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Osnabrücker verhindern Abschiebung von Flüchtling

 

Demonstranten haben am Freitagmorgen die Abschiebung eines somalischen Flüchtlings vorerst verhindert, indem sie die Tür des Flüchtlingsheims “An der Petersburg” blockierten. Die Polizei und Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Sollte es erneut zu einem Abschiebungsversuch kommen, soll die Protestaktion wiederholt werden.

Wie ndr.de berichtet, blockierten 60 Demonstranten die Eingänge der Flüchtlingsunterkunft “An der Petersburg”. Die Neue Osnabrücker Zeitung spricht von über 70 Demonstranten. Der 26-jährige Ahmed ist über die Niederlande nach Deutschland eingereist und sollte am Freitagmorgen dahin zurückgebracht werden. Die Polizei teilte aber, nachdem das Aktionsbündnis seit acht Uhr demonstriert hatte, schließlich mit, dass die Abschiebung ausgesetzt sei.

In den Niederlanden müsste Ahmed vermutlicht auf der Straße leben, sagte die Ratsfrau Anke Jacobsen, die sich unter den Demonstranten befand. Um Ahmed und den anderen somalischen Flüchtlingen zu helfen, bereiten sich die evangelische Südstadtkirchengemeinde und die katholische Josefsgemeinde auf Kirchenasyl vor. Die Südstadtkirchengemeinde wird, so Pastor Wolter, Räume in der Lutherkirche stellen und die Josefsgemeinde bei der Versorgung der Flüchtlinge helfen. Wer sich für die Telefonkette anmelden will, kann dies unter der E-Mail-Adresse philipp.stroehle@mail.de tun.

7 Kommentare

  1.   Philipp Stroehle

    WARUM Geflüchtete nicht in die Niederlanden abgeschoben werden dürfen, beschäftigte gerade auch das Verwaltungsgericht in Darmstadt. Außerdem gibt es Befürchtungen, dass die Niederlanden wieder nach Somalia abschieben werden (siehe Links unten).

    Mit Beschluss vom 08.05.2014 – Az 4 L 597/14.Da.A – hat das VG Darmstadt die Überstellung eines abgelehnten somalischen Flüchtlings in die Niederlande im Eilverfahren untersagt und der Klage insoweit aufschiebende Wirkung zugebilligt, da Flüchtlinge dort auf die Straße gesetzt und auch bei erklärter Mitwirkung an ihrer Abschiebung nicht erneut untergebracht und versorgt würden, siehe

    http://issuu.com/pimvandendool/docs/uitspraak_darmstadt/6?e=7781744/7802646

    Siehe auch:

    Newsletter 2013 von Pro Asyl über Abschiebungen NL – Somalia:
    http://www.proasyl.de/de/directmail/fachpolitischer-newsletter/fachpolitischer-newsletter-203/#c17314

    Plan der Niederlande, nach Somalia abzuschieben:
    http://www.hrw.org/news/2013/02/21/netherlands-halt-plan-deport-somalis

  2.   Irmela Mensah-Schramm

    Grandios!
    Mein Dank an die Aktivisten, die die Abschiebung verhindert haben!

  3.   Morita

    Mega Grandios!
    Das braucht Nazi-Deutschland öffters.

  4.   rätselhaft

    Morita
    “Das braucht Nazi-Deutschland öfters.”
    Und die Niederländer erst, alles Nazi versifft, und Italien und Griechenland und die Türkei, überall wollen die Flüchtlinge weg. Und Somalia, auch voller Nazis, die bringen Leute um weil sie zum falschen Clan gehören, alles Nazis.

  5.   Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann

    Ein wichtiges Signal! Gut, dass die Abschiebung nicht mit Gewalt durchgesetzt wurde. Den Demonstranten Danke! Wir benötigen dringend eine neue Asyl- und Flüchtlingspolitik und eine Revision des Dublin II Abkommens.

  6.   Gulam

    Ich glaube, alle mechsnen auf der welt sollten dort leben dfcrfen, wo sie es wollen. keiner sollte ddas recht haben, andere asu seinem land zu schmeissen nur weil er sie nicht mag.viele leute die ich kenne kommen aus anderen le4ndern, haben andere religionen oder weltanschauungen oder e4hnliches. als ob das sie daffcr disqualifizieren wfcrde, hier zu leben. einer wird ineinem vierteljahr abgeschoben. die anderen dfcrfen hoffentlich bleiben.