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Wenn die “Pegida”-Demonstranten ausführlich zu Wort kommen…

 
5.500 nahmen an einem Marsch gegen die "Islamisierung des Abendlandes" teil.
Mittlerweile sind es rund 15.000 Menschen, die in Dresden auf die Straße gehen © Johannes Grunert

Ein Filmteam von Panorama war bei der “Pegida”-Demonstration vor Ort und veröffentlichte nun die Interviews ungeschnitten. Ein interessanter Einblick in Beweggründe der Demonstranten in Dresden: Wenig “Abendland” und viel “Ausländer”.

 

 

33 Kommentare

  1.   Irmela Mensah-Schramm

    Das Argumentieren der eigentlich gar nicht so besorgten BürgerInnen, ist so gnadenlos dumm und erbärmlich, dass ich nun zur “Besorgten Bürgerin” werde.
    Mir macht es große Sorgen, wie der ohnehin sehr lange unter der Decke versteckte Rassismus und auch Nationalismus zutage kommt und die Politik hilflos reagiert.
    Da fällt mir nur noch der berühmte Satz ein: “Der Schoß ist so fruchtbar noch, aus dem das Ganze kroch!”


  2. Ohne die Medien würden solche Veranstaltungen schnell wieder eingestellt werden. Diese Leute suchen doch die Öffentlichkeit. Das wird selbst einem kleinen Häuflein umfassend geboten.
    Überhaupt: Was soll das mit der Bezeichnung Neonazis? Die meisten dieser Kahlköpfe wären doch seinerzeit im Arbeitslager oder KZ verschwunden.
    So einfach lässt sich das Nazi-Regime nun doch nicht sehen oder übertragen.

  3.   Florian G.

    Ich finde man sieht an den Interviews recht deutlich, dass tatsächliche, alte Probleme (Renten-, Bildungs-, Integrationspolitik…) seit Jahren von keiner Regierung richtig angegangen wurden und diese jetzt von Pegida instrumentalisiert werden. Kurz: Die Ausländer sind schuld. Sehr gefährlich, aber letzendlich hausgemacht.

  4.   Irmela Mensah-Schramm

    @Fallensteller

    Einerseits triffte es sicher zu, dass die Medien auch “scharf” sind und auf “Action” aus.
    Aber, es muss öffentlich sein, wie im Lande wieder fast eine Pogromstimmung erzeugt wird mit Pegida und all dem gefährlich blöden Ramsch.
    Deine Äußerung, dass in der Nazizeit die Neonazis und Rassisten ins KZ eingesperrt worden wären, entbehrt jeglicher logischen Grundlage.
    Besser mal nachdenken, schließlich waren die Nazis auch fürchterliche Rassisten, denn sie haben auch die Rassegesetze geschaffen und in’s KZ kamen alle, die eben keine Rassisten, Nazis etc. waren….
    Derartige dumme und unerträgliche Argumente dürten selbst bei mäßiger Schulbildung nicht zu hören sein.

  5.   Acrux

    Die ungeschnittene Darstellung solcher Selbstentlarvungen ist ja an sich verdienstvoll, aber wenn sich dann zeigt, dass einer der Interviewten eigentlich auch beruflich da war (ein RTL-Kollege), und nur geplappert hat, was das Filmteam hat hoeren wollen, traegt das nur bedingt zur Neugewinnung von Vertrauen in die Presse bei.

    http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/Kontaktversuch-Luegenpresse-trifft-Pegida-,pegida136.html0 Stichwort “Korrektur”

  6.   Hans Molitor

    Sind das denn jetzt Pegida-Leute oder NDR- oder RTL-Journalisten??????

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/pegida-rtl-reporter-ndr

  7.   Bert-Hasso Kemnitz

    Der altkluge “Panorama-Reporter” NDR /ARD der linken Systemmedien erhält eine Politik-und Geschichtslektion von hellen Sachsen. Und kommt selbst ins Stottern.

  8.   Max Degenhardt

    Tja, liebe Zeit, der erste Interviewte war ja der Agent provocateur, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Natürlich würde ich niiieeemals behaupten, das die Edelfedern der Zeit zu ähnlichen Mitteln greifen würde; aber es wirft doch ein Schlaglicht auf den journalistischen Ethos, der in so manchen Redaktionen herrscht. Von daher ist es nicht unklug von den Organisatoren von Pegida, mit der “Lügenpresse” nicht zu sprechen. Was allerdings auch nicht mehr lange durchzuhalten sein wird. Irgendwann muss auch Pegida Position beziehen, über die 19 veröffentlichten Standpunkte hinaus.

    @ Frau Mensah- Schramm: Natürlich sind einige der vorgetragenen Meinungen fragwürdig. Ab 39:30 sowie die ältere Dame liefern beachtens- und bedenkenswerte Argumente. Das sollten auch sie einsehen, auch wenn es ihnen materiell besser geht als der älteren Dame.

  9.   Lenzp

    Wundert mich nicht. Schon Sarrazin ließ jede Definition vermissen, was genau denn unter der “christlich-abendländischen Leitkultur” zu verstehen wäre. Auch Pegida-Mitläufer sind außerstande zu erklären, welche christlichen oder kulturellen Werte sie gegen den Islam verteidigen möchten. Was diese Leute motiviert, ist nichts weiter als ein primitiver Revierverteidigungsinstinkt aus einem dumpfen Bauchgefühl heraus. Damit sie sich dabei nicht so schäbig vorkommen, versuchen sie, das Ganze mit den bekannten leeren Worthülsen zu überdecken.