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„Identitäre Bewegung“ wird Verein

 

FB Identitäre Bewegung Deutschland

Vereinsmeierei gilt als typisch für die Identität vieler Deutscher. Jetzt hat auch die neurechte „Identitäre Bewegung“ den Schritt gemacht und den Verein „Identitäre Bewegung Deutschland e.V.“ gegründet. Der Verein, der seinen Sitz in Paderborn hat, wurde bereits am 25.05.2014 ins Leben gerufen und ist inzwischen beim dortigen Amtsgericht registriert.

Als Vorstand des Verein fungieren Nils Altmiek und John David Haase. Der 27-jährige Altmiek firmiert bereits seit dem diesjährigen  „Pfingstreffen“ der „Identitäten Bewegung“ als deren offizieller „Bundesleiter“. Auf dem Treffen hatte sich die „Identitäre Bewegung Deutschland“ (IBD) eine Neustrukturierung verordnet. Statt wie bisher, mit einer Vielzahl von – allerdings teilweise nur im Internet vertretenen – lokalen Gruppen zu agieren, sollen nun Aktivitäten und Aktivisten in größeren regionalen Gliederungen gebündelt werden. Aufgeteilt ist die IBD nun in 16 regionale Gruppen. Mit der Gründung des Vereins versucht die IBD offensichtlich nicht nur dieser Neustrukturierung einen Rahmen zu geben, sondern hat dabei vor allem auch noch etwas anderes im Blick: Man will mit Hilfe des Vereins auch an staatliche Gelder herankommen. So berichtet die IB Westfalen auf ihrer Homepage, dass der neugegründete Verein ermöglichen soll „endlich geregelt und legal Fördergelder zu beziehen“.

7 Kommentare

  1.   Irmela Mensah-Schramm

    Etwa auch noch als „gemeinnützig“ ?
    Das wäre ein handfester Skandal!
    Erst ein Brandenburger Nazi als Familienrichter in Bayern, dann erhalten rechtsradikale Organisationen den Vereinsstatus „e.V. als „gemeinnützig“ und in Stralsund wird den Nazis ein geschichtsrevisonistischer Fackelgang von der Polizei geschützt und damit ermöglicht.
    Wenn sich aber BürgerInnen mehr gegen die Nazis engagieren, als nur Fähnchen zu schwingen oder bloße Lippenbekenntnisse , dann zeigt sich der Staat von seiner starken Seite und ist um „Recht und Ordnung“ bemüht.
    Längst weiß ich, was ich davon zu halten habe!

  2.   Fen

    Mir ist nicht ganz klar, wieso „Zeit Online“ es für nötig erachtet darüber zu berichten, dass junge Menschen nun einen Verein gründen.
    Man könnte ja auch erwähnen dass Linksradikale damals den Marsch für das Leben angegriffen haben, oder Fördergelder gegen Rechts beziehen und damit ihre terroristischen Machenschaften finanzieren, sehr einseitige Berichterstattung!

  3.   Sebastian

    Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe

    Abgesehen davon das meine Vorrednerin anscheinend die Gründung eines Vereins mit „nicht nur Fähnchen schwingen“ (Legitimierung von Gewalt!) vergleicht scheint meiner Vorrednerin nicht verstehen zu können das sogenannte „Rechte“ die gleichen Rechte haben sollte wie ein Linker!

    Im Grunde geht es meiner Vorrednerin um die Deutungshoheit im Diskurs den Sie gewährdet sieht!

  4.   Irmela Mensah-Schramm

    Man vergleicht mich aus der rechten Ecke gern mit Terroristen, sobald ich klar Stellung beziehe gegen die Rechten und Nazis überhaupt.
    Das tue ich selbstverständlich weiter Ein Hohn jedoch ist, dass die Rechten die Demokratie bekämpfen, sie als „Volkstod“ bringend betrachten, aber ihre Vorteile und Rechte für sich in Anspruch nehmen.
    Für mich steht es fest: Für Nazis und Rassisten, Antisemiten ist in der Demokratie keinen Platz! Das gilt eben auch für die Idenditären, die ich auf meine Euch sicher inzwischen bekannte Art bekämpfe!
    Noch eine Klarstellung an meine Vorkommentatoren: Ich meinte mit dem Schwingen der bunten Toleranz – Fähnchen, dass dies für das Engagement gegen „Rechts“ .- zumindest mich – wenig überzeugt, wenn ich dabei feststellen muss, wie ignorant oft mit der Nazipropaganda vor Ort im öffentlichen Straßenland umgegangen wird.

  5.   Sebastian

    ich würde überlegen woher diese Vergleiche kommen bei Äußerungen wie Sie sie in ihrem ersten Post geäußert haben liegt die Vermutung nahe.

    Mir ist nicht bekannt, dass die Rechten per Definition die Demokratie bekämpfen. In ihrer sowie der Linken Definition von Demokratie mögen diese Gruppen keinen Platz in der Demokratie haben, zum Glück ist diese Definition jedoch nicht allgemein gültig! Zeigt es doch eher vielmehr deren antidemokratisches Gedankengut!

    Ihnen wie den Linken scheint es Spaß zu bereiten Andersdenkende Personen zu diskriminieren sowie wie sie erwähnen zu bekämpfen!

    Dass die Linke nicht gerade für ihre Toleranz bekannt sind, zeigt ein Blick in aktuelle politische Kriminalstatistiken!

  6.   Elias Alder

    Die Identitäre Bewegung ist stark im kommen.

    Mal davon abgesehen, dass hier illustre ZEIT-Rechtsextremismusexpert_Innen wieder Erfolgsnachrichten als Angst-Nachricht im Störungsmelder hochstilisieren und nach _Aussen tragen wollen, ist eine Vereinsgründung einer politischen Jugendbewegung, wie es die IB nun einmal ist, durchaus nichts ungewöhnliches. Vielmehr schwingt doch hier die Ungewissheit durch, dass die IBD (nichtmal das Kürzel konnten die Fachjournalisten korrekt abschreiben) dadurch den „Sprung in die Realität“ geschaft hat, nachdem die Medien ewig nicht müde wurden, die Bewegung als etwa „lose Facebook-Gruppierung“ kleinzureden.

  7.   Thorsten

    Und jetzt? Jeder neue Verein „gegen Rechts“ wird bejubelt und hochgelobt, aber wenn eine sog. „neurechte“ Bewegung zum e.V. wird, die für Vielfalt außerhalb von linker Arroganz eintritt, wird das gleich als Gefahr für die Demokratie behandelt? Demokratie bedeutet Meinungspluralismus. Und nicht Meinungsmonopol mit partieller Übertoleranz.

    Übrigens: IBD und nicht IDB, Herr Janzen.