Von Kommunisten und Rassisten – Verwirrung bei PI-News

Mina Ahadi, Kommunistin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime schreibt auf PI-News Foto: Promo
Eine Freundschaft der ganz besonderen Art zeichnet sich momentan auf der offen rassistischen und fremdenfeindlichen Internetseite Politically Incorrect ab. Dort veröffentlichte jüngst – ganz offiziell – die “Islamkritikerin”, Kommunistin und gebürtige Iranerin Mina Ahadi einen Aufruf unter dem Titel “Die Revolution im Iran braucht eure Hilfe!“.
Gemeint waren ausgerechnet die reaktionären Leser des auch als “PI-News” bekannten Portals. Mina Ahadis Appell zeugt neben einer beachtlichen Tollkühnheit auch von einer Menge Unwissenheit über die aktuellen politischen Verhältnisse im Iran. Er zeigt, dass es vornehmlich um die Diskreditierung des Islam, denn um wahre Hilfe für die grüne (und durchaus religiös-spirituelle) Demokratiebewegung im Iran geht. Unterstützer der Demokratiebewegung im Iran sind Verlautbarungen zufolge nicht glücklich über die “Schützenhilfe” von PI-Autorin Mina Ahadi und weisen diese entschieden zurück.
Besonders pikant wird die Geschichte jedoch erst, als per Zufall fast zeitgleich auf eben jener Internetseite bekannt gegeben wird, dass die Junge Union Aschaffenburg für den 14.1.2010 eine Diskussionsveranstaltung mit Mina Ahadi geplant hat. Angesichts der zunehmenden Aktivitäten von Mina Ahadi im rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Spektrum, ist der Jungen Union und der CDU davon abzuraten, Frau Ahadi als Diskutantin zu Themen rund um den Islam zu laden und zu befragen. Damit würde man, wie man so schön sagt, den Bock zum Gärtner machen.
Ein weiterer Treppenwitz der Geschichte ist jener Umstand, dass Mina Ahadi sich nicht nur als “Islamkritikerin”, sondern auch als Kommunistin versteht. Soweit nicht überraschend. Brisant wird es erst wenn man weiß, dass eine der ideologischen und propagandistischen Säulen Politically Incorrects die Mär des angeblich anwachsenden und stetig radikaler werdenden Linksextremismus ist. SPD und Bündnis 90/Die Grünen sind in den Augen der PI-Autoren und Kommentatoren bereits linksradikale Sektierer. Wie sieht es da erst bei Mitgliedern der Arbeiterkommunistischen Partei Irans aus? Das gemeinsame Feindbild Islam scheint zusammen zu bringen, was auf den ersten Blick nicht zusammen gehört.
Ach, hatten wir Deutschen mal bock auf Muslime und Ausländer? Wann war das? Marco, ihr Beitrag ist nicht weniger polemisch als das, was sie als vermeindliches Problem ausmachen. Wer Muslime so fertig macht wie PI, der ist ein Rassist. PI Sektierer haben sich übrigens was beispielsweise die Darstellung von Menschen die man nicht will im Land als Tiere und Ungeziefer viel von Stürmer und Co. abgeguckt. Natürlich sind das keine Nazis. Die waren gegen Juden. Es sind neue Rassisten die so tun, als wären sie angeblich die super Anti-Antisemiten. Dabei bedienen sie sich locker in der NS Werkzeugkiste. Echt eklig und verlogen! Und jede Kritik an sich als Rassismuskeule zu delegetimieren und keine Argumente zu bringen ist arm. Dieser angebliche “politische Korrektheit” Diskurs wurde doch schon lange als das durchschaut was er ist, reaktionär und antiemanzipatorisch! Pseudo-Tabubrecher.
Antworten
Der Islam und Nationalsozialismus haben nun einmal eine Überschneidung, gewisse autoritäre Tendenzen und kollektivistische Gesellschaftsbilder, Militarismus. Dagegen steht der humanistische Konsens, der die Menschenwürde in den Vordergrund rückt und den Frieden zwischen den Menschen. Es sollten sich durchaus mehr Kommunisten offensiv mit der Bedrohung durch den militanten Islam auseinandersetzen. Wer Kommunist ist, der teilt die humanistische Weltanschauung, und ist grundsätzlich anständig. Man glaubt nicht daran, dass es sinnvoll ist einen schwarzen Stein in Mekka oder ein Kruzifix anzubeten oder Menschen zu steinigen, weil sie religiösen Geboten widerhandeln. Der Unterschied bei den Progressiven ist, dass die einen optimistisch hinsichtlich der Humanisierung des Islam sind, die anderen – oft aus fremdenfeindlichen (durchaus ja legitimes Gefühl) Motiven – eine pessimistische Sicht vertreten und grandios übertreiben, was die Rolle des Islam in unserer Gesellschaft angeht. Aber es ist zu lange zu den rückständigen Elementen des Islam geschwiegen worden und man hat falsche Rücksichtnahme geübt. Mit Vogel Strauss ist jetzt sowieso Schluss und um die PI-Fanatiker kräht kein Hahn. Es gibt ja auch eine immer stärker werdende islamische Mission, die in die Gesellschaft hinein ragt.
Antworten
[...] bei weitem kein Problem der Iraner. Das hätte Frau Ahadi wohl gerne: Ihre Unbeliebtheit unter Deutschiranern in die Schuhe iranischer Behörden zu schieben. Auch vor dem BamS-Vorfall galt Frau Ahadi in den [...]
Antworten
[...] Weitere namentlich bekannte Autoren waren in jüngster Vergangenheit die iranische Publizistin Mina Ahadi und der Journalist Joachim Steinhöfel. "Die Freiheit"-Funktionär Michael [...]
Antworten