Nazi-Anwalt Rieger liegt nach Schlaganfall im Sterben

Glühender Rassist, Hitler-Verehrer und stellvertretender NPD-Bundesvorsitzender © Sean Gallup/Getty Images
Jürgen Rieger (Jg. 1946) ist Rechtsanwalt in Hamburg und seit beinahe vierzig Jahren einer der aktivsten Neonazis Deutschlands mit Verbindungen in die heidnisch-germanische Szene. Seit Mai 2008 ist er stellvertretender NPD-Parteivorsitzender. Nach Angaben des NPD-Pressesprechers hatte er am Wochenende einen Schlaganfall erlitten und liegt im Krankenhaus in Berlin.
Von Simone Rafael
NPD-Pressesprecher Klaus Beier hat netz-gegen-nazis.de bestätigt, dass der neonazistische Anwalt und stellvertretende NPD-Parteivorsitzende Jürgen Rieger (63) am Samstag auf einer Sitzung des NPD-Parteivorstandes zusammengebrochen ist und mit Verdacht auf Schlaganfall in ein Krankenhaus in Berlin gebracht wurde. Über Riegers derzeitigen Gesundheitszustand oder etwaigen Tod wollte Beier nichts sagen: “Wie es Herrn Rieger geht, weiß allein seine Familie.”
Jürgen Rieger gilt nicht zuletzt aufgrund seiner Finanzkraft und seiner Scharnierstellung zwischen NPD und Neonazi-Kameradschaften als einer der einflussreichsten Nazis in Deutschland.
Über Jürgen Riegers Gesundheitszustand gibt es auf rechtsextremen Internetseiten verschiedene Informationen. Nachdem die NPD Dortmund bereits seinen Tod vermeldet hatte, wurde die Nachricht zunächst zurück gezogen – laut Posting in einer Neonazi-Community allerdings nur auf Wunsch der Familie, die sich eine Stellungnahme überlegen wolle. Laut rechtsextremen Informationsportalen liegt er in Krankenhaus in Berlin-Köpenick und habe aber kaum Aussicht auf Besserung seines Zustandes.
Jürgen Rieger ist einer der einflussreichsten Neonazis Deutschlands. Als Rechtsanwalt verteidigte der 63-Jährige zahlreiche prominente Neonazis vor Gericht, außerdem gilt er als Financier der Szene, der mit etlichen Immobilienkäufen Neonazis verschiedenster Ausrichtung wichtige Infrastruktur für Veranstaltungen, Konzerte und Parteitage zur Verfügung stellte. Seit 2006 ist der ideologisch den Nationalsozialismus verherrlichende, neuheidnische und rassistische Anwalt Mitglied der NPD und gilt dort als wichtige Scharnierfigur zur Szene der “Freien Kameradschaften”. Seit 2008 ist er einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden der Bundes-NPD.
Mehr zu Jürgen Rieger finden sie hier.
ZEIT-ONLINE Artikel: Jürgen Rieger – der braune Investor
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na das ist das was herr rieger sein ganzes leben lang gemacht hat.und zwar leuten wie mir !
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Im “NPD-Blog” haben auch schon zwei feixend den Tod Riegers kommentiert. Ich denke, dass das irgendwie auch eine Selbstauskunft ist, auf welchem Niveau manche “Streiter für das Gute” agieren.
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@der 2.Ernie
Ooooch gar nichts… außer dass er diversen rechtsextremen Gruppierungen angehört(e), Schlägertrupps und Holocaustleugner vertrat, den Holocaust selbst leugnete aber dafür den NS verherrlichte, für eine Umsetzung von Eugenik und Rassenpolitik plädierte (=Sozialdarwinismus),mehrfach wegen Körperverletzung angeklagt und verurteilt wurde, indirekte Mordaufrufe (Reemtsma/Wehrmachtsausstellung), uvm… … … …
Aber ansonsten war er bestimmt ein ganz netter, so wie ja alle Nazis in der Nachbarschaft ganz nette Menschen sind.. mein Gott, wer solche Fragen stellt, ist entweder auf dem rechten Auge blind oder selbst ein Nazi…
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@ baba
Stimmt, es gibt einen Unterschied. Während das eine strafrechtlich relevant ist, ist das andere nur hundserbärmlich (aber nicht strafbar). Klar hat jeder das Recht auf Meinungsäußerung, dass ich das Verhalten geschmacklos finde und denke das einige sich über das Leid anderer eine Selbstbefriedigung suchen ist wiederum mein Recht auf freie Äuerung.
Bringen tuts nur leider nicht, bei einigen scheint sich Schamgefühl oder eine konsequente Handhabung ethischen Bewußtseins ohnehin verabschiedet zu haben.
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Lasst nur alles raus…
Wenn jemand so vom Hass zerfressen ist, daß er jubelt, wenn ein politischer Gegner einen Schlaganfall erleidet, dann kann einem das schon fast leid tun.
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