braune Täter sitzen. Einfach widerlich.
Das Nicht-Verhalten der Einsatzkräfte sollte, besser: muss Thema einer öffentlichen Untersuchung werden, Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen und die Nazi-Schläger strafrechtlich belangt werden.
Den Freunden und Freundinnen vom Roten Stern Leipzig viele solidarische Grüße und gute Besserung! Lasst Euch trotz dieser Riesenschweinerei nicht einschüchtern! Ihr seid nicht allein!
Kommentar von Jello Biafra — 26. Oktober 2009 @ 11:30
Im Osten kommen in vielen Gegenden nur noch 80 Frauen auf 100 Männer, die hauen alle, verständlicherweise, ab. Das Problem mit der Ostunterschicht und sonstigen Frustrierten könnte sich also elegant demographisch selbst lösen. Schlimm ist natürlich, dass jetzt die Konservativen an der Macht sind, die das in ihrer geistigen Unbedarftheit verhindern möchte und dem Ostpöbel auch noch beim Kinderkriegen fördern will.
Kommentar von Dennis real one — 26. Oktober 2009 @ 13:56
>>echter Wahnsinn. Was passiert denn dort “im Osten”? Ich hab schon im Saarland, in NRW und in Bremen gewohnt und so etwas habe ich dort nie erlebt.<<
da muß ich Dir leider sagen, daß du - wie leider die meisten “normalos” - nicht aufmerksam genug durch die Welt spazierst.
Sowohl im Saarland als auch in Bremen habe ich ähnliches in kleinerer Dimension schon erlebt, und in NRW wird es leider auch genug Nazis geben. Dabei sicher auch einige extreme.
Kein Vorwurf, Martin, nur ein Hinweis, und eine Aufforderung genauer hinzuschauen ;)
Kommentar von Excidio — 26. Oktober 2009 @ 19:41
Ach Dennis.
Versuchst du deine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit dadurch zu überspielen in dem du gegen Nazis hetzt oder was du dafür hälst?
Eigentlich müsste man ihre menschenverachtenden Äußerungen als Lehrbeispiele bei Toleranzseminaren vorführen. Wenn da nur nicht so viele ihres Schlages mitmischen würden.
Schön wie sie sich outen als jemand der sich die Endlösung der Ossifrage wünscht. Oder zumindest die der “Unterschicht”. Was ein verwöhnter Yuppi-Bengel wie sie auch immer darunter verstehen mag.
Gehen sie am besten zurück in ihr “Oberschichtenstadtteil” wo sie von den Problemen des gewöhnlichen Pöbels verschohnt bleiben.
Und nicht vergessen einmal im Jahr 10 Euro an Brot für die Welt zu spenden.
Irgendwie muss man sein Gewissen ja beruhigen. Wenn man denn nur eins hätte.
Kommentar von Björn — 26. Oktober 2009 @ 22:39
@Dennis real one
deine Meinung ist ja wohl mindestens genauso menschenverachtend, widerlich und ekelhaft zugleich.
Kommentar von Kara — 26. Oktober 2009 @ 23:53
[...] Fuballclub erhebt schwere Vorwrfe gegen Leipziger Polizei - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport Strungsmelder Blutiger Nazi-Angriff bei Fuballspiel __________________ You can only see as far as you can think. [...]
Pingback von der was ich jetzt einfach so sagen mchte - thread - Seite 79 - Lovetalk.de — 26. Oktober 2009 @ 23:55
“Im Osten kommen in vielen Gegenden nur noch 80 Frauen auf 100 Männer, die hauen alle, verständlicherweise, ab.”
Mit ihren angelesenen Weisheiten von Herrn Pfeiffers Kleiner Postille “Von der autoritären Erziehung der Ostdeutschen über das kollektive Töpfchensitzen” kommen Sie nicht weiter. Entweder Sie sehen sich mal den Osten mit eigenen Augen an, so daß Sie den kennenlernen, wie er im richtigen Leben und live so ist, oder Sie sollten sich besser mit Äußerungen zurückhalten.
“Das Problem mit der Ostunterschicht und sonstigen Frustrierten könnte sich also elegant demographisch selbst lösen.”
Pech für Sie: Der Osten ist ziemlich kinderreich, und hier sind es nicht die türkischen oder arabischen Großfamilien, die für Nachwuchs sorgen.
“chlimm ist natürlich, dass jetzt die Konservativen an der Macht sind, die das in ihrer geistigen Unbedarftheit verhindern möchte und dem Ostpöbel auch noch beim Kinderkriegen fördern will.”
Ihre Äußerungen erfüllen den Tatbestand der Volksverhetzung. Machen Sie sich lieber erst einmal über die Verhältnisse dort kundig, und das nicht nur über die Antifa-Schulung.
Kommentar von nocheinbuerger — 27. Oktober 2009 @ 01:31
Unterschicht im Osten? Wie möchte man diese Menschen retten, wie möchte man die komplette Gesellschaft auf dem Land im Osten retten? Ich weiß es nicht, die Menschen sind orientierungslos, neimand hat ihnen gezeigt wie Demokratie wirklich funktioniert. Mediale Bildung reicht nicht aus, das schein der Vater Staat aber nicht zu wissen! Woher soll der Mensch die nötige Bldung haben sich in dem System zurechtzufinden, wenn die Klugen abwandern und die Bildung nichts vermittelt außer Zwang. Orientierungslosigkeit, Suche nach Feindbildern, denen man die Schuld unter die Schuhe schieben kann, sind die Folgen. Den eigenen Frust mit Gewaltakten austoben. Sind wir denn in die 30er Jahre zurückgekehrt? Wer unternimmt jetzt etwas? Nichts wird geschehen, die kranken Menschen sind noch immer da, erziehen Kinder und reden mit den Alten des Dorfes.
Kommentar von Ali — 27. Oktober 2009 @ 03:00
Dreckspack
Kommentar von Waldi — 27. Oktober 2009 @ 16:46
Brandis Nazikaff, die letzten Jahre…
Der Überfall auf den Roten Stern Leipzig (RSL) ist der traurige Höhepunkte rechter Aktivitäten in der Kleinstadt Brandis. Da ich selbst mehrere Jahre in Brandis gelebt habe und zu einer extrem kleinen Gruppe alternativer Jugendlicher gehörte, kann ich von ständiger Bedrohung und Verfolgung durch Neonazis berichten.
Die Nazis hatten am Markt 4 einen eigenen Jugendclub, der jedes Wochenende Rechtsradikale aus den umliegenden Dörfern anzog. Nachts sind die Nazis dann „Streife“ gefahren, um ihre vermeintlichen Gegner zu jagen. Deswegen war es für uns und andere nicht rechte Jugendliche oft an Wochenenden nicht möglich, uns in Ruhe draußen zu treffen ohne dabei von Nazis durch die Stadt gehetzt zu werden. Als der Mietvertrag für den Club den der Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM)an für die Rechtextremisten mietet wurde, auslief, sollten diese den Treff räumen, bekamen jedoch sofort die Möglichkeit neue Räume vom CVJM gestellt zu bekommen. Hierbei möchte ich erwähnen, dass unsere Beschwerden an den CVJM hinsichtlich der rechtsextremen Umtriebe, nicht ernst genommen wurden und wir mit Worten wie „Das sind doch ganz normale nette Jungs, ich kenn doch die Mutter von dem und dem, die arbeitet doch bei der Stadt, die würden doch nicht..“ abgespeist wurden. Besonders lachhaft war es, als man uns seitens des CVJMs versichern wollte, dass dies gar kein Nazi-Treff sei und wir doch da auch hingehen könnten.. Selbst als wir Informationen hatten, dass die Nazis ihren Club nicht friedfertig räumen würden, mussten wir uns von Herrn K., einem Mitverantwortlichen vom CVJM anhören, dass er versichere, dass die Jungs doch ganz brav gehen werden. Am Abend der Räumung wurde eine Abrissparty mit Feuer und Randale gefeiert und die eintreffenden Polizeikräfte von Nazis angegriffen. Es gab Festnahmen, die LVZ berichtete.
Außerdem gab es in diesem Zeitraum in Brandis einen Überfall auf einen schlafenden Obdachlosen, der dabei schwer verletzt wurde. Die anscheinend überforderte Polizei von Brandis, konnte den Täter nicht ermitteln, es wäre aber durchaus denkbar, dass der Täter, aus der rechten Szene stammt.
Als ein Bekleidungsgeschäft, deren Inhaber offenbar nicht aus Deutschland stammten, am Brandiser Markt öffnete, wurde dieses anfangs mit Ketchup blutähnlich beschmiert, später mit Eiern beworfen und zuletzt wurden die Scheiben eingeschlagen.
Massiv NPD-Plakate zu Wahlzeiten und Naziaufkleber sowie Nazis, die in Gaststätten, entscheiden wer dort Gast sein darf und wer nicht, gehören ebenso zu Brandis wie Dorffeste, auf denen Eingeborene und Zugezogene fröhlich mit den Nazis zusammen feiern. Man toleriert sich.
Die bisher beschriebenen Geschehnisse ließen sich sicherlich noch ähnlich weiter fortsetzen, dies sind nur einige Punkte, die mir spontan einfielen, als ich vom Überfall auf den Roten Stern Leipzig hörte, außerdem habe ich mit der Stadt schon seit einigen Jahren so gut wie gar nichts mehr zu tun, hörte jedoch, dass sich die Situation nicht gebessert sondern eher verschlechtert hat .Besonders in den Vereinen.
Vor allem zu erwähnen ist die Arbeit des CVJMs der durch die Bereitstellung von Clubs und Räumen die Attraktivität der rechten Szene bei anderen Jugendlichen steigerte. Ich hoffe sehr, dass durch die aktuellen Ereignisse einigen Leuten im CVJM, in den Vereinen und in Brandis allgemein, die Augen geöffnet wurden und sie sich ihre Mitglieder auch mal genauer angucken.
Kommentar von peter — 27. Oktober 2009 @ 17:09
Die Geschehnisse sind kein Problem des “Ostens” und alles damit erklären zu wollen erscheint mir ziemlich paradox.
Peter kann ich nur zustimmen, auch ich hab Jahre lang in Brandis gewohnt und der Rechtsextremismus hat sich da so in die Jugend “eingeschlichen”. Der Nachwuchs kommt automatisch in die besagten Kreise, da sich alle kennen und das desshalb doch alles nette Jungs sind…
Die christliche Jugendbetreuung (CVJM) tut da ihr übriges…
Das ganz hat nichts mit irgendwelchen einseitigen Statistiken zu tun, die ja Beweisen, dass die Menschen im Osten traditionell Eisenstängen mit zum Fußball nehmen…
Das ist ein Problem der Gesamt(deutschen?/europäischen?/westlichen) geselschaftlichen Entwicklungen.
Kommentar von JuLe — 27. Oktober 2009 @ 18:27
Das Problem ist doch bekannt, es hat mit fehlender Perspektive und Indoktrinierung zu tun.
Beides kommt mit hoher Arbeitslosigkeit einher. Schuld sind die anderen, grundsätzlich, nur nicht Zweifel an sich selbst einräumen.
Dazu gibts dann in dem Paket noch die “überzeugten”, die aus allen Schichten kommen,
Kommentar von Excidio — 27. Oktober 2009 @ 19:11
@Björn
gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?
Nee, die bekämpfe ich eigentlich. Und dazu muss man klar sehen, dass es nicht sein kann, dass jetzt noch zusätzliche finanzielle Unterstützung fürs Kinderkriegen gewährt wird, aus dem allgemeinen Stueraufkommen, wenn völlig klar ist, dass diese Kinder katastrophal erzogen werden und einmal die öffentliche Sicherheit in Frage stellen. Also laber nicht so einen Schwachsinn von “Endlösung”. Eine Lösung setzt Aktivität oder zumindest Aufforderung zur Aktivität voraus.
Ich bin jedoch Demokrat, also gewaltlos und für Gleichheit vor dem Gesetz. Mein Beitrag war ne Feststellung. Die euch anscheinend missfällt, aber es ist die Realität.
Kommentar von Dennis real one — 29. Oktober 2009 @ 14:16
@nocheinbuerger
Als ein Kind West-Berlins kenne ich die Verhältnisse im Osten ganz gut. DEr Freund meiner Mutter kommt aus Stralsund und ich war da recht oft. Der sagt übrigens das Gleiche.
Die Schule an der meine Mutter unterrichtet ist auch in OSt-Berlin und ich habe einige Freunde aus Ost-Berlin und Brandenburg, die in der Lage sind, die Situation objektiv zu beurteilen und nicht meinen, den Irrsinn verteidigen zu müssen, weil man ja immer gut über die Heimat, das Eigene reden muss. 8.-Klasse-Niveau.
Mittlerweile fahre ich da nicht mehr so oft hin, da ich, wie von Björn schon schlau erwähnt in bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen bin (in Kreuzberg, könnta auch das vorstellen?) und einen hate stare und Sprüche auf Sonderschulniveau weil ich anscheinend die falsche Hautfarbe habe von offensichtlich autoritär geprägten Vollidioten nicht so wirklich ertragen kann. Vor allem wenn ich dran denke, dass zuerst meine Eltern nun ich dafür auch noch draufzahlen.
Im Übrigen freue ich mich, dass der Osten kinderreich ist, wenn das Kinder aus vernünftigem Hause sind. Aber wenn sich alle so einig sind, dass man Sarrazin ja zustimmen muss, dass es nicht sein kann, dass für das produzieren von Kopftuchmädchen staatliche Unterstützung gewährt wird, dann sage ich, dass es auch nicht sein kann, dass staatlich unterstützt Nazi-Brut produziert wird. Dafür zahle ich nicht, das erkenne ich nicht an.
Kommentar von Dennis real one — 29. Oktober 2009 @ 14:29
[...] via Störungsmelder » Blutiger Nazi-Angriff bei Fußballspiel. [...]
Pingback von Blutiger Nazi-Angriff bei Fußballspiel « dokumentationsarchiv — 31. Oktober 2009 @ 16:08
@ dennis und andere
Das ist übler rassimus, was ihr hier verbreitet. Statt mal nachzudenken.
Vierzig jahre DDR: das war vierzig Jahre Militarismus pur (Kriegspiele schon in der kita, Schule: Militärische Ausbildung, preußischer Kommandodrill in Schule, jugend organisation und betrieb.
Extremer Judenhass (1973 DDR-Luftwaffe in syrien), Einsperren von vietnamesischen Zwangsarbeitern usw.
Und da es ist kein Wunder, dass NPD und DVU heute stark sind. Die Stasis und die NVA-ler rennen zur NPD. Dynamo Berlin=Skinverein
In den plattenbauelendsvierteln konkurrieren Linke und Nazis um die Macht der Hohlköpfe
Kommentar von Hans — 1. November 2009 @ 09:39
Guten Abend
Hier mal ein Link für all die, die allen ermstes glauben das wär ein Ostproblem. Die List kann beliebig ergänzt werden.
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=10307862.html
Kommentar von m.d.a. — 1. November 2009 @ 20:20
Ich komme aus Leipzig und wenn ich hier diese Antiostdebatte verfolge, wird mir schlecht. Das grenzt an eine ähnliche Haltung, wie die der Täter. Ihr solltet mal lernen zu denken, als euch Feindbilder aufzubauen, denn durch eben solche praktischen Stereotype bilden sich solche faschistischen Umtriebe.
Kommentar von Billy — 2. November 2009 @ 17:04
Noch mal zu dennis real one
Schön wenn man demokratie ziehen kann wie einen Kaugummi. Dann ist wohl auch die Kameradschaft Passau auch ein Produkt der Unterschicht? Womöglich aus dem Osten? Geh mal demokratisch nach draußen und hör dich mal um. Ich musste letztens miterleben, wie ein ungefähr siebzig Jahre alter Mann auf dem Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe angesichts eines Irokesenhaarschnittes Töne anschlug wie: “Das hätte es bei Hitler nicht gegeben, der wäre sofort in der Gaskammer gelandet.” Der war gut betucht und mit einem westdeutschen Akzent gesegnet.
Aber natürlich bist du wahrscheinlich jemand der die Welt kennt und hätte König werden wollen. Vielen dank auch.
Kommentar von Billy — 2. November 2009 @ 20:59
@Dennis real one:
“Als ein Kind West-Berlins kenne ich die Verhältnisse im Osten ganz gut. DEr Freund meiner Mutter kommt aus Stralsund und ich war da recht oft. Der sagt übrigens das Gleiche.”
Also wie jetzt: Sie sind ein Kind West-Berlins, kennen aber die Verhältnisse im Osten ganz gut? Und der Freund Ihrer Mutter kommt aus Stralsund und sagt das Gleiche wie Sie? Na dann sind Sie ja sozusagen der profunde Kenner des Ostens. Alles immer schön aus 2. und 3. Hand, was man eben so hört. Ach ja, Sie waren schon in Stralsund: Wie oft und wie lange waren Sie denn da so, und wieviel Leute haben Sie dort kennengelernt, die nicht nur aus der Antifa stammten?
“Die Schule an der meine Mutter unterrichtet ist auch in OSt-Berlin und ich habe einige Freunde aus Ost-Berlin und Brandenburg, die in der Lage sind, die Situation objektiv zu beurteilen und nicht meinen, den Irrsinn verteidigen zu müssen, weil man ja immer gut über die Heimat, das Eigene reden muss. 8.-Klasse-Niveau.”
Das Sie hier verbreiten.
“Mittlerweile fahre ich da nicht mehr so oft hin, da ich, wie von Björn schon schlau erwähnt in bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen bin (in Kreuzberg, könnta auch das vorstellen?)”
Aber natürlich kann ich mir das vorstellen. Sie sich aber anscheinend nicht den Umstand, daß die übergroße Mehrheit der Ostdeutschen eben auch in ganz normalen bürgerlichen Verhältnissen denkt und lebt.
“und einen hate stare und Sprüche auf Sonderschulniveau weil ich anscheinend die falsche Hautfarbe habe von offensichtlich autoritär geprägten Vollidioten nicht so wirklich ertragen kann. Vor allem wenn ich dran denke, dass zuerst meine Eltern nun ich dafür auch noch draufzahlen.
Im Übrigen freue ich mich, dass der Osten kinderreich ist, wenn das Kinder aus vernünftigem Hause sind. Aber wenn sich alle so einig sind, dass man Sarrazin ja zustimmen muss, dass es nicht sein kann, dass für das produzieren von Kopftuchmädchen staatliche Unterstützung gewährt wird, dann sage ich, dass es auch nicht sein kann, dass staatlich unterstützt Nazi-Brut produziert wird. Dafür zahle ich nicht, das erkenne ich nicht an.”
Sie protestieren hier gegen tatsächlichen oder gefühlten Rassismus, produzieren aber permanent selber welchen.
Kommentar von nocheinbuerger — 3. November 2009 @ 01:17
[...] wurden aber allein gelassen”, sagte FSV-Brandis Vizepräsident Michael Sommer dem MDR. weiter… thueringer-allgemeine.de: Konsequenzen nach [...]
Pingback von Oktober 2009 « Infothek-Dessau.de — 6. November 2009 @ 15:43
@ dennis:
ich bin auch “ein kind westerberlins” und maße mir nicht an die “verhältnisse im osten” wirklich kennen zu können. ich kann davon berichten was mir bei besuchen dort passiert, was ich dort warnehme. und was ich “vom hören sagen her” denke wissen zu müssen ist absoluter schwachsinn.
und nicht alle im osten sind potentielle nazis. es gibt dort auch sehr viele leute die demokratische ansichten haben oder dem linken spektrum zuzuordnen sind.
klar, es leben dort mehr nazis wie bei uns in x-berg aber das ist auch nicht wirklich schwer :-)
Kommentar von oh mann — 12. Dezember 2009 @ 19:47